Gelungenes Comeback im Volleyballtempel

Zurück in der Volleyball-Bundesliga, zurück vor heimischem Publikum: Rund 800 Fans bejubelten zum Heimauftakt am Samstag (17. Okt) einen 3:0-Erfolg (25:22, 25:16, 25:23) der Berlin Recycling Volleys über die SWD powervolleys Düren. Topscorer wurde, wie schon beim Supercup, Neuzugang Timothée Carle (16 Punkte), für die Gäste punktete Diagonalangreifer Sebastián Gevert am häufigsten (10).

Zwar feierte Diagonalangreifer Davy Moraes sein Debüt für die BR Volleys, dafür musste Coach Cedric Enard zum Bundesliga-Start allerdings auf Außenangreifer Robin Baghdady verzichten, der sich im Abschlusstraining am Freitag eine Wadenverletzung (Flüssigkeit in der rechten Wade) zuzog und damit vorerst ausfällt. Enard beobachtete einen spannenden, leidenschaftlich geführten ersten Satz, in dem lange das eingespielte Dürener Team den Takt vorgab: Erst zum Ende des ersten Durchgangs fanden die Berliner im Angriff Mittel gegen die bekannte Blockstärke der Gäste. Statt von der noch zu hohen Eigenfehlerquote der Hauptstädter zu profitieren, sorgte ein eigener Fehler von Sebastián Gevert schließlich für den Satzgewinn der BR Volleys (25:22).

Die rund 800 Zuschauer und Zuschauerinnen sorgten weiter für prächtige Stimmung, die nun mit einem ganz starken Auftritt der Berliner Mannschaft belohnt wurde. Der eingewechselte Benjamin Patch sorgte mit einer Aufschlagserie für die frühe Vorentscheidung im zweiten Durchgang (17:10), den die Männer in Orange souverän nachhause brachten. Es blieb dem späteren Topscorer Timothée Carle (16 Punkte) überlassen, den Satzball zur 2:0-Führung zu verwandeln (25:16).

Deswegen steckte das Team von Rafal Murczkiewicz aber lange noch nicht auf und warf angesichts der drohenden Niederlage noch einmal alles in die Waagschale. Ein weiteres Ass von Patch und ein aufmerksamer Julian Zenger in der Abwehr sorgten in der Endphase des dritten Durchgangs aber dafür, dass das Spiel nicht noch einmal kippte. Weil Tomas Kocian schlussendlich einen Aufschlag hinter die Linie setzte, ging der Sieg mit 3:0 an die Hauptstädter. Auf Berliner Seite wurde Libero Zenger zum „Most Valuable Player“ gekürt, die silberne Medaille ging an Kocian.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Ich war vor dem Spiel mega aufgeregt. Ich kannte die Atmosphäre der BR Volleys-Heimspiele sonst nur vom Zuschauen. Trotz der Umstände hat es sehr viel Spaß gemacht, da freue ich mich auf mehr. In der Vorbereitung und im Supercup lief nicht alles gut, dafür hat heute schon wieder viel mehr geklappt. Insgesamt machen wir zu viele Fehler im Aufschlag und müssen mehr Punkte aus der Block-Feldbwehr machen. Dass Sergey heute Lust hatte, viel über die Mitte zu spielen, nehme ich natürlich dankend an. Mit so einem gestandenen Profi als Zuspieler macht der Angriff nochmal deutlich mehr Spaß, wir verstehen uns ziemlich gut.“

Julian Zenger: „Ich war überrascht, wie gut die Stimmung trotz der Umstände war. Das macht auf jeden Fall deutlich mehr Spaß, als vor einer Geisterkulisse zu spielen. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Es gibt zwar weiterhin einige Elemente, die sehr gut funktionieren, und andere, an denen wir noch arbeiten müssen, aber das war schon ein Schritt nach vorne.“

Kaweh Niroomand: „In den Bereichen, in denen wir uns verbessern wollten, habe ich heute einen Fortschritt gesehen. Mir gefällt das Grundgerüst der Mannschaft, das funktioniert. Der Aufschlag wird immer besser, Tuia übernimmt viel Verantwortung in der Annahme und Patch hat dem Team nach seiner Einwechslung viel Stabilität verliehen. Die Eigenfehlerquote bleibt zu hoch, aber das ist nur über viel Spielpraxis abstellbar. Alles andere sah schon sehr stabil aus, aber wir befinden uns erst am Anfang einer langen Wegstrecke.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Benjamin Patch

Topwerte
Carle 16 Punkte, 3 Blocks | Patch 14 Punkte, 3 Asse| Brehme 12 Punkte, 1 Ass

Nächstes Heimspiel
14. November | 18.30 Uhr | vs. Helios Grizzlys Giesen

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

BR Volleys – Grankin übernimmt das Kapitänsamt

Sergey Grankin hat im internationalen Volleyball alles gesehen und nahezu jedes große Finale gespielt. Diese geballte Erfahrung soll der Russe bei den BR Volleys zukünftig noch stärker einbringen und so wird er die Berliner in der Saison 2020/21 als Kapitän auf das Spielfeld führen, erstmals am Sonntag (11. Okt) beim Supercup in Frankfurt und dann sechs Tage später (17. Okt) im Volleyballtempel zum Heimauftakt gegen die SWD powervolleys Düren.

Auf dem Court ist Sergey Grankin der Mann für die besonderen Momente. Seitdem der 35-Jährige im Januar 2019 nach Berlin kam, gibt er den Takt im Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters vor. Zu Beginn abseits des Parketts noch zurückhaltend ist der Russe inzwischen längst aufgetaut, hat sein Englisch verbessert und zählt zu den Wortführern der Mannschaft. Aus diesen Gründen hat Trainer Cedric Enard ihn nun als Kapitän auserkoren. Der 259-fache russische Nationalspieler übernimmt das Amt von Moritz Reichert, mit dem er im Februar auf dem Siegerpodest in der Mannheimer SAP Arena noch gemeinsam die DVV-Pokaltrophäe in die Höhe streckte.

„Sergey ist mit seiner Erfahrung und seiner Vita prädestiniert für diese wichtige Aufgabe. Er genießt in der Mannschaft, aber auch bei den Gegnern große Anerkennung“, begründet Enard seine Wahl. Die Berliner Nummer Sechs reiht sich damit in die Liste bekannter Spielerpersönlichkeiten ein, welche die Berlin Recycling Volleys in den vergangenen Jahren anführten. Vor Reichert waren dies Sebastian Kühner (2018/2019), Robert Kromm (2015-2018) und Scott Touzinsky (2012-2015). Der Amtsnachfolger kennt das Anforderungsprofil für einen Mannschaftskapitän bestens: „Ich weiß, was von mir in dieser wichtigen Position erwartet wird. Bei Dynamo Moskau war ich viele Jahre der Spielführer. Zuallererst möchte ich aber weiterhin sportlich überzeugen.“

Auch für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Grankin die logische und richtige Wahl: „Sergey ist hier bei uns in Berlin angekommen und fühlt sich wohl. Mit Leistung ging er von Anfang an voran. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, noch mehr Verantwortung zu tragen.“ Mit dem obligatorischen Strich unter der Trikotnummer besitzt der Zuspieler nun auch die Legitimation, während des Matches verstärkt Kontakt zum Schiedsrichter aufzunehmen. In der jüngeren Vergangenheit handelte sich der Russe im Eifer des Gefechts dafür schon die eine oder andere gelbe Karte ein.

Unterstützt wird Grankin in dieser neuen Funktion von seinem Zuspielkollegen Pierre Pujol. Der 36-jährige Franzose übernimmt das Amt des Vize-Kapitäns. Coach Enard erklärt diese Entscheidung wie folgt: „Pierre ist nicht minder qualifiziert und auf diese Weise steht immer eine Führungsfigur auf dem Spielfeld.“ Grankin freut sich, dass er von seinem Freund Pujol begleitet wird: „Ich verstehe mich ganz wunderbar mit Pierre. Gemeinsam werden wir das gut managen.“

Seinen ersten offiziellen Auftritt in neuer Rolle hat Grankin schon vor dem Pflichtspielauftakt am Sonntag in der Frankfurter Fraport Arena, wo der erste Titel der Saison vergeben wird.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

BR Volleys Pokalsieger 2020

Es ist vollbracht: Die Berlin Recycling Volleys sind zum fünften Mal DVV-Pokalsieger. In beeindruckender Manier sicherte sich der amtierende Deutsche Meister und Supercup-Gewinner auch den ersten Titel des neuen Jahrzehnts. Mit 3:0 (25:12, 25:18, 25:22) setzten sich die Berliner vor 10.689 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena gegen die SWD powervolleys Düren durch und gingen anschließend zur Jubelarie über.

Pünktlich zu diesem Endspiel kehrte Kapitän Moritz Reichert, der zuletzt nur von der Ersatzbank kam, in die Startaufstellung des Deutschen Meisters zurück und sollte es gemeinsam mit Jeffrey Jendryk, Nicolas Le Goff, Sergey Grankin, Benjamin Patch, Samuel Tuia und Libero Julian Zenger in Mannheim richten. Das erste Ausrufezeichen dieses Finals setzte Zuspieler Grankin mit einem spektakulären Block gegen Björn Andrae und direkt im Anschluss ließ Ben Patch ein Ass folgen (7:3). Eine Aufschlagserie von Reichert sowie die Blockstärke von Tuia und Jendryk stellte die Weichen deutlich auf Satzgewinn (16:7). Die Berliner zeigten ihre ganze Stärke in Aufschlag, Block und Angriff und entschieden den Auftaktsatz klar und deutlich mit 25:12 für sich.

Grankin eröffnete Satz zwei mit einer gekonnten Zuspielfinte und das Team aus der Hauptstadt gab weiter den Takt vor (8:6). Der leuchtende orange Fanblock der Berliner trieb die Mannschaft von Cedric Enard zu einer 82 % Angriffsquote (!) in diesem Durchgang. Auch die Achse Grankin-Patch funktionierte nun perfekt und die BR Volleys zogen auf 19:13 davon. Jendryk sorgte per Schnellangriff schließlich für die 2:0-Satzführung (25:18).

Düren konnte nun zulegen, aber die Berliner hielten mit konstant gutem Service von Tuia Schritt (5:5, 12:12). Wieder war es Patch, der für die Männer in Orange die wichtigen Punkte verbuchte (18:16). Die Powervolleys konnten die Annahme gegen Grankins Aufschläge nicht mehr halten und beim Zwischenstand von 21:17 konnte man sich im Fanblock allmählich auf den Siegerjubel in schwarz-orange einstellen. Ein Aufschlagfehler des Ex-Berliners Egor Bogachev machte die BR Volleys zum Pokalsieger 2020 (25:22). Letztlich griffen die Berliner mit 71 % Erfolgsquote an, setzten sieben Blocks und schlugen fünf Asse. Neben einem überragenden Sergey Grankin wurde Benjamin Patch mit 13 Punkten Topscorer.

Stimmen zum Spiel
Sergey Grankin: „Wir legen seit dem Jahreswechsel eine großartige Energie aufs Feld und heute haben wir es bis zum Ende durchgezogen. Es war eine ganz starke Mannschaftsleistung und mit dieser haben wir uns den Titel absolut verdient. Dieser Pokalsieg ist überragend, aber jetzt will ich auch den Hattrick aus Supercup, Pokal und Meisterschaft!“
Kaweh Niroomand: „Wir haben vom ersten Punkt an gezeigt, dass wir dieses Finale unbedingt für uns entscheiden wollen. Die Mannschaft hat in eindrucksvoller Manier sofort die mentale Hoheit gewonnen. Dazu haben Sergey und Moritz das Team überragend angeführt. Für uns ist ein solcher Titel einfach Goldwert, weil er unsere Marke nach vorn bringt. Wir wissen noch nicht, wie und wo, aber jetzt wird gefeiert!“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Kyle Ensing

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier


BR Volleys im Pokalfinale – Interview mit Kaweh Niroomand

Vor dem Endspiel am Sonntag, 16.02.2020 in Mannheim gegen die SWD powervolleys aus Düren zieht BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand eine erste Bilanz des Saisonverlaufs und beschreibt, was der fünfte Pokalerfolg für den Verein bedeuten würde.

Kaweh, die Mannschaft hat national noch kein Match verloren, führt die Bundesliga-Tabelle an und steht am Sonntag im Pokalfinale. Da kann das Zwischenfazit vor dem Endspiel in Mannheim doch nur positiv ausfallen, oder?
Kaweh Niroomand: „Bisher können wir mit dem Saisonverlauf zufrieden sein. Eine derartige Serie haben wir in den nationalen Wettbewerben meines Wissens noch nie erreicht. Aber: Noch haben wir keinen der großen Titel gewonnen. Der Supercup-Erfolg war ein schönes Erlebnis, hat aber letztlich nicht den Stellenwert eines Pokalfinals. Am Sonntag zählt es. Danach können wir sagen, ob es bis hierhin eine ordentliche oder eine sehr gute Spielzeit war. Perfekt kann die Saison leider nicht mehr werden, hierfür hat mich unser Abschneiden in der CEV Champions League doch zu sehr enttäuscht. Wir hatten natürlich eine extrem schwierige Auslosung, aber ich habe unserer Mannschaft auch in dieser Gruppe etwas mehr zugetraut. Dafür hätten wir nach dem starken Auftaktsieg gegen Ljubljana jedoch im Rhythmus bleiben müssen. Stattdessen haben uns die Ausfälle von Ben, Samu und auch Nicolas aus der Erfolgsspur gebracht. Das hat uns vor Weihnachten zurückgeworfen und ist jetzt im Nachgang schon ziemlich ärgerlich.“

Du warst mit dem Team zuletzt in Ljubljana auf Champions-League-Reise. Wie hast Du die Atmosphäre in der Mannschaft vor dem Finale wahrgenommen?
Niroomand: „Obwohl wir mit dem Punktverlust nach zwei Sätzen rechnerisch bereits ausgeschieden waren, hat das Team eine gute Mentalität bewiesen. Die erste Sechs war an diesem Tag nicht voll da, aber die Spieler von der Bank haben mit einem unheimlichen Ehrgeiz das Match gedreht. Georg hat sich ein besonderes Lob verdient. Auch Pierre und Moritz haben ihre Ärmel hochgekrempelt und stark gespielt. Und Ljubljana ist ganz gewiss keine internationale Laufkundschaft. Einen solchen 0:2-Rückstand auswärts in der Champions League zu drehen, ist eindrucksvoll und zeigt, dass es in der Mannschaft stimmt. Die Atmosphäre ist also positiv.“

War diese Steigerung gegen Ljubljana auch ein Fingerzeig für Mannheim?
Niroomand: „Wie sagt man im Sport so schön: Es ist ein neues Spiel. Und das stimmt auch wirklich. Ein Finale um einen Titel vor mehr als 10.000 Zuschauern kann man damit nicht vergleichen. Mit dieser Drucksituation umzugehen, ist eine ganz andere Herausforderung.“

Welche Bedeutung hätte ein fünfter Pokaltitel für den Verein?
Niroomand: „Die Strahlkraft eines Pokalfinals ist riesig. Es schafft Öffentlichkeit, Aufmerksamkeit und damit Reichweite. Beispielsweise durch die TV-Live-Übertragung auf SPORT1 am Sonntagnachmittag. Ein besseres Marketing kann man als Verein kaum bekommen, deshalb sind wir glücklich, nach drei Jahren wieder dabei sein zu dürfen. Es ist auch für den Verband und die Liga immer wieder ein Prestigeprojekt. Da hört man gern, dass der Zuschauerzuspruch erneut gut ist. Für unsere Fans ist der Standort sicher nicht ideal, aber dennoch machen sich wieder viele BR Volleys Anhänger auf den weiten Weg. Dies wissen wir sehr zu schätzen! Wenn wir dann noch am Ende den Pokal holen könnten, wäre das für alle von uns eine großartige Sache. Für viele Spieler wäre es der erste Pokalerfolg, für einige sogar der erste Titel überhaupt. Unsere Mannschaft hat das ehrgeizige Ziel, solange wie nur möglich in Deutschland unbesiegt zu bleiben. Das ist zusätzlicher Ansporn.“

Wie schätzt Du den Finalgegner aus Düren ein? In der Liga fehlte es der Mannschaft zuletzt an Konstanz.
Niroomand: „Düren wurde leider von Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen. Viele, auch ich, hatten die Mannschaft vor der Saison für eine deutlich bessere Platzierung auf dem Zettel. Das hat aber für Sonntag nichts zu sagen, wenn man sich allein anschaut, wer dort für Düren alles auf dem Parkett steht. Dieses Team ist erfahren und wird ‚Sekt oder Selters‘ spielen. Wir müssen höllisch aufpassen!“

Hast Du noch einen besonderen Wunsch für Sonntag?
Niroomand: „Es wäre natürlich wunderbar, wenn wir pünktlich zu unserem nächsten Heimspiel am 15. März gegen Friedrichshafen ein neues Titelbanner in der Max-Schmeling-Halle enthüllen könnten.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

AUF NACH MANNHEIM!

Nach drei langen Jahren sind die BR Volleys zurück in Mannheim – und dort steppt der Berliner Bär! Was gäbe es Schöneres, als gemeinsam mit einem Titel in das neue Jahrzehnt zu starten?! Wer das BR Volleys Team am 16. Februar 2020 zur größten Volleyball-Party Deutschlands in der 12.000 Zuschauer fassenden SAP Arena begleiten möchte, kann sich ab sofort die Fanpakete sichern!

Das Pokalfinale von Mannheim ist Jahr für Jahr DAS Volleyball-Happening hierzulande! Zweimal kamen die BR Volleys in den Genuss, dies miterleben zu dürfen. 2016 wurde gegen Bühl der Pokalfluch gebrochen (3:0) und 2017 musste man sich Friedrichshafen geschlagen geben (1:3). Ob im Erfolgs- oder Misserfolgsfall, die BR Volleys Fans standen jedesmal voll hinter ihrem Team und darauf setzt der Hauptstadtclub auch im Jahr 2020. Dieses Mal sind die SWD powervolleys Düren um die Ex-Berliner Egor Bogachev, Björn Andrae sowie Tim Broshog die Gegner. Beide Fanlager verbindet eine enge Freundschaft, welche zusätzlich für prickelnde Atmosphäre sorgen wird. Nichtsdestotrotz wollen die Berliner den Court am 16. Februar als Sieger verlassen und streben nach dem fünften Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

Quelle: BR Volleys

BR Volleys stehen im Playoff-Halbfinale

Es ist geschafft! Mit einem Ergebnis, das abermals deutlicher klingt, als der Spielverlauf war, haben die BR Volleys die SWD powervolleys Düren zum zweiten Mal mit 3:0 (25:22, 27:25, 25:15) niedergerungen. Damit entschieden die Hauptstädter die Viertelfinalserie gegen die Rheinländer mit 2:1 für sich und treffen nun im Playoff-Halbfinale auf den Hauptrundenzweiten, die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching. Start der Serie ist schon am Mittwochabend (10. Apr um 19.00 Uhr) in Innsbruck.

Adam White hatte sich nach seinem guten Spiel in Düren einen Platz in der Startformation verdient und begann gemeinsam mit Jeffrey Jendryk, Nicolas Le Goff, Moritz Reichert, Sergey Grankin, Benjamin Patch und Libero Nicolas Rossard. Und White wurde auch in diesem Entscheidungsspiel direkt ein wichtiger Faktor im BR Volleys-Gefüge. Der Australier leistete in der Annahme ganze Arbeit und ermöglichte seinem Team so einen guten Start (3:0, 8:5). Aber beide Mannschaften lieferten im Auftaktsatz gleichermaßen überragende Statistiken in Annahme und Angriff und boten den 4.258 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch (14:11, 20:19). Die bessere Blockarbeit der Berliner machte schließlich den Unterschied und Reichert verwandelte den dritten Satzball zur 1:0-Führung (25:22).

Zu Beginn des zweiten Satzes taten sich die Berliner schwerer (4:6). Der Ausgleich gelang mit Le Goff am Service (10:10) und anschließend kochte der Volleyballtempel in jeglicher Hinsicht. Auf erstes Netzgeflüster folgte ein gellendes Pfeifkonzert gegen Kocian, der die Zuschauer gegen sich aufbrachte (13:17). Dann griff Enard zum Doppelwechsel (Kyle Russell und Sebastian Kühner kamen ins Spiel) und der schlug ein wie Kühners promptes Ass. Der Kapitän fand dann Le Goff sowie Russell und mit Jendryks Block war das Heimteam wieder dran (19:20). Zwei Andrae-Angriffe landeten im Aus (22:22) und nachdem die Berliner Glück mit einer engen Situation am Netz hatten, riss Gevert dieses beinahe ab (24:23). Nach den Reparaturarbeiten wurde Russell zum Helden und verbuchte die letzten zwei Punkte zum nächsten Satzgewinn für sich (27:25).

Wieder zurück in der ursprünglichen Formation diktierten die BR Volleys in Durchgang drei das Geschehen (8:6). Die Parallelen zum Auftaktmatch dieser Serie waren nun unverkennbar. Die Gastgeber zogen den Powervolleys mit druckvollem Service den Zahn (14:8). Als White den spektakulärsten Ballwechsel des Tages per Block gegen Gevert beendete, waren die BR Volleys endgültig auf der Siegerstraße (18:10). Der spätere MVP Kühner durfte gegen Satzende wieder ran und servierte Reichert den zweiten Matchball zum umjubelten Heimsieg (25:15).

Stellvertretend für das gesamte Team war Kühner anschließend glücklich und erleichtert. Der Kapitän bilanzierte: „Der zweite Satz war sicher entscheidend. Es war enorm wichtig, dass wir den gedreht haben. Das war so etwas wie der Todesstoß für Düren in dieser Serie. Sie haben es uns richtig schwer gemacht, Kompliment!“ Auf seine tragende Rolle in diesem spannenden Match angesprochen, sagte der Spielführer: „Als zweiter Zuspieler von der Bank zu kommen, ist für mich keine Neuheit. Die Kaderbreite ist unsere Stärke. Das habe ich schon vor Beginn der Serie gesagt. Jeder, der heute reinkam, hat wichtige Impulse gesetzt.“

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys

Mit Siegeswillen ins Entscheidungsmatch

Für die BR Volleys ist es der erwartet schwierige Weg im Playoff-Viertelfinale und dennoch werden die Hauptstädter am Sonntagabend (07. Apr um 19.00 Uhr) alles daransetzen, im Entscheidungsspiel gegen die SWD powervolleys Düren den Schritt in die nächste Runde zu schaffen. Ein vorzeitiges Ausscheiden kommt für den Titelverteidiger nicht in Frage und mit dieser Mentalität will die Mannschaft von Trainer Cedric Enard vor ihrem Heimpublikum in der Max-Schmeling-Halle auftreten.

Den BR Volleys war vor Beginn der „best of three“-Playoff-Serie klar, dass ihnen auf der anderen Netzseite jeder Menge individueller Klasse begegnen wird. Das hat sich schon in Match eins in Berlin gezeigt und am Mittwoch in Düren bestätigt. Ob der listige Zuspieler Tomas Kocian, der schlaggewaltige Diagonalangreifer Sebastian Gevert, der vielseitige Außenangreifer Romans Sauss oder die beiden routinierten Mittelblocker Michael Andrei und Tim Broshog – die Powervolleys verfügen über eine enorme Qualität. Zudem spielt der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Björn Andrae inzwischen eine Schlüsselrolle bei den Rheinländern. Der 37-jährige hielt die Annahme bisher zusammen und wurde in den entscheidenden Momenten immer wieder von Kocian gesucht – mit Erfolg, wie beim verwandelten Matchball zum Ausgleich dieser Serie zu sehen war.

Nachdem Andrae am Mittwoch den Ball zum 15:13 im Tiebreak verwandelte, stehen die Uhren nun auf null. Das weiß auch BR Volleys Kapitän Sebastian Kühner: „Wir kennen solche Matches und haben genug Spieler mit der nötigen Erfahrung für derartige Situationen im Team. Düren kann und wird am Sonntag volles Risiko gehen. Das ist natürlich eine schwierige Herausforderung für uns.“ Darauf sollte sich auch das in den letzten Jahren erfolgsverwöhnte Berliner Publikum einstellen. Einfach wird dieses Match definitiv nicht.

Die BR Volleys haben im Auftaktmatch bewiesen, dass man den Gegner dominieren kann, wenn man selbst am Limit agiert, insbesondere mit der Unterstützung des Publikums im Volleyballtempel. Die Symbiose mit den Zuschauern hat in Spiel eins hervorragend funktioniert und wird nun einmal mehr wichtig sein.

Wer von beiden Kontrahenten wird sich also zum Kreis der Halbfinalisten gesellen? In diesem befindet sich bisher nur der VfB Friedrichshafen. Alle anderen Viertelfinals (Berlin vs. Düren, Unterhaching vs. Herrsching, Lüneburg vs. Frankfurt) gehen am Wochenende in ein Entscheidungsspiel. „Genau das sind doch die Duelle, für die wir unseren Sport betreiben und lieben“, kann Kühner den Anpfiff kaum erwarten.

Nichtsdestotrotz, den BR Volleys steht ein harter Schlagabtausch über drei, vier oder sogar fünf Sätze bevor. Und bekanntermaßen kämpft es sich mit vielen Fans, die dem Team in schwierigen Situationen helfen, am besten.

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys

Die Entscheidung fällt in Berlin

Das Playoff-Viertelfinale zwischen den Berlin Recycling Volleys und den SWD powervolleys Düren spitzt sich auf ein drittes und alles entscheidendes Spiel zu. Nach der 2:3-Niederlage (22:25, 25:20, 25:20, 22:25, 13:15) der Hauptstädter am Mittwochabend im Rheinland, muss der Volleyballtempel nun noch einmal brodeln. Am Sonntag (07. Apr um 19.00 Uhr) kommt es zum Showdown in der Max-Schmeling-Halle.

Beide Teams liefen in Spiel zwei nahezu mit gleichem Personal auf. Einzig Tim Broshog meldete sich auf Dürener Seite fit und begann anstelle von Lukas Maase. Für die BR Volleys gingen wieder Sergey Grankin, Moritz Reichert, Samuel Tuia, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk, Benjamin Patch und Libero Nicolas Rossard ans Netz.

Grankin versuchte vom Start weg das zu etablieren, was im ersten Aufeinandertreffen noch nicht so funktionierte: Das Angriffsspiel über die Mittelblocker. Es entwickelte sich ein Abtasten mit wenig gelungenen Abwehraktionen (8:7). Dann patzte Tuia zweimal in der Annahme und die Berliner liefen einem Rückstand hinterher (13:16). Erst zum 19:21 setzte Grankin den ersten direkten Blockpunkt der Begegnung, doch darauf wusste Broshog gegen Patch unmittelbar im Anschluss zu antworten. Tuias wichtiger Angriff segelte ins Aus und ein Aufschlagfehler des eingewechselten Adam White brachte Düren mit 1:0 nach Sätzen in Führung (22:25).

Der Australier ersetzte im zweiten Satz früh dauerhaft Tuia und fügte sich mit zwei Punkten direkt gut ein (3:3). Die BR Volleys ließen in der Folge gute Breakchancen aus, bis Reichert aufschlug und seine Teamkollegen vorn am Netz ganze Arbeit leisteten. White blockte gegen Gevert und Grankin wehrte den Angriff des Chilenen erfolgreich ab (11:7). Berlins Zuspieler bekam nun Freude am Spiel, düpierte erst Andrei mit einem feinen Zuspiel auf Le Goff und dann war Andrae dran, gegen den der Block des Olympiasiegers stand (15:10). Die Rheinländer kamen zurück (17:16), aber dann servierte Jendryk im richtigen Moment das erste Ass der Partie (20:17). Ein weiterer Grankin-Block verschaffte Luft und nach einer Stunde stand es 1:1 nach Sätzen (25:20).

Der Spielfluss passte nun bei den Hauptstädtern. White zeigte sich in der Annahme konstant und auch Patch schraubte seine Quote in die Höhe (8:5, 15:12). Düren meldete sich abermals zurück (18:18), bevor Jendryk das nächste wichtige Ass servierte (20:18). Es kam der Moment des eingewechselten Kyle Russell, der als die Arena vom Heimteam noch einmal elektrisiert wurde, mit seinem Service den Stecker zog. Vier Satzbälle für die BR Volleys (24:19) und das 2:1 nach Sätzen waren die logische Konsequenz (25:20).

Und auch im vierten Durchgang war der Titelverteidiger zunächst zur Stelle. Zwei Blockpunkte in Folge gegen Andrae sicherten den BR Volleys den Vorteil (6:5). Düren stemmte sich noch einmal mit allem dagegen, hielt das Match offen (11:11, 16:16) und wurde belohnt. Zwischen Grankin und Georg Klein passte die Abstimmung einmal nicht und Patchs Angriff segelte ins Aus (18:21). Enard zog den nächsten Joker und der stach. Sebastian Kühner und Russell kamen per Doppelwechsel aufs Feld und der Kapitän blockte zum Ausgleich (22:22). Dann blitzte aber zweimal Andraes Klasse auf und Lacassie gelang das 2:2 (22:25).

Im Tiebreak wartete der mitgereiste „7. Mann“ lange vergeblich auf Aufschlagdruck der BR Volleys. Mit 7:8 wechselte man die Seiten und als der eingewechselte Dürener Zuspieler Brar mit seinem Service Wirkung erzielte, sahen die Hauptstädter ihre Felle davonschwimmen (11:14). Zwei Matchbälle wurden noch abgewehrt, dann machte Andrae den Heimsieg perfekt (13:15).

Nun bleiben den Berlinern vier Tage, um sich mit ihren Fans auf das Entscheidungsspiel am Sonntag einzuschwören. „Es war ein super hartes Spiel heute und, wie erwartet, ein richtiger Kampf. Wir haben viel zu viel Fehler im Aufschlag gemacht und hatten es deshalb schwer. Jetzt versuchen wir zu regenerieren und dann müssen wir es eben vor unserem Publikum am Sonntag packen“, zeigt sich Moritz Reichert kämpferisch. Sein Trainer Cedric Enard pflichtet ihm bei: „Wir haben es verpasst, die wichtigen Punktchancen zu nutzen. Düren hat ums Überleben gekämpft und war “on fire“. Nun müssen wir durchatmen und uns muss das gelingen, was wir heute vielleicht nicht ganz verdient hatten: Ein Sieg!“

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys

Chance Nummer eins

Die Kunst, mit Druck umzugehen, ist in den Playoffs oftmals entscheidend. Diese haben die BR Volleys im ersten Match der Viertelfinalserie gegen die SWD powervolleys Düren beherrscht und so nun die Last auf die Schultern der Rheinländer gepackt. Am Mittwoch (03. April um 19.00 Uhr) bietet sich den Berlinern somit in der Arena Kreis Düren die erste Gelegenheit auf den Einzug in das Playoff-Halbfinale.

Mit ihrem hart erarbeiteten 3:0-Sieg in Match eins am Freitag haben sich die BR Volleys zwei Möglichkeiten erspielt, die „best of three“-Viertelfinalserie gegen die Powervolleys für sich zu entscheiden. Im fesselnden Auftaktsatz hatte die Hausherren am Ende das berühmte Quäntchen Glück auf ihrer Seite (29:27) und auch im zweiten Durchgang war die Begegnung lange ebenso ausgeglichen wie hochklassig. Erst als Mittelblocker Jeffrey Jendryk aufdrehte, furios blockte und brandgefährlich servierte, schlug das Pendel in Richtung Berlin aus (25:19). „Den Satz hat Jeff ja fast im Alleingang gewonnen“, war sein Mitspieler Samuel Tuia noch Tage später begeistert. Mit dieser Führung im Rücken trat die Heimmannschaft in der Folge dominanter auf und siegte verdient (25:14). „Dieses Match kann auch anders laufen, aber wir haben zusammen mentale Stärke bewiesen“, spricht Tuia seinen anderen Teamkollegen ein Kompliment aus.

Wie zuvor erhofft, hatte man Dürens gefährlichsten Angreifer Sebastian Gevert im Block gut im Griff, sodass der temperamentvolle Chilene letztlich zwar auf 12 Punkte kam, aber auch ebenso viele Fehler produzierte. Der Frust der Powervolleys war im Schlussdurchgang allen voran beim Diagonalangreifer deutlich spürbar. So war über das gesamte Match gesehen Björn Andrae schließlich der konstanteste Dürener beim Playoff-Auftakt. „Mich überrascht nicht, dass Björns Erfahrung jetzt in den Playoffs gefragt ist. Er weiß, worauf es in solchen Spielen ankommt“, spürt man bei Tuia den Respekt vor seinem Freund. Beide spielten zwei Jahre lang (von 2011 bis 2013) zusammen bei Kuzbass Kemerovo in Russland und zählten beim Auftaktmatch zu den Besten ihrer jeweiligen Mannschaft.

Aber auch Tuia ist bewusst, was nun wichtig wird: „In dieser Playoff-Serie entscheidet sich ganz viel im Kopf. In Spiel eins haben wir das gut gelöst. Ich hoffe, das gelingt uns auch auswärts.“ Die BR Volleys müssen sich nach der knisternden Heimspiel-Atmosphäre in ihrem Volleyballtempel auch in Düren auf ordentlich Feuer in der Arena einstellen. „Es werden am Mittwoch erneut nur Kleinigkeiten den Unterschied machen. Düren steht jetzt unter Druck, wird aber nochmal alles in die Waagschale werfen. Darauf sind wir gefasst“, vertraut Headcoach Cedric Enard in sein Team, das sich auch im Rheinland der Unterstützung der Auswärtsgemeinde des Fanclubs „7. Mann“ sicher sein kann.

Einem möglichen Entscheidungsspiel am Sonntagabend (07. Apr um 19.00 Uhr) in heimischer Arena würden die BR Volleys gern aus dem Weg gehen.

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys

Energisch vorgelegt

Das war ein Playoff-Start nach Maß für die Berlin Recycling Volleys. In einem lange Zeit hochklassigen Spiel 1 der Viertelfinalserie gegen die SWD Powervolleys Düren gewannen die Hauptstädter am Freitagabend mit 3:0 (29:27, 25:19, 25:14). 4.562 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen einen dramatischen Auftaktsatz, welchen die Gastgeber drehen konnten und im Anschluss das Heft in die Hand nahmen.

Mit dem „Volleyball-Krieger“ Samuel Tuia, wie ihn der RBB jüngst beschrieb, setzte Cedric Enard auf geballte Emotionen gegen die Powervolleys. Der Franzose sollte zu einem der spielentscheidenden Männer werden. Gemeinsam mit dem Insulaner liefen Moritz Reichert, Benjamin Patch, Sergey Grankin, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Libero Nicolas Rossard für den Titelverteidiger von Beginn an auf.

Vom ersten Punkt an entwickelte sich ein hochklassiges Match (4:4). Düren trumpfte durch die Bank weg mit richtig gefährlichen Aufschlägen auf, die Berliner stemmten sich mit guten Blockaktionen entgegen. Wenn die Berliner gut servierten, war Dürens Annahme zur Stelle (8:11, 17:17). In der Endphase legten die Gäste dank Routinier Andrae (20:23) vor, aber die Einwechslung von Kyle Russell zum Aufschlag erwies sich als gelungener Schachzug von Enard. Aufschlag – Netzroller – Kocian auf den Kopf – so gelang der Ausgleich (23:23). Vier Satzbälle hatten die BR Volleys aber dennoch abzuwehren, bis Patch Service die Weichen auf Satzgewinn stellte und Gevert die Antenne anschlug (29:27).

Nach allein sieben Blockpunkten im ersten Satz überzeugten die Hauptstädter im zweiten Durchgang mit noch besserem Aufschlag. Allen voran Tuia verzückte die heimischen Fans mit seinen Varianten (7:4). Mitte des Spielabschnitts meldeten sich die kampfstarken Rheinländer aber zurück. An der Andrei-Andrae-Wand kam Patch nicht vorbei (14:14). Gleich viermal innerhalb kürzester Zeit war dann Jendryk im Block zur Stelle, aber auch davon ließen sich die Gäste nicht abschütteln (20:18). Erst als der US-Boy auch noch an der Aufschlaglinie glänzte und diese bis zum Satzgewinn nicht mehr verließ, konnten die knapp 4.600 Fans im Volleyballtempel durchatmen (25:19).

Und auch in Durchgang drei brach Jendryks-Service früh den Dürener Rhythmus. Mit 8:4 ging es in die erste technische Auszeit und nach der Rückkehr auf den Court blockte direkt Tuia zweimal spektakulär. Der Franzose lief nun heiß, servierte wenig später zwei weitere Asse (15:6) und der BR Volleys-Zug war nun nicht mehr zu stoppen. Hauptangreifer Gevert hatten die Hauptstädter nun endgültig entnervt und mit Patch als Topscrorer (14 Punkte) und MVP gewann man den dritten Durchgang souverän (25:14).

Cedric Enard zollte dem Kontrahenten anschließend Respekt: „Es war genau, wie wir es erwartet hatten. Wir haben zwei Sätze benötigt, um diesen richtig starken Gegner zu knacken. Sie haben lange unfassbar gut angenommen, aber im dritten Durchgang haben wir dann die Früchte für unser energisches Spiel geerntet und viele Breakpunkte erzielt. Das gesamte Team war heute klasse, aber speziell Samu ist vorangegangen und hat gezeigt, wie es geht – nämlich mit viel Emotionen. Jetzt heißt es regenerieren, vielleicht das Spiel über die Mitte weiter verbessern und am Mittwoch in Düren den nächsten harten Kampf annehmen.“ Denn der Franzose weiß, dass in dieser „best-of-three“-Serie noch längst nichts entschieden ist. Dennoch haben die Berliner am 03. April (19.00 Uhr in der Arena Kreis Düren) das erste Matchball-Spiel und dank des Erfolgs garantiert einen weiteren Heimauftritt in dieser Saison.

Quelle: Christof Bernier / BR Volleys