Heimschwäche überwunden – Eisbären besiegen Kölner Haie

Es begann wie bei fast jedem Heimspiel in dieser Saison, die Eisbären liefen einem Rückstand hinterher. In der 5. Spielminute schlossen die Gäste aus Köln einen Angriff erfolgreich ab. Luis Üffing hielt die Kelle in einen Schuss von Jonathan Matsumoto und Mathias Niederberger war geschlagen. Die Bemühungen der Eisbären diesen Zwischenstand zu begradigen waren bis zur ersten Drittelpause nicht von Erfolg gekrönt. Sie mussten vielmehr zwei Strafzeiten überstehen. So ging das Anfangsdrittel nicht ganz unverdient an die Gäste. Zudem waren die Eisbären gewarnt, die Kölner kamen mit der Empfehlung von 19 Punkten aus 10 Spielen nach Berlin. Hinter der Bande der Gäste standen mit Uwe Krupp und seinem neuen Assistenz-Trainer Clement Jordin in Berlin nicht ganz unbekannte Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte in der ersten Pause eine Menge zu kritisieren.

In dieser Drittelpause wurde es offiziell, geballte NHL-Erfahrung kommt nach Berlin. Die Fraktion der Dänen bekommt Zuwachs. Frans Nielsen spielt zukünftig für die Eisbären. Hier sind seine eindrucksvollen Zahlen, 925 NHL-Spiele für New York Islanders und die Detroit Red Wings. Insgesamt spielte er 15 Jahre in der besten Eishockey-Liga der Welt, der Mittelstürmer erzielte 167 Tore selbst und gab für 306 die Vorlage. Der inzwischen 37-Jährige will noch nicht ganz aufhören, des Geldes wegen ist er bestimmt nicht zu den Eisbären gewechselt.

Der Ausgleich fiel in der 26. Minute. Es war ein Tipp-in, Eric Mik fälschte einen Schuss von Marcel Noebels unhaltbar für Kölns Goalie Justin Pogge ab. Für den 21-jährigen Verteidiger war es sein erstes DEL-Tor. Den dazugehörigen Puck wird er sich einrahmen. Lange währte die Freude über den Ausgleich nicht, nur eine Minute später kassierten die Eisbären trotz Überzahl den erneuten Rückstand. Der Torschütze für Köln war Lucas Dumont.

In der 38. Minute drehten die Eisbären das Spiel. Im Eishockey kann das sehr schnell gehen. Zwischen dem 2:2 und der 3:2 Führung lagen nur 12 Sekunden. Stadionsprecher Uwe Schumann war noch mit der Verkündung des 2:2 beschäftigt, da klingelt es erneut. Die Torschützen in der 38. Minute waren Mat White und Kevin Clarke.

Im Schlussabschnitt schienen die Eisbären die Sache in den Griff zu bekommen. Yannick Veilleux baute die Führung aus und stellte in der 42. Minute auf 4:2. Doch geschlagen gaben sich die Kölner nicht. In der 44. Minute verkürzte Marcel Barinka auf 3:4. Es wurde wieder spannender. Ausgleich oder die Vorentscheidung, drei Tore fielen im Powerplay und diese Chance nutzten die Eisbären in der 57. Minute. Die Kölner begingen einen Wechselfehler, es war ein Spieler zu viel auf dem Eis. Die Überzahl nutzte Veilleux für seinen zweiten Treffer und damit war die Oper fast zu Ende. Nochmals Unterzahl für Köln in der Schlussminute und der erste Heimsieg der aktuellen Saison war perfekt. Ein hartes Stück Arbeit.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg in Bremerhaven

Die Eisbären haben den zweiten Auswärtssieg der Saison gelandet. Am 3. Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer Serge Aubin mit 4:0 in Bremerhaven. Im 1. Drittel fiel ein frühes Tor, Kevin Clark brachte die Eisbären in der 4. Spielminute in Führung. Im Mittelabschnitt zogen die Eisbären davon, Mat White, Marcel Noebels und Leo Pföderl erzielten die Treffer.

Bremerhaven konnte versuchen was es wollte, das Tor der Eisbären blieb verschlossen. Nichteinmal eine 5 zu 3 Überzahl konnten die Pinguine für einen Treffer nutzen. Im Tor der Eisbären bekam erneut Tobias Ancicka den Vorzug und feierte einen Shutout.

Eisbären-Trainer Serge Aubin sprach vom besten Spiel seiner Mannschaft seit Beginn der Vorbereitung.

DEL 3. Spieltag 17.09.2021

Bremerhaven Pinguins – EHC Eisbären Berlin 0:4 (1:0/3:0/0:0)

Aufstellungen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Maxwell (Franzreb) – Dietz, Eminger; McNeill, Alber; Kreutzer, Krogsgaard; Stovvasser – Urbas, Jeglic, \/erlic; Uher, Friesen, McGinn; Reisnecker, Wejse, Mauermann; Andersen, \/ikingstad, Kinder – Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Müller, Ellis (A): Jensen, Wissmann (A); Hordler (C), Despres;Mik – Noebels, Byron, Pfoderl; White, Boychuk, Fiore; \/eilleux, Wiederer, Clark; Roßmy, Streu, Tuomie- Trainer: Serge Aubin

Tore

0:1 – 03:58 – Clark (Hordler) – E0

0:2 – 22:40 – White (Fiore, Boychuk) – E0

0:3 – 29:16 – Noebels (0esprés, Byron) – E0

0:4 – 30:50 – Pföderl (Byron, Noebels) – E0

Strafen

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 2 (2, 0, 0) Minuten – Eisbären Berlin: 8 (0, 2, E) Minuten

Schiedsrichter
Andrew Brüggeman. Gordon Schukies (Marcus Hofer. Jonas Merten)
Zuschauer: 2.407

Eisbären gewinnen in Iserlohn

Es war ein unterhaltsames Eishockeyspiel für die 3.080 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee in Iserlohn. Nach dem 1. Drittel stand es 1:1. Die Führung der Gastgeber durch Ex-Eisbär Kris Foucault konnte Kevin Clark ausgleichen. Die folgenden Spieldrittel verliefen torreicher. Für die erneute Führung der Roosters sorgte ein weiterer Ex-Eisbär. Sven Ziegler überwand Tobias Ancicka mit einem Penalty. Leo Pförderls Treffer brachte den erneuten Ausgleich, wieder Führung für die Roosters und Ausgleich, mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

Matt White sorgte zunächst mit einem Doppelpack für einen 2 Torevorsprung, bevor Sven Ziegler für Iserlohn verkürzen konnte. Für die Vorentscheidung zeichnete ein Treffer von Marcel Noebels verantwortlich. Ein empty-netter von Zachary Boychuk stellte den Endstand von 7:4 für die Eisbären her.

Serge Aubin, der Trainer der Eisbären, war zufrieden: „Unsere Führungsspieler haben Verantwortung übernommen, es war aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.“

Am 3. Spieltag, Freitag, 17. September müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten.

DEL 2. Spieltag 12.09.2021 16:30 Uhr Eishalle am Seilersee in Iserlohn

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:7 (1:1/2:2/1:4)

Strafen

Iserlohn 8(6,2,0)

Eisbären 12 (4,6,2)

Erste Personalentscheidungen bei den Eisbären

Die Eisbären Berlin können die ersten Informationen zur Planung für die kommende PENNY DEL Saison 2021/22 bekannt geben. Nachdem der Vertrag mit Cheftrainer Serge Aubin bereits erneuert wurde, einigten sich die Berliner auch mit Assistenz-Trainer Craig Streu auf eine Vertragsverlängerung. Das neue Arbeitspapier des 52-Jährigen läuft über weitere zwei Jahre.Assistant Coach Gerry Fleming wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr zum Trainerteam gehören.

„Bereits vor ihrer Zeit in Berlin haben Serge Aubin und Craig Streu seit vielen Jahren erfolgreich zusammengearbeitet. Auch bei den Eisbären haben sie hieran nahtlos angeknüpft. Wir freuen uns, dass auch Craig weiterhin Teil unseres Trainerteams sein wird. Wir bedanken uns bei Gerry Fleming für die Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Er hatte einen großen Anteil an unseren Erfolgen“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Darüber hinaus konnten die ersten Einigungen mit Spielern bezüglich neuer Verträge erzielt werden. So werden die deutschen Verteidiger Frank Hördler, Jonas Müller, Kai Wissmann und Eric Mik auch weiterhin für die Hauptstädter auflaufen. Müller und Wissmann unterschrieben für jeweils weitere drei Saisons. Hördlers und Miks neuer Arbeitsvertragläuft jeweils über die kommende Spielzeit 2021/22. Zudem bleiben auch die Stürmer Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore jeweils ein weiteres Jahr in Berlin.

Stéphane Richer: „Wir sind sehr glücklich über diese Vertragsverlängerungen. Frank Hördler war in der abgelaufenen Spielzeit ein super Kapitän und herausragender Führungsspieler. Mit seiner Erfahrung und beständigen Leistung war er einer der Eckpfeiler der Mannschaft. Jonas Müller und Kai Wissmann sind als deutsche Nationalspieler wichtige Stützen in unserer Verteidigung. Eric Mik hat sich im vergangenen Jahr enorm weiterentwickelt und war fester Bestandteil unserer Meistermannschaft. Er hat gezeigt, dass er noch riesiges Potenzial hat. Giovanni Fiore, Matt White und Zach Boychuk haben sich perfekt ins Team integriert,als sie im Laufe der letzten Saison zu uns gestoßen sind. Alle haben bedeutendeRollen innerhalb des Teams ausgeübt und waren wesentliche Faktoren für den Gewinn der Meisterschaft. Ich freue mich, dass wir allein Berlin halten konnten.“

Den Verein verlassen werden John Ramage, Mark Olver, Kris Foucault, Pierre-Cédric Labrie, Fabian Dietz und Thomas Reichel. Mit den beiden Verteidigern Simon Després und Ryan McKiernan befindet sich die sportliche Leitung aktuell noch in Gesprächen.„Wir bedanken uns bei allen Spielern für ihr, teilweise jahrelanges, Engagement für die Eisbären. Die Entscheidungen sind uns nicht leichtgefallen“, erklärt Stéphane Richer. „Jeder einzelne hat einen großen Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg für ihre Zukunft.“

Der derzeitige Eisbären-Kader für die Saison 2021/22:Tor: Mathias Niederberger, Tobias Ancicka Abwehr: Kai Wissmann, Frank Hördler, EricMik, Jonas Müller, Constantin Braun Sturm: Nino Kinder, Mark Zengerle, Parker Tuomie, Giovanni Fiore, Haakon Hänelt, Sebastian Streu, Zach Boychuk, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White, Lukas Reichel.

Quelle: EHC Eisbären Berlin

Spiel und Serie gedreht – Eisbären im Halbfinale

Der letzte Sieg ist immer der Schwerste, so lautet eine alte Binsenweisheit in den Playoffs. Die Eisbären hatten in Spiel 2 der Viertelfinalserie den Gegner gedemütigt. Indem alles entscheidenden Spiel 3 führten die Iserlohner nach neun Minuten mit 2:0. Der Ersatzkapitän für Torsten Ankert Marko Friedrich war der doppelte Torschütze. Es sah nicht gut aus für die Eisbären. Sie waren gemessen an dem Auftritt keine 48 Stunden zuvor nicht wiederzuerkennen.

Iserlohns Taro Jentzsch und Eisbär Mark Zengerle Foto © Hans-Peter Becker

Eishockey wäre nicht Eishockey und die Eisbären nicht die Eisbären, wenn sie so einem Spiel nicht ein zweites Gesicht verpassen könnten. Im Mittelabschnitt drehten sie das Spiel. Aus dem 0:2 wurde erst eine 4:2 Führung, die allerdings sechs Sekunden vor Ultimo des Mittelabschnitts auf 4:3 zusammenschmolz.

Der Anschlusstreffer fiel bei der ersten Powerplay-Möglichkeit für die Gäste. Fast zwei Drittel lang blieb die Strafbanktür der Eisbären geschlossen. Angesichts der Erfolgsquote der Iserlohner im Überzahlspiel eine gelungene Maßnahme. Das erste Überzahlspiel und der Puck zappelte im Netz.

So wurde das reguläre Schlussdrittel spannend, Nägelkauen vor den Fernsehgeräten. Der Treffer zum 5:3 fiel in der 52. Minute, es blieb noch genug Zeit und die Sekunden dehnten sich, zumal es eine Chance im doppelten Überzahlspiel für Iserlohn gab. Die Erlösung war die Schlusssirene, die ertönte kurz nach 20:00 Uhr in der MB-Arena. Es geht weiter für die Eisbären.

Der Gegner im Halbfinale werden dann Panther aus Ingolstadt sein.

Brad Tapper (Trainer Iserlohn Roosters) Es war ein gutes erstes Drittel meiner Mannschaft. In der ersten Pause muss etwas mit den Eisbären passiert sein. Serge Aubin wird in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Vielen Dank an die Verantwortlichen der Roosters, die uns eine gute Saison ermöglicht haben.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Respekt an die Iserlohn Roosters, das war eine harte und schwere Serie. Unser Start in die Partie heute war natürlich alles andere als gut. Wir haben Iserlohn zu viel Platz gelassenund wurden direkt mit den beiden Gegentoren bestraft. Ab dem Mitteldrittel wurde unser Spiel besser. Wir haben ihnen nicht mehr so viel Raum gelassen, haben härter gespielt und hatten gute Spielzüge. Durch die Strafe kurz vor Ende des Drittels kam Iserlohn noch einmal zurück. Das 5:3 hat uns dann die nötige Ruhe gegeben. Die Reihe um Matt White war heute natürlich sehr stark, aber wir gewinnen zusammen als Team.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Mannschaft hat Charakter bewiesen. Ab dem zweiten Drittel haben wir physischer gespielt und die Iserlohner Verteidiger früh attackiert. Matt Whites Breakaway-Tor zum 1:2 hat uns zurück ins Spiel gebracht und Mathias Niederberger hat sehr gut gehalten. Wir haben in der Verteidigung alles gegeben und viele Schüsse geblockt. Gegen Ingolstadt werden es, wie schon in der Hauptrunde, sehr enge Spiele. Die Partien werden wieder sehr hart und körperbetont. Wir starten direkt mit der Vorbereitung und sind bereit für Montag.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Den Start haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Im zweiten Spielabschnitt haben wir dann alles gegeben, das war ein sehr starkes Drittel von uns. Alle Spieler haben super gespielt und so hatten wir dann das Momentum im Schlussdrittel auf unserer Seite. Das Zusammenspiel mit Kris Foucault und Mark Zengerle funktioniert gut und das Timing für meinen Hattrickwar natürlich optimal. Während der sechs gegen drei Unterzahl hatte Mathias Niederberger eine sehr wichtige Parade. Gegen Ingolstadt wird es eine enge Serie.“

DEL Playoff Viertelfinale Spiel 3 24.04.2021 17:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin–Iserlohn Roosters5:3 (0:2, 4:1, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Hördler (C), Wissmann (A); Després, McKiernan; Müller, Ramage (A);Mik –Noebels, Boychuk, Reichel; White, Zengerle, Foucault; Fiore, Olver, Tuomie; Labrie, Streu,Dietz –Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) –Reinhart, Baxmann; Raymond, Riefers; Buschmann, O’Connor–Friedrich, Grenier, Bailey; J. Whitney, Raedeke, Lowry; S. Whitney, Weidner, Jentzsch; B. Aubin, Fleischer, Lautenschlager–Trainer: Brad Tapper

Torfolge:

0:1– 02:28 –Friedrich(Raymond, Riefers)–EQ

0:2 – 08:03 –Friedrich (Grenier, O’Connor) –EQ 1:2 –20:49 –White (Zengerle) –EQ

2:2 – 29:18 –White (Ramage, Foucault) –EQ

3:2 – 31:01 –White (Müller, Zengerle) –EQ

4:2 – 32:47 –Foucault (White, Hördler) –EQ

4:3 – 39:54 –Bailey (O’Connor, Grenier) –PP1

5:3 – 51:39 –McKiernan –EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 16 (0, 2, 14) Minuten–Iserlohn Roosters: 8 (2, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter:

Andre Schrader, Gordon Schukies (Maksim Cepik, Nikolaj Ponomarjow)

Eisbären bleiben zu Hause weiter ungeschlagen

Die Serie hält, auch die Iserlohn Roosters, die sich erstmals in der neuen Saison in Berlin vorstellten, konnten die Eisbären nicht bezwingen. Ein frühes Tor durch Leo Pförderl in der 6. Minute konnten die Gäste nur knapp drei Minuten später ausgleichen und hatten in der 11. Spielminute das Spiel gedreht. Joseph Whitney traf in Überzahl für die Roosters. In der DEL-Statistik, was den Erfolg bei Überzahlspielen anzeigt, rangieren die Iserlohner aktuell auf Platz 4, 27,08 % ihrer Überzahlspiele endeten mit einem Torerfolg. Die Eisbären haben da Nachholbedarf, zum Vergleich: Platz 6 und eine Erfolgsquote von 21,43 %.

Der Puck zappelte im Anfangsdrittel erneut im Eisbären-Tor. Die Roosters gewinnen das Bully vor dem Eisbären-Tor und Casey Bailey zog ab mit einem mächtigen Schlagschuss. Auf dem Eis wurde auf Tor entschieden, der Videobeweis brachte eine Revision. Mathias Niederberger hatte reklamiert. Torraumabseits war es nicht, aber eine unzulässige Behinderung des Goalies soll vorgelegen haben. Da hatten sie ein bisschen Glück, das Tor hätte auch zählen können.

Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären mächtig auf und übernahmen erneut die Führung im Spiel mit einem Doppelschlag in der 31. und 34. Minute. Es blieb spannend bis in die Schlussphase. Erst in der 59. Minute machte Mark Zengerle mit seinem Treffer zum 4:2 ins leere Tor alles klar. Der Sieg war insgesamt verdient. Die Eisbären steigerten sich nach dem 1. Drittel. Erstmals wirkte bei den Eisbären Neuzugang Zachary Boychuk mit. Er kam als Center der dritten Sturmreihe zusammen mit Matthew White und Giovanni Fiore zu Einsatz. Bei seiner Premiere im Eisbärentrikot war er exakt 17:01 Minuten bei 24 Wechseln auf dem Eis. Der inzwischen 31-jährige Kanadier spielte zuletzt in der Schweiz und kann auf die Erfahrung von 127 Spielen in der NHL verweisen.

Für sie Eisbären geht es am Sonntag, 31. Januar auswärts in Wolfsburg weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Die ersten vier bis fünf Minuten waren durchaus in Ordnung, danach sind wir etwas nachlässig und zu leichtfertig geworden. In der Drittelpause haben wir dann ein paar Veränderungen vorgenommen und sind deutlich besser aus der Kabine gekommen. Im zweiten und dritten Drittel haben wir als Team wunderbar funktioniert. Mit dem Ausgang des Spiels bin ich zufrieden, auch wenn die ersten Minuten noch Optimierungspotenzial hatten.“

Lukas Reichel (Stürmer EisbärenBerlin): „Das war ein verdienter Sieg. Wir haben gut und diszipliniert gespielt. Wir haben es Iserlohn schwergemacht, gut Druck erzeugt und hart gespielt. Mathias Niederberger war stark heute und hat die Chancen der Roosters vereitelt.“

Zach Boychuk (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich habe mich gut gefühlt. Das Training gestern hat mir sehr geholfen. Das Zusammenspiel in unserer Reihe hat mit gut gefallen und ich hatte einige Chancen. Der Schlüssel zum Erfolg war unser aggressives Spiel, wir haben Iserlohn kaum Zeit gelassen, haben viele Puckverluste kreiert, viele Schüsse abgegeben und zweite Chancen bekommen. So müssen wir spielen.“

DEL 13. Spieltag 28.01.2021 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 4:2 (1:2, 2:0, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Espeland; Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) – Ankert, Baxmann; Johnston, Raymond; Buschmann; Orendorz; Proske – Aubin, Raedeke, Friedrich; Jentzsch, Grenier, Whitney; Bailey, Sutter, Lowry; Fleischer, Weidner, Lautenschlager – Trainer: Jason O’Leary

Torfolge

1:0 – 05:27– Pföderl (Noebels, Espeland) – EQ
1:1 – 08:23 – Johnston (Raymond, Friedrich) – EQ
1:2 – 10:09 – Whitney (Raymond, Grenier) – PP1
2:2 – 31:13 – Foucault (Zengerle, Müller) – EQ
3:2 – 33:49 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1
4:2 – 58:15 – Zengerle (Tuomie) – EQ/EN
Strafen: Eisbären Berlin: 10 (6, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 16 (6,4,6) Minuten

Schiedsrichter: Gordon Schukies, Bastian Steingross (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Haie gehen bei den Eisbären unter

Zum dritten Heimspiel der verkürzten Corona-Saison empfingen die Eisbären die Kölner Haie. In den Reihen der Gäste waren wieder einige bekannte Gesichter, angefangen vom Trainer Uwe Krupp über Torwart Justin Pogge und Alexander Oblinger mit Eisbären Vergangenheit. Der in der vergangenen Saison noch bei den Eisbären spielende Mittelstürmer James Sheppard stand wegen einer Verletzung nicht im Kader.

Es lief alles für die Eisbären. Faktisch ihr erster Angriff brachte die 1:0 Führung durch Matthew White. Ganze 44 Sekunden waren erst gespielt. Nur knappe sieben Minuten später erhöhten die Eisbären auf 2:0. Im Eishockey ist manchmal die Torvorbereitung ein kleines Kunstwerk. Dem Treffer von Parker Toumie ging ein Pass von Kapitän Frank Hördler aus dem eigenen Drittel, queer fast über die gesamte Eisfläche, voraus. Während den Eisbären fast alles zu gelingen schien, bekamen die Domstädter bis zur letzten Drittelpause nichts Zählbares zustande.

Im Mittelabschnitt schlugen die Eisbären zweimal zu. In der 31. Minute sogar in Unterzahl. Wieder war es eine zauberhafte Vorbereitung durch Giovanni Fiore, der seinen Kapitän auf die Reise schickte und der stellte auf 4:0. Der Treffer zum 3:0 fiel in der 23. Minute. Die Eisbären waren effektiv und die Kölner. Erst hatten sie kein Glück, dann kam Pech hinzu und Torwart Mathias Niederberger. Der reckte nach 60 effektiven Spielminuten, in Berlin zeigte die Uhr 22:45, seinen Torwartschläger in die Höhe und feierte seinen zweiten Shutout der Saison. Kapitän Frank Hördler würdigte nach dem Spiel seine Leistung. Die Kölner zwangen ihn zu 34 Saves. Hördler selbst, als Verteidiger nicht unbedingt für das Erzielen von Toren zuständig, krönte seine gute Leistung mit seinem ersten Saisontor und der ersten Torvorbereitung. Das Kapitänsamt scheint ihn zu beflügeln.

Der Blick auf die Ergebnistafel war für Uwe Krupp kein Vergnügen. © Foto: Hans-Peter Becker

Sein Gegenüber im Kölner Tor durfte sich das letzte Drittel von der Spielerbank aus ansehen. Trainer Uwe Krupp griff zum letzten Mittel und wechselte den Torwart. Für Pogge kam Hannibal Weitzmann, ein gebürtiger Berliner, der bekam wie sein Torhüter-Kollege gleich ein schnelles Tor eingeschenkt. Bei Pogge dauerte es 44 Sekunden, Weitzmann hielt 5 Sekunden länger durch. In der 51. Minute stellte Foucault auf 5:0. Die Kölner mühten sich und die Eisbären vergaben noch einige Möglichkeiten.

Eisbären Goalie Mathias Niederberger war der Turm in der Schlacht © Foto: Hans-Peter Becker

Während Uwe Krupp sich das Spiel aus Kölner Sicht sicher anders vorgestellt hatte, war Serge Aubin natürlich sehr zufrieden. „Ich bin natürlich zufrieden mit dem Spiel heute, das war die Antwort, die ich nach der Niederlage in Iserlohn erwartet habe. Der frühe Führungstreffer hat uns geholfen und wir sind in den ersten zehn bis zwölf Minuten sehr gut ins Spiel reingekommen. Dennoch haben wir zu viele Strafen genommen, aber unser Unterzahlspiel war heute super. Mathias Niederberger hat herausragende Paraden gezeigt und die ein oder andere hochkarätige Chance vereitelt.“

Von der Niederlage in Iserlohn haben sich die Eisbären schnell erholt. Am Montag, 11.01.2021 müssen sie bei der Düsseldorfer EG antreten.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

08.01.2021 MB Arena Berlin 20:30 Uhr

Eisbären Berlin–Kölner Haie 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Torfolge:
1:0 – 00:44 – White (Zengerle, Fiore) EQ
2:0 – 06:33 – Tuomie (Hördler, Olver) EQ
3:0 – 22:35 – Foucault (Olver, Tuomie) EQ
4:0 – 31:00 – Hördler (Fiore, Noebels) SH1
5:0 – 40:49 – Foucault (Olver) EQ

Strafen:
Eisbären Berlin: 12 (2, 4, 6) Minuten –
Kölner Haie: 8 (2, 2, 4) Minuten

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland,Wissmann (A); Gawanke, Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie
Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge, Weitzmann (41.) D. Tiffels, Mo. Müller (C); Sennhenn, Zerressen; Edwards (A), Ugbekile; Gagné Matsumoto, Akeson, Barinka; Ma. Müller, Tiffels, Zalewski; Sill (A), Dumont, Oblinger; Bartuli, Köhler
Trainer: Uwe Krupp

Niederlage in Augsburg

Es war ein gebrauchter Sonntagnachmittag, am 18. November im Augsburger Curt-Frenzel Eisstadion für die Eisbären. Am 19. Spieltag unterlagen sie vor 5.462 Zuschauern mit 0:3. Es war das erste Spiel in dieser Saison, wo die Mannschaft von Clement Jodoin ohne eigenen Torerfolg blieb. Das Spiel hatte noch gar nicht so richtig begonnen, die lagen die Eisbären bereits mit 0:1 hinten. Es dauerte 19 Sekunden, die Eisbären hatten das Eröffnungsbully gewonnen und trugen den ersten Angriff des Spiels vor. Tragischerweise schlug Danny Richmond über den Puck und daraus entwickelte sich ein Konter für die Augsburger. Dieser frühe Gegentreffer zeigte Wirkung.

Die Eisbären zeigten sich durchaus bemüht, ein Treffer wollte nicht gelingen. Eher im Gegenteil, Eisbärengoalie Kevin Poulin hielt seine Mannschaft im Spiel. In der 29. Minute war er machtlos, als Andrew Leblanc zum 2:0 für Augsburg treffen konnte. Als zehn Minuten später die Augsburger auf 3:0 erhöhten, Torschütze Matthew White, war das Spiel Vorentscheiden. Bei diesem Gegentreffer fälschte Micky DuPont den Puck für seinen Torwart unglücklich ab. Die Eisbären fanden keine Mittel gegen die leidenschaftlich kämpfenden Augsburger Panther.

Das Schlussdrittel endete torlos. Wenigstens konnte James Sheppard in der 58. Minute einen Sieg nach Punkten erringen. Er lieferte sich einen Faustkampf mit Augsburgs Adam Payerl, für beide war das Spiel vorzeitig beendet. Das Spiel war von vielen Raufereien gekennzeichnet. Es kam zu einer beachtlichen Ansammlung von Strafminuten. Die Eisbären fügten ihrer Saisonstatistik weitere 64 Minuten hinzu, die Augsburger brachten es auf 52. Neben James Sheppard musste auch Danny Richmond vorzeitig duschen. Sein zweiter Faustkampf war einer zuviel.

Die Eisbären bleiben bei 30 Punkten und belegen Platz sechs in der Tabelle. Sie spielen bereits am kommenden Donnerstag, 22.11. 19:30 in der heimischen MB-Arena gegen die Düsseldorfer EG. Die DEG kommt mit der Empfehlung eines Sieges in der Overtime gegen den rheinischen Rivalen Kölner Haie nach Berlin.

Hans-Peter Becker