Wasserfreunde Spandau nehmen Kurs auf Meistertitel 38

Am 6. November beginnt mit dem 1. Spieltag der 1. Bundesliga die 101. Deutsche Meisterschaft der Wasserball-Männer. Seit 1912 wird das beste Team Deutschlands ermittelt. In den Jahren 1914-18, 1935 (Vorbereitung Olympia 1936), 1944-46 und 1972 (Vorbereitung Olympia München) wurde insgesamt zehnmal pausiert. Diese Statistik bezieht sich allerdings nur auf Gesamt- oder Westdeutschland, die DDR-Meisterschaften sind hier nicht einbezogen.

Waspo 98 Hannover hat 2020/21 die 100. Deutsche Meisterschaft gewonnen und steht damit in der Gesamtstatistik mit insgesamt acht Titeln gemeinsam mit Hellas Magdeburg auf Rang 3 dieses Rankings.

Einsame Spitze in der Liste von 18 verschiedenen Deutschen Meistern sind die Wasserfreunde Spandau 04 trotz des späten Starts ihres Titelruns (1979) mit 37 Championaten, gefolgt von Rote Erde Hamm (11). Waspo hat sich erst mit den drei Erfolgen 2018, 2020 und 2021 einen Platz auf dem Podest erarbeitet, Spandau war letztmals 2019 Meister, dank einer 3:0-Finalserie gegen die Niedersachsen.

Auch das gerade angelaufene Spieljahr begann mit einem Sieg Waspos gegen Spandau (18:14) beim pandemiebedingt in den Oktober 2021 verschobenen Pokalfinale der Saison 20/21 in Berlin. Waspo erzielte so das Triple.

Nur zwei Wochen später holten sich die Berliner in Hannover per 13:12-Triumph im Supercup den ersten Titel der Saison 2021/22 beim traditionellen Spieljahresauftakt und -vorspiel. „Das war vor allem mental und psychologisch ein wichtiges Ergebnis für uns, weil es zeigt, dass wir Waspo in Finalspielen schlagen können“, sagte Kapitän Marko Stamm, der anderthalb Minuten vor Ultimo den entscheidenden Treffer für die Wasserfreunde erzielte.

Die Sicht vieler Beteiligter auf die nun anlaufende Saison hat sich mit dem Supercup und seinem dramatischen Verlauf verändert. Spandaus Vorgabe für die Bundesliga aber bleibt die gleiche: „Aus der Vereinsgeschichte heraus und unserem sportlichen Ehrgeiz entsprechend können wir gar kein anderes Ziel haben, als die nationale Nummer 1 zu sein und Meister zu werden“, erklären Trainer Petar Kovacevic und Manager Peter Röhle unisono.

Potsdam hat im Vergleich zur Vorsaison einige Personalveränderungen zu verzeichnen. Das Team wurde weiter verjüngt und hat laut Trainer Alexander Tchigir „deutlich bescheidenere Ziele“. Man wolle, so die Torwart-Legende, „gut durch die Saison kommen, klar die A-Gruppe halten und die jungen Spieler an das Herren-Niveau heranführen“.

Beim traditionellen Vorbereitungsturnier, dem 12. Andreas-Ehrl-Cup am vergangenen Wochenende, belegten die „Orcas“ von vier Erstligisten Platz 2, weil sie unter drei punktgleichen Wettbewerbern das leicht schlechtere Trefferverhältnis als der Erste in den Partien untereinander hatten.

Am Samstag, 6.11. gegen Spandau werden einige aus dem Potsdamer Männer-Turnierteam fehlen, da neben angeschlagenen Spielern auch noch drei Aktive (Florian Burger, Finn Taubert, Till Hofmann) fehlen, weil sie zur gleichen Zeit bei der deutschen U16-Endrunde in Krefeld in Aktion sein werden. Die Potsdamer Erwartungen sind folglich zurückhaltend. „Wir wollen den Auftakt ohne weitere Verletzungen hinter uns bringen“, sagt der Sportliche Leiter André Laube, der den „eigentlichen Saisonstart“ für Potsdam mit dem Heimmatch am 13. November gegen die White Sharks sieht.

Der nächste Einsatz der Berliner dagegen folgt bereits am 10. November, wenn die Wasserfreunde in der Schwimmhalle Schöneberg (19 Uhr) Waspo 98 Hannover zum 2. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde empfangen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga Saison 2021/2022

Gruppe A, 1. Spieltag 06. November 2021

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Schwimmbad Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau 04 landet den ersten Sieg nach der Corona-Pause

Am Dienstagabend trafen sich die beiden rivalisierenden Teams, die Wasserfreunde Spandau 04 und Herausforderer Waspo 98 Hannover, vor Corona bedingt limitierter nur 102 Zuschauern.

Das Ende des als „Entscheidungsspiel“ über Platz 1 der Setzliste für das Halbfinale firmierenden Matches war mit den letzten vier Begegnungen vergleichbar. Denn sowohl im Best-of-Five-Finale um die Meisterschaft 2018/2019 als auch im Spiel in der im März unterbrochenen Bundesliga-Saison gewannen die Spandauer und ließen damit trotz zum Teil enger Spiele eine Ahnung früherer Dominanz aufkommen.

Das war auch diesmal so, denn in der Partie, in der laut 04-Kapitän Marko Stamm, der nach eigenem Bekunden erst nach anderthalb Vierteln „richtig in das Match kam“, war auf beiden Seiten die fast halbjährliche Corona-Pause in der hohen Fehlerquote und den Mängeln im Spielaufbau, der Chancenverwertung und mit zunehmender Spieldauer schwindender Konzentration und Kondition zu spüren. Andererseits aber gab es auch eine Reihe von Szenen, die zeigten, dass hier keine Wasserball-Anfänger, sondern Könner ihres Fachs agierten. Spandau hatte die Spielkontrolle klar in den Händen, machte aus dem knappen 3:2 nach dem Startviertel ein 7:4 zur Halbzeit und danach im dritten Abschnitt gleich mehrfach Vier-Tore-Führungen (8:4, 9:5, 11:7). Hier fiel besonders der vierfache Torschütze Stefan Pjesivac auf.

„Wir hätten das nur ganz ruhig nach Haus spielen müssen“, sagte Marko Stamm. „Stattdessen haben wir sie noch einmal zurückkommen lassen, und anderthalb Minuten vor Schluss stand es plötzlich nur noch 11:10 aus unserer Sicht“, zog der Kapitän Bilanz, der „genügend Lernstoff für die kommenden Begegnungen“ entdeckte. 23 Sekunden vor Ultimo hatte er selbst mit einem Gewaltwurf aus der Distanz allen Waspo-Hoffnungen auf eine kaum noch für möglich gehaltene „Wende“ ein Ende gemacht und die Partie entschieden.

Die nächsten Auftritte der Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic stehen schon unmittelbar bevor. Am Wochenende – Freitag auswärts, Sonntag daheim in Schöneberg – sind die beiden Halbfinalspiele gegen den OSC Potsdam zu absolvieren. Der OSC hat sich am Wochenende beim Viertelfinal-Viererturniers mit dem zweiten Rang hinter den White Sharks Hannover einen der beiden Qualiplätze für die Vorschlussrunde gesichert. Am Dienstag waren die OSC-Vertreter aufmerksame Beobachter des Spandauer Re-Starts in die Saison, um zu entdecken, wo es vielleicht doch Schwachstellen des Favoriten gibt, die ihn ins Wackeln bringen können. Die Vorsaison kann dabei kein Maßstab sein. Auch damals trafen sich die beiden Teams im nach Best-of-Three-Modus gespielten Halbfinale. Spandau landete mit 12:9 (auswärts), 18:5 und 21:5 drei klare Siege.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:10 (3:2,4:2,4:3,1:3)

Torschützen: Spandau – Pjesivac 4, Jüngling 3, Stamm 2, Cagalj, Deudovic und Strelezkij je 1; Waspo – Nagaev 4, Schütze 2, Real, D. Brguljan, M. Brguljan und Tobias Preuß je 1

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2019/20 Playoff-Halbfinale (Hin- und Rückspiel)

Freitag, 28. August 2020

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:30 Uhr

Spielort: Sportbad „blu“, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Sonntag, 30. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 14:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Pokal-Viertelfinale – Spandau 04 zu Gast bei den White Sharks Hannover

Es ist der zweite von nur drei Auftritten der Wasserballer von Spandau 04 im Februar. Dennoch befinden sich die Spieler in erheblichem Leistungsstress. Denn der Rest des Monats bereitet sich die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm auf das Olympia-Qualifikationsturnier Ende März in Rotterdam vor. Und zu dieser Auswahl gehört das halbe Team von Spandau 04.

Dieses Viertelfinale im DSV-Pokalwettbewerb in Hannover ist das 2. Spiel des Jahres auf DSV-Ebene. Die Berliner spielten bereits vor 6 Tagen in Hannover bei den White Sharks und gewannen das Bundesligaspiel ungefährdet und überlegen mit 19:7.

Der Sieger der aktuellen Partie spielt dann im Pokal-Final-Four eine Woche vor Ostern am 3./4. April.

Spandau hat den in dieser Saison zum 48. Mal ausgetragenen Pokal 30-mal seit 1972 gewonnen, zuletzt 2015. Zuletzt durfte dreimal in Serie Waspo Hannover den „Pott“ in die Höhe stemmen. Im Vorjahr nach 10:9 im finalen Fünfmeterwerfen.

In den drei weiteren Viertelfinals stehen sich der Vorjahrs-Dritte ASC Duisburg und Ludwigsburg 08, Poseidon Hamburg und Waspo Hannover sowie Krefeld 72 und der OSC Potsdam gegenüber. Das Viererfeld des Final Four scheint damit bereits festzustehen. Aber der Pokal hat ja angeblich eigene Gesetze.

Für Spandau gilt es, nach dem 8:7-Auswärtssieg in der Champions League am Mittwoch bei Szolnoki VK in Ungarn, vor allem die Spannung hochzuhalten und sich angesichts eines sicher geglaubten Erfolges nicht hängen zu lassen. Beim CL-Gewinner von 2017, in dessen Reihen mehrere frische ungarische Europameister standen, zeigten die Wasserfreunde auch trotz einiger fehlender Stammkräfte (Kholod, Stamm, Gielen) ihr Potenzial, wenn sie an ihre Grenzen gehen. Anders als in vielen Partien zuvor, in denen sie auf Augenhöhe spielten, aber dennoch verloren, belohnten sie sich diesmal für ihren couragierten Auftritt.

Zunächst ist die Pflichtaufgabe, das Pokal-Viertelfinale zu bewältigen. „Wir haben uns vorgenommen, da weiterzumachen, wo wir in Szolnok aufgehört haben“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Sonntag, 09. Februar 2020

White Sharks Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 13:30 Uhr

Spielort: Sportleistungszentrum, Ferd.-Wilhelm-Fricke-Weg 2a, 30169 Hannover