Viktoria 89 baut die Führung weiter aus

10 Spiele, 10 Siege, wann gab es das schon einmal bei den Süd-Berlinern? 8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke. Deren mit Spannung erwartete Partie gegen den BFC Dynamo fiel im von beiden als Heimspielstätte genutzten Jahnsportpark leider Corona zum Opfer. Dagegen sahen 303 Zuschauer in Halberstadt einen verdienten Sieg von Viktoria 89 beim momentanen Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Viktoria führte durch Fardjad-Azad (38.) und Becker (49.) 2:0. Aber warum müssen die Berliner fast regelmäßig einen späten Gegentreffer hinnehmen und dann um den Sieg bangen?  Diesmal war es in der 89. Minute Junge-Abiol, der auf 1:2 verkürzte. Am Freitag, 23.10. ab 19.00 Uhr, kommt der Tabellenzehnte Babelsberg 03 ins Stadion Lichterfelde. Vorsicht, die Babelsberger besiegten zuletzt den ZFC Meuselwitz mit 3:1.

Außerdem stehen am 10. Spieltag aus Berliner Sicht zwei Niederlagen, ein Remis und ein weiterer Sieg zu Buche. Aufsteiger Tennis Borussia verlor chancenlos mit 0:4 bei Lok Leipzig und Lichtenberg (13.) ließ mit der 0:2 Niederlage die drei Punkte bei Union in Fürstenwalde. Gegen die Punkteteilung, ein 0:0 von Herthas Zweiten im Amateurstadion gegen Energie Cottbus ist nichts einzuwenden, auch wenn Andreas Neuendorf mangelnde Entschlossenheit bei seinem Team als Manko anführte. Im Poststadion schoss der BAK 07 – immerhin vor 367 Zuschauern – drei Tore, ließ nach 32 Minuten zunächst den 1:1 Ausgleich der Gäste aus Rathenow zu. Am Ende gewannen die Platzherren im Poststadion mit 3:1. Der BAK hat nach 10 Spielen jetzt 14 Punkte und Platz 9, am Samstag, 24.10. geht es nach Cottbus und die haben ebenfalls 14 Punkte.

Die Zuschauerzahlen sind sehr unterschiedlich, je nachdem was die Gesundheitsämter an Auslastung genehmigen und was die Stadiongröße hergibt. In Auerbach durften 999 Zuschauer das 0:2 gegen Chemie Leipzig sehen. Bei Lok Leipzig waren es gegen die Berliner Borussen 1.755, in Babelsberg sahen 1.365 Zahlende den 3:1-Sieg und in Jena feierten 1.256 Zuschauer den 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC.

Am Freitag, 23.10. stehen zwei Berlin-Derbys an. Aufsteiger Tennis Borussia empfängt, so Corona es will, den BFC Dynamo im Mommsenstadion und die VSG Altglienicke – Hertha BSC II im Jahnsportpark. Am Sonntag, 25.10. kommt Lok Leipzig zu den 47ern nach Lichtenberg.  

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 und Altglienicke marschieren voran

Dass Altglienicke an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann ist keineswegs überraschend. Nach 7 gewonnenen Spielen und einem verlorenem Spiel sowie mit einem Unentschieden liegen sie aktuell auf Platz Zwei mit 22 Punkten und 24:10 Toren, gefolgt von Carl Zeiss Jena und Chemie Leipzig mit je 15 Punkten. Das sind immerhin 7 Zähler Differenz. Beachtlich das 5:0 der VSG über den 1. FC Lok Leipzig. Dass nach 9 Spielen Viktoria 89 verlustpunktfrei mit 5 Punkten Vorsprung, deren 27 und mit 21:8 Toren klar Tabellenführer ist, lässt den Berliner Regionalliga-Fußball in hellem Licht erscheinen.

Am 8. Spieltag waren die Berliner mit einem 3:2-Sieg gegen Chemie Leipzig erfolgreich. Genau mit diesem Ergebnis wurde am 9. Spieltag vor der Länderspielpause VfB Auerbach heim geschickt. Am Sonntag, 18.10., 13.30 Uhr, heißt die nächste Partie auswärts Germania Halberstädt (Tabellenletzter) – Viktoria 89. Keiner darf unterschätzt werden, die Konstanz der Himmelblauen aus Berlin ist bisher beachtlich.

Dagegen ist Herthas Zweite mit dem 0:0 beim bisherigen Tabellenletzten Optik Rathenow auf Platz 10 der Tabelle angekommen. 2 Siege und 2 Niederlagen für Berliner Teams sind weiter zu vermelden. Lichtenberg 07 trumpft mit einem 3:0 über Babelsberg 03 auf und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin (16.) schlägt Union Fürstenwalde mit 4:2. Am Freitag, 16.10. 19.00 Uhr, muss die Borussen eine schwere Aufgabe auswärts beim 1. FC Lok Leipzig gelösen.

Der Berliner AK (jetzt 12.) unterlag mit 2:4 beim Chemnitzer FC (11.). Der BFC Dynamo führte zwar 2:0 in Cottbus, verlor aber am Ende 2:3 gegen Energie, jetzt 6 mit 13 Punkten. Da Dynamo bereits am 8. Spieltag zu Hause gegen Optik Rathenow mit einem 2:2 zwei Punkte liegen gelassen hat, stehen sie jetzt mit 14 Punkten auf Platz 4. Am Samstag, 17.10., steht das nächste Berlin-Derby an. BFC Dynamo – VSG Altglienicke. Der BAK 07 hat ebenfalls ein Heimspiel gegen Optik Rathenow und tags darauf empfängt Hertha BSC II Energie Cottbus im Amateurstadion.

Christian Zschiedrich

Spannung und sechs Tore in Lichtenberg

Bis auf die drei aktuell noch ausstehenden Begegnungen, Fürstenwalde – Jena, Auerbach – Chemnitz, Babelsberg – Luckenwalde, absolvierte die Regionalliga Nordost am Dienstag, 25.08.2020 ihren 2. Spieltag mit diesen Ergebnissen:

Tennis Borussia – Chemnitz 1:3

ZFC Meuselwitz – Cottbus 2:0

BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:2

1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 2:1

Halberstadt  – Bischofswerda 2:3

Viktoria 89 – Optik Rathenow 2:0

Lichtenberg 47 – Altglienicke 2:4

Beachtlich VSG Altglienicke, nicht nur beim 3:2 Auftakt im Mommsenstadion, es folgte der 6:0 Pokalerfolg im Finale gegen Viktoria 89, jetzt nahm das Team von Karsten Heine auch die Hürde bei Lichtenberg 47 mit 4:2. Wobei den 47ern ebenso ein Lob gezollt werden muss. Halbzeit 0:0, in Führung ging die Heimmannschaft in der 54. Minute durch Philip Einsiedel. Bereits eine Minute später gelang Patrick Breitkreuz (55.) das 1:1. Christian Skoda drehte das Match mit dem 2:1 für die Gäste (62.). Tolcay Cigerci schaffte das 3:1 (80.). Wer 10 Minuten vor Ultimo glaubte, die Partie sei entschieden, das Team von Trainer Lehmann gab nicht auf. Der Schütze zum 1:0 markierte seinen zweiten Treffer in der 84. Minute in Unterzahl. Christian Gawe hatte in der 67. Minute die Rote Karte gesehen. Es wurde in der Endphase noch einmal spannend. Allerdings nur kurz, für zwei Minuten, der in Minute 68 eingewechselte Uzan stellte in der 86.Minute das Endergebnis von 2:4 aus Sicht der Lichtenberger her. Unnötig war die Gelb-Rote Karte für Oliver Hofmann in der 90. Minute. Die beiden des Feldes verwiesenen Lichtenberger werden im nächsten Auswärtsspiel im Mommsenstadion gegen Aufsteiger TeBe fehlen.

Viktoria 89 hat das 0:6 im Pokalfinale gut weggesteckt, gewann 2:0 gegen Optik Rathenow und hat sich nach dem Auftakt-Erfolg in Chemnitz mit zwei gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, 6 Punkte, in der Tabelle vorn platziert. Die Tabelle hat nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft. Sechs Vereine haben bisher sechs Punkte: Chemie Leipzig, Meuselwitz, VSG Altglienicke, Hertha BSC II, Bischofswerdaer FV und eben Viktoria 89. Am 3. Spieltag muss Viktoria bei den bisher punktlosen Cottbussern antreten. Energie will aufsteigen. Der Start ging in die Hose. Kann Viktoria das nutzen ?

Zwei Berliner Mannschaften stehen ebenfalls null Punkte da, Aufsteiger Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo. Die Saison ist noch lang, noch 36 Spieltage, da kann sich viel ändern. Aber, zum Erreichen des Ziels ist der gute Start wichtig. Zumindest bestimmt der Auftakt den eventuellen Trend.

Nachtrag: Meuselwitz – E. Cottbus 2:0

Union Fürstenwalde – Carl Zeiss Jena 3:1

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 2:1  

Babelsberg 03 – FSV Luckenwalde 1:3

Tabelle:

  1. Chemie Leipzig  2 Spiele, 6 Punkte
  2. ZFC Meuselwitz 2 Spiele, 6 Punkte
  3. VSG Altglienicke 2 Spiele, 6 Punkte
  4. Hertha BSC II, 2 Spiele, 6 Punkte
  5. Bischofswerda 2 Spiele, 6 Punkte
  6. FC Viktoria 89 2 Spiele, 6 Punkte
  7. Luckenwalde, 2 Spiele, 6 Punkte
  8. Fürstenwalde, 2 Spiele, 3 Punkte
  9. Berliner AK 07, 2 Spiele, 3 Punkte
  10. Lichtenberg 47, 2 Spiele, 3 Punkte
  11. 1.FC Lok Leipzig 2 Spiele, 3 Punkte
  12. VfB Auerbach,  2 Spiele, 3 Punkte
  13. Babelsberg 03, 2 Spiele, 1 Punkt
  14. Carl Zeiss Jena, 2 Spiele, 1 Punkt
  15. Chemnitzer FC, 2 Spiele, 0 Punkte
  16. G. Halberstadt, 2 Spiele, 0 Punkte
  17. Tennis Borussia, 2 Spiele, 0 Punkte
  18. BFC Dynamo,  2 Spiele,  0 Punkte
  19. Energie Cottbus, 2 Spiele, 0 Punkte
  20. Optik Rathenow 2 Spiele, 0 Punkte

Christian Zschiedrich

13. Regionalliga-Spieltag

Die 13 ist für Viele eine Glückszahl. Der Aberglauben kann aber auch genau das Gegenteil bewirken. Hertha II und Altglienicke führen weiter ein fünfköpfiges Feld an, obwohl sie Federn ließen. VSG Altglienicke verlor sogar 1:2 im Berlin-Derby gegen Lichtenberg 47. Dennoch stehen sie mit 28 Punkten auf Platz Zwei. Hertha holte in Halberstadt beim 2:2 wenigstens einen Punkt und ist mit 29 Punkten Tabellenführer. Beide Berliner Clubs haben den 1.FC Lok Leipzig (28 P.), Energie Cottbus (26 P.) und dazu Wacker Nordhausen (23 P.) im Nacken. Lok gewann 3:0 beim Bischofswerdaer FV, Energie entführte aus Babelsberg (0:1) die drei Punkte und Wacker Nordhausen fertigte Optik Rathenow gar 4:0 ab.

Abgeschlagen ist der Bischofswerdaer FV mit nur fünf Punkten alsTabellenletzter. Abstiegsgefährdet sind Babelsberg 03, Vorletzter (8 P.), Optik Rathenow (16., 11 P.) und Germania Halberstadt (15., 12 P.). Oben geht es wesentlich enger zu. Zum kommenden 14. Spieltag werden drei spannende Berlin-Derbys  erwartet, deren Ausgang schwer vorhersehbar ist.

Freitag, 1.11. ab 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha BSC – Lichtenberg 47 (10.), Samstag, 2.11. Jahnstadion, 13.30 Uhr trifft die VSG Altglienicke auf den FC Viktoria 89 und am Sonntag, 3.11. 13.30 Uhr, Poststadion,  Berliner AK – BFC Dynamo.

Der BAK 07 scheint mit 16 Punkten (9.) trotz Trainerwechsel, Dirk Kunert führt jetzt Regie, aus dem Aufstiegsrennen zu sein. Dirk Kunert war von der 2:4-Niederlage bei Viktoria 89 sehr enttäuscht. Es scheint in dieser Saison an Qualität zu mangeln.

Derzeit im Mittelmaß und von den übrigen Berlinern am besten platziert ist Viktoria (7., 20 P.), es folgt der BFC Dynamo (8., 18 P.), BAK 07 (9., 16 P.) und Lichtenberg 47 (10., 16 P.). Der BFC Dynamo gewann immerhin 2:0 gegen ZFC Meuselwitz. was gelingt am Sonntag, 3.11. im Poststadion bei den Moabitern.

Christian Zschiedrich

VSG Altglienicke und BFC Dynamo von allen guten Geistern verlassen

Christian Zschiedrich  Foto: Hans-Peter Becker

Die Regionalliga Nordost bestreitet nach 18 Spieltagen bereits die zweite Halbzeit der Saison. In der hat Hertha BSC in der Bundesliga, so jahrelang im Vergleich zur Hinrunde geschwächelt. Nach dem 2:0-Auswärtssieg in Hannover bleibt zu hoffen, dass es in dieser Saison anders, hoffentlich besser ist. Allerdings sind dort erst 13 Spieltage absolviert.

Aktuell scheint es in der Regionalliga Nordost VSG Altglienicke und den BFC Dynamo zu treffen. Noch steht der BFC kurz über dem Strich der abstiegsgefährdeten Mannschaften. Es ist aber nur ein winziges Pünktchen. Altglienicke dagegen ist bereits unter den Strich gerutscht und muss eine 1:7-Packung vom Auswärtsspiel in Erfurt verkraften. Der BFC Dynamo verlor sogar sein Heimspiel gegen den VfB Auerbach mit 0:3 und muss am Samstag, 8.12. ins Friedensstadion zum Mitkonkurrenten Germania Halberstadt.

Die Halberstädter verloren 1:3 in Babelsberg. Nicht wegen der Niederlage, sondern infolge schwerwiegender Vorwürfe einer versuchten Spielmanipulation brennt bei Germania die Luft. Sportdirektor Andreas Petersen steht dabei im Mittelpunkt. Er soll sich an zwei Ex-Germanen gewandt zu haben, um den Ausgang des Spieles zu beeinflussen. Man darf gespannt sein, ob die beiden jetzt Babelsberger Akteure bei ihren Vorwürfen bleiben. Wie die Potsdamer Neusten Nachrichten meldeten, „sollen es insgesamt 12.000 Euro gewesen sein, die als Angebot genannt wurde. Petersen hatte die Kontaktaufnahme zu den beiden ehemaligen Germania-Kickern eingeräumt. Die Vorwürfe eines versuchten Spielbetrugs bezeichnete er aber als „Riesen-Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen“. Auf der Vereinshompage ist zu lesen: „Germania Halberstadt ist auch nach der Umstrukturierung im Sommer überhaupt nicht in der Lage, Gelder für solche Machenschaften zweckentfremden zu können. Der ganze Sachverhalt erscheint mir sehr untypisch. ..Fakt ist, der SV Babelsberg meldete den „Vorgang“ dem NOFV und schaltete eine Anzeige. Tags darauf machten in diversen Medien drei Namen die Runde, nämlich die der Ex-Spieler des VfB Germania, Tom Nattermann und Manuel Hoffmann, sowie des Sportchefs der Halberstädter Regionalliga-Mannschaft, Andreas Petersen, der die Vorwürfe von sich wies und nun seinerseits mit anwaltlicher Hilfe gegen die „Schmutzkampagne“ vorgehen will.“

Die VSG Altglienicke (14.) muss am Samstag,8.12. um 13.30 Uhr, ins Berliner Amateurstadion zum Tabellenvierten Hertha BSC II zum Derby. Die Mannschaft von Ante Covic besiegte Wacker Nordhausen (jetzt 6.) mit 2:1 (Blumberg und Siakam trafen) und Hertha hat gleich wieder den Heimvorteil. Ein weiteres Lob geht an Viktoria 89 (5.) und den beständigen BAK 07. Der BAK gewann auswärts 3:0 in Bischofswerder (10.), Viktoria 89 bezwang Budissa Bautzen mit 1:0 durch den Treffer einen von Sliskovic verwandelten Foulelfmeter. Es war der vierte Sieg in Folge ohne ein Gegentor. Leider sahen nur 203 Zuschauer im Stadion Lichterfelde das Spiel, trotz des anhaltenden Aufwärtstrends. Ins Amateurstadion zu Hertha wagten sich 225 Zuschauer gegen Nordhausen.

Spitzenreiter Chemnitzer FC  gewann in Fürstenwalde (11.) 4:2. Das Punktverhältnis nach 18 von 34 Spielen steht 48 zu 38 zugunsten der Chemnitzer. Die Saison ist Der Tabellenführer empfängt am Samstag, 8.12. Babelsberg 03 und BAK 07 empfängt am Sonntag, 9.12. ab 13.30 Uhr im Poststadion Union Fürstenwalde. Eine nicht ganz leicht zu lösende Aufgabe steht Viktoria 89 beim 1.FC Lok Leipzig (8.) im Bruno-Plache-Stadion bevor. Drei Berliner Clubs stehen recht ordentlich da: BAK 07 Zweiter, Hertha BSC Vierter, Viktoria 89 Fünfter – die Ausnahmen, der BFC Dynamo und die VSG Altglienicke mit Problemen.

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo steht total neben den Schuhen

Christian Zschiedrich. Foto: Hans-Peter Becker

Nach der dritten Niederlage in Folge darf gefragt werden: Was bloß ist beim BFC Dynamo los? Der Auftaktsieg beim 4:1 in Auerbach weckte Erwartungen. Die vorgezogene Partie in Chemnitz wurde 0:2 verloren. Bitter und total enttäuschend folgte die Heimpleite mit 0:5 gegen Germania Halberstadt. Großes Kopfschütteln im Jahn-Sportpark; wie kann eine Mannschaft nur so plötzlich von der Rolle sein? Es war kein einmaliger Aussetzer. Die Wiedergutmachung im Hauptstadtderby wurde verpasst. Der Berliner AK gewann 3:0 (1:0 (35.) Kargbo, 2:0 (52.) Siemann, 3:0 (54.) Özcan.)

Die Wechsel nach einer Stunde Spielzeit, Lukas Brumme für Patrick Brendel und Stefan Lewandowski für Otis Breustedt, halfen nicht. Schlimmer, dem BFC Dynamo gelang in den letzten drei Spielen kein einziger Treffer, deren 10 wurden jedoch kassiert! Plötzlich steht das Team in der Regionalliga Nordost unten drin. Die Lage ist angespannt. Erfahrungsgemäß kommt nach 5 Niederlage in Folge der Trainer in die Bredouille. Ursachenforschung ist jetzt angesagt. Allerdings könnten die Niederlagen wohl sofort vergessen werden, wenn der BFC am Sonntag, 19.08., im Berliner Olympiastadion den 1.FC Köln aus dem DFB-Pokal wirft. Das ist eher unwahrscheinlich. Weiter geht es dann im Liga-Alltag am Freitag, 24.08. 18.00 Uhr, bei Budissa in Bautzen. Egal, jetzt drücken wir Berliner dem BFC Dynamo erst einmal die Daumen im DFB-Pokal gegen den 1.FC Köln. Die Ergebnissem 4.Spieltag:

BFC Dynamo – Berliner AK 0:3 (0:1), Babelsberg – Budissa Bautzen 40 40, FC Oberlausitz – VSG Altglienicke 3:1 (1:1), Auerbach – G. Halberstadt 2:0 (2:0),

Fürstenwalde – Lok Leipzig 1:2 (1:0), Bischofswerda – O. Rathenow 1:0 (0:0), Viktoria 89 – Nordhausen 0:0 (0:0), Meuselwitz – Hertha II 3:0 (1:0), Erfurt – Chemnitz 0:3 (0:0).

Tabellensituation: Hertha BSC nur einen Punkt in drei Spielen, Platz 17 (Vorletzter), BFC Dynamo drei Punkte aus vier Spielen (16.) Drittletzter.

Christian Zschiedrich

Fußball-Berlin könnte Wünsche erfüllen und begeistern

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto Sportick

Leider blieb es bisher bei Wunsch-Träumerei. Beginnen wir ganz oben. Hertha muss im Oberhaus als Tabellenelfter  zum Glück nicht an Abstieg denken. Noch sind 6 Spiele offen. Bisher wurden 36 Punkten geholt, in Gladbach ist durchaus was zu machen. Borussia spielt keine gute Saison, zu viele Torchancen werden vergeben.

Das nächste Heimspiel gegen den 1.FC Köln sollte eine Begegnung für das Punktekonto sein. Die Kölner sind mit 20 Punkten und 27 Saisontoren wohl nicht mehr zu retten. In solchen Spielen ist dann nach mittelmäßiger Tabellensituation mehr die Gangart in Heimspielen gefragt. Und die hat mich und viele Berliner eben nicht begeistert. Nun wollen wir nicht den Stab über unseren Hauptstadtclub brechen. Durchaus positiv ist der 7. Platz der zweiten Mannschaft in der Regionalliga unter Ante Covic zu nennen und die zweiten Tabellenplätze der A- und B-Jugend in der Bundesliga der Jugendmannschaften. Da hat Hertha gute Arbeit verrichtet und etliche prominente Spieler hervorgebracht – vom investierten Geld einiges verdient oder hoffnungsvolle Talente in den Profi-Kader integriert.

Union hat es in der 2. Bundesliga schlimmer erwischt. 2 Punkte Vorsprung bis zum Relegationsplatz vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Der Klassenerhalt steht nicht infrage, oder ? Allerdings zuletzt vier sieglose Spiele und die Bilanz von Trainer Hofschneider steht total im Widerspruch zu den Zielen und eigenen Ansprüchen. Jens Keller wird sich bestimmt nicht die Hände reiben: „Da war ich doch wesentlich erfolgfreicher mit der Mannschaft“,

In der Regionalliga ist 9 Spiele vor Ultimo auf keinen Fall zu erwarten, dass sich Energie Cottbus (64 Punkte) noch die Butter vom Brot nehmen lässt. Dafür käme der Tabellenzweite in Frage und das ist mit 46 Punkten BFC Dynamo. Leider wurde in Meuselwitz mit 1:2 vergeigt. Unter der Woche allerdings wurde das Berliner Derby gegen Altglienicke mit 2:1 vom BFC gewonnen. Am kommenden Sonntag erwartet der BFC Germania Halberstadt. Hertha II empfängt am Samstag die abstiegsgefährdeten VfB Auerbach. Von den Berliner Vereinen hat sich die VSG Altglienicke mit dem 2:0-Heimsieg gegen Schlusslicht Luckenwalde auf Platz 13 (26 P.)  vorschieben können . Am Samstag heißt es in Nordhausen zu bestehen. Wacker Nordhausen allerdings zwang Viktoria 89 (33 P., jetzt. 11.) im Stadion Lichterfelde 0:2 in die Knie.

Bleibt vom Berliner Regionalligaclub BAK 07 Erfreuliches zu berichten, 3:0 in Auerbach und 3:0 gegen Budissa Bautzen gewonnen, bedeutet aktuell Platz 3 mit 41 Punkten. Erfreuliches auch deshalb, weil  der frischgebackene Fußball-Lehrer Ersan Parlatan zurück beim Berliner AK ist. Er übernimmt zur neuen Saison das Traineramt im Poststadion.

Christian Zschiedrich

Regionalliga 13. Spieltag – Trennt sich die Spreu vom Weizen ?

Im Friedrich-Ludwig-Jahnstadion kommt es zu der Partie BFC Dynamo – BAK 07. Foto: Sportick

Am 12. Regionalliga-Spieltag haben sich Cottbus und der BFC Dynamo weiter von der Konkurrenz abgesetzt. Cottbus siegte 3:1 in Fürstenwalde und führt weiterhin souverän mit 9 Punkten vor Dynamo. Der BFC gelang mit dem 3:0 vor 3.215 Zuschauern über Chemie Leipzig der einzige Sieg von den Berliner Mannschaften. Es gab keine Niederlage, es gesellten sich an diesem Wochenende drei Remis hinzu: Ein 0:0 im Derby zwischen Viktoria 89 – VSG Altglienicke, ein 0:0 von Hertha II – ZFC Meuselwitz sowie ein 1:1 zwischen BAK 07 – Germania Halberstadt. Vor den Toren Berlins gab es ein weiteres 0:0 zwischen Babelsberg 03 und Budissa Bautzen. Neustrelitz dagegen gelang ein 4:1-Sieg beim Tabellenletzten FSV Luckenwalde und scheint nun endlich an bessere Tage anknüpfen zu wollen. Mit nunmehr 25 Punkten baute der BFC Dynamo seinen zweiten Tabellenplatz jetzt auf 5 Punkte gegenüber Lok Leipzig aus, weil die Probstheidaer zu Hause über ein 1:1 gegen den VfB Auerbach nicht hinaus kamen.

Der nächste, der 13.Spieltag beginnt am Freitagabend, 19.00 Uhr, im Jahn-Sportpark mit dem interessanten Derby der Dynamos gegen den Berliner AK 07. Alle anderen Berliner Clubs müssen auswärts ran: Hertha II in Halberstadt (11.), Altglienicke (12.) bei Chemie Leipzig (15.), Viktoria 89 (10.) in Neugersdorf (7.). Außerdem kommt es zur Begegnung Erster gegen Letzter. Der FSV Luckenwalde (18.) muss zu Energie nach Cottbus und dann steht noch das Sachsen-Derby ZFC Meuselwitz (6., 18 Punkte) – 1.FC Lok Leipzig (3., 20 Punkte) an. Nach 13 Spieltagen kann man bereits die eine oder andere Prognose abgeben. Wer bleibt unten drin und auf wen wartet eine gute Saison. In Cottbus tippe ich auf einen Sieg für Energie.
Christian Zschiedrich

Neun Tore in Halberstadt, die Regionalliga im Überblick

Der BFC Dynamo gewinnt am 11. Spieltag mit 5:4 in Halberstadt. Acht Minuten vor Ultimo führte Germania noch 4:3. Steinborn (84.) und Kamm Al-Azzawe (90 + 3) kippten das Spiel zugunsten des BFC Dynamo, der mit dem Sieg, 22 Punkte, seinen zweiten Tabellenplatz hinter den Cottbusern verteidigte. Am Sonntag, 13.30 Uhr, Jahn-Sportpark kommt es zur Begegnung gegen Chemie Leipzig. Drei Berliner Clubs verloren ihre Spiele, Altglienicke unterlag zu Hause 0:1 gegen Wacker Nordhausen. Deutlich war die 0:4-Niederlage des Berliner AK in Meuselwitz, dagegen knapp das 0:1  von Viktoria 89 vor 2.705 Zuschauern bei Chemie Leipzig. Der leidenschaftlich kämpfende Gastgeber spielte anfangs sogar auffallend defensiv. Viktoria hatte mehr vom Spiel, konnte sich aber trotz der spielerischen Überlegenheit kaum Torchancen erspielen. Der spielentscheidende Treffer fiel in der 34. Minute durch Wajer. Das Powerplay von Viktoria in der Schlussphase überstanden die Leipziger ohne Gegentreffer. Ziel von Thomas Herbst und seiner Viktoria war es, nach der vierten Niederlage in fünf Spielen sich wieder nach oben in der Tabelle zu orientieren. Vielleicht klappt es ja am Sonntag, 13.30 Uhr, Stadion Lichterfelde im Berlin-Derby gegen Aufsteiger TSG Altglienicke. Ein Unentschieden gab es noch beim 1:1 zwischen VfB Auerbach und Herthas Zweite. Cakmak glich in der 60. Spielminute die Führung von Stock (28.) aus. Am Samstag, 13.30 Uhr Anstoß, kommt der ZFC Meuselwitz (6.) zum Tabellen-Dreizehnten ins Amateurstadion.

Christian Zschiedrich