Eisbären verlieren zum Saisonauftakt

Am zweiten Spieltag der DEL Saison 2022/23 griffen auch die Eisbären in das Geschehen ein. Sie unterlagen in Nürnberg bei den Ice-Tigers mit 2:4. Trainer Serge Aubin konnte lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein. Da stand es 0:0 und die Eisbären hatten noch alle Möglichkeiten.

Ryan Stoa erzielte in der 33. Minute das erste Tor und somit die Führung für die Nürnberger. In der 37. Minute gelang den Bären der Ausgleich durch Kevin Clarke. Diesen Zwischenstand konnten die Eisbären nicht mit in den Schlussabschnitt nehmen. Patrick Reimer setzte 16 Sekunden vor der Drittelsirene den Puck in die Maschen. Im Schlussabschnitt kam von den Eisbären insgesamt zu wenig. In der 43. Minute erhöhte Blake Parlett auf 3:1 und für die Vorentscheidung sorgte Dane Fox mit seinem Treffer zum Nürnberger 4:1. Die Eisbären trafen noch einmal im Powerplay durch Marcel Noebels. Der Treffer in der 57. Minute fiel zu spät, um die Nürnberger vor über 4.018 Zuschauern gefährden zu können.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein erstes DEL-Spiel zusammen mit Sohn Eric. Fast wäre Hördler Junior, der insgesamt 2,11 Minuten bei seinem DEL-Debüt auf dem Eis stand, kurz vor dem Ende gleich ein Tor geglückt. Niklas Treutle im Nürnberger Tor hatte etwas dagegen.

Am 3. Spieltag, 23.09. kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 2. Spieltag

18.09.2022 16:30 Uhr Nürnberg

Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Hungerecker) – Shaw, Welsh; Weber, Karrer; Bodnarchuk, Parlett; Mebus – Schmölz, Stoa, Reimer; MacLeod, Fleischer, Sheehy; Fox, Leonhardt, Ustorf; Kislinger, Jahnke, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Müller, Ellis (A) – Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Fiore; Mauer, Wiederer (A), Barinka; Nijenhuis, Handschuh, Baßler; E. Hördler – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 32:11 – Stoa (MacLeod, Welsh) – EQ

1:1 – 36:56 – Clark (Müller, Boychuk) – EQ

2:1 – 39:44 – Reimer (Schmölz, Fleischer) – EQ

3:1 – 42:36 – Parlett (Fleischer, Shaw) – EQ

4:1 – 53:40 – Fox (Sheehy, Bodnarchuk) – 6-5

4:2 – 56:41 – Noebels (Nowak, Boychuk) – PP1

Strafen

Nürnberg Ice Tigers: 6 (2, 0, 4) Minuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Kenneth Englisch)

Eisbären wollen Titel verteidigen

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am Donnerstag, 15.09., mit der Partie Kölner Haie gegen den Vizemeister RB München in die Saison 2022/23. Traditionell wird das Eröffnungsspiel beim amtierenden Meister ausgetragen. In diesem Jahr ist die MB-Arena anderweitig belegt, mit der Basketball Europameisterschaft. So beginnen die Eisbären die Spielzeit am Sonntag, 18. September in Nürnberg bei den Ice-Tigers.

Der Hauptsponsor der Eisbären, seit 26 Jahren, die GASAG, hatte der Tradition folgend, zur Pressekonferenz geladen, diesmal in ein Foyer der Verti Music Hall in unmittelbarer Nähe der Arena. GASAG Vorstandsvorsitzender Georg Friedrichs sprach seine einleitenden Worte, bei dem die Energiekrise nicht ausgespart blieb und mittendrin gingen die Lichter über dem Podium aus. Hoffentlich kein böses Omen für kommende Zeiten. Friedrichs ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender, er kennt die Eisbären nur als Meister.

Eine stolze Bilanz – 9 Meistertitel Foto: © 2022 Hans-Peter Becker

Gelingt den Eisbären erneut ein Titel-Hattrick? Zuletzt war das 2013 der Fall, in einer Finalserie gegen die Kölner Haie. Die Zielstellung wurde einhellig vom Trainer Serge Aubin, Sportdirektor Stephane Richer und Geschäftsführer Thomas Bothstede formuliert. Der Pott soll in Berlin bleiben. Die Eisbären haben immer das Ziel, Meister zu werden.

Auf die Treue der Eisbärenfans können sie sich wieder verlassen. Mit einigem Stolz konnte Geschäftsführer Bothstede verkünden, dass vor dem ersten Heimspiel am 23. September gegen die Grizzlys Wolfsburg, über 5.000 Dauerkarten verkauft wurden.

Ihre aktuelle Form konnten die Eisbären bereits in vier Spielen der Champions-League überprüfen. Der Start in Grenoble, beim französischen Meister, war mit einem 8:2 Sieg geglückt, dann folgte in Schweden bei Frölunda Göteborg mit einer 1:7 Niederlage die Ernüchterung. In Berlin unterlagen sie im Rückspiel im Welli unglücklich mit 2:3, während gegen Grenoble erneut gewonnen wurde.

Im Kader gab es einige Veränderungen, drei Verteidiger und sieben Stürmer sind neu. Sie stellen das zweitjüngste Team mit einem Altersdurchschnitt 25,7 Jahren. Mit dafür verantwortlich ist die Besetzung der Torhüterposition. Es wird, zumindest am Saisonbeginn, keine klare Nummer 1 im Tor der Eisbären geben. Wer in die Startaufstellung kommt, entscheidet sich nach den Trainingseindrücken. Die Eisbären gehen mit Juho Markanen (Jahrgang 2002), Nikita Quapp (Jahrgang 2003) und Tobias Ancicka (Jahrgang 2001) ins Rennen.

Aktuell nicht zur Verfügung stehen Leonard Pföderl, Yannick Veilleux und Neuzugang Frank Mauer aufgrund von Verletzungen. Bennet Roßmy wurde zu einem Trainingscamp des Kooperationspartners Los Angels Kings eingeladen.

Eishockey ist eine sehr energieintensive Sportart, gemeint ist hier nicht der geforderte körperliche Einsatz der Akteure, vielmehr der nötige Stromverbrauch für die Eishallen. Hoffen wir, dass alles gut gehen wird.

Hans-Peter Becker

Eisbären besiegen Bremerhaven – Doppeltorschütze Giovanni Fiore

Es begann wie in fast jedem Heimspiel der Eisbären in dieser Saison. Die Gäste gingen in Führung. In der 6. Minute erzielte Tim Lutz das 1:0 für Bremerhaven, er nutzte einen dafür einen Blackout von Manuel Wieder, der unfreiwillig die Vorlage gab. Anschließend scheiterten die Eisbärenstürmer serienweise an Brandon Maxwell. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Gäste von der Nordsee.

Eisbären-Trainer Serge Aubin formierte eine neue Sturmreihe um den Center Frans Nielsen mit ihm stürmten Matthew White und Giovanni Fiore. Als überzähliger Ausländer sah sich Simon Despres diesmal das Spiel von der Tribüne aus an.

Im Mittelabschnitt machten die Eisbären genauso weiter, Maxwell bekam einiges zu halten und es wurde ein Gegentor kassiert. Es war eine gute Kombination der Gäste, abgeschlossen mit einem Tipp-In. Ziga Jeglic hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jan Urbas. Die Antwort der Eisbären erfolgte schnell. In der 29. Minute fiel das 0:2 und in der 30. Minute verkürzten die Eisbären auf 1:2. Es war eine Gemeinschaftsproduktion der 1. Sturmreihe, die Marcel Noebels vollendete. Das Drittel ging zu Ende in einem offenen Schlagabtausch. Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten beiden Spielminuten des Mittelabschnitts. In der 38. Minute erzielt der Wusselstürmer Kevin Clark den 2:2 Ausgleich. Irgendwie kommt er hinter dem Bremerhavener Tor in Puckbesitz und überwindet Maxwell an der kurzen Ecke. Was für ein Kack-Tor werden sich die Gäste gedacht haben. Anschließend geht Frank Hördler wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank und gleich hinterher Jonas Müller.

Den Schlussabschnitt beginnen die Eisbären mit einer 3 zu 5 Unterzahl. Die 38 Sekunden in 3 zu 5 Unterzahl überstanden die Eisbären und schließlich hielten sich die Eisbären weiter schadlos und kaum waren sie wieder vollzählig, jubelte die Halle. Giovanni Fiore schob den Puck zwischen Pfosten und Maxwell in den Kasten. Die Eisbären hatten das Spiel gedreht. Ausgleich oder Sack zu, beide spielten mit offenem Visier. Als 6 Minuten vor dem Ende Uwe Schumann die offizielle Zuschauerzahl bekannt gab, hielt die knappe Führung. Eine leichte Steigerung des Zuschauerinteresses war zu vermelden, längst kein ausverkauftes Haus, immerhin nahmen 7.718 den Dank des Stadionsprechers entgegen. In der 56. Minute war der eben erwähnte Sack zu. Leo Pförderls Schuss konnte Maxwell nicht festhalten und es stand 4:2. Anschließend nahm Thomas Popiesch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Ins leere Tor traf dann Fiore und so wurde es ein standesgemäßer Heimsieg.

Seit 30 Jahren Stadionsprecher – Uwe Schumann © Foto: Becker

Vor dem Spiel schallten Uwe, Uwe Rufe durch die Arena, gemeint war Uwe Schumann, der seit 30 Jahren mit „Liebe Zuschauer, hallo Eishockeyfreunde“ erst im Welli und mit Beginn der Saison 2008 in der Arena am Ostbahnhof. Auf die nächsten 30 Jahre und herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum.

Eisbären bleiben zu Hause weiter ungeschlagen

Die Serie hält, auch die Iserlohn Roosters, die sich erstmals in der neuen Saison in Berlin vorstellten, konnten die Eisbären nicht bezwingen. Ein frühes Tor durch Leo Pförderl in der 6. Minute konnten die Gäste nur knapp drei Minuten später ausgleichen und hatten in der 11. Spielminute das Spiel gedreht. Joseph Whitney traf in Überzahl für die Roosters. In der DEL-Statistik, was den Erfolg bei Überzahlspielen anzeigt, rangieren die Iserlohner aktuell auf Platz 4, 27,08 % ihrer Überzahlspiele endeten mit einem Torerfolg. Die Eisbären haben da Nachholbedarf, zum Vergleich: Platz 6 und eine Erfolgsquote von 21,43 %.

Der Puck zappelte im Anfangsdrittel erneut im Eisbären-Tor. Die Roosters gewinnen das Bully vor dem Eisbären-Tor und Casey Bailey zog ab mit einem mächtigen Schlagschuss. Auf dem Eis wurde auf Tor entschieden, der Videobeweis brachte eine Revision. Mathias Niederberger hatte reklamiert. Torraumabseits war es nicht, aber eine unzulässige Behinderung des Goalies soll vorgelegen haben. Da hatten sie ein bisschen Glück, das Tor hätte auch zählen können.

Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären mächtig auf und übernahmen erneut die Führung im Spiel mit einem Doppelschlag in der 31. und 34. Minute. Es blieb spannend bis in die Schlussphase. Erst in der 59. Minute machte Mark Zengerle mit seinem Treffer zum 4:2 ins leere Tor alles klar. Der Sieg war insgesamt verdient. Die Eisbären steigerten sich nach dem 1. Drittel. Erstmals wirkte bei den Eisbären Neuzugang Zachary Boychuk mit. Er kam als Center der dritten Sturmreihe zusammen mit Matthew White und Giovanni Fiore zu Einsatz. Bei seiner Premiere im Eisbärentrikot war er exakt 17:01 Minuten bei 24 Wechseln auf dem Eis. Der inzwischen 31-jährige Kanadier spielte zuletzt in der Schweiz und kann auf die Erfahrung von 127 Spielen in der NHL verweisen.

Für sie Eisbären geht es am Sonntag, 31. Januar auswärts in Wolfsburg weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Die ersten vier bis fünf Minuten waren durchaus in Ordnung, danach sind wir etwas nachlässig und zu leichtfertig geworden. In der Drittelpause haben wir dann ein paar Veränderungen vorgenommen und sind deutlich besser aus der Kabine gekommen. Im zweiten und dritten Drittel haben wir als Team wunderbar funktioniert. Mit dem Ausgang des Spiels bin ich zufrieden, auch wenn die ersten Minuten noch Optimierungspotenzial hatten.“

Lukas Reichel (Stürmer EisbärenBerlin): „Das war ein verdienter Sieg. Wir haben gut und diszipliniert gespielt. Wir haben es Iserlohn schwergemacht, gut Druck erzeugt und hart gespielt. Mathias Niederberger war stark heute und hat die Chancen der Roosters vereitelt.“

Zach Boychuk (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich habe mich gut gefühlt. Das Training gestern hat mir sehr geholfen. Das Zusammenspiel in unserer Reihe hat mit gut gefallen und ich hatte einige Chancen. Der Schlüssel zum Erfolg war unser aggressives Spiel, wir haben Iserlohn kaum Zeit gelassen, haben viele Puckverluste kreiert, viele Schüsse abgegeben und zweite Chancen bekommen. So müssen wir spielen.“

DEL 13. Spieltag 28.01.2021 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 4:2 (1:2, 2:0, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Espeland; Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) – Ankert, Baxmann; Johnston, Raymond; Buschmann; Orendorz; Proske – Aubin, Raedeke, Friedrich; Jentzsch, Grenier, Whitney; Bailey, Sutter, Lowry; Fleischer, Weidner, Lautenschlager – Trainer: Jason O’Leary

Torfolge

1:0 – 05:27– Pföderl (Noebels, Espeland) – EQ
1:1 – 08:23 – Johnston (Raymond, Friedrich) – EQ
1:2 – 10:09 – Whitney (Raymond, Grenier) – PP1
2:2 – 31:13 – Foucault (Zengerle, Müller) – EQ
3:2 – 33:49 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1
4:2 – 58:15 – Zengerle (Tuomie) – EQ/EN
Strafen: Eisbären Berlin: 10 (6, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 16 (6,4,6) Minuten

Schiedsrichter: Gordon Schukies, Bastian Steingross (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Niederlage in Düsseldorf

Auswärts ist in dieser Saison bisher nicht das Ding für die Eisbären Berlin. Schon gar nicht in Düsseldorf, ging das erste Spiel knapp am 11. Januar in der Overtime verloren, kamen die Eisbären dieses Mal mit leeren Händen vom Rhein zurück. Sie unterlagen der Düsseldorfer EG mit 3:5 in der regulären Spielzeit. Durch diese Niederlage rutschen die Eisbären von der Tabellenspitze auf Rang drei der Gruppe Nord ab.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war gefühlt das Gegenteil unseres Spiels gegen Düsseldorf vor zwei Wochen. In den ersten beiden Dritteln haben wir nicht mitgespielt und sind nur hinterhergelaufen. In den letzten 20 Minuten gab es einige positive Aspekte, da haben wir dagegengehalten. Aber natürlich sind wir mit dem Spiel nicht zufrieden, das war nicht gut genug.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir sind zeitweise zu wenig gelaufen, haben kein gutes Forechecking gespielt und dem Gegner zu viel Zeit gelassen. Dadurch ist Düsseldorf gut ins Spiel gekommen. Im zweiten Drittel kamen wir kaum aus unserer Zone heraus und hatten wenige Chancen. In den ersten vierzig Minuten hatten wir nur zehn Schüsse aufs Düsseldorfer Tor, das ist eindeutig zu wenig. Im nächsten Spiel wollen wir das auf jeden Fall wieder besser machen.“

Stefan Espeland (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir hatten einen schlechten Start ins Spiel und vor allem das zweite Drittel war unterirdisch. Wir waren nicht aggressiv genug und haben fast jede 1:1 Situation verloren. Um ein Team wie Düsseldorf zu schlagen, müssen wir unser Potenzial über die gesamten 60 Minuten abrufen. Im Schlussdrittel wurde es besser und der Ausgleich wäre auch möglich gewesen, aber jetzt müssen wir mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel beginnen.“

Während des Spiels verletzten sich Mark Olver und Haakon Hänelt. Olver, der als Center der 1. Reihe eingesetzt war, zog sich eine tiefe Risswunde an der Wade zu und musste genäht werden. Nachwuchsmann Hänelt bekam Probleme mit dem Knie. Beide Spieler werden eine Pause benötigen.

Weiter geht es für die Eisbären am kommenden Donnerstag, 28.01.2021 in Berlin, ab 18:30 Uhr der Gegner sind die Iserlohn Roosters.

Hans-Peter Becker

DEL Gruppe Nord 12. Spieltag 25.01.2021 20:30 Uhr ISS Dome Düsseldorf

Endergebnis:

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin 5:3 (2:2, 2:0, 1:1)

Aufstellungen:

Düsseldorfer EG: Pantkowski (Hane) – Jensen (A), Cumiskey; Ebner, Nowak (A); Zanetti, Johannesen; Geitner – Alanov, Olimb, Fischbuch; Ehl, Barta (C), Flaake; Karachun, Carey, From; Jahnke, Eder – Trainer: Harold Kreis

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka/24.) – Wissmann (A), Mik; Ramage (A), Müller; McKiernan, Hördler (C); Espeland – Foucault, Olver, Tuomie; Fiore, Zengerle, White; Pföderl, Reichel, Noebels; Dietz, Kinder, Hänelt – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 01:05 – Barta (Ehl, Nowak) – EQ

1:1 – 03:29 – Foucault (Tuomie, Olver) – EQ

1:2 – 08:59 – Pföderl (Noebels) – EQ

2:2 – 09:48 – Barta (Pantkowski) – EQ

3:2 –23:06 – Eder -EQ

4:2 – 32:17 – Jensen (Alanov, Fischbuch) EQ

4:3 – 44:10 – Müller (Noebels, Pförderl) EQ

5:3 – 59:40 – Barta (Fischbuch, Alanov) EQ-EN

Gekämpft und Gewonnen – Tabellenführer fuhr ohne Punkte heim

Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Eisbären ließ nichts gutes erahnen. Es kamen nur drei Reihen zusammen. In der nicht vorhandenen vierten Reihe konnte lediglich Thomas Reichel für Entlastung sorgen. Der Gast aus München bot zwar fast vier komplette Spielreihen auf, gewechselt wurde, abgesehen von Center Mark Voakes und Verteidiger Andrew Bodnarchuk, im Rhythmus mit drei Spielreihen.

Das erste Spieldrittel gehörte den Eisbären, sie wirkten frischer und gedanklich schneller, nutzten die Fehler im Spielaufbau gnadenlos aus. Es waren nicht ganz sieben Minuten gespielt, da führten die Eisbären mit 2:0. James Sheppard hatte als doppelter Torschütze zugeschlagen. An Treffer Nummer eins war der Neuzugang, Goalie Justin Pogge – vor dem Spiel wies Stadionsprecher Michael Schumann auf die englische Aussprache des Namens hin – als Vorlagengeber beteiligt. Dem unangefochtenen Tabellenführer aus München fehlte im Anfangsdrittel die Kreativität und die Eisbären verteidigten gut. Selbst zwei Möglichkeiten im Powerplay ließen die Gäste ungenutzt.

© Fotos: Hans-Peter Becker

Sicherlich wird Münchens Trainer Don Jackson in der ersten Drittelpause eine andere Stimmlage gewählt haben. Es waren erst 35 Sekunden im zweiten Drittel gespielt, da gelang den Gästen bereits der Anschlusstreffer zum 1:2. In einer Phase als der Ausgleich lediglich eine Frage der Zeit zu sein schien, war es erneut ein Fehler im Spielaufbau, den die Eisbären nutzen konnten. Der Torschütze war Pierre-Cedric Labrie, zu diesem Zeitpunkt waren 33 Minuten gespielt. In der 37. Minute hatten die Eisbären ein Powerplay und kassierten einen Gegentreffer. Diesmal nutzte Patrick Hager eine Unachtsamkeit und vollendete zum 2:3 und hielt München im Spiel.

Das Schlussdrittel war ausgeglichen. Die Gäste egalisierten in der 45. Minute den Spielstand, Jason Jaffrey traf zum 3:3. In der Schlussviertelstunde wogte das Spiel in der erneut ausverkauften Arena am Ostbahnhof hin und her. Beide wollten die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Der Ex-Münchner Florian Kettemer musste zwei Mal auf die Strafbank, trotzdem gelang dem Team von Don Jackson kein weiteres Tor. Das gelang den Eisbären, exakt 30 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr. Ein Schuss von Frank Hördler fälschte Leonard Pförderl unhaltbar für Münchens Goalie Kevin Reich ab, der Jubel kannte keine Grenzen. Die verbleibende Spielzeit reichte nicht für die Gäste, die ihren Goalie zugunsten eines weiteren Angreifers vom Eis nahmen.

Es war ein bemerkenswerter Sieg, trotz einer kurzen Bank und insgesamt 10 Strafminuten blieben die drei Punkte in Berlin. Es musste geackert werden, wie sich der Siegtorschütze Leo Pförderl nach dem Spiel ausdrückte. Er gehörte mit über 20 Minuten Eiszeit mit zu den Schwerstarbeitern, die meiste Zeit auf dem Eis 26:38 Minuten verbrachte allerdings Marcel Noebels. Zum Vergleich, auf Münchner Seite gab es nur zwei Spieler, Verteidiger Robert Sanguinetti und Stürmer Mark Voakes, die es auf mehr als 20 Minuten Eiszeit brachten.

Wie das alte Jahr endete, so begann das neue mit einem Sieg. Weiter geht es jetzt mit einer Serie von drei Auswärtspielen.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 03.01.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Red Bull München 4:3 (2:0/1:2/1:1)

Torfolge

1:0 Sheppard 4:32 (Wissmann,Hördler) 

2:0 Sheppard 06:29 (/)

2:1 Jaffray 20:35 (Aulie)

3:1 Labrie 33:28 (Streu,Dietz)

3:2 Hager 37:12 (Ehliz, Boyle) SH

3:3 Jaffray 44:41 (Parlett,Voakes) 

4:3 Pföderl 59:30 (Hördler,Wissmann)

Strafminuten: 

Berlin – 10

München – 4

Torschüsse: 

Berlin – 29

München – 35

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Eisbären verlieren erneut in der Verlängerung

Es war nicht der Abend der Eisbären. Es gelang ihnen zwar den ersten Treffer der Begegnung zu markieren, leider verloren sie anschließend komplett den Spielfaden. Nicht einmal zwei Minuten konnten sich die Eisbären an ihrer Führung erfreuen. Mit einem Doppelschlag drehten die stark aufspielenden Gäste die Partie noch im 1. Drittel. Fahrig und nervös, so wirkte der Auftritt der Eisbären in der ausverkauften heimischen Arena am Ostbahnhof über weite Strecken des Spiels.

© Foto: Hans-Peter Becker

Der Mittelabschnitt gehörte den Gästen, die ihren Vorsprung auf ein 4:1 ausbauten. Es sah nach der zweiten Heimniederlage in Folge aus. Die Kölner Haie hatten die Eisbären im Griff. Es deutete vor dem Schlussabschnitt so gar nichts auf einen Punktgewinn hin. Die letzten 20 regulären Spielminuten nahmen die Eisbären mit einem neuen Torwart in Angriff. Maximilian Franzreb kam für Sebastian Dahm, der keinen allzu guten Tag erwischt hatte. Beim Ausgleichstreffer der Haie konnte er einen Schuss von Alexander Oblinger nicht festhalten und ermöglichte Zachery Sill den Nachschuss.

Im Schlussdrittel retteten die Eisbären wenigstens einen Punkt. Es gelangen ihnen der Schlussphase des Spiels drei Treffer. Ihre Souveränität war den Gästen plötzlich abhanden gekommen. Ein Wechselfehler ermöglichte das 2:4 durch Darin Olver und die Eisbären waren zurück im Spiel. Die Partie ging in die Verlängerung, Nachsitzen für die Entscheidung. Den Zusatzpunkt holten sich die Gäste aus der Domstadt. Begünstigt durch einen Torwartfehler erzielte Lucas Dumont Tor Nummer 5 für die Kölner Haie.

Die bisher so heimstarken Eisbären konnten, wie zuletzt gegen Wolfsburg, nicht überzeugen. Die Anzahl der Gegentore gibt zu denken, es waren jeweils deren fünf. In der Pressekonferenz nach dem Spiel waren beide Trainer nicht zufrieden. Eisbären Trainer Serge Aubin sprach von Ausfall einiger Spieler, verletzungsbedingt waren sie nicht. Im Gegenteil, personell kann Aubin fast aus den Vollen schöpfen. Vom Stammpersonal fehlten mit Florian Busch, Vincent Hessler und Sean Backman lediglich drei Spieler. Es fehlte der Einsatz über die gesamten 60 Minuten. In der DEL reicht es eben nicht, nur zwei gute Drittel zu spielen.

Am Sonntag, 8.12. müssen die Eisbären beim Tabellenletzten, den Schwenninger Wild Wings antreten.

Hans-Peter Becker

DEL 24. Spieltag

06.12.2019 MB-Arena Berlin
Zuschauer: 14.200  (ausverkauft)

Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 4:5 n.V. (1:2, 0:2, 3:0/0:1)

Tore:

1:0 McKiernan 06:38 (Ortega,Aubry)

1:1 Sill 08:00 (Oblinger,Dumont)

1:2 Ma. Müller 16:28 (Mo. Müller, Matsumoto)

1:3 Hanowski 30:42 (Matsumoto,Genoway) PP1

1:4 Bast 35:20 (Akeson)

2:4 Olver 52:20 (Sheppard,Lapierre)

3:4 Aubry 54:13 (Ortega,McKiernan)

4:4 Sheppard 56:38 (Müller)

4:5 Dumont 63:49 (Kindl,Bast) 

Strafminuten:

Berlin – 8

Köln – 14

Torschüsse:

Berlin – 37

Köln – 29


Eisbären mit einem sechs Punkte Wochenende

Zur Partie des 9. Spieltages der DEL reisten die Straubing Tigers als Tabellenzweiter zu den Eisbären. Während die die Straubinger mit 18 Punkten nach acht Spielen sehr gut in die Saison gestartet sind blieben die Eisbären bisher hinter den Erwartungen zurück. Beide hatten ihr Freitagsspiel gewonnen, hofften auf ein Wochenende mit maximaler Punktausbeute.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Es dauerte lediglich sechs Minuten, da landete der Puck im Tor der Gäste aus Straubing. Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan ließ es krachen, aus kurzer Distanz abgefeuert hatte Sebastian Vogl keine Chance der Abwehr. Bis zum Schluss des ersten Drittels blieben die Eisbären gefährlich, während die Tigers aus Straubing auf den Ausgleich drängten. Der gelang ihnen in der 13. Minute, nach einem Alleingang der Nr. 29.

Im Mittelabschnitt war ausgeglichen, beide Mannschaften neutralisierten sich geradezu. Die Verteidigungsreihen behielten den Überblick und den Rest besorgten die Torhüter. Und ein Torhüter sorgte für die Vorentscheidung. In der 43. Spielminute konnte Sebastian Vogl einen eigentlich harmlosen Schuss aus der Ferne, abgegeben – abgefeuert wäre übertrieben – von James Sheppard nicht bändigen und die Eisbären führten mit 2:1. Hatte er den Schuss nicht erwartet, hielt er seine Kelle falsch, der Puck, gemessen mit einer Geschwindigkeit vom 32 km/h rutschte rein. Sein Trainer Tom Pokel meinte nach dem Spiel: „Das ist Hockey, das kann passieren, er hat uns davor im Spiel gehalten, natürlich hätte er den Schuss halten müssen, das weiß er selbst.“ Keine zwei Minuten später funktionierte auch das Power Play der Eisbären, Maxim Lapierre traf zum 3:1.

Die Eisbären legten in der 52. Minute nach durch Louis-Marc Aubry. Es war sein Premierentor in dieser Saison. Er konnte wieder auf seiner angestammten Position als Mittelstürmer spielen. Das 4:1 war bereits deutlich und eine Vorentscheidung. Die Gäste steckten nicht auf und kamen in der der 58. Minute durch Stefan Loibl zum 2:4 Anschlusstreffer. Sie nahmen nach einer Auszeit den Torwart zu Gunsten eines zusätzlichen Stürmers vom Eis und kassierten einen weiteren Gegentreffer. Mark Olver traf für die Eisbären ins leere Straubinger Gehäuse. Damit war das erste Wochenende mit maximaler Ausbeute von sechs Punkten unter Dach und Fach. In einem insgesamt ausgeglichenem Spiel hatten die Eisbären eine kleine Portion mehr Glück. Weiter geht es am kommenden Freitag, 11.10. erneut mit einem Heimspiel, zu Gast sind die Pinguine aus Krefeld.

Die Anreise für diejenigen unter den 11.321 Zuschauern, die öffentlichen Verkehrsmittel den Weg in die Arena fanden war aus Richtung Osten beschwerlich. Ersatzverkehr auf der Straßenbahn – Linie und die S-Bahn fuhr nur bis Ostkreuz.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 9. Spieltag

Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 5:2 (1:1,0:0,4:1)

Tore:

1:0 McKiernan 05:09 (Lapierre, Reichel) 

1:1 Heard 12:26 (/)

2:1 Sheppard 42:24 (Wissmann,Labrie)

3:1 Lapierre 43:56 (Ramage,McKiernan) PP

4:1 Aubry 51:30 (Hördler,Noebels)

4:2 Loibl 57:44 (Connolly,Renner)

5:2 Olver 58:39 (Hördler)

Strafminuten:

Berlin – 8 (0,6,2)

Straubing – 8 (4,2,2)

Torschüsse:

Berlin – 27

Straubing – 40

Zuschauer:11.321 MB-Arena Berlin

Eisbären gewinnen das „Sechs Punkte Spiel“

Am 47. Spieltag empfingen die Eisbären die Krefeld Pinguine. Ein vorentscheidendes Spiel um Platz 10 in der Tabelle. Krefeld hatte vor dem Spiel 5 Punkte weniger auf dem Konto als die Eisbären. Die Halle am Ostbahnhof war ausverkauft. Die personelle Situation entspannt sich weiter bei den Eisbären. So waren James Sheppard und Florian Kettemer wird mit dabei. Besonders gespannt waren die Fans auf den ersten Heimauftritt von Neuzugang Austin Ortega.

Ehrenbully für den WWF © Foto: S. Wenske

Das Spiel stand unter dem Motto: Back to the 90’s und sollte an den großen Erfolg der Eisbären im Jahre 1999 erinnern. Sie erreichten die Finalrunde der European Hockey League und erreichten einen vielbeachteten 3. Platz. Im kleinen Finale wurde am 14.02.1999 die finnische Mannschaft Ilves Tampere mit 4:1 geschlagen. Einer der Torschützen war Pelle Svensson, der vor dem Spiel auf dem Eis, neben einigen anderen ehemaligen Spielern dieser Ära, stürmisch begrüßt wurde.

Austin Ortega © Foto: S. Wenske

Es entwickelte sich ein harter Kampf, beide wollten unbedingt drei Punkte auf die Habenseite holen. Den Eisbären gehörte die Anfangsphase, doch den ersten Treffer erzielten die Gäste. In der 10. Minute war Daniel Pietta erfolgreich. Der Ausgleich gelang nur vier Minuten später und der Torschütze war Neuzugang Austin Ortega.

Nach zwei gespielten Drittel führten die Gäste vom Niederrhein mit 3:2. Travis Ewanyk und erneut Daniel Pietta trafen für die Pinguine. Für die Eisbären hatte nur Jamie MacQueen getroffen. Im Schlussdrittel hatten beide Mannschaften Chancen auf den Sieg. Das Matchglück lag bei den Eisbären. Zunächst sorgte in der 47. Minute Florian Kettemer mit einem Schuss aus dem Hangelenk für den 3:3 Ausgleich. Dann trafen Jamie MacQueen und Marcel Noebels und das Spiel war gedreht. Allerdings hatte der Treffer von MacQueen einen Beigeschmack. Er fiel bei doppelter Überzahl. Die Schiedsrichter hatten eine fragwürdige Strafzeit verhängt.

Der Treffer von Marcel Noebels hatt Chancen zum Tor des Monats gekürt zu werden. Er hielt genau im richtigen Moment die Kelle in die Vorlage von Louis-Marc Aubry. Der Mittelstürmer gab die direkte Vorlage für fünf Tore, lediglich am zwischenzeitlichen 4:3 war er nicht beteiligt. Den Schlusspunkt im Spiel setzte der Neuzugang Austin Ortega, er traf in der Schlussminute ins leere Tore. Das nennt man einen Einstand nach Maß.

Anzeigetafel während des Spiels © Foto: S. Wenske

Auf dem Videowürfel, der dem Motto des Spiels angepasst wurde und an die elektronische Anzeigetafel im Wellblechpalast erinnerte, stand das Endergebnis. Die Eisbären gewannen das Spiel mit 6:3. Da die Nürnberg Ice Tigers bei den Iserlohn Roosters unterlagen, verbesserten sich die Eisbären auf Platz 9 der Tabelle.

Hans-Peter Becker

Eisbären drohen aus den Playoff Rängen zu rutschen

Nach dem schwer erkämpften Auswärtssieg in Bremerhaven war bei den Eisbären wieder etwas Optimismus zurückgekehrt. Trotz der weiter angspannten Personallage, wollte man dem haushohen Favoriten aus München wenigstens das Siegen so schwer wie möglich machen. Es fehlten neun gestandene Profis, so war die „Jugend forscht Abteilung“ wieder gefragt.

Das Spiel war, trotz guter Vorsätze, bereits nach sieben Minuten für die Eisbären verloren. Dem Doppelschlag in der 3. und 4. Spielminute ließen die Bayern in der 7. Minute Treffer Nummer drei folgen. Lediglich den Mittelabschnitt konnten die Eisbären ausgeglichen gestalten. In der 22. Minute sorgte Marcel Noebels für den ersten Torjubel unter den 11.492 Zuschauern am Dienstagabend in der Arena am Ostbahnhof. Der Hoffnungsfunke wurde jäh gelöscht, als in der 30. Minute die Münchner trotz Unterzahl den Vorsprung von drei Toren wieder herstellten.

Im Schlussdrittel gelang den Eisbären ihr erstes Unterzahltor der Saison. Der 2:4 Rückstand nahm sich jetzt ganz freundlich aus. Es waren noch knapp 15 Minuten zu spielen und die Münchner zogen das Tempo wieder an. Daraus resultierten zwei Tore in der 48. und 52. Minute.

In dieser Phase feierten sich die Eisbärenfans wieder selbst und wollten damit die Eishockeygötter milde stimmen. Auf dem Videowürfel stand das ernüchterne Resultat: Eisbären 2 und RB München 6. Das Spiel war auch die Rückkehr des ehemaligen Cheftrainers Clement Jodoin nach Berlin. Er stand nicht neben Don Jackson hinter der Bande. Mit einem Knopf im Ohr saß er in den oberen Rängen und beobachtete das Spiel. Allzu viele Erkenntnisse wird er nicht gewonnen haben, dafür war die Partie zu einseitig.

Die Situation wird für die Eisbären in Bezug auf das Erreichen der Playoffs immer bedrohlicher. Mit 56 Punkten nach 44 Spielen stehen sie aktuell auf Platz 9 der Tabelle. Krefeld auf Platz 11, ist mit 51 Punkten noch auf Schlagdistanz. Der nächste Gegner, am Sonntag, 3. Februar sind, erneut in eigener Halle, die Augsburger Panther. Nicht auf die Tabelle schauen und versuchen, Punkte zu sammeln, mehr geht im moment nicht.

Hans-Peter Becker

DEL 44. Spieltag  29.01.2019 19:30 Uhr MB-Arena 
EHC Eisbären Berlin - RB München 2:6 /0:3/1:1/0:2/
Zuschauer: 11.492

Torfolge
0:1 3. Min. Maximilian Daubner (Frank Mauer/Mark Voakes) EQ
0:2 4. Min. Andreas Eder (Yannic Seidenberg/Ryan Button) EQ
0:3 7. Min. Andreas Eder (Tobias Eder/Jakob Mayenschein) EQ
1:3 22. Min. Marcel Noebels (Florian Busch/Sean Backman) EQ
1:4 30. Min. Stan Matthew (Frank Mauer/Jakob Mayenschein) SH1
2:4 45. Min. Florian Busch (Marcel Noebels) SH1
2:5 47. Min. Maximilian Daubner (Ryan Button/Andreas Eder) EQ
2:6 52. Min. Justin Shugg (Konrad Abeltshauser/Trevor Parkes) EQ

Strafminuten
Eisbären 33
München 6