SCC JUNIORS Jahresrückblick

Obwohl der Spielbetrieb und Trainingsalltag in seiner Normalform zum Großteil ruhen musste, sind die sportliche Aktivität und der Ehrgeiz bei den SCC JUNIORS ungebrochen. Hinter der Nachwuchsabteilung der BR Volleys liegt ein Jahr, in dem man durch die Corona-Pandemie zwar ausgebremst, aber längst nicht gestoppt wurde. Mit großem Engagement und der Unterstützung starker Partner überbrückten Trainer und Spieler äußerst kreativ die Zeit ohne Wettkämpfe und halten sich für den Tag bereit, an dem alle endlich wieder gemeinsam ans Netz dürfen.

Wie ideenreich die SCC JUNIORS die Corona-Restriktionen in den zurückliegenden Monaten meisterten, zeigt der Jahresabschluss: Unter dem Motto „Happy Sweating“ läuft derzeit ein Online-Trainingslager, in dem die jungen Sportler von der U12 bis U20 erst den Weihnachtsbraten abtrainierten und im neuen Jahr direkt sportlich daran anknüpfen wollen. Mit diesem Bewegungsangebot schließt sich ein Kreis, denn schon im ersten Lockdown im Frühjahr blieben die Kinder- und Jugendteams mit „Move at Home“ aktiv am Ball. Ähnlich zur laufenden Aktion wurde täglich ein buntes Programm aus Übungen für zuhause, Challenges und Ernährungstipps zusammengestellt, an dem sich die Kids aktiv beteiligten.

Bevor der Ausbruch der Pandemie ein verfrühtes Ende der Saison 19/20 bedeutete, waren die Teams aller Altersklassen sehr erfolgreich. Die SCC JUNIORS wurden Berliner Meister in der U16 und U18 sowie Berliner Vizemeister in der U14 und U20, was jeweils die Qualifikation für die Nordostdeutschen Meisterschaften bedeutete. Im März wurde der Spielbetreib dann durch konsequentes Handeln des Deutschen und Berliner Volleyball-Verbandes eingestellt. Die für den April geplante Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft U14 fiel damit ebenso dem Wettkampfstopp zum Opfer wie die Teilnahme an den überregionalen Titelkämpfen, auf welche die Berliner Teams bis dahin akribisch hinarbeiteten.

Also wurde unter Nutzung der digitalen Kommunikationswege improvisiert. Im Zuge von „Move at Home“ zeigten Trainer und Nachwuchssportler in der heimischen Umgebung viele Übungen zum Nachmachen – von Athletik, über Stabilisation und Kräftigung bis hin zu Volleyball-Minispielen für die ganze Familie. Zum Abschluss entstand ein großes Kettenvideo, in dem Nachwuchsakteure, Trainer, Freunde und Profis der Berlin Recycling Volleys den Ball in der Luft hielten und sich digital zuspielten. Auf die „Move at Home“-Videoreihe folgte mit Unterstützung der Berliner Wasserbetriebe die „WasserWoche“, ebenfalls ein täglich erscheinendes Format, das sich vor allem an die kleinsten Sportler richtete und sportliche Ertüchtigung mit Informationen zum Trinkwasser kombinierte.

Im Sommer durften die SCC JUNIORS – wie alle Breitensportler – den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. In verkleinerten Gruppen und unter strenger Einhaltung der Hygienerichtlinien freuten sich die Kids über die Rückkehr ans Netz. Und direkt stellten sich weitere Erfolge ein. Unter freiem Himmel gewannen SCC-Athleten die Berliner Meisterschaften Beachvolleyball in der U15, U18 sowie U19. Dabei stach das Duo Böttcher/Stiegemann mit dem Gewinn der beiden letztgenannten Titel besonders hervor. Das traditionelle Sommertrainingslager am Werbellinsee konnte mit sehr großer Beteiligung sicher durchgeführt werden. Auch die Arbeit an den insgesamt zwölf Talente-Nestern und drei Talente-Stützpunkten konnte nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden. So wurden im Rahmen des berlinweiten SCC JUNIORS Nachwuchskonzepts neue, vereinsübergreifende Auswahlmannschaften gebildet, um in der Saison 20/21 ehrgeizige Ziele in allen Altersklassen zu verfolgen und im neuen Jahr bei den überregionalen Meisterschaften nach weiteren Erfolgen zu streben. Der erneute Lockdown und die damit einhergehende Einschränkung des Breiten- und Nachwuchssports bremst die Vorbereitung darauf aktuell zwar aus, mindert aber nicht die Motivation. Also wird – wie im eingangs beschriebenen Trainingslager – weiterhin regelmäßig gemeinsam via Twitch, Zoom und Co. online trainiert.

Zum Jahresende gab es nochmals erfreuliche Nachrichten: Die Ausrüstung der Marke Erreá traf ein und die umfassende Neuausstattung aller Kinder- und Jugendteams mit Trikots, Shorts und Trainingsshirts konnte vollzogen werden. Zusätzliches Equipment kommt zu Beginn des neuen Jahres durch die Punktprämie der Berliner Sparkasse hinzu, denn diese fördert den Nachwuchs der BR Volleys mit Sachprämien bei Erreichen bestimmter Punkt-Meilensteine der Profis. Die 250er-Marke ist bereits gefallen und weitere werden mit Sicherheit folgen.

Chef- und Sichtungstrainer Torsten Manke spricht seinen Trainerkollegen und den Nachwuchssportlern ein großes Lob am Ende eines besonders herausfordernden Jahres aus: „Wir haben gemeinsam jeden Tag das Beste aus der schwierigen Situation gemacht. Es ist schade, dass unsere vielen Talente dieses Jahr nicht im gewünschten Maße für ihre sportliche und persönliche Entwicklung nutzen konnten, aber jeder war mit Engagement und Ideenreichtum bei der Sache. So blieben wir sportlich aktiv und hielten den für uns alle so wichtigen sozialen Kontakt. Dafür meinen größten Respekt und Dank. Wir alle fiebern dem Tag entgegen, wenn wir uns in der Trainingshalle wiedersehen dürfen. Darauf arbeiten wir hin.“

Die Berlin Recycling Volleys und die SCC JUNIORS bedanken sich an dieser Stelle ganz herzlich bei den Nachwuchspartnern Berlin Recycling, Berliner Sparkasse, AOK Nordost, Berliner Wasserbetriebe, GASAG, STADT UND LAND, Vivantes sowie 50Hertz für die Unterstützung im Jahr 2020 und wünschen ein gesundes neues Jahr 2021.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Der Doc der BR Volleys im Interview

„Wir können uns im Volleyball nicht in einer Blase bewegen“. Als Mannschaftsarzt hatte PD Dr. Oliver Miltner in diesem Sommer weitaus mehr für die BR Volleys zu tun als üblich. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Gründer von „DoctorBox“ war maßgeblich in die Erstellung des Hygienekonzepts involviert. Im Interview erklärt er die Herausforderungen, die es in diesem Zusammenhang zu bewältigen gab und geben wird.

Herr Miltner, wie wurde das Hygienekonzept für den Trainingsstart entwickelt?

Oliver Miltner: Wir haben uns natürlich an vorhandenen Konzepten, sei es aus dem Fußball, Handball oder Basketball, orientiert. Jeder hat seine Ansätze. Das Beste aus den verschiedenen Modellen haben wir auf uns und die Möglichkeiten im Volleyball adaptiert. Hinzukommen die notwendigen Auflagen der Volleyball Bundesliga, welche es ebenfalls zu beachten gilt. In einer Metropole wie Berlin, in der sich unsere Spieler letztlich immer noch frei bewegen werden, ist das logischerweise besonders herausfordernd. Wir können uns nicht isolieren und uns die gesamte Saison über in einer Blase bewegen, müssen aber den bestmöglichen Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz der Spieler gewährleisten. Entstanden ist nun ein Maßnahmenkatalog, der Athleten, Trainer, Betreuer und Management bestmöglich schützen und das Infektionsrisiko minimieren soll. Es geht um Abgrenzung zu anderen Gruppen im Sportkomplex, Desinfizierung, den Mund-Nase-Schutz etc.. Ich glaube, das ist uns gut gelungen. Wie gut, das werden die nächsten Wochen zeigen.

Am Freitag wurde das gesamte BR Volleys Team getestet, sodass am Montag alle ins Mannschaftstraining einstiegen können. Wie liefen die Tests genau ab?

Miltner: Alle Spieler und der Betreuerstab sowie die Geschäftsstelle fanden sich gruppenweise und zeitlich versetzt in der sportmedizinischen Abteilung der Berliner Charité ein. Dort wurde ein klassischer Nasen- Rachen-Abstrich durchgeführt und anschließend ausgewertet. Am Samstagabend kamen die Testergebnisse, welche glücklicherweise alle negativ waren. Somit kann das Training beginnen. Auf einen Antikörpertest haben wir zunächst verzichtet. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Herrn Prof. Dr. Bernd Wolfarth von der Charité bedanken, der uns sowohl bei der Durchführung der Tests als auch bei der Erstellung des Hygienekonzepts mit seiner Expertise zur Seite stand.

Werden im Saisonverlauf stetig Tests durchgeführt?

Miltner: Wir halten uns als Verein an die Vorgaben, die wir von der Liga und dem Land Berlin erhalten. Die Häufigkeit der Testungen ist nicht entscheidend. Keiner von uns hat den Umgang mit einer Pandemie gelernt, deshalb wird flexibles Reagieren wichtig sein. Wir müssen einfach bestmögliche Voraussetzungen schaffen, um unsere Spieler gesund zu halten. Sie müssen auch verinnerlichen, wie sie sich bei uns und abseits des Sports zu verhalten haben. Jedem muss bewusst sein, was eine Infektion für das Team bedeuten kann. Aber ich habe da Vertrauen in unsere Spieler. Sie sind alle erwachsen. Wir werden in regelmäßigen Abständen testen. Ich erachte z. B. Tests vor und nach Champions-League-Reisen als notwendig,  nsbesondere wenn wir in Risikoregionen reisen. Bei unserem Losglück der letzten Jahre werden wir bestimmt wieder nach Russland dürfen.

Noch einmal zurück zu den Antikörpertests. Warum wurden diese nicht ebenfalls direkt durchgeführt?

Miltner: Wir sehen sie aktuell, im ersten Schritt, nicht als zwingend notwendig an. Es ist nicht verpflichtend, aber vielleicht holen wir dies zu einem späteren Zeitpunkt nach. Die Möglichkeiten dazu haben wir jedenfalls. Ich habe zusammen mit einem Labor in München den BeTroBox COVID-19 Antikörpertest entwickelt. Es handelt sich um einen Trockenbluttest, den man sich über www.doctorbox.de bequem nach Hause schicken lassen kann.

Parallel stehen auch die beliebten Fitnesstest im OrthoTrain in der Friedrichstraße an. Dort gelangen die Spieler an ihre körperlichen Grenzen, oder?
Miltner: Nach vier Stunden Belastung für Schulter, Knie, Wirbelsäule usw. sollte das definitiv der Fall sein. Im Anschluss wird jeweils eine individuelle Analyse erstellt, welche dann die Grundlage für das Athletiktraining bildet. Dies fließt in die Arbeit von Timo Kirchenberger ein. Ist der körperliche Zustand nicht ideal, wird das Krafttraining vorrangig ins OrthoTrain verlagert, wo Frank Kretzschmar die Jungs ins Schwitzen bringt. Ihn kennen die wenigsten Fans, aber er ist ein wichtiger Teil des Teams und bei den Spielern sehr beliebt.

Gibt es Spieler, mit denen die Arbeit an ihren Körpern besonders Freude macht?
Miltner: Ich freue mich auf die Jungen sowie die Älteren gleichermaßen. Wir hatten nun schon Robin und Anton bei uns. Mit ihnen werden wir in die Tiefe gehen und jetzt die körperlichen Grundlagen für eine lange Karriere legen. Da ist noch viel Potenzial. Wenn ich heute z.B. einen Srecko Lisinac, einen Björn Höhne oder Ruben Schott sehe, weiß ich, wie wertvoll unsere Arbeit ist. Und das wissen auch die Spieler. Man bleibt mit vielen in Kontakt. Bezugnehmend auf die ältere Garde freue ich mich natürlich ebenso auf Pierre, Sergey oder den Brasilianer Éder. Sie halten ihren Körper schon über viele Jahre in Schuss, um auf Topniveau zu spielen. Mit ihnen ist es ein anderes Arbeiten, macht aber nicht weniger Spaß. Allein am Beispiel von Pierre sieht man, dass es sich auszahlt. Er kam 2017 mit körperlichen Beschwerden zu uns. Jetzt geht er in seine dritte Saison hier, weil er weiß, was er an uns und Berlin hat. Dafür mache ich diesen Job.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Jetzt fehlt doch nur noch ein Sieg von den Drei angekündigten

Weitere drei Siege in Folge und in wenigen Tagen haben sich die BR Volleys vorgenommen, zwei entscheidende haben sie schon geschafft. Am Samstag, 29.11. gegen die Volleyball Bisons Bühl der erste mit 3:0-Erfolg (25:18, 27:25, 25:21). Das heißt: Der Deutsche Meister bleibt auch gegen die Badener ungeschlagen an der Tabellenspitze. Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Hersching. 4.129 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle erlebten einen furiosen Auftakt gegen Ljubljana in der Königklasse:

Schöner hätten sich die BR Volleys ihren Start in die CEV Champions League Volley 2020 kaum ausmalen können. Mit einer nahezu fehlerlosen Leistung bezwangen die Berliner ACH Volley Ljubljana und sicherten sich drei Punkte zum Auftakt. Überragender Akteur beim ersten wichtigen Schritt in der Gruppe B war der Match-MVP Benjamin Patch mit 17 Punkten.

Der Deutsche Meister ging das Duell mit seinem slowenischen Pendant äußerst fokussiert an und zeigte sich in der Annahme deutlich stabiler als zuletzt. So hatte BPatch immer wieder nahezu freie Bahn und knüpfte dort an, wo er am Samstag in der Bundesliga gegen Bühl aufgehört hatte. 11 Punkte, davon drei Blocks des Amerikaners, brachten den BR Volleys den Auftaktsatz ein (7:8, 16:12, 25:21).

Die Berliner und ihr Publikum waren vollkommen im Einklang und die Energie übertrug sich von beiden Seiten gleichermaßen (5:1). Mitte des zweiten Satzes gelang plötzlich alles, reihenweise Rettungstaten von Julian Zenger, ein Block von Reichert und ein Ass von Grankin (14:7). Die BR Volleys agierten teilweise wie im Rausch und entschieden den zweiten Durchgang mit 25:15 für sich. Im dritten Satz warfen die Gäste aus der slowenischen Hauptstadt noch einmal alles in die Waagschale, aber Libero Zenger & Co präsentierten sich weiter abwehrstark (15:15, 20:20). Nachdem der erste Berliner Matchball ungenutzt blieb, war Reicherts Aufschlag beim zweiten Anlauf erfolgreich und sicherte sich und seinem Team drei Punkte (26:24). Im Anschluss wurde Diagonalangreifer Benjamin Patch zum Match-MVP powered by PAUL IT gewählt.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Nach den zwei durchschnittlichen Spielen in der Bundesliga, hat man heute gesehen, worauf sich die Mannschaft offenbar bereits konzentriert hat. Das Team und das Publikum waren vom ersten Punkt an eine Einheit.  Auch die Spieler auf der Bank haben sich hervorragend eingebracht. Es war der perfekte Start, aber eben auch nur ein erster Schritt in dieser Gruppe. Wir sind weiterhin einer der Außenseiter, haben aber heute gezeigt, dass wir mehr sein können. Das wollen wir im nächsten Spiel beweisen. Ben ist einer der am höchsten springenden Spieler der Welt, aber Sergey weiß eben auch, wie man dies nutzt. Bei seinen Pässen stimmen Timing und Höhe. Das macht Ben aktuell so stark.“
Benjamin Patch: „Die Unterstützung der Fans war heute klasse. Es herrschte so viel positive Energie in der Arena. Wir brauchen all unsere 13 Spieler und das Publikum, um in der Champions League erfolgreich zu sein. So ein enger Satz wie der dritte sind wichtig für unsere Entwicklung. Solche Durchgänge für uns zu entscheiden, macht uns als Mannschaft stärker.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: JT Hatch, Cody Kessel, Georg Klein

Topwerte
Benjamin Patch 17 Punkte (3 Blocks) | Samuel Tuia 14 Punkte | Moritz Reichert 9 Punkte (2 Asse)

Christof Bernier

Drei Heimspiele in drei Wettbewerben

Für das BR Volleys Team wird es ernst. Gemeinsam mit ihren Fans steht die Mannschaft in den kommenden Wochen vor großen und wichtigen (Heim)-Aufgaben. In allen drei Wettbewerben, also in der Bundesliga, dem Pokal und der CEV Champions League, wollen die Berliner in der Max-Schmeling-Halle zusammen mit ihrem Heimpublikum den guten Saisonstart bestätigen.

Zunächst muss das Team um Kapitän Moritz Reichert am Samstag, den 30. November, seine Pflicht in der Volleyball Bundesliga erfüllen. Am zehnten Spieltag kommen die Volleyball Bisons aus Bühl nach Berlin. In der heimischen Max-Schmeling-Halle haben die Berliner die Möglichkeit, ihre Siegesserie auf zehn Erfolge auszubauen. Das Spielgeschehen im Volleyballtempel wird von der Aktion „JOKER für den Nachwuchs!“ und einem Auftritt von Vereinslegende Felix Fischer umrahmt.

Drei Tage später, am 03. Dezember, erfolgt der langersehnte Start in die CEV Champions League. Zu Gast ist dann der slowenische Serienmeister ACH Volley Ljubljana und die Männer von Cheftrainer Cedric Enard müssen zu Hause direkt mit dem Punktesammeln beginnen, um in ihrer hochkarätig besetzten Gruppe eine Chance auf das Erreichen der Playoff-Runde zu haben. Der Deutsche Meister hat sich für den europäischen Wettbewerb viel vorgenommen und die Champions-League-Abende sind im Volleyballtempel von jeher von einer ganz besonderen Atmosphäre umgeben.

Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Herrsching. 743 Tage werden dann seit dem letzten Pokal-Heimspiel der BR Volleys vergangen sein. Wie es der Zufall will, hieß der Gegner damals auch Herrsching und kegelte die Berliner mit 3:2 aus dem Wettbewerb. Mit der Unterstützung ihres Publikums wollen die BR Volleys dafür sorgen, dass sich die Geschichte in diesem Fall nicht wiederholt, und sich stattdessen den Traum vom großen Pokalfinale am 16. Februar 2020 in Mannheim erfüllen.

Christoph Bernier

Heimspiel-Doppelpack erfolgreich abgeschlossen

Auch mit einer umformierten Mannschaft waren die BR Volleys am Mittwochabend, 30.10. von den Heitec Volleys Eltmann nicht zu stoppen. Der Aufsteiger aus Franken spielte in der Max-Schmeling-Halle drei Sätze lang gut mit, doch letztlich konnten sich die Berliner vor ihrem heimischen Publikum souverän mit 3:0 (25:23, 25:18, 25:19) durchsetzen. Mit dem Rückenwind von zwei Heimsiegen in Folge reist man nun am Sonntag (03. Nov.) zum wichtigen DVV-Pokalspiel gegen die Netzhoppers nach Bestensee.

Lucio Oro baute das BR Volleys Team gegenüber dem 3:0-Erfolg gegen den TV Rottenburg kräftig um und gab unter anderem Außenangreifer JT Hatch und Libero Adam Kowalski von Beginn an Einsatzzeit. In ungewohnter Besetzung machten die Berliner ihre Sache sehr ordentlich und verwalteten im ersten Satz einen von Le Goff „erblockten“ Vorsprung (10:8) lange mit der nötigen Ruhe. Auch ein Block gegen Hatch (22:21) brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept und der gut aufgelegte Diagonalangreifer Patch verwandelte fulminant zur 1:0-Satzführung (25:23).

Im zweiten Durchgang minimierten die BR Volleys ihre Fehlerquote und ließen die „Eltmänner“ von Trainer Marco Donat so noch seltener zum Zuge kommen (8:5). Eine Le Goff-Aufschlagserie sorgte für klare Verhältnisse (20:9). Das Aufbäumen der Gäste kam zu spät (25:18) und so legten die Hauptstädter auch im dritten Satz das nötige Selbstverständnis für den klaren 3:0-Erfolg an den Tag. Der MVP der Begegnung, Zuspieler Pierre Pujol, verstand es weiterhin, all seine Mitspieler in Szene zu setzen. Über die Zwischenstände 8:5 und 16:13 zogen die Berliner mit ihren drei Amerikanern als Topscorern dem letztlich ungefährdeten Heimsieg entgegen (25:19).

Stimmen zum Spiel
Benjamin Patch: „Wir nehmen jeden Gegner ernst, wissen aber auch, dass wir solche Spiele gewinnen müssen. Das ist unsere Aufgabe und unser Anspruch. Es haben heute mehrere Jungs gespielt, die bisher nicht so viel Einsatzzeit hatten. In dieser Konstellation haben wir das souverän gemeistert. Nicht alle Kleinigkeiten haben gepasst, aber es war ok. Wir bauen auch auf diesem Ergebnis auf und machen konzentriert weiter.“

Kaweh Niroomand: „Die Mannschaft hat das heute gut gelöst. Es konnten sich auch Spieler aus der zweiten Reihe zeigen, da kommt uns der Spielplan aktuell entgegen. Jetzt wollen wir am Sonntag an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und bei den Netzhoppers im Pokal eine Runde weiterkommen.“

BR Volleys Formation
JT Hatch und Cody Kessel (AA), Georg Klein und Nicolas Le Goff (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Jeffrey Jendryk

Nächstes Heimspiel
13. November | 19.30 Uhr | vs. SVG Lüneburg
16. November | 18.30 Uhr | vs. SWD powervolleys Düren

Quelle: BR Volleys

JOKER für den Nachwuchs!

Bis zu 3.000 Euro für Nachwuchsprojekte in Vereinen, Schulen, privaten oder öffentlichen Initiativen loben die BERLIN RECYCLING Volleys gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor und der BKK VBU aus. Die Ziehung der Gewinner erfolgt mit einem Live-Losverfahren im Rahmen des Heimspiels des Deutschen Meisters gegen die Volleyball Bisons Bühl am 30. November in der Max-Schmeling-Halle.

“Ideen und Engagement für die Kinder und Jugendlichen in Berlin und Umgebung gibt es viele. Da ist es schade, wenn oft das Geld für die Realisierung der Projekte fehlt. Mit unserer Initiative ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs! möchten wir unseren Beitrag leisten. Wir stehen für Nachhaltigkeit, und was sollte nachhaltiger sein, als in den Nachwuchs zu investieren”, begründet Stephan Hartramph, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Berlin Recycling GmbH die Aktion.

Tatsächlich können Trainer, Lehrer, Betreuer und Ehrenamtliche noch deutlich höhere Summen zur Finanzierung ihrer Herzensprojekte gewinnen. Um sich für den JOKER zu bewerben, müssen sie nämlich ihr Projekt auf der Crowdfunding-Plattform von Berlin Recycling einstellen. Sie haben damit die Chance, insgesamt einen noch deutlich höheren Geldbetrag durch die Aktivierung der eigenen „Crowd“ zu generieren. Ab sofort ist die Bewerbung auf diesem Wege möglich und wer sich unsicher ist, wie ein Crowdfunding funktioniert und was ein Projekt auf dieser Plattform erfolgreich Spenden sammeln lässt, findet auf der Internetseite weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für das kostenlose Info-Webinar CROWD IT! am 23. Oktober um 17:00 Uhr anzumelden.

Aus den fristgerecht bis spätestens 18. November auf diesem Wege eingereichten Projekten wird beim Heimspiel der BR Volleys am 30. November dann der Gewinner des JOKERs ermittelt – per Live-Losverfahren, für das sich die Veranstalter einiges haben einfallen lassen. Hartramph verspricht eine Überraschung: “Natürlich laden wir die Projektstarter zu dieser Auslosung in unseren Volleyballtempel ein. Wie der JOKER dann in der ersten Satzpause des Spiels vergeben wird, darf ich heute aber noch nicht verraten.” Nur so viel: Der erste Schirmherr der Nachwuchsinitiative, Vereinslegende Felix Fischer, wird dabei eine Rolle spielen!

Christof Bernier


BR Volleys bleiben Europas Zuschauermagnet

Sportlich wollen sich die Berlin Recycling Volleys in den kommenden Jahren näher an die europäische Spitze heranarbeiten. Dieses Ziel haben die historischen CEV Champions League Volley 2019 Super Finals am Samstag in der Max-Schmeling-Halle noch einmal verstärkt. Was das Zuschauerinteresse betrifft, ist man bereits heute das kontinentale Maß der Dinge! Die 19 Heimspiele des Deutschen Meisters in der Saison 2018/19 verfolgten insgesamt 98.961 Zuschauer, was 5.208 Besucher im Durchschnitt und damit einen neuen Vereinsrekord bedeutet.

„Wir definieren uns als Verein nicht nur über sportliche Ergebnisse, sondern auch durch die Art und Weise, wie wir Volleyball präsentieren. Unser Ziel ist es, die Zuschauer abzuholen, mitzunehmen und dauerhaft für unsere Sportart zu begeistern. Ich glaube, das ist uns in zehn Jahren Volleyballtempel nie besser gelungen, als in dieser Saison“, blickt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand zufrieden auf das zurückliegende Spieljahr zurück und erklärt: „Die Bundesliga Hauptrunde und vor allem die Playoffs waren enorm spannend und für die Fans reizvoller als je zuvor. Unsere Eventserie „10 Jahre | 10 Highlights“ hat dafür den perfekten Rahmen geboten. Die Mischung aus Sport, Unterhaltung und Atmosphäre macht unsere Heimspiele immer wieder zu einzigartigen Erlebnissen für das Publikum.“

Vor dem perfekten Saisonende mit dem Gewinn des Meistertitels in Friedrichshafen folgte der nicht minder gelungene Heimspiel-Abschluss. Erstmals seit dem 30. April 2015 war die Max-Schmeling-Halle am 08. Mai mit 8.553 Zuschauern wieder ausverkauft. Wie schon vor vier Jahren elektrisierte das vierte Playoff-Endspiel gegen den Dauerrivalen vom Bodensee die Massen. Die anderen beiden Heimspiele gegen die Häfler waren ähnlich gut besucht (7.309 beim zweiten Finale und 7.276 in der Hauptrunde), aber nicht nur das ewig junge „Duell der Giganten“ begeisterte die Berliner Volleyballfans, beispielsweise wollten schon den Heimauftakt gegen Düren 7.166 Zuschauer miterleben.

Von Lissabon bis Nowosibirsk – im europäischen Volleyball suchen diese Besucherzahlen ihres Gleichen. Ein Blick auf die Topligen des Kontinents (Polen, Russland, Italien, Türkei, Frankreich) zeigt, dass die BR Volleys (5.208 Ø) gemeinsam mit den italienischen Teams aus Modena (4.687 Ø) und Conegliano (4.139 Ø / Frauen) das europäische Spitzentrio bilden. „Wir spüren ein kontinuierlich wachsendes Interesse an unserem Sport und uns als Verein. Ein dramatisches Meisterschaftsfinale wie das zurückliegende hilft dabei natürlich. Wir wollen an diese Zahlen anknüpfen und irgendwann einmal die 100.000 Zuschauer in einer Saison knacken“, haben Niroomand und der Hauptstadtclub das nächste Ziel schon vor Augen. Sportlich wurden die Weichen dafür bereits gestellt, denn der Kern der Meistermannschaft geht auch im nächsten Jahr für die BR Volleys in Bundesliga, Pokal und CEV Champions League ans Netz.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

Der zehnte Titel für Berlin!

Die Mission ist erfüllt! In einem unfassbar dramatischen Spiel haben die Berlin Recycling Volleys ihre vierte Meisterschaft in Folge und den insgesamt zehnten Meistertitel der Vereinsgeschichte gewonnen. Mit einem 3:2-Tiebreaksieg (25:17, 25:21, 19:25, 23:25, 16:14) in der Friedrichshafener ZF Arena bekam die turbulente Jubiläumssaison ihr perfektes Ende. 10 Jahre. 10 Highlights. 10 Titel.

In absolut würdiger Finalatmosphäre vor ausverkauftem Haus begannen Sergey Grankin, Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk, Georg Klein, Moritz Reichert, Samuel Tuia und Nicolas Rossard für den Titelverteidiger – und der erwischte einen Blitzstart! 4:0 führten die Gäste nach Aufschlägen von Klein, da kam VfB-Mittelblocker Takvam, offenbar angeschlagen, erst die Treppe aus dem VIP-Bereich herunter. Als Klein dann zum Monsterblock gegen Günthör ansetzte und Reichert kurz darauf ein Ass nachlegte, brachte Vital Heynen den Norweger ins Spiel (11:5). Auch er konnte nichts daran ändern, dass die Berliner am Drücker blieben (16:10). In der Abwehr waren die BR Volleys extrem agil und machten den Häflern das Punkten richtig schwer. Dazu punktete Patch aus schier unmöglichen Lagen (20:13) und auch der Block stand weiterhin (23:16). Jendryk beendete einen nahezu perfekten Auftaktsatz (25:17).

Nun waren die Hausherren natürlich gefordert und meldeten sich, angeführt von Sossenheimer, im Spiel an (5:8). Wieder waren es ein Reichert-Ass und ein Jendryk-Block, welche den BR Volleys wichtige Breakpunkte bescherten (9:9). Grankin patzte anschließend zwar im Zuspiel, blockte danach aber krachend gegen Sossenheimer (14:13). Wieder wurde Kleins Aufschlagserie zum Schlüssel, weil Jendryk & Co es vorn am Netz für den Gegner dunkel werden ließen (20:16). Grankins nächster Block brachte die Vorentscheidung in Satz zwei (23:18) und den dritten Satzball nutzte Reichert für seine Farben (25:21).

Ob Boladz oder Malescha, die Hauptstädter hatten die Hauptangreifer in Blau bis zu diesem Zeitpunkt gut im Griff und waren so auch in Satz drei ebenbürtig. Wieder konnte man vorlegen (8:6), aber Friedrichshafen entschied in der Folge die langen Rallys für sich (10:11). Zwar blockte Grankin zum Ausgleich (13:13), doch die Häfler waren trotzdem oben auf (15:18). Adam White war im Spiel und Enard griff zum Doppelwechsel mit Kyle Russell und Sebastian Kühner. Friedrichshafen machte aber nun jeden wichtigen Punkt (18:22) und konnte auf 2:1 verkürzen (19:25).

Die Hausherren und ihr Publikum machten nun mächtig Alarm, aber wie die mitgereisten Fans der BR Volleys, er waren rund 100, stemmte sich auch Berlins Volleyballteam Nr. 1 dagegen (4:6). Es war das Nervenspiel, das zuvor erwartet wurde, und Nicolas Le Goff und abermals White sollten frischen Wind bringen (8:12, 13:16). Der VfB war auch dieses Mal gegen Satzende fokussierter und erspielte sich drei Satzbälle (21:24). Ein Aufschlagfehler von Grankin trieb diese Finalserie auf die absolute Spitze (23:25).

Tiebreak also und in diesem servierte Patch früh einen Servicewinner mit der Netzkante und verbuchte direkt einen weiteren Breakpunkt für sich (4:2). Mit 8:5 wurden die Seiten gewechselt und der orange Fanblock war in Ekstase. Berlin ließ nach starkem Aufschlag des eingewechselten Egor Bogachev die Chance auf das 12:8 liegen und stattdessen legte Takvam sein Service genau ins Eck (11:10). Alles stand spitz auf Knopf (13:13) und dann machte Patch zweimal die ganz wichtigen Punkte (15:14). Reichert ging zum Aufschlag und die Bank erhob sich, als wüsste sie, was kommt: Der Nationalspieler verwandelte den zweiten Match- und Championship-Point für die BR Volleys, den alten und neuen Deutschen Meister (16:14).

Benjamin Patch, mit 29 Punkten überragender Angreifer seiner Mannschaft, brachte es auf den Punkt: „Hier ging ein Traum in Erfüllung. Wie unser Team nach dieser Saison dieses Spiel gezogen hat, war überragend.“ Kapitän Sebastian Kühner, der sich den sechsten Meistertitel mit den BR Volleys sicherte, sprach von einem „Riesenspiel von beiden Mannschaften, bei dem am Ende zwei Punkte den Unterschied ausmachten.“ Kühner war sichtlich ergriffen: „Es war mental extrem anstrengend und einfach der perfekte Abschluss einer für den Volleyball großartigen Serie. Friedrichshafen hat nach dem 0:2 unglaublich gefightet, aber es war stark, wie wir als Team im Tiebreak losgelegt haben. Wir dürfen stolz sein, denn wir sind einfach wieder Deutscher Meister!“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Berlin steht im Finale

Zum neunten Mal in Folge spielen die Berlin Recycling Volleys im Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft. Am Samstagabend feierten die Hauptstädter mit einem 3:0-Erfolg (26:24, 25:19, 25:23) den dritten und entscheidenden Sieg im Halbfinale gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching. Von den 4.455 Zuschauern finden hoffentlich auch alle zum ersten Heimspiel in der Finalserie am 02. Mai um 18.30 Uhr gegen den VfB Friedrichshafen wieder den Weg in die Max-Schmeling-Halle. Start des „Duell der Giganten“ ist am 27. April um 17.30 Uhr am Bodensee.

Cheftrainer Cedric Enard hatte nach dem überzeugenden Erfolg in Innsbruck keinen Grund für Veränderungen und schickte auch im Volleyballtempel wieder Sergey Grankin, Benjamin Patch, Moritz Reichert, Samuel Tuia, Georg Klein, Jeffrey Jendryk und Nicolas Rossard auf den Court.

Beide Teams begannen fokussiert und boten dem Gegner kaum Angriffsfläche für Breakpunkte (4:4). Aufseiten der BR Volleys kristallisierte sich Reichert zu Spielbeginn als Grankins verlässlichste Anspielstation heraus (10:10). Erst als Patch im Block an Pollock hängenblieb, konnte sich eine Mannschaft – und das waren zunächst die Gäste – ein klein wenig absetzen (12:14). Dank Jendryks Service drehte man den Spielstand kurzzeitig (19:18), aber dennoch hatten die AlpenVolleys die ersten Satzbälle (22:24). Beide konnte man mit großem Einsatz und Sebastian Kühner sowie Kyle Russell auf der Platte abwehren. Youngster Linus Weber machte den Block erfolgreich groß und nachdem Klein ein drittes Mal gefährlich aufschlug, konnte Jendryk zum umjubelten Satzgewinn verwandeln (26:24).

Aber Halaba & Co machten den Hausherren mit gutem Service weiterhin schwer zu schaffen. Auch im zweiten Durchgang legten die Gipfelstürmer aus dem Alpenraum vor (6:8, 8:11) und wieder sollte es eine Aufschlagserie von Georg Klein sein, die das Blatt wendete. Nahezu jeder Aufschlag des Mittelblockers hatte Wirkung und dazu stand der Berliner Block mehrfach perfekt. Außerdem lagen die Nerven bei den Hachingern blank (Rote Karte Gelinski). Die BR Volleys legten einen beeindruckenden Zwischenspurt hin (10:13, 18:13) und weil auch Patch nun voll in Schwung kam, war der nächste Satzgewinn die logische Konsequenz. Der erneut eingewechselte Russell legte den Ball gekonnt ins Hachinger Feld (25:19).

Die AlpenVolleys steckten auch diesen Rückschlag weg und setzten den Titelverteidiger gehörig unter Druck (4:6, 6:11). Auf die nächste Berliner Aufholjagd (10:11) antworteten Klets per Ass und Halaba per Block  (12:16). Einmal mehr hatte der Wechsel hin zu Kühner und Russell seine erhoffte Wirkung. Der US-Amerikaner führte seine Farben heran (18:20) und der zum Aufschlag ebenfalls eingewechselte Adam White setzte den Ball zum Ausgleich auf die Linie (22:22). Nun schlug wieder die Stunde von Russell, dem im Angriff alles gelang und der den Finaleinzug perfekt machte (25:23).

MVP Samuel Tuia und ein ebenfalls bärenstarker Jeffrey Jendryk waren die BR Volleys Topscorer (12 Punkte). Matchwinner war aber Kyle Russell und der war überglücklich: „Wir haben ganz viel Herz gezeigt und sind in jedem Satz angetrieben vom Publikum zurückgekommen. Haching hat eine super Serie gespielt und es waren wirklich intensive Duelle. Auch wenn wir der glückliche Sieger sind, darf Haching stolz auf Bronze sein.“

Mit Blick auf die am 27. April startende Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen sagte Russell: „Das wird sicher wieder eine grandiose Serie für die Fans. Ob die Spieler aus dem letzten Jahr oder die neuen, wir brennen auf diesen Vergleich. Wir sind bereit!“ Kleine, aber feine Randnotiz: Durch den Einzug ins Finale spielen die BR Volleys sicher auch in der Saison 2019/2020 wieder in der CEV Champions League. Nun liegt der Fokus aber natürlich erst einmal voll auf dem Volleyball-Spektakel gegen den VfB Friedrichshafen. Endspiel Nummer zwei findet am 02. Mai um 18.30 Uhr in Berlin statt.

Quelle: Christof Bernier / BR Volleys

Drei Bigpoints am Main

Einen tabellarisch und mental sehr wichtigen Auswärtssieg feierten die Berlin Recycling Volleys am Donnerstagabend in der Fraport Arena. Dank eines überzeugenden MVPs Benjamin Patch, der Durchschlagskraft von Jeffrey Jendryk (16 Punkte) und der Energie des eingewechselten Samuel Tuia gewannen die Hauptstädter mit 3:1 (25:15, 25:22, 22:25, 25:23) bei den United Volleys Frankfurt. Mit nun 34 Punkten festigen die Berliner den vierten Tabellenplatz.

Ohne Nicolas Le Goff (Bauchmuskelverletzung) begannen die BR Volleys in der Fraport Arena mit Jeffrey Jendryk und Georg Klein als Mittelblocker, dem Zuspieler Sergey Grankin sowie Moritz Reichert und Adam White im Außenangriff. Dazu gab Cedric Enard Diagonalangreifer Benjamin Patch die Chance von Beginn an und setzte auf die Qualitäten von Nicolas Rossard als Libero.

Endlich einmal starteten die Berliner hellwach in ein Spiel. Bis zur ersten technischen Auszeit war man bereits viermal im Block erfolgreich (8:4) und nahm dem Heimteam früh den Schwung. Patch brillierte mehrfach in der Abwehr und dazu servierte Reichert ein erstes Ass (13:6). Da hatte Heimtrainer DeRocco schon zweimal reagiert, wechselte im Zuspiel von Kocian zu Buculjevic und brachte Neuzugang Fragkos für die Annahme. Die BR Volleys blieben klar am Drücker, spielten immer wieder erfolgreich aus der Block-Abwehr und sammelten Breakpunkte (20:11). Klein griff sich auch noch den Schnellangriff von Henning (22:13) und White punktete zum 25:15. Dieser Auftaktsatz machte jede Menge Lust auf mehr.

Patch zeigte weiter sein bisher vielleicht bestes Spiel im BR Volleys Trikot. Sein Ass bedeutete das 5:3 im zweiten Durchgang für den Hauptstadtclub. Außerdem konnte Grankin seine Nebenmänner immer wieder perfekt in Szene setzen(12:7, 15:10). Doch die Frankfurter waren Mitte des Durchgangs endlich auch im Spiel angekommen (17:16). Als dieses auf Messers Schneide stand, war wieder Patch in der Abwehr zur Stelle und Grankin gewann das wichtige Drückduell (23:21). Zwei Fehler der Uniteds brachten die Berliner in eine komfortable Führungsposition (25:22).

Im dritten Satz servierten die Gastgeber deutlich besser und stellten die Annahme der Enard-Schützlinge vor Probleme (1:4). Beim Stand von 6:11 hatte der Franzose bereits seine taktischen Auszeiten aufgebraucht, doch es half nichts. Frankfurt zeigte sich in dieser Phase fokussierte, daran änderte auch ein Doppelwechsel mit Jan Zimmermann und Kyle Russell wenig (13:19). Mit dem ebenfalls eingewechselten Samuel Tuia konnten die Männer in Orange noch einmal verkürzen (20:22), aber dieser dritte Satz war den Hessen nicht mehr zu nehmen (22:25).

Grankin und Patch kehrten zurück auf den Court, Tuia blieb drauf. Als die BR Volleys van Berkel nicht von der Serviceline wegbekamen, wurde Enard zur technischen Auszeit einmal richtig laut (4:8). Die deutliche Ansage zeigte Wirkung, Punkt für Punkt arbeiteten sich die BR Volleys heran. Grankin streute ein Ass ein und dem im Angriff äußerst zuverlässigen Jendryk (76% Angriffsquote) gelang der Ausgleich (11:11). Tuia hielt sein Team in dieser Phase mit einer bärenstarken Leistung und gekonnten Winkelschlägen im Spiel (15:15). Der Franzose war es auch, welchem das spielentscheidende Break mit einem weiteren knallharten Angriff gelang (24:23). Aus ganz schwieriger Position machte White gegen den United-Dreierblock den Auswärtssieg schließlich perfekt (25:23).

Statistisch wussten die Berliner durch die Bank zu überzeugen. MVP Patch wurde gemeinsam mit Jendryk, der 76 % seiner 17 Angriffe verwertete, Topscrorer (16 Zähler). Tuia sammelte starke 10 Punkte nach seiner Einwechslung. Mittelblocker Georg Klein war deshalb voll des Lobes: „Wir haben super angefangen und uns auch nach dem verlorenen dritten Satz zurückgefightet. Man hat heute gesehen, dass die Verbindung zum Zuspiel immer besser wird. Wir wollten eine Revanche für das klare Hinspiel-Ergebnis und die ist uns absolut gelungen.“

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys