Heimschwäche überwunden – Eisbären besiegen Kölner Haie

Es begann wie bei fast jedem Heimspiel in dieser Saison, die Eisbären liefen einem Rückstand hinterher. In der 5. Spielminute schlossen die Gäste aus Köln einen Angriff erfolgreich ab. Luis Üffing hielt die Kelle in einen Schuss von Jonathan Matsumoto und Mathias Niederberger war geschlagen. Die Bemühungen der Eisbären diesen Zwischenstand zu begradigen waren bis zur ersten Drittelpause nicht von Erfolg gekrönt. Sie mussten vielmehr zwei Strafzeiten überstehen. So ging das Anfangsdrittel nicht ganz unverdient an die Gäste. Zudem waren die Eisbären gewarnt, die Kölner kamen mit der Empfehlung von 19 Punkten aus 10 Spielen nach Berlin. Hinter der Bande der Gäste standen mit Uwe Krupp und seinem neuen Assistenz-Trainer Clement Jordin in Berlin nicht ganz unbekannte Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte in der ersten Pause eine Menge zu kritisieren.

In dieser Drittelpause wurde es offiziell, geballte NHL-Erfahrung kommt nach Berlin. Die Fraktion der Dänen bekommt Zuwachs. Frans Nielsen spielt zukünftig für die Eisbären. Hier sind seine eindrucksvollen Zahlen, 925 NHL-Spiele für New York Islanders und die Detroit Red Wings. Insgesamt spielte er 15 Jahre in der besten Eishockey-Liga der Welt, der Mittelstürmer erzielte 167 Tore selbst und gab für 306 die Vorlage. Der inzwischen 37-Jährige will noch nicht ganz aufhören, des Geldes wegen ist er bestimmt nicht zu den Eisbären gewechselt.

Der Ausgleich fiel in der 26. Minute. Es war ein Tipp-in, Eric Mik fälschte einen Schuss von Marcel Noebels unhaltbar für Kölns Goalie Justin Pogge ab. Für den 21-jährigen Verteidiger war es sein erstes DEL-Tor. Den dazugehörigen Puck wird er sich einrahmen. Lange währte die Freude über den Ausgleich nicht, nur eine Minute später kassierten die Eisbären trotz Überzahl den erneuten Rückstand. Der Torschütze für Köln war Lucas Dumont.

In der 38. Minute drehten die Eisbären das Spiel. Im Eishockey kann das sehr schnell gehen. Zwischen dem 2:2 und der 3:2 Führung lagen nur 12 Sekunden. Stadionsprecher Uwe Schumann war noch mit der Verkündung des 2:2 beschäftigt, da klingelt es erneut. Die Torschützen in der 38. Minute waren Mat White und Kevin Clarke.

Im Schlussabschnitt schienen die Eisbären die Sache in den Griff zu bekommen. Yannick Veilleux baute die Führung aus und stellte in der 42. Minute auf 4:2. Doch geschlagen gaben sich die Kölner nicht. In der 44. Minute verkürzte Marcel Barinka auf 3:4. Es wurde wieder spannender. Ausgleich oder die Vorentscheidung, drei Tore fielen im Powerplay und diese Chance nutzten die Eisbären in der 57. Minute. Die Kölner begingen einen Wechselfehler, es war ein Spieler zu viel auf dem Eis. Die Überzahl nutzte Veilleux für seinen zweiten Treffer und damit war die Oper fast zu Ende. Nochmals Unterzahl für Köln in der Schlussminute und der erste Heimsieg der aktuellen Saison war perfekt. Ein hartes Stück Arbeit.

Hans-Peter Becker

Morgan Ellis wird ein Eisbär

Die Eisbären Berlin verstärken Ihre Defensive mit Morgan Ellis. Der Kanadier lief in der Saison 2020/21 für den ERC Ingolstadt auf. Ellis wurde im NHL Draft 2010 an Position 117 von den Montréal Canadiens ausgewählt und absolvierte für die Kanadier drei Spiele in der National Hockey League. Den Großteil seiner Profi-Karriere in Nordamerika verbrachte er in der American Hockey League, in 314 AHL-Partien kam er auf 100 Punkte (35 Tore, 65 Assists). Zur Saison 2017/18 wechselte der Rechtsschütze nach Europa in die schwedische SHL und spielte für Skelleftea AIK und Färjestadt BK, bevor er in der Folgesaison das erste Mal in der PENNY DEL auflief. Für die Kölner Haie absolvierte der Kanadier 52 Hauptrunden-sowie 11 Playoff-Partien, in denen er 38 Punkte (12 Tore, 26 Vorlagen) sammelte.

In der Hauptrunde der Saison2018/19 war Ellis torgefährlichster DEL-Verteidiger und wies die viert meisten Scorerpunkte aller Defensivspieler auf. Anschließend spielte der 29-Jährige in der Kontinental Hockey League für HK Sochi. Nachdem Ellis zu Beginn der vergangenen Spielzeit ligaintern zu Dinamo Riga gewechselt war, zog es ihn zu Saisonbeginn in die PENNY DEL zurück nach Deutschland zum ERC Ingolstadt. Dort war der Kanadier fester Bestandteil des ersten Verteidigerpaares und verbuchte in 43 Spielen fünf Tore und20 Vorlagen für die Bayern. „Meine Familie und ich sind sehr aufgeregt, ein Teil der Eisbären-Organisation zu werden. Wir können kaum erwarten, dass es losgeht“, sagt Morgan Ellis. „Ich freue mich darauf, der Mannschaft zu helfen erfolgreich zu sein und vor den unglaublichen Eisbären-Fans zu spielen.“

Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer: „Morgan Ellis ist ein starker und robuster Verteidiger. Er spielt solide und kann in allen Spielsituationen eingesetzt werden. Er kennt die PENNY DEL und hat in der letzten Saison viel Eiszeit in Ingolstadt bekommen.“Morgan Ellis erhält einen Zwei-Jahresvertrag und wird mit der Rückennummer4 auflaufen. Mit dieser Neuverpflichtung haben die Eisbären Berlin für die kommende Spielzeit 2021/22 bisher fünf Ausländerlizenzen vergeben und haben noch sechs weitere zur Verfügung. Von insgesamt elf Lizenzinhabern dürfen pro Spiel neun zeitgleich auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt und somit bei PENNY DEL Pflichtspielen eingesetzt werden.

Quelle: EHC Eisbären

Köln zum zweiten Mal besiegt

Die Kölner Haie wurden im Januar zum zweiten Mal bei den Eisbären vorstellig. Gingen in der ersten Partie die Eisbären bereits in der Anfangsminute in Führung, so war es diesmal umgekehrt. Das Tor im Spiel schossen die Kölner. Es dauerte bis zur siebenten Spielminute da netzte Marcel Müller ein. Die Schiedsrichter benötigten kurz ein Blick auf den Monitor, es war eindeutig, der Puck prallte vom hinteren Torgestänge auf das Eis zurück. Die Eisbären schlugen in der 12. Minute durch Leo Pförderl zurück, sehenswert die Vorarbeit von Lukas Reichel.

Die Kölner konnten in der 16. Minuten einen Abwehrklops der Eisbären zur erneuten Führung nutzen. Erneut war es Marcel Müller, der sich in die Torschützenliste eintrug. Was M. Müller kann ich auch, dachte sich der Schütze zum erneuten Ausgleich, Pförderl verdoppelte und glich das Spiel wieder aus. Ein Überzahlspiel ließen die Kölner vor der ersten Drittelsirene ungenutzt verstreichen.

Die Kölner präsentierten sich weiter stark, einen klaren Sieger, wie beim vorangegangenen Spiel würde es heute nicht geben. Im Tor der Kölner stand wieder Justin Pogge, der im Mittelabschnitt einiges zu halten bekam. Er wurde mit zunehmender Spieldauer zum Turm in der Schlacht. Das Drittel verging torlos.

Aufseiten der Kölner kam der Ex-Eisbär Landon Ferraro zu seinem ersten Einsatz. Die Kölner holten ihn aus der DEL 2 von Frankfurter Löwen. Er spielte in der dritten Kölner Sturmreihe. Im Schlussabschnitt drückten die Eisbären, sie schnürten die Kölner in ihrer Verteidigungszone ein, taten sich aber schwer ins Tor zu treffen. Pogge wurde mit Schüssen eingedeckt und hielt alles bis zur 51. Minute. Endlich fiel der verdiente dritte Treffer. Marcel Noebels ließ es krachen. Alles perfekt machte dann Lukas Reichel wenige Sekunden vor Ultimo. Er traf in das leere Tor. Auf dem Score-Board stand der 4:2 Endstand.

Kölns Trainer Uwe Krupp konnte seiner Mannschaft nach dem Spiel keine Vorwürfe machen. Die Einstellung und der Einsatz haben jedenfalls gestimmt.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):

„Wir sind froh, dass wir auch das vierte Heimspiel gewonnen haben und zu Hause weiter ungeschlagen sind. Wir sind am Anfang nicht so gut ins Spiel gekommen, haben in der Verteidigung nicht so gut gestanden und relativ häufig den Puck verloren. Ab dem zweiten Drittel konnten wir dagegenhalten und haben besser zu unserem Spiel gefunden. Am Ende kann der kleinste Fehler entscheiden und wir hatten etwas Glück. Aber deswegen ist die Liga so stark und die Teams fast gleichwertig.“

Lukas Reichel (Stürmer Eisbären Berlin):

„Unsere Reihe hat heute gut harmoniert. Wir haben uns Chancen erarbeitet, und heute gingen die Pucks auch rein. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so ganz da und hatten Glück, dass es 2:2 stand. Im zweiten und dritten Abschnitt hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle.“

DEL 10. Spieltag 19.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (2:2, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge (Weitzmann) – D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gagné, Gnyp; Glötzl – Akeson, Matsumoto, Barinka; Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels; Ferraro, Zalewski, Dumont; Köhler, Chrobot -Trainer: Uwe Krupp

Torfolge:

0:1 – 06:41 – Ma. Müller (Sheppard, F. Tiffels) – EQ

1:1 – 11:53 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ

1:2 – 15:42 – Ma. Müller (F. Tiffels, Sheppard) – EQ

2:2 – 17:11 – Pföderl (Reichel, Müller) – EQ

3:2 – 50:10 – Noebels (Reichel) – EQ

4:2 – 59:43 – Reichel (Wissmann) – EQ/EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten –

Kölner Haie: 4 (0, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Haie gehen bei den Eisbären unter

Zum dritten Heimspiel der verkürzten Corona-Saison empfingen die Eisbären die Kölner Haie. In den Reihen der Gäste waren wieder einige bekannte Gesichter, angefangen vom Trainer Uwe Krupp über Torwart Justin Pogge und Alexander Oblinger mit Eisbären Vergangenheit. Der in der vergangenen Saison noch bei den Eisbären spielende Mittelstürmer James Sheppard stand wegen einer Verletzung nicht im Kader.

Es lief alles für die Eisbären. Faktisch ihr erster Angriff brachte die 1:0 Führung durch Matthew White. Ganze 44 Sekunden waren erst gespielt. Nur knappe sieben Minuten später erhöhten die Eisbären auf 2:0. Im Eishockey ist manchmal die Torvorbereitung ein kleines Kunstwerk. Dem Treffer von Parker Toumie ging ein Pass von Kapitän Frank Hördler aus dem eigenen Drittel, queer fast über die gesamte Eisfläche, voraus. Während den Eisbären fast alles zu gelingen schien, bekamen die Domstädter bis zur letzten Drittelpause nichts Zählbares zustande.

Im Mittelabschnitt schlugen die Eisbären zweimal zu. In der 31. Minute sogar in Unterzahl. Wieder war es eine zauberhafte Vorbereitung durch Giovanni Fiore, der seinen Kapitän auf die Reise schickte und der stellte auf 4:0. Der Treffer zum 3:0 fiel in der 23. Minute. Die Eisbären waren effektiv und die Kölner. Erst hatten sie kein Glück, dann kam Pech hinzu und Torwart Mathias Niederberger. Der reckte nach 60 effektiven Spielminuten, in Berlin zeigte die Uhr 22:45, seinen Torwartschläger in die Höhe und feierte seinen zweiten Shutout der Saison. Kapitän Frank Hördler würdigte nach dem Spiel seine Leistung. Die Kölner zwangen ihn zu 34 Saves. Hördler selbst, als Verteidiger nicht unbedingt für das Erzielen von Toren zuständig, krönte seine gute Leistung mit seinem ersten Saisontor und der ersten Torvorbereitung. Das Kapitänsamt scheint ihn zu beflügeln.

Der Blick auf die Ergebnistafel war für Uwe Krupp kein Vergnügen. © Foto: Hans-Peter Becker

Sein Gegenüber im Kölner Tor durfte sich das letzte Drittel von der Spielerbank aus ansehen. Trainer Uwe Krupp griff zum letzten Mittel und wechselte den Torwart. Für Pogge kam Hannibal Weitzmann, ein gebürtiger Berliner, der bekam wie sein Torhüter-Kollege gleich ein schnelles Tor eingeschenkt. Bei Pogge dauerte es 44 Sekunden, Weitzmann hielt 5 Sekunden länger durch. In der 51. Minute stellte Foucault auf 5:0. Die Kölner mühten sich und die Eisbären vergaben noch einige Möglichkeiten.

Eisbären Goalie Mathias Niederberger war der Turm in der Schlacht © Foto: Hans-Peter Becker

Während Uwe Krupp sich das Spiel aus Kölner Sicht sicher anders vorgestellt hatte, war Serge Aubin natürlich sehr zufrieden. „Ich bin natürlich zufrieden mit dem Spiel heute, das war die Antwort, die ich nach der Niederlage in Iserlohn erwartet habe. Der frühe Führungstreffer hat uns geholfen und wir sind in den ersten zehn bis zwölf Minuten sehr gut ins Spiel reingekommen. Dennoch haben wir zu viele Strafen genommen, aber unser Unterzahlspiel war heute super. Mathias Niederberger hat herausragende Paraden gezeigt und die ein oder andere hochkarätige Chance vereitelt.“

Von der Niederlage in Iserlohn haben sich die Eisbären schnell erholt. Am Montag, 11.01.2021 müssen sie bei der Düsseldorfer EG antreten.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

08.01.2021 MB Arena Berlin 20:30 Uhr

Eisbären Berlin–Kölner Haie 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Torfolge:
1:0 – 00:44 – White (Zengerle, Fiore) EQ
2:0 – 06:33 – Tuomie (Hördler, Olver) EQ
3:0 – 22:35 – Foucault (Olver, Tuomie) EQ
4:0 – 31:00 – Hördler (Fiore, Noebels) SH1
5:0 – 40:49 – Foucault (Olver) EQ

Strafen:
Eisbären Berlin: 12 (2, 4, 6) Minuten –
Kölner Haie: 8 (2, 2, 4) Minuten

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland,Wissmann (A); Gawanke, Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie
Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge, Weitzmann (41.) D. Tiffels, Mo. Müller (C); Sennhenn, Zerressen; Edwards (A), Ugbekile; Gagné Matsumoto, Akeson, Barinka; Ma. Müller, Tiffels, Zalewski; Sill (A), Dumont, Oblinger; Bartuli, Köhler
Trainer: Uwe Krupp

Eisbären verlieren erneut in der Verlängerung

Es war nicht der Abend der Eisbären. Es gelang ihnen zwar den ersten Treffer der Begegnung zu markieren, leider verloren sie anschließend komplett den Spielfaden. Nicht einmal zwei Minuten konnten sich die Eisbären an ihrer Führung erfreuen. Mit einem Doppelschlag drehten die stark aufspielenden Gäste die Partie noch im 1. Drittel. Fahrig und nervös, so wirkte der Auftritt der Eisbären in der ausverkauften heimischen Arena am Ostbahnhof über weite Strecken des Spiels.

© Foto: Hans-Peter Becker

Der Mittelabschnitt gehörte den Gästen, die ihren Vorsprung auf ein 4:1 ausbauten. Es sah nach der zweiten Heimniederlage in Folge aus. Die Kölner Haie hatten die Eisbären im Griff. Es deutete vor dem Schlussabschnitt so gar nichts auf einen Punktgewinn hin. Die letzten 20 regulären Spielminuten nahmen die Eisbären mit einem neuen Torwart in Angriff. Maximilian Franzreb kam für Sebastian Dahm, der keinen allzu guten Tag erwischt hatte. Beim Ausgleichstreffer der Haie konnte er einen Schuss von Alexander Oblinger nicht festhalten und ermöglichte Zachery Sill den Nachschuss.

Im Schlussdrittel retteten die Eisbären wenigstens einen Punkt. Es gelangen ihnen der Schlussphase des Spiels drei Treffer. Ihre Souveränität war den Gästen plötzlich abhanden gekommen. Ein Wechselfehler ermöglichte das 2:4 durch Darin Olver und die Eisbären waren zurück im Spiel. Die Partie ging in die Verlängerung, Nachsitzen für die Entscheidung. Den Zusatzpunkt holten sich die Gäste aus der Domstadt. Begünstigt durch einen Torwartfehler erzielte Lucas Dumont Tor Nummer 5 für die Kölner Haie.

Die bisher so heimstarken Eisbären konnten, wie zuletzt gegen Wolfsburg, nicht überzeugen. Die Anzahl der Gegentore gibt zu denken, es waren jeweils deren fünf. In der Pressekonferenz nach dem Spiel waren beide Trainer nicht zufrieden. Eisbären Trainer Serge Aubin sprach von Ausfall einiger Spieler, verletzungsbedingt waren sie nicht. Im Gegenteil, personell kann Aubin fast aus den Vollen schöpfen. Vom Stammpersonal fehlten mit Florian Busch, Vincent Hessler und Sean Backman lediglich drei Spieler. Es fehlte der Einsatz über die gesamten 60 Minuten. In der DEL reicht es eben nicht, nur zwei gute Drittel zu spielen.

Am Sonntag, 8.12. müssen die Eisbären beim Tabellenletzten, den Schwenninger Wild Wings antreten.

Hans-Peter Becker

DEL 24. Spieltag

06.12.2019 MB-Arena Berlin
Zuschauer: 14.200  (ausverkauft)

Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 4:5 n.V. (1:2, 0:2, 3:0/0:1)

Tore:

1:0 McKiernan 06:38 (Ortega,Aubry)

1:1 Sill 08:00 (Oblinger,Dumont)

1:2 Ma. Müller 16:28 (Mo. Müller, Matsumoto)

1:3 Hanowski 30:42 (Matsumoto,Genoway) PP1

1:4 Bast 35:20 (Akeson)

2:4 Olver 52:20 (Sheppard,Lapierre)

3:4 Aubry 54:13 (Ortega,McKiernan)

4:4 Sheppard 56:38 (Müller)

4:5 Dumont 63:49 (Kindl,Bast) 

Strafminuten:

Berlin – 8

Köln – 14

Torschüsse:

Berlin – 37

Köln – 29


Eisbären mit ansteigender Form

Fotos: © Hans-Peter Becker

Das Ende der Hauptrunde hält für die Eisbären ein Heimspieldoppel bereit. Am Freitag, zum Beginn des Monat März kamen die Kölner Haie in die Halle am Ostbahnhof, am Sonntag ist die Düsseldorfer EG zu Gast.

Es ging für beide um nicht mehr viel. Vor dem Spiel hatten die Kölner noch die Chance, auf Platz drei der Tabelle zu springen. Die Eisbären benötigten noch einen Punkt, um der neunten Platz perfekt zu machen.

Alle Eintrittskarten wurden an den Mann oder die Frau gebracht und beide Mannschaften boten ein sehenswertes Spektakel. Vor dem Spiel wurde Eisbären-Verteidiger Frank Hödler für 800 Spiele in der DEL, und selbstverständlich alle für die Berliner, geehrt. Das Spiel gegen Köln war sein insgesamt 804.

Im ersten Drittel fielen fünf Tore und die Gäste führten mit 3:2. Die Kölner gingen dreimal in Führung. Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären das Spiel. Sie konnten Gustaf Weslau im Kölner Tor drei Mal überwinden. Wobei sich Kapitän Andre Rankel als Doppeltorschütze auszeichnen konnte. Den Treffer zur zwischenzeitlichen 5:3 Führung erzielte Louis-Marc Aubry, der bereits im ersten Drittel zum 2:2 Ausgleich getroffen hatte.

Die personelle Situation bei den Eisbären hat sich weiter entspannt. Jens Baxmann saß als überzähliger Verteidiger auf der Tribüne, zuletzt war er als Stürmer eingesprungen. Er sah zu, wie im Schlussabschnitt die Kölner in der 57. Minute die Spannung erhöhten, als sie durch Jason Akeson auf 4:5 verkürzten. Die Zeit reichte nicht mehr. Die Eisbären konnten sich für eine insgesamt gute Leistung von ihren Fans feiern lassen.

Im Großen und Ganzen waren beide Trainer mit der Leistung zufrieden, der Eisbären Trainer etwas mehr. Er hob die gute Leistung der vierten Reihe mit dem jungen Center Charlie Jahnke hervor.

Mit dem 19. Saisonsieg wurde Platz neun endgültig gesichert. Er bedeutet allerdings kein Heimrecht für die in der kommenden Woche beginnenden Playoffs. Am Sonntag, 3. März dürfte die Halle erneut ausverkauft sein, wenn die Düsseldorfer kommen.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg nach Riesenspiel in Mannheim

Die Eisbären Berlin kamen am vergangenen Freitag, 30.11. gegen die Kölner Haie in eigener Halle mit 0:4 unter die Räder. Es war ein Spiel zum Vergessen, glatt durchgefallen, es gab so gar nichts was hätte Hoffnung geben können für den schweren Gang nur knapp 48 Stunden später beim Tabellenführer Adler Mannheim. Die Mannheimer hatten ihr Freitagspiel ebenfalls verloren, allerdings erst in der overtime. Dem Mannheimer Trainer Pavel Gross wird das an einstiger Wirkungsstätte überhaupt nicht gefallen haben. Für beide Teams war also Wiedergutmachung angesagt. Man ist sich zudem in herzlicher Abneigung zugetan.

Das erster Drittel enthielt alles, was von diesem Spiel erhofft wurde. Hohes Tempo und viele Torchancen, das erste Tor fiel für die Adler in der 10. Minute durch Brendan Mikkelson. Die Eisbären überstanden vier Minuten in Unterzahl und Kevin Poulin konnte sich bereits im Anfangsdrittel mit 14 Saves auszeichnen. Louis-Marc Aubry musste einen harten Check von Denis Reul einstecken und konnte das Drittel nicht zu Ende spielen. Nach der Drittelpause musste er in der Kabine bleiben, für ihn war das Spiel beendet.

Der Ausgleich fiel gleich zu Beginn des Mittelabschnitts, sie nahmen eine Überzahl mit über die Drittelpause und schlugen zu. Sean Backman holte sich den Puck, den Mannheim Goalie nach vorn abprallen ließ.  Im Mittelabschnitt gelang den Eisbären bei einem weiteren Power Play die Führung durch Jamie MacQueen in der 39. Minute. Kurz zuvor war ein Treffer der Eisbären zu Recht wegen einer Torwartbehinderung nicht gegeben worden.

Der Schlussabschnitt begann furios. Vom Eröffnungsbully weg stellten die Adler die Partie wieder pari. Der Torschütze nach nur acht Sekunden Spielzeit war Thomas Larkin, der mit seinem Schuss Poulin keine Chance der Abwehr ließ. Die Adler waren mächtig am Drücker, unterbrochen durch ein Überzahlspiel der Eisbären zwischen der 46. und 48. Minute. Dieses Überzahlspiel konnten die Eisbären nicht nutzen. In den verbleibenden zehn Spielminuten konnten die Gäste aus Berlin das Spiel wieder offener gestalten. Wer macht den entscheidenen Fehler, wohin neigt sich das Matchglück an diesem ersten Adventssonntag ?

Knapp drei Minuten vor dem Ende musste Danny Richmond auf die Strafbank, eine Situation wie gemalt für die Adler. Zunächst verhinderte eine Riesentat von Poulin einen Treffer der Adler. Kurz vor dem Ende des Ablaufs der Strafzeit waren die Eisbären nah dran das Spiel zu entscheiden. Es klappte 19 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit. Florian Busch setzte einen Schlagschuss in das Tor, es war der game winner. Unfaßbar, was Kevin Poulin alles hielt.

Hans-Peter Becker

Dienstag in Köln – Berliner Sieg und Niederlage

Sieg im Eishockey und Niederlage im Fußball – Zwei Berliner Profi-Teams weilten am Dienstag fast zeitgleich im Kölner Raum um ihren Wettkampf zu absolvieren.

Der 1. FC Union versuchte – leider erfolglos – im Fußball DFB Pokal eine Runde weiterzukommen. Das Endergebnis in Leverkusen von 1 : 4 aus Sicht der Gäste spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wieder. Die Halbzeitführung für die Leverkusener ging in Ordnung. Die Eisernen hatten mit Daniel Mesenhöler einen glänzend aufgelegten Torwart mitgebracht. Er hielt seine Mannschaft im Spiel und verhinderte einen höheren Rückstand zur Pause. Für Mesenhöler war es auch aus einem ganz anderen Grund ein besonderes Spiel. Er ist ganz in der Nähe des Leverkusener Stadions aufgewachsen. In der 2. Halbzeit erreichten die Eisernen Gleichwertigkeit. Dennis Daube traf in der 46. Minute zum 1:1. Leider traf in der 58. Minute Lucas Alario zum 2:1 für Leverkusen. Geld schießt manchmal doch Tore, 19 Millionen soll der Argentinier gekostet haben. Mit diesen Geld dürfte der gesamte Union-Kader für eine Saison bezahlt sein. Schade, dass Damir Kreilach mit seinem Freistoß scheiterte. Ein umstrittener Elfmeter brachte den Favoriten auf die Siegerstraße. „Die Meinung zum Elfmeter hatte der Schiedsrichter exklusiv, nach dem 3 :1 war dann aber alles klar,“ so äußerte sich Unions Trainer Jens Keller nach dem Spiel. Ein verwandelter Freistoß in der Nachspielzeit brachte Tor Nummer 4 für Leverkusen. Die Eisernen verabschiedeten sich sehr anständig aus dem Pokal und vielleicht spielen sie ja im nächsten Jahr auch um Punkte gegen Leverkusen.

Um 18:30 Uhr begann das Spiel in Leverkusen in der Bayarena direkt an der Autobahn A1 gelegen, eine Stunde später erfolgte, etwa 24 Fahrminuten entfernt, in der Lanxess-Arena der Eröffnungsbully in der Eishockeypartie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. Innerhalb von 5 Tagen hatten die Eisbären das dritte Spitzenteam der Liga vor der Brust. In Nürnberg wurde immerhin ein Punkt geholt, gegen München wurden es deren zwei und in Köln wurde weiter gesteigert. Nach 60 regulären Spielminuten hieß es 4 : 2 für die Hauptstädter, die damit den Kontrahenten vom Rhein bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bezwingen konnten. Beide Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Bei den Eisbären fehlten André Rankel, Nick Petersen, Louis-Marc Aubry und Constantin Braun. Es spielten wieder die selben Reihen, wie am vergangenen Sonntag. Petri Vehanen zeigte im Tor erneut eine Weltklasseleistung und hielt erneut eigentlich unhaltbare Schüsse. Es läuft so richtig gut bei den Eisbären. Alle Neuzugänge erwiesen sich bisher als Volltreffer. Für eine Nacht haben die Eisbären wieder die Tabellenführung erobert. Ihre Auswärtsstärke beeindruckt, 8 Spiele haben sie bisher in der Fremde ausgetragen und davon 5 gewonnen. Die dabei erreichte Ausbeute von 17 Punkten stellt aktuell den besten Wert der Liga dar.

Hans-Peter Becker

Eisbären besiegen Haie

Die Eisbären hatten am Freitagabend die Kölner Haie zu Gast. In der Konstellation Tabellenzweiter gegen Tabellenvierter und lediglich getrennt durch einen Punkt konnte man durchaus von einem Spitzenspiel sprechen. Im Zuschauerzuspruch schlug sich das allerdings nicht nieder. Auf der Anzeigetafel wurde die Zahl von 9.609 angezeigt, es blieben einige Lücken in den Sitzreihen. „Vollbesetzt“ war, wie immer, die Stehplatzkurve der treusten Fans. Beide Mannschaften boten ein sehenswertes Eishockeyspiel. Den besseren Start erwischten die Eisbären. In der 15. Minute sorgte Daniel Richmond für die Führung. Mit dem Vorsprung von 1 : 0 ging es in die erste Drittelpause . Eisbären-Stürmer Jonas Müller hatte 10 Sekunden vor der Pausensirene eine Strafe wegen Beinstellens kassiert, so dass die Eisbären den Mittelabschnitt in Unterzahl beginnen mussten. Die Haie nutzten diese Gelegenheit und erzielten durch Benjamin Hanowski den Ausgleich. Es war eine kleine Delegation aus Köln anwesend, die jubeln durfte. Die Eisbären zeigten sich wenig beeindruckt und drängten auf den Ausgleich. Phasenweise schnürten sie die Kölner in ihrem Verteidigungsdrittel fest. Jedenfalls hatte Gustaf Wesslau im Kölner Tor mehr zu tun, als sein Gegenüber Petri Vehanen. Trotzdem gelang den Kölnern die Führung. Nicolas Krämmer nutzte einen Fehler im Aufbauspiel der Eisbären und konnte unbedrängt Vehanen mit einem harten Schuss über dessen Fanghand überwinden. Der Treffer fiel in der 30. Minute. Es war zu konstatieren, die Kölner hatten bis dahin aus wenig recht viel gemacht. Die Eisbären mussten wenig später eine weitere Unterzahl überstehen. Diesmal gelang den Gästen kein Treffer. In der 33. Minute fiel der verdiente Ausgleich und mit dem Zwischenergebnis von 2 : 2 ging es in den Schlussabschnitt. Das Tor ging auf das Konto von Nicolas Petersen, den Schuss feuerte Jonas Müller ab, Petersen war mit seiner Kelle zur Stelle.

Im Schlussabschnitt konnten sich auch die Eisbären in Überzahl beweisen. Christian Ehrhoff musste für 2 Minuten in die Kühlbox. Er sah gut Chancen für die Eisbären, so einen Pfostentreffer von Sean Backman. Als schließlich das viel umjubelte 3 : 2 fiel war auf dem Eis alles vollzählig. Es lief die 54. Spielminute, Spielversammlung vor Wesslau und irgendwie rutschte die Scheibe rein. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, es bestand der Verdacht auf ein Schlittschuhtor. Nach Sichtung aller Aufnahmen zeigte der Arm des Streifenhörnchens in Richtung Mittelkreis, damit war es amtlich. In der verbleibenden Spielzeit lieferten sich beide einen offenen Schlagabtausch, Köln nahm eine Auszeit und den Torhüter vom Eis. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Der vierte Saisonsieg war unter Dach und Fach. Es fehlte nur ein Tor und die Eisbären hätten die Tabellenspitze erobert. Am Sonntag wartet in München beim amtierenden Meister eine schwere Aufgabe. Die Münchner unter Trainer Don Jackson sind holprig in die Saison gestartet und konnten erst zwei Siege in dieser Saison feiern.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag
EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie
Endergebnis 3 : 2
22.09.2017 19:30 Uhr
MB Arena Berlin
Zuschauer: 9.609

Aufstellungen
Eisbären Berlin
1. Reihe MacQueen, Jamie – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
2. Reihe Oppenheimer, Thomas – Busch, Florian – Buchwieser, Martin – Müller, Jonas – DuPont, Micki
3. Reihe Fischbuch, Daniel – Olver, Mark – Rankel, André – Parlett, Blake – Richmond, Daniel
4. Reihe Petersen, Nick – Sheppard, James – Backman, Sean – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

Trainer Uwe Krupp

Kölner Haie
1. Reihe Jones, Blair – Hospelt, Kai – Gogulla, Philip – Müller, Moritz – Ehrhoff, Christian
2. Reihe Shugg, Justin – Schütz, Felix – Hanowski, Benjamin – Lalonde, Shawn – Eriksson, Fredrik
3. Reihe Latta, Nickolas – Jones, Blair – Wruck, Dylan – Sulzer, Alexander – Zerressen, Pascal
4. Reihe Krämmer, Nicolas – Mulock, TJ – Uvira, Sebastian
Tor Wesslau, Gustaf – Dshunussow

Trainer Cory Clouston

Torfolge

1:0 Richmond, Daniel (Rankel, André, Olver, Mark) , EQ, 14:15
1:1 Hanowski, Benjamin (Ehrhoff, Christian, Lalonde, Shawn) , PP1, 20:53
1:2 Krämmer, Nicolas (Mulock, TJ, Ehrhoff, Christian) , EQ, 29:20
2:2 Petersen, Nick (Müller, Jonas, Backman, Sean) , EQ, 32:39
3:2 Backman, Sean, EQ, 53:1

Strafen
Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0)
Kölner Haie: 2 (0, 0, 2)
19:50 Müller, Jonas; 2 min. – Beinstellen
29:56 Oppenheimer, Thomas; 2 min. – Hoher Stock
48:51 Ehrhoff, Christian; 2 min. – Beinstellen

Was geht noch bei den Eisbären ?

Mit dem dem 4:1 über die Iserlohn Roosters haben die Eisbären im letzten Heimspiel der Vorrunde den Tabellenplatz 8 verteidigt. Die Eisbären mussten in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof zunächst einen 0:1 Rückstand wettmachen. Die erste Spielminute war noch nicht abgelaufen, da erzielte Iserlohns Top-Scorer Blaine Down das erste Tor der Begegnung. Bis zur ersten Drittelpause gelangen den Eisbären 2 Tore, um das Spiel zu drehen. Die Torschützen waren Louis-Marc Aubry und Florian Busch. Der Mittelabschnitt war hart umkämpft, mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Entscheidung fiel im Schlussdrittel durch einem Doppelschlag, innerhalb von zwei Minuten erhöhten Laurin Braun und Daniel Fischbuch den Tore-stand. Dieser Sieg bedeutet, das erste Heimrecht in der Best-of Three Serie in den Pre-Playoffs.

Fazit nach 52 Spielen, 21 Siege, davon 16 in der regulären Spielzeit nach 60 effektiven Spielminuten und dementsprechend 5 in der Verlängerung, bedeuten 68 Punkte. Mit solch geringer Ausbeute ist nach aktuellem Modus noch nie eine Mannschaft auf diese Platzierung gekommen. Es wurden bisher über 70 Punkte benötigt, um überhaupt an den Playoffs teilnehmen zu können. In diesem Jahr reichten 64 Punkte für begehrten Platz 10, den erlangte Neuling Bremerhaven, die sich jetzt mit Ingolstadt auseinandersetzen dürfen.

Die Eisbären spielen gegen die Straubing Tigers. Das Spiel 1 der Serie startet am Mittwoch, 1. März um 19:30 Uhr in der heimischen Arena am Ostbahnhof. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Im Verlaufe der Saison konnten die Bayern 3mal gegen die Eisbären gewinnen. Ihre Heimspiele gewannen die Straubinger mit 5:2 und 5:3, die Eisbären holten einen Heimsieg und verloren ihr zweites Heimspiel im November mit 1:2 nach Verlängerung. Straubing ist bekannt für eine sehr körperbetonte Spielweise. „Das können wir aber auch und wir wissen, wie Playoff geht,“ so kommentierte Florian Busch die kommende Herausforderung. „Es wird darauf ankommen, die sogenannten Kleinigkeiten richtig zu machen und in der Defensive gut zu stehen,“ so äußerte sich sein Sturmkollege Daniel Fischbuch. Die speziellen Pre-Playoff Erfahrungen sprechen gegen die Eisbären. 2014 und 2015 waren nach 3 Spielen die Playoffs beendet. Im vergangenen Jahr stiegen die Eisbären direkt ins Viertelfinale ein und scheiterten an den Kölner Haien, einem Pre-Playoff Teilnehmer.

Personell sieht bei den Eisbären wieder deutlich besser aus. Trainer Uwe Krupp stehen wieder fast vier komplette Spielreihen zur Verfügung. Verletzt sind Kapitän Andre Rankel, sowie Micky DuPont und Sven Ziegler. Bei Andre Rankel soll die Chance bestehen, dass er am kommenden Mittwoch seiner Mannschaft wieder auf dem Eis helfen kann. Die Serie geht lediglich über 3 Spiele, zwei Siege werden benötigt, um in das Viertelfinale einziehen zu können. Es geht wieder bei Null los. Das Schöne am System Playoff ist, eine eigentlich verkorkste Saison kann noch gerettet werden. Nur Siege zählen ! 2014 gelang dem ERC Ingolstadt dieses Kunststück, damals holten sie als Tabellen-neunter am Ende die Meisterschaft. In den Pre-Playoffs hatten sie den amtierenden Meister Eisbären Berlin in 3 Spielen eliminiert. Die Eisbären starten als Tabellenachter und Wunder gibt es immer wieder.

Hans-Peter Becker