DVV-Pokal Achtelfinale Damen: BBSC mit Erstligaerlebnis in der Hämmerlinghalle

Immerhin 74 Minuten brauchte der Erstligaspitzenreiter Stuttgart gegen den BBSC am Sonntagnachmittag, um in das Viertelfinale des DVV Pokals einzuziehen. Die Berlinerinnen hielten gut gegen die international besetzte Starmannschaft aus dem Schwäbischen mit und feierte jeden einzelnen Punkt.

Kaum ein Bild bringt die Größen- und Kräfteverhältnisse zwischen Erstligaspitzenreiter und Zweitligamannschaft deutlicher zum Ausdruck, als das Foto von der MVP-Ehrung nach dem Spiel: Die US Amerikanerin Simone Lee steht für die  mit 9 Nationalspielerinnen aus 7 Ländern gespickte Gastmannschaft mit enormer Körpergröße und Kraft, andererseits Katharina Kummer für die Berlinerinnen – deutlich kleiner, reine Amateure mit weniger Kraft und Schnelligkeit, aber mit dem Willen, den übermächtigen Profis einen packenden Kampf zu bieten.

Stuttgart nahm das Spiel beim Zweitligisten von Anfang an ernst. Trainer Tore Aleksandersen setzte bis auf Krystal Rivers sein komplettes Starensemble ein. Wie in den letzten Spielen der Bundesliga spielte die 1,96m-Diagonale Lara Berger für Rivers. Im BBSC Aufgebot standen erneut Stephanie Utz und Alina Gottlebe-Fröhlich aus der Drittligamannschaft, hatten diese doch mit ihrer Leistung vor 14 Tagen erst den Einzug in das Achtelfinale sichergestellt.

Die Sätze nahmen den erwarteten Verlauf. Bis zum jeweiligen 6:6 hielten die Gastgeberinnen in den ersten beiden Sätzen die Partie offen, danach setzte sich schnell der Favorit vor allem mit Blocksicherheit und dem schnellen Spiel über die Mittelblocker durch. Diese erreichen mit ihrer Körpergröße eine enorme Handlungshöhe und gaben der Berliner Abwehr immer wieder nicht zu lösende Rätsel auf.

Volleyballerinnen des BBSC © Foto: Kroll

Das BBSC-Team spielte mit vollem Einsatz, warf sich mit häufig gehörtem Szenenapplaus der Zuschauer den Angriffen der Gäste entgegen und versuchte selbst zu punkten. Immer wieder gelangen Angriffserfolge auch mit etwas unorthodoxen Angriffsschlägen, die dann von der Stuttgarter Abwehr nicht kontrolliert wurden. Intensiv wurde jeder Punktgewinn von der Mannschaft gefeiert und vom Publikum bejubelt – auf der anderen Seite des Netzes stand ja nicht gerade ein Allerweltsteam. Im 3. Satz verletzte sich Berlins Libera Annika Kummer am Oberschenkel – von dieser Stelle die besten Genesungswünsche. Der sichtlich mit der Leistung des Teams zufriedene Trainer Ole Schröder setzte alle Spielerinnen im Aufgebot ein, um ihnen das Erlebnis des Achtelfinales zu geben. Er weiß, dass die nächsten Aufgaben in der 2. Bundesliga gegen Borken und Leverkusen das Team erneut heftig fordern werden.

So bleibt die Gratulation an die Gäste für den verdienten Sieg und die besten Wünsche für das Viertelfinale im Pokal. Die Berlinerinnen können sich noch lange Zeit an einen Nachmittag erinnern, an dem sie dem Deutschen Meister 2019 Paroli geboten haben und in dem sie im begeisterten Publikum einige neue Fans gefunden haben dürften.

BBSC Berlin – Allianz MTV Stuttgart       0:3 (-16, -15, -12

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Wasserfreunde Spandau nehmen Kurs auf Meistertitel 38

Am 6. November beginnt mit dem 1. Spieltag der 1. Bundesliga die 101. Deutsche Meisterschaft der Wasserball-Männer. Seit 1912 wird das beste Team Deutschlands ermittelt. In den Jahren 1914-18, 1935 (Vorbereitung Olympia 1936), 1944-46 und 1972 (Vorbereitung Olympia München) wurde insgesamt zehnmal pausiert. Diese Statistik bezieht sich allerdings nur auf Gesamt- oder Westdeutschland, die DDR-Meisterschaften sind hier nicht einbezogen.

Waspo 98 Hannover hat 2020/21 die 100. Deutsche Meisterschaft gewonnen und steht damit in der Gesamtstatistik mit insgesamt acht Titeln gemeinsam mit Hellas Magdeburg auf Rang 3 dieses Rankings.

Einsame Spitze in der Liste von 18 verschiedenen Deutschen Meistern sind die Wasserfreunde Spandau 04 trotz des späten Starts ihres Titelruns (1979) mit 37 Championaten, gefolgt von Rote Erde Hamm (11). Waspo hat sich erst mit den drei Erfolgen 2018, 2020 und 2021 einen Platz auf dem Podest erarbeitet, Spandau war letztmals 2019 Meister, dank einer 3:0-Finalserie gegen die Niedersachsen.

Auch das gerade angelaufene Spieljahr begann mit einem Sieg Waspos gegen Spandau (18:14) beim pandemiebedingt in den Oktober 2021 verschobenen Pokalfinale der Saison 20/21 in Berlin. Waspo erzielte so das Triple.

Nur zwei Wochen später holten sich die Berliner in Hannover per 13:12-Triumph im Supercup den ersten Titel der Saison 2021/22 beim traditionellen Spieljahresauftakt und -vorspiel. „Das war vor allem mental und psychologisch ein wichtiges Ergebnis für uns, weil es zeigt, dass wir Waspo in Finalspielen schlagen können“, sagte Kapitän Marko Stamm, der anderthalb Minuten vor Ultimo den entscheidenden Treffer für die Wasserfreunde erzielte.

Die Sicht vieler Beteiligter auf die nun anlaufende Saison hat sich mit dem Supercup und seinem dramatischen Verlauf verändert. Spandaus Vorgabe für die Bundesliga aber bleibt die gleiche: „Aus der Vereinsgeschichte heraus und unserem sportlichen Ehrgeiz entsprechend können wir gar kein anderes Ziel haben, als die nationale Nummer 1 zu sein und Meister zu werden“, erklären Trainer Petar Kovacevic und Manager Peter Röhle unisono.

Potsdam hat im Vergleich zur Vorsaison einige Personalveränderungen zu verzeichnen. Das Team wurde weiter verjüngt und hat laut Trainer Alexander Tchigir „deutlich bescheidenere Ziele“. Man wolle, so die Torwart-Legende, „gut durch die Saison kommen, klar die A-Gruppe halten und die jungen Spieler an das Herren-Niveau heranführen“.

Beim traditionellen Vorbereitungsturnier, dem 12. Andreas-Ehrl-Cup am vergangenen Wochenende, belegten die „Orcas“ von vier Erstligisten Platz 2, weil sie unter drei punktgleichen Wettbewerbern das leicht schlechtere Trefferverhältnis als der Erste in den Partien untereinander hatten.

Am Samstag, 6.11. gegen Spandau werden einige aus dem Potsdamer Männer-Turnierteam fehlen, da neben angeschlagenen Spielern auch noch drei Aktive (Florian Burger, Finn Taubert, Till Hofmann) fehlen, weil sie zur gleichen Zeit bei der deutschen U16-Endrunde in Krefeld in Aktion sein werden. Die Potsdamer Erwartungen sind folglich zurückhaltend. „Wir wollen den Auftakt ohne weitere Verletzungen hinter uns bringen“, sagt der Sportliche Leiter André Laube, der den „eigentlichen Saisonstart“ für Potsdam mit dem Heimmatch am 13. November gegen die White Sharks sieht.

Der nächste Einsatz der Berliner dagegen folgt bereits am 10. November, wenn die Wasserfreunde in der Schwimmhalle Schöneberg (19 Uhr) Waspo 98 Hannover zum 2. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde empfangen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga Saison 2021/2022

Gruppe A, 1. Spieltag 06. November 2021

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Schwimmbad Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

BR Volleys und Cedric Enard sind nominiert

Die Sportmetropole Berlin wählt wieder ihre CHAMPIONS! Ab dem heutigen Freitag (05. Nov) können die Berliner und Berlinerinnen für die besten Athleten und Athletinnen, Mannschaften sowie Trainer und Trainerinnen des Jahres 2021 abstimmen. Unter den Nominierten sind einmal mehr auch die Berlin Recycling Volleys und ihr Headcoach Cedric Enard. Die Meistermannschaft und ihr Erfolgstrainer zählen ab sofort auf die Stimmen ihrer Anhänger*innen und der Berliner Sportfans: www.champions-berlin.de/wahl

Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 vergeben. Im letzten Jahr wählte Berlin „Die Besten der Besten“ aus den vergangenen 40 Jahren. Dabei belegte das BR Volleys Team einen großartigen dritten Platz und Geschäftsführer Kaweh Niroomand gewann aufgrund seiner Verdienste für die Sportmetropole sogar in der Kategorie „Manager*in“. Auch für die Wahl in diesem Jahr haben die Hauptstadtvolleyballer bereits wieder beste Argumente auf ihrer Seite: Mit dem elften Meistertitel und dem dritten Supercup-Gewinn in Folge empfehlen sich die Mannschaft um Sergey Grankin und Cheftrainer Cedric Enard erneut für einen Podiumsplatz. In den vergangenen neun Jahren stand stets ein Vertreter oder das gesamte Team auf dem Treppchen. Diese Tradition würden die BR Volleys nur zu gern fortsetzen.

Gewählt werden kann bis zum 21. November ausschließlich online und alle Teilnehmerinnen können auch gewinnen – unter anderem Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale 2022. Neben den Berlinerinnen und Berlinern wählt wie in den Vorjahren eine Expertenjury (Sportchefs der Medienpartner, Vertreterinnen der Stadt, des Landessportbunds und des Olympiastützpunkts) die Berliner Sportler*innen des Jahres. Die Ergebnisse aus Publikumswahl und Expertenjury fließen zu jeweils 50 Prozent ins Endergebnis ein. Die CHAMPIONS 2021 werden dann am Samstag (04. Dez) im Rahmen der festlichen CHAMPIONS-Gala im ESTREL geehrt.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Günter Kram

Heimpleite für die Eisbären

Der Tabellenzweite empfing den Dreizehnten, eine klare Sache für die Eisbären sollten man denken. Das erste Tor in der Partie ließ lange auf sich warten. Es war ein verhaltener Beginn von beiden Mannschaften. Das Anfangsdrittel endete torlos. Das Mitteldrittel gewannen die Gäste mit 2:1. Sie ahnen es, den ersten Treffer des Spiels erzielten die Pinguine. In der 26. Minute traf Maciej Rutkowski zum 1:0. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 33. Minute durch Giovanni Fiore.

Was profunde Kenntnisse der Regelkunde ausmachen können, zeigte sich in der 34. Minute. Der Puck war gefühlt im Eisbären-Tor, der Schuss kam vom Krefelder Kapitän und Ex-Eisbär Laurin Braun. Die Schiedsrichter entschieden auf kein Tor, das Spiel lief weiter und die Eisbären trafen durch Frans Nielsen. Der Videowürfel zeigte den neuen Spielstand – 2:1 – an. Die Schiedsrichter fuhren zum Videobeweis und entschieden auf Tor für Krefeld. Der Eisbärentreffer war damit annulliert und aus der Führung für die Eisbären wurde ein Rückstand, Führungswechsel nach Videobeweis, eine kuriose Situation, hätte das Spiel nicht sofort unterbrochen werden müssen? Das timing war unglücklich, so sah es später Eisbären-Trainer Serge Aubin. Für Krefelds Assistenztrainer Boris Blank, er hat auch eine Eisbärenvergangenheit, war es der Glücksmoment im Spiel für seine Mannschaft.

So rannten die Eisbären im Schlussabschnitt einem Rückstand hinterher. Der alte Mann und das Tor hieß es in der 50. Minute. Eduard Lewandowski, der 41-Jährige netzte ein, nach dem Tobias Ancicka einen Puck zu kurz abgewehrt hatte. Der nächste Eisbärentreffer fiel in der 56. Minute durch Marcel Noebels.

Alles klarmachten die Gäste dann in der 58. Minute. Der Unglücksrabe war Frans Nielsen, er stolperte und Krefelds Kapitän Laurin Braun erlegte seinen Ex-Club an diesem Abend. Es fiel noch das 5:2 für die Krefelder durch Thomas Olson. Die Heimpleite war perfekt. Grund zum Jubeln hatte eine handvoll anwesender Fans der Gäste vom Niederrhein. Die Gesamtzuschauerzahl war kein Grund zum Jubeln, immerhin hatten sich am Donnerstagabend 5.732 Zahlende, unter 2 G Bedingungen, dieses Live-Event gegönnt.

Hans-Peter Becker

DEL 20. Spieltag

04.11.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine 2:5 (0:0/1:2/1:3)

Mannschaftsaufstellungen

EHC Eisbären Berlin

Tor: Anicka – Niederberger 1. Reihe: Noebels, Pföderl, Nielsen – Müller, Ellis 2. Reihe: White, Boychuk, Fiore – Jensen, Wissmann 3. Reihe: Veilleux, Zengerle, Clark – Hördler, Després 4. Reihe: Mik, Wiederer, Roßmy

Krefeld Pinguine

Tor: Shilin – Quapp 1. Reihe: Lessio, Lucenius, Bracco – Jensen, Sacher 2. Reihe: Sabolic, Blank, Olsen – Kulda, Tiffels 3. Reihe:Bergström, Weiß, Braun – Gläßl, Hersley 4. Reihe:Lewandowski, Volek, Rutkowski – Bappert

Torspektakel am Dienstagabend

In dieser Saison gehört bei den Heimspielen der Eisbären den Gästen das Recht auf den ersten Treffer. So war es auch am Dienstagabend am 19. Spieltag, die Straubing Tigers waren zu Gast, in der 5. Spielminute traf Andreas Eder im Power Play. Nur 30 Sekunden später erhöhten die Tigers auf 2:0. Es lief noch die 5. Spielminute, nur 9 Sekunden brauchten die Eisbären, um auf 1:2 zu verkürzen. Kevin Clark ließ es krachen und überwand Tomi Karhunen im Straubinger Tor.

Der nächste Treffer in der Partie dauerte etwas länger, in der 14. Minute, wieder hatten die Gäste ein Power Play und Michael Connolly stellte auf 3:1 aus Sicht der Gäste. Mit diesem ernüchternden Zwischenstand gingen die Eisbären in die erste Drittelpause. Es war ein hart geführtes Drittel, es gab auf beiden Seiten Strafzeiten wegen unnötiger Härte.

Alles auf Angriff, angesichts des Rückstands war die Devise der Eisbären und sie gewannen das Drittel mit 3:1, was den Gesamtstand wieder pari stellte. In der 31. Minute erzielte Frans Nielsen das 2:3. Es war sein erstes Tor im Eisbären-Trikot. Einen Assistenten für dieses Tor gab es nicht, ein Abwehrfehler ging voraus. Straubing schlug fast postwendend wieder zurück, in der 34. Minute durch Benedikt Schopper. Die Tore 3 und 4 für die Eisbären waren wieder eng getaktet. In der 37. Minute krönte Zachary Boychuk eine mustergültige Kombination und nur eine knappe Minute später beförderte Giovanni Fiore den Puck in die Maschen. Es war ein etwas vogelwildes Torspektakel.

Im Schlussabschnitt konnten die Eisbären das Spiel drehen. Eine lange Aufholjagd krönte Kai Wissmann und erzielte das 5:4 in der 51. Minute. Vorsichtshalber sahen sich die Schiedsrichter den Treffer nochmals im Video genauer an. Es war alles regelgerecht. Es blieb spannend bis in die Schlusssekunden. In den letzten zwei Spielminuten versuchten die Gäste im empty net die Verlängerung zu erreichen. Die Eisbären verteidigten den knappen Vorsprung vor 5.611 Zuschauern, die am Dienstagabend den Weg in die Arena am Ostbahnhof gefunden hatten.

Mit dem Spiel war, so in dem Statement der beiden Trainer, keiner zufrieden. Tom Pokel, Straubing Trainer:“…vier Tore hier in Berlin müssen führen einen Sieg reichen.“ Serge Aubin: „In der Kabine ist gerade keiner froh über das Spiel.“

Nur 48 Stunden Pause hat das Team, schnell regenerieren, bereits am Donnertag, 4.11. geht es weiter, erneut ein Heimspiel, zu Gast sind dann die Krefeld Pinguine.

Hans-Peter Becker/ Fotonachweis © Hans-Peter Becker

Trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen?

Derbys haben wie Pokalspiele ihren besonderen Reiz. So geschehen am 12. Spieltag im Nord-Derby in der höchsten Berliner Spielklasse, Frohnauer SC gegen die Füchse Berlin, der Vierte gegen den Tabellenführer auf dem Poloplatz in Frohnau. Nach 9 Spieltagen kämpften sich die Schützlinge von Guido Perschk auf Rang Vier mit jetzt 20 Punkten vor. Füchse-Coach Ümit Ergidi war mit dem Unentschieden 1:1 am Ende doch versöhnlich gestimmt, denn es war ein ansehnliches Kampfspiel, das erste Remis nach elf Spielen und die Tabellenführung mit 28 Punkten lässt sich sehen. Der Frohnauer SC hat ein Spiel weniger ausgetragen und rangiert mit 21 Punkten auf Platz Fünf.

Der Berliner SC gewann 2:0 gegen Fortuna Biesdorf, TuS Makkabi holte im Mommsenstadion drei Punkte, siegte 1:0 gegen den SC Charlottenburg. Sparta Lichtenberg siegte 1:0 bei SV Empor. In der Spitzengruppe bleibt alles dicht beisammen. 

Nun steht, trotz Corona, wieder eine englische Woche an: Am Mittwoch, 03.11.21, hat der Spitzenreiter Füchse Berlin ein Heimspiel, 19.30 Uhr, Wackerplatz, Kienhorststraße, gegen den zuvor spielfreien und ausgeruhten 1.FC Novi Pazar aktuell auf Abstiegsrang 17 mit lediglich 5 Punkten.  Am Sonntag, 7.11 kommt Croatia zum Tabellenführer auf den Wackerplatz.

Sparta Lichtenberg muss am Mittwoch, 3.11. an der Fischerstraße, gegen Hilalspor ran. Am Sonntag, 7.11. muss der Frohnauer SC in die Fischerstraße. Sparta hat zwei Heimspiele hintereinander.  

TuS Makkabi muss am Mittwoch, 3.11 nach Rudow und empfängt am folgenden Sonntag, 7.11. Stern Marienfelde. Der Berliner SC spielt am Donnerstag, 4.11. 19.30 Uhr, in der Cantianstraße beim SV Empor und am Sonntag, in der Sömmeringstraße bei Brandenburg 03. Trennt sich nach dem 14. Spieltag die Spreu vom Weizen?  

Christian Zschiedrich

Lichtenberg 47 schlägt den 1. FC Lok in Leipzig

2.470 Zahlende sahen den  3:1-Sieg einer effizienten Berliner Mannschaft, die zwar die erste Halbzeit mit 0:1 durch einen Treffer von Ziane verlor, den zweiten Durchgang trotz vieler Chancen der Platzherren deutlich nach drei Treffern gewann. Schöps glich zum 1:1 (61.) aus, Ihbe markierte das 2:1 (84.) und Gözüsirin machte in der 87. Minute mit dem 3:1 alles klar für die Lichtenberger. Schade, dass die 47er ihr Heimspiel, die Nachholepartie zuvor gegen den VfB Auerbach nur 1:1 gestalten konnten. Ein frühes Tor durch Gözüsirin, die knappe Führung hatte nur bis zur Nachspielzeit Bestand. Brejcha erzielte in der 91. das 1:1 und die Gäste nahmen einen Punkt mit. Aktuell sind die Lichtenberger auf Platz 12. mit 18 Punkten, einen Platz vor Hertha BSC II. Das Berlin-Derby zwischen der VSG Altglienicke und Hertha II gewann Hertha als Gast im eigenen Stadion mit 3:1. Altglienicke hat nach 16 Spielen 29 Punkte und ist Tabellen-Sechster. Da Carl-Zeiss Jena das Nachholspiel gegen Energie Cottbus mit 0:1 verlor, bauten der Berliner AK und BFC Dynamo mit ihren Siegen die Führung aus.

Wer noch vor Beginn der Saison geglaubt hatte, TeBe wird die Klasse nicht halten können, der darf sich jetzt wundern. Tennis Borussia nimmt mit beachtlichen 20 Punkten (nach 15 Spielen) den 11. Rang vor Lichtenberg und Hertha BSC ein. TeBe hatte ebenfalls Nachholbedarf und schaffte einen Sieg, 2:0 über Halberstadt und musste mit 0:1 im Derby gegen den BFC Dynamo nur eine knappe Niederlage vor 1.505 Zuschauern im Mommsenstadion hinnehmen. Den Siegtreffer erzielte Beck bereits in der 13. Spielminute. Das Tabellenbild soll sich weiter begradigen. TeBe hat erneut eine englische Woche. Am Mittwoch, 3. November heißt es im Mommse, ab 19.00 Uhr, Tennis Borussia – SV Tasmania. Bereits tags zuvor am Dienstag, ebenfalls 19.00 Uhr, kommt es im Amateurstadion zu einem weiteren Berlin-Derby zwischen Hertha BSC II und dem Tabellenführer BAK 07. Der Berliner AK siegte zuletzt mit 3:0 gegen Chemie Leipzig und führt mit 37 Punkten die Tabelle vor dem BFC Dynamo an. Der BAK 07 tritt am Samstag, 6. November im Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde an.

Christian Zschiedrich

Spätes Glück – Viktoria gewinnt im Aufsteigerduell gegen Dortmund II

In der 3. Liga tummeln sich auch die 2. Mannschaften von Borussia Dortmund und dem FC Freiburg. Ob es zur Attraktivität der Liga beiträgt, ist eher zu bezweifeln. Rein vom Standpunkt des Fußballs betrachtet bringen sie ein hohes Niveau mit ein. Sie sind Ausbildungsmannschaften Nachwuchsspieler haben hier die Chance sich gegen gestandene Profis zu beweisen.

Am 14. Spieltag stellte sich Borussia Dortmund II im Jahnsportpark bei der Berliner Viktoria vor. Beides sind Neulinge in der Liga, in der Tabelle eng beieinander und mit ähnlichem Saisonverlauf. Nach einer längeren Phase des Abtastens zeigte sich die größere individuelle Klasse der Gäste. Bekanntester Spieler aufseiten der Gäste war Dan-Axel Zagadou, der großgewachsenen französische Innenverteidiger kann auf bisher 13 Einsätze in der Championsleague verweisen. Dieser Spieler war es dann auch, der 26. Minute mit seinem Aufbaupass auf Berkan Taz, für die erste verheißungsvolle Torchance im Spiel sorgte. Taz legte die Kugel gekonnt auf Richmond Tachie, dessen Schuss geht rechts am Tor vorbei. Dortmund wurde in dieser Phase immer stärker. Doch in der 38. Minute bekamen sie die kalte Dusche. Ausgangspunkt war ein misslungener Befreiungsschlag von Dortmunds Torwart, der wurde von Viktorias Erhan Yilmaz abgefangen, Enis Küc geht sofort steil und erzielt den ersten Treffer der Partie förmlich aus dem Nichts.

Noch vor der Halbzeitpause schlugen die Jung-Borussen zurück. Torschütze war Berkan Taz, ein gebürtiger Berlin, fußballerische Ausbildung bei den Reinickendorfer Füchsen und Hertha 03. Vor der Saison war er vom 1. FC Union nach Dortmund gewechselt. Mit dem 1:1 ging es in die Pause. Die Dortmunder waren bis dahin das bessere Team.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild im sonnendurchfluteten Jahnsportpark. Das Momentum änderte sich allmählich. Es begann mit einer Riesenchance für die Viktorianer durch Sofian Benyamina, der schießt nur den Keeper an und den Nachschuss kann Küc nicht im Tor unterbringen. Es schließen sich zwei gute Möglichkeiten für Dortmund an und wieder haben die Gäste mehr Ballbesitz. In der 64. Minute nahm Viktorias Trainer Benedetto Muzzicato einen Doppelwechsel vor. Es fehlte bis dahin an der Präzision im Angriffsspiel. Das lag auch am Fehlen vom Mittelfeldantreiber Björn Jopek, der kurzfristig ausfiel. Mit der Einwechselung von Lucas Falcao und Deji Beyreuther kam mehr Präzision und somit mehr Druck ins Spiel.

Die Erlösung kam in der 86. Minute eine schöne Einzelleistung des eingewechselten Falcao brachte die Entscheidung. Enttäuschung bei den Dortmundern, lange sah es so aus, als könnten sie was mitnehmen. „Das zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch die letzten drei Spiele. Wir sind dominant, haben viel Ballbesitz, leider fehlt uns in den Abschusssituationen die Präzision und es passiert in der Abwehr der eine Fehler zu viel. Diese Aussetzer müssen wir abstellen, wir sind eine junge Mannschaft und müssen lernen, notfalls einen Ball über die Seitenauslinie zu klären.“ Enrico Maaßen musste so die dritte Niederlage in Folge seines Teams erklären.

„Dortmund war in den ersten 35 Minuten klar das bessere Team und hat uns dominiert. Wir waren viel zu passiv und sind dann glücklich in Führung gegangen, lassen aber auch wieder einen Gegentreffer zu kurz vor der Pause. Daher haben wir anschließend ohne Wechsel etwas umgestellt. Ich wollte den Jungs die Chance geben, mit einer anderen Idee in die zweite Halbzeit zu gehen. Und das hat dann auch gepasst. Wir hatten anschließend viele gute Momente. Für Enes und Falcao freut es mich sehr, aber auch für Shalva Ogbaidze, der heute seinen zweiten Assist geben konnte. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit gegen ein gutes Team mit einem guten Trainer.“, so fasste Viktorias Trainer das Geschehen zusammen.

Hans-Peter Becker

30.10.2021 3. Liga 14. Spieltag

14:00 Uhr Jahnsportpark

FC Viktoria 98 – Borussia Dortmund II 2:1(1:1)

2.458 Zuschauer

Mannschaftsaufstellung FC Viktoria Berlin 98

Krahl – Gunte – Kapp – Lewald – Becker – Yilmaz (64. Beyreuther) – Menz (80. Theisen) – Pinckert – Seiffert (64. Falcao) – Küc – Benyamina (82. Ogbaidze) (5-3-2)

Eisbären besiegen Bremerhaven – Doppeltorschütze Giovanni Fiore

Es begann wie in fast jedem Heimspiel der Eisbären in dieser Saison. Die Gäste gingen in Führung. In der 6. Minute erzielte Tim Lutz das 1:0 für Bremerhaven, er nutzte einen dafür einen Blackout von Manuel Wieder, der unfreiwillig die Vorlage gab. Anschließend scheiterten die Eisbärenstürmer serienweise an Brandon Maxwell. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Gäste von der Nordsee.

Eisbären-Trainer Serge Aubin formierte eine neue Sturmreihe um den Center Frans Nielsen mit ihm stürmten Matthew White und Giovanni Fiore. Als überzähliger Ausländer sah sich Simon Despres diesmal das Spiel von der Tribüne aus an.

Im Mittelabschnitt machten die Eisbären genauso weiter, Maxwell bekam einiges zu halten und es wurde ein Gegentor kassiert. Es war eine gute Kombination der Gäste, abgeschlossen mit einem Tipp-In. Ziga Jeglic hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jan Urbas. Die Antwort der Eisbären erfolgte schnell. In der 29. Minute fiel das 0:2 und in der 30. Minute verkürzten die Eisbären auf 1:2. Es war eine Gemeinschaftsproduktion der 1. Sturmreihe, die Marcel Noebels vollendete. Das Drittel ging zu Ende in einem offenen Schlagabtausch. Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten beiden Spielminuten des Mittelabschnitts. In der 38. Minute erzielt der Wusselstürmer Kevin Clark den 2:2 Ausgleich. Irgendwie kommt er hinter dem Bremerhavener Tor in Puckbesitz und überwindet Maxwell an der kurzen Ecke. Was für ein Kack-Tor werden sich die Gäste gedacht haben. Anschließend geht Frank Hördler wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank und gleich hinterher Jonas Müller.

Den Schlussabschnitt beginnen die Eisbären mit einer 3 zu 5 Unterzahl. Die 38 Sekunden in 3 zu 5 Unterzahl überstanden die Eisbären und schließlich hielten sich die Eisbären weiter schadlos und kaum waren sie wieder vollzählig, jubelte die Halle. Giovanni Fiore schob den Puck zwischen Pfosten und Maxwell in den Kasten. Die Eisbären hatten das Spiel gedreht. Ausgleich oder Sack zu, beide spielten mit offenem Visier. Als 6 Minuten vor dem Ende Uwe Schumann die offizielle Zuschauerzahl bekannt gab, hielt die knappe Führung. Eine leichte Steigerung des Zuschauerinteresses war zu vermelden, längst kein ausverkauftes Haus, immerhin nahmen 7.718 den Dank des Stadionsprechers entgegen. In der 56. Minute war der eben erwähnte Sack zu. Leo Pförderls Schuss konnte Maxwell nicht festhalten und es stand 4:2. Anschließend nahm Thomas Popiesch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Ins leere Tor traf dann Fiore und so wurde es ein standesgemäßer Heimsieg.

Seit 30 Jahren Stadionsprecher – Uwe Schumann © Foto: Becker

Vor dem Spiel schallten Uwe, Uwe Rufe durch die Arena, gemeint war Uwe Schumann, der seit 30 Jahren mit „Liebe Zuschauer, hallo Eishockeyfreunde“ erst im Welli und mit Beginn der Saison 2008 in der Arena am Ostbahnhof. Auf die nächsten 30 Jahre und herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum.

Mit Rückenwind nach Potsdam

Nach ihrem Turbostart in der Volleyball Bundesliga biegen die BR Volleys am Samstagabend (30. Okt um 17.30 Uhr) auf die ehemalige Rennstrecke „Avus“ Richtung Potsdam ein, an deren Ende die Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee auf den Tabellenführer warten. Die Brandenburger sind für das traditionell stimmungsvolle Derby in die MBS Arena umgezogen und möchten beweisen, dass Spitzenvolleyball der Männer auch in ihrer Landeshauptstadt funktioniert.

Die BR Volleys haben früh in dieser Saison so richtig Fahrt aufgenommen und wollen sich am Wochenende auch im sechsten Bundesligaspiel von den Netzhoppers nicht stoppen lassen. Fünf souveräne Siege in fünf Matches geben Selbstvertrauen und stellen gleichzeitig Trainer Cedric Enard vor die Qual der Wahl, wen er im Derby auf den Court bringt: „Für mich als Coach ist das doch eine wunderbare Situation. Jeder muss jetzt täglich im Training zeigen, dass er spielen will. So wünscht man sich das.“ Auf der Diagonalposition hat Marek Sotola zuletzt dreimal vollends überzeugt, aber Ben Patch steht auskuriert ebenfalls wieder in den Startblöcken. Im Außenangriff hatten Ruben Schott und Cody Kessel bisher die Nase vorn, doch auch das französische Duo Timothée Carle und Samuel Tuia drängt sich immer mehr auf. Lediglich im Mittelblock hat Enard durch den anhaltenden Ausfall von Anton Brehme keinen Handlungsspielraum in seiner homogenen Mannschaft.

Netzhoppers-Cheftrainer Tomasz Wasilkowski wird auf alle diese Eventualitäten eingestellt sein, schließlich kennt „Tomek“ den einen oder anderen BR Volleys Akteur noch aus seiner Saison als Assistent von Enard (2018/19). Der 38-jährige Pole hat beim Scouting im Sommer offensichtlich ein gutes Auge bewiesen und eine zu Großteilen neue, aber sehr gut funktionierende Mannschaft zusammengestellt. Mit Jose Jardim (Zuspiel), Stefan Kaibald (Außenangriff), Max Chamberlain und Blake Leeson (beide Mittelblock) sind die Neuzugänge aus dem Netzhoppers-Spiel schon nicht mehr wegzudenken. „Diese Truppe kämpft bis zum Umfallen, das haben die ersten Auftritte gezeigt. Gegen Königs Wusterhausen darf man sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels sicher sein“, mahnt Enard zur Vorsicht. Sein Gegenüber Wasilkowski scheint mit seiner analytischen und zugleich emotionalen Art bei seinem Team den richtigen Nerv zu treffen. In all ihren vier Duellen sind die Netzhoppers bis dato über die vollen fünf Sätze gegangen – zweimal mit positivem (Giesen und Lüneburg) und zweimal mit negativem (Düren und Frankfurt) Ausgang. Bei einem Spiel weniger haben die Brandenburger somit trotzdem schon 173 Punkte mehr gespielt als die Berliner (668 zu 841).

Wie gut die „Kängurus“ drauf sind, lässt sich auch an Außenangreifer Theo Timmermann und einer weiteren interessanten Statistik festmachen: Bei den letzten beiden Heimspielen in der Landkost-Arena schlug das Eigengewächs 49 Mal auf, erzielte dabei 10 Asse und es unterlief ihm kein einziger Fehler. Zweimal schaffte es Timmermann damit in das BOUNCE HOUSE „Team of the Week“. Dies gelang dem 25-Jährigen jedoch in den heimischen Gefilden, nun schlagen er und seine Mitspieler zum zweiten Mal (Premiere im DVV-Pokal-Halbfinale 2020/21 gegen Herrsching) in der Potsdamer MBS Arena auf.

Für Cedric Enard, der einen angriffslustigen und kampfstarken Gegner erwartet, ist der Spielort daher sportlich kein großer Faktor: „Einen Heimvorteil haben die Netzhoppers unter diesen Voraussetzungen nicht wirklich und überhaupt hoffe ich auch, dass sich viele unserer Fans auf den kurzen Weg nach Potsdam machen und wir dann auf und neben Spielfeld den Ton mitangeben können.“ 1.000 Zuschauer sind unter der 3G-Regelung in der MBS Arena am Potsdamer Luftschiffhafen am Samstag zugelassen. Tickets sind ausschließlich online erhältlich, für nur 10 Euro auf www.netzhoppers.org.

Pressefoto: Michael Hundt

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys