Als Tabellenführer in die WM-Pause: Füchse schlagen Leipzig 28:22

Abschluss und Neuanfang in einem Spiel. Die Partie der Füchse gegen den SC DHfK Leipzig war das letzte Spiel des Jahres für die Berliner Handballer und gleichzeitig der Beginn der Rückrunde in der Handball-Bundesliga. Die regionalen Duelle, ob gegen Magdeburg oder Leipzig, sind immer von gewisser Brisanz. Das wurde auch im Spiel gegen Tabellen-Zehnten Leipzig deutlich. Die Gäste aus Sachsen versuchten, dem Tempo und Druck des Füchse-Spiels mit robuster Deckung zu begegnen. Da-bei übertrieben es die Gäste jedoch teilweise mit dem körperlichen Einsatz. Bereits nach 22 Minuten (!!) waren sie um zwei Spieler dezimiert. Der schwedische Nationalspieler Oskar Sunnefeldt hatte nach einer Attacke gegen Matthias Gidsel direkt ROT gesehen, Ex-Fuchs Simon Ernst kassierte drei Zeitstrafen und musste danach eben-falls von der Platte. Damit waren zwei Säulen der Leipziger Abwehr eliminiert.

Die Füchse zogen daraus Nutzen. Nach fokussiertem Beginn bauten sie ihre Führung kontinuierlich aus und lagen nach 20 Minuten zum ersten Mal mit vier Toren in Front (10:6). Hätten die Gastgeber nicht die eine oder andere Möglichkeit vergeben, wäre ein noch größerer Vorsprung durchaus drin gewesen. Zumal Viktor Kireew im Tor mit vielen Paraden den Gästen den Nerv zog und Stammkeeper Dejan Milosavljev glänzend vertrat. So ging es mit einem 14:9 in die Kabine.

Der Spielverlauf änderte sich nach der Pause nicht. Die Abwehr der Berliner stand sicher. Im Angriff waren Matthias Gidsel, Hans Lindberg, Max Darj und Fabian Wiede ihre Tore, sodass der Sieg gegen die eifrigen, aber leistungsmäßig doch limitierten Gäste nie in Gefahr geriet. Mit 28:22 fiel der Erfolg am Ende deutlich aus. Allerdings war es – abgesehen von der Niederlage in Minden (27:32/10. Spieltag) – die geringste Torausbeute der Füchse in einem Bundesliga-Spiel in dieser Saison.

Zum ersten Mal „überwintern“ die Berliner als Tabellen-Erster in der deutschen Eliteliga. Das nächste Heimspiel steht für die Berliner nach der WM an, Mitte Februar gegen die HSG Wetzlar.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 2, Darj 3, Holm1, Lichtlein 2, Lindberg 10/6, Gidsel 6, Jacobs 1, Vujovic 1, Drux 2

Herbert Schalling

Weihnachtsgeschenk für die Fans – Kantersieg gegen Bietigheim

Erneut gaben die Bietigheim Steelers ihre Visitenkarte in der MB-Arena ab. Die erste Auflage verloren die Eisbären im Oktober mit 2:4. Am Tag vor Heiligabend ließen sie nichts anbrennen und bescherten ihren Anhängern ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

Sie zogen auf 3:0 davon und es war alles dabei, ein shorthander, ein Powerplay Treffer und ein Tor in vollständiger Formation. Es war ja auch Wiedergutmachung für den blutleeren Auftritt zuvor in Wolfsburg angesagt. Nach dem 1. Drittel stand es durch die Treffer in der 9. Minute (G. Fiore) und in der 13. Minute (Leo Pföderl) 2:0.

Es lief weiter wie geschmiert. Entspannt konnte die Hartmut Nickel Kurve den Schlachtgesängen frönen. So einen dominanten Auftritt hatten sie in dieser Saison noch nicht hingelegt. Nach dem 2. Drittel stand es 4:0, erneut Fiore und Zachary Boychuk waren erfolgreich.

Foto: © Hans-Peter Becker

Was sollte da noch schiefgehen? Es stand der Tabellenletzte auf dem Eis und mit Verlaub, das war in vielen Aktionen zu erkennen. Ein knapper Sieg hätte wieder für Diskussionen gesorgt. Die Gäste mit ihrem Kapitän, Ex-Eisbär Constantin Braun boten wenig DEL-taugliches Eishockey. Den Schlussabschnitt begannen sie mit einem frischen Goalie. Das Duell der beiden finnischen Torhüter hatte bis dahin Juho Markkanen gegen seinen Landsmann Sami Aittokallio entschieden.

Im Schlussabschnitt hütete Cody Brenner das Tor. Die Spieluhr lief herunter, die Gäste hatten nichts mehr im Tank und in der 54. Minute besorgte Fiore das 5:0. Wie wäre es mit einem Shutout für den jungen finnischen Goalie, selbst das gelang! So schön sangen die Fans, so was hat man lange nicht gesehen.

Was ist dieser klare Sieg wert? Bis zum Jahresende warten auf die Eisbären noch drei schwere Auswärtsaufgaben, in Ingolstadt, Bremerhaven und in Straubing.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 23.12.2022 MB-Arena Berlin

  • Eisbären Berlin – Bietigheim Steelers 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; White, Regin, Pföderl; Veilleux, Zerter-Gossage, Fiore; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Bietigheim Steelers: Aittokallio (ab 41. Spielminute: Brenner) – Braun, Renner; Maione, Schüle; Prommersberger, Atkinson – Keränen, Berger, Naud; Jasper, Stretch, Lepaus; Zientek, Weiß, Preibisch; Lindner, Kneisler, Kuqi – Trainer: Pekka Kangasalusta

Tore

  • 1:0 – 08:51 – Fiore (Mauer) –SH1
  • 2:0 – 12:21 – Pföderl (Noebels, Boychuk) – PP1
  • 3:0 – 23:24 – Fiore (Mik, Melchiori) – EQ
  • 4:0 – 28:32 – Boychuk (Clark, Nowak) – EQ
  • 5:0 – 53:50 – Fiore (Veilleux) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 6 (4, 0, 2) Minuten
  • Bietigheim Steelers: 4 (2, 0, 2) Minuten

Schiedsrichter

  • Martin Frano, Sean MacFarlane (Nikolaj Ponomarjow, Tobias Treitl)

Zuschauer

  • 10.230

Alle Jahre wieder

Das Jahr 2022 ist dabei, sich zu verabschieden. Das letzte Türchen des Adventskalenders wird bald geöffnet werden und die Weihnachtsruhe kehrt ein. Hinter unserer Redaktion liegt ein ereignisreiches Sportjahr. Wir haben für unsere Leser berichtet und kommentiert, wobei das Sportgeschehen in Berlin im Vordergrund stand. Im kommenden Jahr werden wir selbstverständlich wieder auf den Sportplätzen und -hallen unterwegs sein, um möglichst authentisch berichten zu können.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit den Berliner Vereinen, hoffen, dass es so bleibt. Für unsere Eigenberichterstattung ist es uns sehr wichtig, eigene Korrespondenten vor Ort zu haben.

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünschen wir unseren Lesern und Partnern ein paar besinnliche Tage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen und vor allem bleiben sie gesund. Dazu ein Tipp vom Chefredakteur: Selber Sport treiben hilft dabei ! Es ist ja wieder die Zeit der guten Vorsätze.

Foto: © Hans-Peter Becker

Christian Zschiedrich
Chefredakteur

Hans-Peter Becker
Redakteur

BR Volleys fahren nach Mannheim!

Durch das Tollhaus ins Endspiel: Die BR Volleys stehen zum insgesamt elften Mal im großen DVV-Pokalfinale. Vor 2.725 Zuschauern in der ausverkauften Volksbank-Arena Hildesheim mussten die Berliner nach verlorenem Auftaktsatz eine Energieleistung aufs Parkett bringen, um sich die Chance auf den sechsten Pokalsieg zu erspielen. Angeführt von Topscorer Marek Sotola (30 Punkte) konnten sich die Hauptstädter letztlich mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:21, 25:15) bei den Helios Grizzlys Giesen durchsetzen und treffen nun in der Neuauflage des Finals von 2020 am 26. Februar 2023 auf die SWD powervolleys Düren.

Für dieses wichtige und letzte Spiel des Jahres setzte Cedric Enard auf der Libero-Position wieder auf Satoshi Tsuiki und wechselte nach der 2:3-Bundesliga-Niederlage in Friedrichshafen auch im Mittelblock. Nehemiah Mote und Anton Brehme erhielten den Vorzug. Zu diesem Halbfinale war auch die Video-Challenge im Einsatz und die schlug zuerst zweimal zugunsten der Berliner aus. Dennoch waren es die Grizzlys, denen dank der Blocks der Nationalspieler Günthör und Baxpöhler die Anfangsphase gehörte (6:8). Nach zwei weiteren Breaks des Heimteams griff Enard zur Auszeit (11:14) und die Hauptstädter schafften mit Kapitän Ruben Schott am Service zunächst den Ausgleich (18:18). In Person von Colito und seinem druckvollen Aufschlag folgte dann aber die Entscheidung in Satz eins (18:23). Nach Marek Sotolas Angriff ins Aus jubelte das Hildesheimer Tollhaus (21:25).

Timothée Carle, der im Auftaktdurchgang nicht gut im Spiel war, meldete sich mit drei Assen in Folge in Satz zwei zurück (9:5). Von diesem Vorsprung konnten die Berliner zehren und ihre Block-Abwehr wurde stärker und stärker (17:13). Als Carle das nächste Mal zum Service durfte, servierte der Franzose ein weiteres Ass und nach einer Stunde stand es verdient 1:1 nach Sätzen (25:20). Noch fehlte die Leichtigkeit, aber immerhin war Sotola im Angriff absolut verlässlich (6:5). Der Tscheche punktete ebenfalls mit dem Service (13:9) und auch die Annahme der BR Volleys hatte sich stabilisiert. Dazu waren die Männer in den schwarzen Auswärtstrikots nun auch im Aufschlag überlegen (17:13, 24:19). Carle belohnte sich und sein Team für die Leistungssteigerung mit der 2:1-Satzführung (25:21). Damit hatten die Berliner den Grizzlys die Zähne gezogen. Sotola tat es Carle gleich und servierte im vierten Satz drei Asse in Folge (8:4).  Die Lösungen im Angriff stimmten auch in schwierigen Situationen und so ließ man Giesen nicht mehr an einer Rückkehr ins Match schnuppern (15:10, 20:13). Mit dem insgesamt 14. Ass beendete Antti Ronkainen das Spiel standesgemäß und machte den elften Finaleinzug der BR Volleys perfekt (25:15).

Im Parallelspiel setzten sich zuvor die SWD powervolleys Düren gegen den VfB Friedrichshafen mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:22) durch. Damit ist der Titelverteidiger aus dem Wettbewerb ausgeschieden und wie schon bei ihrer letzten Finalteilnahme 2020 treffen die BR Volleys auf die Rheinländer. Es ist alles angerichtet für ein Volleyball-Spektakel der Extraklasse, bei dem neben dem Finale der Männer auch der SC Potsdam und der SSC Palmberg Schwerin bei den Frauen aufeinandertreffen. Die BR Volleys hoffen auf eine große Fanunterstützung und wollen schon in Kürze Infos zu Tickets und Fanreise nach Mannheim bekanntgeben.

Stimmen zum Spiel
Ruben Schott: „Wir sind einfach glücklich, dass wir es in diesem Jahr wieder gepackt haben. Wir waren im Pokal schon so oft verflucht und deshalb ist dieser Finaleinzug etwas Besonderes. Der knappe Sieg zuhause gegen Lüneburg im Viertelfinale hat uns auch für dieses Spiel das Selbstvertrauen gegeben. Wir haben nach dem Satzrückstand nicht an uns gezweifelt, weil uns vorher bewusst war, dass es hier nicht einfach werden würde. Darauf waren wir eingestellt. Umso mehr freuen wir uns über das Ticket für Mannheim!“  

Cedric Enard: „Das war ein wirklich schwieriges und zugleich würdiges Pokalhalbfinale vor dieser Kulisse. Ich kann sagen: Wir haben es geliebt, hier heute spielen zu dürfen. Giesen hat nach dem Bounce House Cup das nächste Topevent auf die Beine gestellt. Sie waren davon euphorisiert und haben klasse begonnen. Aber meine Mannschaft konnte sich wehren und hat sich so das Endspiel auf der ganz großen Bühne absolut verdient.“

Johannes Tille: „Ich war zweimal so knapp davor und freue mich jetzt einfach unheimlich, dass wir es jetzt geschafft haben. Dieser erste verlorene Satz hat genau die Wut entfacht, die wir gebraucht haben. Unser hervorragender Aufschlag war dann der Schlüssel. Mannheim wird großartig und wir hoffen, dass ganz viele Fans mit uns die Reise antreten.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Cody Kessel, Arash Dosanjh

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Justus Stegemann

Eisbären holen Dreier in Augsburg

Na endlich, das werden sich die Anhänger der Eisbären am vierten Adventssonntag gesagt haben. In Augsburg wurde endlich der langersehnte Dreier geholt. Im Kellerduell, 14zehnter gegen 13zehnter setzten sich die Eisbären knapp mit 3:2 durch und tauschten den Abstiegsplatz mit den Augsburgern.

Es war eine hart umkämpfte Partie. Die Eisbären gingen durch Kevin Clark in der zweiten Spielminute in Führung. Die Gastgeber im Curt-Frenzel-Stadion drehten die Partie noch im Anfangsdrittel.

Im Mittelabschnitt dominierten die Eisbären, glichen aus und gingen wieder in Führung. Diesmal wurde der knappe Vorsprung bis zur 60. Spielminute verteidigt. Die Eisbären zogen deutlich zu viel Strafen, die glücklicherweise nicht bestraft wurden. Eisbären Goalie Markkanen steigerte sich und konnte im Schlussabschnitt seinen Kasten rein halten.

Am Tag vor dem Spiel war die Mannschaft geschlossen in der East-Side Mall zu einer Autogrammstunde angetreten. Das gute Zureden scheint geholfen zu haben. Im zu Ende gehenden Kalenderjahr haben die Eisbären nur noch ein Heimspiel, am Tag vor Heiligabend, empfangen sie das Schlusslicht Bietigheim, zuvor am 21. Dezember muss in Wolfsburg gespielt werden. Mal sehen, ob eine kleine Serie gelingt?

Hans-Peter Becker

DEL 32. Spieltag

18.12.2022 19:00 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther – EHC Eisbären Berlin 2:3 (2:1/0:2/0:0)

Zuschauer 5.050

Torfolge

0:1 – 01:12 – Clark (Noebels) – EQ

1:1 – 04:28 – Kuffner (Sacher, Wannström) – EQ

2:1 – 08:41 – Lamb (Barinka, LeBlanc) – PP1

2:2 – 20:32 – Whithe (Pföderl, Grenier) – EQ

2:3 – Boychuk (Noebels, Clark) – EQ

Zum Jahresabschluss will Spandau sich selbst beschenken

Den ersten Teil der aktuellen Wasserballsaison haben die Wasserfreunde Spandau 04 mit Bravour bewältigt. Am vergangenen Samstag bestätigten die Berliner in eigener Halle den eine Woche zuvor in Hannover erzielten Supercup-Gewinn souverän mit dem identischen 12:9-Resultat. Somit haben die Berliner die Bundesliga-Hinrunde ohne Punktverlust als Spitzenreiter beendet.

Bis auf nur eine Ausnahme – der Champions League-Heimauftakt am 16. November (5:16) gegen VK Novi Beograd, bei dem 04 pandemiegeschädigt die halbe Mannschaft ersetzen musste – sind die Wasserfreunde national und auch international (2 Remis auswärts in der CL) ungeschlagen.

Spandau möchte sich beim letzten Spiel des Jahres gegen den französischen Meister CN Marseille nun selbst beschenken. Im Achter-Tabellenbild der Gruppe B mit einer klaren Zweiteilung nach drei Spieltagen ist Spandau hinter Brescia (9 Punkte), Novi Beograd (7 Punkte), FTC Budapest (6 Punkte) und Jug Dubrovnik (4 Punkte) gemeinsam mit OSC Budapest mit je zwei Zählern Fünfter, dahinter folgen am Tabellenende Marseille und Astralpool Sabadell als Schlusslichter mit je einem Pünktchen.

Die Franzosen, besetzt mit vielen aktuellen Nationalspielern der mit Blick auf Olympia 2024 zur kontinentalen und Weltspitze aufstrebenden Tricolore sowie einigen Balkan-Topakteuren, sind gleichwohl aufgrund des Rankings keinesfalls zu unterschätzen. Sie werden ihren Tabellenplatz möglichst schnell korrigieren wollen. In der Vorsaison-CL-Hauptrunde haben die Berliner beide Begegnungen gegen Marseille mit 7:13/H und 7:12 verloren. Die bisherigen drei Resultate der Franzosen im laufenden Wettbewerb belegen zum einen zwar, dass Marseille durchaus schlagbar ist, aber auch das starke Potenzial des Teams.

Das Heim-10:10 von Marseille gegen OSC Budapest und die 8:9- sowie 9:14-Niederlagen gegen FTC Budapest und Jug Dubrovnik lassen erkennen, dass sich am Mittwoch mit CN und Spandau zwei Teams auf Augenhöhe treffen. „Wir haben zuletzt in unseren Spielen unsere Möglichkeiten mit Variabilität und Einsatz umgesetzt, ohne dabei schon alle Chancen auszuloten. Dies immer weiter und konsequenter zu tun und peu à peu besser zu werden, wird auch diesmal und im kommenden Jahr unser Ziel sein. Wir sind dabei auf gutem Wege.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreune Spandau 04

Champions League 2022 / 2023

21. Dezember 2022

CN Marseille – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:00 Uhr – Schwimmhalle Pierre Garsau, Marseille, Frankreich

Nachtrag: Wasserball-Bundesliga Spiel 7

17. Dezember 2022

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

12:9 (5:3,4:3,3:2,0:1)

Tore WS 04: Dmitri Kholod 5, Marin Restovic, Marek Tkac, (je 2), Mateo Cuk, Andrei Prioteasa, Alex Sekulic, (je 1)

Gute Abwehr reicht für den BBSC nicht aus

DSHS Snowtrex Köln – BBSC Berlin 3:0 (18, 20, 10)

Ein unerquickliches Ende eines Sonntagausflugs nach Köln musste der BBSC beim Ligavergleich mit dem Verein der Deutschen Sporthochschule, beim FC Junkersdorf 1946 konstatieren. Das Team des früheren Co-Trainers der Nationalmannschaft Jimmy Czimek dominierte vor allem in den Angriffsleistungen gegen die Berlinerinnen.

Die Gastmannschaft musste auch heute auf kranke und verletzte Athletinnen verzichten: Sowohl Kapitänin Katharina Kummer wie auch Marie Dreblow, Antonia Lutz und Leona Klamke standen nicht zur Verfügung. Die beiden Teams lieferten sich in der Abwehrarbeit einen heißen Kampf und brachten das Publikum in der Kölner Hochschulsporthalle so manches Mal zum Raunen („Großartige Abwehr, fast schon artistisch, und dann noch den Ball super kontrolliert!“). Doch waren die Kölner meist diejenigen, die ihre Angriffe nach den langen Ballwechseln auch erfolgreich zum Abschluss brachten. So sehr sich der BBSC auch streckte und kämpfte – immer wieder wurden die eigenen Angriffsbälle pariert und irgendwann im Gegenzug vom Gegner vollstreckt. So holte sich Köln verdient den Sieg, während die Berlinerinnen ohne Punkte auf die lange Heimreise mussten.

Berlins Trainer Jens Tietböhl war natürlich nicht zufrieden nach dem Punktverlust, bewertete aber das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen 1. Halbserie sehr positiv. Immerhin steht die Mannschaft aktuell auf dem 3. Tabellenplatz. „Für die 2. Halbserie wünsche ich mir Stabilität in allen Elementen und variablere und mehr angepasste Angriffe. Wir wollen endlich in die Situation kommen, in unseren Angriffen die Bälle mehr auf den Boden zu zwingen.“

Die MVP Medaille für die Gastmannschaft ging an Libera Annika Kummer, die bereits ihre 5. Medaille in der Saison einsammelte.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Eisbären warten weiter auf den nächsten Heim-Dreier

Trotz allem Bemühen, am Ende standen sie mit leeren Händen da. Es gelingt einfach nichts. Der letzte Heim-Dreier datiert vom 4. November 2022, ein 4:3 gegen Bremerhaven. Es waren noch nicht ganz zwei Minuten gespielt, da liefen die Eisbären wieder einem Rückstand hinterher. Sie kämpften sich wieder heran und boten den 9.879 Zuschauern am Freitagabend eine solide Leistung an. Innerhalb von fünf Minuten drehten sie das Spiel und gingen mit einer 2:1 Führung in die erste Pause.

Es folgte der fast schon obligate Einbruch, zu viele Fehler, trotz null Strafminuten im Mittelabschnitt, die Gäste holten sich die Führung zurück. Mit dem 2:3 Rückstand ging es in die letzte Drittelpause. Den Willen kann den Eisbären nicht abgesprochen werden. Woran liegt es denn? Die Antwort auf diese Frage haben die Eisbären immer noch nicht gefunden. Der amtierende Meister steht auf einem möglichen Abstiegsplatz.

Die Gäste machten in der Schlussminute alles klar und trafen zum 4:2 Sieg. Am vierten Adventssonntag müssen die Eisbären zum Kellerduell in Augsburg antreten.

Hans-Peter Becker

Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 2:4 (2:1, 0:2, 0:1)

  • 0:1 – 01:13 – Hungerecker (Tylor Spink, Tyson Spink) –EQ
  • 1:1 – 05:13 – Pföderl (Zerter-Gossage, Melchiori) – EQ
  • 2:1 – 10:32 – Clark (F. Hördler, Noebels) – PP1
  • 2:2 – 30:08 – Tylor Spink (Hungerecker, Olimb) – EQ
  • 2:3 – 39:30 – Indrasis (Huss, Karachun) – EQ
  • 2:4 – 59:19 – Tyson Spink (Tylor Spink, Karachun) – EN

Gipfeltreffen im deutschen Wasserball

Im Leistungsvergleich der Bundesligaführung zeigen sich die Spandauer im Vorteil. In ihren bisherigen nationalen Partien der Saison wirkte Spandau höchst souverän, wogegen Waspo einige Schwankungen aufwies und daheim gegen den ASC Duisburg sogar verlor.

Das erste Aufeinandertreffen des Spieljahres der beiden personell weitgehend neu formierten Teams von Waspo und Spandau vor Wochenfrist im Supercup endete mit 12:9 für die Berliner.

In der Wochenmitte mussten beide Teams in der Champions-League-Hauptrunde antreten. Spandau konnte auswärts bei OSC Budapest mit 9:9 (6:4) einen Punkt mit nach Hause nehmen. Hannovers 5:20 (4:13) bei CN Barceloneta dagegen offenbarte eine Reihe von Defiziten.

Spandaus Budapest-Trip fehlte nach fast durchgängiger Führung im Match nur das Happy End eines Sieges. Erst 29 Sekunden vor Schluss glichen die Ungarn glücklich aus. Bester Schütze der Berliner war Dmitri Kholod, der gleich fünfmal traf.

Nach drei von 14 Spieltagen stehen die Wasserfreunde mit zwei Punkten gleichauf mit OSC Budapest auf Rang 5, Vierter ist Jug Dubrovnik mit vier Zählern (drei werden pro Sieg vergeben). Trotz eines bislang ausgebliebenen Sieges ist damit im Kampf um einen der vier Gruppenplätze zum Einzug ins CL-Final 8 im Juni in Belgrad damit noch alles offen für Spandau. Bei OSC zeigten sich die Berliner in vielen Spielkomponenten stark, variabel und kreativ. Auf jeden Fall dürfte das internationale Auftreten der Wasserfreunde eine mentale Auswirkung auf das Selbstbewusstsein im nationalen Spielbetrieb haben.

Hannover wird um eine Wiedergutmachung für die Ergebnisse im Supercup und in der Champions League bemüht sein, aber Spandau kann zurecht mit breiter Brust antreten.

Es bedarf allerdings von Berliner Seite höchster Konzentration für dieses Spiel. Waspo hat ein starkes Team, welches sich nach der Neuformierung noch in einer Entwicklungsphase befindet. Sie können sicher besser spielen als die aktuellen Ergebnisse widerspiegeln. Man darf gespannt sein, wie das Duell verläuft.

Peter Röhle

Wasserball Bundesliga

2022/2023

Gruppe A, 7. Spieltag

17. Dezember 2022

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sport- u. Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Knappe Füchse-Niederlage gegen SC Magdeburg – 31:32

Vor Spitzenspielen wird gern in die psychologische Trickkiste gegriffen, um die eigene Mannschaft und das Publikum richtig „heiß“ zu machen. Die Füchse setzten vor der Partie in der mit 9000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle gegen den SC Magdeburg auf Matthias Gidsel als „Medium“. Zum ersten Mal nach zweimonatiger Verletzungspause und früher als erwartet stand der Däne wieder im Aufgebot. Dazu wurde seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2028 verkündet. Der Wirbel um Gidsel schien die Gastgeber tatsächlich zu pushen. Zunächst noch ohne ihn – Gidsel kam nach 20 Minuten – starteten die Füchse konzentriert und behaupteten bis zur 14. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung. „In dieser Phase haben wir verpasst, auf drei Tore davonzuziehen“, analysierte Füchse-Coach Jaron Siewert im Anschluss. Die Magdeburger standen fortan in der Abwehr sicherer und bewiesen im Angriff zunehmend ihre Klasse. Nach ausgeglichenem Verlauf gelangen den Gästen in den fünf Minuten vor der Pause wichtige Treffer zur 15:13-Halbzeit-Führung.

Vor allem das isländische Rückraum-Duo Kristjansson und Magnusson bereitete den Berlinern große Probleme. Mit ihren insgesamt 16 Treffern waren sie für die Hälfte der Magdeburger Tore verantwortlich und sorgten gemeinsam mit agilen Saugstrup am Kreis (ebenfalls sechs Tore) dafür, dass die Führung der Gäste zeitweise auf vier Tore anwuchs. Den Füchsen fehlte es in dieser Phase nicht an Leidenschaft und Willen, jedoch waren die Probleme in der Abwehr nicht zu kaschieren. Auch im Tor erreichten Milosavljew und zeitweise Kireew nicht das Niveau ihres Gegenübers Nikola Portner. In der Summe zu viel, um im Spitzenspiel gegen den Deutschen Meister erfolgreich zu sein.

Bis zum Schluss imponierten die Füchse jedoch mit ihrem Kampfgeist. In der 55. Minute noch mit vier Toren zurück, gelang Kapitän Paul Drux in der 60. Minute das 31:32. In den restlichen Sekunden brachten die Magdeburger den Vorsprung clever über die Runden. Durch den Sieg des THW Kiel gegen die MT Melsungen mussten die Berliner die Tabellenführung an den deutschen Rekordmeister abgeben. Die nächste Herausforderung in der Bundesliga wartet am kommenden Sonntag, 18. Dezember in Gummersbach auf die Füchse.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 3, Holm 6, Andersson 7, Lindberg 6, Gidsel 3, Vujovic 1, Marsenic 4, Drux

Herbert Schalling