Heimpleite für die Eisbären

Der Tabellenzweite empfing den Dreizehnten, eine klare Sache für die Eisbären sollten man denken. Das erste Tor in der Partie ließ lange auf sich warten. Es war ein verhaltener Beginn von beiden Mannschaften. Das Anfangsdrittel endete torlos. Das Mitteldrittel gewannen die Gäste mit 2:1. Sie ahnen es, den ersten Treffer des Spiels erzielten die Pinguine. In der 26. Minute traf Maciej Rutkowski zum 1:0. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 33. Minute durch Giovanni Fiore.

Was profunde Kenntnisse der Regelkunde ausmachen können, zeigte sich in der 34. Minute. Der Puck war gefühlt im Eisbären-Tor, der Schuss kam vom Krefelder Kapitän und Ex-Eisbär Laurin Braun. Die Schiedsrichter entschieden auf kein Tor, das Spiel lief weiter und die Eisbären trafen durch Frans Nielsen. Der Videowürfel zeigte den neuen Spielstand – 2:1 – an. Die Schiedsrichter fuhren zum Videobeweis und entschieden auf Tor für Krefeld. Der Eisbärentreffer war damit annulliert und aus der Führung für die Eisbären wurde ein Rückstand, Führungswechsel nach Videobeweis, eine kuriose Situation, hätte das Spiel nicht sofort unterbrochen werden müssen? Das timing war unglücklich, so sah es später Eisbären-Trainer Serge Aubin. Für Krefelds Assistenztrainer Boris Blank, er hat auch eine Eisbärenvergangenheit, war es der Glücksmoment im Spiel für seine Mannschaft.

So rannten die Eisbären im Schlussabschnitt einem Rückstand hinterher. Der alte Mann und das Tor hieß es in der 50. Minute. Eduard Lewandowski, der 41-Jährige netzte ein, nach dem Tobias Ancicka einen Puck zu kurz abgewehrt hatte. Der nächste Eisbärentreffer fiel in der 56. Minute durch Marcel Noebels.

Alles klarmachten die Gäste dann in der 58. Minute. Der Unglücksrabe war Frans Nielsen, er stolperte und Krefelds Kapitän Laurin Braun erlegte seinen Ex-Club an diesem Abend. Es fiel noch das 5:2 für die Krefelder durch Thomas Olson. Die Heimpleite war perfekt. Grund zum Jubeln hatte eine handvoll anwesender Fans der Gäste vom Niederrhein. Die Gesamtzuschauerzahl war kein Grund zum Jubeln, immerhin hatten sich am Donnerstagabend 5.732 Zahlende, unter 2 G Bedingungen, dieses Live-Event gegönnt.

Hans-Peter Becker

DEL 20. Spieltag

04.11.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine 2:5 (0:0/1:2/1:3)

Mannschaftsaufstellungen

EHC Eisbären Berlin

Tor: Anicka – Niederberger 1. Reihe: Noebels, Pföderl, Nielsen – Müller, Ellis 2. Reihe: White, Boychuk, Fiore – Jensen, Wissmann 3. Reihe: Veilleux, Zengerle, Clark – Hördler, Després 4. Reihe: Mik, Wiederer, Roßmy

Krefeld Pinguine

Tor: Shilin – Quapp 1. Reihe: Lessio, Lucenius, Bracco – Jensen, Sacher 2. Reihe: Sabolic, Blank, Olsen – Kulda, Tiffels 3. Reihe:Bergström, Weiß, Braun – Gläßl, Hersley 4. Reihe:Lewandowski, Volek, Rutkowski – Bappert

Constantin Braun wechselt auf Leihbasis zu den Bietigheim Steelers

Verteidiger Constantin Braun wird in der kommenden PENNY DEL Saison 2021/22 auf Leihbasis für die Bietigheim Steelers auflaufen. Darauf verständigten sich die sportliche Leitung der Berliner mit dem Aufsteiger der PENNY DEL.

Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer: „Constantins sportliche Situation innerhalb der Mannschaft hat sich im Vergleich zur letzten Saison nicht verändert. Deshalb sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein Wechsel für beide Seiten das Beste wäre. In Bietigheim erhält er die tragende Rolle, die wir augenblicklich nicht bieten können.“

„Ich habe vergangene Saison in Krefeld viel Eiszeit erhalten und das ist auch in der kommenden
Spielzeit mein Anspruch. Zudem möchte ich auch wieder eine Führungsrolle innerhalb einer
Mannschaft übernehmen. Ich freue mich darauf, den Bietigheim Steelers mit meiner Erfahrung zu
helfen, sodass die Mannschaft eine erfolgreiche Premierensaison in der PENNY DEL absolviert“, erklärt Constantin Braun.

Der 33-jährige Routinier ist seit 2004 Teil der Organisation der Eisbären Berlin. Für den Hauptstadtclub absolvierte Braun bisher insgesamt 621 DEL-Partien und gewann mit den Berlinern fünf Meisterschaften, einmal den Deutschen Eishockey-Pokal sowie die European Trophy. In der abgelaufene Spielzeit lief der gebürtige Lampertheimer auf Leihbasis für die Krefeld Pinguine auf.

Die Vereinbarung wird bis zum Ende der Saison 2021/22 laufen, nach Ablauf dieser Spielzeit wird
Constantin Braun wieder zu den Eisbären Berlin zurückkehren.

Quelle: Eisbären Berlin

Eisbären siegen – Krefeld schlussendlich auf verlorenem Posten

Die Pinguine aus Krefeld konnten auch bei Ihrem zweiten Auftritt in der Hauptstadt dem Gastgeber wenig entgegensetzen. Im Anfangsdrittel gelangen den Eisbären zwei Tore. Tor Nummer Eins fiel im Powerplay bereits nach fünf Minuten durch Christopher Foucault und in der 13. Minute war Jonas Müller mit einem Schuss aus dem Hinterhalt gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Marvin Cüpper erfolgreich. Die Statistik des 1. Drittels sprach eine deutliche Sprache, 13 zu 3 Schüsse auf das Tor zugunsten der Eisbären.

Das 2. Drittel begann mit einem Powerplay für die Pinguine, Marcel Noebels musste wegen Beinstellens auf die Sünderbank und siehe da, der Puck zappelte im Eisbären-Tor. Martin Schymanski hatte getroffen. Das Überzahlspiel ist in dieser Saison keine Paradedisziplin der Krefelder, lediglich eine Erfolgsquote von 10 % schlug bisher zu Buche. In diesem Spiel nutzten sie gleich ihre erste Chance. Der Anschlusstreffer beflügelte den Tabellenletzten. Das Spiel wurde ausgeglichener. In der 33. Minute nutzten die Eisbären erneut ein Powerplay. Diesmal überlistete Lukas Reichel den Krefelder Goalie. Den entscheidenden Pass gab Marcel Noebels, der damit in 14 Spielen in Folge scoren konnte. Er übertraf damit u.a. die Bestmarke der Eisbärenlegende Steve Walker. Das Drittel ging mit einem Unentschieden in die Pause.

Was sich im Anfangsdrittel angedeutet hatte, eine deutliche Niederlage, zeichnete sich im Schlussdrittel mehr und mehr ab. Eine doppelte Powerplay Chance ließen die Eisbären liegen. Matt White traf in der 46. Minute zum 4 : 1. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte zwei Minuten später Lucas Lessio einen Alleingang erfolgreich abschließen können. Er scheiterte an Mathias Niederberger. So verging die Spielzeit. Krefeld steckte nie auf, die Moral stimmte, das spielerische Vermögen war dem Gegner letztlich nicht gewachsen. In der 58. Minute schlugen die Eisbären zum dritten Mal im Powerplay zu. Zachary Boychuk sorgte für das 5 : 1 und knappe 30 Sekunden vor der Schlussirene traf Kapitän Frank Hördler zum Endstand 6 : 1. Sein Assist zum 3:1 war gleichbedeutend mit seinem 315. Punkt in Deutschlands höchster Spielklasse, zudem erzielte er mit dem 6:1 sein 80. Tor in der DEL.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin)

„Ich bin sehr zufrieden, wie wir heute aufgetreten sind. Im ersten Drittel haben wir gut und kraftvoll gespielt. Im Mitteldrittel haben wir aber etwas nachgelassen, deutlich zu viele Strafen genommen und uns aus dem Rhythmus bringen lassen. Im Schlussdrittel haben wir das aber wieder besser gemacht, was auch mit den Anpassungen zusammenhing, die wir vorgenommen haben. Unser Powerplay war heute sehr gut. Wir haben solide gespielt und die Chancen genutzt, die wir bekommen haben.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin):
„Mit Blick aufs gesamte Spiel war es ein verdienter Sieg, wenn auch etwas zu hoch. Vierzig Minuten haben wir gutes Eishockey gespielt. Wir sind gut ins Spiel
gekommen und auch in Führung gegangen, was sehr wichtig war. Das Mitteldrittel war nicht unser bestes Drittel, da haben wir Krefeld wieder etwas ins Spiel kommen lassen. Den Clubrekord aufzustellen macht mich stolz, ist aber Nebensache. Der Mannschaftserfolg steht im Vordergrund, aber natürlich freue ich mich sehr darüber.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin):

„Mit der Mannschaftsleistung können wir heute zufrieden sein, auch wenn wir im zweiten Drittel wieder zu viele Strafen genommen und Krefeld so wieder ins Spiel gebracht haben. Im Schlussdrittel haben wir aber wieder zu unserem Spiel gefunden, Krefeld nicht wirklich eine Chance gelassen und das Spiel gut zu Ende gebracht. Gegen Köln erwartet uns ein schweres Spiel, wir wissen aber, wie wir gegen sie spielen müssen. Wenn wir uns an unseren Plan halten, haben wir gute Chancen, auch dieses Spiel zu gewinnen.“

DEL 18. Spieltag 17.02.2021 MB-Arena Berlin 18:30 Uhr
EHC Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine 6:1 (2:0/1:1/3:0)

Aufstellungen:
Eisbären Berlin: M. Niederberger (Ancicka) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C), McKiernan; Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz; Olver – Trainer: Serge Aubin

Krefeld Pinguine: Cüpper (Quapp) – Sacher, C. Braun; Bappert, Bindulis; Gläßl, Mass; Bull – Karsums, Olson (A), L. Braun (A); Tyanulin, Blank, Schymainski (C); Lessio, Postel, L. Niederberger; Buncis, Petrakov, Shatsky – Trainer: Clark Donatelli

Torfolge:
1:0 – 04:23 – Foucault (Fiore, White) – PP1
2:0 – 12:52 – Müller (Noebels, Ramage) – EQ
2:1 – 22:26 – Schymainski (Tyanulin, Petrakov) – PP1
3:1 – 32:48 – Reichel (Noebels, Hördler) – PP1
4:1 – 45:45 – White (Ramage, Müller) – EQ
5:1 – 57:18 – Boychuk (Noebels) – PP1
6:1 – 59:31 – Hördler (Ramage, Boychuk) – EQ

Strafen: Eisbären Berlin: 8 (0, 6, 2) Minuten -Krefeld Pinguine: 14 (4, 4, 6) Minuten

Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Andre Schrader (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Eisbären Auswärtssieg in Krefeld

Die Eisbären Berlin haben den zweiten Auswärtssieg in der laufenden PENNY DEL Saison 2020/21 eingefahren. Am vorgezogenen 28. Spieltag bezwangen die Berliner die gastgebenden Krefeld Pinguine mit 6:1. Durch diesen Sieg verbessern sich die Eisbären in der Tabelle der Gruppe Nord um einen Platz und stehen aktuell an der Spitze des Klassements. Am Freitag,12.02.2021 bestreiten die Eisbären Berlin
direkt ihr nächstes Ligaspiel, um 18:30 Uhr sind die Berliner zu Gast bei den Iserlohn Roosters.

Parker Tuomie (10.) traf im ersten Spielabschnitt zur Eisbären Führung, die Matt White in der 15. Spielminute auf 2:0 ausbaute. Im Mitteldrittel erhöhten zunächst Lukas Reichel (23.) und Leo Pföderl (26.) per Doppelschlag auf 4:0, ehe Zach Boychuk (31.) mit seinem ersten Tor in der PENNY DEL und PC Labrie (35.) zwei weitere Eisbären Treffer folgen ließen. Im Schlussabschnitt konnte Tyanulin (46.) im
Powerplay für Krefeld auf 1:6 verkürzen.

Bei diesem Kantersieg der Eisbären wurden einige Meilensteine erreicht. Pföderls Treffer war der achte Torerfolg im achten Spiel in Folge des Stürmers, gleichbedeutend mit einem neuen Berliner Rekord in der PENNY DEL. Marcel Noebels hat in den letzten zwölf Ligaspielen gepunktet und Kai Wissmanns
Torvorlage zur 1:0-Führung war der 50. Assist des Verteidigers in Deutschlands höchster Spielklasse.
Die Eisbären bestritten dieses Spiel im Rahmen der traditionellen Charity-Aktion „Pink in the Rink“ in pinken Trikots und Stutzen, um mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Krankheit Krebs zu erzeugen. Diese Jerseys werden ebenso in der nächsten Partie gegen Iserlohn zum Einsatz kommen und in der Folge für den guten Zweck versteigert.

Quelle: Eisbären Berlin

Eisbären feiern ersten Auswärtssieg

Die Eisbären Berlin haben das erste Auswärtsspiel der PENNY DEL Saison 2020/21 gewonnen. Die Berliner besiegten am neunten Spieltag der laufenden Spielzeit die Krefeld Pinguine in der Yayla-Arena mit 5:2. Die Tore für die Eisbären erzielten Kris Foucault (1.), Leonhard Pföderl (18.), Giovanni Fiore (20.,PP1) mit seinem ersten Treffer für die Eisbären, Parker Tuomie (24.) sowie Lukas Reichel (46.). Für Gastgeber Krefeld trafen Kristofers Bindulis (16.) und Brett Olson (55.). Mit diesem Sieg belegen die Eisbären Berlin mit einem Punkteschnitt von zwei Punkten pro Partie den dritten Platz der Gruppe Nord.

Für Eisbären-Stürmer Pföderl war das Gastspiel in Krefeld die 425. Partie in der PENNY DEL, sein Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bedeutete zudem sein 150. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse. Mark Zengerle markierte mit seiner Vorlage zur 1:0-Führung seinen 100. Punkt in der PENNY DEL. Im Tor kam Tobias Ancicka zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Das nächste Saisonspiel bestreiten die Eisbären Berlin bereits in zwei Tagen. Am 19. Januar 2021 um 20:30 Uhr gastieren die Kölner Haie in der Mercedes-Benz Arena. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein verdienter Auswärtssieg. Die Mannschaft hat meine Erwartungen erfüllt und über die gesamten 60 Minuten voll durchgespielt. Ich habe heute viele gute Dinge meines Teams gesehen, das Spiel gegen den Puck hat mit sehr gefallen. Alle vier Reihen haben Eiszeit bekommen und jede einzelne konnte Akzente setzen.“

Kris Foucault (Stürmer Eisbären Berlin):

„Wir wussten, dass ein guter Start ins Spiel sehr wichtig und der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Darum bin ich froh, dass ich direkt mit unserem ersten Angriff getroffen habe. Das Zusammenspiel in unserer Reihe mit Matt White und Mark Zengerle funktioniert sehr gut.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich freue mich über mein erstes Tor für die Eisbären, aber der erste Auswärtssieg dieser Saison ist natürlich viel wichtiger. Es war heute eine gute Teamleistung, alle vier Reihen haben zu diesem Erfolg beigesteuert.“

Quelle: EHC Eisbären Berlin

DEL 9. Spieltag 17.01.2021 Krefeld Yayla-Arena

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)

Aufstellungen:

Krefeld Pinguine: Belov (Quapp) – C. Braun, Bull; Trivellato, Buncis; Bindulis, Bappert – Klöpper, Postel, Kuhnekath; L. Braun (A), Olson (A), Karsums; Shatsky, Petrakov, Saponari; Schymainski (C), Blank, Lessio; L. Niederberger -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären Berlin: Ancicka (M. Niederberger) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – White, Zengerle, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Tore:

0:1 – 00:11 – Foucault (Zengerle, Ramage) – EQ

1:1 – 15:53 – Bindulis (Saponari, Schymainski) – PP1

1:2 – 17:55 – Pföderl (Hördler, Noebels) – EQ

1:3 – 19:40 – Fiore (Zengerle, Foucault) – PP1

1:4 – 23:54 – Tuomie (Olver, Fiore) – EQ

1:5 – 45:20 – Reichel (Pföderl, McKiernan) – EQ

2:5 – 54:52 – Olson (Buncis, Karsums) -EQ

Chancenlose Gäste in der leeren Arena

Es war eine klare Angelegenheit für die Eisbären. Sie begannen engagiert und hatten die Krefelder während des gesamten Spiels gut im Griff.

Aufseiten der Gäste aus Krefeld waren einige Akteure mit Eisbären-Vergangenheit. Angefangen beim Trainer Boris Blank, trugen auch die Akteure Alex Trivellato, Marvin Cüpper und Constantin Braun das Eisbären-Trikot. Ex-Eisbär Laurin Braun konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen. Sein Bruder hatte in der 33. Minute eine unglückliche Szene als er in Überzahl den Puck vertändelte und den Eisbären einen shorthander zur 2:0 Führung ermöglichte. Der Treffer zum 1:0 fiel nach acht Minuten durch Kristopher Focault und auch da sah sein direkter Gegenspieler Constantin Braun nicht gut aus. An seine Rückkehr nach Berlin hat er erstmal keine guten Erinnerungen.

Constantin Braun im Krefelder Trikot Foto: © Becker

Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnten die Hausherren der leeren Arena am Berliner Ostbahnhof drei weitere Treffer nachlegen. Den harmlosen Krefeldern gelang kein Treffer. So konnte Eisbären-Goalie Mathias Niederberger den ersten shutout der Saison feiern. Er hielt 26 Schüsse, darunter ein Monstersafe und avancierte zum Spieler des Tages. Aufseiten der Pinguine stürmte sein jüngerer Bruder Leon Niederberger. Er hatte mehrere Möglichkeiten auf dem Schläger und bemängelte nach dem Spiel die schlechte Chancenverwertung.

Eine Eishockeyweisheit lautet: Wenn du auf der Strafbank sitzt, ist schwer ein Spiel zu gewinnen. In diesem Spiel verwiesen die Eisbären den Spruch in das Reich der Fabel. Trotz doppelt so vieler Strafminuten wie der Gegner, war der Sieg nie in Gefahr.

Die Krefelder wirkten nicht wie ein eingespieltes Team. In dieser Form dürfte es schwer werden, die Teilnahme an den Playoffs zu erreichen. Vor allem an ihrem Überzahlspiel müssen sie arbeiten. Während die Krefelder im alten Jahr noch bei der Düsseldorfer EG antreten müssen, geht es für die Eisbären erst im neuen Jahr, am 5. Januar 2021 in Iserlohn bei den Roosters weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen und hatten ein starkes Puck-Management. Wir haben heute aber deutlich zu viele Strafen bekommen, dafür war unser Unterzahlspiel sehr gut. Unsere Defensive stand heute sicher und im letzten Drittel konnten wir viel durchwechseln. Mathias hatte einige Big Saves genau zur richtigen Zeit.“

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Wir haben heute diszipliniert gespielt und waren geduldig vor dem Tor.Ich freue mich, dass ich meinen Teil zum Gewinn heute beitragen konnte, der Shutout-Sieg ist aber ein Verdienst der gesamten Mannschaft.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Zusammenspiel innerhalb unserer Reihe mit Kris Foucault und Mark Zengerle funktionierte sehr gut. Wir sind direkt gut ins Spiel gekommen und hatten guten Puckbesitz. In der Angriffszone konnten wir unseren Speed gut ausspielen und viele Chancen kreieren.“

Constantin Braun (Verteidiger Krefeld Pinguine): „Das war nicht so schön heute. Ich habe mir meine Rückkehr natürlich anders vorgestellt. Aber so ist Eishockey, wir haben unsere Chancen nicht genutzt, ihr habt eure eiskalt ausgenutzt. Ein komisches Gefühl, ich war ja hier noch nie in der Kabine des Gegners, bin noch angefressen über die Leistung die wir hier abgeliefert haben…“

DEL Gruppe Nord 3. Spieltag 28.12.2020 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin vs Krefeld Pinguine 5:0 (1:0/2:0/2:0)

Torfolge:

1:0 07:44–Foucault (Ramage)–EQ

2:0 32:11 –White (Noebels) –SH1

3:0 38:27 –Olver (Tuomie, Espeland) –EQ

4:0 41:43 –Pföderl (Reichel, Noebels) –PP1

5:0 56:09 –White (Foucault) -EQ

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Gawanke –White, Zengerle, Foucault;Reichel, Noebels, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie–Trainer: Serge Aubin

Krefeld Pinguine: Cüpper; Belov–Valitov, Braun(A); Sacher, Bindulis; Bappert, Trivellato –Buncis, Olson(A), Saponari; Schymainski(C), Postel, Tianulin; Niederberger, Petrakov, Karsums; Lessio, Blank, Klöpper; Kuhnekath -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären verlieren gegen Krefeld – eiskalt ausgekontert

Die Eisbären sind im Weihnachtstress. Vor dem Fest sind drei Heimspiele in Folge zu absolvieren. Das erste wurde am Dienstag, 17.12. gegen den Vorletzten der Tabelle aus Krefeld ausgetragen. Die Pinguine vom Niederrhein sind erst einmal froh, dass sie den Spielbetrieb finanziell absichern konnten. Die Eisbären mussten vor dem Spiel neue Spieler auf die Liste der Verletzten setzen. Nicht mitwirken konnten u.a. John Ramage, Leo Pförderl und Kapitän Andre Rankel.

Mit lediglich drei Reihen nahmen sie das Spiel in Angriff. Sie gingen in diesem Spiel sogar in Führung. Es war eine frühe Führung, nach drei Minuten durch Louis-Marc Aubry, doch groß beeindrucken ließen sich die Gäste davon nicht. Sie setzten die Eisbären unter Druck und die Tore fielen wie reife Früchte. Bis zur ersten Drittelpause zogen sie mit 3:1 davon. Im Mittelabschnitt reichte es immerhin für einen weiteren Treffer, in der 31. Minute schraubte Garrett Noonan den Zwischenstand auf 4:1 für die Krefeld Pinguine. Was am vorangegangenen Spieltag in Wolfsburg noch funktionierte, einen 1:4 Rückstand aufzuholen und sogar zwischenzeitlich in Führung zu gehen, gelang nicht mal ansatzweise. Trotz 41 Schüssen auf das vom Finnen Jussi Rynnäs gehütete Krefelder Tor gelang den Eisbären kein weiterer Treffer. Im Gegenteil, die Gäste vom Niederrhein trafen exakt eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit ins leere Eisbären. Ob es überhaupt nötig war, angesichts des klaren Spielstands in den Schlussminuten den Goalie vom Eis zu nehmen, begründete Serge Aubin damit, dass es zur Mentalität der Eisbären-Mannschaft gehört, kein Spiel verloren zu geben.

© Fotos: Hans-Peter Becker

Mit Pfiffen wurden die Eisbären in die Kabine verabschiedet. Immerhin hatten sich 9.823 Zuschauer in der MB-Arena am Ostbahnhof eingefunden und wurden enttäuscht. Grund zum Feiern hatten nur die handvoll Fans der Pinguine, die mit in die Hauptstadt gekommen waren. Nach dem Spiel sprach Eisbären-Verteidiger Frank Hördler davon, „dass es Krefeld extrem schlau gemacht hat, wir haben dann mehr Druck auf das Tor vom Gegner gemacht, sie haben uns eiskalt ausgekontert. Wir haben echt bescheuerte Tore bekommen, auf das Tor haben wir genug geschossen , aber leider keinen rein gekriegt. …Die Anzahl der Gegentore ist zu viel, daran müssen wir arbeiten.“ Das Tor der Eisbären hütete Sebastian Dahm, er verhinderte schlimmeres.

Hans-Peter Becker

DEL 28. Spieltag

17.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin 9.823 Zuschauer

Eisbären Berlin vs. Krefeld Pinguine 1:5 (1:3,0:1,0:1)

Tore:

1:0 Aubry 02:55 (Braun, Olver)

1:1 Pietta 05:43 (Costello, Trivellato)

1:2 Schmitz 12:19 (Hodgman, Braun)

1:3 Bruggisser 17:33 (Pietta, Costello) PP 1

1:4 Noonan 30:05 (Hodgman, Braun)

1:5 Lagacé 59:00 (Welsh, Trivellato) EN

Strafminuten:

Berlin – 10

Krefeld – 14

9.823 Zuschauer

Eisbären setzen Siegesserie fort

Eisbären-Neuzugang Landon Ferraro © Foto: Hans-Peter Becker

Die Eisbären haben personell nachgebessert. Reagiert wurde nicht auf der Torhüterposition, sondern auf die Sturmflaute. In den bisher absolvierten acht Spielen landete der Puck lediglich 18 Mal im Tor des Gegners, einen schlechteren Wert weisen nur die Kölner Haie aus, mit 16 Treffern nach neun Spielen. Landon Ferraro heißt der Neue im Eisbärentrikot, er soll den Torschnitt der Eisbären verbessern helfen. Der 28jährige Kanadier war zuletzt in der AHL aktiv, für die Iowa Wild aus Des Moines, einem Farmteam der Minnesota Wild aus der NHL. In der vergangenen Saison machte dort wegen einer Verletzung nur 12 Spiele. Damit ist die neunte Ausländerlizenz vergeben. Es könnten zweitere vergeben werden, allerdings dürfen insgesamt nicht mehr als neun Ausländer im Spieltageskader stehen.

Fabian Dietz erzielte sein erstes Tor in der DEL © Foto: Hans-Peter Becker

Er war gegen die Krefeld Pinguins am 10. Spieltag noch nicht dabei. Die Eisbären wollten ihren Aufwärtstrend mit einem Heimsieg ausbauen. Die Krefelder dagegen nicht weiter an Boden verlieren, ihre bisherige Bilanz mit ganzen neun Punkten sieht eher mau aus. Den besseren Start erwischten die Eisbären. In der Anfangsphase des Spiels hatten beide mehrfach die Möglichkeit mit dem ersten Tor in Führung zu gehen. In der 11. Minute war es Andre Rankel, der nach einem Angriff abstauben konnten. Ein Doppelschlag in der 15. und 16. Minute brachte den Eisbären eine 3:0 Pausenführung. Getroffen hatten Austin Ortega, mit einem Kunstschuss über die Schulter des Krefelder Goalies Dimitri Pätzold und nur eine reichliche Minute später erzielte Fabian Dietz sein erstes Tor in der DEL, genauso gut war die Vorarbeit von Constantin Braun. In der 16. Spielminute verlor Eisbär Sean Backman die Nerven und wurde wegen eines versuchten Stockstichs für 14 Minuten von der Teilnahme am Spiel suspendiert.

Der Mittelabschnitt ging an die Gäste, die sich gegen die drohende Niederlage stemmten und in der 27. Minute durch William Besse ein Tor erzielten. Es war bereits das 1:4, weil in der 22. Minute Lukas Reichel mit einem schrägen Ding Dimitri Pätzold im Krefelder Tor überwinden konnte. Durch Philip Burggiesser konnten die Gäste in der 33. Minute auf 2:4 verkürzen. Er ließ mit einem fulminanten Schlagschuss Sebastian Dahm keine Chance der Abwehr. Es folgte die beste Phase der Gäste, die kurz vor dem Ende des Drittels die Riesenchance hatten auf 3:4 heranzukommen. Der Puck tanzte auf der Linie, ging aber nicht rein.

Für die Vorentscheidung sorgte in der 46. Minute Marcel Noebels, der den Spielstand auf 5:2 für die Eisbären stellte. Als die Krefelder bereits vier Minuten vor dem Spielende ihren Goalie vom Eis nahmen, machte Mark Olver mit dem Treffer zum 6:2 alles klar. Der Sieg war verdient. Die Eisbären präsentierten sich in weiter ansteigender Form.

Hans-Peter Becker

Eisbären spielten mit:

Tor Sebastian Dahm / Back Up Maxi Franzreb

1.Reihe: Austin Ortega, James Sheppard, Sean Backman, John Ramage, Jonas Müller

2.Reihe: Andre Rankel, Maxim Lapierre, Lukas Reichel, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

3.Reihe: Leo Pföderl, Louis-Marc Aubry, Marcel Noebels, Kai Wissmann, Frank Hördler

4.Reihe: Fabian Dietz, Mark Olver, PC Labrie, Tine Braun

Spieldaten

DEL 10. Spieltag 11.10.2019 MB Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin vs Krefeld Pinguine 6:2 (3:0/1:2/2:0)

Torfolge:

1:0 Rankel 10:25 (Lapierre,Ramage)

2:0 Ortega 14:41 (Sheppard,Backman)

3:0 Dietz 15:15 (Braun,Labrie)

4:0 Reichel 21:10 (Aubry,McKiernan) PP

4:1 Besse 26:27 (Bruggisser,Pietta)

4:2 Bruggisser 33:29 (/)

5:2 Noebels 48:38 (Lapierre,Braun)

6:2 Olver 55:30 (Ortega) EN

Strafminuten

Berlin – 10 (6,2,2) + 10 Minuten-Disziplinarstrafe (Backman)

Krefeld – 8 (4,2,2)

Torschüsse:

Berlin – 33

Krefeld – 22

Zuschauer: 11.928

Eisbären mit einem sechs Punkte Wochenende

Zur Partie des 9. Spieltages der DEL reisten die Straubing Tigers als Tabellenzweiter zu den Eisbären. Während die die Straubinger mit 18 Punkten nach acht Spielen sehr gut in die Saison gestartet sind blieben die Eisbären bisher hinter den Erwartungen zurück. Beide hatten ihr Freitagsspiel gewonnen, hofften auf ein Wochenende mit maximaler Punktausbeute.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Es dauerte lediglich sechs Minuten, da landete der Puck im Tor der Gäste aus Straubing. Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan ließ es krachen, aus kurzer Distanz abgefeuert hatte Sebastian Vogl keine Chance der Abwehr. Bis zum Schluss des ersten Drittels blieben die Eisbären gefährlich, während die Tigers aus Straubing auf den Ausgleich drängten. Der gelang ihnen in der 13. Minute, nach einem Alleingang der Nr. 29.

Im Mittelabschnitt war ausgeglichen, beide Mannschaften neutralisierten sich geradezu. Die Verteidigungsreihen behielten den Überblick und den Rest besorgten die Torhüter. Und ein Torhüter sorgte für die Vorentscheidung. In der 43. Spielminute konnte Sebastian Vogl einen eigentlich harmlosen Schuss aus der Ferne, abgegeben – abgefeuert wäre übertrieben – von James Sheppard nicht bändigen und die Eisbären führten mit 2:1. Hatte er den Schuss nicht erwartet, hielt er seine Kelle falsch, der Puck, gemessen mit einer Geschwindigkeit vom 32 km/h rutschte rein. Sein Trainer Tom Pokel meinte nach dem Spiel: „Das ist Hockey, das kann passieren, er hat uns davor im Spiel gehalten, natürlich hätte er den Schuss halten müssen, das weiß er selbst.“ Keine zwei Minuten später funktionierte auch das Power Play der Eisbären, Maxim Lapierre traf zum 3:1.

Die Eisbären legten in der 52. Minute nach durch Louis-Marc Aubry. Es war sein Premierentor in dieser Saison. Er konnte wieder auf seiner angestammten Position als Mittelstürmer spielen. Das 4:1 war bereits deutlich und eine Vorentscheidung. Die Gäste steckten nicht auf und kamen in der der 58. Minute durch Stefan Loibl zum 2:4 Anschlusstreffer. Sie nahmen nach einer Auszeit den Torwart zu Gunsten eines zusätzlichen Stürmers vom Eis und kassierten einen weiteren Gegentreffer. Mark Olver traf für die Eisbären ins leere Straubinger Gehäuse. Damit war das erste Wochenende mit maximaler Ausbeute von sechs Punkten unter Dach und Fach. In einem insgesamt ausgeglichenem Spiel hatten die Eisbären eine kleine Portion mehr Glück. Weiter geht es am kommenden Freitag, 11.10. erneut mit einem Heimspiel, zu Gast sind die Pinguine aus Krefeld.

Die Anreise für diejenigen unter den 11.321 Zuschauern, die öffentlichen Verkehrsmittel den Weg in die Arena fanden war aus Richtung Osten beschwerlich. Ersatzverkehr auf der Straßenbahn – Linie und die S-Bahn fuhr nur bis Ostkreuz.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 9. Spieltag

Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 5:2 (1:1,0:0,4:1)

Tore:

1:0 McKiernan 05:09 (Lapierre, Reichel) 

1:1 Heard 12:26 (/)

2:1 Sheppard 42:24 (Wissmann,Labrie)

3:1 Lapierre 43:56 (Ramage,McKiernan) PP

4:1 Aubry 51:30 (Hördler,Noebels)

4:2 Loibl 57:44 (Connolly,Renner)

5:2 Olver 58:39 (Hördler)

Strafminuten:

Berlin – 8 (0,6,2)

Straubing – 8 (4,2,2)

Torschüsse:

Berlin – 27

Straubing – 40

Zuschauer:11.321 MB-Arena Berlin

Eisbären gewinnen das „Sechs Punkte Spiel“

Am 47. Spieltag empfingen die Eisbären die Krefeld Pinguine. Ein vorentscheidendes Spiel um Platz 10 in der Tabelle. Krefeld hatte vor dem Spiel 5 Punkte weniger auf dem Konto als die Eisbären. Die Halle am Ostbahnhof war ausverkauft. Die personelle Situation entspannt sich weiter bei den Eisbären. So waren James Sheppard und Florian Kettemer wird mit dabei. Besonders gespannt waren die Fans auf den ersten Heimauftritt von Neuzugang Austin Ortega.

Ehrenbully für den WWF © Foto: S. Wenske

Das Spiel stand unter dem Motto: Back to the 90’s und sollte an den großen Erfolg der Eisbären im Jahre 1999 erinnern. Sie erreichten die Finalrunde der European Hockey League und erreichten einen vielbeachteten 3. Platz. Im kleinen Finale wurde am 14.02.1999 die finnische Mannschaft Ilves Tampere mit 4:1 geschlagen. Einer der Torschützen war Pelle Svensson, der vor dem Spiel auf dem Eis, neben einigen anderen ehemaligen Spielern dieser Ära, stürmisch begrüßt wurde.

Austin Ortega © Foto: S. Wenske

Es entwickelte sich ein harter Kampf, beide wollten unbedingt drei Punkte auf die Habenseite holen. Den Eisbären gehörte die Anfangsphase, doch den ersten Treffer erzielten die Gäste. In der 10. Minute war Daniel Pietta erfolgreich. Der Ausgleich gelang nur vier Minuten später und der Torschütze war Neuzugang Austin Ortega.

Nach zwei gespielten Drittel führten die Gäste vom Niederrhein mit 3:2. Travis Ewanyk und erneut Daniel Pietta trafen für die Pinguine. Für die Eisbären hatte nur Jamie MacQueen getroffen. Im Schlussdrittel hatten beide Mannschaften Chancen auf den Sieg. Das Matchglück lag bei den Eisbären. Zunächst sorgte in der 47. Minute Florian Kettemer mit einem Schuss aus dem Hangelenk für den 3:3 Ausgleich. Dann trafen Jamie MacQueen und Marcel Noebels und das Spiel war gedreht. Allerdings hatte der Treffer von MacQueen einen Beigeschmack. Er fiel bei doppelter Überzahl. Die Schiedsrichter hatten eine fragwürdige Strafzeit verhängt.

Der Treffer von Marcel Noebels hatt Chancen zum Tor des Monats gekürt zu werden. Er hielt genau im richtigen Moment die Kelle in die Vorlage von Louis-Marc Aubry. Der Mittelstürmer gab die direkte Vorlage für fünf Tore, lediglich am zwischenzeitlichen 4:3 war er nicht beteiligt. Den Schlusspunkt im Spiel setzte der Neuzugang Austin Ortega, er traf in der Schlussminute ins leere Tore. Das nennt man einen Einstand nach Maß.

Anzeigetafel während des Spiels © Foto: S. Wenske

Auf dem Videowürfel, der dem Motto des Spiels angepasst wurde und an die elektronische Anzeigetafel im Wellblechpalast erinnerte, stand das Endergebnis. Die Eisbären gewannen das Spiel mit 6:3. Da die Nürnberg Ice Tigers bei den Iserlohn Roosters unterlagen, verbesserten sich die Eisbären auf Platz 9 der Tabelle.

Hans-Peter Becker