BR Volleys mit starker Vorstellung

Der BR Volleys Zug rollt: Auch zum Auftakt in die Zwischenrunde der Volleyball Bundesliga konnten die Berliner an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen und mit einem 3:0-Sieg (25:16, 26:24, 25:16) gegen die SWD powervolleys Düren ihren Spitzenplatz untermauern. Zum bereits dritten Mal in Folge wurde beim ungefährdeten Heimerfolg Anton Brehme MVP in der Max-Schmeling-Halle.

Während Düren personell geschwächt ins Match ging, konnte Heimtrainer Cedric Enard am Samstagabend wieder aus dem Vollen schöpfen. Mit Johannes Tille im Zuspiel, Saso Stalekar und Anton Brehme als Mittelbocker, Diagonalspieler Marek Sotola, den Außenangreifern Ruben Schott und Timothée Carle sowie Libero Satoshi Tsuiki gaben die BR Volleys in diesem Spiel zügig den Ton an. In Aufschlag, Angriff und Block konnte sich Brehme direkt auszeichnen und den 3.941 Zuschauern das ein oder andere Highlight präsentieren (8:5, 14:9). Hinzukam eine sichere Annahme um Tsuiki, die Tille alle Möglichkeiten gab. Die Männer in Orange waren die bessere Aufschlagmannschaft (Ass von Sotola zum 18:11) und gestalteten den Durchgang überlegen. Ein Dürener Aufschlagfehler brachte den Hauptstädtern den ersten Satzgewinn ein (25:16).

Mit Erik Röhrs kam schon zum Ende von Satz eins Schwung ins Dürener Spiel und das setzte sich im Folgedurchgang fort. Obwohl Sotola gleich zwei Asse in Serie für die Heimfans bereithielt (8:6), waren die Rheinländer nun in der Partie angekommen (12:13). Diesmal schaukelte sich das Geschehen bis in eine spannende Crunchtime hoch (20:20), in der der Tabellenvierte zunächst zwei Satzbälle abwehren konnte (24:24), Sotola aber schließlich doch die Blockfinger zum vorentscheidenden nächsten Satzgewinn fand (26:24).

Anschließend war die Luft bei den Powervolleys etwas raus. Mit Tille am Service zog der Deutsche Meister direkt auf 5:0 davon und baute die Führung auch in der Folge kontinuierlich aus (7:1, 14:6). In allen Statistiken – Block (9 – 6), Asse (7 – 4), Annahmequote (54 % – 34 %) und Angriffseffizienz (48 % – 33 %) – waren die BR Volleys dem Gegner an diesem Abend überlegen. Im dritten Heimspiel in Folge schwang sich Anton Brehme zum MVP auf und verwandelte auch den Matchball (25:16). Sein Zuspieler hätte die Ehrung ebenso verdient, denn Tille sorgte mit gelungener Passverteilung dafür, dass gleich vier Spieler in nur drei Sätzen zweistellig punkteten. Durch den Sieg behaupten die Berliner ihre Spitzenposition in der Volleyball Bundesliga und konnten mit Blick auf das DVV-Pokalfinale am 26. Feb in Mannheim zumindest eine kleine Duftmarke setzen.

Stimmen zum Spiel
MVP Anton Brehme: „Wir konnten uns für die gute Trainingswoche belohnen. Alle Elemente des Spiels waren auf einem guten Niveau. Düren hatte heute vielleicht nicht alle Möglichkeiten, um voll dagegenzuhalten. Das wird beim Pokalfinale sicher wieder anders aussehen. Ich bin glücklich, heute MVP zu sein, auch wenn es andere genauso verdient hätten. Wir müssen jetzt als Mannschaft einfach so konzentriert weiterarbeiten.“

Marek Sotola: „Wir haben heute wieder vieles richtig gemacht und sind als Einheit aufgetreten. Unser guter Aufschlag macht sich aktuell in jedem Spiel bezahlt und uns alles andere einfacher. Der Druck hat gestimmt und Düren hatte damit einen schweren Stand in unserer Arena. Persönlich läuft es bei mir auch. Ich bin sehr glücklich, wie viel Vertrauen ich von den Teamkollegen und speziell unseren beiden Zuspielern bekomme.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Matheus Krauchuk, Cody Kessel

Quelle: Christof Bernier

Da hat sich Hertha BSC was eingebrockt !

0:3 in Frankfurt! Wie kann das sein, wo es um so viel ging, dass Hertha die erste Halbzeit verschläft. Das passt doch nicht. Die 2. Liga rückt näher. Hat Hertha wirklich nicht die Qualität fürs DFB-Oberhaus? Es scheint so. Selbst Aufsteiger Schalke 04 (aktuell 11 Punkte) rückt näher an Hertha BSC (14 Punkte) heran. Der Abstand zum Tabellenletzten beträgt nur noch 3 Punkte. Die Mannschaften über Hertha gehen von der ersten Minute ganz anders zu Werke. Vergleichsweise zu beobachten sind der größere Einsatzwille, einer für den anderen, die enorme Laufbereitschaft und Zweikampfführung. Da geht es mal ordentlich hart zur Sache. Augsburg schlägt Bayer Leverkusen 1:0 und der VfL Bochum gewinnt gar 5:2 gegen die TSG Hoffenheim. Da kursieren bereits Witze, ob Hertha vielleicht auf die 10fach in Folge sieglosen Hoffenheimer wartet. Schalke erkämpfte sich ein torloses Remis bei Borussia Mönchengladbach (immerhin zu Null!) und die Borussen sind der nächste Gegner in Berlin. Kann Hertha BSC mit dieser Einstellung gegen die Gladbacher einen Blumentopf gewinnen?

Genug der negativen Schlagzeilen. Kay Bernstein bekommt sogar Komplimente für die Entlassung von Fredi Bobic. Einig sind sich wiederum alle, dass dies kein günstiger Zeitpunkt war. Die vier Absagen im Transfergeschäft sprechen aktuell natürlich Bände. Was unter Fredi Bobic geschah, hat mich keineswegs überzeugt. Der Beginn war mit Windhorsts Millionen eigenartig. Insofern ist Bernstein in der Tat zu verstehen. Bobic brachte, so steht zu lesen, sage und schreibe 14 Mitarbeiter aus Frankfurt mit in die Hauptstadt. Das Geld hätte besser investiert werden können. Aber wen interessiert schon, ob das Ehrenamtliche, dagegen wäre nichts einzuwenden, oder kostspielige Ausgaben (Löhne) sind. Der Verein heißt aber Herrtha BSC, der in Verantwortung das Spiel mit sich machen ließ. Bobic soll, lobenswerterweise, einen Transferüberschuss erzielt haben. Gut so, plus die Millionen von Windhorst, welcher Verein kann schon so gut dastehen?

Die Antwort: Der zweite Berliner Bundesligaverein. Während ich die Zeilen tippe, stehen die Köpenicker an 1. Stelle der Eliteliga und Trainer Urs Fischer bäckt trotzdem weiter Bewusstsein kleine Brötchen. Sein Ziel waren zunächst 40 Punkte, so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Union hat nach 19 Begegnungen „erst“ 39. Es fehlt also immer noch ein Punkt, um nicht abzusteigen, ehe das nächste Ziel verkündet werden kann. Noch mehr hat mir die Einkaufspolitik – „Wir haben unsere Grenzen“ – imponiert. Es wurde wohl zu viel gefordert und Absprachen nicht eingehalten, also verzichteten die Eisernen.

Der VfL Wolfsburg wurde aus dem Pokal geschmissen, der 1. FC Union hat das Viertelfinale erreicht. Was ist mit Hertha BSC? Ach, lassen wir das. Sonst fange ich noch an, von beiden Vereinen die Ergebnisse der letzten vier Meisterschaftsspiele gegenüberzustellen. Der angeblich neue Investor ist ja auch noch nicht sicher. Oje Hertha BSC, das nächste Spiel sollte unbedingt gewonnen werden.

Christian Zschiedrich

Eisbären verlieren gegen Tabellenführer aus München

Wenn es irgendwie noch was werden soll mit den Play-offs, dann sind Siege gefragt, egal wer kommt. Zu Gast war am Freitagabend der souveräne Spitzenreiter und amtierende Vizemeister RB München. Don Jackson und sein ehemaliger Kapitän bei den Eisbären Berlin, die ewige Nummer 27 Steve Walker, führten als Münchner Trainergespann ihre Farben zum Sieg am 49. Spieltag.

Das erste Drittel verlief torlos. Dafür sahen die 13.870 in der MB-Arena gleich fünf Treffer im Mittelabschnitt. Durch ein Tor im Powerplay, Zachary Redmond in der 22. Minute, gingen die Gäste in Führung. Justin Schütz erhöhte in der 28. Minute auf 2:0. Die Antwort hatten die Eisbären in der 29. Minute parat. Kevin Clark verkürzte auf 1:2 und ganz aus dem Häuschen waren die Zuschauer in der Arena, als Jonas Müller fast die gesamte Länge der Eisfläche durchmaß und Mathias Niederberger überwinden konnte. Das passierte 36 Sekunden vor dem Drittel-Ende. Schon etwas peinlich, dass die Eisbären diesen passablen Zwischenstand nicht mit in die letzte Drittelpause nehmen konnten. Nur 12 Sekunden später brachte Yasin Ehliz die Gäste wieder in Führung. Das ging zu schnell und sollte nicht passieren.

Im Schlussdrittel lieferten sich die Finalisten der letzten Saison einen offenen Schlagabtausch. Bis weit in die Schlussphase hinein geizten beide mit Toren. Erst ein Fehler in der Eisbärenabwehr stellte die Weichen auf Sieg für den Spitzenreiter. Christopher Desousa erzielte das 4:2 für den Tabellenführer. Das dritte Tor der Eisbären, ein empty-net Treffer von Kevin Clark fiel 3 Sekunden vor der Schlusssirene, natürlich viel zu spät.

Die Eisbären hielten über weite Strecken mit dem Tabellenführer mit. Am Ende entschieden Kleinigkeiten das Spiel. Aus Sicht der Eisbären war es ein kleiner Fehler zu viel.

Für die Eisbären ist das Saisonziel, Platz 10 und die Chance in den Pre-Playoffs, in weite Ferne gerückt. Bereits am kommenden Sonntag, 5. Februar geht es weiter, zu Gast ab 14 Uhr in der Arena sind dann die Augsburger Panther.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Berlin-Derby im Wasserball

04. Februar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Zehn DWL-Spiele in der A-Gruppe der nationalen Wasserball-Top-Liga haben die Wasserfreunde Spandau 04 bereit hinter sich, eines davon war ein vorgezogenes aus der Rückrunde (23:5 gegen ASC Duisburg).

In diesen zehn Partien sind die Schützlinge von Trainer Athanasios Kechagias nach wie vor ungeschlagen.

Spitzenreiter Spandau führt die Tabelle mit 20:0 Punkten und dem respektablen Torverhältnis von 225:54 an, wozu das Hinspiel gegen Neukölln als Gastgeber mit einem 6:36 am 19. November einen beträchtlichen Teil beigetragen hat. Ganz so heftig wird es diesmal wohl nicht kommen, denn das Team der SGN hat sich als Sechstes des Rankings zumindest partiell etwas berappelt und Anfang Dezember gegen den OSC Potsdam sogar eine seiner acht Partien gewonnen. Gleichwohl sind die Rollen klar verteilt, alles andere als ein weiteres 04-Schützenfest käme überraschend.

Bei anschließend noch drei ausstehenden Spandau-Spielen der DWL-Hauptrunde rückt der Gewinn der Hauptrunde durch die Wasserfreunde und Platz 1 als Ausgangsposition für die Playoffs immer näher, zumal sich am Samstag, dem 10. Spieltag, auch die unmittelbaren Verfolger ASC Duisburg und Waspo Hannover gegenüberstehen und daher Punkte verlieren werden.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Termine:

08.02.2023 Champions League Spiel 7 Spielbeginn 19:30 Uhr SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

11.02.2023 Deutscher Wasserball Pokal Spielbeginn 16:00 Uhr Stadionbad Duisburg

ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 – Viertelfinale

17.02.2023 Champions League Spiel 8

Jug Durovnik – Wasserfreunde Spandau 04

25.02.2023 Bundesliga Spiel 11 Spielbeginn:16:00 Uhe SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

28.02.2023 Champions League Spiel 9

AN Brescia – Wasserfreunde Spandau 04

Zwei Rostocker Vereine führen die NOFV-Oberliga Nord an

Der Rostocker FC nach 17 Spielen mit 39 und Hansa Rostock II mit 36 Punkten. Es folgen fünf Berliner Vereine: 3. FC Hertha 03 (33 P.), 4. TuS Makkabi (30 P.), 5. Blau-Weiß 90 (28 P.), 6. CFC Hertha 06 (27 P.) und 7. Eintracht Mahlsdorf (26 P.). Eine aus Berliner Sicht zufriedenstellende Konstellation. Da könnte man schlussfolgern, Berliner Clubs haben in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun ? Wäre nicht der SC Staaken (15.) und SV Tasmania (16.). Vier direkte Absteiger gibt es in diesem Jahr. Mecklenburg Schwerin (18. mit nur 7 Punkten) verlor sogar das Heimspiel 0:4 gegen MSV Neuruppin und liegt abgeschlagen weit zurück. Anders dagegen der Vorletzte MSV Pampow, hat deren 12 Punkte und ist bei der Drei-Punkte-Regelung noch keineswegs aus dem Rennen. Ebenfalls 12 Punkte hat SV Tasmania im 50 jährigen Jubiläum. Bekanntlich fusioniert Tas mit Blau-Weiß 90, heißt, bange muss es nur aus Berliner Sicht um den SC Staaken (15 P.) sein. In Staaken verlor die Jeffrey-Seitz-Truppe 0:2 gegen Optik Rathenow und muss am Sonntag, 13.00 Uhr, zum Tabellenvierten TuS Makkabi ins Mommsenstadion. Dass es Staaken in dieser Saison so schwer hat und endgültig im Abstiegskampf angekommen ist, ist vergleichsweise zu den Jahren davor neu.

Auch Hertha 03 und Blau-Weiß 90 verloren ihre Auswärtsspiele. BW 90 verlor 0:2 bei Dynamo in Schwerin und die Zehlendorfer 1:2 bei Union Fürstenwalde (8.). Beide und nicht nur sie verloren in der Spitzengruppe damit an Boden. Schade. Das Berlin-Derby zwischen Hertha 06 – TuS Makkabi endete vor nur 106 Zuschauern 0:1.

Die sieben Berliner Clubs haben am kommenden Spieltag folgende Gegner vor der Brust: Samstag, 04.02.2023, 13.00 Uhr, Volkspark Mariendorf, Blau-Weiß 90 – Union Fürstenwalde, Samstag, 04.02.2023 , 13.30 Uhr, Werner-Seelenbinder-Sportpark, SV Tasmania – Dynamo Schwerin, Samstag, 04.02.2023 14.00 Uhr, MSV Pampow – Eintracht Mahlsdorf. Sonntag, 05.02.2023, 13.00 Uhr, Mommsenstadion, Berlin-Derby TuS Makkabi – SC Staaken. Sonntag, 05.02.2023, 14.00 Uhr, MSV Neuruppin – CFC Hertha 06. Zeitgleich wird im Ernst-Reuter-Sportfeld die Partie FC Hertha 03 – TSG Neustrelitz angepfiffen.

Christian Zschiedrich

Die Rückrunde der Regionalliga Nordost hat begonnen

Der Überblick ist durch nicht einheitliche Spielaustragungen gekennzeichnet, die Tabelle hat ein schiefes Bild. Energie Cottbus führt zwar mit 33 Punkten, gefolgt von Rot-Weiß Erfurt und dem Berliner AK 07 mit je 32 Punkten, Erfurt hat aber ein Spiel weniger. Das Heimspiel gegen den Tabellensechzehnten, FSV Luckenwalde, musste witterungsbedingt ausfallen. Der BAK 07 schwächelte erneut, auswärts, sogar deutlich 0:3 gegen den Greifswalder FC. Besonders auf sich aufmerksam macht der aktuelle Tabellenvierte, jetzt mit 31 Punkten, der Chemnitzer FC. Ihm gelang ein 1:0-Sieg gegen Tennis Borussia in Berlin. Bereits seit neun Partien sind die Sachsen nun ungeschlagen. Wie bei den Erfurtern stehen erst 16 ausgetragene Spiele zu Buche. Drei Traditionsvereine folgen punktgleich mit einem Zähler weniger: 1. FC Lok Leipzig, Chemie Leipzig und BFC Dynamo. Sogar Carl Zeiss Jena rechnet sich noch Chancen, mit 28 Punkten, aus. In der begonnenen Rückrunde kann es so einiges an Spannung und Überraschung im Kampf um die Meisterschaft geben. Energie Cottbus an der Spitze konnte sich nicht weiter absetzen. In Cottbus siegte Altglienicke mit 2:0. Der Meister aus dem Nordosten steigt ja in dieser Saison nicht direkt auf. Er qualifiziert sich lediglich für die Relegation gegen den Meister aus Bayern.

Schauen wir auf die Berliner: Tabellendritter BAK ist weiter bester Berliner Vertreter. Auf Platz 7 schaut der BFC Dynamo auch wieder mehr nach oben als nach unten. Mit 2:1 wurde gegen Meuselwitz gewonnen. Die VSG Altglienicke ist 9., Hertha BSC II ist 12, verlor zu Hause 1:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig. Absteiger Viktoria 89 ist mit 18 Punkten weiter abstiegsgefährdet. Das 1:1, wieder zu Hause im eigenen Stadion in Lichterfelde, gegen Carl Zeiss Jena war wichtig. Zwei Berliner Clubs stehen weiter in der abstiegsgefährdeten Zone. Lichtenberg 47 erkämpfte beim Tabellenletzten Germania Halberstadt ein 1:1, hat jetzt 15 Punkte und ist 15., Tennis Borussia mit 8 Punkten 17. Nur der Tabellenletzte, aktuell Halberstadt mit 5 Punkten, würde direkt absteigen. Es könnte, je nachdem, ob der Meister aufsteigt und wer aus der 3. Liga absteigt, könnte es durchaus auch drei weitere Absteiger geben.

Sowohl für TeBe als auch für Lichtenberg 47 besteht noch Hoffnung. Tennis Borussia muss am kommenden Spieltag nach Jena und Viktoria 89 muss beim 1. FC Lok Leipzig im Bruno Plache Stadion bestehen. Die VSG Altglienicke empfängt Chemie Leipzig. Da Viktoria ja wieder in Lichterfelde spielen darf, sind die Volkssportler wieder in den Jahnsportpark zurückgekehrt. Ein Berlin-Derby steht im Poststadion an. Der BAK 07 hat den BFC Dynamo zu Gast. Herthas Nachwuchs spielt in Babelsberg und Lichtenberg 47 im Zoschke gegen Rot-Weiß Erfurt.

Ein Nachholspiel vom 15. Spieltag zwischen dem 1. FC Lok Leipzig – Chemnitzer FC ist für Dienstag, 31.01.2023 terminiert. Beide haben das Ziel 3. Liga im Visier.

Christian Zschiedrich

Hertha spielt mit dem Feuer

Die Schere zwischen den beiden Proficlubs aus der Hauptstadt klafft immer mehr auseinander. Die Köpenicker sind im internationalen Geschäft und haben aktuell sogar die Champions-League im Visier. Hertha kämpft um das sportliche Überleben in der 1. Bundesliga und steht finanziell eher am Abgrund.

Eine mittelmäßige Leistung reichte den aufstrebenden Köpenickern, um den Lokalrivalen in Schach zu halten. Die Reaktion der Führungsetage, der Hertha sorgte zunächst für Verwunderung. Öfter mal was Neues, nicht der Trainer musste gehen, sondern sein Vorgesetzter. Eine Entscheidung, die nicht angesichts der Derbyniederlage spontan gefällt wurde, sondern wohlüberlegt, bereits vorher feststand. Fredi Bobic wäre auch im Falle eines Sieges freigestellt worden.

Ein sichtlich gezeichneter Hertha-Präsident erläuterte die Maßnahme am Sonntag, 29.01.2023, auf einer Pressekonferenz. Ein designierter Nachfolger wurde gleich präsentiert. Die Hertha DNA soll es jetzt richten. Neben Weber wurde auch Andreas „Zecke“ Neuendorf zurückgeholt. Allerdings ist zu fragen, ob solch ein Schritt, zu diesem Zeitpunkt nicht zu große Risiken birgt. Benjamin Weber verfügt über keinerlei Erfahrung als Sportdirektor, muss sich schnell einarbeiten und zunächst mit dem klarkommen, was Bobic und seine Entourage angerichtet haben.

In der Journaille schießen die Spekulationen ins Kraut. Es war bekannt, dass Kay Bernstein und Bobic nicht das allerbeste Verhältnis zueinander hatten. Zudem soll der Präsident öfter versucht haben, sich in sportliche Entscheidungen einzumischen. Konkret soll es Vorschläge für Spielertransfers gegangen sein. Als Beispiel wird hier der vertragslose Max Kruse angeführt.

Fredi Bobic soll der bestbezahlteste Manager in der Bundesliga gewesen sein. Dazu hat er einen ganzen Stab an Mitarbeitern mitgebracht. Mit Bobic müssen auch der Technische Direktor Sebastian Zelichowski und Teammanager Thomas Westphal gehen. Es sind vielleicht nicht die Letzten, den um die Finanzen ist es alles andere als gut bestellt. Bleiben darf (wie lange?) der Kaderplaner Dirk Dufner. Gerüchteweise sollen bis zum Transferschluss noch vier neue Profis kommen.

„Auf dem Zettel stehe etwa der offensive Mittelfeldspieler Selim Amallah von Standard Lüttich – der belgische Spitzenklub wurde im März vergangenen Jahres von 777 übernommen. Auch Stürmer Maximilian Philipp (VfL Wolfsburg), Flügelspieler Gauthier Hein (AJ Auxerre) und Innenverteidiger Jannik Vestergaard (Leicester City) seien ein Thema in der Hauptstadt. Da lediglich ein Budget von fünf Millionen Euro zur Verfügung stehe, sei allerdings unklar, wie die Transfers realisiert werden könnten.“

Egal wie, die Entscheidung hat überrascht und vielmehr der Zeitpunkt. Man hätte diese Entscheidung eher am Saisonende erwartet. Allerdings spielte hier wohl auch eine Rolle, dass Bobic seinen bis 2024 laufenden Vertrag selbst per Option hätte verlängern können. Dieses Geld hat Hertha nicht. Eine Abfindung wird trotzdem fällig werden.

Der neue Sportdirektor dürfte in den nächsten 48 Stunden kaum zum Schlafen kommen, muss sich ganz schnell einen Überblick verschaffen und die richtigen Entscheidungen treffen, eben ein Spiel mit dem Feuer. Es müssen wieder Erfolge her, irgendwie Punkte gesammelt werden, der Blick auf die bevorstehenden Aufgaben, Eintracht Frankfurt (auswärts), Gladbach daheim und anschließend Borussia Dortmund wieder auswärts, wie viele Punkte mag das geben?

Hans-Peter Becker

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC hat sich beim Tabellendritten teuer verkauft

TSV Bayer Leverkusen: BBSC Berlin 3:1 (14, 20, -20, 22)

Die Damen des BBSC Berlin nutzten ihre Auswärtsfahrt zum Tabellendritten, um diesen trotz reduziertem Kader zumindest in drei Sätzen gehörig zu ärgern. Aber für einen Sieg reichte es leider nicht.

Die Rheinländerinnen setzten die Gäste von Beginn an mit ihren Aufschlägen und kraftvollen Angriffsaktionen ordentlich unter Druck. Der BBSC – wegen Krankheit und beruflichen Verpflichtungen nur mit neun Athletinnen angereist – benötigte nach der 580km-Fahrt am Sonntagmorgen einige Zeit, um in das Spiel zu kommen. Mit Beginn des zweiten Satzes war man hellwach und hielt lange Zeit mit. Erst zum Satzende konnte sich Leverkusen deutlich absetzen. Der dritte Satz ging sogar zugunsten der Berlinerinnen aus, die dem Spiel in dieser Phase durchaus den Stempel aufdrückten. Auch im vierten Satz dominierten zunächst die Gäste. Über 14:9 bis zu 19:16 führten die Berlinerinnen und hielten sich die Chance auf einen Tiebreak offen, dann erhöhte Leverkusen erneut den Aufschlagsdruck, die Berliner Abwehr wackelte und der BBSC musste Satz und Match leider abgeben.

Trainer Tietböhl war trotzdem nicht unzufrieden: „Mit unserem Miniaufgebot haben wir ab dem zweiten Satz ordentlich gegengehalten und dem Favoriten mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung einen Satz abgetrotzt. Nun heißt es ordentlich trainieren, und das hoffentlich mit besserer Mannschaftsstärke als in der letzten Woche, um auch wieder spielnahe Situationen auf dem Feld üben zu können. Am nächsten Samstag trifft der BBSC um 19 Uhr auf Allbau Essen“.

Zur Berliner MVP wählte der Leverkusener Trainer Außenangreiferin Annalena Grätz.

Für den BBSC im Einsatz: Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Kommentar zur Krisen-Pressekonferenz von Hertha BSC

29. Januar 2023: Für nicht angebracht halte ich es, wenn ein Verein sportlich so am Boden liegt, dann auch noch ordentlich draufzuhauen. In Vorahnung der Dinge, den jetzigen VfB Stuttgart-Trainer fanden viele in Berlin gar nicht so schlecht. Nach der 0:5 Heimpleite gegen Wolfsburg und der neuerlichen 0:2 Niederlage im Stadtderby kommentierte ich in meinem letzten Artikel, behutsam zwischen den Zeilen, den Quotenunterschied zwischen Trainer Sandro Schwarz und Bruno Labbadia. Mir war klar, bei Hertha muss etwas geschehen. In solchen Fällen ist zu 90 % das schwächste Glied, der Trainer, der gehen darf. Bei Hertha bekam und bekommt(?) Sandro Schwarz eine Beschäftigungsgarantie. Gefeuert wurde, Fredi Bobic, der den Trainer verpflichtete. Dem Verein wird diese Entlassung, nicht weniger kosten, als der Rauswurf eines Trainers, vielleicht sogar mehr. Während auch Bobics Mitstreiter Sebastian Zelichowski (Technischer Direktor) und Thomas Westphal (Teammanager) gehen müssen, bleibt Kaderplaner Dirk Dufner an Bord.

Die auf dem Podium Platz genommenen Verantwortlichen, Präsident Kay Bernstein, Aufsichtsrat-Vorsitzender Klaus Brüggemann, Thomas E. Herrich und Neu-Sportdirektor Benjamin Weber, bekundeten, diese Maßnahme wurde einstimmig getroffen. Das mehrmalige Betonen, die Trennung sei keineswegs gegen Bobic gerichtet, wirft natürlich viele Fragen auf. Erstaunlich die Aussage, Bobic wäre auch entlassen worden, wenn das Derby siegreich für Hertha ausgegangen wäre. Wenn die Maßnahme nicht gegen den entlassenen Sportdirektor gerichtet war, gegen wen war sie denn, zumal so einstimmig, immer wieder von Präsidium und Aufsichtsrat betont? Soetwas muss im Hinterstübchen gründlich vorbereitet werden. Kay Bernstein: „Keiner steckte etwas durch“. Da muss sich ja in den nächsten Tagen entscheidendes tun. Hertha dürfte nicht zur Ruhe kommen.

Die Übereinstimmung der Verantwortlichen ist natürlich enorm wichtig. Erst recht in Verbindung mit den Aussagen, für kostspielige Neuverpflichtungen aktuell keine Mittel und auch keine neuen Gelder in Erwartung zu haben. Um den Abstieg zu verhindern, reicht erfahrungsgemäß Herzblut allein nicht. Hertha-Ikone Zecke Neuendorf wird als Bindeglied zwischen designiertem Sportdirektor Weber zur Mannschaft zukünftig Verantwortung übernehmen. Na dann berate mal Trainer Sandro Schwarz nach den drei blamablen Niederlagen in Folge richtig. Wenn gegen Eintracht Frankfurt auch wieder verloren werden sollte, bricht die Mannschaft, die es nicht mehr ist, mit Abwanderungsgedanken ganz auseinander. So zumindest, ist zu befürchten. Bis 15. März sind seitens Hertha die Lizenzunterlagen, sowohl für die erste als auch für die zweite Liga einzureichen. Und wann schließt das Transferfenster? In zwei Tagen.

Christian Zschiedrich

Siegesserie der Eisbären gerissen – Niederlage in der Overtime

Der Spielplan sorgte für ein zweimaliges Aufeinandertreffen der Eisbären mit den Kölner Haien im Januar. Das erste Heimspiel am 4. Januar 2023 konnten die Eisbären knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Dieses Ergebnis war der Zwischenstand nach zwei gespielten Dritteln.

Das erste Tor im Spiel erzielten die Kölner. In der 9. Spielminute überwand David McIntyre den Eisbären Goalie Juho Markkanen. Es dauerte bis zur 17. Minute, da besorgte Frank Mauer den Ausgleich für die Hausherren. Beide Teams hatten nichts zu verschenken. Die Eisbären haben die Pre Playoffs wieder in Sichtweite und für die Kölner ist sogar noch die direkte Qualifikation für das Viertelfinale drin.

Ihr ansteigende Form konnten die Eisbären auch in diesem Spiel nachweisen. Der Mittelabschnitt ging mit 2:1 an die Eisbären. Marcel Noebels besorgte in der 22. Minute den Führungstreffer für die Eisbären. Den Kölnern gelang in der 33. Minute durch Ex-Eisbär Landon Ferraro der Ausgleich. Auf das Powerplay der Eisbären war Verlass. Giovanni Fiore vollendete eine Passkombination zur Führung.

Die Kölner waren ein harter Brocken, verteidigten geschickt und trugen gefährliche Angriffe vor. In der 45. Minute gelang einem anderen Ex-Eisbären, Darin Olver der erneute Ausgleich. Trotz einiger Chancen gelang keinem Team der spielentscheidende Treffer.

Die Entscheidung wurde vertagt. In der Overtime fiel die Entscheidung zugunsten der Kölner. Der Torschütze für war Nicolas Bailen. Es wurde nur ein Punkt für die Eisbären. Vielleicht wird er noch wertvoll.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL

46. Spieltag 27.01.2023 19:300 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 3:4 n. V. (1:1, 2:1, 0:1, 0:1)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – J. Müller, Ellis (A); F. Hördler (C), Mik; Melchiori, Nowak; Roßmy – White, Boychuk, Fiore; Veilleux, Regin, Mauer; Noebels, Pföderl, Clark; Heim, Zerter-Gossage, Wiederer (A) – Trainer: Serge Aubin
  • Kölner Haie: Pantkowski (Lunemann) – Austin, Sennhenn; Stanton, Bailen; M. Müller, Dietz; Glötzl – Baptiste, Matsumoto, Ferraro; Kammerer, Aubry, Thuresson; Olver, McIntyre, Bast; Proft, van Calster, Üffing – Trainer: Uwe Krupp

Tore

  • 0:1 – 08:49 – McIntyre (Olver) – EQ
  • 1:1 – 16:32 – Mauer (Veilleux) – EQ
  • 2:1 – 21:26 – Noebels (Pföderl, Clark) – EQ
  • 2:2 – 33:17 – Ferraro (Baptiste) – EQ
  • 3:2 – 34:42 – Fiore (White, Ellis) – PP1
  • 3:3 – 44:22 – Olver (McIntyre, Bast) – EQ
  • 3:4 – 62:57 – Bailen (Kammerer, Ferraro) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 2 (2, 0, 0, 0) Minuten
  • Kölner Haie: 6 (0, 4, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter

  • Sean MacFarlane, Eduards Odins (Nikolaj Ponomarjow, Marcus Höfer)

Zuschauer

  • 13.828