Jetzt fehlt doch nur noch ein Sieg von den Drei angekündigten

Weitere drei Siege in Folge und in wenigen Tagen haben sich die BR Volleys vorgenommen, zwei entscheidende haben sie schon geschafft. Am Samstag, 29.11. gegen die Volleyball Bisons Bühl der erste mit 3:0-Erfolg (25:18, 27:25, 25:21). Das heißt: Der Deutsche Meister bleibt auch gegen die Badener ungeschlagen an der Tabellenspitze. Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Hersching. 4.129 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle erlebten einen furiosen Auftakt gegen Ljubljana in der Königklasse:

Schöner hätten sich die BR Volleys ihren Start in die CEV Champions League Volley 2020 kaum ausmalen können. Mit einer nahezu fehlerlosen Leistung bezwangen die Berliner ACH Volley Ljubljana und sicherten sich drei Punkte zum Auftakt. Überragender Akteur beim ersten wichtigen Schritt in der Gruppe B war der Match-MVP Benjamin Patch mit 17 Punkten.

Der Deutsche Meister ging das Duell mit seinem slowenischen Pendant äußerst fokussiert an und zeigte sich in der Annahme deutlich stabiler als zuletzt. So hatte BPatch immer wieder nahezu freie Bahn und knüpfte dort an, wo er am Samstag in der Bundesliga gegen Bühl aufgehört hatte. 11 Punkte, davon drei Blocks des Amerikaners, brachten den BR Volleys den Auftaktsatz ein (7:8, 16:12, 25:21).

Die Berliner und ihr Publikum waren vollkommen im Einklang und die Energie übertrug sich von beiden Seiten gleichermaßen (5:1). Mitte des zweiten Satzes gelang plötzlich alles, reihenweise Rettungstaten von Julian Zenger, ein Block von Reichert und ein Ass von Grankin (14:7). Die BR Volleys agierten teilweise wie im Rausch und entschieden den zweiten Durchgang mit 25:15 für sich. Im dritten Satz warfen die Gäste aus der slowenischen Hauptstadt noch einmal alles in die Waagschale, aber Libero Zenger & Co präsentierten sich weiter abwehrstark (15:15, 20:20). Nachdem der erste Berliner Matchball ungenutzt blieb, war Reicherts Aufschlag beim zweiten Anlauf erfolgreich und sicherte sich und seinem Team drei Punkte (26:24). Im Anschluss wurde Diagonalangreifer Benjamin Patch zum Match-MVP powered by PAUL IT gewählt.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Nach den zwei durchschnittlichen Spielen in der Bundesliga, hat man heute gesehen, worauf sich die Mannschaft offenbar bereits konzentriert hat. Das Team und das Publikum waren vom ersten Punkt an eine Einheit.  Auch die Spieler auf der Bank haben sich hervorragend eingebracht. Es war der perfekte Start, aber eben auch nur ein erster Schritt in dieser Gruppe. Wir sind weiterhin einer der Außenseiter, haben aber heute gezeigt, dass wir mehr sein können. Das wollen wir im nächsten Spiel beweisen. Ben ist einer der am höchsten springenden Spieler der Welt, aber Sergey weiß eben auch, wie man dies nutzt. Bei seinen Pässen stimmen Timing und Höhe. Das macht Ben aktuell so stark.“
Benjamin Patch: „Die Unterstützung der Fans war heute klasse. Es herrschte so viel positive Energie in der Arena. Wir brauchen all unsere 13 Spieler und das Publikum, um in der Champions League erfolgreich zu sein. So ein enger Satz wie der dritte sind wichtig für unsere Entwicklung. Solche Durchgänge für uns zu entscheiden, macht uns als Mannschaft stärker.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: JT Hatch, Cody Kessel, Georg Klein

Topwerte
Benjamin Patch 17 Punkte (3 Blocks) | Samuel Tuia 14 Punkte | Moritz Reichert 9 Punkte (2 Asse)

Christof Bernier

Drei Heimspiele in drei Wettbewerben

Für das BR Volleys Team wird es ernst. Gemeinsam mit ihren Fans steht die Mannschaft in den kommenden Wochen vor großen und wichtigen (Heim)-Aufgaben. In allen drei Wettbewerben, also in der Bundesliga, dem Pokal und der CEV Champions League, wollen die Berliner in der Max-Schmeling-Halle zusammen mit ihrem Heimpublikum den guten Saisonstart bestätigen.

Zunächst muss das Team um Kapitän Moritz Reichert am Samstag, den 30. November, seine Pflicht in der Volleyball Bundesliga erfüllen. Am zehnten Spieltag kommen die Volleyball Bisons aus Bühl nach Berlin. In der heimischen Max-Schmeling-Halle haben die Berliner die Möglichkeit, ihre Siegesserie auf zehn Erfolge auszubauen. Das Spielgeschehen im Volleyballtempel wird von der Aktion „JOKER für den Nachwuchs!“ und einem Auftritt von Vereinslegende Felix Fischer umrahmt.

Drei Tage später, am 03. Dezember, erfolgt der langersehnte Start in die CEV Champions League. Zu Gast ist dann der slowenische Serienmeister ACH Volley Ljubljana und die Männer von Cheftrainer Cedric Enard müssen zu Hause direkt mit dem Punktesammeln beginnen, um in ihrer hochkarätig besetzten Gruppe eine Chance auf das Erreichen der Playoff-Runde zu haben. Der Deutsche Meister hat sich für den europäischen Wettbewerb viel vorgenommen und die Champions-League-Abende sind im Volleyballtempel von jeher von einer ganz besonderen Atmosphäre umgeben.

Ebenso wichtig wie der Auftakt in der Königklasse ist das am 08. Dezember folgende DVV-Pokal-Halbfinale gegen die WWK Volleys Herrsching. 743 Tage werden dann seit dem letzten Pokal-Heimspiel der BR Volleys vergangen sein. Wie es der Zufall will, hieß der Gegner damals auch Herrsching und kegelte die Berliner mit 3:2 aus dem Wettbewerb. Mit der Unterstützung ihres Publikums wollen die BR Volleys dafür sorgen, dass sich die Geschichte in diesem Fall nicht wiederholt, und sich stattdessen den Traum vom großen Pokalfinale am 16. Februar 2020 in Mannheim erfüllen.

Christoph Bernier

Heimspiel-Doppelpack erfolgreich abgeschlossen

Auch mit einer umformierten Mannschaft waren die BR Volleys am Mittwochabend, 30.10. von den Heitec Volleys Eltmann nicht zu stoppen. Der Aufsteiger aus Franken spielte in der Max-Schmeling-Halle drei Sätze lang gut mit, doch letztlich konnten sich die Berliner vor ihrem heimischen Publikum souverän mit 3:0 (25:23, 25:18, 25:19) durchsetzen. Mit dem Rückenwind von zwei Heimsiegen in Folge reist man nun am Sonntag (03. Nov.) zum wichtigen DVV-Pokalspiel gegen die Netzhoppers nach Bestensee.

Lucio Oro baute das BR Volleys Team gegenüber dem 3:0-Erfolg gegen den TV Rottenburg kräftig um und gab unter anderem Außenangreifer JT Hatch und Libero Adam Kowalski von Beginn an Einsatzzeit. In ungewohnter Besetzung machten die Berliner ihre Sache sehr ordentlich und verwalteten im ersten Satz einen von Le Goff „erblockten“ Vorsprung (10:8) lange mit der nötigen Ruhe. Auch ein Block gegen Hatch (22:21) brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept und der gut aufgelegte Diagonalangreifer Patch verwandelte fulminant zur 1:0-Satzführung (25:23).

Im zweiten Durchgang minimierten die BR Volleys ihre Fehlerquote und ließen die „Eltmänner“ von Trainer Marco Donat so noch seltener zum Zuge kommen (8:5). Eine Le Goff-Aufschlagserie sorgte für klare Verhältnisse (20:9). Das Aufbäumen der Gäste kam zu spät (25:18) und so legten die Hauptstädter auch im dritten Satz das nötige Selbstverständnis für den klaren 3:0-Erfolg an den Tag. Der MVP der Begegnung, Zuspieler Pierre Pujol, verstand es weiterhin, all seine Mitspieler in Szene zu setzen. Über die Zwischenstände 8:5 und 16:13 zogen die Berliner mit ihren drei Amerikanern als Topscorern dem letztlich ungefährdeten Heimsieg entgegen (25:19).

Stimmen zum Spiel
Benjamin Patch: „Wir nehmen jeden Gegner ernst, wissen aber auch, dass wir solche Spiele gewinnen müssen. Das ist unsere Aufgabe und unser Anspruch. Es haben heute mehrere Jungs gespielt, die bisher nicht so viel Einsatzzeit hatten. In dieser Konstellation haben wir das souverän gemeistert. Nicht alle Kleinigkeiten haben gepasst, aber es war ok. Wir bauen auch auf diesem Ergebnis auf und machen konzentriert weiter.“

Kaweh Niroomand: „Die Mannschaft hat das heute gut gelöst. Es konnten sich auch Spieler aus der zweiten Reihe zeigen, da kommt uns der Spielplan aktuell entgegen. Jetzt wollen wir am Sonntag an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und bei den Netzhoppers im Pokal eine Runde weiterkommen.“

BR Volleys Formation
JT Hatch und Cody Kessel (AA), Georg Klein und Nicolas Le Goff (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Jeffrey Jendryk

Nächstes Heimspiel
13. November | 19.30 Uhr | vs. SVG Lüneburg
16. November | 18.30 Uhr | vs. SWD powervolleys Düren

Quelle: BR Volleys

JOKER für den Nachwuchs!

Bis zu 3.000 Euro für Nachwuchsprojekte in Vereinen, Schulen, privaten oder öffentlichen Initiativen loben die BERLIN RECYCLING Volleys gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor und der BKK VBU aus. Die Ziehung der Gewinner erfolgt mit einem Live-Losverfahren im Rahmen des Heimspiels des Deutschen Meisters gegen die Volleyball Bisons Bühl am 30. November in der Max-Schmeling-Halle.

“Ideen und Engagement für die Kinder und Jugendlichen in Berlin und Umgebung gibt es viele. Da ist es schade, wenn oft das Geld für die Realisierung der Projekte fehlt. Mit unserer Initiative ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs! möchten wir unseren Beitrag leisten. Wir stehen für Nachhaltigkeit, und was sollte nachhaltiger sein, als in den Nachwuchs zu investieren”, begründet Stephan Hartramph, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Berlin Recycling GmbH die Aktion.

Tatsächlich können Trainer, Lehrer, Betreuer und Ehrenamtliche noch deutlich höhere Summen zur Finanzierung ihrer Herzensprojekte gewinnen. Um sich für den JOKER zu bewerben, müssen sie nämlich ihr Projekt auf der Crowdfunding-Plattform von Berlin Recycling einstellen. Sie haben damit die Chance, insgesamt einen noch deutlich höheren Geldbetrag durch die Aktivierung der eigenen „Crowd“ zu generieren. Ab sofort ist die Bewerbung auf diesem Wege möglich und wer sich unsicher ist, wie ein Crowdfunding funktioniert und was ein Projekt auf dieser Plattform erfolgreich Spenden sammeln lässt, findet auf der Internetseite weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für das kostenlose Info-Webinar CROWD IT! am 23. Oktober um 17:00 Uhr anzumelden.

Aus den fristgerecht bis spätestens 18. November auf diesem Wege eingereichten Projekten wird beim Heimspiel der BR Volleys am 30. November dann der Gewinner des JOKERs ermittelt – per Live-Losverfahren, für das sich die Veranstalter einiges haben einfallen lassen. Hartramph verspricht eine Überraschung: “Natürlich laden wir die Projektstarter zu dieser Auslosung in unseren Volleyballtempel ein. Wie der JOKER dann in der ersten Satzpause des Spiels vergeben wird, darf ich heute aber noch nicht verraten.” Nur so viel: Der erste Schirmherr der Nachwuchsinitiative, Vereinslegende Felix Fischer, wird dabei eine Rolle spielen!

Christof Bernier


BR Volleys bleiben Europas Zuschauermagnet

Sportlich wollen sich die Berlin Recycling Volleys in den kommenden Jahren näher an die europäische Spitze heranarbeiten. Dieses Ziel haben die historischen CEV Champions League Volley 2019 Super Finals am Samstag in der Max-Schmeling-Halle noch einmal verstärkt. Was das Zuschauerinteresse betrifft, ist man bereits heute das kontinentale Maß der Dinge! Die 19 Heimspiele des Deutschen Meisters in der Saison 2018/19 verfolgten insgesamt 98.961 Zuschauer, was 5.208 Besucher im Durchschnitt und damit einen neuen Vereinsrekord bedeutet.

„Wir definieren uns als Verein nicht nur über sportliche Ergebnisse, sondern auch durch die Art und Weise, wie wir Volleyball präsentieren. Unser Ziel ist es, die Zuschauer abzuholen, mitzunehmen und dauerhaft für unsere Sportart zu begeistern. Ich glaube, das ist uns in zehn Jahren Volleyballtempel nie besser gelungen, als in dieser Saison“, blickt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand zufrieden auf das zurückliegende Spieljahr zurück und erklärt: „Die Bundesliga Hauptrunde und vor allem die Playoffs waren enorm spannend und für die Fans reizvoller als je zuvor. Unsere Eventserie „10 Jahre | 10 Highlights“ hat dafür den perfekten Rahmen geboten. Die Mischung aus Sport, Unterhaltung und Atmosphäre macht unsere Heimspiele immer wieder zu einzigartigen Erlebnissen für das Publikum.“

Vor dem perfekten Saisonende mit dem Gewinn des Meistertitels in Friedrichshafen folgte der nicht minder gelungene Heimspiel-Abschluss. Erstmals seit dem 30. April 2015 war die Max-Schmeling-Halle am 08. Mai mit 8.553 Zuschauern wieder ausverkauft. Wie schon vor vier Jahren elektrisierte das vierte Playoff-Endspiel gegen den Dauerrivalen vom Bodensee die Massen. Die anderen beiden Heimspiele gegen die Häfler waren ähnlich gut besucht (7.309 beim zweiten Finale und 7.276 in der Hauptrunde), aber nicht nur das ewig junge „Duell der Giganten“ begeisterte die Berliner Volleyballfans, beispielsweise wollten schon den Heimauftakt gegen Düren 7.166 Zuschauer miterleben.

Von Lissabon bis Nowosibirsk – im europäischen Volleyball suchen diese Besucherzahlen ihres Gleichen. Ein Blick auf die Topligen des Kontinents (Polen, Russland, Italien, Türkei, Frankreich) zeigt, dass die BR Volleys (5.208 Ø) gemeinsam mit den italienischen Teams aus Modena (4.687 Ø) und Conegliano (4.139 Ø / Frauen) das europäische Spitzentrio bilden. „Wir spüren ein kontinuierlich wachsendes Interesse an unserem Sport und uns als Verein. Ein dramatisches Meisterschaftsfinale wie das zurückliegende hilft dabei natürlich. Wir wollen an diese Zahlen anknüpfen und irgendwann einmal die 100.000 Zuschauer in einer Saison knacken“, haben Niroomand und der Hauptstadtclub das nächste Ziel schon vor Augen. Sportlich wurden die Weichen dafür bereits gestellt, denn der Kern der Meistermannschaft geht auch im nächsten Jahr für die BR Volleys in Bundesliga, Pokal und CEV Champions League ans Netz.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier

Der zehnte Titel für Berlin!

Die Mission ist erfüllt! In einem unfassbar dramatischen Spiel haben die Berlin Recycling Volleys ihre vierte Meisterschaft in Folge und den insgesamt zehnten Meistertitel der Vereinsgeschichte gewonnen. Mit einem 3:2-Tiebreaksieg (25:17, 25:21, 19:25, 23:25, 16:14) in der Friedrichshafener ZF Arena bekam die turbulente Jubiläumssaison ihr perfektes Ende. 10 Jahre. 10 Highlights. 10 Titel.

In absolut würdiger Finalatmosphäre vor ausverkauftem Haus begannen Sergey Grankin, Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk, Georg Klein, Moritz Reichert, Samuel Tuia und Nicolas Rossard für den Titelverteidiger – und der erwischte einen Blitzstart! 4:0 führten die Gäste nach Aufschlägen von Klein, da kam VfB-Mittelblocker Takvam, offenbar angeschlagen, erst die Treppe aus dem VIP-Bereich herunter. Als Klein dann zum Monsterblock gegen Günthör ansetzte und Reichert kurz darauf ein Ass nachlegte, brachte Vital Heynen den Norweger ins Spiel (11:5). Auch er konnte nichts daran ändern, dass die Berliner am Drücker blieben (16:10). In der Abwehr waren die BR Volleys extrem agil und machten den Häflern das Punkten richtig schwer. Dazu punktete Patch aus schier unmöglichen Lagen (20:13) und auch der Block stand weiterhin (23:16). Jendryk beendete einen nahezu perfekten Auftaktsatz (25:17).

Nun waren die Hausherren natürlich gefordert und meldeten sich, angeführt von Sossenheimer, im Spiel an (5:8). Wieder waren es ein Reichert-Ass und ein Jendryk-Block, welche den BR Volleys wichtige Breakpunkte bescherten (9:9). Grankin patzte anschließend zwar im Zuspiel, blockte danach aber krachend gegen Sossenheimer (14:13). Wieder wurde Kleins Aufschlagserie zum Schlüssel, weil Jendryk & Co es vorn am Netz für den Gegner dunkel werden ließen (20:16). Grankins nächster Block brachte die Vorentscheidung in Satz zwei (23:18) und den dritten Satzball nutzte Reichert für seine Farben (25:21).

Ob Boladz oder Malescha, die Hauptstädter hatten die Hauptangreifer in Blau bis zu diesem Zeitpunkt gut im Griff und waren so auch in Satz drei ebenbürtig. Wieder konnte man vorlegen (8:6), aber Friedrichshafen entschied in der Folge die langen Rallys für sich (10:11). Zwar blockte Grankin zum Ausgleich (13:13), doch die Häfler waren trotzdem oben auf (15:18). Adam White war im Spiel und Enard griff zum Doppelwechsel mit Kyle Russell und Sebastian Kühner. Friedrichshafen machte aber nun jeden wichtigen Punkt (18:22) und konnte auf 2:1 verkürzen (19:25).

Die Hausherren und ihr Publikum machten nun mächtig Alarm, aber wie die mitgereisten Fans der BR Volleys, er waren rund 100, stemmte sich auch Berlins Volleyballteam Nr. 1 dagegen (4:6). Es war das Nervenspiel, das zuvor erwartet wurde, und Nicolas Le Goff und abermals White sollten frischen Wind bringen (8:12, 13:16). Der VfB war auch dieses Mal gegen Satzende fokussierter und erspielte sich drei Satzbälle (21:24). Ein Aufschlagfehler von Grankin trieb diese Finalserie auf die absolute Spitze (23:25).

Tiebreak also und in diesem servierte Patch früh einen Servicewinner mit der Netzkante und verbuchte direkt einen weiteren Breakpunkt für sich (4:2). Mit 8:5 wurden die Seiten gewechselt und der orange Fanblock war in Ekstase. Berlin ließ nach starkem Aufschlag des eingewechselten Egor Bogachev die Chance auf das 12:8 liegen und stattdessen legte Takvam sein Service genau ins Eck (11:10). Alles stand spitz auf Knopf (13:13) und dann machte Patch zweimal die ganz wichtigen Punkte (15:14). Reichert ging zum Aufschlag und die Bank erhob sich, als wüsste sie, was kommt: Der Nationalspieler verwandelte den zweiten Match- und Championship-Point für die BR Volleys, den alten und neuen Deutschen Meister (16:14).

Benjamin Patch, mit 29 Punkten überragender Angreifer seiner Mannschaft, brachte es auf den Punkt: „Hier ging ein Traum in Erfüllung. Wie unser Team nach dieser Saison dieses Spiel gezogen hat, war überragend.“ Kapitän Sebastian Kühner, der sich den sechsten Meistertitel mit den BR Volleys sicherte, sprach von einem „Riesenspiel von beiden Mannschaften, bei dem am Ende zwei Punkte den Unterschied ausmachten.“ Kühner war sichtlich ergriffen: „Es war mental extrem anstrengend und einfach der perfekte Abschluss einer für den Volleyball großartigen Serie. Friedrichshafen hat nach dem 0:2 unglaublich gefightet, aber es war stark, wie wir als Team im Tiebreak losgelegt haben. Wir dürfen stolz sein, denn wir sind einfach wieder Deutscher Meister!“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Berlin steht im Finale

Zum neunten Mal in Folge spielen die Berlin Recycling Volleys im Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft. Am Samstagabend feierten die Hauptstädter mit einem 3:0-Erfolg (26:24, 25:19, 25:23) den dritten und entscheidenden Sieg im Halbfinale gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching. Von den 4.455 Zuschauern finden hoffentlich auch alle zum ersten Heimspiel in der Finalserie am 02. Mai um 18.30 Uhr gegen den VfB Friedrichshafen wieder den Weg in die Max-Schmeling-Halle. Start des „Duell der Giganten“ ist am 27. April um 17.30 Uhr am Bodensee.

Cheftrainer Cedric Enard hatte nach dem überzeugenden Erfolg in Innsbruck keinen Grund für Veränderungen und schickte auch im Volleyballtempel wieder Sergey Grankin, Benjamin Patch, Moritz Reichert, Samuel Tuia, Georg Klein, Jeffrey Jendryk und Nicolas Rossard auf den Court.

Beide Teams begannen fokussiert und boten dem Gegner kaum Angriffsfläche für Breakpunkte (4:4). Aufseiten der BR Volleys kristallisierte sich Reichert zu Spielbeginn als Grankins verlässlichste Anspielstation heraus (10:10). Erst als Patch im Block an Pollock hängenblieb, konnte sich eine Mannschaft – und das waren zunächst die Gäste – ein klein wenig absetzen (12:14). Dank Jendryks Service drehte man den Spielstand kurzzeitig (19:18), aber dennoch hatten die AlpenVolleys die ersten Satzbälle (22:24). Beide konnte man mit großem Einsatz und Sebastian Kühner sowie Kyle Russell auf der Platte abwehren. Youngster Linus Weber machte den Block erfolgreich groß und nachdem Klein ein drittes Mal gefährlich aufschlug, konnte Jendryk zum umjubelten Satzgewinn verwandeln (26:24).

Aber Halaba & Co machten den Hausherren mit gutem Service weiterhin schwer zu schaffen. Auch im zweiten Durchgang legten die Gipfelstürmer aus dem Alpenraum vor (6:8, 8:11) und wieder sollte es eine Aufschlagserie von Georg Klein sein, die das Blatt wendete. Nahezu jeder Aufschlag des Mittelblockers hatte Wirkung und dazu stand der Berliner Block mehrfach perfekt. Außerdem lagen die Nerven bei den Hachingern blank (Rote Karte Gelinski). Die BR Volleys legten einen beeindruckenden Zwischenspurt hin (10:13, 18:13) und weil auch Patch nun voll in Schwung kam, war der nächste Satzgewinn die logische Konsequenz. Der erneut eingewechselte Russell legte den Ball gekonnt ins Hachinger Feld (25:19).

Die AlpenVolleys steckten auch diesen Rückschlag weg und setzten den Titelverteidiger gehörig unter Druck (4:6, 6:11). Auf die nächste Berliner Aufholjagd (10:11) antworteten Klets per Ass und Halaba per Block  (12:16). Einmal mehr hatte der Wechsel hin zu Kühner und Russell seine erhoffte Wirkung. Der US-Amerikaner führte seine Farben heran (18:20) und der zum Aufschlag ebenfalls eingewechselte Adam White setzte den Ball zum Ausgleich auf die Linie (22:22). Nun schlug wieder die Stunde von Russell, dem im Angriff alles gelang und der den Finaleinzug perfekt machte (25:23).

MVP Samuel Tuia und ein ebenfalls bärenstarker Jeffrey Jendryk waren die BR Volleys Topscorer (12 Punkte). Matchwinner war aber Kyle Russell und der war überglücklich: „Wir haben ganz viel Herz gezeigt und sind in jedem Satz angetrieben vom Publikum zurückgekommen. Haching hat eine super Serie gespielt und es waren wirklich intensive Duelle. Auch wenn wir der glückliche Sieger sind, darf Haching stolz auf Bronze sein.“

Mit Blick auf die am 27. April startende Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen sagte Russell: „Das wird sicher wieder eine grandiose Serie für die Fans. Ob die Spieler aus dem letzten Jahr oder die neuen, wir brennen auf diesen Vergleich. Wir sind bereit!“ Kleine, aber feine Randnotiz: Durch den Einzug ins Finale spielen die BR Volleys sicher auch in der Saison 2019/2020 wieder in der CEV Champions League. Nun liegt der Fokus aber natürlich erst einmal voll auf dem Volleyball-Spektakel gegen den VfB Friedrichshafen. Endspiel Nummer zwei findet am 02. Mai um 18.30 Uhr in Berlin statt.

Quelle: Christof Bernier / BR Volleys

Drei Bigpoints am Main

Einen tabellarisch und mental sehr wichtigen Auswärtssieg feierten die Berlin Recycling Volleys am Donnerstagabend in der Fraport Arena. Dank eines überzeugenden MVPs Benjamin Patch, der Durchschlagskraft von Jeffrey Jendryk (16 Punkte) und der Energie des eingewechselten Samuel Tuia gewannen die Hauptstädter mit 3:1 (25:15, 25:22, 22:25, 25:23) bei den United Volleys Frankfurt. Mit nun 34 Punkten festigen die Berliner den vierten Tabellenplatz.

Ohne Nicolas Le Goff (Bauchmuskelverletzung) begannen die BR Volleys in der Fraport Arena mit Jeffrey Jendryk und Georg Klein als Mittelblocker, dem Zuspieler Sergey Grankin sowie Moritz Reichert und Adam White im Außenangriff. Dazu gab Cedric Enard Diagonalangreifer Benjamin Patch die Chance von Beginn an und setzte auf die Qualitäten von Nicolas Rossard als Libero.

Endlich einmal starteten die Berliner hellwach in ein Spiel. Bis zur ersten technischen Auszeit war man bereits viermal im Block erfolgreich (8:4) und nahm dem Heimteam früh den Schwung. Patch brillierte mehrfach in der Abwehr und dazu servierte Reichert ein erstes Ass (13:6). Da hatte Heimtrainer DeRocco schon zweimal reagiert, wechselte im Zuspiel von Kocian zu Buculjevic und brachte Neuzugang Fragkos für die Annahme. Die BR Volleys blieben klar am Drücker, spielten immer wieder erfolgreich aus der Block-Abwehr und sammelten Breakpunkte (20:11). Klein griff sich auch noch den Schnellangriff von Henning (22:13) und White punktete zum 25:15. Dieser Auftaktsatz machte jede Menge Lust auf mehr.

Patch zeigte weiter sein bisher vielleicht bestes Spiel im BR Volleys Trikot. Sein Ass bedeutete das 5:3 im zweiten Durchgang für den Hauptstadtclub. Außerdem konnte Grankin seine Nebenmänner immer wieder perfekt in Szene setzen(12:7, 15:10). Doch die Frankfurter waren Mitte des Durchgangs endlich auch im Spiel angekommen (17:16). Als dieses auf Messers Schneide stand, war wieder Patch in der Abwehr zur Stelle und Grankin gewann das wichtige Drückduell (23:21). Zwei Fehler der Uniteds brachten die Berliner in eine komfortable Führungsposition (25:22).

Im dritten Satz servierten die Gastgeber deutlich besser und stellten die Annahme der Enard-Schützlinge vor Probleme (1:4). Beim Stand von 6:11 hatte der Franzose bereits seine taktischen Auszeiten aufgebraucht, doch es half nichts. Frankfurt zeigte sich in dieser Phase fokussierte, daran änderte auch ein Doppelwechsel mit Jan Zimmermann und Kyle Russell wenig (13:19). Mit dem ebenfalls eingewechselten Samuel Tuia konnten die Männer in Orange noch einmal verkürzen (20:22), aber dieser dritte Satz war den Hessen nicht mehr zu nehmen (22:25).

Grankin und Patch kehrten zurück auf den Court, Tuia blieb drauf. Als die BR Volleys van Berkel nicht von der Serviceline wegbekamen, wurde Enard zur technischen Auszeit einmal richtig laut (4:8). Die deutliche Ansage zeigte Wirkung, Punkt für Punkt arbeiteten sich die BR Volleys heran. Grankin streute ein Ass ein und dem im Angriff äußerst zuverlässigen Jendryk (76% Angriffsquote) gelang der Ausgleich (11:11). Tuia hielt sein Team in dieser Phase mit einer bärenstarken Leistung und gekonnten Winkelschlägen im Spiel (15:15). Der Franzose war es auch, welchem das spielentscheidende Break mit einem weiteren knallharten Angriff gelang (24:23). Aus ganz schwieriger Position machte White gegen den United-Dreierblock den Auswärtssieg schließlich perfekt (25:23).

Statistisch wussten die Berliner durch die Bank zu überzeugen. MVP Patch wurde gemeinsam mit Jendryk, der 76 % seiner 17 Angriffe verwertete, Topscrorer (16 Zähler). Tuia sammelte starke 10 Punkte nach seiner Einwechslung. Mittelblocker Georg Klein war deshalb voll des Lobes: „Wir haben super angefangen und uns auch nach dem verlorenen dritten Satz zurückgefightet. Man hat heute gesehen, dass die Verbindung zum Zuspiel immer besser wird. Wir wollten eine Revanche für das klare Hinspiel-Ergebnis und die ist uns absolut gelungen.“

Quelle: Christoph Bernier / BR Volleys

Traumkulisse hilft nicht

Auch 7.276 Zuschauer konnten nichts daran ändern, dass die Berlin Recycling Volleys am Mittwochabend wenig gegen den VfB Friedrichshafen zu bestellen hatten. In 87 Spielminuten unterlagen die Hauptstädter den Männern vom Bodensee verdientermaßen mit 0:3 (23:25, 17:25, 21:25).

Nach einer spektakulären Teampräsentation, inklusive 3D-Court-Animation, auf dem Spielfeld hielten beide Trainer für ihre Gegenüber einige Überraschungen bereit. Für Berlin war der gerade erst verpflichtete Zuspieler Sergey Grankin sofort spielberechtigt, außerdem war Moritz Reichert nach Verletzung wieder zurück. Vital Heynen konnte die Dienste von Markus Steuerwald in Anspruch nehmen, dadurch konnte David Sossenheimer wieder im Außenangriff starten. Für die BR Volleys begannen Jeffrey Jendryk, Georg Klein, Adam White, Samuel Tuia, Kyle Russell, Sebastian Kühner und Libero Nicolas Rossard.

Das Kräftemessen begann zunächst ausgeglichen. Friedrichshafen zeigte sich in der Annahme gewohnt sicher, Berlin glänzte mit erfolgreichen Blockaktionen und sogar Hackentrick-Rettungen von Russell (6:8, 12:13). Takvam bescherte den Gästen dann aber die erste deutlichere Führung von der Serviceline (14:17). Beim Zwischenstand von 17:20 brachte Enard per Doppelwechsel ein erstes Mal Neuzugang Grankin zusammen mit Benjamin Patch. Sein erster Pass für Jendryk saß und die Hauptstädter blieben dran. Kühner und Russell kehrten zurück und besorgten in Co-Produktion den Ausgleich (22:22), doch dann schlug Russell zum Häfler-Break ins Aus und White beim zweiten Satzball der Gäste seinen Aufschlag ins Netz (23:25).

Im zweiten Satz unterliefen dem Heimteam zu viele leichte Fehler, sodass Enard schnell mit den dauerhaften Einwechslungen von Grankin und Reichert reagierte. Letzterer fand als Einziger regelmäßig die Lücken im VfB-Block (4:8), aber die Gäste zeigten sich deutlich stabiler in ihrem Spiel (5:11, 9:16). Die BR Volleys spielten phasenweise ohne Aufschlag und so ging der Durchgang völlig verdient an die Männer vom Bodensee (16:23). Bezeichnenderweise sorgte ein Netzaufschlag von Russell für klare Verhältnisse (17:25).

Unverändert versuchten die Hauptstädter im Folgedurchgang dagegenzuhalten. Inzwischen hatten sie auch jeden der über 7.000 Zuschauer hinter sich, nachdem zu Beginn des Spiels der Fanblock schwieg. Aber Friedrichshafen nutzte die Verunsicherung beim Heimteam (10:11). Protopsaltis mogelte den Ball durch den Block, Takvam erwischte Reichert in der Annahme auf dem falschen Fuß und Russell pritschte den freien Ball auf die Häfler-Netzseite zum einfachen Punktgewinn (13:17). Immer wieder punkteten die Gäste im zweiten oder dritten Versuch, so wie Malescha zum 18:22. Das Match war nach 87 Minuten vorbei (21:25).

Kaweh Niroomand reagierte mit Ernüchterung auf die vierte Bundesliga-Niederlage: „Im ersten Satz waren wir nah dran. Der ist uns dann durch einfache Fehler entglitten. Danach trat das immer gleiche Phänomen auf. Wir waren gedanklich und auf dem Scoreboard ständig einen Schritt hinterher. In der aktuellen Verfassung gelingt dann gegen eine so stabile Mannschaft keine Aufholjagd mehr.“

Die BR Volleys haben mit Sergey Grankin einen weiteren Zuspieler verpflichtet. Der russische Olympiasieger von 2012 unterschreibt in Berlin einen Vertrag bis zum Saisonende.

Neuzugang Sergey Grankin Foto: E. Herfet

„Mit Blick auf den Saisonverlauf und in enger Abstimmung mit dem Trainerteam sehen wir an vielen Stellen Handlungsbedarf. Volleyball besteht aus drei Komponenten. Die Annahme sollte sich mit der Rückkehr von Nicolas Rossard und Moritz Reichert dauerhaft stabilisieren. Unser Zuspiel versuchen wir nun, mit Sergey zu konsolidieren. Daraufhin kommt hoffentlich auch der Angriff endlich richtig in Schwung“, erklärt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Beweggründe für die Nachverpflichtung des 34-jährigen Routiniers und ergänzt: „Als sich in unserer Situation die Chance bot, einen solch renommierten Spieler zu verpflichten, mussten wir diese ergreifen.“ Damit stehen Cheftrainer Cedric Enard nun drei Spielgestalter zur Verfügung.

Für Grankin ist es die erste Auslandsstationen seiner Karriere. In seinem Heimatland verteilte der Russe von 2006 bis 2017 die Bälle bei Dynamo Moskau. Nach einem Jahr bei Belogorie Belgorod in der Saison 2017/18 ging der Zuspieler zurück in die Hauptstadt, wo er nach einem Wechsel der Dynamo-Clubführung vor einem Monat seinen jahrelangen Heimatverein im Unfrieden verließ. „Für mich wird Berlin ein Abenteuer. Ich durfte hier schon bei der Olympia-Qualifikation und im Playoff-Six der Champions League spielen. Beide Male war die Atmosphäre in der Arena einfach großartig. Ich bin voller Vorfreude“, sagte der neue BR Volleys Regisseur bei seiner Ankunft.

Grankin ist sofort für den Deutschen Meister spielberechtigt, allerdings nicht in der CEV Champions League, weil er in dieser Saison bereits für Moskau in der Königsklasse auflief. In seiner Vita stehen zahlreiche Erfolge wie Russischer Meister, Russischer Pokalsieger, CEV-Cup-Sieger, Champions-League-Zweiter, Weltliga-Sieger und allem voran natürlich der Olympiasieg 2012 in London.

Quelle: Christof Bernier / BR Volleys

Traum vom Pokalfinale geplatzt

Foto: BR Volleys

Für die Berlin Recycling Volleys ist die Pokal-Saison 18/19 beendet. In der Hamburger CU Arena verloren die Hauptstädter gegen die nie aufsteckende SVG Lüneburg mit 2:3 (25:18, 25:22, 24:26, 19:25, 13:15) und müssen so ihren Traum vom Endspiel in Mannheim begraben. Cheftrainer Cedric Enard hielt direkt eine Überraschung für seinen Gegenüber Stefan Hübner bereit und begann mit Neuzugang Nicolas Rossard als Libero. Außerdem starteten Jan Zimmermann, Adam White, Samuel Tuia, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch für die Berliner in diesem Pokal-Halbfinale.

Die BR Volleys ließen ihren Ankündigungen Taten folgen und begannen engagiert. Die SVG-Annahme um Libero Koslowsky stand gehörig unter Druck und so konnten die Enard-Schützlinge immer wieder aus der Abwehr punkten (8:4). Le Goff überraschte den Gegner zwischenzeitlich mit Sprungaufschlägen und war auch im Block die gewohnte Naturgewalt. Krachend stoppte er Nationalspieler Baxpöhler und zwang Hübner zur Auszeit (14:8). Mit der lautstarken Unterstützung aus der Berliner Fan-Ecke brannte im ersten Durchgang nichts mehr an (22:16). Le Goff donnerte den Ball zum Satzgewinn auf den Hallenboden (25:18).

Die „LüneHünen“ waren spätestens im zweiten Satz voll in ihrer Ausweich-Arena angekommen und lieferten dem Deutschen Meister einen harten Kampf. Wieselflink organisierte aber Rossard weiter die Berliner Defensive (8:8). Die BR Volleys konnten sich auf die Achse Zimmermann-Jendryk und weiterhin listige Aufschläge von Tuia verlassen (11:10, 15:14). White löste in dieser Phase seine schwierigen Aufgaben im Angriff und bereitete mit druckvollem Aufschlag den Weg für Tuias spektakulären Breakpunkt (20:18). Diesen kleinen Vorsprung münzte abschließend wieder Le Goff in die 2:0-Satzführung um (25:22).

Berlins Volleyballteam Nr. 1 blieb auch im dritten Satz die im Aufschlag überlegene Mannschaft. Tuia trieb das Spiel seiner Mannen immer wieder an, dazu zeigte sich White in der Annahme äußerst stabil. Le Goff punktete nun auch direkt mit dem Service (9:6). Dies wusste Schlien allerdings zu kontern und überraschte die BR Volleys ebenfalls mit seinen Sprungaufschlägen (12:13). Hin und her wog dieses Pokal-Halbfinale, wobei Zimmermann & Co eigentlich aussichtsreich vorn lagen (18:15, 23:22). Nach einem Abstimmungsfehler zwischen White und Rossard konnte aber letztlich die SVG den Satzrückstand verkürzen (24:26).

Nun wurde es in der stimmungsvollen Hamburger Arena schwer für die Gäste. Patch kassierte zwei Blocks gegen sich (5:8), sodass Kyle Russell für ihn ins Match kam. Jeder Punkt wurde vom Heimpublikum förmlich herbeigeschrien (9:13, 10:16). Der Satzausgleich war so nur eine Frage der Zeit und folgte nach knapp zwei Stunden Spielzeit (19:25). Ein dramatischer Tiebreak brachte also die Entscheidung und in dem knüpften die BR Volleys zunächst an ihre Tugenden Aufschlagdruck sowie Blockstärke an und lagen wieder aussichtsreich vorn (5:3, 10:7). Jendryks Block ließ aufatmen (12:9), aber Lüneburg kam wieder zurück (12:12). Schlien durchkreuzte den Weg der Berliner nach Mannheim und erwischte Rossard in der Annahme gleich zweimal spielentscheidend (13:15).

Zuspieler Jan Zimmermann haderte zurecht mit den hergeschenkten Führungen: „Wir haben lange vieles richtig gemacht, doch irgendwann ließ der Druck im Aufschlag Schritt für Schritt nach und die Lüneburger kamen in einen Flow. Dann geht beim Gegner plötzlich alles und sie spielen wie im Rausch. Bei 12:9 im Tiebreak treffen wir ein paar falsche Entscheidungen und die letzten beiden Aufschläge von Schlien stehen dann sinnbildlich für das Match.“ Das einzig Positive: Viel Zeit, über diesen „weiteren herben Rückschlag“, wie Zimmermann ihn nennt, nachzudenken, bleibt den BR Volleys nicht. Schon am Samstag (15. Dez um 19.00 Uhr) muss man bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW bestehen und hofft weiterhin auf die Fan-Treue der BR Volleys Anhänger.

Christof Bernier