Eisbärensieg in Straubing

Was im Heimspiel gegen Mannheim nicht funktionierte, machten die Eisbären drei Tage später im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers viel besser. Zwei Treffer fielen im Powerplay, einer in voller Mannschaftsstärke und der vierte Treffer hatte Seltenheitswert. In Unterzahl, nur drei Eisbären gegen sechs Tiger, ohne Goalie und Blaine Byron gewann das Bully vor dem eigenen Tor und traf ins leere Gehäuse, ein shorthander 2 plus empty net. Byron traf bereits zum 1:0 und erzielte somit seine ersten beiden DEL-Tore für die Eisbären.

Im Tor der Eisbären stand wieder Mathias Niederberger, der es seinem Kollegen Tobias Ancicka nachmachte und seinen ersten Shutout der Saison erzielte. Trainer Serge Aubin sprach von einem hart umkämpften Spiel und das seine Mannschaft unbedingt auf die Siegerstraße zurückwollte. Ein Sonderlob gab es für den Goalie, „er hat sehr gut gehalten“.

Bereits am kommenden Freitag, 24.09. geht es für die Eisbären in der heimischen Arena weiter. Zu sind die furios in die Saison gestarteten Grizzlys aus Wolfsburg. Sie führen aktuell zusammen mit München die Tabelle an. Die Eisbären sind jetzt sechster mit vier Punkten weniger.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag 22.09.2021 19:30 Uhr Eisstadion „Am Pulverturm“ Straubing

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 0:4 (01:0/0:0/0:3)

Eisbären sichern sich die Teilnahme an den Playoffs

Mit einem 1:0 Sieg am Mittwoch, 31. März gegen Straubing Tigers festigten die Eisbären ihren Tabellenplatz eins sicherten sich die Teilnahme an den Playoffs. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Giovanni Fiore (52./SH1) in Unterzahl. Für Mathias Niederberger war es das fünfte Spiel ohne Gegentreffer in der laufenden Spielzeit.

Am Ostersonntag, den 4. April treten die Berliner wieder auswärts an und sind beim EHC Red Bull München zu Gast. Spielbeginn ist um 14:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):„Natürlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Man hat deutlich gesehen, dass beide Mannschaften zuletzt vier Spiele in sechs Tagen absolviert haben und die Spieler müde waren. Es war eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Das Unterzahlspiel beider Teams war sehr gut und dann ist es manchmal diese eine Chance, die man bekommt und nutzen muss. Jetzt müssen wir uns erholen und die freien Tage bis zum nächsten Spiel am Sonntag nutzen.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg. Mathias Niederberger hat heute wieder einmal großartig gehalten. Es war ein hartes Spiel, wir haben aber einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. Das ist das Wichtigste. Ich freue mich natürlich, das entscheidende Tor erzielt zu haben. Matt White hat daran aber auch einen großen Anteil. Zweifellos ist es schwer, wenn so viele Spieler fehlen. Wir haben aber einen tiefen Kader und die anderen Jungs können auch sehr gutes Eishockey spielen.“

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das war ein hart umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften haben versucht, so wenige Fehler wie möglich zu machen. Man hat gemerkt, dass beide Teams zuletzt sehr viele Spiele zu absolvieren hatten. Wir haben aber die gesamte Partie solide gespielt und in Unterzahl sehr gut verteidigt. Mathias Niederberger hat wieder klasse gehalten und unser Sieg war verdient. Unsere jungen Spieler haben großartig gespielt und waren ein wichtiger Faktor heute.“

Endergebnis: Eisbären Berlin–Straubing Tigers 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen in Straubing

In der sogenannten Verzahnungsrunde (Nord gegen Süd) hatten die Straubing Tigers bisher alle Vergleiche gewonnen. Das Stoppzeichen setzten die Eisbären und gewannen in Niederbayern mit 3:1. Es war wieder Verteidiger Ryan MacKiernan der, wie zuletzt in Berlin, für den ersten Treffer der Partie sorgte. Es blieb aber dieses Mal nicht der Einzige. Den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte der erst 17-jährige Adrian Klein, der sich anschließend den Puck sicherte. Es war sein erster Treffer in der DEL. Die Eisbären nutzten zwei Überzahlspiele für die Treffer zwei und drei.

Es war der erste Teil des Ausflugs nach Bayern. Es geht bereits am Montag, 29. März mit dem nächsten Spiel in Nürnberg, bei den Ice-Tigers weiter.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein wichtiger Auswärtssieg und ein Erfolg des Charakters. Das letzte Spiel gegen Ingolstadt hatte viel Kraft gekostet. Wir agierten sehr gut als Team und haben auch heute einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. Unser Unterzahlspiel war heute wieder hervorragend und Tobias Ancicka hat sehr gut gespielt. Unser Powerplay hat anfangs nicht so gut funktioniert. Wir sind aber ruhig geblieben, haben Lösungen gefunden und noch zwei wichtige Tore geschossen. Jetzt gilt unser Fokus unserer morgigen Partie gegen Nürnberg.

“Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Es war eine starke Defensivleistung unserer Mannschaft und Tobias Ancicka hat super gehalten. Wir haben dem Gegner nicht viel Platz gelassen und unsere Chancen genutzt. Wir haben Straubing vorab im Meeting analysiert und unser Unterzahlspiel war sehr gut. Es war wichtig, dass wir den Puck schnell und tief gespielt haben und direkt in den Forecheck übergegangen sind.“

Kai Wissmann (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir hatten uns vorgenommen, kompakt zu spielen. Das ist uns gut gelungen. In Unterzahl haben wir hart gearbeitet und die Pucks immer wieder aus unserem Drittel rausgebracht. Im ersten Drittel hat unser Powerplay nicht ganz so gut funktioniert wie in den letzten Partien. Am Ende hat es dann aber mit den zwei Treffern den Sieg für uns gesichert. Gegen Nürnberg erwarte ich morgen ein enges Spiel. Wir müssen aber auf uns schauen und unseren Spielplan durchziehen. Dann stehen die Chancen gut, dass wir auch diese Begegnung gewinnen werden.“

DEL 32. Spieltag

28.03.2021 14:30 Uhr Eisstadion Am Pulverturm Straubing

Straubing Tigers –Eisbären Berlin 1:3 (0:0,1:2,0:1)

Aufstellungen:

Straubing Tigers: Vogl(Eisenhut) –Brandt, Kohl; Gormley, Klein; Eriksson, Schopper–Baßler, Eder, Ziegler; Laganiére, Balisy, Tropp; Mouillierat, Brunnhuber, Williams; Latta, Mulock, Acolatse –Trainer: Tom Pokel

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) –Müller, Ramage (A); Hördler (C), Wissmann (A); Després,McKiernan –Mik, Olver, Tuomie; White, Boychuk, Fiore; Noebels, Reichel, Pföderl; Dietz, Kinder, Hänelt–Trainer: Serge Aubin

Tore:

0:1–28:21 –McKiernan (White, Müller)–EQ

1:1 –36:41 –Klein (Kohl, Mouillierat) –EQ

1:2 –38:59 –Boychuk (Reichel, Noebels) –PP1

1:3 –47:33 –Olver (White, Müller) –PP

Strafen: Straubing Tigers: 16 (6, 8, 2) Minuten –Eisbären Berlin: 12 (2, 4, 6) Minuten Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Gordon Schukies (Jonas Merten, Marius Wölzmüller)

Quelle: EHC Eisbären Berlin

Eisbären verlieren Spitzenspiel gegen Straubing

Der Vierte der Tabelle empfing den Dritten, bei dieser Konstellation kann von einem Spitzenspiel gesprochen werden. Sieben Punkte lagen vor dem Match zwischen den Straubingern und den Eisbären. Sie liebäugeln ein bisschen mit dem dritten Platz in der Endabrechnung der Hauptrunde. Je besser die Platzierung, desto mehr Heimrecht gibt es in den Playoffs.

Die Halle am Ostbahnhof war erneut ausverkauft. Die Zuschauer sahen ein packendes Spiel, „das hatte bereits Playoff-Charakter“, wie es Straubings Trainer Tom Pokel ausdrückte. Er durfte das Geschehen anschließend ganz entspannt kommentieren. Seine Mannschaft gewann verdient ein enges Spiel mit dem Fußballergebnis von 2:1.

© 2020 Fotos: Stephan Wenske

Die Eisbären erzielten das erste Tor im Spiel durch Leo Pförderl, dabei blieb es, trotz vieler Chancen. In der 40. Minute, kurz vor der letzten Drittelpause nutzten die Gäste aus Bayern ein Powerplay für den Ausgleich. Constantin Braun brummte auf der Strafbank und
Chasen Balisy netzte ein. Bis dahin gab es viele Chancen auf beiden Seiten. Entweder war es der Torhüter oder es fehlte das letzte Quäntchen Glück.

Im Schlussdrittel blieb das Visier offen, beide wollten den Sieg. Es dauerte bis zur 55. Minute, erst liessen die Eisbären eine Riesenmöglichkeit ungenutzt und im Gegenzug klingelte es.
Antoine Laganière war der Torschütze. Die Zeit reichte nicht mehr, um wenigstens einen Punkt zu retten. Durch die Niederlage ist der dritte Tabellenplatz in weite Ferne gerückt. In der Tabelle sind die Eisbären zwischenzeitlich auf Rang fünf abgerutscht. Am kommenden Sonntag, 2. Februar steht bereits das nächste Heimspiel an. Ab 17:00 Uhr heisst der Gegner dann ERC Ingolstädter Panther.

Hans-Peter Becker

Vier Punkte für die Eisbären in 24 Stunden

Zwischen dem Auswärtssieg im bayerischen Straubing und dem folgenden Heimauftritt gegen den Tabellennachbarn Fischtown Pinguins Bremerhaven lagen nur etwas mehr als 24 Stunden. Der Spielplan hat es in sich. Im alten Jahr, bereits am kommenden Montag, 30. Dezember steht das nächste Heimspiel auf dem Programm.

In Straubing, beim Überraschungsteam in dieser Saison, wurden – nicht unbedingt erwartet – drei Punkte mit nach Berlin genommen. Gegen Bremerhaven gelang es wenigsten einen Punkt in Berlin zu behalten. Die Voraussetzungen waren für beide Mannschaften gleich, kurze Bänke, ein Spiel am Vortag und Reisestress. Im ersten Drittel machte sich das vor allem bei den Gästen bemerkbar. Die Eisbären waren besser im Spiel, hatten die besseren Möglichkeiten. Die Führung erzielten die Gäste. In der 20. Spielminute, es waren noch 49 Sekunden auf der, da fälschte Ross Mauermann einen Schuss Mark Zengerle unhaltbar für Sebastian Dahm ab und das Spiel war eigentlich auf den Kopf gestellt.

Im Mittelabschnitt musste schlimmes befürchtet werden. Die Gäste schraubten das Ergebnis zur zwischenzeitlichen 4:0 Führung nach oben. Das 2:0 erzielte Justin Feser und dann schlug Alexander Friesen noch zwei Mal zu. Die Antwort der Eisbären gelang noch im Mittelabschnitt. Der Torschütze war Ryan McKierman, die Eisbären nutzten ein Powerplay und hatten zwei Spieler mehr auf dem Eis.

Im Schlussabschnitt zeigten die Eisbären ihre bemerkenswerten Comeback-Qualitäten und machten den Rückstand von drei Toren wett. Frank Hördler schlug zweimal innerhalb von drei Minuten zu. Das veranlasste Gäste-Trainer Thomas Popiesch eine Auszeit zu nehmen. Ermöglichten im Mittelabschnitt krasse Abwehrfehler die Gästeführung, so waren jetzt die Eisbären, die die Unaufmerksamkeiten in der Gästeabwehr gnadenlos bestraften. Es waren auch die beherzten Soloauftritte von Austin Ortega, Frank Hördler und James Sheppard, die etwas gegen eine Heimniederlage gegen Bremerhaven hatten.

Nach den 60 effektiven Spielminuten blieb es beim 4:4 und beide bekamen ihren Punkt. In der Verlängerung musste nicht lange gespielt werden. Bereits nach 29. Sekunden war der Puck im Eisbären-Tor, Patrick Jospeh Albers Schuss wurde erst abgewehrt, er bekam den Abpraller erneut vor die Kelle und es war passiert.

Die Arena war ausverkauft. Am Schluss jubelten die mitgereisten 1.000 Fans aus Bremerhaven, die einen Sonderzug geordert hatten. Viel Zeit zum verschnaufen bleibt nicht, bereits am Montag, einen Tag vor Silvester, kommen Augsburger Panther nach Berlin. In der Tabelle bleiben die Eisbären auf Platz vier.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

32. Spieltag 27.12.2019 MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200

EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven

Ergebnis: 4:5 nach OT (0:1/0:3/3:0) 0:1

Tore:

0:1 Mauermann 19:06 (Zengerle,Espeland)

0:2 Feser 24:39 (Mauermann)

0:3 Friesen 27:00 (Mauermann,Espeland)

0:4 Friesen 31:43 (Feser)

1:4 McKiernan 33:28 (Hördler,Ortega) 5-3

2:4 Hördler 40:33 (Labrie,Lapierre)

3:4 Hördler 43:38 (Ferraro)

4:4 Sheppard 44:54 (Noebels)

4:5 Alber 60:29 (Feser,Friesen)

Strafminuten:

Berlin – 32

Bremerhaven – 27

Torschüsse:

Berlin – 2

Bremerhaven – 6

Eisbären mit einem sechs Punkte Wochenende

Zur Partie des 9. Spieltages der DEL reisten die Straubing Tigers als Tabellenzweiter zu den Eisbären. Während die die Straubinger mit 18 Punkten nach acht Spielen sehr gut in die Saison gestartet sind blieben die Eisbären bisher hinter den Erwartungen zurück. Beide hatten ihr Freitagsspiel gewonnen, hofften auf ein Wochenende mit maximaler Punktausbeute.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Es dauerte lediglich sechs Minuten, da landete der Puck im Tor der Gäste aus Straubing. Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan ließ es krachen, aus kurzer Distanz abgefeuert hatte Sebastian Vogl keine Chance der Abwehr. Bis zum Schluss des ersten Drittels blieben die Eisbären gefährlich, während die Tigers aus Straubing auf den Ausgleich drängten. Der gelang ihnen in der 13. Minute, nach einem Alleingang der Nr. 29.

Im Mittelabschnitt war ausgeglichen, beide Mannschaften neutralisierten sich geradezu. Die Verteidigungsreihen behielten den Überblick und den Rest besorgten die Torhüter. Und ein Torhüter sorgte für die Vorentscheidung. In der 43. Spielminute konnte Sebastian Vogl einen eigentlich harmlosen Schuss aus der Ferne, abgegeben – abgefeuert wäre übertrieben – von James Sheppard nicht bändigen und die Eisbären führten mit 2:1. Hatte er den Schuss nicht erwartet, hielt er seine Kelle falsch, der Puck, gemessen mit einer Geschwindigkeit vom 32 km/h rutschte rein. Sein Trainer Tom Pokel meinte nach dem Spiel: „Das ist Hockey, das kann passieren, er hat uns davor im Spiel gehalten, natürlich hätte er den Schuss halten müssen, das weiß er selbst.“ Keine zwei Minuten später funktionierte auch das Power Play der Eisbären, Maxim Lapierre traf zum 3:1.

Die Eisbären legten in der 52. Minute nach durch Louis-Marc Aubry. Es war sein Premierentor in dieser Saison. Er konnte wieder auf seiner angestammten Position als Mittelstürmer spielen. Das 4:1 war bereits deutlich und eine Vorentscheidung. Die Gäste steckten nicht auf und kamen in der der 58. Minute durch Stefan Loibl zum 2:4 Anschlusstreffer. Sie nahmen nach einer Auszeit den Torwart zu Gunsten eines zusätzlichen Stürmers vom Eis und kassierten einen weiteren Gegentreffer. Mark Olver traf für die Eisbären ins leere Straubinger Gehäuse. Damit war das erste Wochenende mit maximaler Ausbeute von sechs Punkten unter Dach und Fach. In einem insgesamt ausgeglichenem Spiel hatten die Eisbären eine kleine Portion mehr Glück. Weiter geht es am kommenden Freitag, 11.10. erneut mit einem Heimspiel, zu Gast sind die Pinguine aus Krefeld.

Die Anreise für diejenigen unter den 11.321 Zuschauern, die öffentlichen Verkehrsmittel den Weg in die Arena fanden war aus Richtung Osten beschwerlich. Ersatzverkehr auf der Straßenbahn – Linie und die S-Bahn fuhr nur bis Ostkreuz.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 9. Spieltag

Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 5:2 (1:1,0:0,4:1)

Tore:

1:0 McKiernan 05:09 (Lapierre, Reichel) 

1:1 Heard 12:26 (/)

2:1 Sheppard 42:24 (Wissmann,Labrie)

3:1 Lapierre 43:56 (Ramage,McKiernan) PP

4:1 Aubry 51:30 (Hördler,Noebels)

4:2 Loibl 57:44 (Connolly,Renner)

5:2 Olver 58:39 (Hördler)

Strafminuten:

Berlin – 8 (0,6,2)

Straubing – 8 (4,2,2)

Torschüsse:

Berlin – 27

Straubing – 40

Zuschauer:11.321 MB-Arena Berlin

Eisbären starten in die Play-offs

Nach dem dem letzten Spiel der Hauptrunde, es war ein 2:0 Sieg gegen Düsseldorf äußerte deren Trainer Harold Kreis, froh darüber zu sein, dass die Spiele um Punkte endlich vorbei sind. Die Düsseldorfer können in aller Ruhe zuschauen, ob sich die Eisbären in einer best of three Serie noch für das Viertelfinale qualifizieren können.

Am Mittwoch, 6. März geht es los im Eisstadion am Pulverturm in Straubing. Die dort 5.825 Plätze sind längst ausverkauft und beide können noch hoffen, dass die Saison in dieser Woche nicht bereits zu Ende ist. Zwei Siege sind nötig und da Straubing als Tabellenachter sieben Punkte mehr holte, als die Eisbären einen Platz dahinter, dürfen sie zu Hause beginnen. Für Straubing bedeuten die 81 Punkte das bisher erfolgreichste Abschneiden in einer DEL-Saison. Als sie in der Saison 2011/12 bis ins Halbfinale einzogen, waren es nur 80 Punkte. Mit Jeremy Williams (30 Tore und 28 Vorlagen) haben sie zudem den aktuellen Topscorer der Liga in ihren Reihen.

In der laufenden Saison haben die Eisbären mit den Tigers aus Straubing keine guten Erfahrungen gemacht. Lediglich ein Spiel konnten die Eisbären siegreich gestalten. Am 22. Spieltag, am 27.11.2018 schickten sie die Tigers mit 0:4 zurück nach Bayern. Zuletzt verloren sie – am 19. 02., vor zwei Wochen – mit 3:7 am Pulverturm. Insofern sind Prognosen schwierig. Eisbären Torwart Kevin Poulin schätzt die Chancen mit fifty fifty ein.

Bei den Eisbären haben sich die Spielreihen wieder gefüllt. Verletzt sind zu Beginn der Playoffs Mark Olver, Florian Busch, Mark Cundari und Thomas Oppenheimer. Die Akteure, die spielen können, zeigten eine ansteigende Form, gerade rechtzeitig. Bei den Tigers hat sich Verteidiger Sena Acolatse selbst aus dem Spiel genommen. Der Strafzeitenkönig (173 Minuten) checkte im letzten Hauptrundenspiel gegen Ingolstadt, Ex-Eisbär Darin Olver aus dem Spiel und wurde von der Disziplinarkommission für vier Spiele gesperrt. Er war ja auch beim obenerwähnten 4:0 Erfolg der Eisbären auffällig geworden, als er sich mit Eisbär Martin Buchwieser eine wüste Schlägerei lieferte.

Können die Eisbären ihre bisher mehr desaströs abgelaufene Saison ein bisschen oder sogar ganz retten ? Das berühmte „bisschen“ wäre der Einzug in das Viertelfinale, ganz zu retten wäre sie nur mit dem Erringen des Meistertitels. Das gelang 2014 dem ERC Ingolstadt, mit der fast identischen Ausgangslage, in den Pre Play-offs räumten sie die Eisbären aus dem Weg. Jetzt müsste es umgekehrt kommen. Wunder gibt es immer wieder und auf dem Weg dorthin ist es Glaube, Liebe und Hoffnung. Ein Fakt war nach der Saison 2014 noch bemerkenswert, zum Manager des Jahres wurde Stephane Richer gekürt. Damals war er in dieser Funktion bei den nicht mehr existierenden Hamburg Freezers tätig. Mit 102 Punkten wurden sie Spitzenreiter der Hauptrunde, scheiterten im Playoff-Halbfinale an Ingolstadt.

Hans-Peter Becker

Sieg im letzten Spiel der Hauptrunde

Wie lang geht sie noch, die Saison für den Finalisten des vergangenen Jahres ? Ein Playoff Spiel auf jeden Fall, die Straubing Tigers werden anreisen. Im letzten Spiel der Hauptrunde ging es für die Eisbären lediglich um die Ehre, Platz 9 in der Tabelle und somit die Teilnahme an den Playoffs stand bereits fest. Für die Gäste aus der Karnevalshochburg Düsseldorf stand dagegen mehr auf dem Spiel. Sie waren als Tabellenfünfter angereist und hätten im Falle eines Sieges mit drei Punkten, auf Grund des guten Torverhältnisses auf Platz 3 springen können.

Daraus wurde nichts, viel mehr als eine gute Anfangsphase hatten die Gäste nicht zu bieten. Es gelang ihnen kein Treffer, so dass die Eisbären einen in dieser Saison seltenen zu Null Sieg feiern konnten. Ledig deren drei waren es in 52 Spielen. Eisbären Goalie Kevin Poulin hatte mit einigen großartigen Taten einen gehörigen Anteil an dem 2:0 Erfolg. Neben dem doppelten Torschützen Louis-Marc Aubry anvancierte er zum Spieler des Tages.

Sein erster Treffer gelang ihm in der 30. Spielminute, die Eisbären hatten Überzahl und im Gewühl vor dem Düsseldorfer Tor brachte er den Puck über die Linie. Die endgültige Entscheidung fiel erst in der Schlussminute. Der Puck, abgeschossen von Aubry fand den Weg in das verlassene Düsseldorfer Tor. Durch diese Niederlage rutschten die Düsseldorfer auf Tabellenplatz 6 ab, qualifiziert für das Viertelfinale waren sie bereits vorher. Düsseldorfs Trainer Harold Kreis war mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber froh, dass die Hauptrunde um die Punkte zu Ende ist. Im Viertelfinale treffen sie auf den Überraschungsdritten Augsburg. „Wer weiß, vielleicht sie wir uns im Finale wieder.“

Daran will im Lager der Eisbären so keiner richtig glauben. Nach Köln wurde Düsseldorf geschlagen, für das Selbstbewußtsein sicherlich förderlich. Nach dem Spiel begaben sich die Spieler hinter die Bande, direkt vor die Stehplatz-Tribüne, um sich bei den treuesten Fans zu bedanken. Die Halle war, wie gegen Köln, ausverkauft. Damit belegen die Eisbären wenigstens den Spitzenplatz in der Zuschauergunst. Nach dem Saisonende für die Eisbären wird vieles zu analysieren sein. Egal wie erfolgreich die Playoffs verlaufen werden, einen größeren Umbruch muss es geben. Eine Reizfigur der Fans ist Sportdirektor und Trainer Stephane Richer. Es gab wieder Pfiffe vor dem Spiel gegen ihn.

Hans-Peter Becker

Torlos und nur ein Punkt – Niederlage gegen Straubing

Das Spiel begann nicht pünktlich, weil die Schiedsrichter eine andere Aufstellung der „Starting Six“ auf dem Zettel hatten. Es war ein Schreibfehler, jedenfalls wurde es so kommuniziert, sonst hätte das Spiel mit einer Strafzeit für die Eisbären begonnen. So begann es mit einer Chance für Jonas Müller.

Das Spiel gegen den Tabellensiebten aus Straubing sollte weitere Punkte im Kampf um die direkte Playoff Qualifikation liefern. In Berlin war für die Tigers aus Straubing selten etwas zu holen. In dieser Saison wurde am 27. November 2018, es war der 22. Spieltag, mit 4:0 gewonnen. Die Welt der Eisbären war da noch halbwegs in Ordnung. Mit einem Punkt Vorsprung lagen sie auf Platz sechs vor den Straubingern auf Platz sieben. In der Zwischenzeit zogen die Tigers an den Eisbären vorbei, reisten mit fünf Punkten Vorsprung in der Tabelle nach Berlin und konnten ihn am Ende des Spieltages um einen Punkt vergrößern.

In einem Spiel der verpaßten Gelegenheiten verloren die Eisbären mit 0:1 nach Penalty. Straubings Trainer Tom Pokel wollte ein tolles Eishockeyspiel gesehen haben. Nun gut, jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Viel Spektakel hat bedeutet nicht zwingend Qualität. Das Spiel blieb über 65 effektive Spielminuten ohne ein einziges Törchen. Selbst das Penaltyschiessen zur Ermittelung des Zusatzpunktes benötigte eine Verlängerung. Kurz vor 22:00 Uhr am Freitagabend vor 31.619 Zuschauern, darunter eine beachtliche Anzahl von Fans der Straubinger, erlöste Jeremy Williams alle am Spiel Beteiligten und verwandelte seinen Penalty. Er war zuvor als erster Schütze für Straubing noch gescheitert und trat gleich wieder an. Williams ist mit aktuell 20 Toren der erfolgreichste Schütze der DEL.

Die Eisbären kamen schwer in das Spiel, steigerten sich ab dem Mittelabschnitt und hatten am Ende kein Glück. Ein mageres Pünktchen blieb die Ausbeute. Die direkte Qualifikation für die im März beginnenden Playoffs wird ein immer schwereres Unterfangen. Vor dem nächsten Spiel, auswärts am kommenden Sonntag, 6. Januar in Krefeld, müssten sechs Punkte aufgeholt werden.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey-Liga DEL
36. Spieltag MB-Arena Berlin
04.01.2019 19:30 Uhr

EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers 0:1 n.P. (0:0/0:0/0:0/0:0)
Zuschauer: 13.619

Tore Fehlanzeige

Penalty
Brendan Ranford kein Tor
Jeremy Williams kein Tor
Sean Backman kein Tor
Antoine Laganiere kein Tor
Jamie MacQueen kein Tor
Stefan Loibl kein Tor
Jeremy Williams Tor
Jamie MacQueen kein Tor

Strafen
Eisbären 16
Straubing 2

 

Deutlicher Sieg und eine wüste Prügelei

Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Sonntag gegen Ingolstadt ließen sich die Eisbären nicht lumpen und legten nur zwei Tage später den nächsten Dreier nach. Mit einer 0:4 Niederlage wurden die Straubing Tigers wieder nach Hause geschickt. Den Torreigen eröffnete in der 11. Minute Jonas Müller und eine knappe Minute später erhöhte Brendan Ranford auf 2:0, beide Tore wurde ohne zuschauende Spieler auf der Strafbank erzielt. Ranford fand gefallen am Toreschießen und netzte in der 23. Minute erneut ein. Der Treffer wurde von Martin Buchwieser vorbereitet, der einen Bauerntrick antäuschte, dann den Puck zu Ranford passte und der das halbe offene Tor vor sich hatte.

Die Tigers aus Straubing wehrten sich, hatten durchaus ihre Chancen, gaben sogar mehr Schüsse auf das Tor von Kevin Poulin ab, nur war Puck nie über der Linie. Kevin Poulin hatte 29 Saves und insgesamt schossen die Gäste 50 Mal in Richtung Tor der Eisbären. In der 57. Minute Jami MacQueen im Power Play zum 4:0 traf, war der Drops mehr als gelutscht. Im Eishockey passieren die verrücktesten Sachen, aber einen 4:0 Vorsprung in 3 Minuten und 22 Sekunden zu verspielen, so viele Eishockeygötter auf einmal können nicht helfen.

Nach dem Torjubel ging es weiter mit dem obligatorischen Bully vom Mittelkreis. Es standen sich gegenüber Eisbär Colin Smith und Mitchell Heard. Was war bei der Ausführung des Anspiels passiert ? Es entstand eine wüste Prügelei, wie selten im Eishockey zu sehen ist. Eisbär Martin Buchwieser gegen Sena Acolatse, ein ungleicher Kampf, den Acolatse ist fast 9 Kilogramm schwerer. So ging dieser Faustkampf nach Punkten klar an den Straubinger Verteidiger. Ein anderes Pärchen für den Faustkampf bildeten Ranford und Mitchell Heard, involviert waren auf Eisbärenseite Danny Richmond und selbst Torwart Poulin blieb nicht ganz abseits. Es hagelte Strafzeiten, allein 68 Strafminuten der insgesamt 72 für Straubing resultierte aus der Schlägerei. Auf Seiten der Eisbären waren es 28 von insgesamt 34.

Die ausstehende Spielzeit wurde ausschließlich mit den erlaubten Mitteln des Eishockeysports zu Ende gespielt. Zur Pressekonferenz nach dem Spiel erschien für die Eisbären nicht wie sonst üblich der Head-Coach Clement Jodoin, sondern Co. Trainer Gerry Fleming. Eine entsprechende Nachfrage ergab, dass Jodoin sich über das Ende des Spiels sehr erregt hatte und lieber nichts sagen wollte, was er eventuell hinterher bereuen könnte. Straubings Trainer
Tom Pokel sagte in seinem Statement nichts zu dem unrühmlichen Ende. Dafür wurde Fleming dazu sehr deutlich. „Es hat wenig Klasse bewiesen, wie sie am Ende aufgestellt waren. Zwei „taft guys“ in dieser Situation auf das Eis zu schicken war so nicht notwendig. Eigentlich bereitet man sich, angesichts der nicht der abwendbaren Niederlage auf das nächste Spiel vor.“ So eine Situation hat Fleming selten erlebt. Direkt auf die Vorwürfe angesprochen erwiderte Pokel, dass er das anders sieht. Es eskalierte am Bullypunkt und wären die beiden Center unter sich geblieben wäre nicht soviel passiert. Es war schon auffällig, dass bei den Straubingern mit Acolatse und Heard zwei Spieler auf dem Eis standen, die in der bisherigen DEL Saison im Durchschnitt bei drei Strafminuten pro Spiel liegen, diese Werte erreichen die beteiligten Buchwieser und Ranford nicht.

Es waren nur 7.610 Zuschauer am Dienstagabend der Halle. Die hatten jedenfalls ein Spiel mit hohem Unterhaltungswert gesehen und dem Sieg für Ihre Mannschaft.
Hans-Peter Becker

DEL Saison 2018/19
22.Spieltag 27.11.2018 19:30 MB-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers 4:0 (2:0/1:0/1:0)
Zuschauer: 7.610

Torfolge:
1:0 11. Min. Jonas Müller (Marcel Noebels) EQ
2:0 12. Min. Brendan Ranford (Colin Smith, Florian Busch) EQ
3:0 23. Min. Brendan Ranford (Martin Buchwieser, Florian Kettemer) EQ
4:0 57. Min. Jamison MacQueen (Sean Backman, Marcel Noebels) PP1

Strafminuten:
Eisbären 36
Straubing 72