Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin ohne Schlussfortune in Bonn

Fortuna Bonn – BBSC Berlin        3:1 (-13, 22, 23, 21)

Ohne einen Punktgewinn kehrten die Damen des BBSC Berlin von der letzten Dienstreise der Saison aus dem Rheinland zurück.

Neben den üblichen Langzeitverletzten und -kranken fiel neben Antonia Lutz am Samstagmorgen auch Trainer Ole Schröter coronabedingt aus. Co-Trainer Ronny Kunze hat daraufhin die Mannschaft – in Details telefonisch abgestimmt mit Ole Schröter – in Bonn gecoacht.

Volleyball-Damen des BBSC Saison 2021/22 Foto: © BBSC Berlin

Vom spielerischen her hatte Bonn im 1. Satz keinen guten Start erwischt. Der BBSC dagegen spielte sehr konsequent und fehlerarm, was wirklich guten Volleyball auf das Spielfeld zauberte. In den Folgesätzen drehte sich das Spiel völlig: Während Bonn im Angesicht der Tabellensituation (nur mit einem Sieg war der 12. Tabellenplatz gesichert) und angefeuert durch das Publikum die Eigenfehler minimierte, unterliefen den Berlinerinnen zu häufig ungewünschte Schnitzer in ihren Aktionen. Der Siegeswille der Bonner war jedenfalls an diesem Nachmittag größer als der der Gäste – im Resultat stand ein verdienter Heimsieg der Rheinländerinnen.

So steht am Ende der Saison ein 8. Tabellenplatz auf der Habenseite der Berlinerinnen. „Zufrieden bin ich damit nicht so recht“ erläutert Berlins Trainer Ole Schröter. Zwar hätten verschiedene äußere Faktoren wie die Verletzungsserie und Coronaerkrankungen bzw. -Quarantäne extrem auf die Mannschaft eingewirkt. „Aber trotzdem glaube ich, dass wir noch ein bisschen mehr hätten erreichen können. In einigen Spielen haben wir ein ausgesprochen gutes Niveau gezeigt. Wenn wir zum Beispiel auf die Pokalspiele zu Hause gegen Leverkusen und gegen Stuttgart sowie in der Liga vor 14 Tagen gegen Stralsund zurückschauen – das waren schon richtig Klasse-Partien. Und ich bin sicher, dass sich unsere treuen Fans gerne an solche Höhepunkte erinnern. Dieses Niveau konnten wir leider nicht immer halten. Das ist schade, aber wahrscheinlich auch eine Konsequenz des begrenzten Kaders, der bei Erkrankungen und Verletzungen an die Grenzen des Machbaren kommt.“

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC ohne sechs Spiel vier

Mit einem erfolgreichen Wochenende trotz widriger Bedingungen geht der BBSC in die Schlussphase der Liga. Einer Heimniederlage gegen den Tabellenfünften Emlichheim mit 1:3 (25,-24,-19,-16) am Samstagabend folgte am Sonntagnachmittag ein etwas unerwartet klarer 3:0 Sieg gegen den ETV Hamburg (18,22,17).

Die Berlinerinnen gingen ohne sechs Stammspielerinnen in den Doppelspieltag. Verletzungen und Corona hatten einträchtig dafür gesorgt, dass außerhalb des Mottos „Macht das Beste daraus“ nicht viel Spielraum bestand. Der Verein behalf sich mit drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft: Alina Gottlebe-Fröhlich, Linda Bröske und Samantha Gneckow unterstützten das Zweitliga Team. Alina und Linda ist das Spielgeschehen in der 2. Bundesliga aus früheren Jahren durchaus gut bekannt, wenngleich die Zweitligaeinsätze Lindas noch im KSC-Trikot erfolgten. Der während der Spiele kaum zu verändernde Stammsechser definierte sich leicht über die vorhandenen einsatzfähigen Kräfte mit Vogel (Z), Grätz und Gottlebe-Fröhlich (AA), Lutz (Diagonal), Haferkamp und Bröske (MB) sowie Morgenroth (L).

Im Spiel gegen den SC Union Emlichheim entwickelte sich zunächst ein selten gesehenes Spiel mit außergewöhnlich vielen Ablegebällen durch den Berliner Angriff – zunächst sehr erfolgreich, doch gegen Ende des zweiten Satzes bekam die Emlichheimer Abwehr die Berliner Aktionen in Griff, stellte sich darauf ein und fischte die Angriffe gekonnt weg. Im gleichen Moment, in dem sich die Gäste-Abwehr auf die Berliner Angriffe eingestellt hatte, funktionierte dann auch die Annahme bei den Gästen und das nachfolgende Spiel über die Mittelblockerinnen bestens. Immer wieder wurden diese von der Zuspielerin mit kurzen Bällen in Szene gesetzt und punkteten zuverlässig. Das junge Team von der niederländischen Grenze überzeugte im folgenden mit einem kämpferisch starken, aber auch taktisch cleveren Spiel. Die Berlinerinnen bissen sich im dritten und vierten Satz an Block und Abwehrarbeit der Grafschafter die Zähne aus, während sie den Angriffen gerade über den Mittelblock trotz allem großartigen Einsatz wenig entgegenzusetzen hatten. Trainer Schröter analysierte: „Zwei Sätze konnten wir in diesem abwehrlastigen Vergleich die Mittelblockerinnen aus dem Spiel halten, dann setzte sich die Klasse der Gäste durch.“

Die MVP-Ehrungen des Samstags gingen an Paula Morgenroth (BBSC) sowie Ina Gosen (Emlichheim).

Nach dem kräftezehrenden Samstagspiel stellte sich die Frage, wie das Team nur 21 Stunden später gegen Hamburg auftreten kann. Ein völlig anderes Spiel eröffnete sich den Zuschauern gegen den ETV. Die Gäste – im Aufgebot auch noch durch Corona Fälle gekennzeichnet – fanden während des Spiels nie in den Rhythmus und die Sicherheit, die ihnen einen Spielerfolg gebracht hätte. Immer wieder individuelle Fehler und Unsicherheiten von Annahme bis Angriff brachten letztendlich den Spielvorteil auf die Berliner Seite. Bei den Aufschlägen schafft es der BBSC, die Annahme so unter Druck zu setzen, dass die Gäste eher über die besser zu verteidigenden Außenpositionen angreifen mussten. Die Berliner Abwehr hatte sich nach dem Samstagspiel auch im Zusammenspiel noch einmal deutlich stabilisiert und war besser abgestimmt, die Angriffe wurden über alle Positionen und immer wieder so druckvoll vorgetragen, dass Hamburg keine Antwort mehr fand.

Trainer Schröter sah das Spiel als „schönen Abschluss eines kräftezehrenden Wochenendes“ an und betonte, unter welch ungünstigen personellen Voraussetzungen das Team gespielt habe. „Für alle Mitwirkenden: Vier Sätze unter diesen Bedingungen geholt, das ist schon eine starke Leistung!“

Die MVP-Medaillen des Sonntags gingen an Antonia Lutz (Berlin) sowie Jana-Marie Meiser (ETV).

Für den BBSC geht es am kommenden Sonntag in Leverkusen in der Liga weiter, ehe am 9. April die Wildcats Stralsund in Berlin aufschlagen.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Samantha Gneckow, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Linda Bröske, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

BBSC – perfekter Saisonstart

Der BBSC startete perfekt in die Saison 2021/22: Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Oythe folgte am Samstag bei der Heimspielpremiere erstmalig vor Zuschauern nach fast einem Jahr der 3:0-Erfolg gegen Blau-Weiß Dingden.

Dingden kam im 1. Satz etwas verspätet in den für die Mannschaft typischen Rhythmus – der BBSC konnte bis zum 23:18 souverän agieren und fleißig Punkte sammeln. Erst zum Satzende starteten die Gäste die Aufholjagd, aber der BBSC holte sich noch knapp den Satz mit 25:23.

Ab dem Ende des 1. Satzes entwickelte sich ein für Zweitligaverhältnisse wirklich ansprechendes Spiel beider Seiten mit vielen langen Ballwechseln, die das Publikum begeisterten. Beide Teams haben zum am 2. Spieltag eine Feldabwehrarbeit präsentiert, die durchaus Fundament für die weitere Saison sein kann. Immer wieder wurden aufmerksam die Angriffe der gegnerischen Seite noch vom Boden gekratzt oder in der Luft entschärft. So macht Volleyball Spaß – das war das einhellige Stimmungsbild unter den Zuschauern. Dabei zeigten sich die Berlinerinnen in ihrem Spiel mannschaftlich ausgesprochen geschlossen und letztendlich in den Angriffen und Aufschlägen einen Tick genauer und abgezockter. Auch die Neuzugänge Katharina Haferkamp und Anna Leweling fielen mit der einen oder anderen unorthodoxen Aktion und einem feinen Händchen bei Angriffsschlägen positiv auf. So gingen auch die Sätze 2 und 3 an die Berlinerinnen, obwohl sich die Gäste nie aufgaben und durchgängig gut gegenhielten.

Berlins Trainer Ole Schröter freute sich über den gelungenen Saisonstart und lobte sein Team „vor allem für die durchgängig gezeigte Konzentration und mannschaftschaftliche Geschlossenheit“. Kapitänin Katharina Kummer ergänzte, dass der Beifall des Publikums, überhaupt die Interaktion mit der Stimmung auf den Rängen auch dazu beigetragen habe, dass die Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt habe. „Da spürte man, wie stark die schrittweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen uns auch unterstützen kann.“

Auf Berliner Seite erhielt Annika Kummer ihre erste MVP-Ehrung der Saison und führte damit die Tradition der letzten Saison fort.

Am kommenden Wochenende, 25. September, geht es für das Team von Trainer Schröter in das sauerländische Sorpesee. Das nächste Spiel in Berlin folgt dann auch auswärts, wenn der BBSC am Donnerstag, dem 30. September 2021, beim VC Olympia im Sportforum antritt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC – drei Spiele an sechs Tagen

Nachdem am Dienstag, 16. März der BBSC beim VCO bereits 3:1 gewonnen hatte, folgen am Wochenende mit den Heimspielen gegen Dingden und Borken 2 Spiele gegen Hochkaräter in der Hämmerlinghalle. Das Dienstagspiel gestaltete der BBSC mit klarer Dominanz gegen die VCO-Talente. Mit 25:12,23:25, 25:15 und 25:10 ließ man den jungen Spielerinnen kaum Erfolgserlebnisse. Die klaren Satzgewinne zeigen auch, dass der BBSC das Spiel wirklich ernst genommen hat und fast durchgängig dem Spiel den Stempel aufdrückte. Zu allem Überfluss verletzte sich die mittlerweile dritte BBSC-Mittelblockerin: nach Antonia Lutz (Knie) und Marie Dreblow (Fingerbruch) musste am Dienstag Antonia Heinze verletzt vom Feld. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche an alle – werdet bald wieder fit! Die verwaiste Position im Mittelblock wurde ab dem 3. Satz von Isabel Böttcher eingenommen, die sich auf der etwas ungewohnten Position gut geschlagen hat.

Am Samstag, 20. März trifft der BBSC um 18:00 Uhr – wie nunmehr durchgängig ohne Zuschauer – auf die es Skurios Volleys Borken, die in der Tabelle vor dem BBSC rangieren. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zum Saisonbeginn (der BBSC hat noch gute Erinnerungen an den überraschenden 3:0-Auswärtserfolg am 2. Spieltag) und nachfolgender langer Coronapause hat sich das Team von Trainer Liu (mehr als 200 Spiele für das chinesische Nationalteam und Olympiaachter 1984) aufgemacht, einen dem erfahrenen und hochqualitativen Aufgebot standesgemäßen Tabellenrang einzunehmen. Acht Spielerinnen des letztjährigen Tabellenvierten sind auch diese Saison wieder dabei – unter ihnen die durchschlagkräftige 2009er Juniorinnennationalspielerin Sina Kostorz. Als Zugänge verzeichnete der westmünsterländer Club unter anderem zwei Spielerinnen aus der letztjährigen Erstligamannschaft des USC Münster.

Die Gäste aus Dingden – am Sonntag, 21. März um 15:00 Uhr zu Gast – können auf ein eingespieltes Team setzen, das seit Jahren eine fantastische Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Es ist sehr beeindruckend, wie die Dingdener immer wieder Spielerinnen aus ihren Reihen für die 2. Liga aufbauen können. Auch dieser Saison hatte der Nachwuchs wieder an die Tür der 2. Liga geklopft. Ein 14-jähriges Talent feierte Liga-Premiere im Spiel gegen Hamburg. Die hohe Bindung an das heimatliche Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist auch das Grundgerüst der Mannschaft aus der letzten Saison geblieben. Nur eine Spielerin hat ihre Karriere beendet. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der schon die Niederländische U17-Nationalmannschaft betreut hat. Vor wenigen Wochen unterlag der BBSC beim jetzigen Tabellenfünften in Dingden noch 1:3.

Für den BBSC stellen die Spiele am Wochenende eine anspruchsvolle Standortüberprüfung dar. Ausgehend von den durch Verletzungen begrenzten Möglichkeiten heißt es für die Mannschaft, konzentriert und mit Berliner Kampfgeist aufzutreten. Das Publikum ist vom Besuch der Halle zwar noch ausgeschlossen, kann die Spiele jedoch über die Sporttotal-Liveübertragung am heimischen PC oder Mobilgerät verfolgen und sich so auf dem Laufenden halten.

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll