Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC holt verdient Überraschungspunkt beim Spitzenreiter

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin     3:2 ( 20, -23, 15, -21, 12)

Mit einem überraschenden Auswärtspunkt beim Aufstiegsaspirant Borken kehrten die Damen des BBSC Berlin von der niederländischen Grenze heim.

Die favorisierten Gastgeberinnen konnten nach der Weihnachtspause auf die schon zum Saisonbeginn angekündigte Sandra Hövels (vormals Oythe) zurückgreifen, die erstmals die Reihen des Ligaspitzenreiters verstärkte. Die Gastgeberinnen kamen schnell in das Spiel und holten sich den 1. Satz. Die Berlinerinnen hatten Mitte des 1. Satzes alle Reisestrapazen abgestreift und zauberten auch ohne die verhinderte Kapitänin Katharina Kummer ein richtig gutes Spiel auf das Parkett der Mergelsberg Sporthalle in Borken – der 2. Satz ging an die Hauptstädter. Im 3. Satz verletzte sich Libera Annika Kummer am linken Fußgelenk und wurde nahtlos durch Priscilla Gatzsche ersetzt. Beide Teams schenkten sich auch in der Folgezeit nichts. Das Spiel auf einem hohen Zweitliganiveau ging in den Tiebreak, der BBSC führte bereits 9:8, ehe sich die Borkener Nervenstärke und individuelle Klasse durchsetzte. Die Berlinerinnen zeigten eine Klasse-Teamleistung und überzeugten sowohl mit einer gut funktionierenden Block-Feldabwehr wie auch neu gewonnener Stabilität und Variabilität in den Angriffen.

Trainer Jens Tietböhl war trotz des verlorenen Tiebreaks mit dem Punkt zufrieden. „Es hat nicht viel gefehlt, dass wir die Chance auf einen Sieg bei Spitzenreiter genutzt hätten, aber: Wir haben uns richtig gut verkauft, spielerisch wie kämpferisch alles gegeben. Ein großes Chapeau den Damen!“

Zur Berliner MVP wurde Zuspielerin Roxana Vogel gewählt.

In der Köpenicker Hämmerlinghalle geht es am kommenden Samstag, 21.01.2023 um 19:00 Uhr gegen Ostbevern in der Liga weiter.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Stephanie Utz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC ohne vier mit Satzgewinn in Borken

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin           3:1 (20, -23, 20, 23)

Mit einem Satzgewinn kehrten die BBSC Volleyballerinnen vom Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenführer der Liga, den Skurios Volleys Borken zurück.

Die Ausgangslage für die Berlinerinnen war unvorteilhaft: Für die 1.150km-Tour hin und zurück waren nicht nur Kummer-Zwillinge ausgefallen, auch die zweite Libera Paula Morgenroth und Mittelblockerin Antonia Heinze standen nicht zur Verfügung. Was tun ohne kurzfristig zu beschaffenden Libero-Ersatz? Isabelle Böttcher übernahm wieder die Verantwortung, und das mit einer guten Leistung.

Von Anfang an übernahm Borken die Initiative auf dem Feld und setzte die Berliner Abwehr unter Druck. Zunächst noch mit Anpassungschwierigkeiten nahm der BBSC schnell Fahrt auf und hielt mit dem Team an der niederländischen Grenze mit. „In diesem Spiel haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt als in den letzten Wochen“ freute sich Berlins Trainer Ole Schröter: Wir haben richtig guten Volleyball gespielt und sind mit dem Aufschlagsdruck von Borken ab dem zweiten Satz gut zurechtgekommen, das betraf dann auch auch die Aufschläge von Anika Brinkmann“ Das gelungene Block-Feldabwehr-Spiel der Gäste mit schnellen eigenen Angriffen wurde dann auch seitens der Borkener Trainer ausdrücklich gelobt.

Freilich konnte mit den Strapazen von Anfahrt zum Spiel und geringen Auswechselmöglichkeiten keine spürbare Entlastung geschaffen werden. Da fehlte dann logischerweise in einigen Momenten die letzte Konzentration. Das merkte man gerade in Satz drei und vier, als der BBSC-Abwehr ein paar Bälle in das Feld gefallen sind, wie es im zweiten Satz nicht passiert wäre.

Borken zeigte sich nicht nur wie immer als guter Gastgeber gegenüber den anreisenden Ligakonkurrenten, sondern auch leistungsmäßig eindeutig als Tabellenführer.  Die Heimmannschaft hat sehr gut gespielt, hat natürlich auch das Personal dafür. Wenngleich nicht nur die erfahrene Polin Zaneta Baran ausfiel, sondern sich auch die frühere Münsteranerin Johanna Müller-Scheffsky im ersten Satz verletzte, verfügt das Team über eine Vielzahl von guten Spielerinnen. Und Borken hat vor allem Anika Brinkmann – die international erfahrene langjährige Erstligaspielerin versenkte gefühlt 50 % aller Borkener Punkte auf dem Berliner Feld. Der BBSC vermochte es nicht, die 35-jährige zu kontrollieren, da sie die Angriffe mit beeindruckender Genauigkeit und immenser Schlaghärte führte.

Zum MVP des Abends wählten die Trainer Fabienne Coenders (Borken) sowie Roxana Vogel (Berlin).

Gute Besserung an die Verletzten und Kranken beider Teams – aufgrund des Pokalfinales gibt es zunächst eine durchaus benötigte zusätzliche Regenerationspause. Für den BBSC geht es erst mit dem Doppelspieltag am Samstag, den 19. März um 18:00 Uhr gegen Emlichheim und am 20. März um 15:00 Uhr gegen Hamburg weiter.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Leona Klamke,  Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

Heimspieltag gegen Meisterschaftsanwärter

Wenn der BBSC Berlin am kommenden Samstag, 12.10. um 19:00 Uhr in der heimischen Hämmerlinghalle nach fünf Pflichtspielen auswärts gegen DSHS Köln antritt, darf sich das Berliner Publikum auf einen Meisterschaftsanwärter freuen.

Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in der letzten Saison als Dritte ins Ziel. Das Team um Neu-Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Etwas schwerer wiegt lediglich das vorläufige Karriereende von Ausnahmezuspielerin Pia Weiand. Die frühere Leverkusenerin Annika Stenchly setzt nunmehr ihre Mannschaftskolleginnen in Szene. Das Domstädter Team verfügt über eine ausgesprochen ausgeglichen besetzte Mannschaft. Langjähriger Trainer ist Jimmy Czimek -als früherer Co-Nationaltrainer und Dozent an der Deutschen Sporthochschule Köln leitet er die A-Trainerausbildung beim Volleyballverband. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen. Am letzten Wochenende unterlag Köln allerdings dem letztjährigen Meister Borken im Regionalpokal West – die Liga könnte noch einmal enger zusammengerückt sein.

Nach der sehr spannenden 2:3 Auswärtsniederlage des BBSC in Leverkusen, für die dem Team ob des Einsatzes auf dem Feld und der taktischen Einstellung durchaus Lob gezollt wurde, und dem nachfolgenden Regionalpokalgewinn wartet auf die Köpenickerinnen erneut eine schwierige Aufgabe. Gegen einen solchen Gegner wie Köln hat der BBSC nichts zu verlieren, erneut kann das Team befreit aufspielen Mit einer echten Teamleistung wollen die Berlinerinnen den Gästen die Stirn bieten und den Kampf aufnehmen. Freuen wir uns auf ein attraktives Heimspiel!

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll