Pflichtaufgabe erfüllt – Füchse gewinnen gegen GWD Minden

Füchse Berlin – GWD Minden 35:26

Die Füchse hatten das vorletzte Heimspiel der Saison zum „Tag des Kinderhand-balls“ ausgerufen. Bei freiem Eintritt für die Eltern konnten sich die Jüngsten bei der gemeinsam mit dem HVB und der AOK organisierten Aktion an verschiedenen Stationen, sogar auf dem Spielfeld der Profis ausprobieren und auch Autogramme der Füchse-Spieler ergattern.

Ein Kinderspiel war die Partie gegen GWD Minden für die Gastgeber zunächst nicht. Zwar waren die Berliner mit hohem Tempo gestartet und hatten schnell einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen (6:3 /7.), aber Ballverluste und überhastete Würfe boten den Gästen aus Ostwestfalen immer wieder Möglichkeiten zum Kontern. Drei Mal konnte Minden, als Drittletzter noch mitten im Abstiegskampf, einen Mehr-Tore-Vorsprung der Füchse ausgleichen. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte spielten sich die Berliner frei und gingen mit einem 18:15 in die Pause.

Nach dem Wechsel erhöhten die Füchse das Tempo und gewannen gegen die nunmehr überforderten Gäste zunehmen die Kontrolle über das Spiel. Weniger Ballverlusten. Mehr Konsequenz beim Ausnutzen der Wurfchancen – somit wuchs der Vorsprung kontinuierlich.

Aus dem Team ragte dabei erneut Hans Lindberg heraus. Der fast 41-jährige dänische Rechtsaußen, er hatte in der Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, spielte sich in einen wahren Rausch. Mit seinen 11 Treffern zeichnete er am Ende fast für ein Drittel der Füchse-Tore verantwortlich. Zum fünften Mal in Folge könnte Hans Lindberg als erfolgreichster Füchse-Schütze aus der Saison gehen. Auch in der Torjäger-Liste der Bundesliga liegt er in Führung. Mit bisher 228 Toren hat er seinen Bestwert (202/ Saison 2019/20) längst übertroffen.

Der souveräne 35:25-Sieg vor 8066 Zuschauern hatte am Ende jedoch einen bitteren Beigeschmack. Fabian Wiede verletzte sich bei einer Abwehraktion am Fuß Wahr-scheinlich ist die Saison damit für den Nationalspieler, der sich schon einmal am Sprunggelenk verletzt hatte, vorzeitig beendet.

Da die SG Flensburg-Handewitt zeitgleich in Lemgo unterlag, konnten die Füchse ihren Vorsprung auf den Mitkonkurrenten um Platz drei auf vier Punkte ausbauen. Für den Sprung auf Rang zwei und das Erreichen der Champions League wären an den zwei ausstehenden Spieltagen zwei Siege (nächste Partie am Mittwoch bei der HBW Balingen-Weilstetten) nötig, bei gleichzeitigen Punktverlusten des THW Kiel. Darüber spekulieren wollte Füchse-Trainer Jaron Siewert jedoch nicht. „Wir müssen bereit sein, falls Kiel etwas liegen lässt.“ Platz drei am Saisonende wäre die beste Füchse-Platzierung seit 2017/18.

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 3, Holm 2, Andersson 5, Lindberg 11/2, Lets 1, Vujovic 6, Marsenic 4, Drux 3

Füchse verpassen das Viertelfinale der European League

30:33 – Füchse verlieren auch das Rückspiel gegen HSC Nantes

Nach 45 Minuten war die Situation verheißungsvoll – 25:22. Die Füchse führten gegen den HSC Nantes zum ersten Mal mit drei Toren. Das 24:25 aus dem Hinspiel vor einer Woche war mehr als wettgemacht. Das Weiterkommen gegen den letztjährigen Champions-League-Halbfinalisten schien machbar. Die 5.218 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle waren aus dem Häuschen.

Die Hoffnung erstarb sehr schnell. Innerhalb von sieben Minuten wandelte der aktuelle Zweite der französischen Liga den Rückstand in einen zwei-Tore-Vorsprung. „Wir haben in dieser Phase zu viele Fehler gemacht“, fand Füchse-Coach Jaron Siewert hinterher.. Besonders ärgerlich war, dass die Berliner ihren Vorteil aus der Hand gaben, als Nantes wegen einer 2-Minuten-Strafe zeitweise mit einem Spieler weniger agierte. „Wir haben da komplett die Kontrolle über das Spiel verloren“, lautete Siewerts ernüchterndes Fazit.

Bereits der Start in die Partie war den in der Bundesliga in diesem Jahr noch ungeschlagenen Füchsen misslungen. Zu selten kamen die Berliner gegen Nantes gut organisierter Abwehr in aussichtsreiche Wurfpositionen. Mehrfach landeten Würfe an Latte und Pfosten. Das Spielglück war nicht aufseiten der Hausherren. Zudem scheiterte der sonst so sichere Hans Lindberg zweimal vom 7-Meter-Punkt.

Die Franzosen, angeführt vom 37-jährigen spanischen Ex-Weltmeister Valero Rivera schlugen daraus Kapital. Seine ideenreichen Anspiele nach Außen oder an den Kreis fanden immer wieder frei stehende Mitspieler. Das Zwischenergebnis: 3:6 nach zehn Minuten.

Aus dieser misslichen Lage kämpften sich die Füchse heraus. Ein Ruck schien durch die Mannschaft zu gehen. Dejan Milosavljev glänzte mit mehreren Paraden und die Torabschlüsse klappten jetzt besser. Mit 15:14 für die Gastgeber ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Die Füchse gingen in Führung, kassierten jedoch schnell den Ausgleich, weil es bei den schnellen Kontern des HSC Nantes an Aufmerksamkeit im Rückzugsverhalten fehlte. Die Partie blieb offen bis zu den schon beschriebenen „schwarzen sieben Minuten“ der Berliner. Dieser Blackout kostete den Sieg. Die cleveren Franzosen nutzten diese Schwächephase gnadenlos aus und gewann verdient mit 33:30. Im Viertelfinale trifft Nantes jetzt auf Bundesliga-Primus SC Magdeburg.

Für die Füchse gilt, was Routinier Hans Lindberg als Erkenntnis aus diesem Spiel mitnahm. „Wir sind enttäuscht, weil wir uns mehr vorgenommen hatten. Jetzt müssen wir das Spiel abhaken und uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren“.

Die lässt nicht lange auf sich warten. Am Sonntag, 10. April ab 16:05 Uhr in der Max-Schmeling-Halle, geht es gegen den TSV Hannover-Burgdorf weiter.

Für die Füchse im Einsatz:

Wiede 4/1, Holm 3, Vori 1, Andersson 5, Lindberg 5/1, Beneke 1, Vujovic 5/2 Marsenic 5, Drux 1

Herbert Schalling

Pflichtsieg gegen TVB Stuttgart – Füchse gewinnen 29:22

Nach dem Stress mit vier Spielen in einer Woche (Bundesliga und European League) hatten die Füchse diesmal etwas mehr Zeit zur Vorbereitung. Mannschafts-Kapitän Paul Drux hatte angekündigt, das Team wolle die Zeit zum „Aufladen der Akkus“ nutzen.

Zunächst schien es jedoch, als hätten die Berliner in der viertägigen Wettkampf-Pause ihren Rhythmus verloren. Viele technische Fehler, überhastete Abschlüsse, Ballverluste – in den ersten 20 Spielminuten konnten sich die Füchse keinen Vorsprung erarbeiten. Im Gegenteil, die Stuttgarter, die ihre letzten sechs Bundesliga-Spiele verloren hatten, nutzten ihre Konterchancen beherzt und hielten die Partie offen. Ungewöhnlich früh, nach 15 Minuten nahm Trainer Jaron Siewert deshalb seine erste Auszeit, um das Spiel seiner Mannschaft neu zu justieren. „Wir verlieren fünfmal durch ganz leichte und unnötige Fehler in der Vorwärtsbewegung den Ball. Das hat uns das Leben unnötig schwer gemacht“, analysierte der Coach im Nach-hinein. Eine Umstellung in der Deckung stabilisierte das Spiel der Füchse etwas. So konnten die Gastgeber mit einer 15:11-Führung in die Pause gehen.

Den Vorsatz, es in der zweiten Hälfte besser zu machen, konnten die Berliner zu-nächst jedoch nicht umsetzen. Wieder reihte sich im Aufbauspiel Fehler an Fehler. Da es die schwäbischen Gäste nicht besser machten, gelang jeder Mannschaft in den ersten zehn Minuten nach dem Wechsel nur ein Tor – äußerst ungewöhnlich für ein Bundesliga-Handballspiel.

Vor den 3350 Zuschauern (die maximal zugelassene Kapazität) erhöhten die Hausherren danach das Tempo und gewannen so Stück für Stück die Kontrolle über das Spiel. Daran hatte die von Viran Moros dirigierte Abwehr mit dem starken Torhüter Dejan Milosavljev (42 % gehaltene Bälle) ebenso ihren Anteil, wie Spielmacher Jakob Holm und Routinier Hans Lindberg. Erneut auffällig spielte der 18-jährige Max Beneke. Der Linkshänder warf vier Tore und verschaffte so Fabian Wiede auf der rechten Angriffsseite einige Erholungspausen. Dagegen blieb Lasse Andersen im linken Rückraum diesmal ohne Torerfolg.

Am Ende fiel der Sieg mit 29:22 deutlich aus. Die Füchse bleiben hinter Magdeburg (38:2), Kiel (34:8. Ein Spiel mehr) und Flensburg (32:8) Tabellen-Vierter (31:9). Für Sportvorstand Stefan Kretzschmar hatte der Erfolg dennoch einen Beigeschmack. „Wir lassen, glaube ich, zehn bis 15 hundertprozentige Chancen liegen. Wenn dir ein Gegner solche Chancen bietet, musst du sie auch nutzen.“

Die Anforderungen an die Berliner werden in den nächsten Wochen nicht geringer. Nach dem Europa-League-Spiel am Dienstag (22. Februar) gegen den spanischen Klub Bidasoa Irun geht es am nächsten Sonntag in der Bundesliga weiter, mit einem Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke.

Füchse Berlin: Milosavljev , Wiede 1, Holm 5, Lindberg 6/4, Langhoff 1, Beneke 4, Matthes 4, Koch 2, Marsenic 3, Drux 2

Herbert Schalling

Füchse siegreich in Göppingen

Die Füchse Berlin holen ihren ersten Auswärtssieg der noch jungen Bundesligasaison bei FRISCH AUF! Göppingen. Nach intensiven 60 Minuten gewinnt das Team aus der Hauptstadt mit 28:25 (16:11). Damit zeigten die Berliner eine wichtige Reaktion auf die Heimniederlage gegen GWD Minden am vergangenen Mittwoch. Bester Werfer des Hauptstadtklubs war Hans Lindberg mit sieben Toren.

Es begann sehr ausgeglichen in Göppingen. Doch der Hauptstadtklub konnte nach einem 2:3 durch die Treffer von Mijajlo Marsenic, Paul Drux und Tim Matthes in der siebten Spielminute auf 5:3 stellen. Die Berliner legten noch zwei Treffer nach und somit sahen sich die Hausherren von FRISCH AUF! nach zehn Minuten zur ersten Auszeit gezwungen. Doch das Team von Velimir Petkovic blieb hellwach und führte in der 14. Spielminute mit 10:5.

Die Füchse zeigten weiterhin eine hochkonzentrierte Leistung. Hans Lindberg verwandelte vom Siebenmeterstrich zum 12:6 und somit zog Göppingen bereits früh seine zweite Auszeitkarte. Allerdings ließ sich das Team aus der Hauptstadt auch dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen und führten in der 26. Spielminute mit 15:9. Schließlich wurden beim Stand von 16:11 die Seiten gewechselt.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts mussten die Berliner schnell in Unterzahl agieren und deshalb gelang den Gastgebern aus Göppingen der bessere Start. Somit Stand es in der 35. Spielminute nur noch 16:14, ehe Jakov Gojun das 17:14 erzielen konnte. Kurz darauf entschied sich Velimir Petkovic beim Stand von 18:17 für seine erste Auszeit in der zweiten Hälfte. Diese Auszeit zeigte Wirkung und der Hauptstadtklub konnte in der 44. Spielminute die Führung zum 21:18 erzielen.

Die Füchse übernahmen nun wieder die Kontrolle. Fabian Wiede traf in der 49. Spielminute in das verwaiste Tor der Hausherren zum 24:19. Jacob Holm war nun zweimal treffsicher und daher gingen die Berliner mit einem 26:22 in die letzten fünf Spielminuten. Die Füchse ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewinnen mit 28:25.

Füchse Berlin – FRISCH AUF! Göppingen 28:25 (16:11)

Milosavljev, Ziemer, Heinevetter; Ernst 6, Wiede 1, Holm 3, Struck, Mandalinic, Gojun 1, Lindberg 7/5, Simak, Müller, Matthes 1, Koch, Marsenic 3, Drux 6

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):

Ich habe die letzten Tage nicht viel Zeitung gelesen. Wenn du verlierst bekommst du einfach Druck und so war es heute. Ich wusste was uns heute erwartet. Ich kenne Göppingen. Hier ist immer Stimmung und eine hitzige Atmosphäre. Wir waren aber auch von Anfang an da. Mir hat gefallen, was wir in der ersten Hälfte in der Abwehr und im Angriff gemacht haben. Das war eine phänomenale erste Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir gemerkt, dass es wichtig ist Alternativen zu haben. Wir hatten im Angriff keine Geschwindigkeit mehr. Durch Jacob Holm, der heute zurückkam, hatten wir die Chance unseren Fluss wiederzuerlangen. Und haben dann in den letzten 15 Minuten wieder unser Potenzial abrufen können.

Quelle: Füchse Berlin

Füchse ohne Punkte in Leipzig

Die Füchse Berlin können auch beim SC DHfK Leipzig die Trendwende nicht schaffen. Mit 27:32 (15:16) verliert der Hauptstadtclub sein Bundesligaspiel in Leipzig. Am Ende bewiesen die Hausherren den längeren Atem. Die besten Werfer waren Bjarki Elisson und Hans Lindberg mit fünf Treffern.

Die Füchse starteten mit einer starken Angriffsleistung in die Partie. In der fünften Spielminute traf Jacob Holm mit dem vierten Berliner Treffer zum 4:3. Auch in den folgenden Minuten drückten die Füchse weiterhin aufs Tempo und durch einen Doppelschlag von Paul Drux und Fabian Wiede konnte sich der Hauptstadtclub auf 8:6 absetzen. 

Doch nach einer Zeitstrafe gegen Fabian Wiede kamen die Hausherren wieder heran und konnten selbst mit 8:9 in Führung gehen. Danach entwickelte sich ein ausgeglichener Spielverlauf. In der 22. Spielminute war beim 11:11 weiterhin alles eng zusammen. Bis zur Halbzeit blieb das Duell auf Augenhöhe. Am Ende der ersten 30 Minuten führte der SC DHfK Leipzig beim 15:16 denkbar knapp.

Zu Beginn gelang den Berlinern der Ausgleich, doch beim 18:20 in der 37. Spielminute waren die Gastgeber wieder mit zwei Treffern in Front. Dieser Rückstand hatte auch sieben Minuten später beim 21:23 noch Bestand. Beim 23:24 nach 47 Minuten bekamen die Füchse dann eine doppelte Zeitstrafe gegen Mijajlo Marsenic, der gleichzeitig mit der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde, und Fabian Wiede.

Das Spiel blieb eng aber der amtierende EHF-Champion aus Berlin lag auch acht Minuten vor dem Schlusspfiff beim 24:26 weiterhin mit zwei Treffern im Hintertreffen. Die Füchse schafften es bis in die 56. Spielminute den Rückstand zwar zu halten, aber konnten ihn nicht verkürzen. Im Anschluss sorgten die Leipziger für den Unterschied. Am Ende müssen die Füchse beim 27:32 in Leipzig die nächste Niederlage einstecken. 

Füchse Berlin – SC DHfK Leipzig 27:32 (15:16)

Heinevetter, Semisch; Wiede 4, Elisson 5, Holm 3, Struck, Gojun, Lindberg 5/1, Zachrisson 1, Simak 3, Urios, Reißky, Marsenic 2, Drux 4

Stimmen:

Paul Drux: 

Machen uns das Leben in der zweiten Halbzeit durch Zeitstrafen schwer. Wir spielen eigentlich eine ordentliche Abwehr im zweiten Abschnitt. Im Angriff fehlen dann irgendwann die Kräfte gegen Ende und die Tore werden nicht mehr so einfach. Kommen immer wieder ran und dann bekommen wir zweimal zwei Minuten. Das bricht einem natürlich das Genick. Wir können uns kämpferisch nichts vorwerfen und waren gut vorbereitet. Jetzt müssen wir weiter hart arbeiten und zusammenstehen. Am Sonntag steht das nächste wichtige Spiel an und dann kommt auch schon das Final Four.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin):

Wir legen ein passives Abwehrspiel hin.  Wir lassen einfache Tore vom Kreis und aus dem Rückraum zu. Dann bekommen unsere Torhüter nichts zu fassen.  Im Angriff war das heute eigentlich gut, doch wenn du immer eines bekommst, dann wird es schwierig. Ich bin grundsätzlich kein Freund von Charakterfragen im Sport. Ich glaube darum geht es nicht. Die Mannschaft muss jetzt in der Defensive ein anderes Gesicht zu Tage legen.

Dennoch können wir in dieser Saison noch vieles Erreichen. Wir stehen nächste Woche im Final Four um den DHB-Pokal, haben im EHF-Cup alle Chancen auch unter die letzten vier einzuziehen und in der Liga ist zumindest der sechste Rang möglich. Deshalb sollten wir nun abwarten und sehen, was wir in den nächsten Wochen noch gemeinsam erreichen können.

Quelle: Füchse Berlin

Füchse in der EHF-Gruppenphase weiter ungeschlagen

Am Sonntagabend, 3. März trotzten die Füchse Berlin der ungewohnten späten Anwurfzeit und einem starken Gegner aus Spanien. Gegen BM Logroño La Rioja gewinnen sie mit 29:27 (13:14) und stehen somit verlustpunktfrei weiterhin an der Spitze der Vorrundengruppe A. Bester Werfer war Hans Lindberg mit acht Treffern.

Von den ersten Minuten an ergab sich eine spannende, enge Begegnung im Berliner Fuchsbau. Beide Abwehrreihen zeigten sich konzentriert und somit konnte sich kein Team absetzen. Nach zehn gespielten Minuten war beim 4:4 alles vollkommen offen. Dieser Spielverlauf setzte sich auch fort. Nachdem Malte Semisch im Tor der Füchse einen Siebenmeter parieren konnte, gelang Paul Drux in der Offensive nach 17 Spielminuten die 9:8-Führung für die Hausherren.

Doch die Gäste aus Spanien ließen sich nicht abschütteln und somit hatte in der 25. Spielminute der Abstand, nach dem Treffer von Bjarki Mar Elisson zum 12:11, weiterhin bestand. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Füchse den Vorsprung nicht halten und somit ging es mit einem knappen 13:14-Rückstand in die Pause. Die Gastgeber kamen konzentriert aus der Kabine und konnten durch Paul Drux und Jacob Holm in Minute 36 auf 16:14 stellen. Daraufhin reagierte Logroño direkt mit einer Auszeit.

Diese zeigte Wirkung und es gelang der Ausgleich zum 16:16. Doch der amtierende EHF-Cup-Champion aus Berlin war nun eine Spur besser. In der 42. Spielminute erzielte Silvio Heinevetter per Wurf in das leere Tor der Gäste das 19:17. Allerdings steckten die Spanier nicht auf und kamen rund zehn Minuten vor dem Schlusspfiff nochmals zum 21:21-Ausgleich.

Füchse-Kapitän Hans Lindberg zeigte sich kurz darauf eiskalt von der Siebenmeterlinie und verwandelte in der 53. Spielminute zum 24:22. Weiter konnten sich die Füchse in dieser engen Partie zunächst nicht absetzen. Erst als Mattias Zachrisson zwei Minuten vor dem Ende das 27:24 erzielte konnten die Berliner etwas durchatmen. Am Ende siegt der Hauptstadtclub mit 29:27 und steht somit so gut wie im Viertelfinale des diesjährigen EHF-Cups.

Füchse Berlin – BM Logroño La Rioja 29:27 (13:14)

Heinevetter 1, Semisch; Wiede 7, Elisson 1, Holm 3, Struck, Gojun, Lindberg 8, Schmidt, Matthes 1, Reißky, Zachrisson 2, Marsenic 1, Drux 5

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):Das war das schwerste Spiel bisher in der Gruppenphase. Ich wollte, dass wir besser spielen in diesem Spiel. Wir haben gegen eine gute Mannschaft mit einer unangenehmen Deckung gespielt. Da muss man sich viel bewegen und die richtige Lücke finden. Wir haben das auch immer wieder geschafft, aber die Quote der Kreisläufer war schlecht. Wir haben aber die Punkte und das zählt.

Fabian Wiede:Nach der Belastung der letzten Wochen ist jeder Spieler sehr müde im Kopf. Man merkt das schon. Es ist nicht einfach, aber wir müssen uns weiterentwickeln und wieder zurück zur Leistung des letzten Jahres finden. Da muss auch ich voran gehen. Bei meinen Entscheidungen auf dem Feld fehlt aktuell etwas. Da müssen wir jetzt gemeinsam sehen, dass wir unser Niveau wieder anheben.

Füchse siegen in Logroño

In einer engen Partie behalten die Füchse am Ende mit 34:29 (15:16) die Oberhand bei BM Logroño la Rioja. Nach einem knappen Halbzeitrückstand drehten die Füchse in den letzten 13 Minuten die enge Begegnung und können durch den dritten Sieg im dritten Gruppenspiel einen wichtigen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Bester Werfer war Hans Lindberg mit sieben Treffern. 

Fabian Wiede startet mit dem 1:0 aus dem Rückraum. Doch dann fehlte die Durchschlagskraft und die Hausherren drehten das Spiel in der achten Spielminute auf 3:1. Die Füchse erzielten den Ausgleich und von nun an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Erik Schmidt schaffte dann in der 15. Spielminute das 7:5. Doch die Hausherren konnten wieder den Ausgleich erzielen.

Daraufhin drehten die Spanier auf und Velimir Petkovic musste beim 12:10 nach 20 Minuten eine Auszeit nehmen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung und die Füchse gelang der Ausgleich zum 12:12. Keines der beiden Teams konnte sich bis zum Pausenpfiff entscheidend absetzen und somit wurden beim Stand von 15:16 die Seiten gewechselt. 

Dieser Abstand hielt sich in den ersten Minuten des zweiten Durchgans konstant. Die Füchse konnten die Begegnung zunächst nicht drehen. In der 39. Spielminute war das Spiel beim 19:19 weiterhin ausgeglichen. Die Gastgeber landeten dann einen kleinen Zwischenspurt zum 21:19. In der 47. Spielminute dann die Führung für die Füchse durch Bjarki Mar Elisson zum 24:23.

Nun spielten sich die Berliner besser in die Partie und konnte neun Minuten vor dem Abpfiff durch Fabian Wiede mit 27:24 in Führung gehen. Die Gastgeber reagierten mit einer offensiven Deckung gegen Fabian Wiede. Velimir Petkovic reagierte und sein Team fand über Hans Lindberg direkt die Lösung. Malte Semisch im Tor war im zweiten Durchgang häufig auf dem Posten und am Ende gewinnen die Füchse mit 34:29. 

Füchse Berlin – BM Logroño la Rioja 34:29 (15:16) Heinevetter, Semisch; Wiede 4, Elisson 5, Holm 5, Gojun, Lindberg 7/4, Zachrisson 1, Simak 2, Schmidt 4, Matthes 1, Reißky 1, Marsenic 3

Velimir Petkovic: Wir haben vor 48 Stunden mit der Niederlage in Hannover einen Schock erlebt. Dort hatten wir viel Pech. Heute haben wir uns zurückkämpfen müssen. Man hat gemerkt, dass Logroño heute alles versucht hat, um uns ein Bein zu stellen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt und dem Gegner die Chance zur Führung gegeben. Aber in der zweiten Hälfte haben wir eine andere Mannschaft gesehen. Wir können aber in Zukunft nicht immer dem Gegner die Chance geben, denn das kostet Kraft und Nerven. Heute bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden und jetzt haben wir alle Chancen auf das Viertelfinale

Frederik Simak: Jetzt haben wir drei Siege und so will man doch im Europapokal starten. In der ersten Halbzeit haben wir in der Abwehr nicht konsequent genug agiert. Doch in den zweiten 30 Minuten haben wir das besser gemacht und konnten so gewinnen. Jetzt heißt es reagieren, denn nächste Woche stehen wieder zwei schwere Spiele an.

Volker Zerbe: Der Sieg war wichtig heute. Wir haben es nach einer nicht so guten ersten Hälfte geschafft, das Blatt noch zu wenden. Der Schlüssel war die Abwehrarbeit im Zusammenspiel mit einem starken Malte Semisch. Deshalb können wir mit den 6:0-Punkten aktuell zufrieden sein, wissen aber auch, dass wir weiterhin an uns arbeiten müsse

Quelle: Füchse Berlin Handball

Füchse im Reisestress von Hannover nach Spanien

Am Donnerstag mussten die Füchse Berlin in Hannover eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Trotz Fünf-Tore-Führung zur Halbzeit mussten die Hauptstädter letztendlich eine 25:26-Niederlage hinnehmen. Nun wollen die Füchse sich im EHF-Cup den Frust von der Seele schießen. Bereits am Samstag um 19:30 Uhr sind die Berliner bei BM Logroño La Rioja zu Gast. Dieser kurze Abstand zwischen den beiden Partien bedeutet für die Füchse heute viel Reisestress.

Das wichtige Ligaspiel gegen Hannover konnten die Füchse Berlin nicht gewinnen. Dabei sah es anfangs richtig gut aus. Schnell konnten die Berliner vorlegen und konnten diese Führung in der ersten Halbzeit auf teilweise sechs Treffer ausbauen. Die zweite Halbzeit verlief nicht so gut für die Füchse und die Hausherren konnten zwei Minuten vor dem Ende in Führung gehen. Auch Fabian Wiede konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. Er traf kurz vor Ende nur den Pfosten.

Ohne Punkte im Gepäck ging es für die Berliner heute in Richtung Flughafen. Das anvisierte Ziel war aber nicht Berlin, sondern der spanische Flughafen in Pamplona. Denn nach nur einem Tag Pause geht es für die Füchse Berlin schon im EHF-Cup weiter. Der amtierende Titelverteidiger gastiert beim BM Logroño La Rioja. Dieses Spiel könnte schon der Schlüssel zum Viertelfinale sein.

„Dieses Spiel zu gewinnen, ist elementar wichtig, um einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale zu machen“, weiß Manager Bob Hanning. Mit einem weiteren Auswärtssieg kommt man der Zielsetzung, als Gruppensieger das Viertelfinale zu erreichen, ein gutes Stück näher. Das würde gleichzeitig bedeuten, dass man den stärkeren Gegnern der restlichen Gruppen aus dem Weg gehen würde und somit eine erhöhte Chance auf das Final-Four-Turnier in Kiel hätte. 

Quelle:Füchse Berlin Handball

Füchse schnappen sich die ersten Rückrundenpunkte

Die Füchse Berlin gewinnen ihr Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit 25:19 (13:7). Während der gesamten 60 Minuten zeigten sich die Füchse als die bessere Mannschaft und kontrollierten die Gäste vom VfL. Bester Werfer war Nationalspieler Paul Drux mit fünf Treffern.

In der Anfangsphase hatten die Berliner noch kleinere Abstimmungsprobleme in der Offensive, doch die Verteidigung und Silvio Heinevetter im Tor waren sofort hellwach. In der neunten Spielminute traf Paul Drux zum 3:2 für die Füchse. Von nun an zeigte sich der Qualitätsunterschied der beiden Teams. Das Team von Velimir Petkovic schaffte es über ein 7:3 in der 21. Spielminute auf 10:5 zu stellen. 

Trotz einiger Möglichkeiten, die nicht genutzt wurden, gelang Frederik Simak schließlich der Pausenstand vom Siebenmeterstrich zum 13:7. Die Defensive mit Abwehrchef Jakov Gojun und Silvio Heinevetter im Tor, der 16 Paraden zeigte, war ausschlaggebend für die deutliche Führung. Im zweiten Durchgang spielten die Füchse kontrollierend.

Nachwuchstalent Tim Matthes gelang in der 34. Spielminute das 15:8 für den Hauptstadtclub. Der Vorsprung pendelte sich nun bei sechs Toren ein und die Hausherren ließen die Gäste nicht entscheidend näherkommen. In der 42. Minute war es wieder Tim Matthes der zum 19:13 erfolgreich war. Mit Anbruch der letzten zehn Minuten streuten die Füchse noch einen Zwischenspurt ein.

Drei Treffer in Serie durch Bjarki Mar Elisson, Fabian Wiede und Jacob Holm sorgten drei Minuten vor dem Ende für das entscheidende 24:16. Gummersbach kam noch etwas heran, doch am Ende setzte Elisson mit dem Treffer zum 25:19 den Schlusspunkt in der Partie. Durch den Sieg schnappen sich die Füchse die ersten Bundesligapunkte in der Rückrunde und können selbstbewusst am Donnerstag nach Hannover reisen.

Füchse Berlin – VfL Gummersbach 25:19 (13:7)

Heinevetter, Semisch; Wiede 4, Elisson 3, Holm 3, Gojun, Lindberg 3/1, Simak 4/2, Schmidt, Matthes 2, Reißky, Koch 1, Marsenic, Drux 5

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): Die Mannschaft hat so gespielt, wie es nötig war. Das macht uns nicht zufrieden, ich will auch mal mit zehn Toren gewinnen. Aber wir wollen auch den jungen Spielern Möglichkeiten geben. Wir haben zwei Punkte und das zählt. Ich bin richtig zufrieden mit Paul Drux. Wir haben ihm Zeit gegeben, gesund zu werden. Ich bin überglücklich, wie er spielt. Ich will aber auch Frederik Simak Zeit geben, um sich zu entwickeln. Auch mit Fabian Wiede bin ich sehr zufrieden.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin): Wir können mit der Leistung als Ganzes nicht komplett zufrieden sein. Wir müssen aber auch die Situation sehen, in der wir uns befinden. Wir haben das Spiel kontrolliert und nicht mehr und nicht weniger.

Quelle: Füchse Berlin

Füchse feiern Heimsieg vor 9000 Zuschauern

Die Füchse Berlin haben am 3. Advent den SC DHfK Leipzig mit 26:23 (13:12) bezwingen können. Nach einem tollen Start des Hauptstadtclubs entwickelte sich eine enge Begegnung, in der sich die Füchse am Ende mit dem längeren Atem durchsetzen konnten. Nun heißt es Regeneration, denn bereits am Dienstagabend um 18:00 Uhr empfangen die Füchse die Rhein-Neckar-Löwen zum Pokalfight. Die Füchse legten einen tollen Start in die Begegnung hin. Fabian Wiede und Hans Lindberg stellten schnell auf 2:0 für die Hausherren. Silvio Heinevetter im Tor war von Beginn an hellwach und war mit seinen Paraden für die 7:2-Führung nach zehn Spielminuten mitverantwortlich. Die Leipziger Bank reagierte daraufhin früh mit einer Auszeit.

Diese zeigte Wirkung. Im Angriff bekamen die Füchse nun Probleme mit der Chancenverwertung und so gelang es den Gästen nach 17 Spielminuten auf 8:7 zu verkürzen. Doch nach einer Auszeit von Velimir Petkovic war es wieder Silvio Heinevetter, der die volle Max-Schmeling-Halle mit seinen Paraden aufatmen ließ. Die Füchse stellten wieder auf 10:8.

Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff durften sich die 9000 Zuschauer dann über das Comeback von Mattias Zachrisson freuen. Der Linkshänder meldete sich nach einer zweimonatigen Verletzungspause zurück. Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff waren die Hausherren immer knapp in Front, doch dann gelang dem SC DHfK der Ausgleich zum 12:12. Schließlich wurden beim 13:12 die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gelang dem Hauptstadtclub kein so fulminanter Start wie noch im ersten Abschnitt. Die Partie blieb eng und bot nur kleine Vorteile für die Füchse. Jacob Holm verwandelte in der 40. Spielminute zum 18:16. Doch aufgrund einer doppelten Unterzahlsituation für die Berliner, konnten die Gäste wieder zum 18:18 ausgleichen.

Allerdings fand Velimir Petkovic die richtigen Worte und schließlich war es Nachwuchstalent Tim Matthes, der sein Team beim 20:18 wieder mit zwei Toren in Front brachte. Die darauffolgende Auszeit der Gäste verpuffte zunächst, da sich Frederik Simak treffsicher vom Siebenmeterstrich zeigte. In den letzten zehn Minuten gerieten die Füchse nicht mehr ins Wanken. Letztendlich feiern die Füchse einen engen aber verdienten 26:23-Heimerfolg.

Nun gilt es die Kräfte zu sammeln, da bereits am Dienstagabend um 18:00 Uhr die nächste große Aufgabe auf das Team von Velimir Petkovic wartet. Im heimischen Fuchsbau empfangen die Füchse die Rhein-Neckar-Löwen zum Viertelfinale im DHB-Pokal. Der Sieger der Partie zeiht in das REWE Final Four in Hamburg ein und erhält sich die Chance auf den Pokaltitel. Es darf ein großer Pokalfight im Fuchsbau erwartet werden.

Füchse Berlin: Heinevetter, Genz; Wiede 4, Elisson, Matzken, Holm 4, Gojun, Lindberg 4/3, Zachrisson 1, Simak 3/2, Schmidt, Matthes 3, Reißky 2, Koch 1, Marsenic 2, Drux 2

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): Ich wusste, dass Leipzig, trotz der kleinen Krise, eine gute Mannschaft und eine gute Qualität besitzt. Wir haben Probleme gehabt in den letzten Monaten und haben diese aber gut gemeistert. Mit Drux, Wiede, Zachrisson und Reißky sind einige Spieler zwar zurück, aber nach zwei Monaten Pause sind sie noch nicht gleich in einer guten Form. Dennoch müssen sie spielen, um diese Form zu finden. Das war eine phänomenale Leistung in den letzten zehn Minuten von uns. Bis dahin war es ein offenes Spiel. Aber auch solche Spiele musst du gewinnen und das haben wir geschafft.

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin): Ich denke von der Moral und von der Einstellung hat es heute über 60 Minuten top gepasst. Ich bin heute mehr als zufrieden.

Kevin Walter