Klare Niederlage gegen bärenstarke Grizzlys

Für die Berlin Recycling Volleys gab es am Samstagabend bei den Helios Grizzlys Giesen nichts zu holen. Vor mehr als 1.700 begeisterten Zuschauern in der Hildesheimer Volksbank-Arena unterlag der Hauptstadtclub den Niedersachsen deutlich mit 0:3 (20:25, 16:25, 22:25) und verspielte damit die vorzeitige Sicherung der Spitzenposition in der Bundesliga-Hauptrunde. Am Mittwoch (18. Jan, um 19.30 Uhr) gibt es dafür eine erneute Chance, diesmal gegen Pokalfinalist SWD powervolleys Düren in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

Nur zwei Tage nach dem Champions-League-Auswärtserfolg bei Hebar Pazardzhik rotierte Trainer Cedric Enard kräftig durch. Ronkainen, Kessel, Krauchuk, Mote sowie Kowalski durften von Beginn an ran, einzig Tille und Stalekar standen schon in Bulgarien in der Startformation. Bis auf eine kleine Serviceserie von Cody Kessel konnten beide Teams zunächst ihr Sideout halten (7:8, 9:10). Doch Giesen erhöhte im Aufschlag kontinuierlich den Druck, vor allem durch Ivanov, Colito sowie Wagner, sodass Enard zur ersten Auszeit greifen musste (16:19). Diese fruchtete allerdings genauso wenig wie die Einwechslungen von Sotola, Dosanjh und Schott. Am Ende war es Günthör, der den Grizzlys den umjubelten Satzgewinn bescherte (20:25).

Mit jeder Menge Selbstvertrauen starteten die Giesener in den Folgedurchgang und zwangen mit starken Blocks und Aufschlägen die BR Volleys früh zur Auszeit (2:5). Davon ließen sich die Gastgeber allerdings keineswegs beirren, während Tille & Co nicht an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen konnten (4:8, 13:18). Der Titelverteidiger biss sich an der konzentrierten Block-Abwehr-Arbeit der Grizzlys die Zähne aus, sodass auch der zweite Satz klar an den Tabellenfünften ging (16:25). Nach einer 10-Minuten-Satzpause kam Donsanjh für Tille im Zuspiel und der Favorit aus der Hauptstadt mit mehr Feuer auf das Parkett zurück. Dieses wurde phasenweise durch vom Arenadach tropfendes Wasser gelöscht, weshalb in der Angriffszone der Berliner immer wieder gewischt werden musste (7:8). Die 1.713 Zuschauer sahen nun zwar ein besseres BR Volleys Team (13:12, 16:13), trieben die Heimmannschaft aber ebenso lautstark wie unermüdlich an, erst zum Ausgleich (16:16), dann zur Führung (19:20) und schlussendlich zum verdienten Matchgewinn (22:25).

Das BR Volleys Team belegt zwar trotz dieser schmerzhaften Niederlage weiterhin Platz eins in der Tabelle, wird sich jedoch am Mittwoch (18. Jan um 19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Düren erheblich steigern müssen, um im Februar von dieser Spitzenposition aus in die Zwischenrunde einziehen zu können.


Stimmen zum Spiel
Cody Kessel: „Wir sind sehr enttäuscht über unsere Leistung und das daraus resultierte Ergebnis. Das war ganz sicher nicht die Performance, die wir zeigen wollten. Aber daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen und am kommenden Mittwoch gegen Düren stärker zurückkommen.“

Cedric Enard: „Ich bin sehr traurig darüber, wie wir diese Woche beendet haben, denn diese begann wirklich fantastisch. Ich wollte bei diesem Spiel heute rotieren, um jedem seine Spielzeit zu geben. Trotz der Rotation hatten wir das klare Ziel, unseren Tabellenplatz eins zu festigen. Aber das haben wir leider einfach nicht gut gemacht und müssen somit gegen Düren nachlegen.“

BR Volleys Formation
Antti Ronkainen + Cody Kessel (AA), Nehemiah Mote + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Matheus Krauchuk (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Arash Dosanjh, Satoshi Tsuiki, Ruben Schott, Marek Sotola

Topwerte
Kessel 16 Punkte 68% Angriffsquote | Ronkainen 8 Punkte 1 Blockpunkt 1 Servicewinner
Kommende Spiele:
18. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren (Bundesliga)
20. Jan | 18.00 Uhr | VC Olympia Berlin vs. BR Volleys (Bundesliga)
25. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Aluron CMC Zawiericie (POL / Champions League)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Elisabeth Kloth

Jeffrey Jendryk zieht weiter

Pressefoto Credit: © Andreas Gora

Der US-Amerikaner Jeffrey Jendryk wird die BR Volleys mit noch unbekanntem Ziel verlassen. Nach seiner insgesamt dritten Saison im Berliner Trikot stellt sich der 26-Jährige zur nächsten Spielzeit einer neuen Herausforderung in einer anderen Liga. Nachdem sich der Mittelblocker im ersten Playoff-Finale eine Bänderverletzung zugezogen hatte, ist er inzwischen wieder vollständig genesen und geht mit dem Team USA in der Volleyball Nations League ans Netz.

Direkt vom College kommend überzeugte Jeff Jendryk schon in den Jahren 2018 bis 2020 bei den BR Volleys, ehe er sich anschließend in Polen bei Asseco Resovia Rzeszow versuchte. Nach seiner Rückkehr in die deutsche Hauptstadt war der Blockspieler in der zurückliegenden Spielzeit erneut ein unverzichtbarer Bestandteil der Mannschaft von Coach Cedric Enard. Aufgrund der Verletzung von Anton Brehme befand sich der US-Boy gemeinsam mit Nehemiah Mote im Dauereinsatz, bevor er sich im ersten Playoff-Endspiel gegen den VfB Friedrichshafen eine Bänderverletzung zuzog und deshalb im weiteren Verlauf der Finalserie nicht mehr eingreifen konnte.

Jendryk wurde vergangene Woche in den Kader der USA für die Volleyball Nations League berufen und will dort die Bühne nutzen, um sich für neue Aufgaben zu empfehlen. „Jeff hat wieder gezeigt, wie er auf seiner Position in der Bundesliga dominieren kann. Im Zusammenspiel mit Sergey war er im Angriff kaum zu stoppen. Wir wünschen ihm nur das Beste für seine nächste Station und sind uns sicher, dass er seine Karriere erfolgreich fortsetzen wird“, verabschiedet Geschäftsführer Kaweh Niroomand den zweifachen Deutschen Meister.

Jendryk selbst sendet zum Abschied einen lieben Gruß in Richtung der Berliner Fans: „Ich möchte mich bei allen im und um den Verein herzlich bedanken. Ohne euren ständigen Rückhalt hätten wir niemals eine derartig erfolgreiche Saison spielen können. Ich wünsche den BR Volleys und allen, die es mit dem Klub halten, weiterhin ganz viel Glück und neue Erfolge. ‘Jungle Cat‘ sagt Tschüss!“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Meisterehrung im Roten Rathaus

Pressefoto Credit: © Jürgen Engler

Die BR Volleys sind am Mittwoch, 4. Mai im Roten Rathaus für den Gewinn ihres zwölften Meistertitels geehrt worden. Erstmals begrüßte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey Berlins Volleyballteam Nr. 1 und betonte dabei „die herausragende Arbeit“, welche die BR Volleys und die weiteren Proficlubs für die Hauptstadt leisten.

Gemeinsam mit den Tischtennis-Damen des ttc berlin eastside, die sich am vergangenen Wochenende ebenfalls den Deutschen Meistertitel sicherten, waren die BR Volleys ins Rote Rathaus eingeladen worden. Unter den Augen der Medien sowie den engsten Partnern und Wegbegleitern beider Vereine empfing die Regierende Bürgermeisterin die beiden erfolgreichen Berliner Spitzenmannschaften. In ihrer Laudatio sagte Franziska Giffey über die Hauptstadt-Volleyballer: „Mit ihren enthusiastischen Fans ist unseren BR Volleys ein großartiges Comeback und eine riesige Aufholjagd geglückt. Dazu meine ganz herzliche Gratulation. Unsere starken Proficlubs sind wichtige Botschafter für die Stadt und leisten herausragende Arbeit in ganz vielen Bereichen. Die Vereine sind wertvolle Repräsentanten Berlins und sorgen für eine besondere Anziehungskraft unserer Metropole. Dafür ein großes Dankeschön.“

Im Anschluss trat BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand an das Rednerpult: „Es sind solche Momente wie am Samstagabend in der Max-Schmeling-Halle, die uns als Verein motivieren und vorantreiben. Die Freude in den Augen der Menschen, das Miteinander, das Füreinander, die Begeisterung – dafür tun wir das alles und sind dankbar, dabei auch die wertvolle Unterstützung der Stadt Berlin zu erfahren.“ Niroomand machte im gleichen Atemzug deutlich, dass der alte und neue Deutsche Meister auch in der Zukubft große Ziele hat: „Mit den bemerkenswerten 13 Titeln des VfB Friedrichshafen gleichzuziehen, kann eine unserer Ambitionen für die kommenden Jahre sein.“

Zum Abschluss des Empfangs überreichten die BR Volleys Bürgermeisterin Giffey und der Senatorin für Inneres, Digitalisierung und Sport Iris Spranger Fanschals in den Vereinsfarben sowie ein offizielles Meistershirt der Saison 2022.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Platz eins gesichert

Die BR Volleys gehen in der Saison 21/22 als bestplatziertes Team in die Zwischenrunde: Dieser Etappenerfolg ist dem Deutschen Meister nach dem 14. Sieg in der Volleyball Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Im Berlin-Brandenburg-Derby gaben die Gastgeber zwar ihren ersten Satz der Saison in eigener Arena ab, doch – auch dank eines überragenden Georg Klein – entschieden die Hauptstädter das Duell gegen die Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee mit 3:1 (22:25, 25:18, 25:15, 25:19).

Bereits beim Verkünden der Startformation brannte im Volleyballtempel ein erstes Mal großer Jubel auf: Der reaktivierte Georg Klein durfte vor dem Berliner Publikum sein Starting-Six-Comeback geben und wie es ein guter Kapitän eben macht, bekam der Mittelblocker von Sergey Grankin direkt den erfolgreich verwandelten Pass (2:1). Die BR Volleys nahmen den Schwung aus dem Champions League unter der Woche zunächst mit (11:8), aber schnell hatten sich die Gäste mit der kürzesten Anreise aller Bundesligisten in das Match gearbeitet. Tomasz Wasilkowski zauberte im Diagonalangriff den jungen Max Schulz aus dem Hut und der trumpfte auf (13:13, 16:18). Während die Netzhoppers-Brust von Punkt zu Punkt breiter wurde, hakte es im Berliner Spiel (20:21). Schließlich legte der Mann mit den meisten Assen der Liga, Theo Timmermann, ein entscheidendes nach (22:25).

Im zweiten Spielabschnitt kam Sergey Grankin allmählich auf Touren und auch Samuel Tuia konnte sich mit gutem Service hervortun (14:8). Georg Klein fügte sich währenddessen weiter ein, als wäre er nie weg gewesen. Fünf von fünf Angriffen hatte der 30-Jährige Mitte des zweiten Satzes verwandelt und auch zum Schiedsrichter nahm er nach strittiger Situation bereits Kontakt auf (17:11). Sotola war erneut Berlins Punktemaschine und zügig war der erste Satzverlust in eigener Arena wettgemacht, als Klein krachend blockte (25:18). Nun hatten die Hauptstädter, bei denen weiterhin Anton Brehme und Cody Kessel fehlten, das Match unter Kontrolle und die nächsten Ausrufezeichen setzten wieder Klein und Carle per Block (14:9). Die wackeren Gäste aus Brandenburg mussten im Angriff federn lassen, auch weil der eingewechselte Adam Kowalski in der Abwehr zwischenzeitlich heiß lief (21:13) und wer blockte zum nächsten Satzgewinn? Natürlich Georg Klein (25:15).

Der Mittelblocker hatte in Satz vier sogar noch ein Ass für die 1.866 Zuschauer parat (2:0) und sein Nebenmann Nehemiah Mote wurde in der Folge von Jeffrey Jendryk entlastet. Unbeirrt gingen die BR Volleys ihren Weg und das Derby war in Durchgang vier frühzeitig entschieden (8:5, 16:10). Zum Matchball war Klein diesmal nicht auf dem Court um zu blocken und so machte ein Aufschlagfehler der Gäste den wettbewerbsübergreifend achten Heimsieg der Saison für die Berliner perfekt (25:19). Der Volleyballtempel ahnte, was kommen würde: Wasilkowski wählte Klein zum MVP, der vom Publikum entsprechend gefeiert wurde. 626 Tage nach dem abrupten Saisonabbruch 19/20 und seinem virtuellen Abschiedsspiel bekam der angehende Polizist damit noch einmal unverhofft seinen ganz großen Auftritt vor den eigenen Fans.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Es war ein komisches Spiel, aber das war irgendwie auch erwartbar. Es ist nur menschlich, zwischen zwei so wichtigen Matches den Fokus nicht direkt zu finden. Am Mittwoch haben wir in Lissabon ein ganz wichtiges Spiel gewonnen und am kommenden Mittwoch geht es in Friedrichshafen um extrem viel. Da ist dieser erste Satz verkraftbar. Das Ergebnis ist am Ende zufriedenstellend, auch wenn wir heute auf manchen Positionen in der Annahme Probleme hatten. Für Georg freue ich mich einfach unheimlich. Dieser feine Kerl hat sich das einfach verdient.“

Georg Klein: „Ich glaube, nach dem guten Start haben wir vielleicht gedacht, es wird heute ein Selbstläufer. Aber so einfach ist das gegen die Netzhoppers nicht, die hier gut aufgetreten sind. Wir konnten uns zum Glück retten und der eine Satzverlust schärft die Sinne. Es war ein geiles Gefühl, mein Comeback in der Max-Schmeling-Halle zu geben und dem Team so helfen zu können. Mit meiner Performance kann ich dabei auch ganz zufrieden sein. Die Krönung des Tages war, dass ich das vor den Augen meiner Familie noch einmal so erleben durfte.“

BR Volleys Formation
Samuel Tuia und Timothée Carle (AA), Nehemiah Mote und Georg Klein (MB), Sergey Grankin (Z), Marek Sotola (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Ruben Schott, Matthew West

Topwerte
Sotola 19 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks | Klein 12 Punkte, 4 Blocks, 80 % Angriffsquote | Tuia 12 Punkte, 2 Asse

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BSC Berlin vor Doppelspieltag

Mit zwei Heimspielen gegen Fortuna Bonn sowie den VC Olympia Münster wartet ein anstrengender, aber Erfolg verheißender Doppelspieltag auf den BBSC.

Am Samstag, 11. Dezember empfängt der BBSC um 18:00 Uhr die Mannschaft von Fortuna Bonn. Die Rheinländerinnen stehen aktuell nur auf dem vorletzten Tabellenplatz und holten sich ihre beiden Saisonerfolge gegen Sorpesee und den VC Olympia Münster. Nach der vergangenen doch recht erfolgreichen Saison des damaligen Aufsteigers (mit zwei Siegen gegen Lokalrivalen Köln!) kam die Mannschaft von Trainer Sven Anton nicht so ganz erfolgreich durch die 1. Halbserie. Dabei war es Vereinsziel, den Standort in der 2. Bundesliga zu sichern und sportlich das Niveau zu halten. Das Team verfügt zwar über einige erfahrene Kräfte mit Leverkusener Vergangenheit wie Kapitänin Lena Maasewerd, doch gibt es keine Starspielerinnen. Die Mannschaft lebt von der Kampfkraft und Geschlossenheit auf dem Feld.

Der BBSC als aktueller Tabellenzehnter darf auf keinen Fall den Gegner kurz vor Weihnachten in den Rhythmus kommen lassen. Vielmehr geht es darum, das eigene Spiel konzentriert vorzutragen, so die Grundlage für den Punktgewinn zu legen.

Genau wie der BBSC und auch Bonn wird auch der Gegner des Sonntagnachmittags an diesem Wochenende zwei Spiele in der Hauptstadt absolvieren: Nach dem Samstagspiel im Sportforum beim VC Olympia kommt die Münsteraner Mannschaft des VC Olympia um 15:00 Uhr in die Köpenicker Hämmerlinghalle. Das Team findet sich derzeit auf dem 12. Tabellenrang und hat in der Saison bereits mit einem Auswärtserfolg in Emlichheim Geschichte geschrieben. Die Talente aus dem Raum Münster/ NRW sind im Wesentlichen Jahrgang 2004 und 2005, und damit im besten Alter für eine deutlich sichtbare Entwicklung von Spielfähigkeit und Athletik während der Saison. Mit Mia Kirchhoff hat es eine 17-jährige Athletin mittlerweile mit einem Doppelspielrecht in die 1. Mannschaft des USC Münster geschafft und überzeugte in den letzten Erstligaspielen, so gegen Potsdam und Schwerin.

Der BBSC ist nach den Erfahrungen mit den starken Youngstern des Berliner VCO gut beraten, den Gegner sehr ernst zu nehmen und mit eigener Kampfkraft und Spielwitz sowie viel Konzentration die Voraussetzungen für die angestrebten drei Punkte für die Tabelle zu schaffen.

Trotz der Coronamaßnahmen ist die Hämmerlinghalle für Zuschauer geöffnet. Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die Genesung oder die Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten und darüber hinaus das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. Dieser Test kann auch noch kurz vor dem Samstagspiel im Testcenter in der 1. Etage des nahen Forum Köpenicks absolviert werden. Da das zweite Spiel nur 21 Stunden nach dem ersten angepfiffen wird, kann ein solcher Test ggf. auch noch für das Sonntagsspiel verwendet werden.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Mit Rückenwind nach Potsdam

Nach ihrem Turbostart in der Volleyball Bundesliga biegen die BR Volleys am Samstagabend (30. Okt um 17.30 Uhr) auf die ehemalige Rennstrecke „Avus“ Richtung Potsdam ein, an deren Ende die Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee auf den Tabellenführer warten. Die Brandenburger sind für das traditionell stimmungsvolle Derby in die MBS Arena umgezogen und möchten beweisen, dass Spitzenvolleyball der Männer auch in ihrer Landeshauptstadt funktioniert.

Die BR Volleys haben früh in dieser Saison so richtig Fahrt aufgenommen und wollen sich am Wochenende auch im sechsten Bundesligaspiel von den Netzhoppers nicht stoppen lassen. Fünf souveräne Siege in fünf Matches geben Selbstvertrauen und stellen gleichzeitig Trainer Cedric Enard vor die Qual der Wahl, wen er im Derby auf den Court bringt: „Für mich als Coach ist das doch eine wunderbare Situation. Jeder muss jetzt täglich im Training zeigen, dass er spielen will. So wünscht man sich das.“ Auf der Diagonalposition hat Marek Sotola zuletzt dreimal vollends überzeugt, aber Ben Patch steht auskuriert ebenfalls wieder in den Startblöcken. Im Außenangriff hatten Ruben Schott und Cody Kessel bisher die Nase vorn, doch auch das französische Duo Timothée Carle und Samuel Tuia drängt sich immer mehr auf. Lediglich im Mittelblock hat Enard durch den anhaltenden Ausfall von Anton Brehme keinen Handlungsspielraum in seiner homogenen Mannschaft.

Netzhoppers-Cheftrainer Tomasz Wasilkowski wird auf alle diese Eventualitäten eingestellt sein, schließlich kennt „Tomek“ den einen oder anderen BR Volleys Akteur noch aus seiner Saison als Assistent von Enard (2018/19). Der 38-jährige Pole hat beim Scouting im Sommer offensichtlich ein gutes Auge bewiesen und eine zu Großteilen neue, aber sehr gut funktionierende Mannschaft zusammengestellt. Mit Jose Jardim (Zuspiel), Stefan Kaibald (Außenangriff), Max Chamberlain und Blake Leeson (beide Mittelblock) sind die Neuzugänge aus dem Netzhoppers-Spiel schon nicht mehr wegzudenken. „Diese Truppe kämpft bis zum Umfallen, das haben die ersten Auftritte gezeigt. Gegen Königs Wusterhausen darf man sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels sicher sein“, mahnt Enard zur Vorsicht. Sein Gegenüber Wasilkowski scheint mit seiner analytischen und zugleich emotionalen Art bei seinem Team den richtigen Nerv zu treffen. In all ihren vier Duellen sind die Netzhoppers bis dato über die vollen fünf Sätze gegangen – zweimal mit positivem (Giesen und Lüneburg) und zweimal mit negativem (Düren und Frankfurt) Ausgang. Bei einem Spiel weniger haben die Brandenburger somit trotzdem schon 173 Punkte mehr gespielt als die Berliner (668 zu 841).

Wie gut die „Kängurus“ drauf sind, lässt sich auch an Außenangreifer Theo Timmermann und einer weiteren interessanten Statistik festmachen: Bei den letzten beiden Heimspielen in der Landkost-Arena schlug das Eigengewächs 49 Mal auf, erzielte dabei 10 Asse und es unterlief ihm kein einziger Fehler. Zweimal schaffte es Timmermann damit in das BOUNCE HOUSE „Team of the Week“. Dies gelang dem 25-Jährigen jedoch in den heimischen Gefilden, nun schlagen er und seine Mitspieler zum zweiten Mal (Premiere im DVV-Pokal-Halbfinale 2020/21 gegen Herrsching) in der Potsdamer MBS Arena auf.

Für Cedric Enard, der einen angriffslustigen und kampfstarken Gegner erwartet, ist der Spielort daher sportlich kein großer Faktor: „Einen Heimvorteil haben die Netzhoppers unter diesen Voraussetzungen nicht wirklich und überhaupt hoffe ich auch, dass sich viele unserer Fans auf den kurzen Weg nach Potsdam machen und wir dann auf und neben Spielfeld den Ton mitangeben können.“ 1.000 Zuschauer sind unter der 3G-Regelung in der MBS Arena am Potsdamer Luftschiffhafen am Samstag zugelassen. Tickets sind ausschließlich online erhältlich, für nur 10 Euro auf www.netzhoppers.org.

Pressefoto: Michael Hundt

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Volleyball 2. Bundesliga – BBSC Berlin wieder mit Zuschauern

Was für ein Volleyballfest: Nach fast einem Jahr ohne Fans darf der BBSC erstmalig wieder mit Zuschauern bei einem Heimspiel rechnen. Am Samstag, den 18. September 2021 empfängt der BBSC Berlin um 18:00 Uhr Blau-Weiß Dingden in der Köpenicker Hämmerlinghalle.

Dabei will der BBSC an den Auswärtserfolg des vergangenen Wochenendes anknüpfen. Maximal 145 Zuschauer sind immerhin nach den Coronaauflagen zugelassen worden. Die Gäste aus Dingden setzen seit Jahren auf einen unschätzbaren Vorteil: Sie können auf ein eingespieltes Team verweisen, das eine hocheffektive und abgestimmte Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist ebenso seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Immer wieder gelingt es Dingden, Spielerinnen aus ihren Nachwuchsreihen für die 2. Liga aufzubauen. So sind auch in dieser Saison wieder drei Spielerinnen bis 20 Jahre dabei. Die hohe Bindung aller Spielerinnen an das niederrheinische Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist die komplette Mannschaft aus der letzten Saison geblieben – lediglich 2 Spielerinnen sind offiziell in die 2. Mannschaft zurückgezogen, werden aber sicher bei Bedarf in der 2. Bundesliga wieder zur Verfügung stehen. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der über reichlich Trainererfahrung verfügt und schon die Niederländische U17 Nationalmannschaft betreut hat. Die Ergebnisse in den Testspielen waren für Dingden sehr positiv.

Am letzten Wochenende hatte das Team vom Niederrhein spielfrei – vielleicht schon ein kleiner Vorteil für die Gäste, da die Berliner Trainer keine Möglichkeit hatten, aktuelles Filmmaterial auszuwerten. „Aber wir gehen davon aus, dass Dingden analog dem Vorjahr sein betont konzentriertes und abgestimmtes Abwehrspiel erneut umsetzen wird“ ist sich Berlins Trainer Ole Schröter sicher und wird das BBSC Team darauf einstellen. In der vergangenen Saison gelang genau das allerdings nicht: Beide Spiele gestalteten die Mädels aus dem „Volleyballdorf“ erfolgreich für ihr Team. Nach dem überraschend deutlichen Sieg des BBSC am vergangenen Wochenende in Oythe wollen sich die Berlinerinnen auch gegen die starken Dingdener nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. „Wenn wir mit der gleich hohen Konzentration auftreten, wie am vergangenen Wochenende, haben wir eine Chance“ ist BBSC-Kapitänin Katharina Kummer optimistisch. „Die Mannschaft hat hart trainiert und fiebert dem Spiel entgegen. Und wir freuen uns unglaublich darüber, endlich wieder vor den Fans auftreten zu können!“

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Trainingsauftakt beim Deutschen Meister

Am Montag (09. Aug) kehrte wieder Leben in die Trainingshalle der Berlin Recycling Volleys im Horst-Korber-Sportzentrum ein. Gut drei Monate nach dem Gewinn der elften Deutschen Meisterschaft begann für Sergey Grankin & Co die Saisonvorbereitung 2021/2022. Cheftrainer Cedric Enard begrüßte sechs Spieler seines 13-köpfigen Kaders zum Auftakt, darunter mit dem Tschechen Marek Sotola auch einen von insgesamt sechs Neuzugängen.

Nach ersten Medienterminen bat Cedric Enard am Montag pünktlich um 15.00 Uhr für eineinhalb Stunden zum lockeren Anschwitzen. Dies stand für Sergey Grankin, Samuel Tuia, Timothée Carle, Cody Kessel, Adam Kowalski und Marek Sotola auf dem Programm, denn diese Gruppe kann die gesamte Vorbereitung in Berlin absolvieren. Die übrigen Akteure werden im Laufe der nächsten Wochen, also im Anschluss an die Aufgaben mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften, zum BR Volleys Team stoßen.

Der Coach selbst muss die Hauptstadt bereits am Dienstag wieder verlassen, um als Nationaltrainer Estland auf die Heim-Europameisterschaft im September vorzubereiten. Das Training wird in seiner Abwesenheit von nun sein Assistent Lucio Oro leiten. Für den Brasilianer ist die Chefrolle keine neue, denn bereits in der Vorbereitung 2019 vertrat er Enard temporär. Unter der Führung des 44-Jährigen wird der Fokus zunächst auf der Arbeit an den körperlichen Grundlagen und auf der Ballgewöhnung liegen. Ihm zur Seite steht dabei das unveränderte Assistenzteam mit Scout Rafal Zajac und Athletiktrainer Timo Kirchenberger.

Erste Testspiele gegen nationale und internationale Gegner sind ab September vorgesehen, wenn der Kader angewachsen ist. Benjamin Patch und Jeff Jendryk werden im August die ersten Nachzügler sein. Der vierte US-Amerikaner im Bunde, Zuspieler Matt West, darf sich aktuell noch bei den Tryouts für die Nordamerika-Meisterschaft empfehlen. Libero Santiago Danani ist bei Argentinien nach Olympia auch für die Südamerika-Meisterschaft eingeplant. Anton Brehme sowie Ruben Schott werden wahrscheinlich im EM-Aufgebot von Bundestrainer Andrea Giani stehen. Als letzter Spieler wird Nehemiah Mote nach der Asien-Meisterschaft Ende September in Berlin erwartet. Das erste Bundesligaspiel bestreiten die vollzähligen Hauptstädter dann am 06. Oktober in der Max-Schmeling-Halle gegen die Helios Grizzlys Giesen.

Stimmen zum Trainingsauftakt:

Cheftrainer Cedric Enard: „Einen Luxuszustand wie im vergangenen Jahr, als der Kader früh vollzählig war, kann es natürlich nicht immer geben. In der ersten Woche wird unser Fokus auf dem physischen Zustand unserer Spieler liegen. Anschließend werden wir Schritt für Schritt mehr Volleyball ins Training einbauen. Ich habe volles Vertrauen in Lucio, dass er die Mannschaft bis zu meiner Rückkehr in einen guten Zustand bringt und wir ab Mitte September gemeinsam voll angreifen können.“

Sergey Grankin: „Es fühlt sich sehr gut an, wieder mit dem Team in der Halle zu stehen, auch wenn die Trainingsgruppe noch klein ist. Die Motivation ist nach der für einige langen Sommerpause groß. Richtig Spannung wird natürlich erst aufgebaut, wenn die Gruppe wächst und die ersten Matches anstehen. Jetzt freuen wir uns einfach, dass es wieder losgeht.“

Christof Bernier/BR Volleys

Überzeugend zur 2:0-Führung

Mit einem ebenso konzentrierten wie selbstbewussten Heimauftritt haben sich die BR Volleys in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft einen 2:0-Vorsprung erspielt. In der Max-Schmeling-Halle wiesen die Berliner den VfB Friedrichshafen mit 3:0 (25:22, 25:17, 25:23) in die Schranken und sind nun noch einen Sieg vom elften Titelgewinn entfernt. Dank der geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Hauptstädter am Donnerstag (15. Apr um 18.00 Uhr) in Friedrichshafen ihr erstes Matchball-Spiel.

Außenangreifer Cody Kessel hatte sich mit seinem starken Auftritt am Bodensee einen Startplatz für Spiel zwei verdient und ersetzte in der Startformation Timothée Carle. Auch Gästecoach Michael Warm gab seiner Starting-Six mit David Fiel und Martti Jukhami zwei neue Impulse. Anders als noch beim Auftaktspiel am Bodensee waren die BR Volleys dieses Mal aber von Beginn an gut im Spiel. Während sowohl Grankin als auch Vincic sehr darauf bedacht waren, das schnelle Spiel über die Mittelblocker zu etablieren, wog der Auftaktdurchgang direkt hin und her (6:4, 8:9, 14:13).  Ein Ass von Benjamin Patch brachte den Männern in Orange zur Crunchtime das wichtige Break ein (21:19) und dieses verteidigten Grankin & Co, bis Éder den Block zum Satzball setzte (25:22).

Dieser erste Satzgewinn war ein Wirkungstreffer auf Häfler Seite und die Hauptstädter gaben im nächsten Durchgang früh den Ton an. Angeführt vom verlässlich punktenden Patch gab Berlin den Takt vor (7:4, 12:7). Mit einem bestens eingestellten Block machte man den Friedrichshafenern das Leben schwer, so stand der Dreierblock auch gegen den eingewechselten Rares Balean (18:12). Grankin wickelte den Ball zum Ass auf den vierten Meter ein (22:15) und Samuel Tuia beendete Satz zwei per Hinterfeldangriff aus dem Lehrbuch (25:17).

Die BR Volleys erlaubten sich weiter wenig leichte Fehler, doch der VfB bäumte sich in Satz drei noch einmal auf (4:6). Die Mannschaft von Cedric Enard blieb ruhig und konnte dann in Person des späteren MVP Éder wieder zulegen. Ein weiterer Block des Brasilianers brachte die Berliner wieder in die Spur (12:8) und nach einer Aufschlagserie des “Altmeisters“ war eine Vorentscheidung gefallen (17:10). Friedrichshafen hatte im Zuspiel zu Joseph Worsley gewechselt, aber die BR Volleys machten auch davon unbeirrt weiter (19:14, 23:17). Nach gutem Service von Worsley bekamen die Hausherren dann aber doch noch einmal Nervenflattern (24:23), bis ein Fehlaufschlag des US-Amerikaners die Berliner schließlich erlöste (25:23). Michael Warm wählte als logische Konsequenz Éder zum MVP, während Cedric Enard Linus Weber mit MVP-Silber auszeichnete.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Das war eine sehr geschlossene Teamleistung. Ich fand insbesondere unsere Blockarbeit heute sehr gut. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben: Genau dort weiterzumachen, wo wir Donnerstag aufgehört haben. Das Spiel war vielleicht weniger emotional, weil wir immer die Kontrolle hatten und es weniger strittige Situationen gab.“
Kaweh Niroomand: „Das war heute eine richtig gute, konzentrierte Leistung. Wir haben in allen Elementen Druck gemacht. Es fällt schwer, aus dieser hervorragenden Teamleistungen jemanden hervorzuheben, aber Sergey hat das Spiel erstklassig gelenkt. Er hat die Last von Bens Schultern genommen und perfekt verteilt. Dazu ist die “Kampfsau“ Samuel Tuia einfach nicht zu ersetzen. Wir haben heute Donnerstag veredelt, aber das ist nichts wert, wenn wir nun nicht auch dieses Spiel veredeln.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Robin Baghdady, Denys Kaliberda

Topwerte
Patch 15 Punkte, 3 Ass | Éder 12 Punkte, 4 Blocks | Cody Kessel, 11 Punkte, 2 Blocks

Christof Bernier

Eine offene Rechnung

Zwei Niederlagen mussten die BR Volleys in der Bundesliga-Hinrunde einstecken. Die erste Gelegenheit, sich für eine davon zu revanchieren, konnten die Hauptstäter am Mittwochabend beim 1:3 gegen den VfB Friedrichshafen nicht nutzen. Die zweite bietet sich nun schon am Sonntag (31. Jan um 16.00 Uhr) gegen die Volleyball Bisons Bühl. Mit einem Heimsieg wollen die Berliner ihre Verfolger aus Düren in der Tabelle auf Abstand halten.

Fünf Spieltage sind für die BR Volleys in der Bundesliga-Hauptrunde noch zu gehen. Fünf Spieltage, in denen es darum geht, Platz zwei zu sichern und somit im Entscheidungsmatch eines möglichen Playoff-Halbfinals den Heimvorteil zu haben. Dabei sitzen die SWD powervolleys Düren dem Team von Coach Cedric Enard im Nacken. Die Rheinländer haben zwar drei Punkte, jedoch auch ein Spiel weniger auf dem Konto. „Nach der Niederlage gegen Friedrichshafen können wir Platz eins abschreiben, unseren zweiten Rang wollen wir aber unbedingt halten“, sagt Samuel Tuia, wichtiger ist ihm jedoch: „Jetzt, wo wir endlich nahezu komplett sind, müssen wir unsere beste Formation finden und einspielen.“ Dabei hat der französische Außenangreifer vor allem das in Sichtweite liegende, zweite Champions-League-Turnier in Kasan (vom 09. bis 11. Feb) im Visier. Dort in Topverfassung anzutreten, ist das übergeordnete Ziel, auf das Tuia & Co hinarbeiten.

Gleichzeitig will man eben den aktuellen Tabellenplatz in der Bundesliga festigen. Dazu muss die Revanche gegen die „Bisons“, die im November die bis dahin eineinhalb Jahre andauernde nationale Siegesserie der BR Volleys beendeten, glücken. Auf Bühler Seite fehlt derzeit der Mann, der den Berlinern im Hinspiel (1:3) am heftigsten zusetzte. Außenangreifer Tomas Lopez zählt zu den Entdeckungen dieser Bundesliga-Saison, beeindruckt mit Topwerten in allen Bereichen. Der Argentinier zog sich allerdings Anfang dieses Jahres eine Fraktur des Mittelfußknochens zu und wird seitdem von Tim Stöhr ersetzt. Ohne ihren auffälligsten Akteur gelang den Bühlern in 2021 noch kein Sieg (0:3 vs. Friedrichshafen, 1:3 vs. Netzhoppers). Den hat das Team von Trainer Alejandro Kolevich aber sicher beim VC Olympia eingeplant, wo man schon am Samstag gastiert (30. Jan um 19.00 Uhr). Alles andere als drei Punkte gegen die VCO-Nachwuchstalente könnte die „Bisons“ beim Kampf um die Endrunde zurückwerfen. Nach vier Spieltagen noch ungeschlagen an der Tabellenspitze, muss man im Schwarzwald inzwischen um den Playoff-Einzug zittern (19 Punkte und 8. Platz).

„Das Ergebnis aus dem Hinspiel ist für uns Motivation genug. Wir wollen beweisen, dass wir diesen Gegner bezwingen können“, sagt Samu Tuia über das zweite Heimspiel in dieser Woche. Obwohl das 1:3 gegen den VfB Friedrichshafen die Baustellen im BR Volleys Spiel aufzeigte, verlief die Rückkehr von Diagonalangreifer Benjamin Patch verheißungsvoll. Dieser stellte zwei Sätze lang unter Beweis, wie wichtig er für die Berliner ist. Das hat auch Tuia, ebenfalls von der Bank gekommen, bemerkt: „Ben hat enorme Energie in unser Spiel gebracht. Wir sind aktuell beide sicher noch nicht bei 100 Prozent, aber das wird kommen. Nur gemeinsam sind wir stark“, schwört das Kraftpaket sich und seine Mitspieler für die Chance zur Revanche ein.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier