Eisbären – Mission Titelverteidigung war erfolgreich

Foto: ©PENNY DEL / City-Press GmbH

So spät in einer Saison wurde wohl noch nie ein Meister gekürt. Coronabedingt wurde die Spielzeit bis zum 8. Mai verlängert, die Eisbären hätten allerdings nur bis zum 5. Mai spielen können, ab 6. Mai wird die Arena anderweitig genutzt. Das führte zu einer Terminhatz für die Mannschaft der Eisbären, sechs Spiele innerhalb von elf Tagen. Es gab Befürchtungen, dass der Mannschaft das mental und kräftemäßig Nachteile bringen könnte. Alles Makulatur, mit einem überzeugenden Sieg in Spiel 4 der „best of five“ Finalserie konnte in München der 9. Meistertitel errungen werden.

Das erste Tor im Spiel gelang den Bayern, es konnte wegen einer Torwartbehinderung und Torraumabseits nach Videobeweis keine Anerkennung finden. Müßig, jetzt darüber nachzudenken, was wäre wenn, hätte es gezählt. In der 9. Spielminute spielte Eisbären-Kapitän Frank Hördler einen genialen Diagonalpass auf Matthew White und der ließ Henrik Haukeland im Tor der Münchner keine Chance. Bis dahin hatten die Bayern mehr vom Spiel. Mit dieser knappen Führung ging es in die erste Drittelpause. Das Schicksal traf im Mittelabschnitt eine Vorentscheidung. Ein Doppelschlag innerhalb von 52 Sekunden, es trafen Frans Nielsen und Leo Pföderl, stellte den Spielstand auf 3:0. Die Eisbären verteidigten geschickt ihre blaue Linie und den Münchnern schienen mehr und mehr die Kräfte zu schwinden. Was nicht verteidigt werden konnte, wurde eine Beute von Mathias Niederberger. Er hielt insgesamt 32 Schüsse. In der 37. Minute schlug White erneut zu und schon mal die Tür auf für die bevorstehende Meisterfeier.

Im Schlussabschnitt blieben die Eisbären weiter konzentriert und München fing an zu resignieren. Der Weg zurück in dieses Spiel schien erst hinter dem Horizont zu enden. Die Spieluhr tickte unermüdlich runter und am Ergebnis änderte sich nichts. Don Jackson nahm den Goalie vom Eis und es trafen die Eisbären. Die mitgereisten Fans aus Berlin feierten schon längst und konnten 10 Sekunden vor dem Ende einen empty net Treffer von White bejubeln.

Dieser deutliche Spielausgang war so nicht zu erwarten, die auswärtsstärkste Mannschaft der Hauptrunde holte folgerichtig die Meisterschaft in der Fremde. Für München blieb nur die Silbermedaille, überreicht vom Fußball-Trainer Julian Nagelsmann, der in seiner Jugend es mal mit Eishockey probiert hatte.

Zum MVP der Playoffs wurde Eisbärenkapitän Frank Hördler gewählt. Er ist der Einzige aus dem goldenen Jahrgang 1985, der die 1. Meisterschaft 2005 mit erkämpfte. Die anderen waren Florian Busch, Jens Baxmann und Andre Rankel. Hördler könnte sich vorstellen, weiterzuspielen. Sein ältester Sohn Eric spielt bei den Eisbären Juniors und könnte in der kommenden Saison mit seinem Vater gemeinsam in der DEL auflaufen. Wie der Vater, so der Sohn könnte es lauten, eines haben beide jetzt schon gemeinsam. Sie wurden Deutscher Meister, Eric, der im Gegensatz zu seinem Vater im Sturm spielt, holte mit den Eisbären Juniors den Titel in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL).

Für den kommenden Samstag, 7. Mai sind die Fans der Eisbären auf den Platz vor der Arena zur Meisterfeier eingeladen.

Hans-Peter Becker

DEL Finalserie Spiel 4

04.05.2022 19:30 Uhr Olympia-Eishalle München

HC Red Bull München – Eisbären Berlin
0:5 (0:1, 0:3, 0:1)
Tore:
0:1 (9.) White, 0:2 (25.) Nielsen, 0:3 (26.) Pföderl, 0:4 (37.) White, 0:5 (60.) White; Strafminuten: München 8, Eisbären Berlin 6; Zuschauer: 5.533.

Endstand der Serie: 3:1 für die Eisbären Berlin

Eisbären starten mit einem Sieg in die Play-offs

Im Gegensatz zu dem Viertelfinalgegner hatten die Eisbären eine Woche Pause zur Vorbereitung auf den Start in die Play-offs. Die Kölner Haie hatten ihr Play-off Ticket erst in letzter Sekunde gelöst und mussten zunächst Ingolstadt aus dem Weg räumen.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte den Eisbären, die gleich zeigen wollten, wer hier der Herr im Hause ist. Die Haie hielten mit der üblichen Play-off-Härte dagegen. Nach nur fünf Minuten Spielzeit gerieten bereits Eisbär Jonas Müller und Kölns Alexander Oblinger aneinander. Beide gingen dafür in die Kühlbox wegen übertriebener Härte. Es gab hochkarätige Torchancen und unglaubliche Torhüterleistungen, wobei Justin Pogge im Haie Tor zunächst mehr gefordert war. Das Anfangsdrittel verging torlos.

Die von den Fans ersehnten Tore fielen dann im Mittelabschnitt. Das erste Play-off-Tor für die Eisbären des Jahrganges 2022 war Marcel Noebels vorbehalten. Unbedingt muss hier die Vorarbeit von Matt White (es war nicht White, sondern Leonard Pföderl – wurde von den Schiedsrichtern falsch wahrgenommen) erwähnt werden. Das 1:0 für die Eisbären fiel in der 21. Minute und zehn Minuten später erhöhte Leo Pföderl auf 2:0. Ellis Morgans Schuss fälschte er unhaltbar für Pogge ab. Anschließend ließen beide es etwas ruhiger angehen. Die Eisbären überstanden eine Unterzahl. Zudem scheiterte für Köln Jonathan Matsumoto an Niederbergers Fanghand.

Mathias Niederberger in Aktion Foto:© Hans-Peter Becker

Was ging noch für die Gäste im Schlussdrittel? Zunächst mussten die Domstädter eine Unterzahl überstehen. Das Überzahlspiel der Eisbären ist in dieser Spielzeit nicht unbedingt eine herausragende Stärke. Die beiden Treffer im Mittelschnitt fielen in voller Mannschaftsstärke. Die Eisbären versäumten es, den Sack zuzubinden und so kam es, wie es im Eishockey vorkommen kann. Köln schaffte in der 54. Minute den Anschlusstreffer durch David McIntyre. Es war noch genug Zeit für ein Comeback. Der Vorsprung hielt und zwei Minuten vor dem regulären Ende nahm Uwe Krupp eine Auszeit und seinen Torhüter vom Eis. Jetzt spielten sich turbulente Szenen vor dem Tor der Eisbären ab. Die Sekunden vergingen und der erste Play-off-Sieg war unter Dach und Fach.

Die Halle war nicht ganz ausverkauft, es bot sich endlich wieder ein stimmungsvoller Rahmen. Es waren 10.692 Zuschauer, darunter etliche Fans der Haie, in der Arena. Zuletzt hatte es ein Play-off Spiel unter diesen Bedingungen am 29. März 2019 gegeben.

Weiter geht es am Dienstag, 12. April in Köln. Es werden drei Siege benötigt, um in das Halbfinale einziehen zu können.

10.04.2022 14:00 MB-Arena Berlin Play-off Viertelfinale Spiel 1

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 2:1 (0:0/2:0/0:1)

Hans-Peter Becker

Eisbären besiegen Bremerhaven – Doppeltorschütze Giovanni Fiore

Es begann wie in fast jedem Heimspiel der Eisbären in dieser Saison. Die Gäste gingen in Führung. In der 6. Minute erzielte Tim Lutz das 1:0 für Bremerhaven, er nutzte einen dafür einen Blackout von Manuel Wieder, der unfreiwillig die Vorlage gab. Anschließend scheiterten die Eisbärenstürmer serienweise an Brandon Maxwell. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Gäste von der Nordsee.

Eisbären-Trainer Serge Aubin formierte eine neue Sturmreihe um den Center Frans Nielsen mit ihm stürmten Matthew White und Giovanni Fiore. Als überzähliger Ausländer sah sich Simon Despres diesmal das Spiel von der Tribüne aus an.

Im Mittelabschnitt machten die Eisbären genauso weiter, Maxwell bekam einiges zu halten und es wurde ein Gegentor kassiert. Es war eine gute Kombination der Gäste, abgeschlossen mit einem Tipp-In. Ziga Jeglic hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jan Urbas. Die Antwort der Eisbären erfolgte schnell. In der 29. Minute fiel das 0:2 und in der 30. Minute verkürzten die Eisbären auf 1:2. Es war eine Gemeinschaftsproduktion der 1. Sturmreihe, die Marcel Noebels vollendete. Das Drittel ging zu Ende in einem offenen Schlagabtausch. Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten beiden Spielminuten des Mittelabschnitts. In der 38. Minute erzielt der Wusselstürmer Kevin Clark den 2:2 Ausgleich. Irgendwie kommt er hinter dem Bremerhavener Tor in Puckbesitz und überwindet Maxwell an der kurzen Ecke. Was für ein Kack-Tor werden sich die Gäste gedacht haben. Anschließend geht Frank Hördler wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank und gleich hinterher Jonas Müller.

Den Schlussabschnitt beginnen die Eisbären mit einer 3 zu 5 Unterzahl. Die 38 Sekunden in 3 zu 5 Unterzahl überstanden die Eisbären und schließlich hielten sich die Eisbären weiter schadlos und kaum waren sie wieder vollzählig, jubelte die Halle. Giovanni Fiore schob den Puck zwischen Pfosten und Maxwell in den Kasten. Die Eisbären hatten das Spiel gedreht. Ausgleich oder Sack zu, beide spielten mit offenem Visier. Als 6 Minuten vor dem Ende Uwe Schumann die offizielle Zuschauerzahl bekannt gab, hielt die knappe Führung. Eine leichte Steigerung des Zuschauerinteresses war zu vermelden, längst kein ausverkauftes Haus, immerhin nahmen 7.718 den Dank des Stadionsprechers entgegen. In der 56. Minute war der eben erwähnte Sack zu. Leo Pförderls Schuss konnte Maxwell nicht festhalten und es stand 4:2. Anschließend nahm Thomas Popiesch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Ins leere Tor traf dann Fiore und so wurde es ein standesgemäßer Heimsieg.

Seit 30 Jahren Stadionsprecher – Uwe Schumann © Foto: Becker

Vor dem Spiel schallten Uwe, Uwe Rufe durch die Arena, gemeint war Uwe Schumann, der seit 30 Jahren mit „Liebe Zuschauer, hallo Eishockeyfreunde“ erst im Welli und mit Beginn der Saison 2008 in der Arena am Ostbahnhof. Auf die nächsten 30 Jahre und herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum.

Eisbären mit makelloser Auswärtsbilanz und DEL Rekord

Die Eisbären blieben auch im siebten Auswärtsspiel der Saison ungeschlagen. Die Augsburger Panther hatten es lange versucht, mussten sich am Ende mit 2:4 geschlagen geben. Sieben Auswärtsspiel nacheinander zu gewinnen, das ist bisher keinem DEL Team gelungen.

Blaine Byron (17.) glich die erste Führung der Panther aus der 9. Spielminute durch TJ Trevelyan in Unterzahl aus. Adam Payerl (28.) brachte Augsburg noch in Front, doch in der Folge waren es nur noch die Berliner die trafen. Leo Pföderl (31.) schickte die Partie mit einem Remis in den Schlussabschnitt und hier trafen Byron (46.) und nochmals Pföderl (60.) zum 4:2-Erfolg für die Hauptstädter.

Kapitän Frank Hördler bestritt seine 924. DEL-Partie für die Eisbären und ist somit zusammen mit Sven Felski Rekordspieler der Hauptstadtclubs. Es gibt ein weiteren Erfolg zu vermelden. In Augsburg nicht dabei Marcel Noebels. Er ist einen Tag später Tag Vater eines Sohnes geworden. Wie aus offizieller Quelle zu erfahren war, sind Mutter und Kind wohlauf.

Bereits am Freitag, 22.10.21 geht es für die Eisbären weiter. In heimischen Arena werden die Schwenninger Wild Wings erwartet. Im Gegensatz zu den Auswärtsauftritten lief auf dem heimischen Eis bisher recht wenig, lediglich 3 Punkte wurden aus den 6 Spielen geholt. Das nächste Auswärtsspiel ist München, mal sehen, ob der Rekord weiter ausgebaut werden kann.

Eisbärensieg in Bremerhaven

Die Eisbären haben den zweiten Auswärtssieg der Saison gelandet. Am 3. Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer Serge Aubin mit 4:0 in Bremerhaven. Im 1. Drittel fiel ein frühes Tor, Kevin Clark brachte die Eisbären in der 4. Spielminute in Führung. Im Mittelabschnitt zogen die Eisbären davon, Mat White, Marcel Noebels und Leo Pföderl erzielten die Treffer.

Bremerhaven konnte versuchen was es wollte, das Tor der Eisbären blieb verschlossen. Nichteinmal eine 5 zu 3 Überzahl konnten die Pinguine für einen Treffer nutzen. Im Tor der Eisbären bekam erneut Tobias Ancicka den Vorzug und feierte einen Shutout.

Eisbären-Trainer Serge Aubin sprach vom besten Spiel seiner Mannschaft seit Beginn der Vorbereitung.

DEL 3. Spieltag 17.09.2021

Bremerhaven Pinguins – EHC Eisbären Berlin 0:4 (1:0/3:0/0:0)

Aufstellungen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Maxwell (Franzreb) – Dietz, Eminger; McNeill, Alber; Kreutzer, Krogsgaard; Stovvasser – Urbas, Jeglic, \/erlic; Uher, Friesen, McGinn; Reisnecker, Wejse, Mauermann; Andersen, \/ikingstad, Kinder – Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Müller, Ellis (A): Jensen, Wissmann (A); Hordler (C), Despres;Mik – Noebels, Byron, Pfoderl; White, Boychuk, Fiore; \/eilleux, Wiederer, Clark; Roßmy, Streu, Tuomie- Trainer: Serge Aubin

Tore

0:1 – 03:58 – Clark (Hordler) – E0

0:2 – 22:40 – White (Fiore, Boychuk) – E0

0:3 – 29:16 – Noebels (0esprés, Byron) – E0

0:4 – 30:50 – Pföderl (Byron, Noebels) – E0

Strafen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 2 (2, 0, 0) Minuten – Eisbären Berlin: 8 (0, 2, E) Minuten

Schiedsrichter
Andrew Brüggeman. Gordon Schukies (Marcus Hofer. Jonas Merten)
Zuschauer: 2.407

Eisbären gewinnen in Iserlohn

Es war ein unterhaltsames Eishockeyspiel für die 3.080 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee in Iserlohn. Nach dem 1. Drittel stand es 1:1. Die Führung der Gastgeber durch Ex-Eisbär Kris Foucault konnte Kevin Clark ausgleichen. Die folgenden Spieldrittel verliefen torreicher. Für die erneute Führung der Roosters sorgte ein weiterer Ex-Eisbär. Sven Ziegler überwand Tobias Ancicka mit einem Penalty. Leo Pförderls Treffer brachte den erneuten Ausgleich, wieder Führung für die Roosters und Ausgleich, mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

Matt White sorgte zunächst mit einem Doppelpack für einen 2 Torevorsprung, bevor Sven Ziegler für Iserlohn verkürzen konnte. Für die Vorentscheidung zeichnete ein Treffer von Marcel Noebels verantwortlich. Ein empty-netter von Zachary Boychuk stellte den Endstand von 7:4 für die Eisbären her.

Serge Aubin, der Trainer der Eisbären, war zufrieden: „Unsere Führungsspieler haben Verantwortung übernommen, es war aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.“

Am 3. Spieltag, Freitag, 17. September müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten.

DEL 2. Spieltag 12.09.2021 16:30 Uhr Eishalle am Seilersee in Iserlohn

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:7 (1:1/2:2/1:4)

Strafen

Iserlohn 8(6,2,0)

Eisbären 12 (4,6,2)

Niederlage zum Saisonstart, trotzdem, ohne Eisbären gehen wir nicht nach Haus

Ein neues Meisterbanner prangt über der Eisfläche in der Arena am Ostbahnhof und es gab wieder Fans hinter der Bande. Ein lange nicht mehr gehörter Akkustikteppich trieb die Akteure nach vorn. Erstmal Abwarten ist eh im Eishockey verpönt, möglichst schnell ins gegnerische Drittel und die Scheibe in Richtung Tor. Gleich am 1. Spieltag, zur Saisoneröffnung stellte sich der EHC Red Bull München vor. Mehr geht kaum zum Saisonauftakt. Beide Mannschaften nehmen ja auch an Champions League teil und sind im Wettkampfmodus.

Dem Anfangsdrittel war das deutlich anzumerken. Tempo und rassige Duelle, sofort war es zu spüren, das Eishockeyfeeling. Es war ausgeglichen. Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste 8 Schüsse halten und sein Berliner Kollege deren 6. Es waren Riesenmöglichkeiten dabei. Ein Tor gelang nicht. Mathias Niederberger entschärfte einen Alleingang und auf der Gegenseite scheiterte Leo Pföderl, sein Schuss traf die Latte.

Im Mittelabschnitt ging dafür um so schneller. Nach nur 56 Sekunden landete ein Schuss von Zachary Boychuk im Tor. Die Münchner schlugen nur knapp fünf Minuten später zurück. Ein Tor von Verteidiger Zach Redmond stellte den Spielstand auf 1:1. Anschließend gab es auf jeder Seite mehrfach die Chance auf die Führung. Sie gelang schließlich den Gästen, die in der 37. Minute durch Yannic Seidenberg das Spiel gedreht hatten. Die Münchner waren nicht besser, es war lediglich der eine oder andere Fehler weniger.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einer Riesenchance für die Eisbären. In der 45. Minute neigte sich das Schicksal des Spiels den Gästen zu. Ihnen gelang das erste Tor in Überzahl im Spiel, ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Yasin Ehliz sorgte für die Vorentscheidung. Den Deckel darauf machte in der 48. Minute ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega. Der Fehlstart in die neue Saison nahm konkrete Form an.

Die verbleibenden 12 Minuten reichten nicht mehr aus, um an der Niederlage noch etwas zu ändern. Da lief einiges nicht ganz rund bei den Eisbären. In der 58. Minute hätte Manuel Wiederer für den zweiten Eisbären-Treffer sorgen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Es symptomatisch für das Spiel, den Eisbären wollte nichts gelingen. Die Halle war nach den geltenden Regeln mit 6.450 Zuschauern ausverkauft. Sie forderten die Mannschaft zu einer Geste auf dem Eis, nach einer Niederlage nicht üblich. Aber was ist schon üblich in dieser Zeit. Wir wollen die Eisbären sehen, hoffentlich bald erfolgreicher.

Am kommenden Sonntag, 12. September wartet die erste Auswärtshürde der Saison auf die Eisbären. Die Iserlohn Roosters empfangen die Eisbären in ihrer Halle am idyllischen Seilersee.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga (DEL) 1. Spieltag

09.09.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Fehlstart in die Halbfinalserie – Eisbären verlieren Spiel 1

Die Eisbären erwischten zwar den besseren Start im ersten Spiel der Halbfinalserie, verloren dann aber ihre Linie. Mark Olver brachte die Gastgeber in der MB-Arena bereits in der 2. Spielminute in Führung, doch der in Berlin nicht unbekannte Louis-Marc Aubry schlug zweimal zu und brachte Ingolstadt in Führung. Matt Whithe konnte wieder ausgleichen. Ingolstadt zog erneut auf zwei Tore davon. Mehr als der Anschlusstreffer gelang den Eisbären nicht mehr. Etwas überraschend war aufseiten der Eisbären Leo Pföderl wieder dabei. Seine Verletzung, zugezogen im letzten Hauptrundenspiel, erwies sich glücklicherweise als nicht so schwerwiegend. Er erzielte den Treffer zum 3:4 aus Sicht der Eisbären.

Ein Blick auf die Torfolge zeigt, die Ingolstädter machten ihre Tore genau zum richtigen Zeitpunkt und hielten so die Eisbären in Schach. Eisbären-Trainer Serge Aubin war nicht zufrieden. „Wir haben nicht über 60 Minuten Eishockey gespielt. In den Playoffs musst Du über die gesamte Zeit, Dein bestes Eishockey spielen, sonst klappt es nicht.“

Erneut müssen die Eisbären versuchen, in Spiel 2 der Serie zurückkommen, sonst ist die Saison für sie vorbei. Aussichtslos ist das Unterfangen nicht. Das Leistungsvermögen ist ausgeglichen. Es waren die berühmten Kleinigkeiten, die die Gäste besser machten. Die Special-Teams der Ingolstädter lösten ihre Aufgaben besser. Den Eisbären gelang diesmal kein Tor in Überzahl, während die Gäste ihre Möglichkeiten zu zwei Toren nutzen konnten.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Dasist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft haben. Wir haben unser Spiel einfach nicht über die gesamte Spieldauer gespielt. In den Playoffsmusst du über die kompletten 60 Minuten auf Top-Niveau agieren, sonst gewinnst du keine Partie. Die Special Teams haben heute einen großen Faktor ausgemacht. Sowohl unser Überzahl-als auch unser Unterzahlspiel müssen besser werden. Eswar aber nur ein Spiel der Serie. Wir werden am Mittwoch besser sein und wieder angreifen, um die Serie zurück nach Berlin zu holen.“

Leo Pföderl (Stürmer Eisbären Berlin): „Uns fehlen für den Finaleinzug noch zwei Siege, es hat sich also nichts geändert. Wir hätten das Spiel heute gewinnen können. Dafür hätten wir aber auch die ersten beiden Drittel so spielen müssen, wie wir es im Schlussabschnitt gemacht haben. Wir haben es Ingolstadt jedoch teilweise zu einfach gemacht. Am Mittwoch müssen wir selbstbewusster auftreten und über die komplette Spieldauer unser Spielsystem spielen. Im heutigen Schlussdrittel hat man gesehen, dass Ingolstadt große Probleme hatte, wenn wir unser System aufziehen. Unsere medizinische Abteilung hat einen super Job gemacht, sodass ich doch wieder fit wurde. Auch nach der Pause habe ich mich gut gefühlt.“

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1 26.04.2021 17:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin–ERC Ingolstadt3:4 (1:2, 1:1, 1:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Müller, Ramage (A); Hördler (C), Wissmann (A); Després, McKiernan; Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Boychuk, Olver, Tuomie; Labrie, Streu,Fiore–Trainer: Serge Aubin

ERC Ingolstadt: Garteig (Daws) –Bodie(A), Ellis; Wagner(C), Marshall; Quaas, Schütz; Stachowiak –Kuffner, Aubry, Simpson(A); Wohlgemuth, Pietta, Höfflin; Defazio,Feser,Storm; Detsch, Soramies, Elsner –Trainer: Doug SheddenTore:

Torfolge:

1:0 –01:56 –Olver(Tuomie, Boychuk) –EQ

1:1 –10:15 –Aubry (Simpson, Marshall) –PP1

1:2 –19:01 –Aubry –EQ

2:2 –29:25 –White (Després, Foucault) –EQ

2:3 -37:56 –Ellis (Aubry, Simpson) –EQ

2:4 –40:43 –Aubry (Simpson, Marshall) –PP1

3:4 –44:11 –Pföderl (McKiernan, Noebels) –EQ

Strafen: Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten –ERC Ingolstadt: 8 (0, 4, 4) Minuten Schiedsrichter: Marian Rohatsch, Andre Schrader (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Eisbären feierten ein Schützenfest

Es ging, wie vor den Geisterspielen üblich, auch ein Gruß des Stadionsprechers in die virtuelle Hartmut Nickel Kurve. Hinter beiden Toren in der Arena prangt ein Banner, „Eisbärenfans – Wir vermissen Euch“. Just in diesem Moment verteilte Andre Haase, Chefredakteur des Fanzines „Eisdynamo“ auf der Pressetribüne den Text eines offenen Briefes von Eisbären-Fans an die Geschäftsführung der Eisbären. Nur Fernsehen ist für einen leidenschaftlichen Fan auf Dauer schwer zu ertragen. Diese Fans besitzen meist eine Dauerkarte und darum ging es. Nicht nur für den Verein, auch für den einen oder anderen Fan, sind in der anhaltenden Pandemie wirtschaftlich schwierige Zeiten zu meistern. Einige wollen und brauchen ihr Geld zurück, sind nicht in der Lage es zu stunden.

Auf dem Eis wurde im letzten Spiel der Nord-Gruppe die Düsseldorfer EG deklassiert. Ernsthaft hatten die Gäste nur in den ersten fünf Spielminuten den Eisbären etwas entgegenzusetzen. Im ersten Drittel sorgte die zweite Reihe für Alpträume bei ihren Gegenspielern. Zweimal schlug Leo Pförderl zu und ein weiteres Mal Lukas Reichel, die formidablen Torvorlagen steuerte dreifach Marcel Noebels bei.

Düsseldorf Trainer Harold Kreis wechselte bereits nach nur einem Drittel den Torhüter und es wurde nicht besser. Im Mittelabschnitt schlug die erste Reihe zu und schenkte den Düsseldorfern sogar vier Tore ein. In der 26. Minute war Kristopher Foucault der auf den Zwischenstand von 4:0 stellte. Bis zur letzten Drittelpause schraubten die Eisbären das Ergebnis auf 7:0. Wären jetzt Fans in der Halle gewesen, die Sprechchöre „nur noch drei“ hätten ihren Einsatz gehabt.

Im Schlussabschnitt stellte sich für die Eisbären die Frage, wie kann die Konzentration hochgehalten werden? In der 44. Minute nutze die DEG ein Powerplay und Alexander Ehl überwand seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Mathias Niederberger im Eisbären Tor. Für das Schlussergebnis von 8:1 sorgte Foucault der mit insgesamt drei Treffern der erfolgreichste Schütze in diesem Spiel war.

Komplett enttäuscht war Düsseldorfs Trainer Harold Kreis. Sein Team kassierte nicht nur die höchste Saisonniederlage, es war zugleich die fünfte in Folge. Viel zu erklären hatte er nicht. „Nach dem 0:1 waren wir nur noch im Rückwärtsgang.“

In der DEL geht es weiter mit den Spielen Nord gegen Süd. Der erste Gegner aus dem Süden stellt sich am Sonntag, 21.03. mit den Augsburger Panthern in der Arena vor.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):„ Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir haben unsere Chancen von Beginn an konsequent genutzt. Wir haben sehr einfach aber effizient gespielt. Wir haben unser Spiel über die gesamten 60 Minuten gut durchgezogen und unsere Chancen genutzt. Jetzt geht es gegen die Mannschaften aus der Süd-Gruppe. Darauf freuen wir uns.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das war eine klasse Teamleistung, alle vier Reihen haben sehr gut gespielt. Wir wollten zum Abschluss der Nord-Gruppe unbedingt gewinnen. Wir haben sehr gut und diszipliniert gespielt. Wir haben unser Spiel durchgezogen und nicht nachgelassen, egal bei welchem Spielstand. Das Zusammenspiel mit Leo Pföderl und Lukas Reichel funktioniert ausgezeichnet. Wir verstehen uns super und arbeiten auch für einander. So sind solche Spiele wie heute möglich. Wir wollen der Mannschaft weiterhelfen. Wenn unsere Reihe gut spielt, ist die Chance groß, dass wir punkten. Es wird jetzt ein straffes Programm mit den Spielen gegen die Süd-Teams. Wir müssen aber an uns und unsere Stärken glauben. Wenn wir so spielen wie zuletzt, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft zu verstecken. Ich freue mich auf diese Spiele.“

Kris Foucault (StürmerEisbären Berlin): „Die Reihe um Noebels, Reichel und Pföderl hat uns mit ihren drei Treffern im Startdrittel geholfen, das Momentum auf unserer Seite zu bekommen. Danach lief es sehr gut für uns. Es ist sehr einfach, mit Matt White und Zach Boychuk zusammenzuspielen. Sie sind sehr gute Spieler, die Chemie zwischen uns dreien passt einfach und die Rädchen greifen ineinander. Es macht Spaß mit ihnen zusammen auf dem Eis zu stehen und natürlich macht es auch Spaß, Tore zu schießen. Jetzt geht es gegen die Süd-Teams. Dass wir Tore schießen können, haben wir bewiesen. Wenn wir kompakt verteidigen, können wir mit jeder Mannschaft mithalten.“

DEL 26. Spieltag 13.03.2021 17:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin–Düsseldorfer EG 8:1 (3:0, 4:0, 1:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Hördler (C ), Wissmann (A); Müller, Ramage (A);Després, McKiernan; Mik–White, Boychuk, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl;Tuomie, Streu, Olver; Kinder, Hänelt–Trainer: Serge Aubin

Düsseldorfer EG: Hane (ab 21. Pantkowski) –Jensen, Cumiskey; Brejcak, Nowak; Ebner, Geitner; From–Ehl, Barta, Flaake; Kammerer; Olimb, Fischbuch; Carey, Svensson, Eder;Karachun; Buzas, Jahnke–Trainer: Harold Kreis

Torefolge

1:0–04:18 –Pföderl (Noebels, Ramage)–EQ

2:0 –11:08 –Pföderl (Noebels, Reichel) –EQ

3:0 –16:08 –Reichel (Noebels, Wissmann) –EQ

4:0 –25:39 –Foucault (White) –EQ

5:0 –28:46 –Foucault (McKiernan, White) –EQ

6:0 –33:42 –Boychuk (Noebels, Hördler) –PP1

7:0 –36:41 –White (Pföderl, Boychuk) –EQ

7:1 –43:38 –Ehl (Carey, Cumiskey) –PP1

8:1 –58:06 –Foucault (Boychuk, Després) –EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 8(0, 2, 6) Minuten–Düsseldorfer EG: 6(0, 2, 4) Minuten

Schiedsrichter:

Marc Iwert, Andre Schrader(Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Quelle: Eisbären Medien

Eisbären Auswärtssieg in Krefeld

Die Eisbären Berlin haben den zweiten Auswärtssieg in der laufenden PENNY DEL Saison 2020/21 eingefahren. Am vorgezogenen 28. Spieltag bezwangen die Berliner die gastgebenden Krefeld Pinguine mit 6:1. Durch diesen Sieg verbessern sich die Eisbären in der Tabelle der Gruppe Nord um einen Platz und stehen aktuell an der Spitze des Klassements. Am Freitag,12.02.2021 bestreiten die Eisbären Berlin
direkt ihr nächstes Ligaspiel, um 18:30 Uhr sind die Berliner zu Gast bei den Iserlohn Roosters.

Parker Tuomie (10.) traf im ersten Spielabschnitt zur Eisbären Führung, die Matt White in der 15. Spielminute auf 2:0 ausbaute. Im Mitteldrittel erhöhten zunächst Lukas Reichel (23.) und Leo Pföderl (26.) per Doppelschlag auf 4:0, ehe Zach Boychuk (31.) mit seinem ersten Tor in der PENNY DEL und PC Labrie (35.) zwei weitere Eisbären Treffer folgen ließen. Im Schlussabschnitt konnte Tyanulin (46.) im
Powerplay für Krefeld auf 1:6 verkürzen.

Bei diesem Kantersieg der Eisbären wurden einige Meilensteine erreicht. Pföderls Treffer war der achte Torerfolg im achten Spiel in Folge des Stürmers, gleichbedeutend mit einem neuen Berliner Rekord in der PENNY DEL. Marcel Noebels hat in den letzten zwölf Ligaspielen gepunktet und Kai Wissmanns
Torvorlage zur 1:0-Führung war der 50. Assist des Verteidigers in Deutschlands höchster Spielklasse.
Die Eisbären bestritten dieses Spiel im Rahmen der traditionellen Charity-Aktion „Pink in the Rink“ in pinken Trikots und Stutzen, um mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Krankheit Krebs zu erzeugen. Diese Jerseys werden ebenso in der nächsten Partie gegen Iserlohn zum Einsatz kommen und in der Folge für den guten Zweck versteigert.

Quelle: Eisbären Berlin