Union versuchte die Bayern zu jagen und Hertha wieder auf einem Abstiegsplatz

Erfolgreich war es nicht, dieses Wochenende für unsere Berliner Proficlubs. Die Eisernen mühten sich redlich gegen den Tabellenletzten Schalke 04. Es war schlussendlich die klassische Nullnummer. “Am Ende können wir mit dem Punkt leben. Wir haben uns insgesamt sehr schwergetan, besonders beim Spiel mit dem Ball. Oft waren wir nicht mutig genug und haben uns zu selten in den Druck getraut. Und wenn man zu unpräzise ist, wird es auch schwer, sich gegen einen gut organisierten Gegner Möglichkeiten zu erspielen.“ So jedenfalls äußerte sich Unions Trainer Urs Fischer zum Spiel. Richtige Torchancen waren Mangelware. Beide Torhüter bekamen es mehr oder minder nur mit besseren Rückgaben zu tun.

Das 0:0 der Eisernen sorgte immerhin für eine kuschlige Tabellenspitze nach 21. Spieltagen. Daran hatten auch die Herthaner ihren Anteil. Sie gestatten den Dortmundern vier Tore und erzielten selbst nur eins. Der Auftritt der Alten Dame ist besser zu bewerten, als es das Ergebnis aussagt. Es nützt bloß nichts, weil eben nur das Ergebnis zählt. Noch ist Hertha nicht abgestiegen, als kleiner Trost an die Blau-Weiße Gemeinde.

Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Lospech dazu. Die Eisernen müssen zum Viertelfinale bei Eintracht Frankfurt antreten. Ein weiteres Heimspiel wäre ihnen sicherlich sympathischer gewesen. Der Pokal ist nun mal kein Wunschkonzert.

Hans-Peter Becker

Arbeitssieg gegen HSG Wetzlar – Füchse gewinnen mit 29:25

Samstagabend – ein ungewohnter Termin für Bundesliga-Handball. Auch die Füchse hatten offenbar ein Problem mit dieser Anwurfzeit. Sie fanden gegen den Tabellen-16. nur schwer in ihren Rhythmus. Fehlerhafte Zuspiele im Angriff und schlecht platzierte Würfe waren die äußeren Kennzeichen dafür. Die kompakte Deckung der Gäste tat ein Übriges. Zudem fand Wetzlar immer wieder Lücken im Abwehrblock. So reichte es für die Berliner zur Pause nur zu einer 12:10-Führung. Einen guten Einstand feierte Robert Weber. Er war in der Woche kurzfristig für den an der Hand verletzten Hans Lindberg verpflichtet worden. Der 37-jährige – spielte früher u.a. für den SC Magdeburg – erwies dabei auch als sicherer Siebenmeter-Werfer.

Auch nach dem Wechsel stotterte der Füchse-Motor weiter. Das nutzte Wetzlar zum zeitweiligen Ergebnis-Gleichstand. Erst Mitte der zweiten Hälfte konnten sich die Füchse zum ersten Mal etwas freispielen. Linksaußen Vujovic gelangen drei Tore in Folge zur 20:17-Führung (43.) Aber auch diese Führung reichte gegen die kompromisslos zupackenden Gäste – insgesamt acht Zeitstrafen – nicht, um das Spiel in den Griff zu bekommen. Fünf Minuten vor Spielende verkürzte Wetzlar auf 23:24. Eine dramatische Schlussphase drohte.

Doch Weltmeister Matthias Gidsel bewies da seine Extraklasse. Mit drei Toren – dazu trafen Weber und Vujovic – sorgte er für die Entscheidung. Durch den 29:25-Sieg verteidigten die Berliner ihre Tabellenführung.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 2, Darj 1, Holm 1, Gidsel 7, Freihöfer 1, Vujovic 7/3, Weber 5/3, Marsenic 1, Drux 4

Herbert Schalling

Eisbären holen drei Punkte gegen Frankfurt

Der Aufsteiger, die Löwen Frankfurt, stehen auf dem Tabellenplatz, den die Eisbären gern noch erreichen wollen. Auf dem 10. Platz würden sind sie in der Schlussabrechnung gerade so in die Playoffs rutschen. Entsprechend motiviert gingen die Eisbären in das Spiel. Belohnt wurden sie bereits in der 8. Spielminute. Eine Undiszipliniertheit seitens der Gäste, zwei Spieler mussten gleichzeitig auf die Strafbank und diese Überzahlmöglichkeit ließen sich die Eisbären nicht entgehen. Der Puck kreiselte vor dem Frankfurter Tor und Leo Pföderl konnte vollenden.

Im Anfangsdrittel erspielten sich die Eisbären weitere Möglichkeiten, der Treffer fiel auf der anderen Seite. Jerry D„ Amigo schlich sich in den toten Winkel von Eisbären-Verteidiger Morgan Ellis und stellte die Partie wieder Pari.

Der Mittelabschnitt war sehr unterhaltsam. Beide Torhüter waren gut beschäftigt. Einen Ertrag gab es nur auf der Eisbärenseite. In der 23. Minute war Manuel Wiederer, der für die erneute Führung sorgte. Die Frankfurter verstärkten ihre Bemühungen. Sie ließen dabei zwei Möglichkeiten in Überzahl liegen.

Den besseren Start in den Schlussabschnitt erwischten die Eisbären. Die Powerplay-Quote ist in dieser Saison sehr akzeptabel, nach Wolfsburg das bisher zweitbeste, mit 27,1 %. Erneut war es Leo Pföderl, der sich in die Torschützenliste eintragen konnte. Diesmal fälschte er einen Schuss seines Kapitäns Frank Hördler unhaltbar für den Goalie ab. Diese Führung ließen sich die Eisbären nicht mehr nehmen. Die Halle war ausverkauft. Es könnte das drittletzte Heimspiel in dieser Saison gewesen sein.

Hans-Peter Becker

SV Tasmania schlägt Blau-Weiß 90 3:1

NOFV Oberliga Nord

Die bis dato sich in der Spitzengruppe postierten Blau-Weißen verlieren doch tatsächlich im Derby zweier fusionierenden Mannschaften, gegen die auf dem 16. Abstiegsrang platzierte SV Tasmania vor 82 Zahlenden das Kooperationsduell mit 1:3. Tas bleibt dennoch mit 16 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Eine weitere entscheidende Veränderung ergibt sich aus der 1:2-Niederlage des Rostocker FC bei Mecklenburg Schwerin (39 Punkte), vor 237 Zuschauern. Dagegen gewann Hansa II mit 4:0 gegen den Tabellenletzten (13 Punkte) MSV Pampow (13 Punkte). Der Rostocker FC fällt damit auf Platz 3 zurück, überholt von Hertha 03 Berlin. Die Zehlendorfer, jetzt mit 42 Punkten, punktgleich mit dem Tabellenführer, den Hanseaten aus Rostock.

Zehlendorf siegte souverän im Berlin-Derby vor 61 Zuschauern mit 4:0 bei der Eintracht in Mahlsdorf. Am Sonntag, 19.02.2023 wird es im Ernst-Reuter Sportpark interessant, ob die Zehlendorfer, Erster gegen Zweiter, der Mannschaft von Hansa Rostock´ II, derzeit nur aufgrund des besseren Torverhältnisses führend – allerdings mit einem Spiel weniger – Paroli bieten kann.

Trotz aller Querelen, Hertha 06 entschuldigte sich beim Berliner Fußball-Verband für die verbalen Entgleisungen. Auf dem Platz ließ sich CFC 06 die Punkte beim 2:0-Sieg gegen den FC Frankfurt nicht nehmen. Die 06-Herthaner rangieren mit 33 Punkten auf Platz 4. Der TuS Makkabi konnte aus Berliner Sicht leider nur einen Punkt, 1:1 bei RSV Eintracht, entführen. Jetzt mit einem Punkt weniger hinter Hertha 06.

Ebenfalls 1:1 spielten der SC Staaken im Heimspiel gegen den MSV Neuruppin (Tabellen 11.). Der SC Staaken steht mit 17 Punkten leider weiter auf einem der vier Abstiegsplätze, ist jetzt auf Platz 15. Am Sonntag, 19.02.2023 ab 14.00 Uhr, im Frankfurter Stadion der Freundschaft wollen sie drei wichtige Punkte erkämpfen.

Der Blick auf weitere Berliner Begegnungen am kommenden Wochenende: Bereits am Freitag, 17.02.2023 19.00 Uhr, Optik Rathenow – SV Tasmania; Samstag, 18.02.2023 13.00 Uhr, Union Fürstenwalde – Eintracht Mahlsdorf; zeitgleich im Volkspark Mariendorf Blau-Weiß 90 – TSG Neustrelitz.

Hertha 06 muss am Sonntag, 19.02.2023 nach Rostock reisen und dem FC möglichst die dritte Niederlage in Folge beibringen. Der TuS Makkabi hat ein Heimspiel gegen Dynamo Schwerin im Mommsenstadion.

Christian Zschiedrich

Ohne Esprit in Lüneburg

Am Samstagabend, 11.02.2023 mussten die BR Volleys ihre dritte Niederlage der laufenden Bundesliga-Saison schlucken. Bei der SVG Lüneburg konnten die Berliner keinen entscheidenden Druck auf die gut aufgelegten Hausherren ausüben und zogen mit 0:3 (21:25, 24:26, 21:25) klar den Kürzeren. Durch die Niederlage der Hauptstädter ist die Tabellenführung nun in Gefahr, denn der VfB Friedrichshafen könnte mit einem Heimsieg gegen die SWD powervolleys Düren am Sonntag vorbeiziehen.

Cedric Enard konnte in der LKH Arena wieder seine aktuelle Bestformation aufbieten, musste aber mit Adam Kowalski (familiäre Gründe) auf eine Alternative in seinem Kader verzichten. Die ohnehin druckvolle Atmosphäre wurde durch die Verkündung der Vertragsverlängerung von Heimtrainer Stefan Hübner um gleich fünf Jahre vor Spielbeginn noch einmal zusätzlich angeheizt. So hatte der Deutsche Meister von Anfang an einen schweren Stand und bekam keine Sicherheit ins eigene Spiel. Nachdem der “LüneHünen“-Block gegen Ruben Schott zur ersten technischen Auszeit stand (5:8), konnte sich der Berliner Vizekapitän mit einer Aufschlagserie revanchieren (12:10). Das Pendel schlug in der Folge aber wieder zugunsten des Heimteams aus. Lüneburg erarbeitete sich viele zweite und dritte Chancen aus guten Situationen und konnte diese vor allem über Cowell und Ewert nutzen (13:16, 16:21). Weil die Berliner keinen richtigen Zugriff auf das Angriffsspiel der Lüneburger entwickeln konnten und Timothée Carle ins Netz griff, ging Satz eins an die Hausherren (21:25).

Mindestens einen Gang mussten die BR Volleys hochschalten und sie nahmen den Kampf nun etwas besser an. Die SVG wehrte weiter unheimlich gut ab, doch zumindest Marek Sotola konnte für seine Farben verlässlich punkten (8:10). Bei 16:15 zugunsten der Berliner griff Enard erstmals personell ein, denn Nehemiah Mote ersetzte Anton Brehme im Mittelblock. Ihren kleinen Vorteil verteidigten die BR Volleys zunächst, auch weil Stalekar sein gutes Spiel im Angriff untermauerte und zwei wichtige Punkte in der Crunchtime erzielte (23:21). Allerdings gelang Lüneburg per Dreierblock gegen Schott der Ausgleich (23:23) und ein Ass von Worsley sowie ein seltener Fehler von Sotola beendeten Satz zwei zugunsten der Männer in Blau (24:26).

Mit Cody Kessel für Carle wurde der nächste Anlauf gestartet, dem Match eine Wendung zu geben. Aber Lüneburg trat leidenschaftlicher und im Aufschlag stärker auf. Zwar hielten Schott & Co noch Schritt (7:7, 17:17), aber es fehlte weiter an Esprit. Ein Ass von Schnitzer läutete den abermals besseren Endspurt der Niedersachen ein (19:20). Die BR Volleys waren in Annahme und Angriff zu fehlerhaft (20:24) und Ewert durfte das Match per Hinterfeld-Angriff beenden. Joe Worsley, dessen Aufschlagserien in den Sätzen zwei und drei ausschlaggebend für den Ausgang waren, wurde zu Recht MVP. Bei den BR Volleys waren Sotola und Stalekar Lichtblicke im Angriff, aber um in der nächsten Woche in gleich zwei Heimspielen gegen Ankara (Champions League) und Friedrichshafen (Bundesliga) wieder erfolgreich zu sein, benötigt es eine Steigerung des gesamten Teams.

Stimmen zum Spiel
Saso Stalekar: „Lüneburg hat ein klasse Spiel gezeigt und wir unseres heute nicht gefunden. Ich würde schon sagen, dass wir auf dem Court gekämpft haben und uns durch gute Abwehraktionen auch zeitweise zurückgekämpft hatten. Aber der letzte Schritt hat gefehlt. In den wichtigen Momenten haben wir die Punkte nicht gemacht. Sie haben diesen Sieg heute verdient und werden versuchen, uns in den nächsten Matches zu rehabilitieren.“

Johannes Tille: „Das Aufschlag-Annahme-Duell hat Lüneburg heute klar für sich entschieden und uns dann über die Mitte und den Pipe große Probleme bereitet. Selbst haben wir im Aufschlag einfach nicht den Druck entfachen können, den es gegen einen solchen Gegner braucht.“

Stefan Hübner: „Unser großes Ziel heute war, wieder von Beginn an mehr Feuer, Energie und Einsatz an den Tag zu legen. Wenn wir so auftreten, hat es kein Gegner leicht gegen uns. Wir haben in der Annahme und im Aufschlag gut gearbeitet und es hat vieles zusammengepasst. Damit konnten wir unsere Bilanz gegen Berlin endlich mal wieder etwas verbessern.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Nehemiah Mote, Antti Ronkainen, Cody Kessel, Angel Trinidad

Topwerte
Sotola 19 Punkte, 1 Block | Stalekar 8 Punkte (80 % Angriffsquote) | Schott 8 Punkte

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Justus Stegemann

Erster Füchse Sieg 2023 – 32:24 gegen HC Motor Saporischja

Nach 42 Tagen WM-bedingter Pause endlich wieder Handball-Feeling in der Max-Schmeling-Halle. Zur Rückkehr stand für die Füchse ein European-League-Spiel an. Der HC Motor Saporischja erwies sich dabei als der ideale Partner, um wieder in den Rhythmus zu kommen.

Bereits in den ersten Minuten wurde deutlich, dass die Gäste mit dem hohen Spieltempo der Berliner nicht mithalten konnten. Mit einem 3:0-Lauf (7.) starteten die Füchse und bauten diesen Vorsprung danach kontinuierlich aus – 12:6 (20.) Mit großer Spielfreude agierte dabei besonders Jacob Holm. Der Däne war am Ende elf Toren auch der erfolgreiche Berliner Werfer.

Da wegen Krieges an einen geregelten Spielbetrieb Zuhause nicht zu denken ist, hat der ukrainische Meister mit Unterstützung des DHB seinen Heimspielstätte nach Düsseldorf verlegt und spielt als Gast in der zweiten Bundesliga. Nach der Hinrunde liegt Saporischja allerdings nur auf dem 17 Platz (von 20 Teams).

Diese fehlende Qualität wurde besonders beim Torabschluss deutlich. Aus bester Position verwarfen die Ukrainer ihre Chancen leichtfertig bzw. erwies sich Füchse-Keeper Milosavljev als schier unüberwindbares Hindernis. Bis zur Pause hatte der Serbe elf Paraden auf seinem Konto (52,38 Prozent).

Mit dem 18:10-Pausenergebnis im Rücken nutzte Trainer Jaron Siewert die zweite Hälfte, um verstärkt dem Nachwuchs Spielpraxis zu erwerben. Da überzeugte vor allem Max Beneke im rechten Rückraum. Fünf Treffer warf der 19-jährige, der auch ein Spielrecht für den Füchse Kooperations-Partner in Potsdam besitzt. Sein Debüt in der ersten Mannschaft feierte A-Jugendspieler Silas Overby.

Durch die Wechsel ging allerdings der Spielrhythmus bei den Füchsen etwas verloren. Das nutzen die Ukrainer, die sich nach der Halbzeitpause auch beim Chancen-verwerten verbessert zeigten. Am Ende war der Sieg der Berliner jedoch ungefährdet. Das 32:24 war der siebente Sieg im siebten European-League-Spiel. Bis Ende Februar warten auf den Tabellenführer aus Berlin noch drei Spiele in diesem zweit-wichtigsten Wettbewerb des europäischen Handballs.

In der Bundesliga geht es für die Füchse am Sonntag beim Schlusslicht in Hamm weiter.

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 2, Darj 2, Holm 11, Lindberg 4/2, Beneke 5, Overby 1, Vujovic 2, Marsenic 1, Geburtstagskind Drux 4

Berlin-Liga – Lichtenrader BC abgeschlagen

Der Lichtenrader BC ist Tabellenletzter in der Berliner Liga mit nur 3 Punkten nach 18 Spielen. Bis zu einem Nichtabstiegsplatz, derzeit Berlin Türkspor (15. mit 20 Punkten), sind es 17 Punkte Rückstand und dazu das wesentlich schlechtere Torverhältnis von 13:81. Da ist wohl kaum noch etwas zu machen. Hilalspor zieht seine Kreise, gewann 4:1 in Lichtenrade und hat bereits 46 Punkte bei 53:22 Toren. Der Abstand zum Tabellenzweiten Sparta Lichtenberg beträgt 4 Punkte. „Was sind heutzutage bei der Dreipunkteregelung 4 Punkte“, sagt sich Sparta mit dem wesentlich besseren Torverhältnis von 63:15. Das kann in der Endabrechnung ja den Ausschlag geben. Beim Berliner SC wurde an der Hubertusallee souverän 3:0 gewonnen.

Was die Fußballanhänger lieben, im Titelkampf geht es eng zu! Sparta darf sich nur nicht zu sicher sein. Der Verfolger auf Platz 3 heißt, mit nur einem Punkt weniger, Reinickendorfer Füchse, 4:1-Sieg am 18. Spieltag gegen SV Empor. In den letzten Jahren schwächelten die Füchse, entgingen knapp dem Abstieg. Wenn das in dieser Saison so weitergeht, machen wir uns ernsthaft über die Gründe Gedanken. Jetzt Tabellenplatz 3, 41 Punkte, 61:18 Tore und ein Spiel weniger als Sparta und Hilalspor. Der Abstand zum Vierten in der Tabelle, dem Berliner SC, beträgt schon aktuell 7 Punkte. Am Sonntag, 12.02.2023 , müssen die Reinickendorfer ins Mommsenstadion zum SC Charlottenburg. Doch auf dem Papier steht der SCC, mit 22 Punkten gar nicht so gut da.

Die Mannschaften auf den drei Abstiegsplätzen haben schon etwas Anschluss verloren, Stern Marienfelde, (17. mit nur 7 Punkten) und Al-Dersimspor (16. mit 14 Punkten). Das Abstiegsduell 16. gegen 17., Stern Marienfelde – BSV Al-Dersimspor war 18. Spieltag ausgefallen. Die Spandauer Kickers (jetzt 13.) mit 2:1-Sieg gegen Berlin Türkspor und der Charlottenburger SC, 2:1-Sieger gegen SD Croatia, machten Boden gut. Der SCC bereits mit dem zweiten Dreier im neuen Jahr. Zuvor wurde Türkspor bezwungen. Der Frohnauer SC, in dieser Saison jenseits von Gut und Böse, spielt bereits am Freitag, 10.02.2023 am Heckerdamm, ab 19.30 Uhr, gegen Berlin Türkspor. Am Samstag, 11.02.2023 ab 14.00 Uhr, empfängt der SV Empor an der Cantianstraße Sparta Lichtenberg. Am Sonntag, 12.02.2023 Anpfiff 14.00 Uhr, hoffen einige Clubs auf einen Ausrutscher des Tabellenführers in der Wienerstraße beim Match Hilalspor – SD Croatia.

Christian Zschiedrich

Kein Berliner Club verlor zum Rückrundenstart der NOFV Oberliga Nord

Der 18. Spieltag in der Oberliga Nord verlief ohne Berliner Niederlage. Das Berliner Derby endete Unentschieden: TuS Makkabi – SC Staaken 0:0. Wichtig für die abstiegsgefährdeten Staakener mit 16 Punkten auf Platz 15 und einem Nachholspiel. Bereits am Mittwoch, 8.2.23, ab 19.30 Uhr, kommt es in Zehlendorf, zum Aufeinandertreffen FC Hertha 03 – Blau-Weiß 90. Beide gewannen ihre Spiele: 5:1 siegte Blau Weiß 90 gegen Union Fürstenwalde (8.) und die Zehlendorfer (36 Punkte) profitierten mit ihrem 2:0-Sieg gegen Neustrelitz vom Ausgang des Rostocker Derbys, 700 Zuschauer Rostocker sahen die 1:4 Niederlage des Rostocker FC gegen Hansa Rostock II.

Die 03er aus Zehlendorf stehen nur noch drei Punkte hinter den mit je 39 Punkten führenden Rostockern. Immerhin ein Wechsel an der Tabellenspitze infolge des jetzt um zwei Tore besseren Nachwuchses von Hansa Rostock.

Tasmania, auf Tabellenplatz 16 (13 Punkte) holte zu Hause nur ein 1:1 gegen Dynamo Schwerin. Ebenfalls nur remis mit 3:3 spielte Eintracht Mahlsdorf (7.) auswärts beim MSV Pampow. Erfreulich aus Berliner Sicht der 2:0-Auswärtssieg von CFC Hertha 06 (jetzt 6. mit 30 Punkten) beim Tabellen12., dem MSV Neuruppin. Überraschungen gibt es immer wieder, so im Abstiegskampf. Der Tabellenletzte, Mecklenburg Schwerin gewann mit sage und schreibe 5:1 beim 1. FC Frankfurt. Die Partie Optik Rathenow gegen RSV Eintracht 1949 fiel aus.

Der kommende Spieltag hat es in sich. Da kommt es zum Derby zweier Vereine, die fusionieren wollen: am 12.02.2023, Werner-Seelenbinder-Sportpark, SV Tasmania – Blau Weiß 90. Tas verlor übrigens am grünen Tisch „fahrlässiger Nichtantritt“ drei Punkte. Das Anfang Dezember 2022 abgesagte Spiel bei Mecklenburg Schwerin wurde als 0:2-Niederlage gewertet. Weiter spielen der CFC Hertha 06 gegen den 1. FC Frankfurt. Es gab einen antisemitischen Vorfall bei einem A-Jugendspiel, verwickelt war auch der Sohn des Vereinspräsidenten. Es beschäftigt momentan den Verein mehr als das Sportliche. Zeitgleich am kommenden Sonntag empfängt der SC Staaken den MSV Neuruppin. Ein Sieg und die Welt würde wieder freundlicher aussehen. Am Rosenhag, in Berlin-Mahlsdorf empfängt die Eintracht Hertha 03. Der TuS Makkabi muss bereits am Samstag, 11.02.2023 ab 14.00 Uhr, bei RSV Eintracht Stahnsdorf, Sportplatz Heinrich-Zille-Straße ran.

Christian Zschiedrich

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC mit zügigem Durchlauf

BBSC Berlin – VC Allbau Essen   3:0 (20, 16, 17)

Im Schnelldurchlauf besiegte am Samstagabend der BBSC Berlin die Gäste aus dem Ruhrpott. Trotz allem Engagements hatten die Essener keine Chance gegen ausgesprochen konzentriert antretende Berlinerinnen.

Getragen von einer ausgesprochen kompakten Leistung des deutlich personell aufgestockten Teams (endlich mal weniger Ausfälle!) dominierte die Heimmannschaft von Anfang an. Essen hatte nur im ersten Satz ernsthaft etwas entgegenzusetzen, aber nachfolgend unterliefen den Gästen – angetreten ohne die erstligaerfahrenen Lena Werzinger und Sandra Ferger – letztendlich zu viele individuelle Fehler, die der BBSC dankend annahm und bestrafte. Auf Berliner Seite sah man neben der bekannt gut funktionierenden Block-Feldabwehr immer wieder schöne Angriffskombinationen, die souverän und erfolgreich abgeschlossen wurden.

Die Mannschaft zeigte so, dass sie sportlich durchaus das Zeug hätte, in der für die nächste Saison geplanten 2. Bundesliga Pro anzutreten. Der Verein hatte in den vergangenen Wochen nach Abwägen der Vor- und Nachteile das Interesse gegenüber der Ligaleitung bekundet, die neue Herausforderung anzunehmen. In Köpenick weiß man freilich, dass dies kein Selbstläufer ist – im Berliner Südosten wird man sich deutlich professioneller aufstellen müssen, um den Spielerinnen die Möglichkeit eines Kräftemessens auf höherem sportlichen Niveau zu geben. Berlins Trainer Jens Tietböhl weiß natürlich, „dass der BBSC nur auf der Nachrücker-Position für die zunächst auf 14 Plätze begrenzte Liga weilt, aber wir wollen mit unserem Auftreten auf dem Feld zeigen, dass wir sportlich in dieser Liga mithalten können.“

Zum MVP des Abends wählten die Trainer Katharina Kummer (BBSC) sowie Lena Bernhard (Allbau).

Der BBSC ist am kommenden Wochenende in Oythe zu Gast. Das nächste Heimspiel findet am 18. Februar 2023 um 19:00 Uhr gegen den Schweriner Nachwuchs statt.

Für den BBSC im Einsatz: Isabell Böttcher, Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Kristina Bognar

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Eisbären gewinnen das Kellerduell gegen Augsburg

Am 50. Spieltag der DEL trafen die beiden Teams aufeinander, deren Saisonlauf sich so völlig anders als erwartet entwickelte. Die Eisbären werden die Playoffs verpassen und die Augsburger droht sogar der Abstieg aus dem Oberhaus. Vom vorletzten Tabellenplatz werden die Augsburger Panther nicht mehr wegkommen und die Eisbären, vor dem Spiel auf Platz 13?

Im ersten Drittel schien es so, als wollten die Eisbären ihren Gegner überrollen. Mehr als ein Tor sprang dabei nicht heraus. In der 8. Minute überwand Yannick Veilleux mit einem Kracher von der blauen Linie Markus Keller im Augsburger Tor. Die Gäste trafen zweimal das Gehäuse und zudem kratzte ein Eisbärenverteidiger den Puck noch von der Linie. Vorsichtshalber wurde bei zwei Gelegenheiten der Videobeweis bemüht. Es hatte ja am 13. Januar, als sich beide bereits gegenüberstanden, harsche Kritik an der Schiedsrichterleistung gegeben.

In der Kabine muss es eine etwas lautere Ansprache des Augsburger Trainers Kai Suikkanen gegeben haben. Die Gäste kamen verbessert zurück und hatten mit ihrem ersten Powerplay Erfolg. Elis Morgan brummte wegen Beinstellens in der Box und Matthew Puempel konnte einnetzen. Die Weichen auf Sieg und die wichtigen drei Punkte stellten die Eisbären nur 5 Minuten später. Der Kapitän Frank Hördler zog von der blauen Linie ab und Matthew White hielt seinen Schläger in den Schuss. Gegen den Abfälscher hatte der Augsburger Goalie keine Chance. In der 36. Minute war es Frank Mauer, der mustergültig bedient wurde, von Giovanni Fiore. Augsburgs Verteidigung hatte bereits abgeschaltet.

Das Spiel am Sonntagnachmittag, zur besten Eishockeyzeit, hatte 13.738 Zuschauer in die Arena gelockt. Sie durften in der 43. Minute einen weiteren Treffer von Matt Whithe bewundern. Sein satter Schlagschuss fand an der Schlägerseite von Goalie-Keller vorbei den Weg ins Tor. Die Augsburger versuchten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu wehren. Ihre zweite Powerplay-Chance ab der 48. Spielminute konnten sie nicht nutzen. Den Gästen gelang in der 59. Minute der Anschlusstreffer zum 2:4. Zu spät, die drei Punkte blieben in Berlin.

In den letzten zehn Minuten der Partie gaben die Eisbärenfans noch einmal alles, sorgten für tolle Eishockeystimmung und bekamen es mit einem Sieg vergütet. Was dieser Sieg in der Endabrechnung Wert sein wird, ist abzuwarten. Leider müssen die Eisbären auch auf die Anderen schauen.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske