Wasserfreunde machen Finalteilnahme perfekt

Spiel 1

Titelverteidiger Waspo Hannover hatte bereits am Mittwoch beim ASC Duisburg mit 16:11 gewonnen, Vizemeister und Pokalsieger Spandau 04 zog am Freitagabend beim OSC Potsdam mit 14:6 nach. Damit waren die beiden Favoriten nur noch durch nicht zu erwartende Wasserball-Wunder vom Einzug in das fünfte bilaterale Duell in Serie um die Meisterkrone aufzuhalten.

Spandau reichte am Freitag, 14. Mai 2021 in der Schwimmhalle des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen eine Durchschnittsleistung zum souveränen Sieg, mit 7:3 waren zur Halbzeit die Weichen gestellt, dann verwalteten die Hauptstädter den Vorsprung.

Mehrfach-Torschützen für 04 waren Nikola Dedovic (3), Marin Restovic, Yannick Chiru, Marino Cagalj und Dmitri Kholod (alle 2). Auch der langzeitverletzte Kapitän Marko Stamm kam erstmals wieder zum Einsatz und trug einen Treffer zum Endresultat bei. Für Potsdam erzielte Lukas Küppers drei Treffer.

Spiel 2

Nach den klaren Halbfinal-Hinspielsiegen gegen ASC Duisburg und den OSC Potsdam haben Titelverteidiger Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04 am Samstag den Einzug ins Best-of-Five-Endspiel um die 100. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer wie erwartet perfekt gemacht.

Die Finalserie “Best of Five“ beginnt am 19. Mai und endet spätestens am 29. Mai, wenn das Duell über die volle Distanz von fünf Partien geht. Der Final-Vergleich zwischen den Erzrivalen ist der fünfte in Serie. 2018 und 2020 hatte Hannover das Titel-Abo der Berliner (37-mal Meister seit 1979) durchbrochen.

Nach dem Hinspiel in Potsdam, das Spandau souverän mit 14:6 gewonnen hatte, wechselte Trainer Petar Kovacevic im Rückspiel zwei Spieler seines Kaders. Stammkeeper Laszlo Baksa machte Platz für Backup Max Vernet-Schweimer. Er konnte Baksa mit vielen guten Paraden bestens vertreten. Für Marko Stamm wurde Youngster Bence Haferkampf aufgestellt.

Spandau kam nur mit Mühe ins Spiel. Die Potsdamer Gäste waren motiviert und kampfstark, gingen mit 1:0 in Führung und lagen auch zur Halbzeit noch 4:3 vorn. Erst im dritten Spielabschnitt (4:0) zogen die Gastgeber in Front (7:4) und bauten dann die Führung im Schlussviertel noch auf 11:6 aus.

Die Top-Torschützen für Spandau waren Dmitri Kholod (4) und Lukas Gielen (2). Für den OSC waren Tomi Tadin und Reiko Zech zweimal erfolgreich.

Waspo Hannover ließ dem 16:11-Auswärtssieg in Duisburg im Rückspiel in eigener Halle gegen den ASCD ein deutliches 19:5 (12:1) folgen und zog damit ins mit Spannung erwartete Playoff-Finale der beiden besten deutschen Teams ein.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Gipfel: Spandau verliert gegen Hannover

Am 5. Spieltag der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) hat Rekordmeister Spandau 04 im Heimbecken der Schwimmhalle Schöneberg die Revanche gegen den aktuellen Champion W98 Waspo Hannover für die jüngsten Niederlagen verpasst. Am Samstagnachmittag siegten die Niedersachsen, die in der Vorsaison die Berliner auch im Pokal und im Supercup schlugen, vor 250 Zuschauern nach 0:3-Rückstand noch mit 6:5. Auch das erste Aufeinandertreffen des laufenden Spieljahres Anfang November hatte Waspo im Supercup mit 11:8 für sich entschieden und galt diesmal als Favorit. Zumal die Hauptstädter ohne den verletzten Kapitän Marko Stamm antreten mussten, der nach einem Muskelfaserriss im Bauchbereich noch ungefähr weitere drei Wochen ausfällt. Spandau präsentierte sich hochmotiviert und top vorbereitet, spielte vor allem in der ersten Halbzeit eine exzellente Defensive, mit der die Balkan-Topstars von Hannover aus dem Match genommen wurden.

Durch Tore von Lukas Gielen (2) und Stefan Pjesivac (1) führten die Gastgeber bereits mit 3:0, ehe Julian Real 20 Sekunden vor der Pause der 1:3-Anschluss gelang. In der zweiten Hälfte konnte Spandau trotz der Roten Karte für Waspos Montenegro-Star Darko Brguljan den Druck auf Hannover nicht mehr durchgängig so hoch halten, sodass zu Beginn des Schlussviertels gegen die zunehmend Spielsicherheit findenden Gäste bereits mit 3:3 unentschieden stand.

Im turbulenten Finale der Partie waren Ausgänge für beide Seiten möglich, aber am Ende machte Waspo in den letzten 70 Sekunden aus dem 4:4 den 6:5-Auswärtssieg – begünstigt auch durch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen. „Ein Remis wäre absolut gerecht gewesen, auch ein knapper Sieg für Spandau. Alles in allem aber war es, über die bisherige Saison betrachtet, sicher einer unserer stärksten Auftritte“, befand Präsident Hagen Stamm.

Sowohl bei Spandau als auch Hannover gab es mit Lukas Gielen und Marin Restovic sowie Wolf Moog und Julian Real je zwei doppelte Torschützen: L. Gielen, M. Restovic 2, S. Pjesivac 1, 5:6 (1:0, 2:1, 0:2, 2:3).

Peter Röhle