Viktoria 89 kann durchatmen, Wacker Nordhausen bekommt die Rute

Das Sportliche zuerst: Viktoria 89 schlägt Chemie Leipzig mit 1:0. Das Spiel des 19. Spieltages Wacker Nordhausen – Babelsberg 03, dem letzten vor der Winterpause, ist ausgefallen. Die große Spielerflucht ist jetzt wohl zu Weihnachten in Thüringen zu befürchten. Wackers Präsident  Nico Kleofas beantragte beim Amtsgericht Mühlhausen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die Rede ist von unfassbaren elf Millionen Euro Schulden. Mit dem Insolvenzverfahren steht fest, Wacker Nordhausen werden neun Punkte abgezogen. Heißt: Runter auf Tabellenplatz 12. Mangels Masse könnte es sein, dass ein Insolvenz-Verfahren gar nicht erst eröffnet wird. Der Club war in den vergangenen Jahren stets mit Aufstiegsambitionen ins Rennen gegangen. Eine Spielbetriebs-GmbH wurde ausgegliedert, so das Wackers U 23, die nur eine Klasse tiefer in der Oberliga Süd spielt, wie der Gesamtverein, nicht betroffen ist.  

Offiziell dagegen beendet ist das Insolvenzverfahren des FC Viktoria 89. Der von den Gläubigern mit großer Mehrheit angenommene Insolvenzplan war entscheidend dafür, die Himmelblauen wieder in die Selbständigkeit zu entlassen. Die 1. Mannschaft ist in eine GmbH ausgegliedert worden. Die 1. Frauenmannschaft, die U17 und die U19, die allesamt vordere Plätze in der Regionalliga belegen, gehören nunmehr dieser Gesellschaft ebenso an. Die 1. Mannschaft steht mit 27 Punkten auf Rang Sieben.

Erholt von der 0:3-Schlappe gegen Cottbus hat sich die VSG Altglienicke, 39 Punkte, Platz drei. Die Berliner feierten den höchsten Auswärtssieg seit ihrer Regionalliga-Zugehörigkeit. Es war ein 5:0-Sieg beim Tabellenzehnten in Auerbach.

Energie Cottbus stand nach dem 6.S pieltag auf Platz 11 der Tabelle. Mit dem 3:1-Sieg gegen das mit fünf Profis verstärkte Hertha-U 23 Team holten die Lausitzer 35 von möglichen 39 Punkten, sind nunmehr, mit 42 Punkten Tabellenführer vor dem 1. FC Lok Leipzig mit 40 Punkten.

Unmittelbar hinter Hertha reiht sich der BFC Dynamo mit jetzt 31 Punkten auf Platz 5 ein, ein souveräner 4:0-Sieg gegen Schlusslicht Bischofswerdaer FV gelang im letzten Spiel des Jahres. Am 26. Januar muss der BFC nach Leipzig zu Chemie. Weiter geht es im neuen Jahe erst am Freitag, 31. Januar. Der Berliner AK reist zur Germania nach Halberstadt. Alle anderen Partien sind am 1. und 2. Februar 2020 angesetzt.

Christian Zschiedrich

Herbstmeister VSG Altglienicke

Die Tabellenführung, so beeindruckend sie sein mag, damit gerechnet hatte vor Saisonbeginn kaum jemand, sie besteht mit 36 Punkten „nur“ aufgrund des besseren Torverhältnisses 44:21 gegenüber dem Tabellenzweiten Energie Cottbus mit 41:26.

Energie gewann 2:0 bei Lichtenberg 47 und Altglienicke schaffte zu Hause immerhin ein 2:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellendritten mit 34 Punkten.  Ein Höhepunkt kommt am Samstag, 07.12.19, 13.30 Uhr, für Altglienicke, die VSG freut sich auf Energie Cottbus zum Match Erster gegen Zweiter. Kompliment, wer dieses Regiebuch geschrieben hat.

Erfreulich aus Berliner Sicht, der 1:0-Erfolg vom FC Viktoria 89, Torschütze Menz (40.), bei Wacker Nordhausen, vor 457 Zuschauern. Mit den drei entführten Punkten kommt Viktoria aktuell auf 24, Tordifferenz plus 5 und klettert damit vor Lichtenberg 47 auf Platz acht. Einen Zähler dahinter hinter ist der BFC Dynamo platziert, unter der Woche gewann der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen vor 731 Zuschauern mit 3:1. Lukas Brumme erzielte alle drei Tore. Nordhausen war durch Pichinot 1:0 in der neunten Minute früh in Führung gegangen.

Einen weiteren Sieg erzielte der Berliner AK mit 4:0, vor 1.508 Zuschauer in Babelsberg. Drei Tore in Folge, aber nicht in einer Halbzeit markierte Cigerci (14., 40. Und 67.). Kahraman steuerte das 4:0 bei. . „Innerhalb des Kaders gab es Querelen“ begründet Trainer Dirk Kunert, der fünf Spieler in der Woche vor dem Match bis zum Jahresende vom Spiel und Training suspendierte, darunter der beste Saison-Torschütze Pierre Merkel (sieben Treffer), Niklas Brandt, Oliver Hofmann, Kay Michel und Marcus Mlynikowski.

Zwischen Lok Leipzig und Wacker Nordhausen platzierte sich die Mannschaft von Andreas Zecke Neuendorf, Hertha BSC II, belegt Platz 4 mit 33 Punkten. Bereits am Freitag, 6.12. ab 18 Uhr, kommt der 1. FC Lok Leipzig ins Amateurstadion. Am Samstag, 7.12. um 13.30 Uhr, ist zeitgleich mit Altglienicke – Cottbus der Berliner AK beim Tabellenletzten Bischofswerdaer FV angesetzt.

Am Sonntag, 8.12. 13.30 Uhr, stehen drei weitere Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: RW Erfurt – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – VfB Auerbach und im Karl-Liebknecht-Stadion heißt es Babelsberg 03 (Tabellenvorletzter) – BFC Dynamo.

Christian Zschiedrich

Berlin-Derby, Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89

Von den fünf Berliner Regionalliga-Clubs ist in den Landespokalspielen bisher nur Lichtenberg 47 ausgeschieden und das im Derby gegen Titelverteidiger Viktoria 89 mit 0:3. Die VSG Altglienicke gewann 5:2 beim 1.FC Wilmersdorf,  der BFC Dynamo 5:0 bei Berolina Stralau, ebenfalls 5:0 siegte der 1.FC Wilmersdorf. Jetzt aber heißt es für die Liga weiter Meisterschaftspunkte zu sammeln. 

Tabellenführer TSG Altglienicke, gemeinsam mit Hertha BSC II, je 25 Punkte, empfängt Germania Halberstadt (13.), Samstag, 19.10. 13.30 Uhr. Hertha hat auch ein Heimspiel am Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr, Amateurstadion, gegen Union Fürstenwalde (6., 17 P.). Drei Samstagspiele stehen noch auf dem Programm: Der BFC Dynamo auswärts bei Optik Rathenow (Vorletzter, 8 P.), Berliner AK 07 auswärts in Meuselwitz beim ZFC und schließlich das Berlin-Derby Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89, 13.30 Uhr, Howoge-Arena „Hans Zoschke“.  

Das Ausscheiden im Pokal ist für den Aufsteiger Lichtenberg 47 nicht tragisch. Jetzt konzentriert man sich umso mehr auf den Meisterschaftsbetrieb. Mit dem Erreichten sind sie bisher zufrieden, sie liegen im Soll. Mit Interesse verfolgt werden noch die beiden Sonntagsbegegnungen 1.FC Lok Leipzig (3. 22 P.) gegen Babelsberg 03 (17., 8 P.) und Energie Cottbus (5., 20 P.) – Chemie Leipzig (11., 12 P.).

Christian Zschiedrich 

Hertha BSC und Altglienicke punktgleich an der Tabellenspitze

Tab.RL NO Sp.Diff.   Pkt.  
1 H.BSC 11  23   25  
2 Altgl. 11 17 25
3  Lok L. 11 6 22
7Vikt. 89 10 4 15
8        BFC 11   -6 15
9 BAK 11 0 13
12   L. 47 11   -212

2 Berliner Vereine H.BSC + Altglienicke punktgleich an der Spitze. Ebenfalls punktgleich Viktoria 89 + BFC Dynamo, Rang 9 BAK 07,m keinesfalls gefährdet Lichtenberg 47 (12.).

Aufsteiger Lichtenberg 47 holte bereits am Freitagabend beim 1:1 in Halberstadt den achtenswerten Punkt. Das Heimspiel von Viktoria 89 gegen Meuselwitz war abgesagt worden. Der BFC Dynamo gewann 2:0 über den VfB Auerbach. Übrigens mit dem gleichen Ergebnis endete das Leipziger Derby Chemie gegen Lok 2:0.

Der  Berliner AK ließ beim 1:1 im Poststadion zwei Punkte liegen, erzielte gegen Optik Rathenow nur ein 1:1. Unaufhaltsam marschiert VSG Altglienicke, holte auch die drei Punkte, siegte auswärts 2:1 gegen Union Fürstenwalde und teilt sich nunmehr nach elf Spielen mit 25 Punkten die Tabellenführung mit Hertha BSC. Das Team von Zecke Neuendorf siegte souverän, man höre und staune, 7:2 (4:2) beim Bischofswerdaer FV.

In der Regionalliga Nordost wird verständlicherweise zumindest mit einem Auge geschaut, was macht Absteiger Energie Cottbus. Die Mannen um Pele Wollitz nahmen die schwere Hürde in Nordhausen, gewannen 2:1 gegen Wacker und stehen jetzt auf Rang 5 mit 20 Punkten. Nach vermasseltem Start ist da noch nicht aller Tage Abend. Am 20.10. empfangen die Cottbusser die BSG Chemie Leipzig.

Hertha hat an dem Tag um 13.30 Uhr ein Heimspiel gegen Union Fürstenwalde. Tags zuvor, 19.10. hat VSG Altglienicke zu Hause gegen Germania Halberstadt (zu gewinnen). Zur gleichen Stunde muss diesmal Viktoria 89 ran. Berlin-Derby Lichtenberg 47 – Viktoria 89. Zwei Auswärtsspiele stehen für BAK 07 und BFC Dynamo an. 07 in Meuselwitz und der BFC in Rathenow.

Christian Zschiedrich

Berliner Vereine in der Regionalliga

Viele Trainer sagen immer wieder, erst nach dem 10. Spieltag könne man Konkreteres über den Saisonverlauf ableiten. Nach dem 5. Spieltag ist vielleicht doch ein Trend zu erkennen. Platz 2 bis 7 nehmen Berliner Vereine hinter Lok Leipzig (13 P.) ein! Das gab’s noch nie. Herthas Zweite, von Zecke Neuendorf trainiert,  hat sogar nur einen Punkt weniger. Das Berlin-Derby gegen BAK 07 endete vor 667 Zuschauern mit 1:0 (63.) Ngankam (Foulelfmeter) im Amateurstadion. Trotz der Niederlage, der BAK behielt mit 9 erzielten Punkten aus 5 Spielen den Tabellenplatz sechs.

Aufsteiger Lichtenberg 47 schockt Wacker Neuhausen vor 544 Zuschauer und belegt nach dem 5:1 Heimsieg Platz fünf. Mit 4:1 besiegte die VSG Altglienicke (3.) den BFC Dynamo (4.), vor 812 Zuschauern. Vereine wie Dynamo und BAK sagen sich im Nachhinein: Was wäre das ein guter Start gewesen, hätten wir auch am 5. Spieltag gesiegt. Der 6. lässt nur wenige Tage, bis Mittwoch, 28.08. auf sich warten:  

Berliner AK – VSG Altglienicke, 17.30 Uhr, Poststadion

BFC Dynamo – Lichtenberg 47, 18.00 Uhr Jahnsportpark

FC Viktoria 89 – Energie Cottbus, 19.00 Uhr, Stadion Lichterfelde

ZFC Meuselwitz – Hertha BSC II, 18.30 Uhr, Dienstag, 27.08. Bluechip Arena

Schauen wir abschließend auf die Abstiegsränge: Bischofswerdaer FV und Optik Rathenow haben jeweils nur einen Punkt, Babelsberg (16.) hat deren zwei und der VfB  Auerbach drei Punkte.  Bereits am Dienstag, 27.08. empfängt der VfB Auerbach, Anstoß 19.30 Uhr, den Tabellenführer 1.FC Lok Leipzig.

Christian Zschiedrich

Paukenschläge in der Regionalliga

Rene Rydlewicz BFC Dynamo Foto: Christian Zschiedrich

Altglienicke (verlor zum Auftakt 0:3 zu Hause gegen Erfurt) gewinnt bei Hertha II, Viktoria 89 (nach Auftaktniederlage 0:2 in Bautzen) besiegt eindeutig Lok Leipzig mit 4:1 und der BFC Dynamo wartet nach dem Auftaktsieg in Auerbach gleich mit 2 Niederlagern auf. Trainer Rene Rydlewitz hat mit seinem Team zu verkraften: Chemnitz – Dynamo 2:0 und überraschend hoch 0:5 zu Hause gegen Halberstadt. Der Berliner AK stieg jetzt erst und zum Glück erfolgreich mit einem 1:0-Sieg in Fürstenwalde mit dem Tor von Hofmann (33.) ins Rennen ein. Was war denn bloß im Amateurstadion los: Trainer Ante Covic standen bei Halbzeit die Haare zu Berge, Altglienicke führte 2:0. Die Tore: 0:1 (28.) Quiring, 0:2 (34.) Ede. Gästetrainer Zimmermann sagte seinem Team keineswegs, dass es reichen würde. Ede schaffte in der 50.Minute vor 548 Zuschauer sogar das 0:3. Ante Covic fragte sich, ob die Kabinenpredigt denn ohne Wirkung blieb. Die Antwort: Krebs verkürzte (51.) eine Minute später auf 1:3 und ebenfalls Krebs traf ein zweites Mal (80.) zum 2:3. Die Punkte jedoch entführte Altglienicke. Hier die Aufstellungen – Hertha: Klinsmann – T.Fuchs, Egerer, Morack, Büch  –  Klehr, Krebs – Pfeiffer, Blumberg, Ma. Covic – Siakam-Tchokoten.

Altglienicke: D.Twardzik – Pütt, Kahlert, Steinhauer, Brehmer – Skoda, H. Pepic – Quiring, Donner – Ede, Preiß. SR Lasse Koslowski. Altglienicke empfängt (3. Spieltag) am Mittwoch, 18.00 Uhr, Auerbach, Hertha II empfängt am Freitag, 19.00 Uhr, FC Oberlausitz und BAK 07 empfängt am Mittwoch, 18.00 Uhr Babelsberg.

Christian Zschiedrich