Eisbärensieg in der Overtime

Ein DEL-Klassiker, so stand es im Programmheft zum ersten Halbfinalspiel der Eisbären. In der Hauptrunde war es ausgeglichen, es gab je zwei Siege und ähnliches ist von der Serie zu erwarten. Verlängerungen und ein Gang über fünf Spiele sind nicht ausgeschlossen.

In der Anfangsphase des Spiels dominierten die Eisbären und legten gleich zwei Tore vor. In der achten Minute vollendete Giovanni Fiore ein Power Play zum 1:0 und nur vier Minuten später beförderte Jonas Müller den Puck in das Adlergehäuse. Exakt mit dem Beginn der 18. Spielminute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, ihm folgte wenig später Sebastian Streu und die 3 gegen 5 Situation nutzten die Adler für den Anschlusstreffer. Der Torschütze war Andrew Desjardins.

Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen, die Eisbären hatten noch nicht die volle Aufmerksamkeit und in der 23. Minute stand es pari, Jason Bast hatte für die Adler getroffen. Im Anfangsdrittel war er noch an Mathias Niederberger nach einem Alleingang gescheitert. Sie fingen sich wieder die Eisbären und gingen in der 34. Minute durch einen Treffer von Yannick Veilleux wieder in Führung.

Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussabschnitt belauerten sich beide und das Scheibenglück war mit den Mannheimern. In der 47. Minute stand es 3:3, weil Tim Wohlgemuth abstauben konnte, Niederberger streckte sich vergeblich. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier auf und ab. Das 3:3 hielt bis in die Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichter ließen fast alles laufen, bis zur 55. Spielminute, da mussten Mannheims David Wolf und Eisbär Simon Despres wegen unsportlichen Verhaltens auf die Sünderbank. Das Spiel vier gegen vier erbrachte kein Tor und so näherte sich die Ankündigung der letzten zwei regulären Spielminuten. Die Gemüter kochten hoch, als Bona Rendulic wegen eines Bandenchecks eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Der Leidtragende war Veilleux. Jetzt hatten die Eisbären fünf Minuten in Überzahl für den entscheidenden Treffer. Er fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Overtime, nur 15 Minuten für die Eisbereitung und es standen noch 3:03 Minuten Strafzeit für Mannheim auf der Uhr. Wer kommt mit der besseren Idee aus der Kabine? Es waren 9.418 Zuschauer in der Arena, erstaunlich wenig für solch ein Spiel. Um 22:13 Uhr begann die erste Overtime und die Eisbären glänzten in der aktuellen Saison nicht unbedingt mit ihrem Powerplay und die Mannheimer wurden wieder komplett. Die Adler konnten eine Überzahl ab der 67. Spielminute nicht nutzen.

In der 72. Spielminute war es so weit und Manuel Wiederer hämmerte den Puck in die Maschen. Wiederer wurde zum Mann des Spiels, dabei hatte er Glück, ein Ellbogencheck gegen Mannheims David Wolf wurde nicht geahndet. Hätten sich die Schiris die Szene im Video angschaut, wäre für Wiederer das Spiel wohlmöglich beendet gewesen. In Berlin war es 22:29 Uhr und am Freitag, 22. April geht die Serie in Mannheim weiter, da sind bestimmt einige Rechnungen zu begleichen.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1

20.04.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (8.) Fiore, 2:0 (12.) J. Müller, 2:1 (18.) Desjardins, 2:2 (23.) Bast, 3:2 (34.) Veilleux, 3:3 (47.) Wohlgemuth, 4:3 (72.) Wiederer;

Strafminuten: Berlin 8, Mannheim 9 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Rendulic; Zuschauer: 9.418.

Eisbären verlieren Spitzenspiel in der Overtime

Wer 1:0 führt, der stets…. na ja, verlieren kann. Es war wohl das Topspiel des 42. Spieltages der DEL. Die Eisbären hatten die Bullen aus München zu Gast und es ging hart zu Sache. Einer Gästeführung mussten sie zunächst nicht hinterherlaufen. Ein Powerplay in der 10. Minute nutzten sie zur Führung. Giovanni Fiore sorgte dafür, dass der Münchner Neuzugang im Tor, Henrik Haukeland sein DEL-Premierentor eingeschenkt bekam.

Noch im Anfangsdrittel ließen es die Eisbären zu, dass die Münchner das Spiel drehen konnten. Ein Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten brachte die Gäste in Front. Beide Treffer wurden im Video überprüft und für regelkonform befunden. Filip Varejka und Benjamin Smith verbesserten ihre Scoringbilanz. Mit der Gästeführung ging es in die erste Drittelpause.

Foto: © Stephan Wenske

Wenn was gehen soll, muss noch härter gearbeitet werden. Das versuchten die Eisbären. Im Mitteldrittel war es ein Duell auf Augenhöhe. Der Treffer zum 2:2 Ausgleich fiel in einer 5 gegen 3 Überzahl. Es war Mat White, der den Puck in die Maschen hämmerte. Im Mitteldrittel wird auf die Sitzplatzkurve gespielt, dort, wo sich die Mehrzahl der coronabedingt nur zweitausend Zuschauer aufhalten. Die gegenüberliegende Stehplatzkurve bleibt bis auf Weiteres abgebaut.

Im Schlussabschnitt hofften die nach 2G+Regel eingelassenen Eishockeyfreunde, dass kein weiteres Tor mehr vor der Sitzplatzkurve fällt. Bange Minuten ab der 51. Spielminute, als Eisbär Kevin Clark wegen Stockschlags auf die Strafbank musste. Strafzeit überstanden und die Eisbären wollten den Sieg, mobilisierten dafür die letzten Kräfte. Gefühlt stand die erste Sturmreihe der Eisbären jetzt ohne Pause auf dem Eis. Haukeland hatte mehr zu tun, als sein Kollege im Eisbären-Tor. Als die Spieluhr nur noch Sekunden runterzählte war die Entscheidung immer noch nicht gefallen. Es blieb beim 2:2 nach der regulären Spielzeit.

Verlängerung und Penaltyentscheidung, gehören in dieser Saison nicht zu den Spezialitäten. Die Münchner brauchten nur 17 Sekunden, um sich den Zusatzpunkt zu angeln. Der Torschütze war Benjamin Street. Schade!

Hans-Peter Becker

Niederlage in der Overtime

An die erste Auflage des Duells der Eisbären gegen die Düsseldorfer EG, am 8. Spieltag der laufenden Saison erinnern die Berlin sich nicht so gern. Die Partie wurde mit 1:3 verloren. In der zweiten Auflage am 27. Spieltag lief es für die Eisbären etwas besser.

Dieses Mal gelang ihnen ein sehr frühes Tor. Am 8. Spieltag war es Luca Zitterbart, der Düsseldorf in der ersten Spielminute in Führung brachte und am 27. war es Marcel Noebels, nach exakt 56. Sekunden stoppte die Spieluhr. Ein Powerplay in der 7. Minute brachte die Erhöhung auf 2:0, Torschütze war erneut Noebels. Das erste Drittel gehörte den Eisbären, wenn auch den Düsseldorfern in 18. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Getroffen hatte Alexander Ehl.

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen und wieder klingelte es im Düsseldorfer Kasten. Ein Solo von Giovanni Fiore sorgte für das 3:1. Die Eisbären bogen in die Siegerstraße ein. Doch die Gäste hefteten sich an ihre Fersen und trafen bis zur letzten Drittelpause noch zweimal, Cedric Schimenz und Stephen Macauly waren die Torschützen.

Wieder war es ein ganz schnelles Tor für die Eisbären zum Drittelbeginn. Matt White traf bereits nach 22 Sekunden und stellte damit den Rekord für dieses Spiel auf. In den vorangegangenen Dritteln waren 56 und 52 Sekunden. Es war noch nicht Schluss mit dem Toreschießen. Die Gäste trafen in der 34. und 45. Minute und kämpften sich bis auf ein Tor wieder heran.

Das an Toren reiche Spiel ließ beide weiter jubeln. In der 48. Minute stand 6:4 für die Eisbären und wieder verkürzten die Gäste, da lief die 52. Spielminute. Es waren 11 Tore bis dahin insgesamt, selbst für ein Eishockeyspiel nicht alltäglich.

In den letzten zwei Spielminuten nahmen die Düsseldorfer ihren Goalie vom Eis. Die Eisbären trafen nur den Pfosten des verwaisten Tores, während die Gäste einnetzen konnten. Nach dem Ende der regulären Spielzeit stand es 6:6, ein zwischenzeitlicher 4:1 Vorsprung der Eisbären hatte nicht gehalten.

Die Overtime begann mit einem 4 zu 3 Überzahlspiel für die Gäste, Jonas Müller hatte sich zum Schluss eine Strafe eingefangen. 19 Sekunden vor dem Ende machten die Gäste den zweiten Punkt perfekt und siegten in der Overtime mit 7:6.

Nach dem Spiel äußerte Gästetrainer Harold Kreis, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat und dem Spielverlauf nach hätte er einen Sieg nicht für möglich gehalten. Serge Aubin meinte: „So ein Spiel darf man nicht verlieren.“ Marcel Noebels, der zwei Tore erzielte, äußerte: „Diese Niederlage müssen wir kurz auswerten, das Schöne an unserem Sport ist, dass es sehr schnell weiter geht.“ Bereits am Sonntag, 5.12. spielen die Eisbären in Schwenningen, sicherlich mit einiger Wut im Bauch.

Hans-Peter Becker

Eisbären rupfen die Hähne

Der Dienstagabend ist kein bevorzugter Termin für das Eishockeyspielen. Der enge Terminplan der DEL muss hin und wieder den Fans eine englische Woche zumuten. Lediglich 5.322 Zuschauer sahen die Partie des 24. Spieltages zwischen den Iserlohn Roosters und den Eisbären. Sogar eine handvoll Fans aus dem Sauerland hatten den Weg in die MB-Arena gefunden. Sie durften in der 27. jubeln, als Brent Aubin traf. Allerdings hatten die Eisbären zuvor bereits dreimal getroffen. Giovanni Fiore eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, Frank Hördler legte mit einem Kracher von der blauen Linie in der 11. Minute nach.

Das Spiel drohte etwas einseitig zu werden, als Frans Nielsen in der 25. Minute zum Zwischenstand von 3:0 einnetzte. Der eingangs erwähnte Treffer von Aubin beeindruckte die Eisbären nicht im geringsten, in der 28. Minute war es erneut Fiore, der einen Treffer erzielte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts verletzte sich Iserlohns Goalie Hannibal Weitzmann.

Foto: © Stephan Wenske

Den Schlussabschnitt begannen die Unterzahl. Hubert Labrie versetzte dem Doppeltorschützen Fiore einen Stockschlag, worauf eine kleine Rauferei zwischen den beiden begann. Labrie ging für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung und im Tor stand ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger.

Der Schlussabschnitt verging torlos. Für die Gäste war in Berlin nichts zu holen.

Hans-Peter Becker

Torspektakel am Dienstagabend

In dieser Saison gehört bei den Heimspielen der Eisbären den Gästen das Recht auf den ersten Treffer. So war es auch am Dienstagabend am 19. Spieltag, die Straubing Tigers waren zu Gast, in der 5. Spielminute traf Andreas Eder im Power Play. Nur 30 Sekunden später erhöhten die Tigers auf 2:0. Es lief noch die 5. Spielminute, nur 9 Sekunden brauchten die Eisbären, um auf 1:2 zu verkürzen. Kevin Clark ließ es krachen und überwand Tomi Karhunen im Straubinger Tor.

Der nächste Treffer in der Partie dauerte etwas länger, in der 14. Minute, wieder hatten die Gäste ein Power Play und Michael Connolly stellte auf 3:1 aus Sicht der Gäste. Mit diesem ernüchternden Zwischenstand gingen die Eisbären in die erste Drittelpause. Es war ein hart geführtes Drittel, es gab auf beiden Seiten Strafzeiten wegen unnötiger Härte.

Alles auf Angriff, angesichts des Rückstands war die Devise der Eisbären und sie gewannen das Drittel mit 3:1, was den Gesamtstand wieder pari stellte. In der 31. Minute erzielte Frans Nielsen das 2:3. Es war sein erstes Tor im Eisbären-Trikot. Einen Assistenten für dieses Tor gab es nicht, ein Abwehrfehler ging voraus. Straubing schlug fast postwendend wieder zurück, in der 34. Minute durch Benedikt Schopper. Die Tore 3 und 4 für die Eisbären waren wieder eng getaktet. In der 37. Minute krönte Zachary Boychuk eine mustergültige Kombination und nur eine knappe Minute später beförderte Giovanni Fiore den Puck in die Maschen. Es war ein etwas vogelwildes Torspektakel.

Im Schlussabschnitt konnten die Eisbären das Spiel drehen. Eine lange Aufholjagd krönte Kai Wissmann und erzielte das 5:4 in der 51. Minute. Vorsichtshalber sahen sich die Schiedsrichter den Treffer nochmals im Video genauer an. Es war alles regelgerecht. Es blieb spannend bis in die Schlusssekunden. In den letzten zwei Spielminuten versuchten die Gäste im empty net die Verlängerung zu erreichen. Die Eisbären verteidigten den knappen Vorsprung vor 5.611 Zuschauern, die am Dienstagabend den Weg in die Arena am Ostbahnhof gefunden hatten.

Mit dem Spiel war, so in dem Statement der beiden Trainer, keiner zufrieden. Tom Pokel, Straubing Trainer:“…vier Tore hier in Berlin müssen führen einen Sieg reichen.“ Serge Aubin: „In der Kabine ist gerade keiner froh über das Spiel.“

Nur 48 Stunden Pause hat das Team, schnell regenerieren, bereits am Donnertag, 4.11. geht es weiter, erneut ein Heimspiel, zu Gast sind dann die Krefeld Pinguine.

Hans-Peter Becker/ Fotonachweis © Hans-Peter Becker

Eisbären besiegen Bremerhaven – Doppeltorschütze Giovanni Fiore

Es begann wie in fast jedem Heimspiel der Eisbären in dieser Saison. Die Gäste gingen in Führung. In der 6. Minute erzielte Tim Lutz das 1:0 für Bremerhaven, er nutzte einen dafür einen Blackout von Manuel Wieder, der unfreiwillig die Vorlage gab. Anschließend scheiterten die Eisbärenstürmer serienweise an Brandon Maxwell. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Gäste von der Nordsee.

Eisbären-Trainer Serge Aubin formierte eine neue Sturmreihe um den Center Frans Nielsen mit ihm stürmten Matthew White und Giovanni Fiore. Als überzähliger Ausländer sah sich Simon Despres diesmal das Spiel von der Tribüne aus an.

Im Mittelabschnitt machten die Eisbären genauso weiter, Maxwell bekam einiges zu halten und es wurde ein Gegentor kassiert. Es war eine gute Kombination der Gäste, abgeschlossen mit einem Tipp-In. Ziga Jeglic hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jan Urbas. Die Antwort der Eisbären erfolgte schnell. In der 29. Minute fiel das 0:2 und in der 30. Minute verkürzten die Eisbären auf 1:2. Es war eine Gemeinschaftsproduktion der 1. Sturmreihe, die Marcel Noebels vollendete. Das Drittel ging zu Ende in einem offenen Schlagabtausch. Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten beiden Spielminuten des Mittelabschnitts. In der 38. Minute erzielt der Wusselstürmer Kevin Clark den 2:2 Ausgleich. Irgendwie kommt er hinter dem Bremerhavener Tor in Puckbesitz und überwindet Maxwell an der kurzen Ecke. Was für ein Kack-Tor werden sich die Gäste gedacht haben. Anschließend geht Frank Hördler wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank und gleich hinterher Jonas Müller.

Den Schlussabschnitt beginnen die Eisbären mit einer 3 zu 5 Unterzahl. Die 38 Sekunden in 3 zu 5 Unterzahl überstanden die Eisbären und schließlich hielten sich die Eisbären weiter schadlos und kaum waren sie wieder vollzählig, jubelte die Halle. Giovanni Fiore schob den Puck zwischen Pfosten und Maxwell in den Kasten. Die Eisbären hatten das Spiel gedreht. Ausgleich oder Sack zu, beide spielten mit offenem Visier. Als 6 Minuten vor dem Ende Uwe Schumann die offizielle Zuschauerzahl bekannt gab, hielt die knappe Führung. Eine leichte Steigerung des Zuschauerinteresses war zu vermelden, längst kein ausverkauftes Haus, immerhin nahmen 7.718 den Dank des Stadionsprechers entgegen. In der 56. Minute war der eben erwähnte Sack zu. Leo Pförderls Schuss konnte Maxwell nicht festhalten und es stand 4:2. Anschließend nahm Thomas Popiesch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Ins leere Tor traf dann Fiore und so wurde es ein standesgemäßer Heimsieg.

Seit 30 Jahren Stadionsprecher – Uwe Schumann © Foto: Becker

Vor dem Spiel schallten Uwe, Uwe Rufe durch die Arena, gemeint war Uwe Schumann, der seit 30 Jahren mit „Liebe Zuschauer, hallo Eishockeyfreunde“ erst im Welli und mit Beginn der Saison 2008 in der Arena am Ostbahnhof. Auf die nächsten 30 Jahre und herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum.

Eisbären verlieren auch das zweite Spiel

Am 2. Spieltag der Champions Hockey League stellte sich mit Skellefteå AIK ein Team aus Schweden vor. Wie die Eisbären hatten die Schweden ihr erstes Gruppenspiel verloren. Sie waren aus der Schweiz angereist, wo sie dem HC Lugano mit 1:5 unterlagen. Beide waren unter Zugzwang, lange sah nach einem Erfolg für die Eisbären aus, am Ende wurde es 3:5 Niederlage.

Matt White hatte bereits in der dritten Spielminute für den Führungstreffer gesorgt und mit einem frühen Treffer im Mittelabschnitt für die zwischenzeitliche 2:0 Führung gesorgt. Es drohte anschließend etwas vogelwild zu werden. Die Schweden schafften postwendend den Anschluss und den Ausgleich und es dauerte wiederum nicht allzu lange bis Giovanni Fiore die Eisbären wieder in Front brachte. Innerhalb von fünf Minuten fielen 4 Tore.

Im Schlussabschnitt drehten die Gäste das Spiel, in der 46. Minute gelang der Ausgleich und in der 56. Minute erstmals die Führung. Die Eisbären stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Leider mussten sie die letzten beiden Spielminuten in Unterzahl bestreiten. Verteidiger Kai Wissmann musste wegen Hakens auf die Strafbank. Sie versuchten es trotzdem ohne Goalie und kassierten ein empty net Tor. Mit einer 3:5 Niederlage, trotz einer Steigerung gegenüber dem Auftaktspiel, verließen sie Eis.

Am 3. und 5. September stehen jeweils die Rückspiele an.

Hans-Peter Becker

Erste Personalentscheidungen bei den Eisbären

Die Eisbären Berlin können die ersten Informationen zur Planung für die kommende PENNY DEL Saison 2021/22 bekannt geben. Nachdem der Vertrag mit Cheftrainer Serge Aubin bereits erneuert wurde, einigten sich die Berliner auch mit Assistenz-Trainer Craig Streu auf eine Vertragsverlängerung. Das neue Arbeitspapier des 52-Jährigen läuft über weitere zwei Jahre.Assistant Coach Gerry Fleming wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr zum Trainerteam gehören.

„Bereits vor ihrer Zeit in Berlin haben Serge Aubin und Craig Streu seit vielen Jahren erfolgreich zusammengearbeitet. Auch bei den Eisbären haben sie hieran nahtlos angeknüpft. Wir freuen uns, dass auch Craig weiterhin Teil unseres Trainerteams sein wird. Wir bedanken uns bei Gerry Fleming für die Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Er hatte einen großen Anteil an unseren Erfolgen“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Darüber hinaus konnten die ersten Einigungen mit Spielern bezüglich neuer Verträge erzielt werden. So werden die deutschen Verteidiger Frank Hördler, Jonas Müller, Kai Wissmann und Eric Mik auch weiterhin für die Hauptstädter auflaufen. Müller und Wissmann unterschrieben für jeweils weitere drei Saisons. Hördlers und Miks neuer Arbeitsvertragläuft jeweils über die kommende Spielzeit 2021/22. Zudem bleiben auch die Stürmer Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore jeweils ein weiteres Jahr in Berlin.

Stéphane Richer: „Wir sind sehr glücklich über diese Vertragsverlängerungen. Frank Hördler war in der abgelaufenen Spielzeit ein super Kapitän und herausragender Führungsspieler. Mit seiner Erfahrung und beständigen Leistung war er einer der Eckpfeiler der Mannschaft. Jonas Müller und Kai Wissmann sind als deutsche Nationalspieler wichtige Stützen in unserer Verteidigung. Eric Mik hat sich im vergangenen Jahr enorm weiterentwickelt und war fester Bestandteil unserer Meistermannschaft. Er hat gezeigt, dass er noch riesiges Potenzial hat. Giovanni Fiore, Matt White und Zach Boychuk haben sich perfekt ins Team integriert,als sie im Laufe der letzten Saison zu uns gestoßen sind. Alle haben bedeutendeRollen innerhalb des Teams ausgeübt und waren wesentliche Faktoren für den Gewinn der Meisterschaft. Ich freue mich, dass wir allein Berlin halten konnten.“

Den Verein verlassen werden John Ramage, Mark Olver, Kris Foucault, Pierre-Cédric Labrie, Fabian Dietz und Thomas Reichel. Mit den beiden Verteidigern Simon Després und Ryan McKiernan befindet sich die sportliche Leitung aktuell noch in Gesprächen.„Wir bedanken uns bei allen Spielern für ihr, teilweise jahrelanges, Engagement für die Eisbären. Die Entscheidungen sind uns nicht leichtgefallen“, erklärt Stéphane Richer. „Jeder einzelne hat einen großen Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg für ihre Zukunft.“

Der derzeitige Eisbären-Kader für die Saison 2021/22:Tor: Mathias Niederberger, Tobias Ancicka Abwehr: Kai Wissmann, Frank Hördler, EricMik, Jonas Müller, Constantin Braun Sturm: Nino Kinder, Mark Zengerle, Parker Tuomie, Giovanni Fiore, Haakon Hänelt, Sebastian Streu, Zach Boychuk, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White, Lukas Reichel.

Quelle: EHC Eisbären Berlin

Eisbären verlieren in Wolfsburg

Es blieb auch am 14. Spieltag der DEL dabei, auswärts tun sich die Eisbären schwer. Am Ende hieß es 6 : 4 für die Grizzlys im Bärenduell gegen die Eisbären aus Berlin.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie und gingen im ersten Drittel durch Tore von Jormakka (5. / 9., PP1) und Rech (12., PP1) mit 3:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt kamen die Eisbären zunächst besser ins Spiel und folgerichtig in der 34. Minute zum Anschlusstreffer durch Leo Pföderl. Furchner stellte vier Minuten später jedoch den 3-Tore Vorsprung wieder her und überwand Tobias Ancicka in erneuter Überzahl zum 4:1 (38., PP1). Im Schlussdrittel konnte Jonas Müller verkürzen (47.), doch Machacek in Überzahl (53.) und Görtz (55.) erhöhten auf 6:2. Die Tore von Ryan McKiernan (59., PP1) und Giovanni Fiore (60., PP1) jeweils mit einem Spieler mehr auf dem Eis kamen zu spät für die Berliner.

Für die Hauptstädter geht es am kommenden Mittwoch, den 03. Februar 2021 weiter. Dann gastiert die Düsseldorfer EG in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):
„Im ersten Drittel waren wir nicht gut auf dem Eis unterwegs, haben dann zu viele Strafen genommen und mussten einem 0:3 Rückstand hinterherlaufen. Der Berg war dann einfach zu hoch. Das war sehr enttäuschend. Wir müssen unbedingt an unserem Auftritt bei Auswärtsspielen arbeiten. Wolfsburg wollte den Sieg heute mehr als wir.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „In dieser Liga musst du diszipliniert spielen, das haben wir nicht getan. Wolfsburg hatte heute ein starkes Überzahlspiel, das war der Unterschied. Wenn wir fünf gegen fünf spielen, sind wir sehr stark. Diese Niederlage tut weh.“

DEL 14. Spieltag 31.01.2021 Eisarena Wolfsburg

Grizzlys Wolfsburg – Eisbären Berlin 6:4 (3:0, 1:1, 2:3)

Aufstellungen:

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) –
Likens, Melchiori; Button, Wurm; Möser, Adam; Raabe – Görtz, Järvinen, Furchner; Jormakka, Olimb, Rech; Nijenhuis, Pfohl, Hungerecker; Machacek, Festerling, Boucher – Trainer: Pat Cortina

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); McKiernan, Espeland; Mik – Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault, Zengerle, Tuomie; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 04:48 – Jormakka (Rech, Olimb) – EQ
2:0 – 08:56 – Jormakka (Rech) – PP1
3:0 – 11:06 – Rech (Jormakka, Olimb) – PP1
3:1 – 33:31 – Pföderl (Zengerle, Espeland) – EQ/EA
4:1 – 37:30 – Furchner (Järvinen, Button) – PP1
4:2 – 46:22 – Müller (Noebels, Fiore) – EQ
5:2 – 52:51 – Machacek (Görtz, Butto) – PP1
6:2 – 54:56 – Görtz (Festerling, Furchner) – EQ
6:3 – 58:19 – McKiernan (Zengerle, Fiore) – PP1
6:4 – 59:25 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1

Strafen:

Grizzlys Wolfsburg: 12 (2, 4,6) Minuten
Eisbären Berlin: 16 (6, 4, 6) Minuten

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Quelle: Eisbären Berlin

Eisbären feiern ersten Auswärtssieg

Die Eisbären Berlin haben das erste Auswärtsspiel der PENNY DEL Saison 2020/21 gewonnen. Die Berliner besiegten am neunten Spieltag der laufenden Spielzeit die Krefeld Pinguine in der Yayla-Arena mit 5:2. Die Tore für die Eisbären erzielten Kris Foucault (1.), Leonhard Pföderl (18.), Giovanni Fiore (20.,PP1) mit seinem ersten Treffer für die Eisbären, Parker Tuomie (24.) sowie Lukas Reichel (46.). Für Gastgeber Krefeld trafen Kristofers Bindulis (16.) und Brett Olson (55.). Mit diesem Sieg belegen die Eisbären Berlin mit einem Punkteschnitt von zwei Punkten pro Partie den dritten Platz der Gruppe Nord.

Für Eisbären-Stürmer Pföderl war das Gastspiel in Krefeld die 425. Partie in der PENNY DEL, sein Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bedeutete zudem sein 150. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse. Mark Zengerle markierte mit seiner Vorlage zur 1:0-Führung seinen 100. Punkt in der PENNY DEL. Im Tor kam Tobias Ancicka zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Das nächste Saisonspiel bestreiten die Eisbären Berlin bereits in zwei Tagen. Am 19. Januar 2021 um 20:30 Uhr gastieren die Kölner Haie in der Mercedes-Benz Arena. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein verdienter Auswärtssieg. Die Mannschaft hat meine Erwartungen erfüllt und über die gesamten 60 Minuten voll durchgespielt. Ich habe heute viele gute Dinge meines Teams gesehen, das Spiel gegen den Puck hat mit sehr gefallen. Alle vier Reihen haben Eiszeit bekommen und jede einzelne konnte Akzente setzen.“

Kris Foucault (Stürmer Eisbären Berlin):

„Wir wussten, dass ein guter Start ins Spiel sehr wichtig und der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Darum bin ich froh, dass ich direkt mit unserem ersten Angriff getroffen habe. Das Zusammenspiel in unserer Reihe mit Matt White und Mark Zengerle funktioniert sehr gut.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich freue mich über mein erstes Tor für die Eisbären, aber der erste Auswärtssieg dieser Saison ist natürlich viel wichtiger. Es war heute eine gute Teamleistung, alle vier Reihen haben zu diesem Erfolg beigesteuert.“

Quelle: EHC Eisbären Berlin

DEL 9. Spieltag 17.01.2021 Krefeld Yayla-Arena

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)

Aufstellungen:

Krefeld Pinguine: Belov (Quapp) – C. Braun, Bull; Trivellato, Buncis; Bindulis, Bappert – Klöpper, Postel, Kuhnekath; L. Braun (A), Olson (A), Karsums; Shatsky, Petrakov, Saponari; Schymainski (C), Blank, Lessio; L. Niederberger -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären Berlin: Ancicka (M. Niederberger) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – White, Zengerle, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Tore:

0:1 – 00:11 – Foucault (Zengerle, Ramage) – EQ

1:1 – 15:53 – Bindulis (Saponari, Schymainski) – PP1

1:2 – 17:55 – Pföderl (Hördler, Noebels) – EQ

1:3 – 19:40 – Fiore (Zengerle, Foucault) – PP1

1:4 – 23:54 – Tuomie (Olver, Fiore) – EQ

1:5 – 45:20 – Reichel (Pföderl, McKiernan) – EQ

2:5 – 54:52 – Olson (Buncis, Karsums) -EQ