Daumendrücken für Hertha in Mainz

Die Saison wird diesmal hoffentlich eine bessere für die Berliner, als die letzte, krisenhafte. Der Fan schaute voller Argwohn auf die Spiele und den meist abstiegsbedrohten Tabellenstand. Auch wenn es jetzt nach sechs Spielen keinen Anlass zur Freude gibt. Vielleicht ein bisschen beim 2:2 gegen Leverkusen wurde im Vergleich zur letzten Saison wenigstens Fußball gespielt. Insofern, es lohnt sich wieder ins Olympiastadion zu gehen. Am 7. Spieltag, zum Freitagabend gilt es in Mainz zu bestehen. Sollten sich da einige Spieler nicht mit der richtigen Einstellung auf das Feld begeben, könnte es ein Fiasko geben, zudem kehrt Hertha-Trainer Sandro Schwarz an seine einstige Wirkungsstätte zurück.

Kommentar Christian Zschiedrich © Foto: Sportick

Hertha steht dem Punktestand nach mit Wolfsburg und Stuttgart, jeweils fünf, auf dem Relegationsplatz. Hat sich Hertha, wäre wünschenswert, mit annehmbaren Ergebnissen gefestigt? Können wir mit konstanteren Leistungen, Spiel für Spiel, rechnen? Wenn nicht, ein Blick auf die Tabelle, hätte Hertha in Augsburg nicht gewonnen oder etwa gegen Leverkusen verloren, wo stünde Hertha vor dem 7. Spieltag? Die Krisenstimmung konnte vermieden werden. Das geht in der Bundesliga eben wirklich sehr schnell. Fast jeder kann jeden schlagen. Es ist sehr ausgeglichen, man schaue sich nur mal die Tabellenspitze an.

Das Selbstvertrauen kann bereits in nur einem Spiel wieder verloren gehen und reicht allein keineswegs. Wer glaubt, gegen Mainz ist es einfacher als gegen Leverkusen zu spielen, überall hängen die Trauben hoch. Mainz geht mit mannschaftlicher Geschlossenheit und großem Einsatz zu Werke. Sie geben bis zum Schluss nicht auf, gegen Augsburg gelang ihnen der Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit. Gegen Mainz ist ein Erfolg möglich. Im Falle eines Sieges sähe, mit acht Punkten, die Welt gleich wieder viel freundlicher aus. Bis zum nächsten Heimspiel vergehen 2 Wochen, erst am 2. 10. kommt Hoffenheim ins Olympiastadion. Im Falle eines Erfolges in Mainz traue ich Hertha sogar die Punkte gegen Hoffenheim zu. Die TSG steht ja mit oben, will wieder ins internationale Geschäft. Jetzt erst einmal Mainz, das nächste Spiel ist ja immer das schwerste. Also haut euch ordentlich rein ins Match am Freitagabend.

Zu einer Vorschau aus Berliner Sicht gehört natürlich auch der 1. FC Union, bisher wurde der Tabellenführer in der Eliteliga noch gar nicht erwähnt. Der spielt zu Hause gegen Niko Kovac mit dem VfL Wolfsburg, in der Alten Försterei, am Sonntag, um 15.30 Uhr. Ein Sieg wird nicht einfach. Sollten die Wölfe in der Wuhlheide verlieren, wird die Luft für Kovac noch dünner.

Warum sind sie Spitzenreiter? Die mannschaftliche Geschlossenheit beeindruckt, wenn es auch international nicht so gut läuft. Mal sehen, wie es nach dem Spieltag aussehen wird.

Christian Zschiedrich

Bescheidene Aussichten für Hertha BSC

Sind wir realistisch, auch ohne Corona-Infizierung und Quarantäne wäre es schwer genug, dem Abstieg zu entrinnen. Jetzt hoffen wir, dass sich die Vor- und Nachteile etwa die Waage halten und Hertha in der Bundesliga verbleiben kann.

Zur Pandemie kommen nun auch noch Spaltungs-Absichten und Pläne des Kapitals in Sachen Super League hinzu. Das geht auf Mark und Knochen des geliebten Fußballsports, der sich von vielen und mir prophezeit, selbst kaputt macht. So mit ungehörten Warnungen seit Jahren, was in Sachen Geld-Sucht geschieht, von Menschen, die den Sport in erster Linie vor Augen haben. Was regte sich mein Schwiegervater und der im Handballsport in Berlin bekannte Erich Richter auf. Ihre Stimmen verhallten, mittlerweile liegen sie schon längst unter der Erde. Ich sah mich für meine 25-jährige Lokalsportsendung TV SPORT IN BERLIN ständig mit nicht gewährten Senderechten problematisiert.

Zurück zu Hertha, in Abwägung der angesprochenen Vor- und Nachteile nenne ich zuerst ein paar Vorteile: Die hat garantiert eine hungrige, ausgeruhte, verletzungsfreie Mannschaft. Zwei Wochen richtig genutzte Pause, können Kräfte mobilisieren und frei machen. Wer allerdings zur absoluten Ruhe gezwungen ist, beginnt erfahrungsgemäß bereits nach zwei Wochen bei null. Fahrradergometer und Laufband im Wohn- oder Schlafzimmer helfen, ersetzen keineswegs das Fußball-Training.

Christian Zschiedrich kommentiert Foto: Hans-Peter Becker

Wenn kein Mannschaftstraining erfolgen kann, dann sind wir bei entscheidenden Nachteilen angekommen. Hertha steht aktuell auf Platz 16, dem Relegationsplatz und wird wahrscheinlich auf Platz 17, einem direkten Abstiegsplatz ins Geschehen eingreifen können. Arne Friedrich überlegt, ob wechselweise mit zwei verschiedenen Mannschaften gespielt werden soll. Das wäre meiner Meinung nach zu risikoreich. Das kann man in Test- und Freundschaftsspielen nicht aber in Punktspielen machen. Vom „blinden Verstehen“ hat Arne Friedrich bestimmt selbst Erfahrungen sammeln können.

Bereits vor der Quarantäne war ich in Bezug des Ausgangs des Aufeinandertreffens mit Mainz 05 der Ansicht, die kämpferische Komponente wird aufseiten der Mainzer liegen. Wie ist es mit Köln und den Mitkonkurrenten? Interessant und spannend, was Bielefeld gegen Schalke und Werder Bremen gegen Mainz machen wird. Wer der Herthaner bleibt denn künftig in Liga Zwei?  Fredi Bobic, Ja!  

Christian Zschiedrich

Hertha kann Abstiegskampf

Na bitte, im letzten Spiel vor der Länderspielpause hat es Hertha gegen Leverkusen 3:0 doch bewiesen. Wie wichtig der Sieg war, ob jetzt wieder ein gewohnt schwacher Auftritt folgt, bloß nicht. Dem Tabellenbild nach muss Hertha nun zur Konstanz finden, ein Nachlassen ist zur Existenzsicherung nicht erlaubt. Bei allem Lob, Pal Dardai hatte trotz des deutlichen Sieges etliche Kritikpunkte vermerkt. Richtig so lieber Coach. Das heißt, Hertha ist noch lange nicht der Abstiegsgefahr entronnen.

Mir gefiel, dass zu Null gespielt wurde, die komplette Abwehrarbeit aller Spieler, einschließlich Torwart, die Laufbereitschaft, die Körpersprache, besonders im Mittelfeld, das Zweikampfverhalten und dazu herausstechende Glanzstücke der Stürmer. Das hatte in der Tat mit dem Gebotenen in vielen Spielen davor nichts mehr zu tun. Eine Heimniederlage wäre kaum zu verkraften gewesen.

Chefredakteur Christian Zschiedrich kommentiert

Einige Hertha-Fans mussten sich über das Negative in den Medien wochenlang damit trösten, es sind nur Journalisten, die mit geharnischter Berichterstattung Hertha ordentlich eins drüber ziehen wollten. Dabei war sachliche Kritik durchaus angebracht. Im Boulevard gibt es kein Mittelmaß, entweder Daumen hoch oder runter. Allerdings darf in Zeiten der Lobhudelei durchaus daran gedacht werden, dass Hertha, wie zu vernehmen war, ganz unterschiedlich mit der Presse umgegangen ist. Das hat nicht immer zum Selbstverständnis des Clubs gepasst und führt zu einem unterschiedlichen Stimmungsbild.

Der nächste Spieltag beschert uns das Hauptstadtderby. Der 1. FC Union, besser platziert als Hertha und die Köpernicker haben sich auf die Fahne geschrieben und dazu das Image, eisern zu kämpfen. Hans Peter Becker unterrichtet unsere Leser Woche für Woche über „Eisern“ Union. Das erspart mir hier bestimmte Einzelheiten. Nur so viel: Als Tabellensiebenter hat Union 38 Punkte und das Ziel, eben nicht abzusteigen, bereits erreicht. Von 26 Spielen hat Union 20 nicht verloren und in der Saison bisher erst 6 mal verloren. Hertha „sonnt“ sich also vor der Pause in Siegesfreude, Union hat gezeigt, auch verlieren zu können, 2:5 gegen Eintracht Frankfurt.

Schade (…), das Stadion wäre rappe voll. Beide Trainer hoffen, dass alle Nationalspieler gesund zurückkommen. Daheimgebliebene können Verletzungen behandeln lassen und Blessuren auskurieren. In beiden Lagern wird auf das Highlight hingearbeitet, nicht unbedingt Kondition gebolzt, um vor allem taktisch auf den Gegner in allen Belangen vorbereitet zu sein. Von Bedeutung ist, wie die Partie Mainz gegen Bielefeld ausgeht und was macht der 1. FC Köln in Wolfsburg? Schalke ist bereits abgeschrieben, muss in Leverkusen antreten. Der Auftritt der Werkself bei Hertha besiegelte das Ende von Peter Bosz. Der Neue heißt Hannes Wolf und sollte einen gelungenen Einstand feiern können.

Christian Zschiedrich

Das Für und Wider zu Hertha BSC

Im Olympiastadion 0:3 gegen RB Leipzig verloren und trotzdem sah die Mannschaft von Pal Dardai nicht wie ein Absteiger aus. Diese meine positive Meinung könnte die Akteure eventuell beruhigen und weiterhin sicher wähnen. Moment mal, in den Spielen zuvor sahen sie ja auch ganz gut aus, ohne die nötigen Punkte trotz positiven Verlauf einzufahren. Der Hassgegner für Hertha ist zweifelsfrei Schalke 04. Hertha weiß doch hoffentlich, was die Stunde geschlagen hat. Bei Fortsetzung der fehlenden Effektivität könnte die nächste Partie in Wolfsburg auch verloren werden. Wolfsburg ist heuer verdammt stark. Schließlich ist da unten im Keller Mainz 05 enorm erstarkt. Selbst Bielefeld könnte im ausstehenden Spiel gegen Köln punkten. Das heißt, Hertha ist bereits auf dem Relegationsplatz gelandet. Bisher kam Lars Windhorst nur ins Grübeln. Jetzt spitzt sich die Lage arg zu. Hertha könnte am Ende Arm in Arm, ausgerechnet mit Schalke, absteigen.

Was mich positiv gegen Leipzig stimmte: Hertha war dem Championsleague-Teilnehmer gewachsen, hatte anfangs sogar mehr vom Spiel. Khedira spielte von Anfang an und zeigte mit 77% gewonnener Zweikämpfe mit welch guter Fitness er zu Hertha wechselt ist. Außerdem zeigte Pal Dardais Sohn  Marton Dardai eine überzeugende Leistung in der Startformation. Was immer mal im Fußball passieren kann, so in der 28. Minute, als  Marcel Sabitzer am Sonntagnachmittag aus 32 Metern einen traumhaften „Sonntagschuss“ unhaltbar ins Hertha-Tor  beförderte. Anerkanntermaßen ein Weltklassetor. Das 0:1 hielt bis zur 71. Minute.

Die Geschichten, die der Fußball schreibt. Wenn ein Trainer einen Spieler einwechselt, der den Siegtreffer markiert, bekommt der Coach anerkennende Worte und Schulterklopfen. Diesmal geschah das Gegenteil. Kurz bevor Mukiele das 0:2 erzielen konnte, unmittelbar zuvor kam Guendouzi von der Bank für S. Khedira und ausgerechnet dieser sonst souveräne Guendouzi verlor im Strafraum den Zweikampf und damit den Ball. Der „Genickbrecher“ in dieser Partie. Orban erhöhte in der 84. Minute per Kopf auf 3:0 für Leipzig. Zuvor ließ Hertha Chancen für einen möglichen Anschlusstreffer liegen.  

Hertha muss, aber wie soll Hertha in den nächsten Spielen punkten? Augsburg erzielte gegen Bayer Leverkusen ein beachtliches 1:1, lag sogar bis zur 94. Minute 1:0 in Front. Nun, gegen Augsburg und Leverkusen muss Hertha auch noch ran. Vor Leverkusen heißt der Gegner Dortmund. Also mal der Reihe nach, erst Wolfsburg und dann Augsburg, Dortmund, Leverkusen, Mönchengladbach. Die Negativserie muss gestoppt werden. Der 1. FC Union bestand bisher die Prüfungen auch ohne Max Kruse ganz passabel. Ich weiß, das ist für Hertha kein Trost, eher im Gegenteil: Zumindest einen Berliner Verein in der Eliteliga zu haben sollte aus Hertha-Sicht nicht „Eisern Union“ sein. Wie beliebt der 1. FC Union mittlerweile in Berlin ist, dafür sprechen die gestiegenen Mitgliederzahlen im Köpenicker Verein. Erstaunlicherweise haben die Unioner auch damit die Herthaner erfolgreich überholt.

Christian Zschiedrich

Hertha – so verliert ihr auch in Paderborn

Nun auch das Heimspiel gegen Mainz 05 1:3 zu verlieren, ist nach Lage der Dinge mehr als peinlich. Plötzlich stimmen bei Hertha die Ergebnisse nicht mehr. Zuvor auf Schalke aus dem Pokal geflogen und in der Meisterschaft mitten im Abstiegskampf 21 Spiele 23 Punkte Tabellenplatz 14. Mit einem zu erwartendem Sieg hätte sich Hertha aus dem Tabellenkeller schießen können. 35.000 Zuschauer fanden sich anscheinend mit der Gangart ab. Die Fans sind keineswegs mehr in Erwartung eines begeisternden oder mitreißenden Spiels, aber gewonnen werden sollte zumindest. Erst recht zu Hause  gegen Mitkonkurrenten. Nach so einer harmlosen Darbietung trommeln Trainer in der Regel  zum verschärften Straftraining. Jürgen Klinsmann gab seinen Spielern nach der blamablen Niederlage (zur Belohnung) erst einmal zwei Tage frei, „damit sie die Köpfe frei bekommen“.

Mit Sicherheit werden die Herthaner sich bei Union bedanken, die in Bremen 2:0 gewannen. Tore: Zweimal Bülter (52. +  72.). Werder rutscht damit auf Platz 17 ab. Paderborn übrigens findet mit dem Remis (1:1) auf Schalke bis auf einen Punkt Anschluss an die abstiegsgefährdeten Plätze. Und wenn ihr Trainer Steffen Baumgart seinen Spielern sagt, ihr müsst  Gras fressen, dann fressen seine Akteure auf dem Platz auch Gras. Ihr Einsatz, Kampfgeist und die Körpersprache sind lobenswert. Vergleichbar mit den Eisernen aus Köpenick. Der 1.FC Union hat sich mit 26 Punkten etwas Luft verschafft, aktuell Tabellenplatz 11.

Christian Zschiedrich

Riesenenttäuschung bei Hertha

Auf für drei Punkte nach Gelsenkirchen, hieß es, denn Schalke war ja auch 0:3-Verlierer gegen Bayern wie Hertha zuvor gegen Wolfsburg. Nun zeigte Aufsteiger Paderborn, wie Fußball in Wolfsburg gespielt werden muss. Und Hertha auf Schalke? Natürlich darf und sollte man sich gegen die Knappen mit einer Endloskette an Niederlagen etwas ausrechnen. Doch Hertha verlor wieder 0:3!

Ich hatte mir bei Hertha nach der Ignorierung für eine Dauer- auch etwas für eine Presse-Tages-Akkreditierung ausgerechnet und fragte höflich und nett an, ob sie… . Meine Freunde sagen mir, es sei moralisch und charakterlich das Letzte, den Antrag wieder nicht zu beantworten.

Hertha würde sich doch keinen Zacken aus der Krone brechen, sogar Größe zeigen, einem Berliner Medien-Repräsentanten eine Karte und Platz zu genehmigen. Ich solle es doch aufgeben. Ich antwortete, zu denen zu gehören, die sich im Leben nicht alles gefallen lassen. Hertha aber säße doch auf so hohem Ross, amüsierten sich doch nur und lachten über die Anträge von Zschiedrich.

Sollen sie doch lachen, dass Hertha öffentlich das Gesicht verliert, zumindest bei einem Großteil der Berliner, zeigt den Umgang mit ungeliebten Reportern in der Heimat. Das ist doch auch etwas. Nun fange ich an, über Hertha zu lachen und füge an, froh zu sein, das Gekicke (was ist bloß los?) in der zweiten Halbzeit im Olympiastadion nicht vor Ort gegen Wolfsburg im Olympiastadion gesehen zu haben.

Doppelter Gesichtsverlust. Aktuell mit einem Platz im Keller, ein Punkt in drei Spielen, Tordifferenz , minus 6, acht Gegentore. Am Samstag, 14.09., geht’s nach Mainz und das nächste Heimspiel muss wohl gegen Paderborn schon als Topspiel bezeichnet werden.

Christian Zschiedrich

Ante Covic will aktiven Fußball spielen lassen

Wie das System dann letztendlich ausehen wird, hängt von der Leistungsstärke seiner jungen Wilden ab. Sie würde er am liebsten von der Kette lassen, wie er sich ausdrückte. Er möchte die Spieler in die Position bringen, in der sie ihre Stärken einbringen können. In der Tat startet der ehemalige Trainer der U23 Mannschaft wohl mit einer jungen Mannschaft und Michael Preetz sprach von einer längerfristigen Planung und Entwicklung. Ante Covic allerdings wird ebenso auf kurzfristigen Erfolg angewiesen sein. In Anbetracht der 125 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst könnte Hertha bei geschickten Transfers eine gesunde Mischung von „Jung und Erfahren“ hinbekommen. Die Erwartungen sind hoch.

Fotos: Christian Zschiedrich

Der eine oder andere Transfer, der ohne das frische Geld nicht möglich wäre wird Michael Preetz noch verkünden. „Schließlich ist das Transferfenster bis Ende August geöffnet“: so der Manager auf der Pressekonferenz. Wir werden jetzt die Situation anlaysieren und tuen, was nötig ist.

Bereits am 1. Juli wurden von Aufsteiger Paderborn neun neue Spieler vorgestellt und beim anderen Aufsteiger waren es nicht weniger. Für Ante Covic ist es die erste Station als Trainer in der obersten Spielklasse. Als Spieler kann er auf die Erfahrung von 62 Bundesligaspiele verweisen. Seit 10 Jahren ist der gebürtige Berliner Trainer bei Hertha BSC, sechs Jahre davon Trainer der U23. Mit Mirko Dickhaut und Rückkehrer Harald Gämperle stehen Ante Covic als erfahrene Co-Trainer zur Seite.

Der Trainer kann ganz schnell das schwächste Glied in der Kette werden und letztlich nur am Erfolg gemessen, ganz gleich wieviele Jahre sie dem Verein gedient haben.

Hertha möchte in den nächsten Jahren weiter oben mitspielen. Die Verpflichtung bestünde aber nicht in der jetzt kommenden Saison. Diese Aussage von Michael Preetz wird in der Anhängerschaft unterschiedlich bewertet. Zielbewusster sind die Formulierungen von Trainer und Manager Sport zu den bervorstehenden Lokalderbys gegen den 1. FC Union: Michael Preetz will in beiden Spielen die Oberhand behalten und Ante Covic will aus beiden Spielen sechs Punkte für Hertha einfahren.

Nach der Pressekonferenz ging es gleich ins Trainingslager nach Neuruppin. Geklärt ist, dass der 23jährige Marko Grujic (FC Liverpool) ein weiteres Jahr auf Leihbasis in Berlin bleibt und Ondrej Duda seinen laufenden Vertrag vorzeitig verlängerte. Zu Inter Mailand wechselt Valentino Lazaro. Sicherlich ein Verlust, allerdings sollte bei der Ablöse ein adäquater Ersatz kein Problem sein.

Etwa 1.000 Neugierige kamen zum lockeren Trainingsauftakt ins Amateurstadion.

Der Bundesligastart hat es mit drei Auswärtsbegegnungen in den ersten vier Spielen in sich: Am Freitag, 16. August spielt Hertha zum Auftakt beim FC Bayern München, dann kommt am der VfL Wolfsburg zum ersten Heimspiel in der neuen Saison nach Berlin, am 4. und 5. Spieltag geht nach Gelsenkirchen und Mainz. Da heißt es Daumendrücken für einen dann hoffentlich gelungenen Start!

Christian Zschiedrich

Spreefüxxe empfangen den 1. FSV Mainz 05

Das freie Osterwochenende nutzten die Spreefüxxe zum Energie tanken, denn am kommenden Sonnabend wartet eine erneut schwere Partie in der Sömmeringhalle auf die Berlinerinnen.Mit dem 1. FSV Mainz 05 kommt der aktuelle Tabellendritte in die Hauptstadt und bringt mit dem Ziel in die erste Bundesliga aufzusteigen, definitiv kein Geschenk für die Spreefüxxe mit.Das Auswärtsspiel verlor man 33:28, aber im Fuxxbau. Jetzt will man die Revanche.

Managerin Britta Lorenz meint: „Um gegen einen potenziellen Aufsteiger zu gewinnen, muss die Fehlerquote der vergangenen Spiele minimiert werden. Das wir das können, haben wir diese Saison öfters bewiesen. Allerdings wird für einen möglichen Erfolg eine geschlossene und disziplinierteMannschaftsleistung nötig sein, die wir in den letzten drei Spielen absolut nicht gezeigt haben“. Das Spiel der Mainzer wird vor allem durch ihren starken Rückraum dominiert. Allen voran Alicia Soffel im linken Rückraum, die eine der besten Shooterinnen der Liga ist.Die Spreefüxxe hoffen, dass sie nach einigen Krankheiten der letzten Wochen wieder auf den vollen Kader zurückgreifen können und die Chance auf die Punkte ergreifen.

Anwurf ist am Sonnabend, den 27.04.2019, um 19:30 in der Sömmeringhalle in Charlottenburg.

Quelle: Anna Eber/Spreefüxxe Berlin

Der Berliner Fußball zu Beginn des Jahres 2018

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Hertha BSC und der 1.FC Union stecken im Mittelmaß. Die Ziele der Unioner, aktuell Tabellenzehnter, waren höher gesteckt. Der Trainerwechsel hat sich bisher nicht bezahlt gemacht. Die Europacup-Träume der Hertha, jetzt Tabellenelfter, zerplatzten nach dem 0:2 gegen Mainz 05. Pal Dardai nannte es das schlechteste Heimspiel seitdem er Trainer der Profis ist. Die Fußball-Woche titelte: „Fußball zum Davonlaufen“. In Liga Drei spielt keine Berliner Mannschaft. In der Regionalliga fielen sechs Spiele am 22. Spieltag aus. Zwei Berliner Lokalderbys fanden statt. Torlos trennten sich vor 284 Zuschauer der Berliner AK und die VSG Altglienicke. Der BAK nutzte viele Torchancen nicht und Brunnemann verschoss für die VSG einen Elfmeter. Besser machte es Herthas Zweite im Derby gegen eine verjüngte Viktoria 89. Durch Tore von Kauter (3.), Covic (66.), Pronichev (85.) und dem Viktoria Treffer von Ergirdi (28.) siegte Hertha II 3:1. Die Covic-Schützlinge landeten vorerst auf Tabellenrang 4. Außerdem spielten die Randberliner von Union Fürstenwalde gegen Chemie Leipzig 1:2.

Am kommenden Sonntag (25.02) steht das nächste Derby im Jahnstadion zwischen Altglienicke und Hertha II an. Altglienicke benötigt im Kampf gegen den Abstieg dringend Punkte. BAK muss am Sonntag (25.02) nach Neugersdorf und bereits am Freitag (23.02), ab 17 Uhr, spielt der BFC Dynamo bei der TSG in Neustrelitz (Parkstadion). Interessant dürfte die Partie am Sonntag (25.02),ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde sein. Viktoria 89 empfängt Lok Leipzig.

Der 1.FC Union bestreitet am 24. Spieltag in der Alten Försterei sein Heimspiel gegen den Tabellenvierten SV Sandhausen. und Hertha BSC trifft am selben Tag auf Tabellenführer Bayern München in der bayerischen Landeshauptstadt.

Christian Zschiedrich

Hertha einfach nur blamabel und enttäuschend

Kommentar von Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Da hatte ich mal wieder den richtigen Riecher, eine Einladung zum Spiel nicht anzunehmen. Garantiert haben viele Berliner Fans nach dem Sieg in Leverkusen angenommen, Hertha wisse jetzt wie’s geht und wird gegen die abstiegsbedrohten Mainzer, die in 16 Spielen keinen Auswärtssieg landen konnten, eine überzeugende Partie bieten. Denkste, lähmendes Entsetzen ließ die 30.000 Zuschauer am 23. Spieltag zusehends verstummen. Mainz erspielte und  erkämpfte wesentlich mehr Torchancen und hätte sogar höher gewinnen können. Das führe man sich vor Augen: Im Heimspiel offenbarte Hertha Defensivschwächen und nach vorn lief erschreckend noch wenig bis gar nichts zusammen. Von schwach zu sprechen, nein schlimmer, dafür fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden. Eine unterirdische Darbietung, nach einem guten Spiel so eine Nichtleistung. Pal Dardai fand die richtigen Worte, es war das schlechteste Heimspiel seit ich hier Trainer bin. Das war nicht in Ordnung.

Hertha: Wo ist die Konstanz? Ihr könnt es doch. So aber werdet ihr keinen Zuschauer ins Stadion locken, der  attraktiven Fußball sehen möchte, geschweige denn, einen größeren Anhang in Berlin finden.

Nach der 0:1 Ausgangssituation bei Halbzeit bestand die Hoffnung, dass nach dem Wechsel zur Attacke geblasen wird, doch wem gehörten die nächsten Torchancen ? – den Gästen. Von wegen mehr Elan, mehr Angriffswirbel bei den Platzherren, es war einfach stupide, stümperhaft, einfallslos, ungefährlich. Robin Quaison erzielte die Tore (1:0, 40.; 2:0 65), Mainz holt drei wertvolle Punkte und Hertha ? Jetzt warten zwei Auswärtsspiele in Folge, erst die Bayern und dann Schalke 04.

Christian Zschiedrich