Klare Niederlage gegen bärenstarke Grizzlys

Für die Berlin Recycling Volleys gab es am Samstagabend bei den Helios Grizzlys Giesen nichts zu holen. Vor mehr als 1.700 begeisterten Zuschauern in der Hildesheimer Volksbank-Arena unterlag der Hauptstadtclub den Niedersachsen deutlich mit 0:3 (20:25, 16:25, 22:25) und verspielte damit die vorzeitige Sicherung der Spitzenposition in der Bundesliga-Hauptrunde. Am Mittwoch (18. Jan, um 19.30 Uhr) gibt es dafür eine erneute Chance, diesmal gegen Pokalfinalist SWD powervolleys Düren in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

Nur zwei Tage nach dem Champions-League-Auswärtserfolg bei Hebar Pazardzhik rotierte Trainer Cedric Enard kräftig durch. Ronkainen, Kessel, Krauchuk, Mote sowie Kowalski durften von Beginn an ran, einzig Tille und Stalekar standen schon in Bulgarien in der Startformation. Bis auf eine kleine Serviceserie von Cody Kessel konnten beide Teams zunächst ihr Sideout halten (7:8, 9:10). Doch Giesen erhöhte im Aufschlag kontinuierlich den Druck, vor allem durch Ivanov, Colito sowie Wagner, sodass Enard zur ersten Auszeit greifen musste (16:19). Diese fruchtete allerdings genauso wenig wie die Einwechslungen von Sotola, Dosanjh und Schott. Am Ende war es Günthör, der den Grizzlys den umjubelten Satzgewinn bescherte (20:25).

Mit jeder Menge Selbstvertrauen starteten die Giesener in den Folgedurchgang und zwangen mit starken Blocks und Aufschlägen die BR Volleys früh zur Auszeit (2:5). Davon ließen sich die Gastgeber allerdings keineswegs beirren, während Tille & Co nicht an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen konnten (4:8, 13:18). Der Titelverteidiger biss sich an der konzentrierten Block-Abwehr-Arbeit der Grizzlys die Zähne aus, sodass auch der zweite Satz klar an den Tabellenfünften ging (16:25). Nach einer 10-Minuten-Satzpause kam Donsanjh für Tille im Zuspiel und der Favorit aus der Hauptstadt mit mehr Feuer auf das Parkett zurück. Dieses wurde phasenweise durch vom Arenadach tropfendes Wasser gelöscht, weshalb in der Angriffszone der Berliner immer wieder gewischt werden musste (7:8). Die 1.713 Zuschauer sahen nun zwar ein besseres BR Volleys Team (13:12, 16:13), trieben die Heimmannschaft aber ebenso lautstark wie unermüdlich an, erst zum Ausgleich (16:16), dann zur Führung (19:20) und schlussendlich zum verdienten Matchgewinn (22:25).

Das BR Volleys Team belegt zwar trotz dieser schmerzhaften Niederlage weiterhin Platz eins in der Tabelle, wird sich jedoch am Mittwoch (18. Jan um 19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Düren erheblich steigern müssen, um im Februar von dieser Spitzenposition aus in die Zwischenrunde einziehen zu können.


Stimmen zum Spiel
Cody Kessel: „Wir sind sehr enttäuscht über unsere Leistung und das daraus resultierte Ergebnis. Das war ganz sicher nicht die Performance, die wir zeigen wollten. Aber daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen und am kommenden Mittwoch gegen Düren stärker zurückkommen.“

Cedric Enard: „Ich bin sehr traurig darüber, wie wir diese Woche beendet haben, denn diese begann wirklich fantastisch. Ich wollte bei diesem Spiel heute rotieren, um jedem seine Spielzeit zu geben. Trotz der Rotation hatten wir das klare Ziel, unseren Tabellenplatz eins zu festigen. Aber das haben wir leider einfach nicht gut gemacht und müssen somit gegen Düren nachlegen.“

BR Volleys Formation
Antti Ronkainen + Cody Kessel (AA), Nehemiah Mote + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Matheus Krauchuk (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Arash Dosanjh, Satoshi Tsuiki, Ruben Schott, Marek Sotola

Topwerte
Kessel 16 Punkte 68% Angriffsquote | Ronkainen 8 Punkte 1 Blockpunkt 1 Servicewinner
Kommende Spiele:
18. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren (Bundesliga)
20. Jan | 18.00 Uhr | VC Olympia Berlin vs. BR Volleys (Bundesliga)
25. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Aluron CMC Zawiericie (POL / Champions League)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Elisabeth Kloth

BR Volleys – Playoff-Auftakt nach Maß

Mit einem souveränen 3:0-Heimerfolg (25:17, 25:13, 25:19) sind die BR Volleys am Sonntag, 13. März in die Bundesliga-Playoffs 2022 gestartet. Die Berliner ließen gegen stark ersatzgeschwächte, aber tapfer kämpfende Helios Grizzlys Giesen zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Ausgang dieses ersten Spiels der „best of three“-Serie aufkommen. Am Samstag kann man damit in Hildesheim bereits das Halbfinal-Ticket buchen, doch zuvor wartet das Rückspiel in der K.o.-Phase der Champions League am Mittwoch (16. Mrz um 18.30 Uhr) gegen Itas Trentino in der Max-Schmeling-Halle.

Nachdem der Tabellensechste WWK Volleys Herrsching am Vorabend mit einem 3:2-Auswärtssieg beim VfB Friedrichshafen für die erste Überraschung dieser Playoffs sorgte (3:2), waren die BR Volleys gewarnt und wollten nicht ebenfalls auf dem falschen Fuß erwischt werden. 2.524 Zuschauer im Volleyballtempel sahen Georg Klein anstelle von Nehemiah Mote beginnen. Während der Australier vor dem Königsklassen-Match am Mittwoch noch einmal eine Pause bekam, sollten Sergey Grankin, Benjamin Patch, Timothée Carle, Ruben Schott, Jeffrey Jendryk und Libero Santiago Danani im Rhythmus bleiben.

Die BR Volleys also gewissermaßen in Topbesetzung, der Gegner aus Giesen hingegen stark dezimiert: Die Grizzlys konnten mit lediglich acht Spielern anreisen. Es fehlten unter anderem Diagonalangreifer Colito und Mittelblocker Seybering, sodass mit Max Bödder ein Spieler der zweiten Mannschaft in der Startaufstellung stand. So hatten die Gäste gegen konzentrierte Hauptstädter von Beginn an einen schweren Stand. Ruben Schott gab seinem Team mit einer Aufschlagserie direkt Sicherheit (6:1). Die Berliner spielten in der Folge einen souveränen Auftaktsatz, auch weil Ben Patch in der heimischen Arena wieder einen sehr guten Tag erwischte und sieben seiner acht Angriffe im ersten Durchgang in Punkte umwandelte (9:4, 16:9, 21:14). Schott benötigte zwei Anläufe, um den ersten Satzgewinn perfekt zu machen (25:17).

Das Bild blieb in Satz zwei ein ähnliches. Sergey Grankin & Co übernahmen früh die Kontrolle und diktierten mit sicherer Annahme und gutem Angriffsspiel das Geschehen (11:3). Der Leichtigkeit und Spielfreude gaben Grankins Zuspiel-Trick und das anschließend verschmitzte Grinsen Ausdruck (18:9). Giesen konnte ohne große Wechseloptionen den Lauf der Gastgeber nicht stoppen und so war der Gewinn von Durchgang zwei nur eine Frage der Zeit (25:13). Cedric Enard hatte bereits zum Ende des zweiten Satzes Marek Sotola ins Spiel gebracht, der dauerhaft auf der Platte blieb. Zwar hatten die Grizzlys um ihren Topscorer Stijn van Tilburg in Durchgang drei noch einmal mehr entgegenzusetzen (5:7), doch die BR Volleys beseitigten schnell aufkommende Fragezeichen. Der Tscheche Sotola war bester Punktesammler in diesem Durchgang und Außenangreifer Schott in allen Elementen weiterhin eine Bank (10:10, 14:11, 21:16). Nach eineinhalb Stunden Spielzeit verwandelte Klein den Matchball für die Berliner (25:19), die damit noch einen weiteren Sieg für den Halbfinaleinzug benötigen.

Stimmen zum Spiel
Marek Sotola: „Ich glaube, das war der Start, den wir uns erhofft hatten. Eine gute Leistung vor 2.500 Zuschauern gibt uns die nötige Sicherheit für die kommenden Spiele. Giesen war durch Corona und einige Ausfälle sichtbar geschwächt. Das zweite Spiel in deren Halle und vor vielen Fans wird am Samstag deutlich schwieriger. Jetzt fiebern wir aber alle dem Match am Mittwoch entgegen. Meine Familie und Freunde reisen extra aus Tschechien an, insgesamt neun Personen. Ich hoffe, wir können ihnen und uns ein großes Spiel bescheren.“

Georg Klein: „Giesen hat mit dem schmalen Aufgebot von nur acht Spielern das Möglichste getan. Aus unserer Sicht war wichtig, diesen Gegner konsequent unter Kontrolle zu halten. Das ist uns gut gelungen und deshalb können wir zufrieden sein. Ich konnte heute meinen Job machen und Nemo noch einmal eine Pause verschaffen, sodass er und wir als gesamtes Team am Mittwoch in bestmöglicher Verfassung gegen Trento antreten können.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Georg Klein und Jeffrey Jendryk (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Marek Sotola, Matthew West, Cody Kessel

Topwerte
Schott 13 Punkte, 2 Asse, 65 % Angriffsquote | Patch 10 Punkte, 77 % Angriffsquote | Jendryk 8 Punkte, 3 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Das Playoff-Derby startet auswärts

Anders als in den vergangenen Jahren beginnen die Playoffs 2021 für die BR Volleys am Mittwochabend (10. Mrz um 19.00 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei den Netzhoppers KW-Bestensee. Der neue Modus wurde eingeführt, um die Zahl der möglichen Reisen im Viertelfinale zu reduzieren, birgt in einer kurzen „best of three“-Serie aber durchaus eine erhöhte Gefahr für die besserplatzierte Mannschaft. Während es sportlich nun also richtig brisant wird, sind die Reisestrapazen hingegen zu vernachlässigen, denn zum Berlin-Brandenburg-Derby in der Landkost-Arena sind die Wege bekanntermaßen kurz.

Mit dem Playoff-Auftakt müssen die Leistungsschwankungen des BR Volleys Teams endgültig der Vergangenheit angehören, will der Hauptstadtclub die Saison bis in den Monat April hinein verlängern. Die Generalprobe gegen Herrsching (3:2) war ein Spiegelbild einer durchwachsenen Hauptrunde. Dabei war die fehlende Sicherheit im eigenen Spiel gewiss auch darauf zurückzuführen, dass Trainer Cedric Enard seinem Stammpersonal eine Atempause verschaffte. Positiv: Wie bereits gegen Düren, Giesen sowie Lüneburg biss sich die Mannschaft auch gegen die Oberbayern im Tiebreak durch. Nun dürften für das erste Viertelfinale beim Lokalrivalen die Stammkräfte um den Spielführer Sergey Grankin wieder in die Startformation rücken. Auch mit einer Rückkehr von Tim Carle, der zuletzt nicht im Kader stand, ist zu rechnen.

Der Titelverteidiger geht von Rang drei der Hauptrunde in die Playoffs. Der Weg durch den Turnierbaum bis in ein mögliches Finale ist entsprechend steinig. Trainer Enard und seine Mannschaft verschwenden zurzeit jedoch keinen Gedanken an weitere Runden und Gegner. Schon direkt nach dem Erfolg gegen Herrsching forderte der Franzose „jetzt 100 Prozent Fokus auf die Netzhoppers.“

Die Königs Wusterhausener haben sich am Samstag trotz eines 0:1-Satzrückstandes bei den Helios Grizzlys Giesen nervenstark mit 3:1 durchgesetzt und damit Platz sechs gesichert. Anders als noch eine Woche zuvor im DVV-Pokalendspiel (0:3 vs. Frankfurt) zog der nachverpflichtete Pole Kamil Droszynsky wieder die Fäden im Zuspiel. Der Kapitän Byron Keturakis, dessen Rückenprobleme für das Finale in Mannheim offenbar nur kurzfristig behoben werden konnten, pausierte demzufolge. Die Besetzung im Netzhoppers-Zuspiel ist also eine der spannenden Fragen für das Playoff-Viertelfinale. Droszynsky steuerte das Spiel der Brandenburger bereits beim letzten Aufeinandertreffen am 20. Februar. Damals gewannen die BR Volleys in der Landkost-Arena mit 3:1. Insgesamt trafen sich die Lokalrivalen in dieser Saison bereits dreimal, dabei lautet die Bilanz aus Berliner Sicht wie folgt: 2:1 Siege, 7:5 Sätze, 304:278 Punkte. Das wichtigste Match, im Viertelfinale des DVV-Pokals, ging aber bekanntlich an die Mannschaft des belgischen Cheftrainers Christophe Achten.

„Jetzt sind Playoffs, jedes Match zählt und kann entscheidend sein. Wir dürfen uns keine Schwächen mehr erlauben“, macht Spielführer Sergey Grankin unmissverständlich deutlich. Sein Trainer sieht das identisch und betont noch einmal, dass der Viertelfinalgegner die beste Mannschaft seit Jahren beisammenhat: „Wir wissen, was die Netzhoppers spielen können. Das Team hat uns mit seinen Qualitäten in dieser Saison schon einmal überrascht, das darf uns jetzt nicht wieder passieren. Mit der richtigen Einstellung und einer guten Leistung wollen wir auswärts den Grundstein für das Weiterkommen legen.“ Fortgesetzt wird die Playoff-Serie am 16. Mrz um 19.30 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Ist nach diesen zwei Partien noch keine Entscheidung gefallen, folgt tags darauf der finale Showdown (17. Mrz um 19.30 Uhr) an Ort und Stelle.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Der Geisterkulisse getrotzt

Die Berlin Recycling Volleys feierten am Samstag (14. No.) den vierten Saison-Erfolg in der Volleyball-Bundesliga.  Bei ungewohnter Atmosphäre – Fans konnten im Volleyballtempel erstmals nicht dabei sein – siegten die Hauptstädter ungefährdet mit 3:0 (25:15, 25:21, 25:21) gegen die Helios Grizzlys Giesen. Jeweils 17 Punkte sammelten MVP Timothée Carle und Benjamin Patch, für Giesen war Magloire Mayaula Nzeza elfmal erfolgreich.

Noch vor Beginn des ersten Geister-Heimspiels der Geschichte mussten die BR Volleys eine bittere Nachricht verkraften: Zuspieler Sergey Grankin verletzte sich im Abschlusstraining an der Wade, eine MRT-Untersuchung soll am Montag Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Doch auch ohne ihren Kapitän fanden die Männer in Orange gegen die Gäste aus Giesen bestens in die Partie und bewiesen dabei vollen Körpereinsatz: Für Pierre Pujol, der die Lücke von Grankin zu füllen wusste, war eine Werbebande nur ein kleines Hindernis auf dem Weg zum Ball – dieser Ballwechsel ging am Ende, ebenso wie der erste Satz, an den Hauptstadtclub (25:15).

Giesen kam nun besser im Spiel an, auch weil sich die Fehlerquote auf Seiten der Gastgeber erhöhte. Erst zur Mitte des Durchgangs konnten sich die Berliner absetzen, weil Timothée Carle und Benjamin Patch viel Cleverness im Angriff bewiesen (19:15). Dem starken Carle blieb es dann auch überlassen, nach aufmerksamer Abwehr von Samuel Tuia den Satzball zur 2:0-Führung zu verwerten (25:21). Ein enger Schlagabtausch entwickelte sich dagegen bis kurz vor Schluss im dritten Durchgang, ehe ein Block von Éder und Patch der Partie den Deckel aufsetzte (25:21).

Für die BR Volleys geht es in der kommenden Woche mit dem Spitzenspiel gegen den VfB Friedrichshafen weiter. Die Partie am Bodensee beginnt bereits um 14.00 Uhr, Sport1 überträgt live im Free-TV.

Stimmen zum Spiel
Kaweh Niroomand: „Das ist ein gutes Ergebnis, aber das Spiel läuft weiterhin nicht wirklich rund. Wir sind etwas vom Pech verfolgt, jede Woche fällt ein neuer Spieler aus. Mir macht es Sorgen, dass wir nie über mehrere Wochen hinweg mit dem kompletten Kader trainieren konnten. Deswegen sind wir noch lange nicht im gewünschten Rhythmus. Der müsste aber langsam kommen, um das schwere Programm der kommenden Wochen gut bewältigen zu können. Die komplette Situation zerrt zusätzlich an den Nerven. Da auch mental immer 100 Prozent abrufen zu können, ist eine große Herausforderung. Deswegen glaube ich, dass es eine Saison der Zufälle wird.“

Pierre Pujol: „Ich halte mich immer bereit zu spielen, das ist mein Job. Wir haben in der Liga bereits ein Spiel verloren, deswegen wollten wir heute unbedingt gewinnen. Die Motivation kommt da auch ohne Fans ganz von alleine. Letztlich sind wir froh, überhaupt spielen zu dürfen. Aber für diejenigen, die die normale Atmosphäre kennen, war es sicherlich seltsam – da hat die bekannte Musik geholfen. Ich hoffe, dass bald wieder Fans dabei sein können.“

Anton Menner (Giesen): „Heute Morgen habe ich die Beine nach zwei Spielen in dieser Woche schon gemerkt. Trotzdem habe ich mich auf das Spiel gefreut, weil es mein erstes Mal in der Max-Schmeling-Halle war. Da hat der Rest dann auch keine Rolle mehr gespielt. Wenn wir einen Satz gegen Berlin holen wollen, müssen wir konstant Servicedruck ausüben. Letztlich haben da die vielen Fehler das Spiel entschieden.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel

Topwerte
Carle 17 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks | Patch 17 Punkte, 2 Asse| Tuia 10 Punkte
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Duell der Europapokal-Teilnehmer

Erstmals in der Vereinsgeschichte tragen die Berlin Recycling Volleys am Samstag (14. Nov um 18.30 Uhr) ein Heimspiel vor leeren Rängen aus. Gerade weil Mannschaft und Fans auf die gewohnte Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle verzichten müssen, wird der digitale Auftritt für das Match gegen die Helios Grizzlys Giesen ausgeweitet.

Die Helios Grizzlys Giesen feierten in den vergangenen zwei Wochen ihre Europapokal-Premiere gegen das international erfahrene Team von Sporting CP Lissabon. Den erstmaligen Aufschlag im CEV Challenge Cup kann man getrost als vorläufigen Höhepunkt in der äußerst positiven Entwicklung des Aufsteigers von 2018 bezeichnen. Zwar mussten die Niedersachsen gegen den favorisierten Gegner aus Portugal nach einer 0:3-Auswärtsniederlage und einem 3:2-Heimsieg die europäischen Segel bereits wieder streichen, dennoch gibt das gelungene Auftreten dem Verein gewiss Rückenwind für die weitere Bundesliga-Saison. Auf nationaler Ebene gewann die Mannschaft von Trainer Itamar Stein bisher eines von drei Spielen (3:0 vs. Unterhaching), verlor gegen Herrsching (1:3) und Düren (0:3). Am Freitagabend sind die Giesener außerdem noch beim VC Olympia gefordert. Ähnlich wie die BR Volleys, haben auch die Gäste einige neue Spieler zu integrieren, wobei wichtige Eckpfeiler wie der Kapitän Hauke Wagner, Libero Milorad Kapur oder Mittelblocker Magloire Mayaula dem Team erhalten geblieben sind. Spannendste Neuverpflichtung ist mit Sicherheit Stijn van Tilburg, der langaufgeschossene Niederländer im Außenangriff der Grizzlys.

Die BR Volleys auf der anderen Netzseite sind längst Stammgast im internationalen Wettbewerb und wollen bei dem inzwischen terminierten ersten Turnier der Champions-League-Gruppenphase (08.-10. Dezember) in eigener Arena wieder für Furore sorgen. Vorher warten aber schwere Aufgaben in Bundesliga und Pokal auf Sergey Grankin & Co. Da kommt es Cheftrainer Cedric Enard gerade Recht, dass sich mit Anton Brehme ein zuletzt verletzter Akteur wieder einsatzbereit gemeldet hat. „Anton hat in dieser Woche endlich wieder mit der Mannschaft trainiert. Er könnte dem Team schon am Samstag helfen“, berichtet Enard. Auch Robin Baghdady trainiert nach Wadenverletzung allmählich wieder am Ball, benötigt jedoch noch etwas Zeit, um voll in Tritt zu kommen.

Nach der Niederlage in Bühl sind die Sinne bei den BR Volleys geschärft, wie beim französischen Headcoach deutlich zu vernehmen ist: „Giesen hat eine wirklich gute Mannschaft und hat sich zuletzt im CEV Challenge Cup sehr ordentlich präsentiert. Ihre intensive Woche mit Spielen am Dienstag und Freitag könnte uns am Samstag vielleicht etwas in die Karten spielen, aber wir brauchen dennoch eine Steigerung gegenüber dem VCO-Spiel.“ Das 3:0 gegen die Youngster im Sportforum war das letzte Pflichtspiel seiner Schützlinge.

Bleibt die Frage, wie das Team mit der Atmosphäre eines leeren Volleyballtempels umgeht. Darauf ist auch Geschäftsführer Kaweh Niroomand gespannt: „Die Situation ohne Publikum wird für alle ungewohnt und schwierig. Wenn dich normalerweise 4.000 bis 5.000 Fans in unserer Arena erwarten, wird so ein Spiel zur Kopfsache für die Mannschaft. Wir können diesen Umstand aber nicht ändern und müssen ihn akzeptieren. Unser Team kennt diese Voraussetzungen jetzt zumindest schon aus Auswärtsspielen, dennoch ist für mich fraglich, ob man unter den Bedingungen 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit erreichen kann. Mal sehen, wie unserer Männer damit klarkommen.“

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

Weiter ungeschlagen in der Bundesliga

Auch ohne ihren Cheftrainer Cedric Enard gewannen die BR Volleys am Sonntagabend, 19.01.2020 bei den Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (25:16, 25:23, 25:16). Vor einer schönen Kulisse von 2.311 Zuschauern zeigten die Berliner ein überzeugendes Spiel, bei dem Kyle Ensing (17 Punkte) und Sergey Grankin (siebte MVP-Medaille der Saison) aus einer starken Teamleistung herausstachen.

Lucio Oro vertrat seinen krankheitsbedingt in Berlin ans Bett gefesselten Cheftrainer Cedric Enard an der Seitenlinie und schickte Moritz Reichert, Cody Kessel, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk, Sergey Grankin, Kyle Ensing und Julian Zenger in Hildesheim auf den Court. Die Berliner knüpften an ihren starken Endspurt gegen die Netzhoppers vom Donnerstag an und zeigten sich in allen Elementen druckvoll. Als Le Goff im Block punktete, waren die Hauptstädter bereits mit 8:3 vorn. Konzentriert verteidigten die Gäste ihre Führung (15:10) und nach einem Schnellangriff von Jendryk war der Auftaktsatz entschieden (25:16).

Allen voran Kyle Ensing war gut aufgelegt, steuerte auch im zweiten Satz Punkt für Punkt bei und sorgte dafür, dass der lautstarke Gästeblock unter den 2.300 Zuschauern in der Hildesheimer Arena regelmäßig jubeln durfte. Doch den zweiten Satz konnten die Gastgeber ausgeglichen gestalten (10:12, 16:14). Moritz Reichert & Co konnten sich nicht entscheidend absetzen (22:22), bis der Block von Ensing und Le Goff im richtigen Moment stand (24:22). Anschließend verwandelte der französische Mittelblocker den zweiten Satzball (25:23). Auch den längsten Ballwechsel des Tages entschieden die Berliner für sich (5:4) und gaben in Satz drei weiter den Ton an. Grankin setzte seine Nebenleute weiter perfekt in Szene (13:6, 17:10) und als auch noch Reicherts Aufschlag von der Netzkante ins Giesener Feld tropfte, standen neun Matchbälle zu Buche. Im zweiten Anlauf beendete wieder ein Mittelbocker, diesmal Jendryk, den Satz und das Match (25:16).

Stimmen zum Spiel
Lucio Oro: „Wir haben im Allgemeinen gut gespielt. Im zweiten Satz hat unsere Annahme etwas geschwächelt, dadurch haben wir es uns schwer gemacht. Aber die gesamte Mannschaft hat sich gesteigert und besonders Kyle Ensing war stark. Sergey hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft und wir haben über alle Positionen hochprozentig gepunktet.“

Moritz Reichert: „Es war wichtig, dass wir heute gegenüber dem Spiel am Donnerstag konzentrierter zu Werke gehen. Das hat gut funktioniert und so war es ein souveräner Sieg. Der Aufschlag hat den Unterschied gemacht. Man braucht diesen Servicedruck um Gegner wie Giesen zu dominieren. Die Tendenz ist aufsteigend und wir wollen nun gegen die AlpenVolleys zuhause nachlegen.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Moritz Reichert (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Georg Klein, Pierre Pujol, JT Hatch

Christof Bernier









Siegreicher Heimauftakt der BR Volleys

So schön kann Heimauftakt sein! 4.329 Zuschauer sahen die BR Volleys im ersten Anlauf in der Saison 2019/20 in der Max-Schmeling-Halle direkt siegen. Gegen die Helios Grizzlys Giesen feierten die Berliner am Samstagabend einen 3:0-Heimerfolg (25:18, 25:16, 26:24) und stockten ihr Punktekonto in der Volleyball Bundesliga damit auf sechs Zähler auf.

Samuel Tuia durfte zum Heimauftakt erstmals von Beginn an ran und ersetzte in Cedric Enards Startformation Cody Kessel. Ansonsten schlug die Mannschaft – erstmals in den orangen Heimtrikots –auf, die schon vor drei Tagen in Bestensee erfolgreich war. Im ersten Satz machte der Aufschlag den Unterschied zugunsten der BR Volleys. Die Berliner verbuchten drei Asse und fabrizierten dabei nur einen Eigenfehler. Diesem Aufschlagdruck waren die Gäste aus dem Raum Hildesheim nicht gewachsen (25:18).

Neuzugang Julian Zenger präsentierte sich vor seinem neuen Publikum bärenstark und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die BR Volleys in Satz zwei noch weniger Bälle auf den Boden fallen ließen. Die gute Block-Abwehr-Arbeit mündete in einem spektakulären Punkt von Samuel Tuia zum 10:6 und schließlich dem nächsten Satzgewinn (25:16). In Satz drei stemmten sich die Grizzlys gegen einen 0:3-Matchverlust und führten lange Zeit (11:14). Dann schickte Enard seine US-Amerikaner Cody Kessel und JT Hatch auf den Court und die Hauptstädter drehten das Spielgeschehen. Kessel spielte groß auf und schließlich verwandelte Reichert den zweiten Matchball in der Satzverlängerung (26:24). Zenger (Gold) und David Wieczorek (Silber) verdienten sich am Ende eines gelungenen Heimauftakts die MVP-Auszeichnungen.

Stimmen zum Spiel
MVP Julian Zenger: „Die ersten zwei Sätze haben wir sehr konzentriert agiert, die Annahme stand und im Sideout waren wir sicher. Obwohl wir auch im dritten Satz weiter gut abgewehrt haben, geriet unser Angriff ins Stocken. Die Wechsel haben uns dann geholfen. Cody war im Angriff klasse und JT in der Abwehr stark. Es macht Spaß mit dieser Mannschaft und wir wachsen immer besser zusammen.“
Cody Kessel: „Die Jungs haben zwei Sätze lang richtig gut gespielt, als Giesen dann stärker wurde, war es klasse, dass JT und ich dem Team so helfen konnten. Diese Kulisse hinter sich zu haben, war ein super Gefühl. Ich habe hier sechs- oder siebenmal mit Lüneburg gespielt und jetzt endlich auch in dieser Arena gewonnen. Daran kann ich mich gewöhnen.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Nicolas Le Goff und Georg Klein (MB), Pierre Pujol (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt:  Cody Kessel (Satz 2, 3), JT Hatch (Satz 3)

Topwerte
Ensing 16 Punkte | 2 Asse, Tuia 14 Punkte | 2 Blocks, Reichert 10 Punkte

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

BR Volleys – Hartes Stück Arbeit

Nach dem packenden Finale des Rita-Neise-Gedenkturniers machten es die Profis der BR Volleys vor 4.481 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle zum #JUNIORSday am Sonntag nicht weniger spannend. Am Ende eines harten Arbeitstages siegten die Hauptstädter mit 3:1 (25:20, 20:25, 25:23, 25:21) gegen die Helios Grizzlys Giesen und gewannen damit zum fünften Mal in Folge in der Volleyball Bundesliga.

Zwei neue Spieler beorderte Cedric Enard für das Spiel gegen den Liga-Neuling in seine Startformation. Nicolas Rossard ersetzte auf der Libero Position Dustin Watten und Jeffrey Jendryk erhielt den Vorzug gegenüber Nicolas Le Goff. Dazu begannen Samuel Tuia, Adam White, Sebastian Kühner, Kyle Russell und Georg Klein für den Deutschen Meister.

Der Aufsteiger, am Vortag noch mit 0:3 beim VC Olympia unterlegen, spielte mutig auf und stellte die BR Volleys früh vor Probleme in der Annahme (4:6). Erst Kühners Service brachte endlich Druck ins Berliner Spiel und die vielen Kids im Volleyballtempel bejubelten beim 13:10 bereits den zweiten Block von „Mr. Muscle“ Kyle Russell. Giesen gab aber nicht klein bei, verkürzte auf 18:17 und war nach zwei erfolgreichen Blockaktionen den BR Volleys auch in der „Crunchtime“ noch auf den Fersen (22:20). Zwei kluge Angriffe von White und ein Netzfehler der Gäste brachten die Männer in Orange in Führung – 1:0 (25:20). Im Anschluss wurde die U16-Mannschaft des Berliner TSC als Turniersieger des Rita-Neise-Gedenkturniers powered by AOK ausgezeichnet. Die Hauptstädter gewannen das Vorspiel im Volleyballtempel gegen Metro Warschau knapp mit 2:1 und durften sich über die Auszeichnung vor 4.500 Zuschauern freuen.

Auch im zweiten Satz erwischte der Tabellenletzte den besseren Start (6:8). Enard war gezwungen zu reagieren. Jan Zimmermann kam für Kühner, wenig später auch Linus Weber für Tuia und Benjamin Patch für Russell. Das Berliner Spiel lief aber weiter alles andere als flüssig (8:14, 11:18). Giesens Bester, Jerome Clere, fand immer wieder die Lücken im Hauptstadt-Block (18:24) und so war der Satzausgleich die logische Konsequenz (20:25).

Alles auf null also nach zwei Sätzen: Enard beorderte Kühner, Russell und Tuia zurück aufs Feld. Die BR Volleys wurden wieder effektiver in ihren Angriffsaktionen (7:4), doch Enard sah sich nach einem Block gegen Tuia zur nächsten Auszeit gezwungen (10:10). Jendryk steuerte zwei wichtige Punkte bei, doch absetzen konnte sich das Heimteam weiterhin nicht (15:15). Bis zum 22:22 hatte Enard allen Grund, grimmig dreinzuschauen, dann packte der Jendryk-White-Doppelblock zu und Clere schlug ins Aus. So bejubelte der Headcoach Jendryks Schnellangriff zum nächsten Satzgewinn (25:23).

Hatten sich Annahme und Angriff im dritten Satz konsolidiert, so war der vierte Durchgang wieder ein Rückschritt. Selten bekam das Publikum schnörkelloses Spiel zu sehen und häufig konnten die Gäste daraus mehr Kapital schlagen (5:7, 11:11). Sein Ass machte sich Russell mit zwei Fehlern im Angriff wieder selbst zunichte (15:15). Beim Stand von 20:20 ging der Amerikaner dann aber an die Serviceline und entschied mit der Unterstützung seines Landsmannes Jendryk im Block das Spiel (25:21). Beide waren letztlich Topscrorer mit jeweils 15 Punkten.

Kapitän Sebastian Kühner zeigte sich trotz der drei Punkte selbstkritisch: „Wir haben uns das Leben wieder selbst schwer gemacht. Giesen hat gut gespielt und wir mussten alles geben, um die drei Punkte hierzubehalten. Wir reden die ganze Saison über unsere Schwankungen, aber irgendwann müssen wir sie auch abstellen. Der VfB wird so etwas am Mittwoch bestrafen, deshalb müssen wir dort unsere Fehler minimieren.“ Mit dem Erfolg gegen die „Grizzlys“ springt der Titelverteidiger auf Rang drei der Tabelle und bittet den VfB Friedrichshafen am Mittwoch (23. Jan um 19.00 Uhr) zum Verfolgerduell.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Der Aufsteiger kommt

Das dritte Heimspiel binnen zehn Tagen haben die Berlin Recycling Volleys am Sonntagnachmittag (20. Jan um 16.00 Uhr) vor der Brust. Am #JUNIORSday empfangen die Hauptstädter den Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen und streben ihren fünften Bundesligasieg in Serie an. Dazu muss gegenüber dem enttäuschenden Champions-League-Auftritt gegen PGE Skra Belchatow jedoch wieder eine Leistungssteigerung her.

Diagonalangreifer Kyle Russell, der sich auch gegen Belchatow als der derzeit stabilste Akteur in den Reihen des BR Volleys Teams präsentierte, war nach dem glatten 0:3 gegen den Polnischen Meister entsprechend niedergeschlagen: „Es ist immer bitter, in drei Sätzen und dieser Deutlichkeit zu verlieren. Doch wir müssen auch darin das Positive sehen und daraus lernen. Schon gegen Giesen wollen wir es wieder besser machen.“ Dabei denkt die Mannschaft auch an ihre Anhänger, die einmal mehr in Scharen in die Max-Schmeling-Halle geströmt waren, wie Russell betont: „Unsere Fans hätten auch am Mittwoch einen Sieg verdient, das wollen wir morgen nachholen.“

„Spuren hinterlassen“ lautet das Credo des nächsten Gegners und das ist den Helios Grizzlys Giesen bisher durchaus gelungen. Ob in Frankfurt oder Lüneburg, gegen Haching oder Düren – der Aufsteiger schnappte sich stets mindestens einen Satzgewinn. Einzig in ihrem Saisoneröffnungsspiel gegen die Berliner gingen die Niedersachsen bis dato gänzlich leer aus. Die aktuell vier Tabellenpunkte sammelten die Männer um Trainer Itamar Stein daheim per 3:0 über Rottenburg und beim 2:3 gegen Friedrichshafen. Noch vor dem Aufschlag im Volleyballtempel könnte sich die Bilanz des Liganeulings verbessern, denn schon am Samstagnachmittag (19. Jan um 16.00 Uhr) trifft man im Sportforum Hohenschönhausen auf den VC Olympia Berlin.

Der Spieler, den es sowohl für die Talente des Bundesstützpunktes als auch am Tag darauf für die BR Volleys unter Kontrolle zu bekommen gilt, ist Jerome Clere. Der französische Außengreifer ist der Fixpunkt im Spiel der Grizzlys, was die Statistik klar belegt: Clere wurde in sechs von zehn Spielen MVP seiner Mannschaft, ist drittbester Scorer der gesamten Bundesliga (169 Punkte) und sogar der viertbeste Blockspieler (24 direkte Punkte) – eine Kategorie, in der sonst ausschließlich Mittelblocker dominieren.

„In einer derartig großen Arena zu spielen, wird sicher eine tolle Erfahrung für uns“, frohlockt Itamar Stein vor der Volleyballtempel-Premiere seines Clubs, der sich nicht nur sportlich erstligatauglich präsentiert. Das professionelle Auftreten des Aufsteigers lässt hoffen, dass sich am Standort Giesen/Hildesheim ein weiterer gestandener Erstligist etabliert. „Wenn die Giesener die Punkte hierlassen, dürfen sie in der nächsten Saison sehr gern wiederkommen“, scherzt BR Volleys Topscorer Kyle Russell (125 Punkte), um anschließend wieder die nötige Ernsthaftigkeit zu zeigen: „Zu verschenken haben wir am Sonntag jedenfalls nichts!“

Quelle: Christof Bernier /BR Volleys

Enard hebt ab, Wasilkowski übernimmt

Foto: BR Volleys

Die erste Stippvisite von Cedric Enard in Berlin endete Mittwochmittag (22. Aug) auch schon wieder. Der neue BR Volleys Headcoach flog nach zwei Trainingstagen zurück nach Paris, um als Assistent die französische Nationalmannschaft auf die anstehende Weltmeisterschaft vorzubereiten. In den kommenden Wochen ist es nun am hoch motivierten Co-Trainer Tomasz Wasilkowski, den „Mini-Kader“ der Hauptstädter in die entsprechende körperliche Verfassung zu bringen.

„Einen solchen Assistenten in Deutschland zu finden, ist aktuell leider nahezu unmöglich“, sagte BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand vor der versammelten Berliner Medienlandschaft am Dienstag im Rahmen der Vorstellung des Trainerteams 18/19 und stellte damit heraus, wie zufrieden er mit der Wahl des 35-Jährigen ist. Wasilkowski ist wie Enard (42 Jahre) noch ein junger Übungsleiter, bringt aber ebenso große Erfahrung mit. Der polnische Blondschopf war bereits für sechs Vereine seines Heimatlandes im Frauen- und Männerbereich tätig, hinzukommt ein Exoten-Jahr bei El Jaish (QAT). Zuletzt arbeitete er mit dem ebenfalls neuen Scout Mateusz Musial bei Cuprum Lubin, einem etablierten Club in der polnischen PlusLiga.

In Berlin kommt auf Wasilkowski nun die wichtige Rolle zu, das Team in der Vorbereitung hauptverantwortlich zu leiten, bis Cedric Enard von der WM zurückkehrt. „Natürlich stehen wir im ständigen Austausch mit Cedric, um die Spieler nach seinen Vorstellungen bereit für die Saison zu machen“, verdeutlicht der polnische Assistent den kurzen Draht zu seinem französischen Chef und blickt voraus: „Wir werden die Intensität mit wachsendem Kader sukzessive erhöhen. In der jetzt noch kleinen Gruppe sollen die Spieler neben der Arbeit an den athletischen Grundlagen auch Spaß haben. Da gilt es, bei den Spielformen zu improvisieren. Wir suchen parallel nach Lösungen, Trainingseinheiten in einer größeren Gruppe zu realisieren.“ Erste Gespräche hierfür gab es bereits mit dem Nachwuchszentrum des VC Olympia Berlin.

Wasilkowski weiß, worauf es ankommt: „Die wichtigste Zeit der Pre-Season beginnt für uns erst spät, dann müssen wir Vollgas geben, ohne dabei die Spieler zu überlasten.“ Auch wenn das Team erst Anfang Oktober komplett sein wird, „haben alle bereits Berlin im Kopf“, wie Enard bei seiner Vorstellung verdeutlichte. Schließlich will man gleich zum Saison- (13. Okt bei Helios Grizzlys Giesen) und Heimauftakt (18. Okt vs. SWD powervolleys Düren) den Fans Spektakel liefern.

Christof Bernier