Comeback und Abschied

Mit einem 3:0-Erfolg (25:18, 25:14, 25:23) gegen den VC Olympia Berlin haben die BR Volleys am Freitagabend die Bundesliga Hauptrunde abgeschlossen. 14 Siege in 16 Spielen und somit 43 Punkte stehen für den Deutschen Meister damit zu Buche, der nun als Tabellenerster in die am 04./05. Februar startende Zwischenrunde geht. Die Zuschauer im Sportforum sahen ein Bild mit Seltenheitswert, denn Cheftrainer Cedric Enard setzte alle 14 Spieler seines Kaders und damit auch drei Zuspieler ein, wobei Kapitän Angel Trinidad zu seinem Comeback kam und Arash Dosanjh seinen Abschied gab.

Cedric Enard wollte am letzten Spieltag der Normalrunde zunächst nichts dem Zufall überlassen und setzte auf seine Bestformation, zu der im Vergleich zum 3:1-Heimsieg am Mittwoch gegen Düren diesmal auch Nehemiah Mote zählte. Der Auftakt gelang dank der Aufschläge von Johannes Tille und der Hinterfeld-Angriffe von Timothée Carle (3:0) und schnell hatte der Favorit das Spiel unter Kontrolle (12:9, 18:13). Beim Stand von 21:15 konnte Kapitän Angel Trinidad nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder das Feld betreten und führte bis zum ersten Satzgewinn erfolgreich Regie (25:18).

Mit einer Aufschlagserie sorgte Ruben Schott im zweiten Durchgang früh für klare Verhältnisse (7:1) und die BR Volleys konnten nach erfolgreichen Abwehraktionen Punkt um Punkt sammeln (18:9). Zwar bewies Jannes Wiesner, dass auch die Youngster auf der anderen Seite durchaus über Aufschlagqualität verfügen, doch mehr als den Rückstand etwas verkürzen konnten sie nicht (18:12). Wieder durfte Trinidad bis zum Satzgewinn das Zepter übernehmen (25:14). Einzig im Block ließen die BR Volleys Wünsche offen (nur ein direkter Blockpunkt in den ersten zwei Sätzen) und in Satz drei konnte sich der VCO im Angriff sogar noch häufiger durchsetzen (8:5, 16:13). Enard schöpfte die volle Breite seines Kaders aus und mit dem 21:17 auf der Anzeigetafel durfte dann auch der Letzte aus dem 14er-Aufgebot auf die Platte: Arash Dosanjh, der die Berliner am Montag Richtung BBTS Bielsko-Biala (POL) verlassen wird, kam ins Spiel und wollte per Zuspieltrick auch das Match beenden. Allerdings sah das Schiedsgericht einen Netzfehler und so war es doch Antti Ronkainen, der den Matchball verwandelte (25:23).

Während der ehemalige SCCer Wiesner es für den VCO auf starke 17 Punkte brachte, wurde Aufseiten der BR Volleys mit Nehemiah Mote ein Mittelblocker Topscorer (11 Punkte). Der MVP-Award ging allerdings an Ruben Schott, der mit fünf Assen glänzte, und Cedric Enard entschied sich mit Zuspieler Djifa Amedegnato für einen weiteren früheren SCCer.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Ich wollte heute allen Spielern Einsatzzeit und auch Arash die Chance geben, sich bei den letzten Punkten von den Fans zu verabschieden. Er durfte sogar nochmal Kapitän sein und hätte ja auch beinahe das Match beendet. Viele waren etwas müde, aber deshalb war es wichtig, die Last zu verteilen. Wir können zufrieden sein und auch der VCO hat gut dagegengehalten.“

Arash Dosanjh: „Ich habe mich sehr gefreut, hier sein zu dürfen und für eine gewisse Zeit ein Teil dieses großartigen Vereins zu sein. Wir konnten die Hauptrunde heute mit einem schönen Sieg abschließen und jetzt wünsche ich meinem Team und allen, die es mit den BR Volleys halten, dass die Saison weiterhin so erfolgreich verläuft.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Angel Trinidad, Matheus Krauchuk, Saso Stalekar, Adam Kowalski, Cody Kessel, Arash Dosanjh

Topwerte
Mote 11 Punkte, 2 Blocks | Schott 9 Punkte, 5 Asse | Carle 9 Punkte, 4 Asse
Nächstes Spiel
25. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Aluron CMC Warta Zawiercie / POL

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Wasserfreunde empfangen die White Sharks Hannover

2023 sind die Wasserfreunde Spandau 04 wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen – in der Bundesliga (gegen Ludwigsburg) und in der Champions League (gegen FTC Budapest) stehen bislang je ein Sieg zu Buche. Nun folgt am Samstag (13 Uhr) das Viertelfinale im Deutschen Wasserball-Pokal. Die Berliner werden die White Sharks Hannover in der Schöneberger Schwimmhalle empfangen. Die Niedersachen, das Farm-Team von W98 Waspo Hannover, sind bereits zum fünften Mal Kontrahent seit 2013/14. Die absolvierten vier Duelle – drei in Hannover, eins in Schöneberg – haben die Wasserfreunde allesamt klar und deutlich gewonnen: einmal im Achtelfinale (2015/16 12:5 in Hannover), dreimal im Viertelfinale (13:2/2013-14; 20:9/2019-20; 19:8/2021-22 in Berlin).

In der laufenden Saison traf man sich Ende Oktober 2022 am 2. Bundesliga-Spieltag in Berlin und der Favorit aus der Hauptstadt besiegte die Niedersachsen mit 22:2. Seitdem freilich haben die Weißen Haie Zähne gezeigt, haben vor der Nachholpartie gegen Waspo am 19. Januar keine weitere Begegnung verloren und lagen mit einer 5-1-1-Bilanz auf Rang 3 der Achter-A-Gruppe. Gleichwohl sind sie der Außenseiter im Duell mit dem Rekord-Pokalsieger, zumal in dessen Heimbecken. Unterschätzen aber sollte man die Niedersachsen keineswegs. Sie sind durchweg gut besetzt mit vielen jungen, talentierten Spielern der 2000-er Geburtsjahrgänge.

Spandau sollte allerdings mit seinen international erfahrenen Akteuren, die im Laufe der Saison unter Führung von Trainer Athanasios Kechagias immer besser ihren Erfolgsrhythmus fanden, genug (spielerische) Mittel besitzen, den Haien die Zähne zu ziehen.

Nur eine Woche nach dem Pokal-Duell gibt es, diesmal in Hannover, den nächsten Schlagabtausch zwischen diesen beiden Kontrahenten, wenn Spandau am 29. Januar am 9. Bundesliga-Spieltag an der Leine zu Gast ist.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC holt verdient Überraschungspunkt beim Spitzenreiter

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin     3:2 ( 20, -23, 15, -21, 12)

Mit einem überraschenden Auswärtspunkt beim Aufstiegsaspirant Borken kehrten die Damen des BBSC Berlin von der niederländischen Grenze heim.

Die favorisierten Gastgeberinnen konnten nach der Weihnachtspause auf die schon zum Saisonbeginn angekündigte Sandra Hövels (vormals Oythe) zurückgreifen, die erstmals die Reihen des Ligaspitzenreiters verstärkte. Die Gastgeberinnen kamen schnell in das Spiel und holten sich den 1. Satz. Die Berlinerinnen hatten Mitte des 1. Satzes alle Reisestrapazen abgestreift und zauberten auch ohne die verhinderte Kapitänin Katharina Kummer ein richtig gutes Spiel auf das Parkett der Mergelsberg Sporthalle in Borken – der 2. Satz ging an die Hauptstädter. Im 3. Satz verletzte sich Libera Annika Kummer am linken Fußgelenk und wurde nahtlos durch Priscilla Gatzsche ersetzt. Beide Teams schenkten sich auch in der Folgezeit nichts. Das Spiel auf einem hohen Zweitliganiveau ging in den Tiebreak, der BBSC führte bereits 9:8, ehe sich die Borkener Nervenstärke und individuelle Klasse durchsetzte. Die Berlinerinnen zeigten eine Klasse-Teamleistung und überzeugten sowohl mit einer gut funktionierenden Block-Feldabwehr wie auch neu gewonnener Stabilität und Variabilität in den Angriffen.

Trainer Jens Tietböhl war trotz des verlorenen Tiebreaks mit dem Punkt zufrieden. „Es hat nicht viel gefehlt, dass wir die Chance auf einen Sieg bei Spitzenreiter genutzt hätten, aber: Wir haben uns richtig gut verkauft, spielerisch wie kämpferisch alles gegeben. Ein großes Chapeau den Damen!“

Zur Berliner MVP wurde Zuspielerin Roxana Vogel gewählt.

In der Köpenicker Hämmerlinghalle geht es am kommenden Samstag, 21.01.2023 um 19:00 Uhr gegen Ostbevern in der Liga weiter.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Stephanie Utz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Klare Niederlage gegen bärenstarke Grizzlys

Für die Berlin Recycling Volleys gab es am Samstagabend bei den Helios Grizzlys Giesen nichts zu holen. Vor mehr als 1.700 begeisterten Zuschauern in der Hildesheimer Volksbank-Arena unterlag der Hauptstadtclub den Niedersachsen deutlich mit 0:3 (20:25, 16:25, 22:25) und verspielte damit die vorzeitige Sicherung der Spitzenposition in der Bundesliga-Hauptrunde. Am Mittwoch (18. Jan, um 19.30 Uhr) gibt es dafür eine erneute Chance, diesmal gegen Pokalfinalist SWD powervolleys Düren in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

Nur zwei Tage nach dem Champions-League-Auswärtserfolg bei Hebar Pazardzhik rotierte Trainer Cedric Enard kräftig durch. Ronkainen, Kessel, Krauchuk, Mote sowie Kowalski durften von Beginn an ran, einzig Tille und Stalekar standen schon in Bulgarien in der Startformation. Bis auf eine kleine Serviceserie von Cody Kessel konnten beide Teams zunächst ihr Sideout halten (7:8, 9:10). Doch Giesen erhöhte im Aufschlag kontinuierlich den Druck, vor allem durch Ivanov, Colito sowie Wagner, sodass Enard zur ersten Auszeit greifen musste (16:19). Diese fruchtete allerdings genauso wenig wie die Einwechslungen von Sotola, Dosanjh und Schott. Am Ende war es Günthör, der den Grizzlys den umjubelten Satzgewinn bescherte (20:25).

Mit jeder Menge Selbstvertrauen starteten die Giesener in den Folgedurchgang und zwangen mit starken Blocks und Aufschlägen die BR Volleys früh zur Auszeit (2:5). Davon ließen sich die Gastgeber allerdings keineswegs beirren, während Tille & Co nicht an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen konnten (4:8, 13:18). Der Titelverteidiger biss sich an der konzentrierten Block-Abwehr-Arbeit der Grizzlys die Zähne aus, sodass auch der zweite Satz klar an den Tabellenfünften ging (16:25). Nach einer 10-Minuten-Satzpause kam Donsanjh für Tille im Zuspiel und der Favorit aus der Hauptstadt mit mehr Feuer auf das Parkett zurück. Dieses wurde phasenweise durch vom Arenadach tropfendes Wasser gelöscht, weshalb in der Angriffszone der Berliner immer wieder gewischt werden musste (7:8). Die 1.713 Zuschauer sahen nun zwar ein besseres BR Volleys Team (13:12, 16:13), trieben die Heimmannschaft aber ebenso lautstark wie unermüdlich an, erst zum Ausgleich (16:16), dann zur Führung (19:20) und schlussendlich zum verdienten Matchgewinn (22:25).

Das BR Volleys Team belegt zwar trotz dieser schmerzhaften Niederlage weiterhin Platz eins in der Tabelle, wird sich jedoch am Mittwoch (18. Jan um 19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Düren erheblich steigern müssen, um im Februar von dieser Spitzenposition aus in die Zwischenrunde einziehen zu können.


Stimmen zum Spiel
Cody Kessel: „Wir sind sehr enttäuscht über unsere Leistung und das daraus resultierte Ergebnis. Das war ganz sicher nicht die Performance, die wir zeigen wollten. Aber daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen und am kommenden Mittwoch gegen Düren stärker zurückkommen.“

Cedric Enard: „Ich bin sehr traurig darüber, wie wir diese Woche beendet haben, denn diese begann wirklich fantastisch. Ich wollte bei diesem Spiel heute rotieren, um jedem seine Spielzeit zu geben. Trotz der Rotation hatten wir das klare Ziel, unseren Tabellenplatz eins zu festigen. Aber das haben wir leider einfach nicht gut gemacht und müssen somit gegen Düren nachlegen.“

BR Volleys Formation
Antti Ronkainen + Cody Kessel (AA), Nehemiah Mote + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Matheus Krauchuk (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Arash Dosanjh, Satoshi Tsuiki, Ruben Schott, Marek Sotola

Topwerte
Kessel 16 Punkte 68% Angriffsquote | Ronkainen 8 Punkte 1 Blockpunkt 1 Servicewinner
Kommende Spiele:
18. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren (Bundesliga)
20. Jan | 18.00 Uhr | VC Olympia Berlin vs. BR Volleys (Bundesliga)
25. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Aluron CMC Zawiericie (POL / Champions League)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Elisabeth Kloth

Eisbären gewinnen in der Overtime

Die Eisbären hatten sich für das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Augsburg eine Menge vorgenommen. Möglichst drei Punkte, um den Abstand zu wahren, den Platz 13 der Tabelle weiter absichern, an diesem Freitag, den 13. Januar.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Im Überzahlspiel sind sie wieder meisterlich, mit einer Erfolgsquote von fast 28 %, aktuell der drittbeste Wert der Liga. So gingen sie auch in Überzahl in Führung. In der 9. Minute erzielte Zach Boychuk den ersten Treffer der Partie. Gegen seinen satten Schlagschuss hatte Dennis Endras im Tor der Panther keine Chance. Kurz zuvor hatte T.J. Trevelyan die Möglichkeit zur Führung für die Gäste vergeben.

Im Mittelabschnitt, es war ja Freitag, der 13., drehten die Gäste das Spiel. Der Ausgleich fiel in der 25. Minute, der Puck entzog sich dem Zugriff von Tobias Ancicka, er hatte ihn nicht unter seinem Rücken gesichert, Ryan Kuffner brachte ihn im Tor unter. Das Glück verließ die Eisbären, in der 27. Minute nagelte Sebastian Wännström den Puck unter die Latte und in der 32. Minute ließen sich die Gäste im Powerplay nicht lange bitten und gingen mit 3:1 in Führung. Andrew Leblanc war der Torschütze.

Im Schlussdrittel lief den Eisbären die Zeit davon. Die Angriffsversuche wirkten immer verzweifelter. „Weiter kämpfen – niemals aufgeben“, so stand es auf einem Transparent in der Hartmut-Nickel Kurve. Es half und wieder ein Powerplay-Tor, in der 50. Minute hielt Kevin Clarke den Schläger hin und es stand nur noch 2:3. Augsburgs David Warsofsky hatte sich über die Strafe und den daraus resultierenden Gegentreffer so erregt, dass seine unflätigen Worte zu einer Spieldauerdisziplinarstrafe führten.

Es gab, gemessen an der Bedeutung dieser Partie, wenig Strafen, wenn ein Augsburger auf die Sünderbank musste, wurden die zwei Minuten nicht ausgeschöpft. In der 56. Minute nutzten die Eisbären ihr drittes Powerplay und stellten alles wieder auf Anfang. Erneut war es Kevin Clark, der sich als Torschütze eintragen konnte.

Es ging in die Verlängerung, vor 13.287 Zuschauern, Rekord in dieser Saison, in der MB-Arena. Viel Spektakel und wenig Ertrag, Dennis Endras entschärfte zwei Alleingänge. 30 Sekunden vor dem Ende der Overtime schien es so weit zu sein, der Puck landete im Augsburger Tor. Erst der Videobeweis brachte die Gewissheit, es war kein Schlittschuhtor. Der Puck prallte zwar vom Schlittschuh ab ins Tor, eine aktive Kickbewegung war allerdings nicht zu erkennen. Frank Mauer war der Torschütze. Eine Portion Matchglück war mit dabei.

Nach dem Spiel gab es unfreundliche Worte auf dem Twitter-Account der Augsburger Panther zu lesen: „Das, Freunde, ist ein scheiß Skandal! Aber die vier Pandas holen die Eisbären im 3. Drittel zurück und versetzen uns einen brutalen Nackenschlag. Aber auch das passt zu unserer Saison… Das tut unfassbar weh.“ In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Augsburgs Trainer Kai Suikkanen zur Schiedsrichterleistung, das kommt nicht so häufig vor. Die beiden Schiedsrichter der Partie waren der Russe Roman Gofman und der Lette Eduards Odins.

Hans-Peter Becker

Fotos: © Stephan Wenske

DEL 42. Spieltag

13.01.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Augsburger Panther 4:3 n. V. (1:0, 0:3, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Nowak; F. Hördler (C), Mik; Bettahar – Noebels, Pföderl, Fiore; White, Boychuk (A), Clark; Veilleux, Regin, Mauer; Heim, Roßmy, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Augsburger Panther: Endras (Keller) – Gregorc, Lamb; Haase, Länger; Warsofsky, Sacher – Kuffner, Soramies, Broadhurst; Barinka, LeBlanc, Payerl; Puempel, Stieler, Wännström; Trevelyan, Volek, Saponari – Trainer: Kai Suikkanen

Torfolge

  • 1:0 – 08:10 – Boychuk (Nowak, Noebels) – PP1
  • 1:1 – 24:31 – Kuffner (Sacher) – EQ
  • 1:2 – 26:05 – Wännström (Stieler) – EQ
  • 1:3 – 31:12 – LeBlanc (Payerl, Barinka) – PP1
  • 2:3 – 49:19 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 3:3 – 55:23 – Clark (Boychuk, Noebels) – PP1
  • 4:3 – 64:30 – Mauer (Fiore) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 4 (0, 4, 0, 0) Minuten
  • Augsburger Panther: 26 (2, 0, 24, 0) Minuten

Schiedsrichter

Roman Gofman, Eduards Odins (Maksim Cepik, Jonas Merten)

LEN Champions League – Spandau will sich beweisen

Das Spiel am vergangenen Samstag, 7. Jan. 2023, in Schöneberg gegen Ludwigsburg 08 zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde ließ sich eine Halbzeit lang leicht gehemmt an, aber dann nahmen die Wasserfreunde Fahrt auf und zeigten ihr übliches Leistungsniveau. 22:7 hieß es am Ende der Partie. Insgesamt erzielten zehn Spieler Tore – vornweg erneut Dmitri Kholod mit sechs Treffern. Das Team konnte so seine starke Variabilität bestätigen. Dieser Erfolg kann daher gern als positives Vorzeichen für das fünfte Match in der Champions-League gewertet werden.

Im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch, 11. Jan. 2023 gegen Ungarns Meister FTC Telekom Budapest will das Berliner Team seine internationale Wettbewerbsfähigkeit beweisen. Spandau empfängt am 5. Spieltag der Champions League-Hauptrunde in Schöneberg Ungarns Meister FTC Telekom Budapest, der mit der Bilanz von drei Siegen und einer Niederlage (9 Punkte) gemeinsam mit AN Brescia auf Rang 2 der Achter-Tabelle hinter VK Novi Beograd (10) liegt. Spandau ist mit zwei Zählern aus zwei Remis Siebenter – drei Punkte entfernt vom Vierten OSC Budapest. Diese Position würde nach den insgesamt 14 Partien ausreichen, um ins Final 8 des Königswettbewerbs im Juni in Belgrad einzuziehen. Der aktuelle Gruppenplatz 7 scheint entfernt, doch bedeutet der Drei-Zähler-Abstand zum Vierten OSC nach CL-Arithmetik nur einen (mit drei Punkten honorierten) Sieg.

Die Ungarn gelten als der klare Favorit – in der Vorsaison CL-Dritter, aber im laufenden Spieljahr zwar dreimal Sieger, aber dabei durchaus auch glücklich: 9:7 gegen Dubrovnik, 9:8 gegen Marseille, 10:7 gegen Sabadell. Gegen Brescia gab es eine 4:8-Niederlage. Spandau sollte also seine Chance gegen den ebenfalls 1904 gegründeten Verein haben, den die Fans „Die grünen Adler“ nennen. 24-mal war Ferencvaros Ungarns Meister, 21-mal Pokalsieger. Imposante 34 Spieler sind als Akteure des Vereins Olympiasieger geworden, darunter der aktuelle Trainer Zsolt Varga (2000 Sydney). Auch in der Mannschaft der Gegenwart stehen eine Reihe von Klasseakteuren. „Angst aber muss uns das nicht machen. Wir wollen die Partie gewinnen und die guten Ansätze aus den vorangegangenen Spielen in einen Erfolg umsetzen und uns mit einem Sieg belohnen“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

11. Januar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – FTC Telekom Budapest

Spieltag 5

Spielbeginn:

19:30 Uhr Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Nachtrag, Bundesliga Gruppe A, 8. Spieltag, 7.01.2023

Wasserfreunde Spandau 04 – Ludwigsburg 08 22:7 (5:3,6:2,4:1,7:1) –

Tore Spandau: Kholod 6, Zoran Bozic 4, Yannek Chiru 3, Mateo Cuk, Bilal Gbadamassi je 2, Andrei Prioteasa, Marek Tkac, Denis Strelezkij, Luca Marziali, Roman Shepelev je 1

BR Volleys – auf Ansturm folgte Dominanz

Mit einiger Verzögerung musste das Berlin-Brandenburg-Derby am Samstag angepfiffen werden, weil sich angesichts des Zuschauerandrangs noch kurz vor Spielbeginn lange Schlangen bildeten. 5.438 Volleyballfans in der Max-Schmeling-Halle wollten sich das Nachbarschaftsduell mit den Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee nämlich nicht entgehen lassen, das einen überaus klaren Verlauf nehmen sollte. Weil die BR Volleys ihre Leistung gegenüber dem ersten Heimspiel des neuen Jahres deutlich steigern konnten, war der 3:0-Heimsieg (25:16, 25:12, 25:17) zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Trotz der verlängerten Wartezeit bis zum Spielbeginn gingen die BR Volleys hellwach in das insgesamt 38. Bundesliga-Derby. Cedric Enard schickte seine aktuelle Bestbesetzung auf den Court, wobei erstmals auch wieder Angel Trinidad auf der Teamliste stehen konnte, Nehemiah Mote (mit Rückenbeschwerden) aber erneut eine Pause bekam. Die starke Kulisse sah einen deutlich engagierteren Start der Hauptstädter als noch am Mittwoch gegen Lüneburg und insbesondere im Block zeigte man sich sehr präsent. Logische Folge war die schnelle Führung (6:1, 11:4). Auch die Aufschlagqualität stimmte vom Beginn an. Stellvertretend dafür standen die Asse von Ruben Schott (14:7) und Marek Sotola (22:12). In einer wilden Satzschlussphase mit spektakulären Ballwechseln hatten die BR Volleys meist das bessere Ende für sich und so blockte der eingewechselte Brasilianer Krauchuk auch zum Gewinn des Auftaktdurchgangs (25:16).

Schott war mit insgesamt sieben Punkte der auffälligste Akteur im ersten Satz, dem zweiten drückte nun immer häufiger Sotola seinen Stempel auf (7:5). Doch für das Highlight sorgte wieder Schott, dessen Zuspiel auf Johannes Tille der eigentliche Ballverteiler höchstselbst zum 11:5 vollstreckte. Der etatmäßige Zuspieler legte auch noch eine Aufschlagserie nach (15:6) und so wurde der zweite Durchgang ebenso zu einer klaren Angelegenheit (21:10). Enard gab Cody Kessel, Arash Dosanjh und Krauchuk immer wieder Einsatzzeit. Wieder war es der brasilianische Diagonalspieler, der auch Satz zwei beendete (25:12). Die Netzhoppers hatten dem druckvollen Spiel der BR Volleys nur phasenweise etwas entgegenzusetzen. Gästecoach Tomasz Wasilkowski reagierte mit einem Zuspielerwechsel (Schmidgall für Keturakis), aber zwei Asse von Brehme (9:4) und weitere Breaks durch Sotola und Schott sorgten erneut früh für klare Verhältnisse (16:8). Kessel blieb in Durchgang drei auf der Platte und konnte sich ebenfalls im Angriff immer wieder durchsetzen (19:11). Ein Netzfehler machte den klaren Heimerfolg schließlich perfekt (25:17), womit die BR Volleys mit der vollen Ausbeute von sechs Punkten zu Hause in das neue Jahr gestartet sind. Als Bounce House MVP wurde Anton Brehme gewählt, der nun mit seinem Team in der nächsten Woche das richtungsweisende Champions-League-Match gegen Hebar Pazardzhik in Bulgarien vor seiner breiten Brust hat.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „In unserem Spiel war heute sehr viel Gutes. Wir haben vor allem das Level unseres Aufschlags deutlich nach oben geschraubt und das ist es, was wir auch in der Champions League nächste Woche brauchen werden. Daran müssen wir anknüpfen. Die Mannschaft hat die Vorgaben in diesen zwei Heimspielen umgesetzt und wieder Rhythmus aufgenommen. Wir konnten auch die Spielanteile etwas steuern. Jeder ist im neuen Jahr angekommen.“

Matheus Krauchuk: „Heute haben wir wieder gesehen, dass unsere gute Arbeit im Training und das hohe Niveau uns in solchen Spielen helfen. Wir haben unsere Leistung auf den Court gebracht. Es macht einfach Freude, solche Momente wie meine Satzbälle vor so vielen Zuschauern erleben zu können. Es herrschte wieder eine tolle Energie in unserer Max-Schmeling-Halle.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Matheus Krauchuk, Cody Kessel, Arash Dosanjh

Topwerte
Sotola 14 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks | Schott 12 Punkte, 67 % Angriffsquote | Brehme 8 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Eisbären holen ersten Dreier im neuen Jahr – Sieg gegen Köln

Die Kölner Haie hatten eine Menge Eisbärenvergangenheit mit nach Berlin gebracht, Chef-Trainer Uwe Kruppe, sein Assistent Clement Jodoin hinter Bande und auf dem Eis, mit Louis-Marc Aubry, Mark Olver und Alexander Oblinger. Die Gäste aus der Domstadt reisten mit dem Rückenwind eines Derbysieges gegen Düsseldorf und intakten Playoff Chancen nach Berlin. Die Eisbären benötigen jeden möglichen Punkt, um den Abstieg in die Zweitklassigkeit zu vermeiden.

Es begann wieder mit einem Gegentor. Nicolas Bailen traf zum 1:0 im Powerplay, Eric Mik hatte sich eine Strafe wegen Beinstellens eingefangen. Im 1. Drittel hatten die Gäste mehr vom Spiel, die Eisbären bemüht und mit der Belohnung in der 19. Minute, ebenso ein Powerplay Treffer. Verteidiger Jonas Müller zog ab aus der zweiten Reihe und der Puck fand seinen Weg in das Tor von Mirko Pantkowski.

Im Mittelabschnitt erwischten die Eisbären einen Glanzstart. In der 22. Minute drehten sie das Spiel durch einen Treffer der dritten Reihe, Zak Boychuk vollendete eine mustergültige Kombination, an der Matt White und Kevin Clark mit beteiligt waren. Anschließend war es ein offener Schlagabtausch. Das bessere Ende hatten die Eisbären. Morgan Ellis traf in der 39. Minute zum 3:1, das Powerplay der Eisbären funktionierte.

In der 43. Minute verpasste Frank Mauer die Vorentscheidung. Die Eisbären bekamen mehr und mehr das Spiel in den Griff. Die Kölner kamen nur mit Mühe aus dem eigenen Drittel und ihr Spiel wurde fehlerbehafteter. Die Haie schienen ihr Pulver verschossen zu haben. In der 58. Minute fiel der Anschlusstreffer zum 2:3, mehr passierte nicht mehr. Die Eisbären zeigten vor 10.518 Zuschauern am Mittwochabend endlich wieder einmal, wer hier Herr im Hause ist. Es wurde ein Dreier, der war bitternötig.

Die Hartmut Nickel Kurve konnte die üblichen Schmäh Gesänge anbringen und die Spieler ihre Ehrenrunde drehen.

Hans-Peter Becker

Spandau 04 will die Saison erfolgreich fortsetzen

Die 7:14-Niederlage bei CN Marseille am 21. Dezember, dem 4. Spieltag der Champions League, brachte den Wasserfreunden nicht das gewünschte Ergebnis. Mehr Erfolg soll in 2023 erreicht werden, so hat es 04-Präsident Hagen Stamm erklärt. Nach drei Jahren Meister-Pause soll dieser Titel unbedingt wieder errungen werden, am besten mit der Zugabe des Pokaltriumphes.

Im nationalen Vergleich der aktuellen Saison steht die Leistung der Berliner auf absolut hohem Niveau. Spandau ist in der Bundesliga ungeschlagen und ohne Punktverlust, hat seine sieben Spiele mit einer Plustore-Differenz von 121 gewonnen, darf sich mithin als inoffizieller „Herbstmeister“ vor Duisburg und Hannover feiern lassen und hat zudem auch den Supercup in Hannover mit 12:9 gewonnen. Nun startet am kommenden Wochenende Teil 2 der Saison mit der DWL-Rückrunde, in der dieses Hochgefühl gehalten werden soll.

Trotz vieler starker Ansätze und positiven Ergebnisse gibt es noch ausreichend Spielraum für Verbesserungen. Das Jahr 2023 soll die angestrebte Leistungssteigerung bringen. Schon am kommenden Samstag, am 8. Spieltag und dem Rückrunden-Auftakt der Bundesliga-A-Gruppe, wollen die Wasserfreunde im Spiel gegen den SV Ludwigsburg 08 in der heimischen Schwimmhalle Schöneberg ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden.

Die Schwaben waren in der Vorsaison mit ihrer Europa-Cup-Qualifikation das Überraschungsteam. Doch Ende Oktober besiegte Spandau sie mit 22:4. Zehn 04-Torschützen, darunter „Neuling“ Luca Marziali (6) und Dmitri Kholod (5) als Top-Kanoniere, gaben einen Vorgeschmack auf zukünftige Schützenfeste.

Ludwigsburg tat sich zu Beginn der Bundesliga-Saison schwer, hat sich aber mit einer Drei-Siege-Vier Niederlagen-Bilanz als Fünfter der Tabelle einigermaßen berappelt und ist zweifellos ernster zu nehmen als zu Beginn. So wird auch Spandau ins Becken gehen, zumal diese Begegnung die Generalprobe für die am Mittwoch danach folgende Champions-League-Bewährung gegen FTC Ferenvaros Budapest am 5. Spieltag der Königsklasse an gleicher Stätte ist.

Laut Trainer Athanasios Kechagias ist weniger das „Ob“ als vielmehr das „Wie“ man gegen Ludwigsburg auftritt und gewinnt, entscheidend. Für den Kopf sei das Match wichtig, „wir wollen erfolgreich in den weiteren Verlauf der Saison starten“.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserball Bundesliga

2022/2023

Gruppe A, 8. Spieltag

07. Januar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Ludwigsburg 08

Spielbeginn: 14.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Eisbären starten mit einer Niederlage ins neue Jahr

Der Tabellenführer aus München hatte bis zur 34. Minute das Heft des Handelns fest in der Hand. Konzentriert erspielten sie sich einen 3:0 Vorsprung und ließen die Eisbären recht alt aussehen. Nach nur 43 Sekunden erzielte Austin Ortega das 1:0, in der 11. Minute legten sie nach durch Jonathon Blum und als Benjamin Street in der 22. Minute gar auf 3:0 erhöhte schien, als sei alles gelaufen.

Ein Tor in der 34. Minute durch Giovanni Fiore im Powerplay veränderte das Momentum. Fiore schlug knapp 90 Sekunden später erneut zu und verkürzte auf 2:3. Sie steigerten sich und das Spiel war wieder offen, der Tabellenunterschied nicht mehr zu erkennen. Der Ausgleich lag in der Luft, viele Chancen, München wurde vor dem eigenen Tor festgemacht, der Puck wollte nicht rein. Für die beiden letzten Spielminuten wurde der Goalie auf die Bank beordert. Turbulente Szenen vor dem Tor von Daniel Allavena. Mit Glück und Geschick retteten die Gäste sich ins Ziel. Die kämpferische und spielerische Steigerung der Eisbären wurde nicht belohnt. Bereits am kommenden Mittwoch, 4. Januar geht es weiter in der heimischen Arena, zu Gast sind dann die Kölner Haie.

Hans-Peter Becker

DEL 38. Spieltag

2.1.2023 EHC Eisbären vs RB München 2:3(0:2, 2:1, 0:0)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; Fiore, Regin, Pföderl; White, Zerter-Gossage, Veilleux; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin

EHC Red Bull München: Allavena (Niederberger) – Boyle, Blum; Szuber, Redmond; Daubner, McKiernan; Abeltshauser – Ehliz, Kastner, Ortega; Tiffels, Hager, Schütz; DeSousa, Street, Parkes; Ruckdäschel, Appendino – Trainer: Don Jackson

Torfolge

  • 0:1 – 00:42 – Ortega (Blum, Ehliz) –EQ
  • 0:2 – 10:17 – Blum (Hager, DeSousa) – EQ
  • 0:3 – 21:49 – Street (DeSousa, McKiernan) – EQ
  • 1:3 – 33:05 – Fiore (Boychuk, Ellis) – PP1
  • 2:3 – 34:34 – Fiore (Pföderl) – EQ

Strafen:

Eisbären 6

RB München 2

Zuschauer: 9.423