BBSC Berlin holt Punkt gegen den letztjährigen Meister

Mit einem hart erkämpften 2:3-Punktgewinn (19, 23, -14, -15, -11) feierte der BBSC gegen den Aufstiegsanwärter aus Borken einen gelungenen Saisoneinstand. Zwei gewonnene Sätze, in denen die Berliner Mannschaft jeweils 100 % abgerufen hat, machten dem letztjährigen Staffelmeister mehr Sorgenfalten als ihm lieb war.

Beide Mannschaften spielten von Anfang an zeitweise auf hohem Niveau und hatten nur kleine Phasen mit höherer Fehlerquote. Von Anbeginn fiel auf, dass beide Teams in Block- und Feldabwehr Maßstäbe setzten: Der Ball wurde nach einer Vielzahl von Angriffen immer wieder im Spiel gehalten, es gelang den Teams kaum, mit üblichen Aktionen zu punkten und den Ball auf dem Boden zu bringen. Schon der zweite Ballwechsel des Spiels war mit 49(?) Ballberührungen vor dem Punktgewinn außergewöhnlich. Das war etwas fürs Publikumsherz! Die relativ wenigen Zuschauer in der BBSC-Halle, die das Zweitligaspiel dem zur gleichen Zeit stattfindenden Länderspiel des DVV-Teams gegen Brasilien im Berliner Sportforum Vorrang gegeben hatten, konnten sich nicht beschweren.

In den ersten beiden Sätzen spielten die Gastgeberinnen wirklich toll, da klappte einfach alles. Die Spielidee des Trainerstabs Jens Tietböhl, Stephanie Utz und Christopher Devlin, mit Tempo über die Außenpositionen zu kommen, bereitete Borken zunächst Probleme. Die Münsterländerinnen kamen zunächst nicht in ihren Spielrhythmus. Ab dem dritten Satz änderte sich das: Borken hat das Spiel der Berlinerinnen immer besser gelesen und dank deutlich besserer körperlicher und technischer Grundvoraussetzungen (Brinkmann und Baran!) im Angriff dominiert.

Kapitänin Katharina Kummer war nach dem Spiel glücklich: „Wir haben in den ersten beiden Sätzen gezeigt, was in uns steckt. Gut auch, dass unsere beiden Neuzugänge auf dem Feld voll eingeschlagen und die Stärken des Teams zur Geltung gebracht haben.“

„Mit dem Gewinn eines Punktes gegen den Ligameister können wir zufrieden sein“ meinte Berlins Trainer Jens Tietböhl. „Für die nächsten Spiele bleibt die Aufgabe, gerade in der Angriffsvriabilität Konstanz schaffen“. Dazu ist in den kommenden Wochen gute Gelegenheit. Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag, 24.09. beim Aufsteiger Ostbevern steht am 1. Oktober um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle das nächste Spitzenspiel an, wenn Vizemeister Leverkusen zu Gast ist.

MVP des Samstagabends wurden Priscilla Gatzsche und auf Gegnerseite die langjährige polnische Erstligadiagonale Zaneta Baran.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Paula Morgenroth, Nathalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Kristina Bognar

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Ostbevern beim BBSC Berlin zu Gast

Wenn am Sonntag, den 1. März 2020 um 14:00 Uhr der BBSC in der Hämmerlinghalle den BSV Ostbevern zum Zweitligaspiel begrüßt, kommt eine nicht ganz typische Mannschaft nach Köpenick.

Ein bisschen erinnert die Story um die Gemeinde im Münsterland an die erfolgreichen Zeiten der Volleyballabteilung des Köpenicker SC mit ihrem kometenhaften Aufstieg vor 20 Jahren: Der Verein aus dem Kreis Warendorf leistete eine grandiose Aufbauarbeit. Mit eigener Nachwuchsförderung brachte er eine über Jahre gewachsene und in weiten Teilen aus „Dorfkindern“ bestehende Mannschaft hervor. Der BSV ist in den vergangenen sechs Jahren viermal aufgestiegen. Absolute Spitzenspielerin des Teams ist die 56fache Exnationalspielerin Wiebke Silge, die in Ostbevern aufgewachsen ist. Silge bringt vier Jahre Bundesliga-Erfahrung vom USC Münster und SC Potsdam mit. Zudem nahm die 1,90m-Mittelblockerin mit der deutschen Nationalmannschaft an einer Welt-  und an einer Europameisterschaft teil. So manches Mal macht Wiebke den Unterschied auf dem Feld aus. „Aber sie schafft auch viele Räume für andere, weil sich der Gegner oft auf sie konzentriert“ formuliert Ostbeverns Trainer Dominik Münch. Die sympathische und ruhige Westfälin hat sich nach ihrem sehr frühen Rücktritt vom absoluten Leistungssport (2017 mit 20 Jahren!) und dem nachfolgenden Studienbeginn wieder völlig unkompliziert in die Ostbeverner Mannschaft integriert – sie macht keinen Rummel um ihre Person.

Als Aufsteiger hat der BSV in der Liga hart gegen den Abstieg zu kämpfen. Beim Auswärtsspiel des BBSC im November trumpften die Berlinerinnen mit einem 3:0 Erfolg auf. Doch auch gegen solche Gegner muss erst einmal gewonnen werden. Zu schnell kann der Schlendrian Einzug halten – bei der Leistungsdichte der Liga sind schnell die Punkte verloren. „Wir wollen die Konzentration hochhalten und unseren Fans einen schön herausgespielten Sieg am Sonntagnachmittag präsentieren“, so BBSC-Kapitänin Katharina Kummer. Mit der entsprechend guten Stimmung von den Rängen und einer Teamleistung auf dem Feld sollte der Sonntagnachmittag ein kleines Volleyballfest werden. Freuen wir uns auf ein attraktives Heimspiel!

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin