Eisbären verlieren in Schwenningen

Wie schon zum Auftakt in den MagentaSport Cup unterlagen die Eisbären Berlin den Schwenninger Wild Wings auch am vierten Spieltag der Gruppe Bund verbleiben auf Tabellenplatz vier. Am Ende stand ein 7:2 zu Gunsten Schwenningens auf der Anzeigetafel. Die Berliner Treffererzielten PC Labrie (27.) und Mark Olver (47.). Dabei stand dem Eisbären-Trainerteam nicht der komplette Kader zur Verfügung. Mit Maxim Lapierre, Marcel Noebels, John Ramage, Nino Kinder, Fabian Dietz, Thomas Reichel, Tobias Ancicka und Eric Mik fehlten acht Akteure.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Die fehlenden Spieler dürfen keine Ausrede für diese Partie sein. Heute hat keiner seinen Job gemacht. Das war mit Abstand unser schwächstes Spiel bisher.“

Frank Hördler (Kapitän Eisbären Berlin): „Zu dem Spiel gibt es nichts Gutes zu sagen. Mir tut es für Mathias Niederberger leid, dass er heute an seinem Geburtstag so oft im Stich gelassen wurde.“

Endergebnis: Schwenninger Wild Wings –Eisbären Berlin7:2 (1:0, 3:1, 3:1)

Aufstellungen: Schwenninger Wild Wings: Cerveny (Eriksson)–Yeo, Robak; Weber, Fischer; Huß, Kristensen; Brückner –MacQueen, Olver, Turnbull; Tyson Spink, Tyler Spink, Weiß; Bassen, Bourke, Thuresson; Cerny, Hadraschek, Pfaffengut –Trainer: Niklas Sundblad

Eisbären Berlin: Niederberger (Ulmer)–Wissmann (A), Hördler (C); McKiernan, Espeland; Gawanke, Müller –Dudas, Olver, Braun; Pföderl(A), Thomas, Reichel; Tuomie, Zengerle, Hänelt; Streu, Labrie –Trainer: Serge Aubin

1: 0- 00:16 – MacQueen (Yeo, Olver)–EQ

1:1 – 26:39 – Labrie (Gawanke, Müller) -EQ

2:1 – 26:53 -Yeo (Olver, MacQueen) -EQ

3:1 – 35:59 –Turnbull (Olver, Fischer) -EQ

4:1 – 38:52 – Bourke (Robak) –PP1

4:2 – 46:37 –Olver (McKiernan) –EQ

5:2 – 47:32 –Tylor Spink (Robak, Tyson Spink) –PP1

6:2 – 50:52 –Bassen (Fischer, Olver) –PP1

7:2 – 52:30 –Thuresson (Robak, Cerveny) –PP1

Strafen: Schwenninger Wild Wings: 18 (2, 6, 10) Minuten-Eisbären Berlin: 41(0, 8, 33) Minuten

Schiedsrichter: Lukas Kohlmüller, Marian Rohatsch(Andreas Hofer, Tobias Schwenk)

Quelle: EHC Eisbären Berlin Medieninfo

Endlich wieder Eishockey in Berlin

Die Eisbären starteten mit einem sogenannten Geisterspiel in den Magenta Sportcup 2020. Hoffentlich ist das Turnier der Auftakt für die nach wie vor geplante DEL-Saison 2020/21.

Es war für den Reporter schon etwas merkwürdig, zum Welli zu fahren, der Parkplatz fast leer und weit und breit kein Eishockeyfan, der sich auf den selben Weg machte. Ein Glück, dass es während eines Eishockeyspiels üblich ist Musik einzuspielen. Auf dem Eis war alles wie immer.

Den besseren Start erwischten die Gäste vom Neckarursprung. Es waren gerade einmal 28 Sekunden gespielt, da durfte Eisbären-Goalie Mathias Niederberger bereits den Puck aus seinem Tor wischen. Getroffen hatte Ex-Eisbär Darin Olver, sein Bruder Mark spielte auf der anderen Seite. Auf dem Eis trafen sie auch direkt aufeinander. Eisbär Mark Olver als Center der 3. Eisbären-Sturmreihe und Bruder Darin in dieser Position in der 1. Sturmreihe der Gäste. Beide Teams boten eine 4. Sturmreihe auf, die nicht durchspielte. Nach dem ersten Drittel stand es 1:1 mit leichten Vorteilen für die Eisbären.

Wer gedacht hatte, dass der Mittelabschnitt eine Angelegenheit für die Eisbären werden könnte, sah sich getäuscht. Die Gäste nutzten zwei Überzahlmöglichkeiten und schraubten ihre Führung auf den Zwischenstand von 1:3. In der 24. Minute traf Andreas Thuresson und in der 28. Minute der Schwenninger Olver der seinen Treffer Nummer 2 in der Partie erzielte. Die Eisbären waren bemüht und mehr nicht. Selbst ein einminütiges 5 zu 3 Überzahlspiel konnten sie nicht zu einem Treffer nutzen.

Im Schlussabschnitt schwanden die Sekunden dahin und es bleib beim Bemühen der Eisbären. Läuferisch stark und taktisch diszipliniert hielten die Schwäne die Eisbären in Schach und sorgten mit zwei weiteren Toren für eine saftige Packung.

Mit dieser deutlichen Niederlage hatte im Lager der Eisbären wohl niemand gerechnet. Die besseren Voraussetzungen lagen auf Seiten der Eisbären, sie konnten auf mehr Spielpraxis zurückgreifen. Ob es am Freitag dem 13. lag ?

Der Kapitän der Eisbären Frank Hördler, konnte nach dem Spiel nur konstatieren: „Das war nicht ansatzweise das was wir zeigen wollten, dazu zwischendrin unseren Fokus verloren, das nicht zu knapp. Da sind viele Kleinigkeiten, die so ein Spiel drehen.“ Der einzige Torschütze für Eisbären, Neuzugang Parker Tuomie meinte: „Wir hatten nach dem schnellen Gegentor einen schlechten Start, haben es anschließend garnicht so schlecht gemacht und sind nach unserem Tor auf dem Gas geblieben, hatten unsere Chancen. Im weiteren Spiel haben wir uns zu sehr vom Gegner ablenken lassen und wenn du dein Spiel nicht weiter ziehst, nutzt das in dieser Liga jede Mannschaft aus. …Es hat insgesamt verdienter Weise nicht gereicht!!!

Das Spiel hat dem Trainer der Eisbären wichtige Hinweise gegeben. „Wir sind ein sehr junges Team und haben auf dem Eis Fehler gemacht…es war nur ein Spiel…aus den Fehlern müssen wir lernen.“

Am kommenden Donnerstag, 19. November geht es für die Eisbären in Mannheim mit dem 2. Spiel in der Vorrunden-Gruppe B weiter.

Hans-Peter Becker

Magenta Sport Cup 1. Spieltag Vorrunde Gruppe B

13.11.2020 Wellblechpalast Berlin

EHC Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 1:5 (1:1/0:2/0:2)

Tore

0:1 – 00:28 – D. Olver (Yeo) – EQ

1:1 – 07:36 – Tuomie (Noebels, Espeland) – EQ

1:2 – 23:33 – Thuresson (Bourke, Tyler Spink) – PP1

1:3 – 27:27 – D. Olver (Bassen, MacQueen) – PP1

1:4 – 56:33 – Thuresson (Tyson Spink, Tyler Spink) – EQ

1:5 – 57:42 – Robak (Yeo) – EQ

Strafen

Eisbären Berlin: 12 (2, 10, 0) Minuten

Schwenninger Wild Wings: 18 (4, 10, 4) Minuten

Schiedsrichter

Sirko Hunnius, Marc Iwert (Jonas Merten, Maksim Cepik)

Mannschaftaufstellung EHC Eisbären Berlin

Tor: Niederberger, Mathias; Ingham, Jacob

1.Reihe: Ramage, John; Müller, Jonas; Lapierre, Maxim; Noebels, Marcel; Tuomie, Parker

2.Reihe: Wissmann, Kai; Espeland, Stefan; Zengerle, Mark; Thomas, Akil; Reichel, Lukas

3.Reihe: McKiernan, Ryan; Gawanke, Leon; Olver, Mark; Streu, Sebastian; Labrie, Pierre-Cedric

4.Reihe: Hördler, Frank; Kinder, Nino; Dudas, Aidan; Hänelt, Haakon

Trainer: Serge Aubin

Schwenninger Wild Wings:
Eriksson; Cerveny – Yeo, Robak; Weber, Fischer; Huß, Kristensen; Brückner – MacQueen, Olver, Turnbull; Tyson Spink, Tyler Spink, Weiß; Bassen, Bourke, Thuresson, Cerny, Hadraschek, Pfaffengut – Trainer: Niklas Sundblad

Eisbären verlieren erneut in der Verlängerung

Es war nicht der Abend der Eisbären. Es gelang ihnen zwar den ersten Treffer der Begegnung zu markieren, leider verloren sie anschließend komplett den Spielfaden. Nicht einmal zwei Minuten konnten sich die Eisbären an ihrer Führung erfreuen. Mit einem Doppelschlag drehten die stark aufspielenden Gäste die Partie noch im 1. Drittel. Fahrig und nervös, so wirkte der Auftritt der Eisbären in der ausverkauften heimischen Arena am Ostbahnhof über weite Strecken des Spiels.

© Foto: Hans-Peter Becker

Der Mittelabschnitt gehörte den Gästen, die ihren Vorsprung auf ein 4:1 ausbauten. Es sah nach der zweiten Heimniederlage in Folge aus. Die Kölner Haie hatten die Eisbären im Griff. Es deutete vor dem Schlussabschnitt so gar nichts auf einen Punktgewinn hin. Die letzten 20 regulären Spielminuten nahmen die Eisbären mit einem neuen Torwart in Angriff. Maximilian Franzreb kam für Sebastian Dahm, der keinen allzu guten Tag erwischt hatte. Beim Ausgleichstreffer der Haie konnte er einen Schuss von Alexander Oblinger nicht festhalten und ermöglichte Zachery Sill den Nachschuss.

Im Schlussdrittel retteten die Eisbären wenigstens einen Punkt. Es gelangen ihnen der Schlussphase des Spiels drei Treffer. Ihre Souveränität war den Gästen plötzlich abhanden gekommen. Ein Wechselfehler ermöglichte das 2:4 durch Darin Olver und die Eisbären waren zurück im Spiel. Die Partie ging in die Verlängerung, Nachsitzen für die Entscheidung. Den Zusatzpunkt holten sich die Gäste aus der Domstadt. Begünstigt durch einen Torwartfehler erzielte Lucas Dumont Tor Nummer 5 für die Kölner Haie.

Die bisher so heimstarken Eisbären konnten, wie zuletzt gegen Wolfsburg, nicht überzeugen. Die Anzahl der Gegentore gibt zu denken, es waren jeweils deren fünf. In der Pressekonferenz nach dem Spiel waren beide Trainer nicht zufrieden. Eisbären Trainer Serge Aubin sprach von Ausfall einiger Spieler, verletzungsbedingt waren sie nicht. Im Gegenteil, personell kann Aubin fast aus den Vollen schöpfen. Vom Stammpersonal fehlten mit Florian Busch, Vincent Hessler und Sean Backman lediglich drei Spieler. Es fehlte der Einsatz über die gesamten 60 Minuten. In der DEL reicht es eben nicht, nur zwei gute Drittel zu spielen.

Am Sonntag, 8.12. müssen die Eisbären beim Tabellenletzten, den Schwenninger Wild Wings antreten.

Hans-Peter Becker

DEL 24. Spieltag

06.12.2019 MB-Arena Berlin
Zuschauer: 14.200  (ausverkauft)

Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 4:5 n.V. (1:2, 0:2, 3:0/0:1)

Tore:

1:0 McKiernan 06:38 (Ortega,Aubry)

1:1 Sill 08:00 (Oblinger,Dumont)

1:2 Ma. Müller 16:28 (Mo. Müller, Matsumoto)

1:3 Hanowski 30:42 (Matsumoto,Genoway) PP1

1:4 Bast 35:20 (Akeson)

2:4 Olver 52:20 (Sheppard,Lapierre)

3:4 Aubry 54:13 (Ortega,McKiernan)

4:4 Sheppard 56:38 (Müller)

4:5 Dumont 63:49 (Kindl,Bast) 

Strafminuten:

Berlin – 8

Köln – 14

Torschüsse:

Berlin – 37

Köln – 29


Niederlage am zweiten Advent

Um 16:18 Uhr war es vorbei, den Eisbärenfans war der zweite Adventssonntag gründlich verdorben. Ein gellendes Pfeifkonzert begleitete die Mannschaft vom Eis. Das erste Drittel war noch in Ordnung. Es fielen zwar keine Tore, doch ließen die Eisbären erkennen, dass sie vor hatten, als Sieger das Spiel zu beenden. In der ersten Spielminute traf Micky DuPont nur den Pfosten und Florian Busch hätte fast bei Unterzahl getroffen.

Die Führung gelang Jonas Müller in der 23. Minute. Am Abend zuvor war er zum Sportler des Jahres gekürt worden, zusammen mit seinen Mannschaftskollegen Marcel Noebels und Frank Hördler. Warum ging nichts mehr bei den Eisbären ? Selbst das zuletzt so gut funktionierende Überzahlspiel funktionierte nicht. Für 38 Sekunden waren sie mit zwei Spielern in Überzahl. Insgesamt agierten die Eisbären im Mittelabschnitt über fünf Minuten im Power Play. Durch Treffer in der 27. und 36. Spielminute drehten die Gäste aus Wolfsburg das Spiel. Ein 1:2 Rückstand ist im Eishockey durchaus zu korrigieren.

Die Gäste kamen mit mehr Elan aus der Kabine. In der 42. Minute legten sie das dritte Tor nach. Die Bemühungen der Eisbären wirkten immer verzweifelter. Es gelang immer weniger. Als in der 49. Minute, nach einer turbulenten Szene, vor dem Eisbärentor unglücklich das 4:1 für die Wolfsburger fiel, war der Drops gelutscht. Das Tor wurde vorsichtshalber von den Schiedsrichtern  im Video überprüft. Es war alles den Regeln entsprechend.

Das Spiel gegen Wolfsburg war Spiel Nummer 26 der Hauptrunde, die erste Hälfte ist absolviert. Die Zwischenbilanz ist gemessen an den Ansprüchen der Eisbären nicht zufriedenstellend. Halb gut und halb schlecht, so stellen sich die Dinge dar, 11 Siege stehen genauso viele Niederlagen gegenüber. Aus den direkten Playoff-Rängen sind die Eisbären aktuell rausgerutscht. Sie starten von Platz 8 der Tabelle in die zweite Hälfte und die beginnt am kommenden Freitag, 14. Dezember mit dem Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings.

Es bewegt auch ein anderes Thema die Anhänger der Eisbären. Unter der Brücke an der Warschauer Straße steht ein mit Eishockeymotiven bemalter Container. Er ist ein Treffpunkt der aktiven Fanszene der Eisbären. Vor und nach den Heimspielen kann man dort für kleines Geld mit Gleichgesinnten ein oder mehrere Getränke genießen. Alles steht dort auf sehr teuren Grund und Boden. Inzwischen ist sogar die Kommunalpolitik auf das Thema aufmerksam geworden. „Der Fanbogen bleibt“, es bleibt zu hoffen, dass die Forderung Realität wird. Rings um die MB Arena ist eine schöne bunte Welt entstanden. Die Eisbären waren ein Schlüssel für den Immobilien-Deal. Da sollte es doch möglich sein, eine kleine soziale Tat folgen zu lassen und sich ein Flecken finden lassen, wo die Eisbärenfans sich treffen können.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga
26. Spieltag 09.12.2018 14:00 MB-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 1:4 (0:0/1:2/2:2)
Zuschauer: 13.418
Torfolge:
1:0 23.Min Jonas Müller (Jamie MacQueen) EQ
1:1 27.Min Wade Bergmann (Sebastian Furchner/Nicolas Latta) EQ
1:2 36.Min Cole Cassels Penalty
1:3 36.Min Nicolas Latta (Brent Aubin/Jeremy Dehner) EQ
1:4 49.Min Jason Jaspers SH1
Strafen:
EHC 4
Wolfsburg 10

Niederlage in Düsseldorf

Der Motor stottert etwas nach sieben absolvierten Spielen der Hauptrunde. Zu Buche stehen drei Sieg und vier Niederlagen, daraus ergeben sich acht Punkte auf der Habenseite. Am Dienstagabend, 2.10. wurde bei der noch ungeschlagenen Düsseldorfer EG mit 1:5 verloren. Die Verletztenmisere führte dazu, dass Stürmer Florian Busch als Verteidiger ran musste. Zusammen mit Florian Kettemer verteidigte er in der zweiten Spielreihe.

Die Eisbären erwischten den besseren Start und gingen bereits nach fünf Minuten durch Jason Jaspers mit 1:0 in Führung. Bis zur ersten Drittelpause hatten sie weitere Möglichkeiten, doch Düsseldorfs Torhüter Frederik Petterson Wentzel ließ keine weiteren Treffer zu. Im Mittelabschnitt kam der Einbruch. Innerhalb von fünf Minuten drehten die Düsseldorfer das Spiel und machten aus dem 0:1 Rückstand eine 3:1 Führung. Dabei spielten ihnen zwei Strafzeiten in die Hände, die gegen die Eisbären verhängt wurden.

Im Schlussabschnitt steckten die Eisbären zwar nicht auf, mussten sich am Ende den spielerisch stark auftrumpfenden Düsseldorfern geschlagen geben. Als in der 51. Minute das vierte Tor für die DEG fiel war es vorbei. Das 5:1 in der 57. Minute war der Schlusspunkt des Spiels. Zum Glück hat sich kein weiterer Spieler verletzt. Die Probleme in der Defensive sind unübersehbar. Die 25 Gegentreffer in sieben Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Mehr Gegentreffer hat bisher nur Bremerhaven kassiert. Es lag in Düsseldorf nicht an Maximilian Franzreb, der hielt, was zu halten war.

Viel Zeit zum Nachdenken über die Niederlage und zum regenerieren bleibt den Eisbären nicht. Bereits am Freitag, 5. Oktober geht es gegen Schwenningen, erneut auswärts, weiter. Die Schwenninger warten als einzige Mannschaft der Liga noch auf einen Sieg in der regulären Spielzeit. Der momentane Tabellenletzte konnte lediglich am ersten Spieltag der Saison einen 3:2 Sieg in der Overtime einfahren.

Hans-Peter Becker

Eisbären-Sieg am Donnerstag

Fans aus Schwenningen mit Protestplakat Foto: Stefan Wenske

Das hatte es lange nicht gegeben, Eishockey am Donnerstagabend. Zuletzt wurden in der Saison 2011/12 vom Pay TV Sender Sky ausgewählte Spiele an diesem Wochentag übertragen. Der neue Rechteinhaber, die Telekom, läßt diese Idee in der aktuellen Saison wieder aufleben. So erwischte es die Eisbären am 12. Spieltag mit ihrem Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings. Die Fans sind verärgert. So wurde ein Flugblatt in der Arena verteilt, „Für fangerechte Bullyzeiten – gegen Spieltags-Zerstückelung“, dort wurde angekündigt und praktziert: „Die ersten 10 Minuten werden wir schweigen…das Team ist über diesen Stimmungsboykott informiert.“ Eisbären-Stürmer Thomas Oppenheimer nach dem Spiel zu dieser Maßnahme befragt:“Natürlich ist es besser, wenn uns die Fans das gesamte Spiel über unterstützen. Verstehen kann ich beide Seiten, die Telekom will unseren Sport weiter nach vorn bringen und die Fans wollen lieber am Freitag zum Spiel kommen. Wir sind Profis und spielen, wenn es verlangt ist.“

Lag es am Gegner oder am Termin, dass ein neuer Zuschauerminusrekord in der Arena verkündet wurde. Die Marke von 8.923 Zuschauern am 4. Spieltag wurde gerissen. Den jederzeit ungefährdeten 3 : 1 Sieg über die Schwenninger wollten offiziell 8.841 Fans sehen. Von Beginn machten die Eisbären Druck und gestatteten den Schwänen nur wenig. 20 zu 8 Torschüsse für die Eisbären schlugen sich in der Statistik nieder. Mit Dustin Strahlmeier hatten die Gäste einen sehr guten Torwart mitgebracht. Trotzdem schien die Führung für die Eisbären nur eine Frage der Zeit zu sein. Um so kurioser, dass die Gäste das erste Tor der Begegnung erzielten. In der 19. Minute brachte Markus Poukkula, der Finne steht in seiner dritten Saison für Schwenningen auf dem Eis, den Puck an seinem finnischen Landsmann vorbei im Eisbären Tor unter. Die Schiedsrichter bemühten zunächst den Videobeweis, es hatte alles seine Ordnung und der Treffer zählte. Eine knappe Minute später war Louis-Marc Aubry mit seinem Schuss erfolgreich und sorgte für den Ausgleich noch vor der ersten Drittelpause.

Im Mittelabschnitt bot das gewohnte Bild, die Eisbären stürmten und Schwenningen verteidigte. Es wurde zum Geduldsspiel für alle Beteiligten. Ein Doppelschlag erlöste die Eisbären, innerhalb von 90 Sekunden fielen 2 Tore. Thomas Oppenheimer konnte eine Vorlage von Florian Busch verwerten und erzielte das 2 : 1 in der 35. Minute und Mark Olver nutzte eine Unsicherheit in der Verteidigung und erhöhte auf 3 : 1.

Die Gäste wehrten sich nach Kräften trafen zwei Mal das Torgestänge. Echte Siegchancen hatten sie nie. Trainer Pat Cortina konnte nach Spielende nur brav gratulieren und bezeichnete den Sieg als hochverdient. Uwe Krupp war mit der Leistung seiner Mannschaft, in der Kapitän Andre Rankel ausfiel, insgesamt zufrieden. „Wir wussten, dass Schwenningen sehr strukturiert verteidigt, sie hatten bisher die wenigsten Gegentore in der Liga.“ Durch den Sieg im vorgezogenen Spiel haben die Eisbären zunächst die Tabellenführung erobert.
Die Eisbären spielen am Sonntag auswärts in Krefeld.
Hans-Peter Becker