LEN Champions League – Spandau will sich beweisen

Das Spiel am vergangenen Samstag, 7. Jan. 2023, in Schöneberg gegen Ludwigsburg 08 zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde ließ sich eine Halbzeit lang leicht gehemmt an, aber dann nahmen die Wasserfreunde Fahrt auf und zeigten ihr übliches Leistungsniveau. 22:7 hieß es am Ende der Partie. Insgesamt erzielten zehn Spieler Tore – vornweg erneut Dmitri Kholod mit sechs Treffern. Das Team konnte so seine starke Variabilität bestätigen. Dieser Erfolg kann daher gern als positives Vorzeichen für das fünfte Match in der Champions-League gewertet werden.

Im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch, 11. Jan. 2023 gegen Ungarns Meister FTC Telekom Budapest will das Berliner Team seine internationale Wettbewerbsfähigkeit beweisen. Spandau empfängt am 5. Spieltag der Champions League-Hauptrunde in Schöneberg Ungarns Meister FTC Telekom Budapest, der mit der Bilanz von drei Siegen und einer Niederlage (9 Punkte) gemeinsam mit AN Brescia auf Rang 2 der Achter-Tabelle hinter VK Novi Beograd (10) liegt. Spandau ist mit zwei Zählern aus zwei Remis Siebenter – drei Punkte entfernt vom Vierten OSC Budapest. Diese Position würde nach den insgesamt 14 Partien ausreichen, um ins Final 8 des Königswettbewerbs im Juni in Belgrad einzuziehen. Der aktuelle Gruppenplatz 7 scheint entfernt, doch bedeutet der Drei-Zähler-Abstand zum Vierten OSC nach CL-Arithmetik nur einen (mit drei Punkten honorierten) Sieg.

Die Ungarn gelten als der klare Favorit – in der Vorsaison CL-Dritter, aber im laufenden Spieljahr zwar dreimal Sieger, aber dabei durchaus auch glücklich: 9:7 gegen Dubrovnik, 9:8 gegen Marseille, 10:7 gegen Sabadell. Gegen Brescia gab es eine 4:8-Niederlage. Spandau sollte also seine Chance gegen den ebenfalls 1904 gegründeten Verein haben, den die Fans „Die grünen Adler“ nennen. 24-mal war Ferencvaros Ungarns Meister, 21-mal Pokalsieger. Imposante 34 Spieler sind als Akteure des Vereins Olympiasieger geworden, darunter der aktuelle Trainer Zsolt Varga (2000 Sydney). Auch in der Mannschaft der Gegenwart stehen eine Reihe von Klasseakteuren. „Angst aber muss uns das nicht machen. Wir wollen die Partie gewinnen und die guten Ansätze aus den vorangegangenen Spielen in einen Erfolg umsetzen und uns mit einem Sieg belohnen“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

11. Januar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – FTC Telekom Budapest

Spieltag 5

Spielbeginn:

19:30 Uhr Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Nachtrag, Bundesliga Gruppe A, 8. Spieltag, 7.01.2023

Wasserfreunde Spandau 04 – Ludwigsburg 08 22:7 (5:3,6:2,4:1,7:1) –

Tore Spandau: Kholod 6, Zoran Bozic 4, Yannek Chiru 3, Mateo Cuk, Bilal Gbadamassi je 2, Andrei Prioteasa, Marek Tkac, Denis Strelezkij, Luca Marziali, Roman Shepelev je 1

Teil zwei der Heimspielwoche – ALBA BERLIN empfängt am Freitag Ludwigsburg

Nachdem die Basketballer von ALBA BERLIN am Dienstag im EuroCup mit einem 82:68 über Arka Gdynia ihren siebten Sieg im achten Saisonspiel feiern konnten, will das Team von Coach Aito in der easyCredit BBL an den außerordentlich erfolgreichen Saisonstart anknüpfen. Am Freitag (26. Oktober, 20:30 Uhr, live auf Telekom Sport) empfangen die Albatrosse in der heimischen Mercedes-Benz Arena die MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Schwaben – in der vergangenen Saison ALBAs Gegner im Playoff-Halbfinale – kommen mit zwei Ex-Berlinern, Bogdan Radosavljevic und Konstantin Klein, nach Berlin. Umgekehrt freut sich bei ALBA der von seiner Verletzung genesene Johannes Thiemann auf das Wiedersehen mit seinem letztjährigen Team.

Aito Garcia Reneses (Trainer ALBA): „Wir treffen am Freitag auf eine Mannschaft, die vor allem defensiv sehr stark ist. Sie spielen dort mit einer exzellenten Einstellung und viel Intensität. Im Angriff zeichnet Ludwigsburg aus, dass sie viele Offensivrebounds holen. Da sind sie eine der besten Mannschaften der Liga. Insgesamt erwartet uns ein hartes Spiel gegen einen Klub, der nicht umsonst letzte Saison bis ins Halbfinale gekommen ist.“ Luke Sikma (Forward ALBA): „Wir kennen Ludwigsburg aus der letzten Saison sehr gut. Sie spielen einen sehr aggressiven und intensiven Basketball mit viel Physis. Sie hatten zwar nicht den allerbesten Saisonstart, sind aber trotzdem eine sehr gefährliche Mannschaft. Deswegen müssen wir gut ins Spiel reinkommen und auch unsere Fans früh mitnehmen.”

Während der bereits erwähnte Ex-Albatros Bogdan Radolsavljevic am Freitag auf zahlreiche seiner letztjährigen Kollegen treffen wird, verhält es sich mit Johannes Thiemann, im Sommer aus Ludwigsburg nach Berlin gewechselt, anders. Zwar ist dessen letztjähriger Trainer John Patrick noch immer Coach der Schwaben, allerdings wurden bis auf Kapitän David McCray und den unverwüstlichen, mittlerweile 35-jährigen Deutsch-Amerikaner Adam Waleskowski im Sommer alle Ludwigsburger Spieler ausgetauscht. Es kommt somit gewissermaßen zu einem Duell der Berliner Kontinuität mit der Ludwigsburger Neuerfindung.

Neben Radosavljevic, der sozusagen im Sommer mit Thiemann die Plätze getauscht hat, dürfte den ALBA-Fans vor allem der Name des einst bei ALBA aufgewachsenen Spielmachers Konstantin Klein ein Begriff sein. Der zuletzt in Bonn aktive Klein war zwar zu Beginn der laufenden Saison zwar verletzt, gab jedoch jüngst sein Comeback und dürfte auch gegen ALBA mit von der Partie sein.

Als auffälligster Neuzugang hat sich in den bisherigen Ludwigsburger Spielen der zunächst nur bis November verpflichtete US-Spielmacher Jordon Crawford erwiesen. Der mit 1,68 Metern kleinste Akteur der easyCredit BBL ist nicht nur mit 13,3 Punkten pro Spiel Ludwigsburgs Topcscorer, sondern verteilt im Schnitt auch 7,5 Assists. Folglich kommt es am Freitag zu einem Schlüsselduell auf der Aufbauposition zwischen Crawford und ALBAs Point Guard Peyton Siva, der im Schnitt auf 12,7 Punkte und starke 8,7 Assists kommt.

Eine echte Überraschungsverpflichtung gelang Ludwigsburg kurz vor Saisonbeginn mit dem athletischen und defensivstarken ehemaligen Bamberger Center Trevor Mbakwe. Dessen Einsatz am Freitag ist jedoch wegen einer Gehirnerschütterung derzeit noch fraglich. Bereits in der vergangenen Woche sprang dafür aber der kanadische Center Owen Klassen stark in die Bresche. Auf dem Flügel sorgen der von Bayern München ausgeliehene Nationalspieler Karim Jallow (21), der aus Bonn gekommene Malcolm Hill (23) sowie der vielseitige Kelan Martin (23) für frischen Wind in Ludwigsburg.Head Coach: John Patrick (50, USA, zwölfte Bundesliga-Saison, die siebte mit Ludwigsburg)

MHP RIESEN Ludwigsburg: Resultate der letzten vier Wochen
23.10. Le Mans – Ludwigsburg (Champions League) 64:54 (N) Klassen 13, Jones 10
20.10. Ludwigsburg – Oldenburg (easyCredit BBL) 67:85 (N) Martin 18, Hill 14
17.10. Ludwigsburg – Avellino (Champions League) 77:96 (N) Martin 17, Waleskowski 13
15.10. Bamberg – Ludwigsburg (easyCredit BBL) 93:91 n.V. (N) Crawford 24, Mbakwe 15
10.10. Banvit – Ludwigsburg (Champions League) 89:76 (N) Martin 17, Best 13
06.10. Göttingen – Ludwigsburg (BBL Pokal) 72:67 (N) Crawford 20, Martin 15
03.10. Ludwigsburg – Bremerhaven (easyCredit BBL) 75:58 (S) Martin 20, Waleskowski 13
29.09. Ludwigsburg – Frankfurt (easyCredit BBL) 83:76 (S) Jallow 24, Mbakwe 15

ALBA-Bilanz gegen Ludwigsburg
50 Siege – 19 Niederlagen (in Berlin 33-5)
BBL: 35-11 / Playoff: 11-4 / Pokal: 4-2 / Eurocup: 0-2
Höchster Sieg: 94:53 am 6. Oktober 2002 in Berlin
Höchste Niederlage: 83:106 am 30. März 1991 in Ludwigsburg

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Alba Berlin könnte am Sonntag bereits das Finale erreichen

Zum Auftakt des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft wurde gegen Ludwigsburg mit 102:87 in Berlin gewonnen und auswärts im zweiten Spiel vor 4.024 Zuschauer der Best-of-five-Serie Ludwigsburg überzeugend mit 100:74 das Fürchten gelehrt. Bereits am Sonntag, 27.Mai 2018, zu Hause kann, ein Sieg vorausgesetzt, Alba die Serie mit 3:0 für sich entscheiden. Während im ersten Spiel Albas „Lange“ (Luke Sikma 2,03 m und Bogdan Radosavljevic, 2,13 m) den Ludwigsburgern die größten Probleme bereitete, waren zwei „Kleine“ Spencer Butterfield (1.91) und Joshiko Saibou (1,88) die erfolgreichsten Berliner Werfer. Von Saibou’s imponierenden Saisonleistungen waren viele überrascht. Butterfield dagegen war der vielen Verletzungen wegen mehrfach ausgefallen und kämpfte sich verbissen wieder heran. Nach dem Training nahm er noch 200 bis 300 Würfe, um den sicheren Rhythmus vor allem für Dreierwürfe wieder zu bekommen.  „Noch sind wir nicht im Finale, man braucht drei Erfolge“, so  Manager Baldi  „Wir benötigen alle die maximale Konzentration und Leistungsbereitschaft“.

Christian Zschiedrich

 

ALBA startet am Pfingstmontag mit Heimvorteil ins Playoff-Halbfinale gegen Ludwigsburg

Nach dem 3:2 im Viertelfinale gegen Oldenburg gehen die Playoffs um die deutsche Meisterschaft für die Basketballer von ALBA BERLIN am Pfingstmontag (21.5., 18 Uhr, Mercedes-Benz Arena) mit dem Halbfinale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weiter. Das Auftaktspiel der Serie „best-of-five“ (drei Siege zum Einzug ins Finale) wird live auf Telekom Sport und SPORT1 übertragen.

Spielplan Halbfinale:  Mo.  21.5. 18:00 Uhr heim
Do.  24.5. 20:00 Uhr auswärts
So.   27.5. 15:00 Uhr heim
Di.    29.5. 20:30 Uhr auswärts (falls nötig)
Do.   31.5. 19:00 heim (falls nötig)

Aito Garcia Reneses (ALBA-Cheftrainer): „Ich erwarte sehr spannende Spiele im Halbfinale, auch wenn wir die bisherigen drei Duelle gegen Ludwigsburg in dieser Saison gewonnen haben. Sie sind ein sehr gutes Team und spielen die wohl beste Defense der Liga. Auch wenn Center Johannes Thiemann bei ihnen zurückgekommen ist, haben wir Größenvorteile, die wir ausnutzen müssen. Gleichzeitig müssen wir den Nachteil gegen die kleineren und schnelleren Gegenspieler in der Defense minimieren. Gegen Oldenburg haben wir auswärts nicht gut genug gespielt. Das ist gefährlich und das müssen wir in dieser Serie verbessern.“

Joshiko Saibou: „Ich bin froh, dass wir ins Halbfinale gekommen sind, dort eine neue Mission haben und einen neuen Fokus setzen können. Wir haben in dieser Saison schon dreimal gegen Ludwigsburg gespielt und wissen ziemlich genau, was auf uns zukommt. Ich bin ganz sicher, dass auch diese Serie super intensiv wird. Es wird ganz wichtig sein, dass wir die Intensität jetzt so hoch halten wie in Spiel fünf gegen Oldenburg. Die haben alles in die Waagschale geworfen und haben vor allem in eigener Halle sehr intensiv verteidigt. Ludwigsburg macht das noch auf einer anderen Stufe und das schon die ganze Saison über. Umso mehr müssen auch wir unserem Basketball treu bleiben und nicht zu sehr darauf schauen, was der Gegner macht, sondern unsere Stärken gut umsetzen.“

Die Ludwigsburger, die die easyCredit BBL hinter ALBA als Dritter abgeschlossen haben, präsentierten sich zum Playoff-Auftakt auf den Punkt topfit. In ihrer Viertelfinalserie setzten sie sich souverän mit 3:0 gegen den Sechsten Bayreuth durch und diktierten das Geschehen dabei vor allem mit ihrer starken Verteidigung, die schon in der gesamten Saison das Markenzeichen der Mannschaft von Trainer John Patrick war. Die Ludwigsburger Defense, die den gegnerischen Ballvortrag oft schon vor dem Überqueren der Mittellinie aggressiv zu stören versucht, forciert damit beim Gegner mehr Ballverluste als jeder andere Bundesligist, ist aber auch sehr laufintensiv und für größere Spieler eine echte Herausforderung.

Trainer John Patrick hat deshalb mitunter sogar vier Guards gleichzeitig auf dem Feld. In der Startformation spielt Power Forward Adam Waleskowski auf der Centerposition und der nur 1,96 Meter große, aber sehr athletische Elgin Cook startet als Power Forward. Beide sind allerdings sehr gefährliche Dreierschützen und ziehen damit die gegnerische Verteidigung auseinander, was wiederum unter dem Korb Räume für die flinken Ludwigsburger Guards schafft. Dritter Schlüsselspieler im Frontcourt ist der athletische und reboundstarke Power Forward Dwayne Evans.
Von den Guards zermürbt vor allem der flinke und drahtige Kerron Johnson die gegnerische Defense mit seinen aggressiven Zügen zum Korb. Dreh- und Angelpunkt des Ludwigsburger Spiels ist der mit großem Spielverständnis ausgestattete und auf den Positionen eins bis vier einsetzbare Thomas Walkup. Um in den Playoffs einen dritten kreativen Ballhandler im Team zu haben, holte Trainer John Patrick zudem im März den US-Combo Guard Jeremy Senglin aus der US-amerikanischen G-League nach Ludwigsburg. Head Coach: John Patrick (50, USA, elfte Bundesliga-Saison, die sechste mit Ludwigsburg)

ALBA-Bilanz gegen Ludwigsburg: 47 Siege – 19 Niederlagen (in Berlin 31-5)
BBL: 35-11 / Playoff: 8-4 / Pokal: 4-2 / Eurocup: 0-2; Höchster Sieg: 94:53 am 6. Oktober 2002 in Berlin. Höchste Niederlage: 83:106 am 30. März 1991 in Ludwigsburg.

Quelle. ALBA BERLIN Basketballteam

Aito ist Trainer des Jahres

ALBA-Cheftrainer Aito Garcia Reneses

ALBA-Cheftrainer Aito Garcia Reneses wurde zum „Trainer des Jahres“ der easyCredit BBL-Saison 2017/2018 gewählt. Der 71-jährige erreichte beim Award-Voting mit 123 Punkten einen deutlichen Vorsprung vor John Patrick (Ludwigsburg, 52 Punkte) und Aleksander Djordjevic (ehemals Bayern, 37 Punkte). Unter Aito, der wie kein zweiter Coach in Europa für das Entwickeln von Spielern bekannt ist, ist das jüngste Team der ALBA-Geschichte auf dem Weg, eine der besten Hauptrunden der Berliner Historie zu spielen. Aito: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Dazu konnte es allerdings nur kommen, weil mein Team so erfolgreich spielt und weil unser gesamter Trainer- und Betreuerstab einen sehr guten Job macht. Bei ALBA BERLIN sind die Voraussetzungen mit dem großartigen Nachwuchsbereich, der Infrastruktur und der professionellen Organisation optimal. Ich bin stolz, ein Teil dieses Programms zu sein.“ Für den ALBA-Coach ist es mittlerweile die sechste Individual-Auszeichnung. 2015 war er „Eurocup-Trainer des Jahres“ und 2008, 2006, 1990 und 1976 wurde er als „Trainer des Jahres“ in der spanischen Liga ausgezeichnet. Die Awards der easyCredit BBL werden von einem Expertengremium gewählt, das aus den Cheftrainern und Teamkapitänen der 18 Clubs sowie aus ausgewählten Medienvertretern besteht.

Alejandro Garcia Reneses schlug nach einer zehnjährigen Spielerkarriere für Estudiantes Madrid und den FC Barcelona 1973 in Badalona (Cotonificio und später Joventut) die Trainerlaufbahn ein. 1985 wurde er Headcoach des FC Barcelona, den er – mit zwei Unterbrechungen, in denen er u.a. auch General Manager des Clubs war – bis 2002 anführte. 2003 kehrte er zu Joventut Badalona zurück und coachte von 2008 bis 2016 auch noch Unicaja Malaga, Cajasol Sevilla und Gran Canaria. Bei ALBA coacht der mittlerweile 71-Jährige erstmals ein nicht-spanisches Team. Garcia Reneses modernisierte schon in seinen frühen Jahren den spanischen Basketball, vor allem in defensiver Hinsicht. So führte er auf der iberischen Halbinsel die Pressverteidigung ein. In späteren Trainerjahren machte er sich immer dafür stark, jungen Talenten früh Vertrauen zu schenken. Viele spanische Nationalspieler und heutige NBA-Stars warf die spanische Trainerlegende schon ins kalte Wasser, als sie noch Teenager waren. Pau Gasol, Ricky Rubio und der Lette Kristaps Porzingis wurden später von der NBA als Picks Nr. drei, vier und fünf gedraftet. Unter Aito mauserte sich der FC Barcelona von 1985 bis 2002 zum Erzrivalen des bis dahin in Spanien dominierenden Real Madrid. Nach seinen zahlreichen Erfolgen mit den Katalanen (9x Meister, 4x Pokalsieger und 3x Europapokalsieger) trumpfte „Aito“ 2008 auch mit dem Außenseiter Joventut Badalona auf, den er zum Gewinn des ULEB Cups führte. Anschließend coachte er im Sommer das spanische Nationalteam in Peking zu olympischem Silber (die USA gewannen das spektakuläre Finale 118:107) und wurde in Spanien zum vierten Mal als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

ALBA BERLIN Basketballteam

Ein großartiger Sieg beim Spitzenreiter Bayern München

Wir kündigten die Begegnung Erster gegen Zweiter auch im Sinne des Alba-Teams als das Topspiel an.  Die Bayern haben in der Liga ihre letzten zwanzig Spiele gewonnen, ALBA die letzten zehn. Die Frage war, welche Serie wird reißen? Alba-Cheftrainer Airo Garcia Reneses äußerte den Wunsch nach Revanche für die Niederlage im Pokalfinale.  Peyton Siva (ALBA-Guard): „Die Spiele zwischen Bayern und ALBA haben ja schon immer Derby-Charakter“. Es war also einiges zu erwarten und aus Berliner Sicht erfüllten sich die Erwartungen erst recht. Mit 91:72 gewinnt ALBA in München. Allerdings sah es am Anfang gar nicht danach aus. Die Bayern führten schnell 7:0 und nach einem hart umkämpften ersten Viertel hieß es 26:13. 13 Punkte Rückstand ist für jeden Gast in München starker Tobak. Erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe brachten die Berliner bis Halbzeit auf 39:34 heran und nach der Pause drehten die Hauptstädter das Spiel. Peyton Siva war bester Werfer mit 16 Punkten, Sikma gelangen 14 Zähler.  Infolge des starken Auftritts der Albatrosse, nach 25 Spielen verringerte sich der Abstand (42:8) zum Spitzenreiter (46:4) auf 4 Punkte. Sechs Wochen sind es noch bis zum Start der Playoffs. Tabellendritter ist aktuell Ludwigsburg (42:10). Alba siegte in der elften Partie in Folge.

Christian Zschiedrich