Weihnachtsgeschenk für die Fans – Kantersieg gegen Bietigheim

Erneut gaben die Bietigheim Steelers ihre Visitenkarte in der MB-Arena ab. Die erste Auflage verloren die Eisbären im Oktober mit 2:4. Am Tag vor Heiligabend ließen sie nichts anbrennen und bescherten ihren Anhängern ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

Sie zogen auf 3:0 davon und es war alles dabei, ein shorthander, ein Powerplay Treffer und ein Tor in vollständiger Formation. Es war ja auch Wiedergutmachung für den blutleeren Auftritt zuvor in Wolfsburg angesagt. Nach dem 1. Drittel stand es durch die Treffer in der 9. Minute (G. Fiore) und in der 13. Minute (Leo Pföderl) 2:0.

Es lief weiter wie geschmiert. Entspannt konnte die Hartmut Nickel Kurve den Schlachtgesängen frönen. So einen dominanten Auftritt hatten sie in dieser Saison noch nicht hingelegt. Nach dem 2. Drittel stand es 4:0, erneut Fiore und Zachary Boychuk waren erfolgreich.

Foto: © Hans-Peter Becker

Was sollte da noch schiefgehen? Es stand der Tabellenletzte auf dem Eis und mit Verlaub, das war in vielen Aktionen zu erkennen. Ein knapper Sieg hätte wieder für Diskussionen gesorgt. Die Gäste mit ihrem Kapitän, Ex-Eisbär Constantin Braun boten wenig DEL-taugliches Eishockey. Den Schlussabschnitt begannen sie mit einem frischen Goalie. Das Duell der beiden finnischen Torhüter hatte bis dahin Juho Markkanen gegen seinen Landsmann Sami Aittokallio entschieden.

Im Schlussabschnitt hütete Cody Brenner das Tor. Die Spieluhr lief herunter, die Gäste hatten nichts mehr im Tank und in der 54. Minute besorgte Fiore das 5:0. Wie wäre es mit einem Shutout für den jungen finnischen Goalie, selbst das gelang! So schön sangen die Fans, so was hat man lange nicht gesehen.

Was ist dieser klare Sieg wert? Bis zum Jahresende warten auf die Eisbären noch drei schwere Auswärtsaufgaben, in Ingolstadt, Bremerhaven und in Straubing.

Hans-Peter Becker

DEL 34. Spieltag 23.12.2022 MB-Arena Berlin

  • Eisbären Berlin – Bietigheim Steelers 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Aufstellungen

  • Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak – Noebels, Boychuk (A), Clark; White, Regin, Pföderl; Veilleux, Zerter-Gossage, Fiore; Heim, Mauer, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin
  • Bietigheim Steelers: Aittokallio (ab 41. Spielminute: Brenner) – Braun, Renner; Maione, Schüle; Prommersberger, Atkinson – Keränen, Berger, Naud; Jasper, Stretch, Lepaus; Zientek, Weiß, Preibisch; Lindner, Kneisler, Kuqi – Trainer: Pekka Kangasalusta

Tore

  • 1:0 – 08:51 – Fiore (Mauer) –SH1
  • 2:0 – 12:21 – Pföderl (Noebels, Boychuk) – PP1
  • 3:0 – 23:24 – Fiore (Mik, Melchiori) – EQ
  • 4:0 – 28:32 – Boychuk (Clark, Nowak) – EQ
  • 5:0 – 53:50 – Fiore (Veilleux) – EQ

Strafen

  • Eisbären Berlin: 6 (4, 0, 2) Minuten
  • Bietigheim Steelers: 4 (2, 0, 2) Minuten

Schiedsrichter

  • Martin Frano, Sean MacFarlane (Nikolaj Ponomarjow, Tobias Treitl)

Zuschauer

  • 10.230

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