Klare Niederlage gegen bärenstarke Grizzlys

Für die Berlin Recycling Volleys gab es am Samstagabend bei den Helios Grizzlys Giesen nichts zu holen. Vor mehr als 1.700 begeisterten Zuschauern in der Hildesheimer Volksbank-Arena unterlag der Hauptstadtclub den Niedersachsen deutlich mit 0:3 (20:25, 16:25, 22:25) und verspielte damit die vorzeitige Sicherung der Spitzenposition in der Bundesliga-Hauptrunde. Am Mittwoch (18. Jan, um 19.30 Uhr) gibt es dafür eine erneute Chance, diesmal gegen Pokalfinalist SWD powervolleys Düren in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

Nur zwei Tage nach dem Champions-League-Auswärtserfolg bei Hebar Pazardzhik rotierte Trainer Cedric Enard kräftig durch. Ronkainen, Kessel, Krauchuk, Mote sowie Kowalski durften von Beginn an ran, einzig Tille und Stalekar standen schon in Bulgarien in der Startformation. Bis auf eine kleine Serviceserie von Cody Kessel konnten beide Teams zunächst ihr Sideout halten (7:8, 9:10). Doch Giesen erhöhte im Aufschlag kontinuierlich den Druck, vor allem durch Ivanov, Colito sowie Wagner, sodass Enard zur ersten Auszeit greifen musste (16:19). Diese fruchtete allerdings genauso wenig wie die Einwechslungen von Sotola, Dosanjh und Schott. Am Ende war es Günthör, der den Grizzlys den umjubelten Satzgewinn bescherte (20:25).

Mit jeder Menge Selbstvertrauen starteten die Giesener in den Folgedurchgang und zwangen mit starken Blocks und Aufschlägen die BR Volleys früh zur Auszeit (2:5). Davon ließen sich die Gastgeber allerdings keineswegs beirren, während Tille & Co nicht an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen konnten (4:8, 13:18). Der Titelverteidiger biss sich an der konzentrierten Block-Abwehr-Arbeit der Grizzlys die Zähne aus, sodass auch der zweite Satz klar an den Tabellenfünften ging (16:25). Nach einer 10-Minuten-Satzpause kam Donsanjh für Tille im Zuspiel und der Favorit aus der Hauptstadt mit mehr Feuer auf das Parkett zurück. Dieses wurde phasenweise durch vom Arenadach tropfendes Wasser gelöscht, weshalb in der Angriffszone der Berliner immer wieder gewischt werden musste (7:8). Die 1.713 Zuschauer sahen nun zwar ein besseres BR Volleys Team (13:12, 16:13), trieben die Heimmannschaft aber ebenso lautstark wie unermüdlich an, erst zum Ausgleich (16:16), dann zur Führung (19:20) und schlussendlich zum verdienten Matchgewinn (22:25).

Das BR Volleys Team belegt zwar trotz dieser schmerzhaften Niederlage weiterhin Platz eins in der Tabelle, wird sich jedoch am Mittwoch (18. Jan um 19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Düren erheblich steigern müssen, um im Februar von dieser Spitzenposition aus in die Zwischenrunde einziehen zu können.


Stimmen zum Spiel
Cody Kessel: „Wir sind sehr enttäuscht über unsere Leistung und das daraus resultierte Ergebnis. Das war ganz sicher nicht die Performance, die wir zeigen wollten. Aber daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen und am kommenden Mittwoch gegen Düren stärker zurückkommen.“

Cedric Enard: „Ich bin sehr traurig darüber, wie wir diese Woche beendet haben, denn diese begann wirklich fantastisch. Ich wollte bei diesem Spiel heute rotieren, um jedem seine Spielzeit zu geben. Trotz der Rotation hatten wir das klare Ziel, unseren Tabellenplatz eins zu festigen. Aber das haben wir leider einfach nicht gut gemacht und müssen somit gegen Düren nachlegen.“

BR Volleys Formation
Antti Ronkainen + Cody Kessel (AA), Nehemiah Mote + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Matheus Krauchuk (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Arash Dosanjh, Satoshi Tsuiki, Ruben Schott, Marek Sotola

Topwerte
Kessel 16 Punkte 68% Angriffsquote | Ronkainen 8 Punkte 1 Blockpunkt 1 Servicewinner
Kommende Spiele:
18. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren (Bundesliga)
20. Jan | 18.00 Uhr | VC Olympia Berlin vs. BR Volleys (Bundesliga)
25. Jan | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. Aluron CMC Zawiericie (POL / Champions League)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Elisabeth Kloth

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