Erste Neuzugänge bei den Eisernen

Verstärkung für die Defensive: Tymoteusz Puchacz wechselt nach Köpenick​

Der 1. FC Union Berlin verstärkt sich auf der Linksverteidigerposition mit Tymoteusz Puchacz. Der 22-Jährige wechselt vom polnischen Erstligisten KKS Lech Poznań nach Berlin-Köpenick und wird soll dort auf der linken defensiven Außenbahn zum Einsatz kommen.

Im Sommer 2013 schloss sich Puchacz der Nachwuchsabteilung von Lech Poznań an, fünfeinhalb Jahre später wechselte der 180 cm große Außenverteidiger auf Leihbasis für acht Monate zu Zagłębie Sosnowiec. Statt nach Poznań zurückzukehren schloss sich Tymoteusz Puchacz per Leihgeschäft GKS Katowice an, ein Jahr später kehrte er zu Lech Poznań zurück und entwickelte sich zur Stammkraft in seiner Mannschaft. Neben 74 Pflichtspielen in Polens höchster Spielklasse und dem polnischen Pokal, kam der Linksfuß auch international zum Einsatz. Sowohl in den polnischen U-Nationalmannschaften, als auch in der Europa League (sechs Spiele, drei Vorlagen) sammelte Tymoteusz Puchacz wertvolle Erfahrungen. Nach der Bekanntgabe des polnischen EM-Kaders am gestrigen Montag (17.05.) ist nun auch klar: Tymoteusz Puchacz wird sein Heimatland im Sommer bei der Fußball-Europameisterschaft vertreten.

„Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt, dort zu spielen ist eine Freude und Ehre. Ich bin sehr glücklich, dass ich in der neuen Saison dort zeigen kann, was ich kann. Ich freue mich auf meine neuen Mannschaftskameraden und darauf, mit Urs Fischer und seinem Team zusammenarbeiten zu können. Und natürlich kann ich es kaum erwarten, die besondere Atmosphäre in der berühmten Alten Försterei live zu erleben, wenn hoffentlich bald wieder möglichst viele Zuschauer ins Stadion kommen dürfen“, kommentierte Tymoteusz Puchacz seine Unterschrift.

„Tymoteusz war in den letzten beiden Jahren Stammspieler bei Lech Posen und hat seine Qualitäten auch international bereits unter Beweis gestellt. Mit ihm bekommen wir einen  entwicklungsfähigen Spieler, der unsere Mannschaft in unserem dritten Jahr in der Bundesliga noch besser machen kann. Tymoteusz Puchacz war unsere absolute Wunschlösung für eine Verpflichtung auf dieser Position, deshalb sind wir froh, dass er sich für Union entschieden hat“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball.

Neuzugang aus Mainz: Levin Öztunali wird Unioner​

Der 1. FC Union Berlin verstärkt sich ab der neuen Saison mit Levin Öztunali. Der 25-jährige Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei vom Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 nach Berlin-Köpenick und trägt in Zukunft das Union-Trikot.

Mit dem Fußballspielen begann Levin Öztunali beim TuRa Harksheide, 2004 schloss er sich der Nachwuchsabteilung von Eintracht Norderstedt an. Nur zwei Jahre später entschied sich der gebürtige Hamburger für den Schritt zum Hamburger Sportverein, wo er ebenfalls im Nachwuchs aktiv war. 2013 führte ihn sein Weg zu Bayer Leverkusen, wo der Mittelfeldakteur im Spiel gegen den SC Freiburg sein Bundesligadebüt feierte. Per Leihvereinbarung streifte sich Levin Öztunali in der Saison 2015/16 das Trikot des SV Werder Bremen über, anschließend unterschrieb er einen Arbeitsvertrag beim FSV Mainz 05. Nach Ablauf seines Vertrags bei den Rheinhessen schließt sich der Mittelfeldspieler nun dem 1. FC Union Berlin an. Insgesamt bestritt Levin Öztunali bisher 169 Bundesligaspiele dabei gelangen ihm 12 Treffer und 25 Vorlagen. Außerdem durchlief er sämtliche U-Nationalmannschaften Deutschlands und feierte sowohl mit der U19-, also auch mit der U21-Nationalmannschaft den Europameisterschaftstitel.

„Nach fünf schönen Jahren beim FSV Mainz 05 freue ich mich jetzt auf die neue Herausforderung beim 1. FC Union Berlin. Union hat in den letzten Jahren gezeigt, was man mit harter Arbeit und einem tollen Teamspirit erreichen und wie man Menschen begeistern kann. Ich hoffe, dass schon bald wieder Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei sein können und wir gemeinsam mit den Fans auch in der kommenden Saison den Klassenerhalt sichern können“, so Öztunali nach seiner Unterschrift.

„Levin Öztunali ist im perfekten Fußballeralter und verfügt trotzdem schon über viel Bundesligaerfahrung. Er hat ein tolles Umschaltspiel und wird uns noch variabler in unserer Spielweise machen können. Deshalb freuen wir uns, dass er sofort für einen Wechsel zu Union zu begeistern war und wir ihn ablösefrei verpflichten konnten“, kommentierte Oliver Ruhnert den Vertrag des Neuzugangs.

Quelle: 1. FC Union Berlin

BR Volleys – Ruben Schott ist „zurück zu Hause“

Am 07. Mai 2017 verabschiedete sich Ruben Schott mit einem knallharten Angriff und dem letzten Punkt der Saison, der den BR Volleys damals den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sicherte. Nun, vier Jahre später ist der gebürtige Berliner zurück in seiner Heimatstadt. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt drei Jahre lang in Polen am Netz stand, verstärkt zur Saison 21/22 den Hauptstadtclub. Das verkündete man am Dienstag gemeinsam auf einer Pressekonferenz in der Max-Schmeling-Halle.

Ruben Schott ist das, was man einen waschechten „Berliner Jung“ nennen kann. Nachdem der 1.92 Meter große Angreifer seine Volleyballausbildung im Jahr 2002 beim SV Preußen begann, gelang ihm danach über die Nachwuchsabteilung des SCC sowie den VC Olympia Berlin der Sprung in den Profikader der BR Volleys. Auf Anhieb durfte Schott bereits 2013 ein erstes Mal mitjubeln, als die Berliner den Meistertitel gewannen. 2016 war er ein Mitglied der legendären Triplesieger-Mannschaft, die Meisterschaft, Pokal und Europacup holte. Sein sportlicher Durchbruch folgte spätestens in der Saison 2016/2017 mit starken Leistungen beim Einzug in das Champions League Final Four und auf dem Weg zum eingangs beschriebenen Titelgewinn.

Daher schmerzte es die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs, als das Berliner Eigengewächs anschließend die Chance ergriff und sich den Traum vom Ausland erfüllte. „Ich wollte neue Reize setzen und denke, dass es die richtige Entscheidung war, wenn ich meine Entwicklung seitdem betrachte“, erklärt Schott heute. In seinem ersten Auslandsjahr bei Powervolley Mailand (ITA) kam er unter Bundestrainer Andrea Giani noch nicht vollends zum Zug, verbesserte sein Spiel jedoch auch ohne viel Einsatzzeit. Der nächste große Schritt folgte im Trikot von Trefl Danzig. Mit den Polen brillierte er unter anderem in der CEV Champions League, wo man im Viertelfinale erst im „Golden Set“ an der Sensation gegen Zenit Kasan vorbeischrammte. Zuletzt schlug Ruben Schott weiterhin in der PlusLiga als ligaweit bester Annahmespieler der abgelaufenen Saison bei AZS Olsztyn auf.

Nun war es für Verein und Spieler an der Zeit, die Rückkehr des inzwischen 26-Jährigen voranzutreiben. Die BR Volleys wollten ihren „Berliner Jungen“ zurück und auch Schott hatte Sehnsucht nach seiner Heimat: „Es fühlt sich sehr gut an, zurück zu Hause zu sein. Ich bin bereit, viel Verantwortung zu tragen und eine wichtige Rolle im neuen Team einzunehmen.“ Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Schott mehr als nur einen erstklassigen Volleyballer und ist entsprechend glücklich über die Verpflichtung: „Es ist immer schön, wenn Spieler den Weg zurück zu uns finden. Ruben hat sich in seinen Jahren im Ausland hervorragend entwickelt. Er hat die Fähigkeiten, um ein Leistungsträger der Mannschaft und eine Identifikationsfigur des Vereins zu werden.“

Für zwei Jahre hat Schott unterschrieben, wobei Niroomand ergänzt: „Wenn es nach uns geht, würden wir Ruben noch lange Zeit im BR Volleys Trikot sehen wollen.“ Von den Qualitäten des Rückkehrers ist der 68-jährige Manager nämlich längst vollends überzeugt: „Ruben wird uns noch mehr Stabilität bringen. Er ist technisch unheimlich versiert. Seine große Stärke ist die Annahme, im Angriff findet er clevere Lösungen und auch im Aufschlag hat er einen Sprung gemacht. Ruben ist ein kompletter Spieler.“

Mehr als 80 Länderspiele hat Schott bereits bestritten, weitere werden im Sommer in der Volleyball Nations League (Start 28. Mai) und bei der Europameisterschaft im September hinzukommen. Dann endlich warten der Volleyballtempel und das Berliner Publikum auf ihn – ein sicher emotionaler Moment: „Ich freue mich darauf, viele Bekannte wiederzusehen und vor Freunden und Familie zu spielen. Ich weiß auch, dass ich hier in Berlin als deutscher Nationalspieler wieder mehr im Fokus stehen werde. Das gehört dazu und auch auf diese Herausforderung freue ich mich.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier ©Pressefoto Credit: Michal Hundt

Wasserfreunde machen Finalteilnahme perfekt

Spiel 1

Titelverteidiger Waspo Hannover hatte bereits am Mittwoch beim ASC Duisburg mit 16:11 gewonnen, Vizemeister und Pokalsieger Spandau 04 zog am Freitagabend beim OSC Potsdam mit 14:6 nach. Damit waren die beiden Favoriten nur noch durch nicht zu erwartende Wasserball-Wunder vom Einzug in das fünfte bilaterale Duell in Serie um die Meisterkrone aufzuhalten.

Spandau reichte am Freitag, 14. Mai 2021 in der Schwimmhalle des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen eine Durchschnittsleistung zum souveränen Sieg, mit 7:3 waren zur Halbzeit die Weichen gestellt, dann verwalteten die Hauptstädter den Vorsprung.

Mehrfach-Torschützen für 04 waren Nikola Dedovic (3), Marin Restovic, Yannick Chiru, Marino Cagalj und Dmitri Kholod (alle 2). Auch der langzeitverletzte Kapitän Marko Stamm kam erstmals wieder zum Einsatz und trug einen Treffer zum Endresultat bei. Für Potsdam erzielte Lukas Küppers drei Treffer.

Spiel 2

Nach den klaren Halbfinal-Hinspielsiegen gegen ASC Duisburg und den OSC Potsdam haben Titelverteidiger Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04 am Samstag den Einzug ins Best-of-Five-Endspiel um die 100. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer wie erwartet perfekt gemacht.

Die Finalserie “Best of Five“ beginnt am 19. Mai und endet spätestens am 29. Mai, wenn das Duell über die volle Distanz von fünf Partien geht. Der Final-Vergleich zwischen den Erzrivalen ist der fünfte in Serie. 2018 und 2020 hatte Hannover das Titel-Abo der Berliner (37-mal Meister seit 1979) durchbrochen.

Nach dem Hinspiel in Potsdam, das Spandau souverän mit 14:6 gewonnen hatte, wechselte Trainer Petar Kovacevic im Rückspiel zwei Spieler seines Kaders. Stammkeeper Laszlo Baksa machte Platz für Backup Max Vernet-Schweimer. Er konnte Baksa mit vielen guten Paraden bestens vertreten. Für Marko Stamm wurde Youngster Bence Haferkampf aufgestellt.

Spandau kam nur mit Mühe ins Spiel. Die Potsdamer Gäste waren motiviert und kampfstark, gingen mit 1:0 in Führung und lagen auch zur Halbzeit noch 4:3 vorn. Erst im dritten Spielabschnitt (4:0) zogen die Gastgeber in Front (7:4) und bauten dann die Führung im Schlussviertel noch auf 11:6 aus.

Die Top-Torschützen für Spandau waren Dmitri Kholod (4) und Lukas Gielen (2). Für den OSC waren Tomi Tadin und Reiko Zech zweimal erfolgreich.

Waspo Hannover ließ dem 16:11-Auswärtssieg in Duisburg im Rückspiel in eigener Halle gegen den ASCD ein deutliches 19:5 (12:1) folgen und zog damit ins mit Spannung erwartete Playoff-Finale der beiden besten deutschen Teams ein.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Hertha rettet sich und Union wahrt Chance auf Europa

Es wurden zwei Unentschieden aus Berliner Sicht. In Leverkusen bot der 1. FC Union ein gutes Auswärtsspiel. Es ist bemerkenswert, dass die Fischer-Truppe auch spielerische Fortschritte gemacht hat, bei den technisch starken Leverkusenern phasenweise sogar das Spiel bestimmte. Das Ergebnis von 1:1 lässt weiter auf die Qualifikation für die Europa-Conference-League-Play-offs hoffen. Am letzten Spieltag treffen die Eisernen auf RB Leipzig. Das Team des scheidenden Trainers Julian Nagelsmann muss nicht mehr alles geben, der Vizemeister ist sicher. Der Mitbewerber Gladbach muss in Bremen antreten. Selbst, wenn es nicht mit Europa klappen sollte, sie können hochzufrieden sein an der „Alten Försterei“. In den bisherigen 33 Spielen wurden 47 Punkte geholt. Was am 27. Mai 2019 begann, vor knapp 24 Monaten könnte eine weitere Krönung erfahren.

Beim anderen Berliner Vertreter wurde nach dem Spiel in der Kabine gefeiert. Mit 35 Punkten bleibt man drin. Es war ein 0:0 gegen die abstiegsbedrohten Kölner. Beiden saß die Angst in Nacken. Die Folge war ein unansehnliches Gekicke, selbst für hartgesottene Fans eine Zumutung. Eigentlich ein Glück, dass nur ausgesuchtes Fachpublikum anwesend sein durfte. Seien wir jetzt nicht zu streng. Pal Dardai und sein Team hat es geschafft, trotz Quarantäne und einer alles andere als gut zusammengestellter Mannschaft, die Klasse zu halten. Die Punktevorgabe für eine mögliche Vertragsverlängerung wurde natürlich verfehlt. Mal sehen, wie sich die Verantwortlichen entscheiden werden. Schlecht wäre es nicht, wenn er weitermachen könnte.

Hans-Peter Becker

Victoria steht im Halbfinale des Berliner Pokals

Der zukünftige Drittligist ist mit einem 3:0 Erfolg gegen Tennis Borussia in das Halbfinale des AOK-Pokals eingezogen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es Chancen, den Führungstreffer zu erzielen. Es dauerte bis zur 59. Minute bis Moritz Seiffert die Himmelblauen in Führung brachte. Nur wenig später legte Mattis Daube nach und erhöhte auf 2:0. TeBe steckte nicht auf, zeigte aber sichtlich geschockt. Den Schlusspunkt der Partie setzte Shalva Ogbaidze in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Der Gegner im Halbfinale wird der BFC Dynamo sein. Die Halbfinals werden am 22. Mai ausgetragen, das Finale steigt im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am 29. Mai. Im anderen Halbfinale treffen der BAK und Pokalverteidiger Altglienicke aufeinander. Alles im Moment noch unter Vorbehalt der Entscheidung des Einspruchs des Oberligisten Blau-Weiß 90.

Was den „Finaltag der Amateure“ angeht, so wird neben Thüringen und Bremen, der Landesverband Südwest sein Finale erst später austragen. Hier sollen die Entscheidungen über die Finalteilnahme auf sportlichem Weg ausgetragen werden.

Hans-Peter Becker

Einspruch von Blau-Weiß 90 zum Beendigungsmodus des AOK-Landespokals

Am Freitag, 14.05. gab der BFV untenstehende Pressemitteilung heraus. Wie der Kicker einen Tag später meldete, handelt es sich bei dem Oberligisten um Blau-Weiß 90. Sollte der für den 29. Mai vorgesehen Finaltag der Amateure stattfinden, so steht bereits jetzt fest, dass die Landesverbände Thüringen und Bremen nicht dabei sein werden. Sie brauchen mehr Zeit, um die Finalisten zu ermitteln. Das Berliner Endspiel steht aktuell unter Vorbehalt der Entscheidung des Sportgerichtes.

Ein Oberligist hat Einspruch gegen die Beiratsentscheidung beim Sportgericht eingelegt, den Wettbewerb nur mit den fünf Regionalligisten zu Ende zu spielen. Das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes hat das Präsidium am heutigen Freitag aufgefordert, innerhalb der nächsten sieben Tage eine Stellungnahme einzureichen. In einer Abstimmung des Spielausschusses wurde entschieden, dass angesetzte Viertelfinale am Samstag, dem 15. Mai 2021 (13:30 Uhr) zwischen dem FC Viktoria 1889 Berlin und Tennis Borussia planmäßig stattfinden zulassen (rbb24 überträgt live). Dieses wird darin begründet, dass die Senatsverwaltung für Inneres und Sport den Oberligisten und dem Berliner Fußball-Verband mehrmals schriftlich dargelegt hat, dass die Vereine der Oberliga keine Trainings- und Spielerlaubnis erhalten.

Die vom BFV-Beirat bestätigte Beschlussvorlage sieht vor, dass der seit November 2020 unterbrochene Wettbewerb unter den fünf verbliebenen Regionalligisten BFC Dynamo, Berliner AK 07, VSG Altglienicke, Viktoria Berlin und Tennis Borussia Berlin ausgespielt wird. Alle anderen Vereine sollen für den Verzicht auf die weitere Beteiligung in angemessener Höhe entschädigt werden. Der Spielausschuss des BFV hatte den weiteren Ablauf im AOK-Landespokal mit den 32 im Wettbewerb verbliebenen Klubs zuvor in mehreren Videokonferenzen abgestimmt. In den Gesprächen waren alle beteiligten Vereine zu der mehrheitlichen Übereinkunft gekommen.

Joachim Gaertner, Präsidialmitglied Spielbetrieb im Berliner Fußball-Verband, sagt: „In allen Gesprächen mit den verbleibenden 32 Pokalmannschaften war stets der gemeinsame Nenner, dass Berlin am 29. Mai 2021 am Finaltag der Amateure teilnehmen soll. So sehr ich die persönlichen Interessen des Beschwerdeführers nachvollziehen kann, so fehlt mir gleichzeitig der Blick für das allgemeine Interesse des Berliner Amateurfußballs. Die Senatsverwaltung hat eindeutig festgelegt, dass die Teams unterhalb der Regionalliga keine Trainings- und Spielerlaubnis erhalten. Das kann man kritisieren, die Fakten kann jedoch der Beschwerdeführer nicht ausblenden. Insofern hoffe ich sehr, dass das Sportgericht die Rechtsposition des Spielausschusses bestätigt und der Zeitplan für die vier verbleibenden Pokalspiele nicht infrage gestellt wird.”

Quelle: Berliner Fußballverband

Herthas Rettung

Mann-o -mann, war Herthas Sieg wichtig! Nach dem Schlusspfiff mit der quälend langen Nachspielzeit hatte sich die „Alte Dame“ zwei Matchbälle für direkten Klassenerhalt erspielt. Die Nerven lagen blank, der Schiedsrichter zeigte dem erbosten Dardai Senior die gelbe Karte. Mit seinem spitzbübischen Lächeln kommentierte der Hertha-Trainer anschließend: „Wir haben uns die Meinung gesagt, alles ist gut.“

Das 2:1 erzielte der gebürtige Berliner Jessic Ngankam in der 74. Minute – eingewechselt kurz zuvor. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er für Hertha. Neun Spiele in Folge stand Ngankam nicht im Kader. Dramatisch der Spielverlauf in der Veltins-Arena auf Schalke. Bloß nicht das erste Tor kassieren, sondern selbst die Führung erzielen, war die Devise. Trotz neun, nicht zur Verfügung stehenden Spieler wurde nicht gejammert. Geschwächt schien vor allem die Offensive. Dem Spiel war deutlich anzumerken, es fehlten der Hertha Angriffsspieler.

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Schalke ging  früh, das 1:0 fiel nach sieben Minuten, durch Harrit in Führung und hatte weitere Chancen. Boyata beruhigte die Nerven, sein Kopfball, nach Flanke Plattenhardt, saß. Mit dem 1:1 wurden auch die Seiten gewechselt. Dilrosun ließ eine Möglichkeit in der 44. Minute liegen. Hertha wurde im zweiten Durchgang besser, Radonjic ans Außennetz, Piateks Kopfball parierte Fährmann und Boyata traf den Pfosten. Schließlich wuchtete Ngankam per Linksschuss aus 20 Meter ins Gehäuse. Ein weiteres wichtiges Tor von ihm in dieser Saison, er traf in München zum zwischenzeitlichen Ausgleich, da reichte es nicht ganz für einen Punkt. Diesmal war es der siegbringende Treffer.

Ab der 83. Minute mussten die Gäste aus Berlin in Unterzahl weiter spielen. Der eingewechselte Lukebakio, sah zum zweiten Mal Gelb. Eine nur als dämlich zu bezeichnende Aktion ließ dem Schiedsrichter keine andere Wahl.

Der Fußballgott stand in diesem Match auf Herthas Seite. Mustafi traf nach einem Standard zunächst per Kopf den linken Pfosten und beim Nachschuss scheiterte Raman am Aluminium. Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit. Der Fußballgott stand in diesem Match auf Herthas Seite.

Nach der Quarantäne holte Hertha sieben Punkte aus drei Spielen. 1:1 in Mainz, dem folgte ein 3:0 gegen Freiburg und der Sieg auf Schalke. Ein Unentschieden im letzten Heimspiel gegen die zuletzt mit 1:4 gegen den SC Freiburg untergegangenen Kölner, dann kann auch Hertha, aktuell 34 Punkte rein rechnerisch nicht mehr direkt absteigen und mit einem Sieg wäre auch die Relegation at acta gelegt. Der FC mit Friedhelm Funkel wird nicht mit allzu großem Selbstvertrauen nach Berlin kommen und steht mit dem Rücken zur Wand.

Da lohnt es sich, bis zum Umfallen zu kämpfen, der rettende Hafen ist in Sicht. Der Berliner Junge Jessic Ngankam muss infolge der Stürmerflaute von Anfang an spielen. Krzysztof Piatek zog sich auf Schalke einen Bruch des Sprunggelenks zu, Lukebakio gesperrt, Cunha und Cordoba, die beiden Top-Torschützen, sind weiter verletzt. Mittelstädt und Darida sind ebenfalls angeschlagen. Es wird Abstiegskampf pur werden im Berliner Olympiastadion. Mal sehen, ob sie bereits den ersten Matchball nutzen können?

Christian Zschiedrich

Rune Jarstein verlängert Vertrag

Rune Jarstein wird auch in der kommenden Saison für unseren Hauptstadtclub zwischen den Pfosten stehen. Der 36-Jährige unterschrieb sein neues Arbeitspapier mit einer Gültigkeit bis 2023 bei unserer ‘Alten Dame‘. „Rune ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits. Mit seiner Erfahrung und seinem Stellenwert in der Mannschaft ist er extrem wichtig für uns. Deshalb freuen wir uns, dass er uns erhalten bleibt“, sagte Sportdirektor Arne Friedrich über den inzwischen dienstältesten Herthaner nach Peter Pekarík, der seit über sieben Jahren mit unserer Fahne auf der Brust aufläuft. „Ich habe immer gesagt, dass ich mich bei Hertha BSC und in Berlin total wohl fühle. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie. Ich möchte auch die nächsten Jahre mithelfen, dass Hertha BSC eine erfolgreiche Zukunft hat. Darauf freue ich mich und dafür gebe ich jeden Tag alles“, zeigte sich der Norweger glücklich über die Vertragsverlängerung.

Der Schlussmann bestritt bislang 179 Pflichtspiele für unseren Club. Dabei blieb Norwegens Fußballer des Jahres 2018 in Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup 52 Mal ohne Gegentor. In der laufenden Saison hütete der dreifache Familienvater in acht Ligapartien den Kasten, ehe eine Corona-Infektion das vorzeitige Saisonende bedeutete. Seine lange Profilaufbahn startet die ‚Krake‘, wie ihn unsere Fans liebevoll nennen, in seiner Heimat bei Odds BK. Über den Rosenborg BK, mit dem er 2009 die Meisterschaft gewann, und Viking Stavanger fand Jarstein Anfang 2014 den Weg zu unserem Hauptstadtclub. Für die Auswahl seines Landes kommen 72 Begegnungen hinzu.

Quelle: Hertha BSC

Halbfinale in der Wasserball-Bundesliga – Spandau kontra Potsdam

Der Wasserball-Meister des Jahres 2021 (Männer) wird im Best-of-Five-Finale frühestens am 23. Mai und spätestens am 29. Mai zum 100. Nationalchampion gekürt. Aufgrund der Pandemie wurde der Modus angepasst. Nach den Zwischenrunden der Top-Gruppe stehen mit Spandau 04, Waspo Hannover, ASC Duisburg und OSC Potsdam diesem Ranking entsprechend die Halbfinal-Paarungen fest: 1 gegen 4, 2 gegen 3.

Spandau bekommt es im Hin- und im Rückspiel mit dem Vorsaison-Dritten Potsdam zu tun, der torbessere aus beiden Partien wird im Finale stehen. Als Kontrahent wird der Titelverteidiger Waspo Hannover erwartet. Der zunächst angesetzte Mittwochs-Termin des Berlin-Brandenburger Lokalderbys musste auf Freitag verlegt werden, weil in der Wochenmitte die Potsdamer Halle am Luftschiffhafen nicht zur Verfügung steht. Die zweite Begegnung findet wie vorgesehen am Samstag in Berlin-Schöneberg statt.

Alle seit Mitte April gespielten vier Spiele zwischen den Lokalkontrahenten Berlin und Potsdam, in dem mehrere Spieler auf beiden Seiten in früheren Jahren auch bereits im Team des aktuellen Gegners standen, sind deutlich an die Hauptstädter gegangen: 9:5, 16:4, 15:6 und 19:13. „Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Wir werden uns hüten, die ‚Orcas‘ zu unterschätzen und werden hoch konzentriert und engagiert agieren“, erklärt Trainer Petar Kovacevic.

Potsdam, als DM-Dritter der beiden letzten Jahre als „dritte Kraft“ hinter Hannover und Pokalsieger Spandau etabliert, tritt zwar als klarer Außenseiter an, wird aber bemüht sein, sich nach dem schwachen 5:10 beim Zwischenrunde-Match gegen Duisburg am vergangenen Wochenende zu rehabilitieren.

100. Deutsche Meisterschaft im Wasserball der Männer, Halbfinale

Freitag, 14.05.2021 19:00 Uhr OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielort: Schwimmhalle am Luftschiffhafen, Olympischer Weg 2, 14471 Potsdam

Samstag, 15.05.2021 15:00 Uhr Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wichtiger Sieg auf Schalke

In der Nachspielzeit wäre es fast schiefgegangen und Hertha hätte zwei wertvolle Punkte eingebüßt. Zum Glück wurde nur doppelt das Gehäuse getroffen und der 2:1 Erfolg war eingetütet. Die Ausgangslage hat sich weiter verbessert. Es ist noch nicht vorbei, das Zittern geht weiter. Trainer Pal Dardai sprach von zwei Matchbällen, die seine Mannschaft jetzt hätte.

Hertha musste einen frühen Rückstand hinnehmen, konnte vor der Pause ausgleichen und schließlich das Spiel drehen. Zudem scheint das Rotationsprinzip von Dardai zu funktionieren. Im Vergleich zum vorangegangenen Spiel gegen Bielefeld blieben nur Keeper Schwolow, Tousart und Piatek in der Startformation.

Die Personalsorgen werden dagegen immer größer für die letzten Spiele. Für Cunha ist die Saison beendet, Lukebakio nimmt sich selbst aus dem Spiel, Piatek könnte sich schwerer verletzt haben, die Stürmer werden knapp.