Eisbären verlieren Spitzenspiel gegen Straubing

Der Vierte der Tabelle empfing den Dritten, bei dieser Konstellation kann von einem Spitzenspiel gesprochen werden. Sieben Punkte lagen vor dem Match zwischen den Straubingern und den Eisbären. Sie liebäugeln ein bisschen mit dem dritten Platz in der Endabrechnung der Hauptrunde. Je besser die Platzierung, desto mehr Heimrecht gibt es in den Playoffs.

Die Halle am Ostbahnhof war erneut ausverkauft. Die Zuschauer sahen ein packendes Spiel, „das hatte bereits Playoff-Charakter“, wie es Straubings Trainer Tom Pokel ausdrückte. Er durfte das Geschehen anschließend ganz entspannt kommentieren. Seine Mannschaft gewann verdient ein enges Spiel mit dem Fußballergebnis von 2:1.

© 2020 Fotos: Stephan Wenske

Die Eisbären erzielten das erste Tor im Spiel durch Leo Pförderl, dabei blieb es, trotz vieler Chancen. In der 40. Minute, kurz vor der letzten Drittelpause nutzten die Gäste aus Bayern ein Powerplay für den Ausgleich. Constantin Braun brummte auf der Strafbank und
Chasen Balisy netzte ein. Bis dahin gab es viele Chancen auf beiden Seiten. Entweder war es der Torhüter oder es fehlte das letzte Quäntchen Glück.

Im Schlussdrittel blieb das Visier offen, beide wollten den Sieg. Es dauerte bis zur 55. Minute, erst liessen die Eisbären eine Riesenmöglichkeit ungenutzt und im Gegenzug klingelte es.
Antoine Laganière war der Torschütze. Die Zeit reichte nicht mehr, um wenigstens einen Punkt zu retten. Durch die Niederlage ist der dritte Tabellenplatz in weite Ferne gerückt. In der Tabelle sind die Eisbären zwischenzeitlich auf Rang fünf abgerutscht. Am kommenden Sonntag, 2. Februar steht bereits das nächste Heimspiel an. Ab 17:00 Uhr heisst der Gegner dann ERC Ingolstädter Panther.

Hans-Peter Becker

Eisbären mit einem sechs Punkte Wochenende

Zur Partie des 9. Spieltages der DEL reisten die Straubing Tigers als Tabellenzweiter zu den Eisbären. Während die die Straubinger mit 18 Punkten nach acht Spielen sehr gut in die Saison gestartet sind blieben die Eisbären bisher hinter den Erwartungen zurück. Beide hatten ihr Freitagsspiel gewonnen, hofften auf ein Wochenende mit maximaler Punktausbeute.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Es dauerte lediglich sechs Minuten, da landete der Puck im Tor der Gäste aus Straubing. Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan ließ es krachen, aus kurzer Distanz abgefeuert hatte Sebastian Vogl keine Chance der Abwehr. Bis zum Schluss des ersten Drittels blieben die Eisbären gefährlich, während die Tigers aus Straubing auf den Ausgleich drängten. Der gelang ihnen in der 13. Minute, nach einem Alleingang der Nr. 29.

Im Mittelabschnitt war ausgeglichen, beide Mannschaften neutralisierten sich geradezu. Die Verteidigungsreihen behielten den Überblick und den Rest besorgten die Torhüter. Und ein Torhüter sorgte für die Vorentscheidung. In der 43. Spielminute konnte Sebastian Vogl einen eigentlich harmlosen Schuss aus der Ferne, abgegeben – abgefeuert wäre übertrieben – von James Sheppard nicht bändigen und die Eisbären führten mit 2:1. Hatte er den Schuss nicht erwartet, hielt er seine Kelle falsch, der Puck, gemessen mit einer Geschwindigkeit vom 32 km/h rutschte rein. Sein Trainer Tom Pokel meinte nach dem Spiel: „Das ist Hockey, das kann passieren, er hat uns davor im Spiel gehalten, natürlich hätte er den Schuss halten müssen, das weiß er selbst.“ Keine zwei Minuten später funktionierte auch das Power Play der Eisbären, Maxim Lapierre traf zum 3:1.

Die Eisbären legten in der 52. Minute nach durch Louis-Marc Aubry. Es war sein Premierentor in dieser Saison. Er konnte wieder auf seiner angestammten Position als Mittelstürmer spielen. Das 4:1 war bereits deutlich und eine Vorentscheidung. Die Gäste steckten nicht auf und kamen in der der 58. Minute durch Stefan Loibl zum 2:4 Anschlusstreffer. Sie nahmen nach einer Auszeit den Torwart zu Gunsten eines zusätzlichen Stürmers vom Eis und kassierten einen weiteren Gegentreffer. Mark Olver traf für die Eisbären ins leere Straubinger Gehäuse. Damit war das erste Wochenende mit maximaler Ausbeute von sechs Punkten unter Dach und Fach. In einem insgesamt ausgeglichenem Spiel hatten die Eisbären eine kleine Portion mehr Glück. Weiter geht es am kommenden Freitag, 11.10. erneut mit einem Heimspiel, zu Gast sind die Pinguine aus Krefeld.

Die Anreise für diejenigen unter den 11.321 Zuschauern, die öffentlichen Verkehrsmittel den Weg in die Arena fanden war aus Richtung Osten beschwerlich. Ersatzverkehr auf der Straßenbahn – Linie und die S-Bahn fuhr nur bis Ostkreuz.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 9. Spieltag

Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 5:2 (1:1,0:0,4:1)

Tore:

1:0 McKiernan 05:09 (Lapierre, Reichel) 

1:1 Heard 12:26 (/)

2:1 Sheppard 42:24 (Wissmann,Labrie)

3:1 Lapierre 43:56 (Ramage,McKiernan) PP

4:1 Aubry 51:30 (Hördler,Noebels)

4:2 Loibl 57:44 (Connolly,Renner)

5:2 Olver 58:39 (Hördler)

Strafminuten:

Berlin – 8 (0,6,2)

Straubing – 8 (4,2,2)

Torschüsse:

Berlin – 27

Straubing – 40

Zuschauer:11.321 MB-Arena Berlin

Torlos und nur ein Punkt – Niederlage gegen Straubing


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