Herthas Blindenfußballer feiern ersten Saisonpunkt

Das lange Warten hat ein Ende: Am dritten Bundesliga-Spieltag belohnten sich die Blindenfußballer von Hertha BSC erstmals für ihren Aufwand mit Punkten – und das fast dreifach. Gegen den FC Schalke 04 trennte sich das Team von Yasin Talay am Samstagmittag, 18.09. mit 1:1-Unentschieden. In der Anfangsphase brachte Fatih Talay unsere Farben nach einem schnell ausgeführten Eckball in Führung. Kurz nach der Pause glichen die ‘Königsblauen‘ in einer umkämpften Partie aus. Ein Pfostenschuss von Edis Veljković stand am Ende dem ersten Saisonsieg im Weg. In vier Wochen wartet auf die Herthaner gegen BSV 1958 Wien (16.10.21, 15:00 Uhr) und den noch ungeschlagenen FC St. Pauli (17.10.21, 12:00 Uhr) ein Doppel-Spieltag in Hamburg.

Während es in der Fußball-Bundesliga „Ha, Ho, He!“ von den Rängen des Olympiastadions schallt, herrscht beim Blindenfußball höchste Konzentration. Denn die Spieler verlassen sich ausschließlich auf ihr Raumgefühl und ihr Gehör. Torhüter, Feldspieler und Guides machen sich durch akustische Signale bemerkbar und in dem Fußball sind Rasseln integriert. Daher sind während der Partien Anfeuerungsrufe der Zuschauerinnen und Zuschauer tabu, damit die Spieler den Ball und die Anweisungen genau hören können. „Blindenfußball ist körperlich eher keine große Herausforderung, sondern psychisch. Man hört die Spieler, den Ball, die Umgebung, manchmal fährt eine Tram am Sportplatz vorbei. Man muss sehr konzentriert sein“, sagt Nasser Alwan. Der 18-Jährige spielt seit sieben Jahren Fußball und seit knapp anderthalb Jahren für Hertha BSC als Feldspieler.

Die Anforderungen beim Blindenfußball sind genauso hart wie in jedem anderen (Profi-)Sport und verlangen neben Konzentration auch Kondition und Schnelligkeit. Diese können sowohl durch Ernährung und Training als auch durch Schlaf und den Biorhythmus beeinflusst werden. Besonders bei völlig blinden Menschen läuft der natürliche Biorhythmus oder auch innere Uhr nicht immer parallel zum 24-Stunden-Tag. Das kann zu Schlafproblemen während der Nacht und extremer Müdigkeit am Tag führen. Eine besondere Herausforderung für Betroffene, denkt man an die Trainings- und Wettkampfzeiten, teilweise am frühen Morgen und/oder am späten Abend. Besonders anspruchsvoll sind Spieltage mit zwei Spielen nacheinander, da durch personelle Engpässe beim zweiten Spiel nur wenige Wechsel möglich sind.

Hertha BSC erhofft sich, dass der Blindenfußball eine noch größere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erfährt und neue Spieler sowie Fans hinzugewonnen werden. Dafür setzt sich auch unser Hauptsponsor VANDA Pharmaceuticals ein. „Wir sind stolz, zwei Top-Partner an unserer Seite zu haben. Das unterstreicht das Interesse an sowie die Relevanz für den Sport und ist eine große Bestätigung für uns“, betont Herthas Blindenfußballer Patrick Küppers (49) zufrieden.

Quelle: Hertha BSC/Markus Jung

Eisbären verlieren gegen Mannheim – die Gunst des Powerplays

Die Creme der Liga stellte sich gleich zu Beginn der Saison bei den Eisbären vor. Zum ersten Heimspiel kam München und nun die Adler aus Mannheim. Im Kader der gab es viel Bewegung, 11 Neue sind integrieren. Bei den Eisbären fiel der Umbruch im Kader mit 6 Neuen nicht ganz so arg aus.

Im 1. Drittel hatten die Eisbären leichte Vorteile, doch die Führung gelang den Gästen. Sie nutzten ein Powerplay, erst 6 Sekunden vor Ablauf und dem einzigen Torschuss gingen sie in der 16. Minute in Führung. Tobias Ancicka im Eisbären-Tor prallte der Puck unglücklich vom Schoner über die Fanghand ins Tor. Den Schuss abgegeben hatte ein Neuzugang, Lean Bergmann, der Stürmer aus dem Nachwuchs der Adler hatte sich in der vergangenen Saison in Nordamerika versucht. Diese knappe Führung der Adler hielt über das gesamte 2. Drittel. Man könnte es überschreiben mit, die Eisbären gegen Mannheims Goalie Felix Brückmann. Er hielt und hielt, was er nicht selbst abwehrte, landete am Torgestänge. Die Eisbären waren der Verzweiflung nahe. Ein Blick in Spielstatistik, Brückmann hielt 39 Schüsse.

Im Schlussabschnitt schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis endlich der verdiente Ausgleich fallen sollte. Es kam anders. Die Adler nutzten wieder ein Powerplay, das Spiel schrieb die 48. Minute und Matthias Plachta stellte auf 2:0 für die Adler. Der Spielstand entsprach nicht dem Geschehen auf dem Eis. Das passiert im Sport.

Brückmann wurde weiter mit Schüssen eingedeckt und der Puck gelangte nicht hinter die Torlinie. Das Stöhnen der Verzweiflung in der nach Corona-Regeln ausverkauften Arena machte sich breit. Stadionsprecher Uwe Schumann verkündete die beiden letzten Spielminuten und der Videowürfel zeigte immer noch kein Tor für die Eisbären an. Die Höchststrafe kam in der Schlussminute. Die Adler erzielten noch einen empty-netter, erzielt vom NHL-Rückkehrer Korbinian Holzer.

Kurios, unverdient, unverschämtes Pech, jeder kann sich aus diesem Spiel was aussuchen. Pavel Gross, Mannheims Trainer, bescheinigte seiner Mannschaft: „Wir haben heute eine große Mannschaft geschlagen. Die Eisbären sind stärker, als in der letzten Saison. Den Unterschied machten heute die Spezial-Teams.“ Dieses Kompliment kann auch so gedeutet werden, wir hatten eine Menge Glück.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler fand das Ergebnis ungerecht. So passiert es eben, wer kein Tor erzielt, kann nicht gewinnen.

Die nächste Partie bestreiten die Eisbären Berlin am kommenden Mittwoch, den 22. September. Dann treffen sie ausvvärts auf die Straubing Tigers. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.


Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mannheim hat gut und hart gespielt. Unser Einsatz hat mir heute nicht gefallen. Wir haben unser volles Potenzial heute nicht ausgespielt. lm ersten Drittel waren wir zu langsam, im Mitteldrittel wurde unser Spiel besser. Da haben wir uns einige Chancen erspielt, die wir aber nicht nutzen konnten. Am Ende des Tages haben die Special Teams den Unterschied gemacht. Ich entschuldige mich bei unseren Fans, in unserer Arena müssen wir besser auftreten.“

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „Mannheim hat heute schlau und sehr gut gespielt. Meiner Meinung nach wird das Resultat dem Spiel nicht gerecht. Wir hatten genug Chancen, aber die Adler waren effektiver. Das erste Drittel war von uns nicht gut. Die beiden anderen Spielabschnitte waren dann besser. In Straubing müssen wir am Mittwoch in der Defensive besser stehen und vorne unsere Torchancen wieder nutzen. Zudem müssen wir aufpassen, dass wir weniger Strafen bekommen.“

Hans-Peter Becker

DEL 4. Spieltag 19.09.2021 14:00 MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 0:3(0:1/0:0/0:2)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Ancicka (Hungerecker) – Jensen, Wissmann (A); Müller, Ellis (A); Hördler (C), Després; Mik – Noebels, Byron, Pfoderl; White, Boychuk, Fiore; Veilleux, Wiederer, Clark; Roßmy, Streu, Tuomie Trainer: Serge Aubin
Adler Mannheim: Brückmann (Mnich) – Akdag, Reul; Rosa-Preto, Larkin; Dziambor, Holzer-Krammer, Bast, Rendulic; Wohlgemuth, Desjardins, Plachta; Davves, Szvvarz, Bergmann; Tosto, Klos, Thiel- Trainer: Pavel Gross
Torfolge
0:1 -15:02 – Bergmann (Wohlgemuth, Larkin) – PP1
0:2 – 47:02 – Plachta (Larkin, Wohlgemuth) – PP1
0:3 – 59:38 – Holzer (Desjardins) – EN
Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 2,4) Minuten – Adler Mannheim: 10 (2, 6, 2) Minuten
Schiedsrichter
Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Wayne Gerth, Jonas Merten)
Zuschauer
6.450

Volleyball 2. Bundesliga – BBSC Berlin wieder mit Zuschauern

Was für ein Volleyballfest: Nach fast einem Jahr ohne Fans darf der BBSC erstmalig wieder mit Zuschauern bei einem Heimspiel rechnen. Am Samstag, den 18. September 2021 empfängt der BBSC Berlin um 18:00 Uhr Blau-Weiß Dingden in der Köpenicker Hämmerlinghalle.

Dabei will der BBSC an den Auswärtserfolg des vergangenen Wochenendes anknüpfen. Maximal 145 Zuschauer sind immerhin nach den Coronaauflagen zugelassen worden. Die Gäste aus Dingden setzen seit Jahren auf einen unschätzbaren Vorteil: Sie können auf ein eingespieltes Team verweisen, das eine hocheffektive und abgestimmte Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist ebenso seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Immer wieder gelingt es Dingden, Spielerinnen aus ihren Nachwuchsreihen für die 2. Liga aufzubauen. So sind auch in dieser Saison wieder drei Spielerinnen bis 20 Jahre dabei. Die hohe Bindung aller Spielerinnen an das niederrheinische Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist die komplette Mannschaft aus der letzten Saison geblieben – lediglich 2 Spielerinnen sind offiziell in die 2. Mannschaft zurückgezogen, werden aber sicher bei Bedarf in der 2. Bundesliga wieder zur Verfügung stehen. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der über reichlich Trainererfahrung verfügt und schon die Niederländische U17 Nationalmannschaft betreut hat. Die Ergebnisse in den Testspielen waren für Dingden sehr positiv.

Am letzten Wochenende hatte das Team vom Niederrhein spielfrei – vielleicht schon ein kleiner Vorteil für die Gäste, da die Berliner Trainer keine Möglichkeit hatten, aktuelles Filmmaterial auszuwerten. „Aber wir gehen davon aus, dass Dingden analog dem Vorjahr sein betont konzentriertes und abgestimmtes Abwehrspiel erneut umsetzen wird“ ist sich Berlins Trainer Ole Schröter sicher und wird das BBSC Team darauf einstellen. In der vergangenen Saison gelang genau das allerdings nicht: Beide Spiele gestalteten die Mädels aus dem „Volleyballdorf“ erfolgreich für ihr Team. Nach dem überraschend deutlichen Sieg des BBSC am vergangenen Wochenende in Oythe wollen sich die Berlinerinnen auch gegen die starken Dingdener nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. „Wenn wir mit der gleich hohen Konzentration auftreten, wie am vergangenen Wochenende, haben wir eine Chance“ ist BBSC-Kapitänin Katharina Kummer optimistisch. „Die Mannschaft hat hart trainiert und fiebert dem Spiel entgegen. Und wir freuen uns unglaublich darüber, endlich wieder vor den Fans auftreten zu können!“

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Niederlage zum Saisonstart, trotzdem, ohne Eisbären gehen wir nicht nach Haus

Ein neues Meisterbanner prangt über der Eisfläche in der Arena am Ostbahnhof und es gab wieder Fans hinter der Bande. Ein lange nicht mehr gehörter Akkustikteppich trieb die Akteure nach vorn. Erstmal Abwarten ist eh im Eishockey verpönt, möglichst schnell ins gegnerische Drittel und die Scheibe in Richtung Tor. Gleich am 1. Spieltag, zur Saisoneröffnung stellte sich der EHC Red Bull München vor. Mehr geht kaum zum Saisonauftakt. Beide Mannschaften nehmen ja auch an Champions League teil und sind im Wettkampfmodus.

Dem Anfangsdrittel war das deutlich anzumerken. Tempo und rassige Duelle, sofort war es zu spüren, das Eishockeyfeeling. Es war ausgeglichen. Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste 8 Schüsse halten und sein Berliner Kollege deren 6. Es waren Riesenmöglichkeiten dabei. Ein Tor gelang nicht. Mathias Niederberger entschärfte einen Alleingang und auf der Gegenseite scheiterte Leo Pföderl, sein Schuss traf die Latte.

Im Mittelabschnitt ging dafür um so schneller. Nach nur 56 Sekunden landete ein Schuss von Zachary Boychuk im Tor. Die Münchner schlugen nur knapp fünf Minuten später zurück. Ein Tor von Verteidiger Zach Redmond stellte den Spielstand auf 1:1. Anschließend gab es auf jeder Seite mehrfach die Chance auf die Führung. Sie gelang schließlich den Gästen, die in der 37. Minute durch Yannic Seidenberg das Spiel gedreht hatten. Die Münchner waren nicht besser, es war lediglich der eine oder andere Fehler weniger.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einer Riesenchance für die Eisbären. In der 45. Minute neigte sich das Schicksal des Spiels den Gästen zu. Ihnen gelang das erste Tor in Überzahl im Spiel, ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Yasin Ehliz sorgte für die Vorentscheidung. Den Deckel darauf machte in der 48. Minute ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega. Der Fehlstart in die neue Saison nahm konkrete Form an.

Die verbleibenden 12 Minuten reichten nicht mehr aus, um an der Niederlage noch etwas zu ändern. Da lief einiges nicht ganz rund bei den Eisbären. In der 58. Minute hätte Manuel Wiederer für den zweiten Eisbären-Treffer sorgen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Es symptomatisch für das Spiel, den Eisbären wollte nichts gelingen. Die Halle war nach den geltenden Regeln mit 6.450 Zuschauern ausverkauft. Sie forderten die Mannschaft zu einer Geste auf dem Eis, nach einer Niederlage nicht üblich. Aber was ist schon üblich in dieser Zeit. Wir wollen die Eisbären sehen, hoffentlich bald erfolgreicher.

Am kommenden Sonntag, 12. September wartet die erste Auswärtshürde der Saison auf die Eisbären. Die Iserlohn Roosters empfangen die Eisbären in ihrer Halle am idyllischen Seilersee.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga (DEL) 1. Spieltag

09.09.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Eisbären vor dem Saisonstart

Nach den nicht ganz so erfolgreichen Spielen in der Champions-League geht es ab Donnerstag, dem 9. September für die Eisbären um Punkte in der Vorrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Es soll stückweise zur Normalität nach Corona-Saison zurückgekehrt werden. Unter Beachtung der 3 G-Regeln sind der Halle am Ostbahnhof wieder Zuschauer zugelassen, Stand jetzt, dürfen 6.450 dabei sein. Es soll bei der 3 G Regelung bleiben, so die Aussage von Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung. In Anbetracht der Tatsache, dass die Eisbären über 5.000 Dauerkarten verkauft haben, dürfte es für Gelegenheitsbesucher schwieriger werden, eines der begehrten Tickets zu erwerben. Zudem ist die Besonderheit zu beachten, dass sämtliche Tickets personalisiert sind. Den Finanzen der Eisbären wird es guttun. Vorsichtshalber mussten die DEL-Vereine auch einen Etat ohne Zuschauereinnahmen planen.

Gleich am 1. Spieltag der neuen Saison wartet mit dem EHC Red Bull München ein harter Brocken auf die Eisbären. Die Münchner mussten bereits im Viertelfinale die Segel streichen, während die Eisbären sich den achten Meisterstern auf dem Trikot sicherten. Die Münchner unter dem in Berlin nicht ganz unbekannten Trainer Don Jackson zählen, wie die Eisbären, zu den Titelaspiranten. Den sieben Neuzugängen in München stehen acht Abgänge gegenüber. Zurück in der DEL, im Trikot von Red Bull München, ist Austin Ortega, der wendige, trickreiche Stürmer begeisterte auch schon die Fans der Eisbären. Zu beachten sein wird Center Benjamin Smith, der von den Adlern aus Mannheim kam und mit 246 NHL Spielen über viel Erfahrung verfügt.

Eines haben beide gemeinsam, sie mussten jeweils ihr größtes Talent in die NHL ziehen lassen. In München wechselte John Peterka zu den Buffalo Sabres, während in Berlin Lucas Reichel bei Chicago Blackhawks anheuerte.

Bei den Berlinern müssen sich die Fans an neun neue Namen im Kader gewöhnen. In der Abwehr sollen Ellis Morgan und Nicolas B. Jensen für weitere Stabilität sorgen. Im Sturm konnte mit Kevin Clarke auf dem rechten Flügel ein weiterer Torjäger verpflichtet werden.

Der Kader der Eisbären ist nach Aussage von Sportdirektor Stephane Richer in der Lage, die Mission Titelverteidigung erfolgreich zu gestalten. Kapitän der Eisbären ist, wie in der vergangenen Saison, Frank Hördler. Der 36-jährige Verteidiger ist auf dem besten Weg, Sven Felski als Rekordspieler der Eisbären abzulösen. In Hördlers Statistik stehen bislang 911 Spiele für die Eisbären, bei Felski sind es 924.

Hans-Peter Becker

Foto: © Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL

Endlich wieder Eishockey

In der Eishockey Champions League empfingen zum ersten Spieltag die Eisbären Berlin mit Tappara Tampere eine Mannschaft aus Finnland. Es gab auch wieder Fans in der MB-Arena am Ostbahnhof. Mit einem lustigen kleinen Filmchen wurde auf die Hygieneregeln aufmerksam gemacht. Seit 538 Tagen durfte kein Zuschauer mehr in die Halle. Umso mehr genoss es Stadionsprecher Uwe Schumann, dass er bei der Vorstellung der Mannschaft nur den Vornamen nennen musste. Zwischenzeitlich waren die Eisbären ja auch Meister geworden. Die Bannerzeremonie steht dafür noch aus.

Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für die Eisbären. Es dauerte so etwa 12 Minuten bis die Gäste aus Finnland in die Partie fanden. In der Schlussphase des Anfangsdrittels mussten zunächst Neuzugang Blaine Byron und etwas später Kevin Clark auf die Strafbank. Da konnte sich Mathias Niederberger im Tor Eisbären auszeichnen.

In der 24. Minute hatte Niederberger keine Chance gegen ein Geschoss von Tyler Morley, dem Center der ersten Sturmreihe vom Tampere. Es hatte sich angedeutet, die Finnen steigerten sich. Es klappte mit dem Erzielen von Toren. Fast im Minutentakt schlug es ein bei den Eisbären. Zwischen der 28. und 31. Spielminute schraubten die Finnen das Ergebnis auf 0:5 aus Sicht der Eisbären. Ein Drittel zum Gruseln für die Eisbären-Fans, die Humor bewiesen und skandierten: „Ihr werdet nie Deutscher Meister!“ Das stimmte, während bei den Eisbären nicht mehr viel zusammenlief. Nach dem 0:5 hatte Eisbären-Trainer Serge Aubin ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für ihn Tobias Ancicka vor den Kasten. Der hielt bis zur letzten Drittelpause seinen Kasten sauber.

Im Schlussdrittel steckten die Eisbären nicht gänzlich auf und erzielten in der 42. Minute endlich ihren ersten Treffer im Spiel. Allerdings stellten die Finnen den alten Abstand in der 48. Minute wieder her, es war ein Powerplay und nun wurde auch Ancicka überwunden. Immerhin konnten die Eisbären das 1. und das 3. Drittel unentschieden gestalten. Leider lag ein Katastrophen-Drittel dazwischen.

Es war nicht der Abend der Eisbären, die sich den Start in die neue Saison sicher anders vorgestellt hatten und die in der Halle zugelassenen und anwesenden 2.000 Zuschauer ebenso.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war ein enttäuschendes Spiel heute, das Ergebnis sagt es
schon aus. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Unser Einsatz hat mir nicht gefallen. Wenn man keine
Zweikampfe gewinnt, wird es schwer, die Partie zu gewinnen. Es war aber nur ein Spiel, das wir hinter
uns lassen. Wir werden die Partie analysieren und daraus lernen. Es war toll, wieder vor Fans zu spielen.
Es tut mir leid für sie, dass sie so ein Spiel sehen mussten.“
Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „lm ersten Drittel haben sich beide Mannschaften noch
herangetastet. lm mittleren Spielabschnitt hat Tampere noch einmal zugelegt und uns unter Druck
gesetzt. Dagegen haben wir keinen Weg gefunden. Das Spiel wurde dann auch etwas ruppiger, da
hätten wir abgeklärter sein müssen. Das Schlussdrittel sah wieder besser aus, da haben wir unser
System gespielt. Das müssen wir aber über 60 Minuten durchziehen. Am Sonntag müssen wir dem
Gegner unser Spiel aufdrücken. Mit unseren Fans in der Arena war es grandios.“

CHL Champions Hockey League 1. Spieltag Gruppe E

27.08.2021 20:15 Uhr MB-Arena Berlin

ECH Eisbären Berlin – Tappara Tampere 1:6 (0:0/0:5/1:1)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (ab 31. Minute: Ancicka) – Müller, Ellis (A): Hordler (C), Wissmann (A):
Geibel, Després – Noebels, Boychuk, Pföderl; White, Byron, Clark; Mik, Zengerle, Fiore; Roßmy. Streu,
Wiederer – Trainer: Serge Aubin
Tappara Tampere: Heljanko (Piiroinen) – \/ittasmäki, Tuulola; Austin, Seppälä; Jürgens. Kinnunen:
Salminen, Vanhatalo – Levtchi, Morley. Kuusela; Tanus. Virta. Merelä; Salonen, Platzer, Peltola;
Moilanen. Rauhala, Puhakka – Trainer: Jussi Tapola
Tore
0:1- 23:52 – Morley (\/ittasmäki, Levtchi) – EQ
0:2 – 27:19 – Puhakka (Seppälä) – EQ
0:3 – 28:41 – Peltola (Vittasmäki, Platzer) – 4-4
0:4 – 29:35 – Morley (Austin, Kuusela) – PP1
0:5 – 30:22 – Levtchi (Morley. Vittasmäki) – EQ
1:5 – 41:26 – White (Fiore, Boychuk) – EQ
1:6 ~ 47:05 – Merelä (Linnunen) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 16 (4. 8, 4) Minuten – Tappara Tampere : 6 (0. 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
Andre Schrader, Marc lwert (Maksim Cepik, Wayne Gerth)
Zuschauer 2.000

Hertha BSC startet erstmals in der Blindenfußball-Bundesliga

Endlich rollt der Ball wieder – doch nicht nur in der Fußball-Bundesliga, auch die Blindenfußball-Bundesliga startet in die neue Saison! Hertha BSC stellt in diesem Jahr zum ersten Mal eine eigene Mannschaft in diesem Wettbewerb, in dem acht Vereine um den Titel, aber auch um jede Menge Spaß und schöne Momente spielen. „Die Vorfreude ist riesig. Als eigene Hertha-Mannschaft auflaufen zu dürfen, ist natürlich etwas ganz Besonderes“, fiebert Spieler Patrick Küppers dem Auftakt entgegen. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen hat sich der 40-Jährige mit mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche vorbereitet. „Dass wir einen Trainingsplatz zur Verfügung haben und die Rahmenbedingungen stimmen, ist ein riesengroßer Schritt für uns. Alle geben ihr Bestes – das ist ein großes Vergnügen. Wir wurden super von allen im Verein aufgenommen und fiebern den Spielen entgegen“, verrät Küppers.

Der erste von fünf Spieltagen ist ein Heimspiel und steigt am Wochenende am Nordufer in Berlin, der neuen Heimat der blau-weißen Blindenfußballer. Die Hauptstädter messen sich am Samstag (21.08.21; 16:00 Uhr) mit SF BG Blista Marburg, am Sonntag (22.08.21; 15:00 Uhr) mit Borussia Dortmund. „Auf der eigenen Anlage zu spielen, ist ein großer Vorteil für uns. So können unsere Freunde, Verwandte und auch einige Fans aus unserer Hertha-Familie zuschauen und uns unterstützen, das macht uns natürlich sehr stolz. Wir freuen uns über jeden, der sich für unsere Geschichte und für unseren Sport interessiert“, so Küppers weiter. Gespielt wird zweimal 20 Minuten auf einem 20 x 40 Meter großem Platz. Ein Teil von uns ist vollständig blind, manche können noch ein bisschen sehen. Um die Chancengleichheit herzustellen, spielen wir alle mit abgeklebten Augen und Dunkelbrillen“, erklärt Küppers das Spiel und ergänzt: „Deswegen müssen wir uns ausschließlich auf unser Raumgefühl und unser Gehör verlassen, das ist eine nicht zu unterschätzende Konzentrationsleistung. Glücklicherweise sind in unseren Bällen Rasseln integriert, so dass wir den Spieler, der im Ballbesitz ist, identifizieren können. Die anderen Mitspieler, aber auch die Torhüter und Guides machen sich durch akustische Signale bemerkbar.“

Kaum eine Sportart bringt Menschen näher zusammen als Fußball und schafft so eine gesellschaftliche Integration, die für blinde Menschen immens wichtig ist. Aber Blindenfußball ist noch so viel mehr als sportliche Betätigung, ein Hobby oder eine Leidenschaft. Ein erfolgreiches Blindenfußballspiel lebt – wie so vieles im Leben – von der Kommunikation im Team. Die Spieler untereinander orientieren und warnen sich mit dem spanischen Ausruf „Voy“, was übersetzt heißt „ich komme/gehe“. Zudem dirigieren sehende Torhüter, Guides und Trainer die Spieler mit Zurufen. „Gerade im Blindenfußball, wo sehende und blinde Menschen zusammen in einem Team spielen, bewegt und verbindet Sport auf natürliche Weise und ermöglicht Integration und Teilhabe am Erlebnis Fußball“, sagt Dr. Andreas Zachmann, Country Manager Germany von VANDA Pharmaceuticals. Als Hauptsponsor der Blindenfußballabteilung von Hertha BSC setzt sich VANDA nicht nur dafür ein, dass der Blindenfußball eine noch größere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erfährt, sondern auch dafür, dass eine breite Öffentlichkeit Freude an den Spielen hat und neue Fans gewonnen werden.

Wer live beim Auftakt der Blindenfußball-Bundesliga dabei sein möchte, ist herzlich am Nordufer eingeladen. Insgesamt 100 Personen sind zugelassen, der Eintritt ist frei. Vor Ort müssen alle Fans ihre Kontaktdaten hinterlassen, die 3G-Regel greift nicht. Das Mitbringen von alkoholfreien Getränken (keine Glasflaschen!) ist erlaubt. Eine WC-Anlage für alle Besucherinnen und Besucher steht zur Verfügung.

Quelle: Hertha BSC Berlin/Fotocredits: Hertha BSC

SV Reinickendorf schafft Bundesliga-Aufstieg

Ein Berliner Tennis-Verein in der Bundesliga ist eine Seltenheit in Tennis-Deutschland. Jetzt ist aber ein Klub aus dem Berliner Norden erstklassig geworden. Die Sportliche Vereinigung Reinickendorf hat den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft.

Das Herren-30-Team der Reinickendorfer hat in der Regionalliga die Spitzenposition belegt und sich so als Aufsteiger fürs Tennis-Oberhaus qualifiziert. Ungeschlagen haben die Reinickendorfer ihre Saison beendet und im entscheidenden Spiel haben sie auch dem größten Aufstiegskonkurrenten aus Hamburg keine Chance gelassen. Gegen den THC von Horn und Hamm hat die SVR nach den sechs Einzeln und drei Doppeln souverän mit 7:2 gewonnen. Damit ist die SV der erst vierte Tennisverein aus Berlin, der eine 1. Bundesliga-Mannschaft stellt (nach LTTC Rot-Weiß, TC 1899 Blau Weiß und TC SCC Berlin).

Seit Sonntag prangt nun ein großes Bundesliga-Banner mit den Konterfeis aller Spieler dieser erfolgreichen Mannschaft über dem Center-Court in Tegel-Süd. Unweit des Flughafensees gibt es bei der SV Reinickendorf im kommenden Jahr also Erstliga-Tennis zu sehen.

Christian Zschiedrich

Viktoria siegt weiter

Es ist alles noch immer ein bisschen neu bei Viktoria. Am 3. Spieltag war große bundesdeutsche Fußballtradition zu Gast im Jahn-Sportpark. Die „Roten Teufel“ parkten ihren Mannschaftsbus vor der inzwischen über dreißigjährigen Haupttribüne. Hier gab es heiße Duelle in der DDR-Oberliga. Daran müssen sich die über 3.000 Fans des 1. FC Kaiserslautern erinnert haben, als in der 24. Minute tatsächlich „ihr seid Scheiße, wie der BFC“ riefen. Oder hatten sie unangenehme Erinnerungen an ein Pokalspiel. Zu diesem Zeitpunkt führte Viktoria mit 1:0. Björn Jopek hatte die Jungs in Himmelblau bereits nach drei Minuten in Führung gebracht. Erste Chance und erster Eckball, kurz ausgeführt von Jopek und der trifft im Fallen oder im Liegen, jedenfalls war es die Führung. Es entwickelte sich das typische Viktoria-Fußball, eine Blaupause zum letzten Auftritt in Braunschweig. Wir werden kaum einen Gegner dominieren können, also versuchen wir es mit frühem stören und nutzen die Fehler des Gegners aus. Das funktionierte in der Nachspielzeit vor der Halbzeitpause.

Fußball wieder mit Zuschauern im Stadion © Foto: Hans-Peter Becker

Lauterns Felix Götze, einer der beiden 6er, geriet unter Druck, verlor den Ball und Tolcay Cigerci war allein durch und vollendete zum 2:0. Es lief nicht gut für die Lauterer, die sich eigentlich vorgenommen haben, eine stabilere als die letzte Saison zu spielen. Sie wurden mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Sie spielten fahrig, bekamen kein Tempo in ihre Aktionen. Folgerichtig wechselte der Gäste-Trainer bereits zur Halbzeit. Er nahm Julian Niehues, einen der beiden Sechser und die Sturmspitze Daniel Hanslik aus dem Spiel. Es wurde nicht besser und sie liefen dem Neuling ins offene Messer. Zwei Konter führten zum Erfolg. Lucas Falcao in der 52. und Erhan Yilmaz in der 84. schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Den Gästen aus der Pfalz gelang nicht einmal der Ehrentreffer, es wäre zudem das erste Saisontor überhaupt geworden.

Bedröppelte Gäste und feiernde Gastgeber, an dieses Bild könnte man sich im Jahnsportpark gewöhnen. Ein Ereignis ist noch zu erwähnen. In der 71. Minute verletzte sich Felix Götze bei einem Kopfballduell an der Schläfe, blieb benommen liegen und musste ins Krankenhaus gefahren werden. Es bleibt zu hoffen, dass nicht schlimmes passiert ist.

Das Spiel verfolgten 4.221 Zuschauer offiziell. Bereits am kommenden Freitag, 20. August geht es für Viktoria weiter. Ab 19:00 Uhr kommt es zu einem Berlin Sachsen-Anhalt Derby, der Hallesche FC gibt seine Visitenkarte ab.

Hans-Peter Becker

Viktoria Berlin – 1. FC Kaiserslautern 4:0 (2:0)
Berlin: Krahl – Kapp, Menz, Lewald – Pinckert, Jopek (90. Heimur), Theisen (87. Kayo), Becker – Küc (87. Benyamina) –Falcao (69. Seiffert) , Cigerciv(69. Yilmaz)
FCK: Raab – Tomiak, Götze (74. Winkler), Senger – Niehues (46. Sessa) – Hercher, Zimmer (60. Gözütok), Wunderlich, Zuck (60. Gibs) – Kleinsorge, Hanslik (46. Kiprit)
Tore: 1:0 Jopek (3.), 2:0 Cigerci (45.+2), 3:0 Falcao (51.), 4:0 Yilmaz (84.)
Gelbe Karten: Jopek, Lewald / Zuck, Tomiak
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer
Zuschauer: 4.221