Siegesserie der Eisbären hält an

Es läuft wieder bei den Eisbären. Die Siegesserie hielt auch gegen Straubing. Mit einem 3:0 Vorsprung konnten sie das letzte Drittel in Angriff nehmen. Die Tore hatten bis dahin nur einen Schützen und der heißt Leonard Pföderl. Der Mittelstürmer ist wieder völlig beschwerdefrei und das macht sich bemerkbar. Das 1:0 und 2:0 fielen im Anfangsdrittel, assistiert von seinen Reihenkollegen Kevin Clark und Marcel Noebels.

Beide Teams gingen diszipliniert zu Werke, die Strafbankrichter hatten wenig zu tun. Das 3:0 fiel im Mittelabschnitt im 4 gegen 4, Trenton Bourque und Eisbär Kevin Clark mussten gemeinsam in die Kühlboxen. Es war mehr Platz auf dem Eis und den nutzte eben Pföderl und überwand Straubings Goalie Hunter Miska.

Das 4:0 besorgte im Schlussdrittel Marco Nowak, es war ein ähnlicher Treffer wie am Sonntag zuvor gegen Wolfsburg. Einfach mal beherzt aus dem Hintergrund abgezogen.

Im Tor der Eisbären hatte Juho Markkanen den Vorzug vor Tobias Ancicka erhalten. Sein Traum von einem Shutout machten die Gäste aus Bayern in der 54. Minute zunichte. Travis St. Denis traf zum 1:4 aus Sicht der Tigers. Einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel hatte der Treffer nicht mehr. Die Eisbären hatten das Spiel und den Gegner im Griff, blieben konzentriert und holten sich erneut drei Punkte. Die Pre-Playoffs bleiben in Sichtweite. Am Mittwochabend, 25.01.2023, hatten sich 9.724 Zuschauer eingefunden und hatten erneut Grund zum Feiern.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

DEL 46. Spieltag 25.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären – Straubing Tigers 4:1(2:0/1:0/1:1)

Eisbären gewinnen in der Overtime

Die Eisbären hatten sich für das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Augsburg eine Menge vorgenommen. Möglichst drei Punkte, um den Abstand zu wahren, den Platz 13 der Tabelle weiter absichern, an diesem Freitag, den 13. Januar.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Im Überzahlspiel sind sie wieder meisterlich, mit einer Erfolgsquote von fast 28 %, aktuell der drittbeste Wert der Liga. So gingen sie auch in Überzahl in Führung. In der 9. Minute erzielte Zach Boychuk den ersten Treffer der Partie. Gegen seinen satten Schlagschuss hatte Dennis Endras im Tor der Panther keine Chance. Kurz zuvor hatte T.J. Trevelyan die Möglichkeit zur Führung für die Gäste vergeben.

Im Mittelabschnitt, es war ja Freitag, der 13., drehten die Gäste das Spiel. Der Ausgleich fiel in der 25. Minute, der Puck entzog sich dem Zugriff von Tobias Ancicka, er hatte ihn nicht unter seinem Rücken gesichert, Ryan Kuffner brachte ihn im Tor unter. Das Glück verließ die Eisbären, in der 27. Minute nagelte Sebastian Wännström den Puck unter die Latte und in der 32. Minute ließen sich die Gäste im Powerplay nicht lange bitten und gingen mit 3:1 in Führung. Andrew Leblanc war der Torschütze.

Im Schlussdrittel lief den Eisbären die Zeit davon. Die Angriffsversuche wirkten immer verzweifelter. „Weiter kämpfen – niemals aufgeben“, so stand es auf einem Transparent in der Hartmut-Nickel Kurve. Es half und wieder ein Powerplay-Tor, in der 50. Minute hielt Kevin Clarke den Schläger hin und es stand nur noch 2:3. Augsburgs David Warsofsky hatte sich über die Strafe und den daraus resultierenden Gegentreffer so erregt, dass seine unflätigen Worte zu einer Spieldauerdisziplinarstrafe führten.

Es gab, gemessen an der Bedeutung dieser Partie, wenig Strafen, wenn ein Augsburger auf die Sünderbank musste, wurden die zwei Minuten nicht ausgeschöpft. In der 56. Minute nutzten die Eisbären ihr drittes Powerplay und stellten alles wieder auf Anfang. Erneut war es Kevin Clark, der sich als Torschütze eintragen konnte.

Es ging in die Verlängerung, vor 13.287 Zuschauern, Rekord in dieser Saison, in der MB-Arena. Viel Spektakel und wenig Ertrag, Dennis Endras entschärfte zwei Alleingänge. 30 Sekunden vor dem Ende der Overtime schien es so weit zu sein, der Puck landete im Augsburger Tor. Erst der Videobeweis brachte die Gewissheit, es war kein Schlittschuhtor. Der Puck prallte zwar vom Schlittschuh ab ins Tor, eine aktive Kickbewegung war allerdings nicht zu erkennen. Frank Mauer war der Torschütze. Eine Portion Matchglück war mit dabei.

Nach dem Spiel gab es unfreundliche Worte auf dem Twitter-Account der Augsburger Panther zu lesen: „Das, Freunde, ist ein scheiß Skandal! Aber die vier Pandas holen die Eisbären im 3. Drittel zurück und versetzen uns einen brutalen Nackenschlag. Aber auch das passt zu unserer Saison… Das tut unfassbar weh.“ In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Augsburgs Trainer Kai Suikkanen zur Schiedsrichterleistung, das kommt nicht so häufig vor. Die beiden Schiedsrichter der Partie waren der Russe Roman Gofman und der Lette Eduards Odins.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL 42. Spieltag

13.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Augsburger Panther 4:3 n. V. (1:0, 0:3, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Nowak; F. Hördler (C), Mik; Bettahar – Noebels, Pföderl, Fiore; White, Boychuk (A), Clark; Veilleux, Regin, Mauer; Heim, Roßmy, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Augsburger Panther: Endras (Keller) – Gregorc, Lamb; Haase, Länger; Warsofsky, Sacher – Kuffner, Soramies, Broadhurst; Barinka, LeBlanc, Payerl; Puempel, Stieler, Wännström; Trevelyan, Volek, Saponari – Trainer: Kai Suikkanen

Torfolge

  • 1:0 – 08:10 – Boychuk (Nowak, Noebels) – PP1
  • 1:1 – 24:31 – Kuffner (Sacher) – EQ
  • 1:2 – 26:05 – Wännström (Stieler) – EQ
  • 1:3 – 31:12 – LeBlanc (Payerl, Barinka) – PP1
  • 2:3 – 49:19 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 3:3 – 55:23 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 4:3 – 64:30 – Mauer (Fiore) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 4 (0, 4, 0, 0) Minuten
  • Augsburger Panther: 26 (2, 0, 24, 0) Minuten

Schiedsrichter

Roman Gofman, Eduards Odins (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Eisbären holen ersten Dreier im neuen Jahr – Sieg gegen Köln

Die Kölner Haie hatten eine Menge Eisbärenvergangenheit mit nach Berlin gebracht, Chef-Trainer Uwe Kruppe, sein Assistent Clement Jodoin hinter Bande und auf dem Eis, mit Louis-Marc Aubry, Mark Olver und Alexander Oblinger. Die Gäste aus der Domstadt reisten mit dem Rückenwind eines Derbysieges gegen Düsseldorf und intakten Playoff Chancen nach Berlin. Die Eisbären benötigen jeden möglichen Punkt, um den Abstieg in die Zweitklassigkeit zu vermeiden.

Es begann wieder mit einem Gegentor. Nicolas Bailen traf zum 1:0 im Powerplay, Eric Mik hatte sich eine Strafe wegen Beinstellens eingefangen. Im 1. Drittel hatten die Gäste mehr vom Spiel, die Eisbären bemüht und mit der Belohnung in der 19. Minute, ebenso ein Powerplay Treffer. Verteidiger Jonas Müller zog ab aus der zweiten Reihe und der Puck fand seinen Weg in das Tor von Mirko Pantkowski.

Im Mittelabschnitt erwischten die Eisbären einen Glanzstart. In der 22. Minute drehten sie das Spiel durch einen Treffer der dritten Reihe, Zak Boychuk vollendete eine mustergültige Kombination, an der Matt White und Kevin Clark mit beteiligt waren. Anschließend war es ein offener Schlagabtausch. Das bessere Ende hatten die Eisbären. Morgan Ellis traf in der 39. Minute zum 3:1, das Powerplay der Eisbären funktionierte.

In der 43. Minute verpasste Frank Mauer die Vorentscheidung. Die Eisbären bekamen mehr und mehr das Spiel in den Griff. Die Kölner kamen nur mit Mühe aus dem eigenen Drittel und ihr Spiel wurde fehlerbehafteter. Die Haie schienen ihr Pulver verschossen zu haben. In der 58. Minute fiel der Anschlusstreffer zum 2:3, mehr passierte nicht mehr. Die Eisbären zeigten vor 10.518 Zuschauern am Mittwochabend endlich wieder einmal, wer hier Herr im Hause ist. Es wurde ein Dreier, der war bitternötig.

Die Hartmut Nickel Kurve konnte die üblichen Schmäh Gesänge anbringen und die Spieler ihre Ehrenrunde drehen.

Hans-Peter Becker

Eisbären holen Dreier in Augsburg

Na endlich, das werden sich die Anhänger der Eisbären am vierten Adventssonntag gesagt haben. In Augsburg wurde endlich der langersehnte Dreier geholt. Im Kellerduell, 14zehnter gegen 13zehnter setzten sich die Eisbären knapp mit 3:2 durch und tauschten den Abstiegsplatz mit den Augsburgern.

Es war eine hart umkämpfte Partie. Die Eisbären gingen durch Kevin Clark in der zweiten Spielminute in Führung. Die Gastgeber im Curt-Frenzel-Stadion drehten die Partie noch im Anfangsdrittel.

Im Mittelabschnitt dominierten die Eisbären, glichen aus und gingen wieder in Führung. Diesmal wurde der knappe Vorsprung bis zur 60. Spielminute verteidigt. Die Eisbären zogen deutlich zu viel Strafen, die glücklicherweise nicht bestraft wurden. Eisbären Goalie Markkanen steigerte sich und konnte im Schlussabschnitt seinen Kasten rein halten.

Am Tag vor dem Spiel war die Mannschaft geschlossen in der East-Side Mall zu einer Autogrammstunde angetreten. Das gute Zureden scheint geholfen zu haben. Im zu Ende gehenden Kalenderjahr haben die Eisbären nur noch ein Heimspiel, am Tag vor Heiligabend, empfangen sie das Schlusslicht Bietigheim, zuvor am 21. Dezember muss in Wolfsburg gespielt werden. Mal sehen, ob eine kleine Serie gelingt?

Hans-Peter Becker

DEL 32. Spieltag

18.12.2022 19:00 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther – EHC Eisbären Berlin 2:3 (2:1/0:2/0:0)

Zuschauer 5.050

Torfolge

0:1 – 01:12 – Clark (Noebels) – EQ

1:1 – 04:28 – Kuffner (Sacher, Wannström) – EQ

2:1 – 08:41 – Lamb (Barinka, LeBlanc) – PP1

2:2 – 20:32 – Whithe (Pföderl, Grenier) – EQ

2:3 – Boychuk (Noebels, Clark) – EQ

Die ewige Sieben – Frank Hördler im Club der Tausender

Die Nummer Sieben wird den Glückszahlen zugeordnet. Auf die Eishockeyfamilie Hördler trifft das auf jeden Fall zu. Mit der Sieben auf dem Trikot wurde Eisbärenkapitän zum Dauerläufer der DEL. Nur sieben Spieler übertreffen bisher seine Bilanz. Er wird der Achte, mit 1.000 Spielen in der DEL, werden.

Das Eishockey-ABC lernte „Frankie“ Hördler einst im bayerischen Selb. Dort hatte es die Familie nach der politischen Wende hingeführt. Vater Jochen bekam einen Vertrag beim ERC Selb. Seine Leidenschaft für das Eishockey übertrug er auf seine Söhne David und Frank.

Zusammen mit seinem älteren Bruder David spielte er zunächst für den Verein aus dem Fichtelgebirge, nahe der tschechischen Grenze. Sein Bruder, der im Sturm spielte, hat selbst über eintausend Einsätze als Eishockey-Profi absolviert. In Selb, wo er seine Karriere 2019 beendete, trug er, wie sein Bruder die Nummer 7, in Selb wird sie seitdem nicht mehr vergeben und man muss kein Prophet sein, bei den Eisbären wird es nicht anders sein. Es sei den, er übergibt sie nach dem Karriereende an seinen Sohn Eric. So ähnlich war es in Selb, wo Vater Jochen mit der 7 auf dem Rücken auflief.

In der Saison 2003/04 gehörte er erstmals zum Profi-Kader der Eisbären. Sein erstes Tor für die Eisbären erzielte in dieser Spielzeit, der dazugehörige Puck hat einen Ehrenplatz. Die Eisbären unterlagen in der Finalserie den Frankfurt Lions. Der nicht gerade beliebte Titel des Vizemeisters konnte ein Jahr später mit dem Gewinn der ersten Gesamtdeutschen Meisterschaft abgelegt werden. Es folgten noch weitere Titel und jeder einzelne ist für Hördler ein besonderer. Viel zu verdanken hat er seinem ersten Trainer bei den Profis Pierre Page. Er war ein besonderer Förderer des Nachwuchses. Später wurde vom goldenen Jahrgang 1985 gesprochen. Dazu gehören die Namen Florian Busch, Jens Baxmann und Andre Rankel, von dem er das Kapitänsamt übernahm.

Eintausend Spiele, 18 Jahre Profi-Eishockey, als Verteidiger hat er einiges erlebt. Befragt nach dem unangenehmsten Gegenspieler, nennt er seinen Mannschaftskameraden Kevin Clark. Die Duelle linker Verteidiger gegen rechter Flügelstürmer möglichst siegreich zu gestalten ist seine Aufgabe auf dem Eis, die er mit fast 38 Jahren nach wie vor zuverlässig erfüllt.

Sein ein-tausendstes Spiel fand am 11.Dezember 2022 statt, ein Heimspiel gegen Ingolstadt. Geschenke gab es vor dem Spiel, mit dem Eröffnungsbully war es damit sofort vorbei. Ingolstadt spielt ganz oben mit und die Eisbären aktuell ganz unten. In Führung gingen die Eisbären. Der erste Einsatz der 2. Reihe brachte gleich was zählbares, Marco Nowak war der Torschütze. Anschließend kam es, wie so oft in dieser Saison, verpasste Chancen und zu viele Strafen. Ingolstadt traf und drehte das Spiel noch im 1. Drittel. Die Torschützen war Charles Bertrand in der 6. und in der 12. Minute.

Die Gäste entschieden auch den Mittelabschnitt für sich. In den Ingolstädter Reihen spielte auch ein Rekordspieler. Daniel Pietta absolvierte sein 900. Spiel und markierte 15 Sekunden vor der letzten Drittelsirene den Treffer zum 3:1 für die Ingolstädter.

Kurz nach Beginn des Schlussdrittels gelang Leo Pföderl der Anschlusstreffer zum 2:3 und Kevin Clark konnte in der 56. Minute ausgleichen. Beide Tore fielen im Powerplay, wenigstens das funktioniert aktuell bei den Eisbären. Es wurde nur ein Punkt für die Eisbären und ihren Tausender-Kapitän. Die Entscheidung fiel in der zweiten Verlängerung, den entscheidenden Penalty verwandelte Daniel Pietta, das hatte was, in seinem 900 Spiel in der DEL.

Hans-Peter Becker

Fiore erlöst die Eisbären – zwei Punkte gegen Bremerhaven

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein 999 DEL-Spiel © Foto: Stephan Wenske

Die Partie des 28. Spieltages der DEL zwischen den Eisbären und den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven hatte etwas von einem Krisentreffen. Die Pinguine hatten dreimal in Folge verloren, es folgte der Rutsch aus den direkten Playoff-Plätzen und die Misere der Eisbären ist bekannt, der letzte Dreier liegt drei Spieltage zurück. Der letzte Auftritt, auswärts in Frankfurt, machte Hoffnung auf Besserung.

Serge Aubin hatte seine Reihen umgestellt. Der formschwache Leonard Pföderl rückte eine Reihe nach unten, zusammen mit Matt White und dem Center Lewis Zerter-Gossage, der nach seiner Verletzung zu seinem ersten Einsatz in der DEL kam.

Das erste Drittel gehörte den Eisbären, sie brauchten allerdings fast die gesamten effektiven Spielminuten für den Führungstreffer. Es waren nur noch 5 Sekunden auf der Spieluhr, da konnte Giovanni Fiore einnetzen. Es war ein Powerplay, Alexander Friesen saß auf der Strafbank.

Im Mittelabschnitt konnten die Eisbären ihre Führung ausbauen. In der 26. Minute ließ Morgan Ellis es von der blauen Linie krachen, die Vorlage kam von Marcel Noebels. Als Torschütze wurde später Kevin Clark eingetragen. Sein Schläger soll dem fulminanten one timer von Ellis noch eine kleine Richtungsänderung verpasst haben. Ein etwas beruhigender Vorsprung, der Hoffnung auf den langersehnten Dreier machen konnte. Der Vorsprung währte lediglich fünf Minuten, die Gäste verkürzten in der 31. Minute durch Skyler McKenzie. Den knappen Vorsprung nahmen sie mit in die letzte Drittelpause.

Im Schlussdrittel schmolz der Vorsprung dann endgültig dahin. Die Eisbären hatten Überzahl, aber Brendan Guhle vertändelte den Puck, zudem geriet ein Anspiel auf ihn zu kurz. Der Kapitän der Gäste, Alexander Friesen, hatte die Eisschnelllaufschuhe untergeschnallt und vollendete seinen Alleingang mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 47. Minute.

Anschließend hatte beide die Möglichkeit, den Siegtreffer zu setzen. Es war nichts für schwache Nerven. Das sind die Besucher der MB-Arena gewohnt, 9.197 hatten sich am Freitagabend eingefunden. Sie kamen nicht pünktlich zu ihrer Heimfahrt. Im Nachsitzen fiel die Entscheidung über den Zusatzpunkt zugunsten der Eisbären. Die beiden auffälligsten Spieler der Eisbären sorgten für die Entscheidung, Giovanni Fiore erlöste die Eisbären-Fans, na wenigstens zwei Punkte. Bereits am Sonntag geht es weiter, der Gegner heißt Ingolstadt.

Hans-Peter Becker

DEL 28. Spieltag

09.12.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin
Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:2 n.V. (1:0, 1:1, 0:1, 1:0)

Aufstellungen
Fischtown Pinguins Bremerhaven: Franzreb (Svedberg) – Samuelsson, Alber; Kreutzer, Eminger; Wirth, Bruggisser; Aichinger – Tyrväinen, Vikingstad, Mauermann; Uher, Friesen, Andersen;McKenzie, Verlic, Kinder; Lutz, Wejse, Saakyan – Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Hufsky) – Guhle, Hördler (C); Nowak, Müller; Ellis, Melchiori; Bettahar –Fiore, Grenier, Veilleux; Clark, Boychuk, Noebels; Pföderl, Zerter-Gossage, White; Wiederer, Roßmy, Heim – Trainer: Serge Aubin

Tore
1:0 – 19:56 – Fiore (Clark, Boychuk) – PP1

2:0 – 24:03 – Clark (Ellis, Noebels) – EQ2:1 – 30:03 – McKenzie (Wejse) – EQ
2:2 – 46:54 – Friesen – SH1
3:2 – 60:54 – Fiore (Müller, Boychuk) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 2, 4, 0) Minuten

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 10 (4, 2, 4,0) Minuten

Schiedsrichter
Andris Ansons, Sean MacFarlane (Dävis Zunde, Denis Menz)
Zuschauer: 9.197

Eisbärenkrise spitzt sich zu – Heimniederlage gegen Straubing

Für die Eisbären, für den amtierenden Meister, läuft es in der aktuellen Saison überhaupt nicht. Zuletzt kassierten sie eine derbe Schlappe in Schwenningen. Nur 48 Stunden später traten sie in der heimischen Arena gegen die Straubing Tigers an. Es war das insgesamt 35 Heimspiel gegen Straubing, von denen bisher lediglich 10 verloren gingen. Ein Lieblingsgegner der Eisbären könnte man sagen, zumindest bis hierhin.

Das Anfangsdrittel war seitens der Eisbären mit Vorsicht gezeichnet. Bloß nicht als erster ein Tor kassieren. So verging das erste Drittel, in dem die Gäste etwas mehr vom Spiel hatten. Etwas Zählbares kam nicht zustande, die Strafbänke blieben leer.

Im Mittelabschnitt änderte sich das Bild. Die Eisbären verstärkten ihre Angriffsbemühungen, riskierten etwas mehr. Trotzdem erzielten die Gäste den ersten Treffer im Spiel, erzielt von ihrer 4. Sturmreihe. Der Torschütze war Travis St. Denis. Die ersten Strafen im Spiel kassierten die Gäste und das kurz hintereinander. Fünf Eisbären erzielten gegen drei Straubinger den Ausgleich. Die Führung für Straubing hielt etwa Minuten. Kevin Clark war der Torschütze, vorbereitet hatten Matt White und Marcel Noebels.

Kurz vor der letzten Drittelsirene lieferten sich Eisbär Marco Nowak und Straubings Yannik Valenti einen Faustkampf, vorangegangen war ein Kniecheck von Nowak. Für ihn war das Spiel beendet, St. Denis durfte nach 7 Minuten in der Kühlbox wieder mitwirken.

Die Statistik nach zwei gespielten Dritteln sprach für die Gäste. Juho Markkanen, der junge Eisbären Goalie konnte 27 Schüsse halten, sein Gegenüber, Florian Bugl brauchte nur 17 zu halten.

Der Schlussabschnitt begann mit einem 4 gegen 4 und nach zwei Minuten waren die Gäste in Überzahl und gingen erneut in Führung durch Ex-Eisbär Parker Tuomie. Sie liefen wieder einem Rückstand hinterher. Der Blick zur Uhr wurde häufiger und banger. Die Crunchtime rückte näher und die Eisbären kämpften, lautstark gefordert von den 9.716 Fans am Freitagabend in der Arena. Die Spieluhr zählte bereits die letzten drei regulären Spielminuten herunter und der Ausgleich war immer noch nicht gefallen. Der Goalie ging vom Eis, Auszeit und nichts. Die Eisbären kassieren eine weitere Niederlage.

Straubing Trainer Tom Pokel sprach von der bisher besten Saisonleistung seiner Mannschaft, während Serge Aubin eine Niederlage zu erklären hatte. Mit der Defensivleistung seiner Mannschaft war er nicht unzufrieden. Er weiß natürlich, dass die Trainerdiskussion lauter werden wird. Aktuell steht er wohl nicht zur Disposition. Am zweiten Adventssonntag müssen die Eisbären beim Aufsteiger in Frankfurt ran. Begleitet werden sie von 1.500 Fans, die per Sonderzug anreisen werden.

Hans-Peter Becker

DEL 26. Spieltag

02.12.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers 1:2 (0:0/1:1/0:1)

Eisbären holen nur einen Punkt gegen Nürnberg

Die Eisbären haben mit der Partie gegen die Nürnberg Ice-Tigers 22 von 56 Hauptrundenspiele absolviert. Die Erwartungen der Fans wurden bisher enttäuscht. Das Ziel, Play-off Teilnahme haben sie trotzdem nicht aus den Augen verloren. In Mannheim lieferten sie eine starke kämpferische Leistung ab und belohnten sich mit zwei Punkten. Im folgenden Heimspiel war eine Fortsetzung erwünscht.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Eisbärenfans. Bereits nach vier Minuten brachte Kevin Clark die Eisbären in Führung. Es war ein Überzahltor. Nürnberg Kapitän Patrick Reimer brummte wegen einer Behinderung auf der Strafbank. Ein Doppelschlag in der 9. und 10. Minute brachte die Gäste in Front. Ex-Eisbär Blake Parlett platzierte den Puck über der Fanghand von Juho Markkanen und Shaw Hayden traf zum 2:1 aus ähnlicher Position. Beide Schüsse waren hart und platziert, gewissermaßen unter das Tordach gezimmert. Waren sie haltbar? Nach Ansicht der Fernsehbilder, eher nicht. Trotzdem dürften die Diskussionen über die beiden jungen Goalies weitergehen. Diesem Rückstand liefen die Eisbären bis zur 36. Minute hinterher. Erneut war es ein Tor in Überzahl, vollenden konnte Marcel Noebels. In der 38. Minute hätte Clark das Spiel erneut drehen können, er traf nur das Torgestänge.

Mit einem Paristand ging es in das Schlussdrittel. Es blieb spannend, bis in die Schlussphase, mit Torchancen auf beiden Seiten. Die beiden Torhüter konnten sich einige Male auszeichnen. Spielerisch blieb zwar einiges auf der Strecke, das ist angesichts der Tabellensituation beider Teams nicht verwunderlich. Mit Siegen in Richtung Playoff-Zone, aber erst einmal raus aus dem Tabellenkeller.

In der 52. Minute hätte Giovanni Fiore für die Vorentscheidung sorgen können. Er scheiterte nach Alleingang an Leon Hungerecker. Es wäre ein Unterzahl-Tor gewesen. Die letzten zwei regulären Spielminuten wurden angesagt und die Entscheidung war vor 10.730 Zuschauern immer noch nicht gefallen. Es ging in die Verlängerung.

Das Spiel 3 gegen 3, viel Platz auf dem Eis, einige Torchancen, aber nichts Zählbares. Das Duell Torhüter gegen Stürmer entschieden die Nürnberger für sich.

Bereits am Sonntag, 27.11. geht es weiter, zu Gast in der Arena ist Düsseldorf. Jetzt müssen Siege her, möglichst mit 3 Punkten. Nach unten schauen wollen sie nicht im Lager der Eisbären. Das Ziel, Erreichen der Play-offs, haben sie noch nicht aufgegeben und das Wort Abstieg ist tabu. Das bestätigte nach dem Spiel auch Eisbären-Verteidiger Marco Nowak.

Hans-Peter Becker

Erneute Niederlage gegen Iserlohn

Am 21. Spieltag der DEL empfingen die Eisbären die Iserlohn Roosters zum zweiten Mal in dieser Saison. An das erste Zusammentreffen hatten die Eisbären keine guten Erinnerungen. Es war eine empfindliche 1:6 Niederlage. So war die Frage nach einer Revanche nicht unberechtigt. Nach einer passablen Anfangsphase mit einem Pfostentreffer folgte in der 6. Minute die kalte Dusche. Ex-Eisbär Kristopher Foucault erzielte mit einem platzierten Schuss den ersten Treffer im Spiel. Die Vorarbeit lieferte ein anderer Ex-Eisbär, Sven Ziegler. Das Pech blieb den Eisbären bis zur ersten Drittelpause treu. Ein Tor wurde nach Videobeweis nicht gegeben, der Schiedsrichter hatte kurz zuvor gepfiffen, dann scheiterte Leo Pföderl nach einem Alleingang an Hannibal Weitzmann und ein Powerplay blieb folgenlos. Besser machten es die Roosters und trafen durch Ryan O’Connor. Leider sah Eisbären Goalie Tobias Ancicka dabei unglücklich aus.

Das 2. Drittel verlief für die Eisbären nach dem Motto: Erst kein Glück und dann auch noch Pech. In der 26. Minute traf ein Schuss den Helm von Ancicka, den Abpraller verwertete Iserlohns Torjäger Kaspars Daugavins zur 3:0 Führung. Die Eisbären konnten noch innerhalb derselben Spielminute antworten. Im Gewühl vor dem Iserlohner Tor war es Frank Hördler, der den Puck ins Tor stocherte. Die Eisbären blieben bemüht, ein weiterer Treffer gelang nicht. Weitzmann zeigte Glanzparaden und den Eisbären blieb nur die Hoffnung auf den Schlussabschnitt.

Die Eisbären versuchten, das Tempo hochzuhalten und den Rückstand zu verkürzen. In der 46. Minute gelang Julian Melchiori der Anschlußtreffer zum 2:3. Die Hoffnungen auf etwas Zählbares zerstörten die Gäste in der 55. Minute. Ihr erstes Powerplay war erfolgreich, Casey Bailey schoss den Puck zum 4:2 für Iserlohn in die Maschen. Erfolgreich war für die Eisbären in der Schlussphase nur Yannick Veilleux, der sich einen Faustkampf mit Hubert Labrie lieferte und nach Punkten gewann. Mehr war nicht zu holen, für die Roosters hatte sich der Ausflug in die Hauptstadt erneut gelohnt. Die 10.138 Zuschauer am Freitagabend verließen bedrückt die Arena, lediglich eine kleine Kolonie von Fans der Sauerländer hatte Grund zu feiern.

Hans-Peter Becker

Adler ärgern die Eisbären

Am 6. Spieltag gaben die Adler Mannheim erstmals ihre Visitenkarte für die neue Saison in der Arena am Ostbahnhof ab. Beide Mannschaften sind alles andere als optimal gestartet. Die Adler holten bisher neun Punkte aus sechs Spielen, bei den Eisbären waren es gar nur drei aus fünf Spielen. Ein Sieg mit drei Punkten gelang dabei bisher nicht.

Die Adler erwischten den besseren Start, hatten mehr Chancen und erzielten in der 17. Minute den ersten Treffer der Partie. Sie nutzten ein Powerplay, Matt White brummte auf der Strafbank, zur Führung. Der Torschütze war Borna Rendulic. Er bekam einen von Eisbären Goalie Juho Markkanen abgewehrten Schuss vor seine Kelle serviert.

Im Mittelabschnitt kämpften sich die Eisbären in die Partie und nutzten in der 33. Minute ihrerseits einen Abwehrfehler und glichen aus. Kevin Clark war der Torschütze. Jetzt sah es danach aus, als könnten die Eisbären das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Was die Chancenverwertung betrifft, da liegt einiges im Argen. Es trafen erneut die Gäste aus der Quadrate-Stadt. Markus Eisenschmid brachte den Puck über die Linie.

Für die Vorentscheidung zugunsten der Gäste sorgte ein erfolgreiches 5 zu 3 Powerplay, der Torschütze war erneut Rendulic und die Vorlage kam, wie beim ersten Treffer, von Matthias Plachta. Die verbleibende Spielzeit bewältigten die Adler, ohne große Gefahr für das eigene Tor zuzulassen. Für den größten Unterhaltungswert sorgten Adler-Verteidiger Korbinian Holzer und Eisbär Kevin Clark. Ein Faustkampf auf dem Eis verhinderten die Schiedsrichter, von den Strafbänken über das Kampfgericht hinweg, lieferten sie sich ein verbales Scharmützel. Sekt oder endgültig ein Schluck Selters in den letzten regulären Spielminuten. Es fiel der Anschluss und 81 Sekunden waren noch auf der Uhr, die Ernüchterung folgte knapp 30 Sekunden vor dem Ende, als Nicolas Krämmer ins leere Tor traf.

Leider eine Enttäuschung und wieder kein Dreier für den amtierenden Meister. Die Partie sahen 10.986 Zuschauer, darunter Jimmy Sharrow, der 2010 bis 2015 über 250 Spiele für die Eisbären bestritt. Eisbären-Kapitän Frank Hördler sah in dem Spiel trotzdem einen weiteren Schritt nach vorn.

Bereits am Sonntag, 2.10. geht es, erneut in der heimischen Arena, gegen Düsseldorf weiter. Vielleicht gelingt in diesem Spiel der erste Dreier.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären)

„Im Vergleich zur letzten Partie in München war es heute eine Verbesserung. Wir sind aggressiv und offensiv aufgetreten. So konnten wir uns zahlreiche Chancen erspielen, die wir leider nicht nutzen konnten. Daran müssen wir jetzt arbeiten, damit wir uns gemeinsam aus dieser Misere herausholen. Wir haben eine starke Mannschaft mit hoher Qualität. Ich weiß, dass wir es schaffen werden. Am Sonntag müssen wir unser System über die gesamte Spieldauer durchziehen und die Partie an uns reißen. Wir wollen unseren Fans unbedingt etwas zurückgeben.“

Marco Nowak (Verteidiger Eisbären)

„Wir haben heute gut gekämpft, aber die Strafzeiten haben uns um den Erfolg gebracht. Vor dem Gegentreffer zum 1:2 kurz vor Ende des Mitteldrittels waren wir dabei, das Tempo anzuziehen. Dieses Tor der Mannheimer hat uns dann wieder zurückgeworfen. Wir brauchen aktuell mehr Selbstvertrauen. Wir werden aber ganz sicher nicht aufgeben und blicken weiter voraus.“

Penny DEL 6. Spieltag

30.09.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 2:4 (0:1, 1:1, 1:2)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Melchiori, Ellis (A); Müller, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Geibel – Noebels, Boychuk, Clark; White, Wiederer, Fiore; E. Hördler, Regin, Mauer; Roßmy, Barinka, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin

Adler Mannheim: Brückmann (Tiefensee) – Donovan, Holzer; Katic, Larkin; Akdag, Reul; Pilu – Wolf, Loibl, Plachta; Dawes, Szwarz, Rendulic; Eisenschmid, Wohlgemuth, Krämmer; Thiel, Jentzsch, Tosto – Trainer: Bill Stewart

Tore

0:1 – 06:36 – Rendulic (Plachta, Donovan) – PP1

1:1 – 32:44 – Clark (Noebels, F. Hördler) – EQ

1:2 – 38:15 – Eisenschmid (Thiel, Reul) – EQ

1:3 – 51:19 – Rendulic (Plachta, Dawes) – PP2

2:3 – 58:39 – Boychuk (Noebels, Nowak) – 6-5

2:4 – 59:31 – Krämmer (Plachta) – EN

Strafen

Eisbären Berlin: 12 (2, 0, 10) Minuten Adler Mannheim: 8 (2, 2, 4) Minuten

Schiedsrichter

Andris Ansons, Lasse Kopitz (Jonas Merten, Marcus Höfer)