Sechs Deutsche Meister verlassen die BR Volleys

Am Donnerstagabend, 15. April durften die Berlin Recycling Volleys den elften Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte bejubeln und feierten ihren Erfolg im Anschluss so, wie es die Pandemie-Lage zuließ. Mit dem Saisonende dreht sich wie immer auch das Personalkarussell: Sechs Abgänge aus dem Meisterteam 2021 stehen fest. Neben dem brasilianischen Trio werden unter anderem Vizekapitän Pierre Pujol und Libero Julian Zenger den Hauptstadtclub verlassen.

„Jeder in dieser Meistermannschaft hatte einen wichtigen Anteil am Erfolg. Wir haben uns zusammen durch diese enorm schwierige Saison gekämpft und uns am Ende mit dem Titel belohnt. Das Team ist gewachsen und hat allen Widerständen zum Trotz beim Saisonfinale seine Bestleitung gebracht. Darauf dürfen wir alle gemeinsam unheimlich stolz sein“, zog der Geschäftsführer Kaweh Niroomand ein versöhnliches Fazit einer turbulenten Spielzeit, in deren Anschluss mehrere Spieler das BR Volleys Team verlassen werden. Zu diesen Akteuren zählen die drei Brasilianer Renan Michelucci, Davy Moraes sowie Éder. Die beiden Erstgenannten werden auf ihrer Suche nach mehr Spielanteilen in die französische Liga wechseln. Olympiasieger Éder, der nicht zuletzt in den Playoffs seinen großen Wert für die Mannschaft untermauerte, kehrt in sein Heimatland zurück.

Schmerzlich vermissen wird man auf und neben dem Court zukünftig Pierre Pujol. Den Franzosen, der im Anschluss an den Titelgewinn einmal mehr seine Qualitäten als “Feierbiest“ unter Beweis stellte, zieht es nach Italien. Dass Pujol aber weitaus mehr war, betonte Niroomand bei seiner Verabschiedung: „Pierre war für dieses Team viel wichtiger, als es in der öffentlichen Wahrnehmung den Anschein machte. Er war der Antreiber, Motivator und Wortführer. Außerdem hat er sportlich immer abgeliefert, wenn die Mannschaft ihn brauchte. Pierre hat unserem Verein in seinen insgesamt drei Jahren hier sehr viel gegeben.“

Der Libero der deutschen Nationalmannschaft Julian Zenger wird in der Saison 21/22 ebenfalls nicht mehr für die Berliner auflaufen. Der 23-Jährige wurde mit dem Hauptstadtclub Pokalsieger, gewann zweimal den Supercup und nun seinen ersten Meistertitel. „Julian ist ein sehr feiner Kerl und hervorragender Spieler, bei dem ich mir durchaus vorstellen kann, dass wir ihn irgendwann wieder in Berlin sehen“, so Niroomand über Zenger, dessen Entwicklungspotenzial noch keineswegs erschöpft ist. Mit Youngster Robin Baghdady wird der Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der großgewachsene Außenangreifer, der aufgrund einer langwierigen Verletzungspause in dieser Saison nicht wie erhofft zum Zug kommen konnte, benötigt in seinem Alter mehr Einsatzzeit. Diese wird der hochveranlagte Deutsch-Schweizer in einem anderen Team mit weniger starkem Konkurrenzkampf und Leistungsdruck definitiv bekommen.

Gleichzeitig werden wichtige Eckpfeiler der Meistermannschaft 2021 auch in Zukunft das BR Volleys Trikot tragen. Sergey Grankin (bis 2023) sowie Benjamin Patch (bis 2024) haben ihre Verträge in den vergangenen Wochen bereits verlängert. Das französische Außenangreifer-Duo Timothée Carle und Samuel Tuia sowie Mittelblocker Anton Brehme hatten längerfristige Kontrakte. Mit Cody Kessel und Adam Kowalski will der Verein weiterhin zusammenarbeiten und auch mit Denys Kaliberda werden zurzeit Gespräche geführt. Der gesamte Trainerstab mit Cedric Enard, Lucio Oro und Rafal Zajac wird seine Arbeit in identischer Besetzung fortführen.

Wenn sich die BR Volleys zur Saison 2021/2022 wieder treffen, ist hoffentlich etwas mehr Normalität in das gesellschaftliche Leben und den Sport zurückgekehrt. Denn so schön der Meisterschaftserfolg war, so gern hätte man diesen mit allen, die Klub und Team seit Jahren die Treue halten, zusammen gefeiert. Das macht Kaweh Niroomand in seinen abschließenden Worten deutlich: „Wir bedanken uns bei allen Fans, Partnern und Unterstützen, die in dieser herausfordernden Saison und schwierigen Situation bedingungslos zu uns gestanden haben. Unsere BR Volleys Familie hat trotz der räumlichen Distanz ihren starken Zusammenhalt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir sehnen nun dem Tag entgegen, an dem wir uns alle gemeinsam im Volleyballtempel wiedersehen können!“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Hoffnung bei Michelucci, Entwarnung bei Pujol

Zwei Schockmomente mussten die BR Volleys beim emotionalen Auftaktsieg im Playoff-Finale gegen den VfB Friedrichshafen verkraften: Zunächst wurde Renan Michelucci mit schmerzverzerrtem Gesicht von seinen Teamkollegen vom Spielfeld getragen, dann signalisierte auch Zuspieler Pierre Pujol muskuläre Probleme. Bei beiden Akteuren stellten sich die Verletzungen nach den Untersuchungen am Freitag als weniger schwerwiegend, als zunächst befürchtet, heraus.

Ein MRT-Termin bei Mannschaftsarzt PD Dr. Oliver Miltner ergab beim Mittelblocker Renan Michelucci eine Außenbandverstauchung im rechten Sprunggelenk. „Es ist glücklicherweise nicht ganz so dramatisch, wie es aussah. Sein Einsatz am Sonntag ist aber fraglich“, erklärt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand und ergänzt: „Es war natürlich sehr hilfreich, dass unser Teamarzt Dr. Oliver Miltner direkt vor Ort war und so die optimale Erstversorgung sichergestellt wurde.“ Der 27-jährige Brasilianer war im dritten Satz nach einem Blockversuch auf dem Fuß eines Mitspielers umgeknickt.

Auch Pierre Pujol musste im Laufe des Spiels mit muskulären Beschwerden an der Quadrizepssehne (rechts) den Court verlassen, nachdem er zuvor für Sergey Grankin eingewechselt worden war. Beim französischen Zuspieler kann Niroomand sogar eine erste Entwarnung geben: „Wir gehen davon aus, dass er am Sonntag wieder auflaufen kann.“ Wie wichtig der 37-Jährige für das BR Volleys Team ist, bewies Pujol nach seiner Hereinnahme, als mit ihm die Wende zum Auswärtserfolg eingeleitet wurde.

Die Finalserie wird am Sonntag (11. Apr um 17.00 Uhr) live auf SPORT1 fortgesetzt.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Zehnter Finaleinzug in Serie perfekt

Es ist vollbracht: Die Berlin Recycling Volleys stehen zum zehnten Mal in Folge im Finale um die Deutsche Meisterschaft. In einem letzten, unheimlich intensiven Halbfinale bissen sich die Hauptstädter erneut mit 3:1 (27:25, 25:21, 22:25, 27:25) gegen starke SWD powervolleys Düren durch. Nun wartet in der Finalserie einmal mehr der VfB Friedrichshafen auf die Berliner um den brasilianischen MVP des Abends, Éder Carbonera (13 Punkte, 4 Asse).

Der Finaleinzug ist perfekt – Freude bei Cody Kessel und Samuel Tuia
Foto | Credit: Florian Zons

Jedem war klar, dass diese Serie zwischen Düren und Berlin auch in Spiel drei noch einmal Volleyball auf Spitzenniveau bieten würde. Die Anspannung in diesem Halbfinal-Showdown war von Beginn an greifbar und die Gastgeber münzten diese zuerst in positive Energie um (1:4). Ein erstes Éder-Ass brachte dann aber Schwung ins Berliner Spiel (4:4, 8:7). Jedoch ließ die Dürener Antwort nicht lange auf sich warten und nach einem Ass von Sebastian Gevert zogen die Hausherren im ersten Satz auf 11:16 davon. Wieder musste erst Éder zum Aufschlag kommen, um die BR Volleys in den Satz zurückzubringen (15:16). Dennoch setzte Cedric Enard mit der Einwechslung von Cody Kessel einen neuen Impuls. Die ersten zwei Chancen, den Auftaktsatz zu gewinnen, hatten die Powervolleys, aber Patch servierte das wichtige Ass zum Ausgleich (24:24). Mit einem krachenden Single-Block gegen Tobias Brand brachte schließlich Kapitän Sergey Grankin höchstselbst sein Team auf die Siegerstraße in Satz eins (27:25).

Der Anfangsphase von Durchgang zwei drückte Routinier Björn Andrae seinen Stempel auf (2:6). Grankin zog nun vermehrt die Option des Schnellangriffs über Anton Brehme und servierte dazu auch noch stark, sodass die Hauptstädter schnell den nächsten Rückstand egalisierten (10:10). Das dritte Èder-Ass des Abends bescherte den Berlinern die 13:12-Führung und das Break-Festival in der Dürener Arena ging weiter. Beide Mannschaften hielten den Aufschlagdruck hoch (18:15, 22:19) und am Ende verwertete der gut aufgelegte Kessel den Satzball zur 2:0-Führung (25:21).

Nach dem nächsten guten Dürener Start machte Grankin deutlich, dass er gern in drei Sätzen ins Finale einziehen wollte. Erst setzte der Russe den nächsten Single-Block (7:5), dann stopfte er den zweiten Ball ins Dürener Feld (9:6) und legte auch noch ein Ass nach (11:7). Allerdings gaben die selbstbewussten Rheinländer keineswegs auf und so wog das Match weiter hin und her (12:13, 19:18, 21:23). Die emotionale Achterbahnfahrt ging weiter, weil sich schließlich Düren für den großen Aufwand belohnte (22:25). Der Satzverlust brachte die BR Volleys aber nicht von ihrem Kurs ab. Mit weiter hohem Aufschlagdruck – exemplarisch dafür standen die Asse von Youngster Brehme (6:5, 16:11) – blieb man auf Finalkurs. Dann hatte Gevert wieder Grund, seine Freude herauszuschreien, denn erneut kamen die Rheinländer zurück (17:17). Den immens wichtigen Block gegen den chilenischen Nationalangreifer setzte dann Brehme (22:19) und den dritten Berliner Matchball eines ebenso intensiven wie hochklassigen Duells verwandelte Cody Kessel zum umjubelten Finaleinzug (27:25).

Stimmen zum Spiel
Éder: „Diese Serie hat ihr würdiges, hochemotionales Ende gefunden. Nach dem ersten Spiel war uns klar, wie schwer ein Comeback werden würde. Der Sieg am Mittwoch hat uns unheimlich Selbstvertrauen gegeben. Wir haben wieder an uns geglaubt und sind in dieser Serie als Mannschaft gewachsen. Jeder hat in den anderen vertraut und das war heute der Schlüssel zum Sieg.“
Cody Kessel: „Dieser Sieg fühlt sich einfach unglaublich an. Wir haben als Team viele schwierige Momente in dieser Saison überstanden. Mir fehlen schon etwas die Worte. Wir haben gegen eine unglaublich starke Dürener Mannschaft gespielt, die uns über drei Matches alles abverlangt hat. Auch sie dürfen stolz auf dieser Serie sein, auch wenn das vielleicht noch ein paar Tage dauern wird. Unsere Freude ist riesig, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat und wir jetzt das Finale gegen Friedrichshafen spielen dürfen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Denys Kaliberda, Robin Baghdady, Pierre Pujol

Topwerte
Patch 19 Punkte | Éder 13 Punkte, 4 Asse, 78 % Angriffsquote | Anton Brehme 12 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Sieg oder Saisonende

Am 17. Oktober 2020 spielten die BR Volleys gegen die SWD powervolleys Düren zum ersten und bisher einzigen Mal in dieser Saison vor Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle. Nun könnte sich ein Kreis schließen, denn im zweiten Playoff-Halbfinale am Mittwochabend (24. Mrz um 19.30 Uhr) soll es endlich wieder Publikum in der Arena geben und erneut treffen die Hauptstädter auf die Rheinländer. Aber es soll eben noch nicht der letzte Auftritt der Berliner in dieser Spielzeit sein. Dafür müssen eine deutliche Leistungssteigerung und ein Heimsieg her.

Im ersten Playoff-Halbfinalspiel überrollten die SWD powervolleys Düren die BR Volleys geradezu mit ihrer Wucht und ihren Emotionen. Trainer Cedric Enard hatte zwar mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass den Berlinern „ein extrem harter Kampf gegen einen selbstbewussten Gegner“ bevorstehe, dennoch hatten die Hauptstädter dem nicht genug entgegenzusetzen. Ohne das nötige Selbstverständnis im eigenen Aufschlag- und Annahme-Spiel liefen die Männer in Orange dem Geschehen in der Arena Kreis Düren von Beginn an hinterher. Resultat war eine deutliche 1:3-Auswärtsniederlage (17:25, 18:25, 25:20, 21:25).

Damit stehen Kapitän Sergey Grankin & Co nun in ihrem Volleyballtempel mit dem sprichwörtlichen Rücken zur Wand. Nur ein Sieg hält die Berliner im Meisterschaftsrennen und verlängert die „best of three“-Serie auf die volle Distanz. Einiges muss sich tun, wenn das den BR Volleys glücken soll. Vor allem wird es darauf ankommen, dass die erfahrenen Akteure vorangehen. Diesen Anspruch hat zum Beispiel der brasilianische Olympiasieger Éder: „Jeder von uns kann und will individuell besser sein als in Match eins. Aber wir dürfen nicht nur auf uns selbst schauen, wir müssen am Mittwoch wieder eine Einheit bilden und die gleiche Idee, das gleiche Ziel verfolgen.“

Als „emotionale Achterbahn“ beschreibt der 37-Jährige eine Spielzeit, die jetzt noch nicht beendet sein soll. „Düren hat sehr gut gespielt, aber wir haben die Powervolleys in dieser Saison auch schon besiegen können. Damals war unser Gegner vielleicht noch nicht in der aktuellen Verfassung, aber wir hatten in diesen Spielen auch eine bessere Tagesform als am Samstag.“ Éder steht der notwendige Fokus ins Gesicht geschrieben, wenn er über das zweite Halbfinale spricht. Nur bei dem Gedanken an die erhoffte Rückkehr der Zuschauer weicht seine Anspannung einem kurzen Lächeln: „Wenn es so kommt, ist das die beste Nachricht seit fünf Monaten. Endlich wieder einmal vor Publikum spielen zu dürfen, wird für beide Mannschaften eine riesige Motivation sein. Das ist ein Privileg, das wir zu schätzen wissen.“

Wie man den eingespielten und eingeschworenen Powervolleys beikommen kann, hat sich das BR Volleys Team in Satz drei des Hinspiels selbst bewiesen. Hier wurden unter anderem durch die Einwechslung von Denys Kaliberda der Aufschlagdruck und Fortune in der Block-Abwehr zu wichtigen Faktoren. Wie schon so oft in dieser Saison gilt: Bringen die BR Volleys ihre PS auf die Straße, ist alles möglich. Nur jetzt ist dies eben alternativlos, will man die Spielzeit noch einmal verlängern und diese Serie offen halten.

Die Übertragung aus dem Volleyballtempel beginnt schon um 19.00 Uhr auf sporttotal.tv. Das Kommentatoren-Duo Georg Klein und Peter Große begrüßt die Zuschauer daheim mit dem DKB Live-Talk. Dabei können die Fans wie immer interaktiv dabei sein und Fragen an die Beiden direkt über die BR Volleys App stellen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Düren dominiert in Spiel eins

Das war nicht der Start in das Playoff-Halbfinale, den die BR Volleys sich erhofft haben. Mit 1:3 (17:25, 18:25, 25:20, 21:25) mussten sich die Berliner den SWD powervolleys Düren am Samstag geschlagen geben. Die Rheinländer präsentierten sich deutlich entschlossener und zeigten genau das, was die Männer um Kapitän Sergey Grankin nun am Mittwoch (24. Mrz um 19.30 Uhr) in Spiel zwei auf die Platte bringen müssen. 

Die Intensität in dieser Begegnung war von Beginn an erwartet hoch. Die selbstbewussten Dürener zeigten sich im Block direkt unheimlich präsent und dominierten die Anfangsphase (3:8). Während die Berliner Schnellangreifer nicht zum Zug kamen, war Timothée Carle (4 Zähler) noch der verlässlichste Punktesammler im ersten Satz. Die nun zehn Spiele ungeschlagenen Powervolleys erlaubten sich in ihrer Arena jedoch kaum Wackler in der Annahme und dominierten den Auftaktsatz energiegeladen (8:14, 14:22). Ein kurzzeitiger Doppelwechsel mit Pierre Pujol und Davy Moraes (für Benjamin Patch und Sergey Grankin) änderte nichts mehr am ersten Satzgewinn für die Gastgeber (17:25). Dieser Erfolg war Wasser auf die Mühlen der Hausherren und während die Berliner nach ihrem Aufschlag suchten, ließ Düren keinen Deut nach (4:6, 8:13). Cedric Enard reagierte in kurzer Abfolge mit den Einwechslungen von Renan Michelucci, Pujol (diesmal dauerhaft) und Denys Kaliberda. Allerdings war Sebastian Gevert weiter kaum zu stoppen (14:20). So setzte Samuel Tuia den letzten Angriff des Satzes zum 0:2 ins Aus, als dieser bereits entschieden war (18:25).

Grankin kehrte zurück, aber vor allem Kaliberda gab die Impulse, die das Berliner Spiel so dringend benötigte. Der deutsche Nationalspieler hielt sein Team im Spiel (7:6, 13:14). Dann setzte Michelucci den so wichtigen Block (18:16) und Cody Kessel kam für den Satzball, den er selbst zum 1:2-Anschluss (25:20) verwandelte. Hoffnung keimte auf und Tim Carle eröffnete Satz vier mit einem Singleblock gegen Gevert. Allerdings revanchierte sich der Chilene prompt mit seinem gewohnt starken Service (1:4). Nun waren die Rheinländer wieder obenauf (3:10), bis Kaliberda mit seinen Aufschlägen noch einmal für den Ausgleich sorgte (11:11). Der fünfte Block von Broshog brachte die Hauptstädter (16:19) allerdings wieder ins Hintertreffen und in der Folge servierte Gevert drei spielentscheidende Asse (19:24, 21:25). Nun werden die Dürener mit noch breiterer Brust am Mittwoch in Berlin aufschlagen und die BR Volleys müssen in ihrer Arena die Serie wieder ausgleichen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.

Stimme zum Spiel
Benjamin Patch: „Das war natürlich kein gutes Spiel von uns. Wir kamen nach dem Viertelfinale eigentlich mit einem guten Gefühl hierher, aber Düren hat von Anfang an unheimlich Tempo gemacht. Wir hatten dem zu wenig entgegenzusetzen. Jetzt müssen wir am Mittwoch direkt hellwach sein und zeigen, dass wir den Sieg genauso sehr wollen wir sie.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Davy Moraes, Pierre Pujol, Renan Michelucci, Denys Kaliberda, Robin Baghdady, Cody Kessel

Topwerte
Patch 18 Punkte, 3 Blocks | Carle 13 Punkte | Kaliberda 8 Punkte, 2 Asse
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Halbfinaleinzug geschafft

Die Berlin Recycling Volleys stehen im Playoff-Halbfinale, in dem ab Samstag die SWD powervolleys Düren auf die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard warten. Mit dem zweiten 3:0-Erfolg (25:22, 25:14, 25:21) setzten sich die Hauptstädter im Playoff-Derby gegen die Netzhoppers KW-Bestensee durch. Neben MVP Sergey Grankin überzeugte Samuel Tuia als Topscorer (12 Punkte), beide werden nun auch im Duell mit dem Hauptrundenzweiten besonders gefordert sein.

Keinen Grund für Veränderungen sah Enard nach dem Auftaktsieg in dieser „best of three“-Serie und schickte die identische Formation um Kapitän Grankin auch in der Max-Schmeling-Halle auf die Platte. Bei den Netzhoppers fanden sich sowohl Karli Allik als auch Filip John, die bereits in Spiel eins Schwung von der Bank brachten, diesmal in der Starting-Six wieder. Schwungvoller begannen allerdings die Berliner, bei denen Anton Brehme beim Zwischenstand von 7:4 bereits dreimal per Schnellangriff erfolgreich war. Die BR Volleys knüpften an ihren Aufschlagdruck aus der Landkost-Arena an und lagen nach dem zweiten Ass von Timothée Carle mit 14:10 in Front. Theo Timmermann brachte die Brandenburger mit guten Aufschlägen wieder heran (15:14), aber Éder blockte die Ausgleichschance der gut aufspielenden Gäste ab (18:16). Anschließend stimmte das Berliner Sideout-Spiel wieder und nach einem Aufschlagfehler der Netzhoppers war der erste Satzgewinn perfekt (25:22).

Nachdem Satz eins gewonnen war, legten die BR Volleys mit einem Blitzstart im zweiten Durchgang direkt nach (5:0). Johns Service machte das Spiel aber schnell wieder spannend (6:6). 9:9 stand es, dann zündete Brehme, der in dieser Saison des Öfteren mit seinem Aufschlag haderte, ein Feuerwerk mit genau diesem (18:9). Wenig später belohnte sich der Youngster noch einmal selbst mit dem verwandelten Satzball (25:14). Auch im dritten Satz konnten die Brandenburger eine Berliner Führung (8:3) noch einmal wettmachen (15:15). Inzwischen war es kein schönes Volleyballspiel mehr, aber zumindest war Samuel Tuia mit überlegten Angriffen zur Stelle und brachte die Berliner endgültig auf Kurs „Halbfinale“ (19:16). Ein abschließender Aufschlagfehler von Allik bescherte dem Hauptstadtclub schließlich den Einzug in die Runde der letzten Vier. Dort warten nun die seit neun Spielen ungeschlagenen Powervolleys, die als besserplatzierte Mannschaft mit Heimvorteil in die „best of three“-Serie gehen.

Stimmen zum Spiel
Samuel Tuia: „Heute hat uns in einigen Momenten der Fokus gefehlt, aber wir haben sehr gut im Aufschlag und im Block gearbeitet. Das können wir mitnehmen. Jeder im Team muss Verantwortung übernehmen und hat seine Aufgaben zu erledigen, wenn wir uns gegen Düren durchsetzen und ins Finale kommen wollen. Aber wir haben Spieler in unseren Reihen, die schon zwei oder drei Jahre hier sind und in K.o-Matches vorangehen müssen. Dazu zähle ich mich selbst.  Wir wollen jetzt als Team den Kampf gegen Düren annehmen.“
Kaweh Niroomand: „Von den fünf Spielen gegen die Netzhoppers in dieser Saison war das die schwächste Partie von beiden Teams. Wir waren teilweise unkonzentriert und haben uns nur dank unseres besseren Aufschlags durchgesetzt. Um gegen Düren den nächsten Schritt machen zu können, müssen wir uns deutlich steigern.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L)

Topscorer
Tuia 13 Punkte, 4 Blocks | Brehme 11 Punkte, 3 Asse | Éder 10 Punkte, 4 Blocks

Die Termine der Playoff-Halbfinalserie
20. März | 16.00 Uhr | SWD powervolleys Düren vs. BR Volleys
24. März | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren
(27. März | 19.30 Uhr | SWD powervolleys Düren vs. BR Volleys)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Playoff-Auftakt nach Maß

Mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg (25:16, 25:21, 25:20) sind die BR Volleys am Mittwochabend, 10. Mrz in die Playoffs 2021 gestartet. Damit trennt die Hauptstädter im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die Netzhoppers KW-Bestensee noch ein weiterer Erfolg vom Halbfinale. Die erste Gelegenheit, diesen einzufahren, hat die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard am Dienstag (16. Mrz um 19.30 Uhr) in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

Die BR Volleys gingen in der zu erwartenden Playoff-Besetzung in dieses erste Viertelfinale. Im Block war Youngster Anton Brehme, der wie viele seiner Nebenmänner gegen Herrsching noch eine Pause bekam, zurück und sofort sehr präsent. Die Berliner Block-Abwehr ließ wenig Angriffe des Heimteams auf den Boden und Asse von Éder (5:2) und Timothée Carle (13:7) standen exemplarisch für den hohen Aufschlagdruck der Gäste. Die BR Volleys zeigten die nötige Zielstrebigkeit, die es in den Playoffs braucht und gaben keinen Deut nach. Patch legte ein weiteres Ass nach (18:10) und der Auftaktsatz ging mit 25:16 an die Hauptstädter.

Nach einem Patch-Block gaben die Männer in Orange auch in Satz zwei früh den Ton an (6:3). Headcoach Christophe Achten reagierte auf Netzhoppers-Seite mit den Einwechslungen von Außenangreifer Karli Allik und dem gerade erst vom VCO nachverpflichteten Diagonalen Filip John, der den Vorzug gegenüber James Jackson erhielt. John brachte sich ausgesprochen gut ein, doch auf der anderen Seite machte vor allem Tim Carle ein starkes Spiel. Als sein Powertipp zum vermeintlichen 15:9 weggepfiffen wurde, gab er direkt die krachende Antwort (15:10). Die Gastgeber meldeten sich mit zwei Blockpunkten zurück (18:16), aber Kapitän Grankin & Co revanchierten sich ebenfalls umgehend per Block (21:17). Folgerichtig durfte Coach Enard an der Seitenlinie auch den zweiten Satzgewinn bejubeln (25:21).

Obwohl die Brandenburger nun deutlich besser im Spiel waren, brachte Éder die Annahme der Gastgeber in Nöte (12:8). Den Ballwechsel des Tages verbuchten allerdings die Netzhoppers für sich und sendeten ein eindrucksvolles Lebenszeichen zum 12:11-Zwischenstand. Dann machte erneut der spätere MVP und Topscorer Carle in Aufschlag und Angriff den Unterschied (18:13). So verwandelte wenig später Benjamin Patch den ersten Matchball (25:20) für den Drittplatzierten der Hauptrunde und bescherte seinem Team die 1:0-Führung in der „best of three“-Serie.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Heute haben alle Elemente gut funktioniert und wir haben uns keine Schwächephasen erlaubt. Man hat von Beginn an gesehen, dass wir gut auf den Gegner eingestellt waren. Dazu war Tim überragend. Wenn wir am Dienstag an diese Leistung anknüpfen, sind unsere Chancen auf das Halbfinale groß.”
Benjamin Patch: „Wir haben guten Volleyball gespielt und von Beginn an war die Stimmung auf dem Spielfeld positiv. Aufschlag und Block waren so, wie wir es brauchen. Mit gleicher Energie wollen wir das Rückspiel angehen, aber weiter von Schritt zu Schritt denken.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel

Topscorer
Carle 16 Punkte | Patch 12 Punkte, 3 Blocks | Éder 8 Punkte, 2 Asse, 71 % Angriffsquote

Nächste Spiele
16. März | POV 2 | BR Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee
(17. März | POV 3| BR Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee – wenn nötig)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Warmlaufen für die Playoffs

Bereits in fünf Tagen beginnt mit den Playoffs 2021 die heißeste Phase der Saison. Bevor die BR Volleys am 10. März mit einem Auswärtsspiel starten, wartet am Samstagabend (06. Mrz um 19.00 Uhr) noch der Hauptrundenabschluss gegen die WWK Volleys Herrsching auf den Hauptstadtclub. Zwar ist das Match gegen die Bayern für die Berliner tabellarisch nicht mehr relevant, doch in den drei Parallelpartien geht es spannend zu, denn dort wird der Viertelfinalgegner für Sergey Grankin & Co ermittelt.

Bereits früh zeichnete sich in dieser Saison ab, dass das Playoff-Rennen in der Volleyball Bundesliga bis zum letzten Spieltag außergewöhnlich spannend sein wird. Nun ist mit dem 06. März der Tag der Entscheidung gekommen. Im unteren Tabellenmittelfeld streiten sich Frankfurt (6. | 28 Pkt), KW-Bestensee (7. | 26 Pkt), Bühl (8. | 25 Pkt) und Giesen (9. | 24 Pkt) um den Einzug in und die Ausgangsposition für die Endrunde. Für eines der drei letztgenannten Teams wird die Spielzeit 2020/21 am Samstagabend beendet sein, wobei es sogar zu den direkten Duellen Bühl vs. Frankfurt sowie Giesen vs. Netzhoppers kommt. Weil die BR Volleys unabhängig von den morgigen Ergebnissen als Drittplatzierter in die Playoffs gehen werden, blickt man mit einem Auge auch in die anderen Arenen, wenn alle Spiele zeitgleich um 19.00 Uhr angepfiffen werden. Das Team, das als Sechster über die Ziellinie schreitet – es könnte mit aktuell 31 Pkt auch noch Lüneburg sein – treffen die Berliner schon vier Tage später.

Während es im Kampf um die letzten Playoff-Startplätze also kaum dramatischer zugehen könnte, hat sich der Kontrahent aus Herrsching mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spieltagen bereits in sichere Fahrwasser gebracht (34 Pkt). Die Mannschaft des zurzeit dienstältesten Trainers der Volleyball Bundesliga, Maximilian Hauser, hat vor dem Abschluss der Hauptrunde beste Chancen, Rang vier zu erreichen. Es wäre die bisher beste Platzierung des selbsternannten „Geilsten Clubs der Welt“ und zugleich würde das erstmals den Heimvorteil im Viertelfinale für die Männer vom Ammersee bedeuten.

Nachdem die BR Volleys am Donnerstagabend, 4. Mrz. gegen Itas Trentino mit einem 0:3 aus der Champions League ausgeschieden sind, will die Mannschaft von Trainer Cedric Enard nun zuhause gegen Herrsching wichtiges Selbstvertrauen für die Playoffs sammeln. Weil man nur 48 Stunden nach dem Match in Norditalien schon wieder auf den Court muss, stellt Enard das Prinzip „Rotation“ in Aussicht: „Einige, die zuletzt wenig gespielt haben, werden ihre Chance bekommen und gleichzeitig werden wir anderen eine Pause verschaffen. Nach dem enttäuschenden dritten Satz in Trento sollte jeder, der die Chance erhält, auch motiviert sein, es besser zu machen“, kündigt der Coach eine gezielte Belastungssteuerung an, denn der enge Terminkalender wird die BR Volleys in den kommenden Tagen enorm fordern. Kommt es nämlich in der „best-of-three“ Serie des Playoff-Viertelfinals nach den ersten beiden Duellen (am 10. Mrz auswärts und 16. Mrz zuhause) zu einem Entscheidungsspiel, würde dieses direkt am Folgetag stattfinden (17. Mrz zuhause). Doch zunächst einmal wird dafür am Samstag der Gegner ermittelt.


Experte für die Live-Übertragung auf sporttotal.tv ist dieses Mal wieder Georg Klein. Arenasprecher Karsten Holland und der ehemalige Berliner Mittelblocker werden ab 18.30 Uhr auf das Match einstimmen, bis dann Kommentator Peter Große gemeinsam mit Klein das Spiel begleiten wird. Fragen an die Beiden können, wie gewohnt, über den BR Volleys App-Chat gestellt werden.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Aus im Champions-League Viertelfinale

Wie schon im Hinspiel boten die BR Volleys Itas Trentino zwei Sätze beherzt Paroli, doch erneut fehlten Kleinigkeiten, um den Drittplatzierten der italienischen Superliga entscheidend in Bedrängnis zu bringen. Nach zwei Durchgängen mussten die Berliner am Donnerstagabend die Segel in der CEV Champions League streichen und unterlagen in der BLM Group Arena von Trento schließlich mit 0:3 (22:25, 21:25, 14:25).

Beide Mannschaften begegneten sich in unveränderter Startformation zum Hinspiel und die BR Volleys fanden sehr gut in dieses Auswärtsspiel. Sergey Grankin etablierte konsequent das schnelle Spiel über die Mitte und Fehler unterliefen den Berlinern nur am Aufschlag (3:3, 8:8). Nach gutem Service von Samuel Tuia erschmetterte Timothée Carle die erste Führung (12:11). Es war ein Auftaktsatz auf Augenhöhe (19:17, 21:23), in dem die Hauptstädter letztlich ihre Breakchancen nicht konsequent genug nutzten. Natürlich war es der schon im Hinspiel überragende Nimir Abdel-Aziz, der den ersten Satzball für die Italiener verwertete, nachdem dieser aufgrund eines nicht aufzuklärenden Drückduells zwischen Carle und Giannelli wiederholt wurde (22:25).

Auch in Satz zwei hielten die BR Volleys die Annahme stabil und zwangen nach einem Block von Tuia gegen Lucarelli Trentino zur Auszeit (11:8). Davon ließen sich die Gastgeber aber erneut nicht aus der Ruhe bringen und fingen den zehnmaligen Deutschen Meister pünktlich zur Crunchtime wieder ab (15:15, 20:20). Als Julian Zenger einen “Dankeball“ ins eigene Feld tropfen ließ (20:22) und wenig später mit der „Pancake-Abwehr“ deutlich unter dem Ball war, die BR Volleys aber keine Video-Challenge mehr zur Verfügung hatten, nahmen die Dinge ihren Lauf. Trentino setzte sich entscheidend ab (21:24) und wieder war es Topscorer (12 Punkte) und MVP Abdel-Aziz, der den zweiten Satz beendete (21:25). Durch das 1:3 im Hinspiel war damit der Halbfinaleinzug für Trentino perfekt. Im Anschluss wechselten beide Trainer nahezu komplett durch. Die Luft war deutlich raus aus der Begegnung, doch die zweite Formation von Trentino zeigte sich motivierter. Die BR Volleys hatten nun in veränderter Besetzung große Probleme in der Annahme (1:5, 10:16, 14:22) und den letzten Ball des Abends setzte Cody Kessel ins Aus (14:25).

Stimmen zum Spiel
Éder: „Es war zwei Sätze lang ein gutes Spiel von beiden Seiten. Wir haben im Vergleich zum Hinspiel etwas zu viele Fehler am Aufschlag gemacht. Bei uns hat das letzte Quäntchen gefehlt, deshalb hat sich Trentino den Platz im Halbfinale verdient.“
Samuel Tuia: „Wir wussten, dass es heute wieder auf die Details ankommen wird. Aber diese haben wir eben nicht so umgesetzt, wie wir es gebraucht hätten. Genau diese Details machen allerdings den Unterschied auf diesem Niveau aus, wenn es um ein Halbfinale in der Champions League geht. Wir hatten mehrfach gute Chancen, um davonzuziehen, stattdessen haben wir mir kleinen Fehlern den psychologischen Vorteil abgegeben und Trentino aufgebaut. Das ist uns in den beiden ersten Sätzen so passiert und damit können wir ihnen nur zum Weiterkommen gratulieren und uns jetzt auf die Bundesliga konzentrieren.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol, Denys Kaliberda, Kévin Le Roux, Renan Michelucci, Davy Moraes

Topscorer
Patch 8 Punkte | Tuia 7 Punkte, 71 % Angriffsquote | Éder 7 Punkte, 100 % Angriffsquote

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Auftaktsieg in der Champions-League

Dieser Sieg war für die BR Volleys dringend nötig, um ihre Chance auf das Erreichen des Viertelfinals der CEV Champions League 2021 zu wahren: Am Dienstagabend, 09. Feb. gewannen die Berliner dank einer der besten Saisonleistungen 3:0 (25:19, 25:20, 25:13) gegen Ach Volley Ljubljana. Die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard hat mit nun zwölf Punkten zwar den zweiten Platz in der Gruppe C gesichert, muss aber in den kommenden Tagen noch auf den Quervergleich zu den anderen Gruppen schauen. Jedes Rechenspiel könnten die Hauptstädter morgen (10. Feb. um 14.00 Uhr) nur mit einem Sensationserfolg gegen Zenit Kasan beenden.

Die BR Volleys schlugen beim ersten Spiel im russischen Kasan zwar mit der identischen Startformation wie zuletzt in der Bundesliga in Frankfurt auf, wollten jedoch ein ganz anderes Gesicht zeigen. Vor diesem Match gegen den slowenischen Serienmeister aus Ljubljana war klar: Nur ein Sieg mit der vollen Ausbeute von drei Punkten würde die Berliner weiter vom Einzug in das Viertelfinale träumen lassen. Mit diesem Wissen boten Sergey Grankin & Co von Beginn an eine starke Leistung. Nicht nur, dass die Männer in Schwarz dem Gegner dank ihrer soliden Block-Abwehrarbeit das Leben im Angriff schwer machten, auch der Service kam diesmal ebenso konstant wie druckvoll. Schon früh (6:2) nahm der slowenische Headcoach Matija Plesko seine erste Auszeit, doch nur wenig später hatte Grankin bereits das vierte Ass der Hauptstädter aufgeschlagen (16:10). Der stark aufspielende Renan Michelucci blockte seine Farben zu sieben Satzbällen (24:17) und verwandelte den dritten selbst zur 1:0-Satzführung (25:19).

Seinem Partner im Mittelblock, Anton Brehme, der zuletzt häufig mit seinem Aufschlag haderte, bekam die eiskalte, russische Luft offenbar. Zwei Asse servierte der Youngster im Satz zwei zur Berliner Führung (9:7). Ljubljana war zwar nun besser in der Partie, aber der zehnmalige Deutsche Meister blieb konzentriert. Auch wenn nicht alle Chancen genutzt wurden, spielte Regisseur Grankin seine Mitspieler immer wieder blockfrei (20:16). Der Russe bediente Brehme auch zum zweiten Satzgewinn mustergültig (25:20). Block (Michelucci und Patch) sowie Aufschlag (Grankin und Tuia) sorgten auch in Satz drei für direkte Punktgewinne und die nächste schnelle Führung (8:2). Die „Orange Dragons“ hatten zu diesem Zeitpunkt schon im Diagonalangriff, Außenangriff und Mittelblock gewechselt, doch auch davon ließ sich das Team von Coach Cedric Enard nicht beirren. Samuel Tuia legte im Block nach (13:6, 15:7) und der so wichtige Erfolg wurde konsequent ins Ziel gebracht (25:13).

Sollte morgen gegen Gastgeber Zenit Kasan die Sensation ausbleiben, müssen die BR Volleys einer von drei besten Gruppenzweiten werden. Mit nun zwölf Punkten und 12:3 Sätzen hat man aktuell erst eine von fünf Gruppen (Pool E) hinter sich gelassen. Eine weitere muss noch hinzukommen.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Das komplette Team hat gut gespielt. Vielleicht war es das beste Match, das ich persönlich im BR Volleys Trikot absolviert habe. Endlich hat mein Aufschlag mal wieder funktioniert – wie auch bei allen anderen. Wir können morgen befreit aufspielen und dann ist gegen den Favoriten hoffentlich etwas für uns drin.“
Benjamin Patch: „Dieser Erfolg war sehr wichtig. Wir haben die Unterstützung unserer Fans daheim gespürt und durften endlich auch mal wieder vor Zuschauern spielen. Es war ein guter Tag, ein gutes Spiel, aber wir wollen das auch morgen gegen Kasan zeigen. Dafür ruhen wir uns jetzt aus.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Renan Michelucci und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski/Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier