Eisbären gewinnen das Bärenduell

Spät, vielleicht zu spät, steigt die Formkurve der Eisbären. Dem Sieg beim Aufsteiger in Frankfurt ließen sie den nächsten Dreier gegen die Grizzlys aus Wolfsburg folgen. Zum ersten Mal in der laufenden Saison war die Arena am Ostbahnhof ausverkauft.

Bereits das 1. Drittel hatte es in sich und offenbarte seinen Derbycharakter. Es fielen vier Tore und das günstig verteilt für die Eisbären. Auf der dem Ergebnisboard stand eine 3:1 Führung für die Eisbären. Leonard Pföderl eröffnete den Torreigen in der 9. Spielminute. In der 17. Minute steuerte Yannik Veilleux den zweiten Eisbärentreffer bei, zwischenzeitlich hatte in der 11. Minute Spencer Machacek für Wolfsburg ausgeglichen. Besonders bejubelt werden im Eishockey Tore bei eigener Unterzahl. Dieses Kunststück gelang Giovani Fiore in der 19. Minute. Allein ging er auf Wolfsburgs Goalie Justin Pogge zu und knallte den Puck in die Maschen.

Der Mittelabschnitt ging Unentschieden aus. Je zwei Treffer auf jeder Seite, für die Eisbären trafen erneut Pföderl und Zach Boychuk und für Wolfsburg waren Matthew Gabriel Lorito und Trevor Mingoia erfolgreich. In der 32. Minute lieferten sich Grizzly Björn Krupp und Eisbär Veilleux einen Kampf mit bloßen Fäusten, der sehr schnell zugunsten des Eisbären entschieden war.

Im Schlussabschnitt verteidigten die Eisbären den Vorsprung, den Marco Nowak in der 43. Minute zwischenzeitlich auf 6:3 erhöhen konnte. Ein Schuss aus dem Hinterhalt, Pogge war die Sicht versperrt. Im Eishockey kann es schnell gehen und eine Führung ist dahin. In der 54. Minute verkürzten die Gäste durch Ex-Eisbär Machacek. Die letzten beiden Spielminuten nahmen die Gäste ihren Goalie vom Eis. Es brachte alles nichts mehr. Es blieb bei dem verdienten Sieg für die Eisbären.

Bereits am kommenden Mittwoch, 25.01.2023 steht das nächste Heimspiel an, zu Gast sind die Straubing Tigers.

Hans-Peter Becker

Foto:© Stephan Wenske

Eisbären starten mit einer Niederlage ins neue Jahr

Der Tabellenführer aus München hatte bis zur 34. Minute das Heft des Handelns fest in der Hand. Konzentriert erspielten sie sich einen 3:0 Vorsprung und ließen die Eisbären recht alt aussehen. Nach nur 43 Sekunden erzielte Austin Ortega das 1:0, in der 11. Minute legten sie nach durch Jonathon Blum und als Benjamin Street in der 22. Minute gar auf 3:0 erhöhte schien, als sei alles gelaufen.

Ein Tor in der 34. Minute durch Giovanni Fiore im Powerplay veränderte das Momentum. Fiore schlug knapp 90 Sekunden später erneut zu und verkürzte auf 2:3. Sie steigerten sich und das Spiel war wieder offen, der Tabellenunterschied nicht mehr zu erkennen. Der Ausgleich lag in der Luft, viele Chancen, München wurde vor dem eigenen Tor festgemacht, der Puck wollte nicht rein. Für die beiden letzten Spielminuten wurde der Goalie auf die Bank beordert. Turbulente Szenen vor dem Tor von Daniel Allavena. Mit Glück und Geschick retteten die Gäste sich ins Ziel. Die kämpferische und spielerische Steigerung der Eisbären wurde nicht belohnt. Bereits am kommenden Mittwoch, 4. Januar geht es weiter in der heimischen Arena, zu Gast sind dann die Kölner Haie.

Hans-Peter Becker

DEL 38. Spieltag

2.1.2023 EHC Eisbären vs RB München 2:3(0:2, 2:1, 0:0)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; Fiore, Regin, Pföderl; White, Zerter-Gossage, Veilleux; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin

EHC Red Bull München: Allavena (Niederberger) – Boyle, Blum; Szuber, Redmond; Daubner, McKiernan; Abeltshauser – Ehliz, Kastner, Ortega; Tiffels, Hager, Schütz; DeSousa, Street, Parkes; Ruckdäschel, Appendino – Trainer: Don Jackson

Torfolge

  • 0:1 – 00:42 – Ortega (Blum, Ehliz) –EQ
  • 0:2 – 10:17 – Blum (Hager, DeSousa) – EQ
  • 0:3 – 21:49 – Street (DeSousa, McKiernan) – EQ
  • 1:3 – 33:05 – Fiore (Boychuk, Ellis) – PP1
  • 2:3 – 34:34 – Fiore (Pföderl) – EQ

Strafen:

Eisbären 6

RB München 2

Zuschauer: 9.423

Weihnachtsgeschenk für die Fans – Kantersieg gegen Bietigheim

Erneut gaben die Bietigheim Steelers ihre Visitenkarte in der MB-Arena ab. Die erste Auflage verloren die Eisbären im Oktober mit 2:4. Am Tag vor Heiligabend ließen sie nichts anbrennen und bescherten ihren Anhängern ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

Sie zogen auf 3:0 davon und es war alles dabei, ein shorthander, ein Powerplay Treffer und ein Tor in vollständiger Formation. Es war ja auch Wiedergutmachung für den blutleeren Auftritt zuvor in Wolfsburg angesagt. Nach dem 1. Drittel stand es durch die Treffer in der 9. Minute (G. Fiore) und in der 13. Minute (Leo Pföderl) 2:0.

Es lief weiter wie geschmiert. Entspannt konnte die Hartmut Nickel Kurve den Schlachtgesängen frönen. So einen dominanten Auftritt hatten sie in dieser Saison noch nicht hingelegt. Nach dem 2. Drittel stand es 4:0, erneut Fiore und Zachary Boychuk waren erfolgreich.

Foto: © Hans-Peter Becker

Was sollte da noch schiefgehen? Es stand der Tabellenletzte auf dem Eis und mit Verlaub, das war in vielen Aktionen zu erkennen. Ein knapper Sieg hätte wieder für Diskussionen gesorgt. Die Gäste mit ihrem Kapitän, Ex-Eisbär Constantin Braun boten wenig DEL-taugliches Eishockey. Den Schlussabschnitt begannen sie mit einem frischen Goalie. Das Duell der beiden finnischen Torhüter hatte bis dahin Juho Markkanen gegen seinen Landsmann Sami Aittokallio entschieden.

Im Schlussabschnitt hütete Cody Brenner das Tor. Die Spieluhr lief herunter, die Gäste hatten nichts mehr im Tank und in der 54. Minute besorgte Fiore das 5:0. Wie wäre es mit einem Shutout für den jungen finnischen Goalie, selbst das gelang! So schön sangen die Fans, so was hat man lange nicht gesehen.

Was ist dieser klare Sieg wert? Bis zum Jahresende warten auf die Eisbären noch drei schwere Auswärtsaufgaben, in Ingolstadt, Bremerhaven und in Straubing.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 23.12.2022 MB-Arena Berlin

  • Eisbären Berlin – Bietigheim Steelers 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; White, Regin, Pföderl; Veilleux, Zerter-Gossage, Fiore; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Bietigheim Steelers: Aittokallio (ab 41. Spielminute: Brenner) – Braun, Renner; Maione, Schüle; Prommersberger, Atkinson – Keränen, Berger, Naud; Jasper, Stretch, Lepaus; Zientek, Weiß, Preibisch; Lindner, Kneisler, Kuqi – Trainer: Pekka Kangasalusta

Tore

  • 1:0 – 08:51 – Fiore (Mauer) –SH1
  • 2:0 – 12:21 – Pföderl (Noebels, Boychuk) – PP1
  • 3:0 – 23:24 – Fiore (Mik, Melchiori) – EQ
  • 4:0 – 28:32 – Boychuk (Clark, Nowak) – EQ
  • 5:0 – 53:50 – Fiore (Veilleux) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 6 (4, 0, 2) Minuten
  • Bietigheim Steelers: 4 (2, 0, 2) Minuten

Schiedsrichter

  • Martin Frano, Sean MacFarlane (Nikolaj Ponomarjow, Tobias Treitl)

Zuschauer

  • 10.230

Fiore erlöst die Eisbären – zwei Punkte gegen Bremerhaven

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein 999 DEL-Spiel © Foto: Stephan Wenske

Die Partie des 28. Spieltages der DEL zwischen den Eisbären und den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven hatte etwas von einem Krisentreffen. Die Pinguine hatten dreimal in Folge verloren, es folgte der Rutsch aus den direkten Playoff-Plätzen und die Misere der Eisbären ist bekannt, der letzte Dreier liegt drei Spieltage zurück. Der letzte Auftritt, auswärts in Frankfurt, machte Hoffnung auf Besserung.

Serge Aubin hatte seine Reihen umgestellt. Der formschwache Leonard Pföderl rückte eine Reihe nach unten, zusammen mit Matt White und dem Center Lewis Zerter-Gossage, der nach seiner Verletzung zu seinem ersten Einsatz in der DEL kam.

Das erste Drittel gehörte den Eisbären, sie brauchten allerdings fast die gesamten effektiven Spielminuten für den Führungstreffer. Es waren nur noch 5 Sekunden auf der Spieluhr, da konnte Giovanni Fiore einnetzen. Es war ein Powerplay, Alexander Friesen saß auf der Strafbank.

Im Mittelabschnitt konnten die Eisbären ihre Führung ausbauen. In der 26. Minute ließ Morgan Ellis es von der blauen Linie krachen, die Vorlage kam von Marcel Noebels. Als Torschütze wurde später Kevin Clark eingetragen. Sein Schläger soll dem fulminanten one timer von Ellis noch eine kleine Richtungsänderung verpasst haben. Ein etwas beruhigender Vorsprung, der Hoffnung auf den langersehnten Dreier machen konnte. Der Vorsprung währte lediglich fünf Minuten, die Gäste verkürzten in der 31. Minute durch Skyler McKenzie. Den knappen Vorsprung nahmen sie mit in die letzte Drittelpause.

Im Schlussdrittel schmolz der Vorsprung dann endgültig dahin. Die Eisbären hatten Überzahl, aber Brendan Guhle vertändelte den Puck, zudem geriet ein Anspiel auf ihn zu kurz. Der Kapitän der Gäste, Alexander Friesen, hatte die Eisschnelllaufschuhe untergeschnallt und vollendete seinen Alleingang mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 47. Minute.

Anschließend hatte beide die Möglichkeit, den Siegtreffer zu setzen. Es war nichts für schwache Nerven. Das sind die Besucher der MB-Arena gewohnt, 9.197 hatten sich am Freitagabend eingefunden. Sie kamen nicht pünktlich zu ihrer Heimfahrt. Im Nachsitzen fiel die Entscheidung über den Zusatzpunkt zugunsten der Eisbären. Die beiden auffälligsten Spieler der Eisbären sorgten für die Entscheidung, Giovanni Fiore erlöste die Eisbären-Fans, na wenigstens zwei Punkte. Bereits am Sonntag geht es weiter, der Gegner heißt Ingolstadt.

Hans-Peter Becker

DEL 28. Spieltag

09.12.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin
Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:2 n.V. (1:0, 1:1, 0:1, 1:0)

Aufstellungen
Fischtown Pinguins Bremerhaven: Franzreb (Svedberg) – Samuelsson, Alber; Kreutzer, Eminger; Wirth, Bruggisser; Aichinger – Tyrväinen, Vikingstad, Mauermann; Uher, Friesen, Andersen;McKenzie, Verlic, Kinder; Lutz, Wejse, Saakyan – Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Hufsky) – Guhle, Hördler (C); Nowak, Müller; Ellis, Melchiori; Bettahar –Fiore, Grenier, Veilleux; Clark, Boychuk, Noebels; Pföderl, Zerter-Gossage, White; Wiederer, Roßmy, Heim – Trainer: Serge Aubin

Tore
1:0 – 19:56 – Fiore (Clark, Boychuk) – PP1

2:0 – 24:03 – Clark (Ellis, Noebels) – EQ2:1 – 30:03 – McKenzie (Wejse) – EQ
2:2 – 46:54 – Friesen – SH1
3:2 – 60:54 – Fiore (Müller, Boychuk) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 2, 4, 0) Minuten

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 10 (4, 2, 4,0) Minuten

Schiedsrichter
Andris Ansons, Sean MacFarlane (Dävis Zunde, Denis Menz)
Zuschauer: 9.197

Heimsieg gegen Bremerhaven

Am 19. Spieltag der aktuellen Saison trafen die Eisbären erstmals auf die Pinguins Bremerhaven. Der dritten von oben reiste zum dritten von unten in der Tabelle, Bremerhaven spielt bisher eine starke Saison, während die Eisbären in Not sind. Die Rolle des Favoriten gebührte den Gästen von der Nordsee.

Es hätte ein schöner Abend werden können. Faktisch mit dem ersten Angriff im Spiel gingen die Eisbären in Führung. Nur 23 Sekunden waren gezählt, da überwand Matt White seinen ehemaligen Kollegen Maximilian Franzreb. Noch in der ersten Spielminute schlugen die Pinguine zurück. Das Tor zum Ausgleich erzielte Alexander Friesen. In der 11. Minute gingen die Eisbären erneut in Führung, eine gelungene Kombination der vierten Spielreihe vollendete Manuel Wiederer.

Die Führung hielt bis zur Minute 30, Ross Mauermann glich erneut für die Gäste aus. Die Eisbären waren bemüht, machten sich durch unnötige Puckverluste das Leben schwer. Wenn es nicht läuft, kommt Pech dazu. Ein Kacktor für die Gäste. Markus Vikingstad provozierte einen Querschläger und der landete irgendwie im Tor. Schlussendlich war es der Schläger von Eisbären Goalie Tobias Ancicka, der den Puck ins Tor lenkte.

Das Schlussdrittel brachte die Erlösung für die Eisbären. Zwei Powerplay-Tore durch White und Yannick Veilleux drehten das Spiel erneut. Im Anschluss lieferten sich Christian Weise und Eisbär Giovanni Fiore einen Faustkampf. Endlich wieder ein Sieg, vor allem das Schlussdrittel dürfte ganz nach dem Geschmack der 11.454 Zuschauer gewesen sein. Es hätte nicht nur, es wurde ein schöner Abend. Für Bremerhaven, mit ihrem Trainer Uwe Popiesch war, wie er selbst anmerkte, trotz einer guten Leistung in Berlin nichts zu holen. Die Eisbären spielen vor der Deutschland-Cup Pause auswärts in Straubing.

Hans-Peter Becker

Eisbären holen noch zwei Punkte

Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist, eine Tautologie, die allerdings das Spiel der Eisbären gegen die Ice-Tigers aus Nürnberg treffend beschreibt. Als Hallensprecher Uwe Schumann bekannt gab, dass im Spiel die letzten zwei Spielminuten begonnen haben, hatte sich wohl die meisten unter 10.069 Zuschauern mit einer Niederlage der Eisbären abgefunden. Mit 0:2 lagen sie hinten.

Als die Spieluhr bei 58:18 stehen blieb, war der Puck im Tor von Phil Hungerecker. Die Zeit reichte für den Ausgleich durch Giovanni Fiore. In der Verlängerung trafen die Eisbären erneut und holten sich den Zusatzpunkt.

„Es war ein schwieriges Spiel. Unsere Kraftreserven sind aktuell aufgebraucht, das hat man von Beginn an gesehen. Nürnberg hat gut gespielt und uns heute das Leben schwergemacht. Im Powerplay kurz vor Spielende haben wir den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler gezogen. Der Anschlusstreffer hat uns dann wieder Leben eingehaucht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie einen Weg gefunden hat, diese Partie noch zu gewinnen. Wir müssen uns jetzt sammeln und unsere Kraftreserven für das nächste Spiel am Mittwoch wieder aufladen.“ Serge Aubin

„Es war kein schönes Spiel. Wir haben aber nicht aufgegeben und schlussendlich einen Weg gefunden, die Partie noch zu gewinnen. Das ist das Wichtigste. Bis zum Anschlusstreffer war es ein frustrierendes Spiel für uns. Wir haben aber weiter an uns geglaubt und nicht aufgegeben. In der Overtime konnten wir die Partie dann zum Glück für uns entscheiden.“ Giovanni Fiore, zweifacher Torschütze

Das nächste Pflichtspiel bestreiten die Eisbären Berlin am Mittwoch, den 12. Oktober um 17:30 Uhr. Zum Abschluss der Champions-Hockey-League-Gruppenphase gastieren die Berliner bei Mountfield HK in Tschechien. In der PENNY DEL ist der Hauptstadtclub wieder am Freitag, den 14. Oktober im Einsatz. Dann sind die Bietigheim Steelers zu Gast in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.

Quelle: Eisbären Berlin/Hans-Peter Becker

DEL 9. Spieltag 2.10.2022 14:00 MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers 3:2 n. V. (0:0, 0:1, 2:1, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mauer; Geibel, Ellis (A); F. Hördler (C), Mik – Fiore, White, Barinka; Noebels, Boychuk, Clark; Heim, Roßmy, Wiederer; Nijenhuis, Handschuh, Baßler – Trainer: Serge Aubin
  • Nürnberg Ice Tigers: Hungerecker (Meier) – Mebus, Weber; Shaw, Karrer; Fleischer – Schmölz, Stoa, Reimer; Fox, MacLeod, Sheehy; Hede, Leonhardt, Ustorf; Ribarik, Kechter, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Tore

  • 0:1 – 27:10 – Stoa (Schmölz, Karrer) – EQ
  • 0:2 – 47:42 – Schmölz (Fleischer, MacLeod) – EQ
  • 1:2 – 58:18 – Clark (Boychuk, White) – PP1 (6-4)
  • 2:2 – 59:13 – Fiore (Boychuk, White) – 6-5
  • 3:2 – 63:11 – Fiore (White) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 0, 2) Minuten
  • Nürnberg Ice Tigers: 14 (2, 6, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

  • Benjamin Hoppe, Gordon Schukies (Jonas Merten, Vincent Brüggemann

Eisbärensieg in der Overtime

Ein DEL-Klassiker, so stand es im Programmheft zum ersten Halbfinalspiel der Eisbären. In der Hauptrunde war es ausgeglichen, es gab je zwei Siege und ähnliches ist von der Serie zu erwarten. Verlängerungen und ein Gang über fünf Spiele sind nicht ausgeschlossen.

In der Anfangsphase des Spiels dominierten die Eisbären und legten gleich zwei Tore vor. In der achten Minute vollendete Giovanni Fiore ein Power Play zum 1:0 und nur vier Minuten später beförderte Jonas Müller den Puck in das Adlergehäuse. Exakt mit dem Beginn der 18. Spielminute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, ihm folgte wenig später Sebastian Streu und die 3 gegen 5 Situation nutzten die Adler für den Anschlusstreffer. Der Torschütze war Andrew Desjardins.

Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen, die Eisbären hatten noch nicht die volle Aufmerksamkeit und in der 23. Minute stand es pari, Jason Bast hatte für die Adler getroffen. Im Anfangsdrittel war er noch an Mathias Niederberger nach einem Alleingang gescheitert. Sie fingen sich wieder die Eisbären und gingen in der 34. Minute durch einen Treffer von Yannick Veilleux wieder in Führung.

Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussabschnitt belauerten sich beide und das Scheibenglück war mit den Mannheimern. In der 47. Minute stand es 3:3, weil Tim Wohlgemuth abstauben konnte, Niederberger streckte sich vergeblich. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier auf und ab. Das 3:3 hielt bis in die Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichter ließen fast alles laufen, bis zur 55. Spielminute, da mussten Mannheims David Wolf und Eisbär Simon Despres wegen unsportlichen Verhaltens auf die Sünderbank. Das Spiel vier gegen vier erbrachte kein Tor und so näherte sich die Ankündigung der letzten zwei regulären Spielminuten. Die Gemüter kochten hoch, als Bona Rendulic wegen eines Bandenchecks eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Der Leidtragende war Veilleux. Jetzt hatten die Eisbären fünf Minuten in Überzahl für den entscheidenden Treffer. Er fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Overtime, nur 15 Minuten für die Eisbereitung und es standen noch 3:03 Minuten Strafzeit für Mannheim auf der Uhr. Wer kommt mit der besseren Idee aus der Kabine? Es waren 9.418 Zuschauer in der Arena, erstaunlich wenig für solch ein Spiel. Um 22:13 Uhr begann die erste Overtime und die Eisbären glänzten in der aktuellen Saison nicht unbedingt mit ihrem Powerplay und die Mannheimer wurden wieder komplett. Die Adler konnten eine Überzahl ab der 67. Spielminute nicht nutzen.

In der 72. Spielminute war es so weit und Manuel Wiederer hämmerte den Puck in die Maschen. Wiederer wurde zum Mann des Spiels, dabei hatte er Glück, ein Ellbogencheck gegen Mannheims David Wolf wurde nicht geahndet. Hätten sich die Schiris die Szene im Video angschaut, wäre für Wiederer das Spiel wohlmöglich beendet gewesen. In Berlin war es 22:29 Uhr und am Freitag, 22. April geht die Serie in Mannheim weiter, da sind bestimmt einige Rechnungen zu begleichen.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1

20.04.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (8.) Fiore, 2:0 (12.) J. Müller, 2:1 (18.) Desjardins, 2:2 (23.) Bast, 3:2 (34.) Veilleux, 3:3 (47.) Wohlgemuth, 4:3 (72.) Wiederer;

Strafminuten: Berlin 8, Mannheim 9 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Rendulic; Zuschauer: 9.418.

Eisbären verlieren Spitzenspiel in der Overtime

Wer 1:0 führt, der stets…. na ja, verlieren kann. Es war wohl das Topspiel des 42. Spieltages der DEL. Die Eisbären hatten die Bullen aus München zu Gast und es ging hart zu Sache. Einer Gästeführung mussten sie zunächst nicht hinterherlaufen. Ein Powerplay in der 10. Minute nutzten sie zur Führung. Giovanni Fiore sorgte dafür, dass der Münchner Neuzugang im Tor, Henrik Haukeland sein DEL-Premierentor eingeschenkt bekam.

Noch im Anfangsdrittel ließen es die Eisbären zu, dass die Münchner das Spiel drehen konnten. Ein Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten brachte die Gäste in Front. Beide Treffer wurden im Video überprüft und für regelkonform befunden. Filip Varejka und Benjamin Smith verbesserten ihre Scoringbilanz. Mit der Gästeführung ging es in die erste Drittelpause.

Foto: © Stephan Wenske

Wenn was gehen soll, muss noch härter gearbeitet werden. Das versuchten die Eisbären. Im Mitteldrittel war es ein Duell auf Augenhöhe. Der Treffer zum 2:2 Ausgleich fiel in einer 5 gegen 3 Überzahl. Es war Mat White, der den Puck in die Maschen hämmerte. Im Mitteldrittel wird auf die Sitzplatzkurve gespielt, dort, wo sich die Mehrzahl der coronabedingt nur zweitausend Zuschauer aufhalten. Die gegenüberliegende Stehplatzkurve bleibt bis auf Weiteres abgebaut.

Im Schlussabschnitt hofften die nach 2G+Regel eingelassenen Eishockeyfreunde, dass kein weiteres Tor mehr vor der Sitzplatzkurve fällt. Bange Minuten ab der 51. Spielminute, als Eisbär Kevin Clark wegen Stockschlags auf die Strafbank musste. Strafzeit überstanden und die Eisbären wollten den Sieg, mobilisierten dafür die letzten Kräfte. Gefühlt stand die erste Sturmreihe der Eisbären jetzt ohne Pause auf dem Eis. Haukeland hatte mehr zu tun, als sein Kollege im Eisbären-Tor. Als die Spieluhr nur noch Sekunden runterzählte war die Entscheidung immer noch nicht gefallen. Es blieb beim 2:2 nach der regulären Spielzeit.

Verlängerung und Penaltyentscheidung, gehören in dieser Saison nicht zu den Spezialitäten. Die Münchner brauchten nur 17 Sekunden, um sich den Zusatzpunkt zu angeln. Der Torschütze war Benjamin Street. Schade!

Hans-Peter Becker

Niederlage in der Overtime

An die erste Auflage des Duells der Eisbären gegen die Düsseldorfer EG, am 8. Spieltag der laufenden Saison erinnern die Berlin sich nicht so gern. Die Partie wurde mit 1:3 verloren. In der zweiten Auflage am 27. Spieltag lief es für die Eisbären etwas besser.

Dieses Mal gelang ihnen ein sehr frühes Tor. Am 8. Spieltag war es Luca Zitterbart, der Düsseldorf in der ersten Spielminute in Führung brachte und am 27. war es Marcel Noebels, nach exakt 56. Sekunden stoppte die Spieluhr. Ein Powerplay in der 7. Minute brachte die Erhöhung auf 2:0, Torschütze war erneut Noebels. Das erste Drittel gehörte den Eisbären, wenn auch den Düsseldorfern in 18. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Getroffen hatte Alexander Ehl.

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen und wieder klingelte es im Düsseldorfer Kasten. Ein Solo von Giovanni Fiore sorgte für das 3:1. Die Eisbären bogen in die Siegerstraße ein. Doch die Gäste hefteten sich an ihre Fersen und trafen bis zur letzten Drittelpause noch zweimal, Cedric Schimenz und Stephen Macauly waren die Torschützen.

Wieder war es ein ganz schnelles Tor für die Eisbären zum Drittelbeginn. Matt White traf bereits nach 22 Sekunden und stellte damit den Rekord für dieses Spiel auf. In den vorangegangenen Dritteln waren 56 und 52 Sekunden. Es war noch nicht Schluss mit dem Toreschießen. Die Gäste trafen in der 34. und 45. Minute und kämpften sich bis auf ein Tor wieder heran.

Das an Toren reiche Spiel ließ beide weiter jubeln. In der 48. Minute stand 6:4 für die Eisbären und wieder verkürzten die Gäste, da lief die 52. Spielminute. Es waren 11 Tore bis dahin insgesamt, selbst für ein Eishockeyspiel nicht alltäglich.

In den letzten zwei Spielminuten nahmen die Düsseldorfer ihren Goalie vom Eis. Die Eisbären trafen nur den Pfosten des verwaisten Tores, während die Gäste einnetzen konnten. Nach dem Ende der regulären Spielzeit stand es 6:6, ein zwischenzeitlicher 4:1 Vorsprung der Eisbären hatte nicht gehalten.

Die Overtime begann mit einem 4 zu 3 Überzahlspiel für die Gäste, Jonas Müller hatte sich zum Schluss eine Strafe eingefangen. 19 Sekunden vor dem Ende machten die Gäste den zweiten Punkt perfekt und siegten in der Overtime mit 7:6.

Nach dem Spiel äußerte Gästetrainer Harold Kreis, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat und dem Spielverlauf nach hätte er einen Sieg nicht für möglich gehalten. Serge Aubin meinte: „So ein Spiel darf man nicht verlieren.“ Marcel Noebels, der zwei Tore erzielte, äußerte: „Diese Niederlage müssen wir kurz auswerten, das Schöne an unserem Sport ist, dass es sehr schnell weiter geht.“ Bereits am Sonntag, 5.12. spielen die Eisbären in Schwenningen, sicherlich mit einiger Wut im Bauch.

Hans-Peter Becker

Eisbären rupfen die Hähne

Der Dienstagabend ist kein bevorzugter Termin für das Eishockeyspielen. Der enge Terminplan der DEL muss hin und wieder den Fans eine englische Woche zumuten. Lediglich 5.322 Zuschauer sahen die Partie des 24. Spieltages zwischen den Iserlohn Roosters und den Eisbären. Sogar eine handvoll Fans aus dem Sauerland hatten den Weg in die MB-Arena gefunden. Sie durften in der 27. jubeln, als Brent Aubin traf. Allerdings hatten die Eisbären zuvor bereits dreimal getroffen. Giovanni Fiore eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, Frank Hördler legte mit einem Kracher von der blauen Linie in der 11. Minute nach.

Das Spiel drohte etwas einseitig zu werden, als Frans Nielsen in der 25. Minute zum Zwischenstand von 3:0 einnetzte. Der eingangs erwähnte Treffer von Aubin beeindruckte die Eisbären nicht im geringsten, in der 28. Minute war es erneut Fiore, der einen Treffer erzielte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts verletzte sich Iserlohns Goalie Hannibal Weitzmann.

Foto: © Stephan Wenske

Den Schlussabschnitt begannen die Unterzahl. Hubert Labrie versetzte dem Doppeltorschützen Fiore einen Stockschlag, worauf eine kleine Rauferei zwischen den beiden begann. Labrie ging für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung und im Tor stand ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger.

Der Schlussabschnitt verging torlos. Für die Gäste war in Berlin nichts zu holen.

Hans-Peter Becker