Von wegen Länderspielpause

In der 3. Liga und in der Regionalliga wurde um Punkte gekämpft; in Berlin im sogenannten AOK-Pokal ging’s in der 2. Hauptrunde um das Weiterkommen.

Oberligist Stern 1900 übte sich gegen Arminia Tegel (Kreisliga A) am zweithöchsten im Torschießen mit 14:0, während Landesligist Wacker 21 den BFC Liberta aus der Kreisliga B sogar mit 16:0 abschoss. Der Berlin-Ligist SV Empor reihte sich auch zweistellig mit 12:0 über den Grünauer BC aus der Bezirksliga ein, während die VSG Altglienicke (Regionalliga) „nur“ 12:1 gegen FC Nordost aus der Kreisliga A gewann. Oberligist CFC Hertha 06 siegte 5:0 gegen DJK SW Neukölln (Bezirksliga). Der Regionalligist Berliner AK hatte beim 5:1 über VfB Concordia Britz keine Schwierigkeiten.

Wo blieben die Pokal-Überraschungen? Pokal untypisch, die jeweils Klassenhöheren setzten sich bislang durch, nicht aber im Spiel Oberliga – Regionalliga, Blau-Weiß 90 – Lichtenberg 47. Der Oberligist schmiss Lichtenberg 47 (Regionalliga) mit 2:1 aus dem Wettbewerb, ebenso kannte der Landesligist Johannisthal gegen den Berlin-Ligisten Brandenburg 03 im Elfmeterschießen 5:4 kein Erbarmen. Nach Verlängerung stand’s 2:2.

Am heutigen 08.09.18 Uhr, heißt es im Stadion Hakenfelde in der ausstehenden Partie Viktoria 89 – SSC Teutonia bitte kein weiteres zweistelliges Resultat gegen die sympathischen Teutonen erzielen. Am Dienstag, 28.09. empfangen die Füchse den Tabellenführer in der Regionalliga Nordost BFC Dynamo. Der BFC baute seine Führung in der Regionalliga mittels zweier Siege, 2:0 über Germania Halberstadt und 3:2 über Hertha BSC, aus. Nun, die Füchse sind ja zwei Klassen tiefer auch mit vier Siegen, 12 Punkte, Tabellenführer der Berlin-Liga, dennoch bleibt es ein Spiel David gegen Goliath.

Dynamos Leistung handeln wir gesondert ab. Hier soll nicht unerwähnt bleiben, was Viktoria 89 in der 3. Liga vollbringt. Zwar 3:3 auswärts, nur etwas enttäuschend in Verl gespielt, so zog der 1. FC Magdeburg, 1:0 über Kaiserslautern, mit 16 Punkten  vorbei an die Tabellenspitze. Aber, Viktoria 89 glänzt immerhin mit 14 Punkten nach sieben Spielen auf Platz 2. Am Samstag, 11. September, 1, kommt der Tabellenvierte SV Wehen Wiesbaden zur Viktoria ins Jahnstadion. Ein Besuch lohnt sich. Ebenso, erst am Mittwoch, 29.09. das Match von TuS Makkabi gegen Tennis Borussia.

Christian Zschiedrich  

Überraschungen in der Berlin-Liga, die Füchse führen

Die neun Spiele am 2. Spieltag teilten sich in vier Heimpleiten und vier Siege, mit einem Remis 1:1 zwischen Makkabi – Spandauer Kickers. Bei den vier Heimpleiten verlor der SCC am deutlichsten, 0:4 gegen Wilmersdorf. Bezeichnend auch das 2:5 von Sparta Lichtenberg gegen den Berliner SC. Rudow verlor zu Hause 1:2 gegen Stern Marienfelde und durch das 0:2 der Frohnauer am Poloplatz gegen den SV Empor, rutschte der Frohnauer SC gleich auf einen Abstiegsplatz. Selbst Makkabi ließ zu Hause beim 1:1 gegen die Spandauer Kickers unerwartet Federn.

Die vier Siege, wie folgt auf: Dreimal gab es ein 3:1 für die Gastgeber. SD Croatia – Berlin Türkspor, Hilalspor – Brandenburg 03 und 1. FC Novi Pazar – Fortuna Biesdorf (Tabellenletzter). Wenn die Füchse Berlin weiterhin so angriffslustig Tore schießen, werden bestimmt mehr als die 176 Zuschauer am Freitagabend zu den Spielen kommen. 4:0 (1:0) fegten sie den 1. FC Wilmersdorf vom Wackerweg. Torschützen Haubitz, Nellesen und zweimal Özcin.

An kommenden Freitag, 20.08. 19.30 Uhr, sollen die auswärts siegreichen Sterne aus Marienfelde dran glauben.

In der 1. Hauptrunde des AOK-Pokals setzten sich die Favoriten durch, knapp und mit Mühe zwei Oberligisten Blau-Weiß 90 – SF Kladow 2:1 und SC Staaken – FC Amed. Am ersten September-Wochenende geht es mit der 2. Hauptrunde weiter. Das Los bescherte den Füchsen gleich einen Regionalligisten aus der Spitzengruppe. 11:4 Tore, 12 Punkte in vier Spielen. Das kann im Pokal gegen den Vertreter aus der Berlin-Liga heiter werden. Was soll’s sagt sich das Team des zwei Klassen tieferen um Trainer Ümit Ergirdi. Seltenheitswert hat wohl die Rote Karte gegen Kevin Gutsche (56.), als er einen Füchse-Freistoß in die Mauer setzte und anschließend Schimpfwörter gegen eigene Spieler abließ. Gutsche erfuhr, das ist eben auch eine Unsportlichkeit.

Christian Zschiedrich

Sportfreunde Kladow spielten gegen Blau Weiß 90

Im Berliner Amateurfußball beginnt die jede Saison traditionell mit der 1. Runde im AOK-Pokal. Die „Kleinen“ versuchen die „Großen“ zu ärgern. 64 Spiele werden zu Eröffnung ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind alle Mannschaften bis zur Regionalliga. Im BFV sind mehr als 128 Mannschaften organisiert, sodass vor der 1. Runde, eine Qualifikation ausgespielt werden muss.

Aus den 64 Spielen haben wir uns die Partie der Sportfreunden Kladow gegen Blau Weiß 90 herausgepickt. Ein Bezirksligist (aus der 8. Liga) empfingt den Oberligisten (5. Liga). Von 2013 bis 2015 spielten beide zusammen in der Landesliga. Bei bestem Fußball-Wetter sahen 250 Zuschauer einen typischen Pokalfight. Dem von Blau Weiß 90 zu erwartenden Ballbesitz von 80 % wurde eine gestaffelte Defensive der Kladower gegenübergestellt. Klare Torchancen ergaben für den unterklassigen Gastgeber selten. Meist wurden sie in die eigene Hälfte gedrängt. Auszeichnen konnten sich die beiden Kladower Innenverteidiger Yannik Schmidt und Jan Sieper. Ein Sonderlob verdiente sich Torwart Daniel Stiel, der mehrere gute Chancen der Blau Weißen, die in roter Spielkleidung antraten, zunichtemachte. Ein 0:0 zur Pause war der verdiente Lohn für die Blau-Gelben.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte der Oberligist dann ernst. Zwei sehenswerte Fernschüsse von Tobias Göth (47. und 55 Minute) sorgten für einen 0:2 Rückstand. In der 84. Minute gelang den Kladowern durch den kurz zuvor eingewechselten Domenic Henkel der Anschlusstreffer. Es kam nochmal richtig Stimmung auf, doch ein zweites Tor und somit das Erzwingen der Verlängerung gelang nicht mehr.

Am Ende zollte der Gegner und der Hauptvorstand des Vereins der Mannschaft von den Sportfreunden Kladow Anerkennung für die gezeigte Leistung. Die Fans wurden nicht enttäuscht und es zeigte sich wieder einmal, das im Pokal fast alles möglich ist.

Es war ein faires Spiel und eine Geste des Siegers soll hier nicht unerwähnt bleiben. Normalerweise werden die Einnahmen eines Pokalspiels geteilt, Blau Weiß 90 überließ seinen Anteil den Gastgebern. Die Gelder sollen für die Jugendabteilung der SF Kladow verwendet werden.

Wie bei solch einem besonderen Spiel üblich waren auch einige Ehrengäste zugegen. So wurde u. a. der ehemalige Trainer und heutige Sportjournalist Christian Zschiedrich herzlich begrüßt.

Am kommenden Wochenende, Sonntag, 15. August starten die Sportfreunde in die neue Saison in der Bezirksliga Staffel 1 und sie müssen auswärts beim FC Liria antreten. Der FC Liria hat sein Pokalspiel beim SC Union 06 mit 1:4 nach Verlängerung verloren.

Hans-Peter Becker

BFC Dynamo darf im DFB-Pokal antreten

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Revision der Sp. Vg. Blau Weiß 1890 Berlin gegen das Berufungsurteil des BFV-Verbandsgerichts als teils unzulässig und unbegründet zurückgewiesen. Damit besteht auch juristische Klarheit, dass der wegen der Corona-Pandemie modifizierte Spielmodus im AOK-Landespokal der Herren 2020/21 rechtmäßig war. Der Gewinner, der BFC Dynamo, tritt somit wie geplant in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals am Samstag, dem 7. August 2021 gegen den VfB Stuttgart an.

In dem heute ergangenen Urteil des DFB-Bundesgerichts wurde dargelegt, dass weder der Zeitpunkt des Beschlusses durch den BFV-Beirat am 4. Mai 2021, noch die inhaltlichen Änderungen in der BFV-Spielordnung zu beanstanden sind. Auch ein Verstoß gegen das Prinzip des Fair-play oder den Gleichbehandlungsgrundsatz im DFB-Bundesrecht ist für das Bundesgericht nicht ersichtlich. Folglich wurde die Revisionsklage zurückgewiesen. Zuvor hatten bereits das Sport- und das Verbandsgericht des Berliner Fußball-Verbandes die Einsprüche der Sp. Vg. Blau Weiß 1890 Berlin zurückgewiesen. Zudem wies auch das Landgericht Berlin einen Antrag des Vereins auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den BFV zurück.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Ich bin froh, dass für den BFC Dynamo als Berliner Vertreter am DFB-Pokal nunmehr auch juristische Klarheit besteht. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir den Pokalwettbewerb der letzten Saison mit allen 32 verbliebenen Mannschaften zu Ende spielen. Gleichzeitig haben sich 30 von 32 Mannschaften für den modifizierten Pokalwettbewerb mit den Regionalligisten ausgesprochen. Insofern hatte der BFV-Spielausschuss den mehrheitlichen Willen der Vereine umgesetzt. Ich danke daher nochmals allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen für die Umsetzung der Beschlüsse und hoffe sehr, dass die neue Pokalsaison ohne Einflüsse der Pandemie zu Ende gespielt werden kann.“

Jan Schlüschen, Vizepräsident Recht im BFV, ergänzt: „Ich hatte schon in der Vergangenheit öffentlich bedauert, dass aufgrund der Pandemie und der behördlichen Vorgaben einige Vereine mehr Möglichkeiten oder Vorteile hatten als andere. Gleichzeitig musste der BFV im Dialog mit den Vereinen eine Entscheidung zur Beendigung des Pokalwettbewerbs 2020/21 herbeiführen, damit Berlin seinen Startplatz im DFB-Pokal nicht verliert. Ich bin froh, dass nunmehr juristische Klarheit besteht, dass das Vorgehen des Spielausschusses rechtmäßig war und alle Beteiligten sich jetzt auf die Aufgaben in der neuen Saison fokussieren können.“

Aufgrund der pandemiebedingten, zwischenzeitlichen Aussetzung des Spielbetriebs war der Berliner Fußball-Verband im Frühjahr gezwungen, mit den 32 im AOK-Landespokal verbliebenen Mannschaften eine Lösung zur Beendigung der Pokalsaison 2020/21 zu finden. Nach zwei Gesprächsrunden entschied sich die Mehrheit der Teilnehmer für eine sportliche Beendigung mit den fünf noch im Pokal befindlichen Regionalligisten. Gleichzeitig wird der Gewinner des AOK-Landespokals 50 Prozent der Einnahmen durch die DFB-Ausschüttung zur Teilnahme an der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde auf die verbleibenden Teilnehmer umlegen. Daraufhin hat der Beirat des BFV mit einer Dreiviertelmehrheit den Spielausschuss mit einer Änderung in der Spielordnung ermächtigt, den Pokalmodus aufgrund der Corona-Pandemie einmalig für die Saison 2020/21 anzupassen. Im modifizierten Pokalwettbewerb setzte sich beim Finaltag der Amateure am 29. Mai 2021 der BFC Dynamo mit 2:1 gegen den Berliner AK 07 durch. Der BFV meldete daraufhin den BFC Dynamo für den DFB-Pokal 2021/22.

Quelle: Berliner Fußballverband

Einige Überraschungen zur neuen Saison

Die Bundesliga beginnt am Freitag, dem 13.8.2021 mit Borussia Mönchengladbach – Bayern München. Einen Tag später empfängt der 1.FC Union Bayer Leverkusen und Hertha BSC muss dann am Sonntag, 15.8. beim 1.FC Köln antreten. Neue Anstoßzeiten sind zu beachten.  Es könnte eine spannende Saison werden, leider, wie seit Jahren, nur der Abstiegskampf. An der Spitze wird es eher wieder langweilig zugehen. Die üblichen Verdächtigen werden wieder die Plätze an den Fleischtöpfen unter sich ausmachen. Wer kommt am besten durch die Pandemie? Hertha will eine stabile Saison spielen, Europa ist noch nicht das Ziel. Der 1. FC Union baut schon mal vor. „Das wird eine schwere Saison“, lässt sich Urs Fischer zitieren. Die Eisernen spielen ja international und ziehen dafür ins Olympiastadion um. Sie müssen, den UEFA-Regeln sei Dank.

Wie immer geht es los bei den Erstligisten, mit den Spielen in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals, diesmal ab dem 6. August. Für unsere Berliner Bundesligisten bestimmte das Los Reisen zu Drittligisten. Hertha BSC fährt in den Norden nach Meppen und der 1.FC Union südwärts zu Türkgücü nach München.  Der dritte Berliner Vertreter könnte der BFC Dynamo sein. Zugelost wurde der VfB Stuttgart. Ein Gerichtsentscheid steht allerdings noch aus. Blau Weiß 90 hat ja bekanntermaßen Protest eingelegt. Die Zeit läuft allmählich davon. Der BFC hatte ja das Finale im Berliner Pokal gegen den BAK 07 für sich entschieden. Die Oberligisten sollten verzichten.

Bereits im Juli nehmen die 2. Bundesliga und die 3. Liga den Spielbetrieb auf. Schalke 04 gegen den Hamburger SV, gleich am 1. Spieltag, was will man mehr. Die 3. Liga eröffnet mit der Partie VfL Osnabrück gegen den MSV Duisburg. Aufsteiger Viktoria 89, nun endlich wieder ein Berliner Verein in der 3. Liga, hatte zunächst Probleme mit der Spielstätte. Die entscheidende Hürde wurde genommen. Das Jahnstadion darf genutzt werden. Alle anderen Bemühungen, auch im Umland, scheiterten. Die Premiere in der neuen Liga erfolgt am Sonntag, 25. Juli gegen den Namensvetter aus Köln. Mal sehen, welcher Verein seinen Namen zu Recht trägt oder gibt ein Unentschieden zum Auftakt.

Christian Zschiedrich kommentiert Foto: Headlight Pictures

Die Regionalliga Nord Ost beginnt am 25. Juli. Aufsteiger Tasmania trifft zum Auftakt auf Babelsberg 03.

Die Oberliga behandeln wir in Kürze gesondert. Corona brachte einiges durcheinander. Geplant sind 38 Spieltage, sechs mehr als vorgesehen, Sorgen und Probleme genug. 172 Mannschaften sind zum Auftakt der 1. Hauptrunde des Berliner Pokals, am 8. August, beteiligt. Für die Qualifikationsrunde wurden 44 Spiele ab Dienstag, 27. Juli ausgelost.  Dahingestellt sei, ob aus den vielen Testspielen (bis runter in den Kreisklassen) Aufschluss über künftige Qualitäten gezogen werden kann. Zum Meisterschaftsbeginn kann vieles bereits Makulatur sein. Ebenso, was beschert uns die Pandemie?

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo gewinnt das Pokalfinale

Die Freude war groß nach dem Schlusspfiff im Mommsenstadion. Der BFC Dynamo gewann das hart umkämpfte Finale gegen den Liga-Konkurrenten BAK 07 mit 2:1. Es war vor den Halbfinals mehr mit einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels gerechnet worden. Drittligaaufsteiger Viktoria nahm wohl den BFC nicht so richtig ernst und der BAK konnte die ambitionierten Alt-Glienicker ausschalten. Der BAK ließ über weite Strecken des Spiels erkennen, dass sie zurecht in dieses Finale eingezogen waren.

Die erste Halbzeit ging torlos vorüber. Die fehlende Spielpraxis machte sich bei beiden Teams bemerkbar. Es schlichen sich einige Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein. Der BFC Trainer schickte seine Mannschaft in einem 4-4-2 System auf den Rasen, sein Kollege aus dem Poststadion setzte ein 3-4-3 dagegen. In der 43. Minute musste Mittelfeldspieler Tezel mit gelb-rot vom Platz. Bis dahin waren packende Torszenen Mangelware. Der BAK wirkte in der Spielanlage etwas reifer und hatte dadurch leichte Vorteile.

Die zweite Halbzeit mussten sie dezimiert bestreiten und bekamen gleich eine zusätzliche Hypothek aufgebürdet. In der 48. Minute landete ein Freistoß, getreten von Kleihs, direkt auf dem Kopf vom BFC Kapitän Pollasch. BAK Torwart Kühn hatte keine Chance der Abwehr. Der BAK nahm den Kampf auf und drängte auf den Ausgleich. Dass sie einen Spieler weniger auf Platz hatten, war nicht zu bemerken. Der BFC lauerte auf Konter. Die Abwehrkette des BAK stand, vor allem Häusel verdiente sich Bestnoten. Er gewann nicht nur alle Zweikämpfe in der gefährlichen Zone, seine Pässe aus der Abwehr leiteten einige gefährliche Angriffe ein. Der BFC Keeper bekam einiges zu tun.

Der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen. Es kam anders. In der 88. Minute nutzte Steinborn ein Missverständnis in der BAK Abwehr zur 2:0 Führung. Der BAK gab sich weiter nicht geschlagen. Sie wurden fast noch belohnt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verkürzte El-Jindaoui per Foulelfmeter auf 1:2 und im Lager des BFC musste gezittert werden. Viel hätte nicht gefehlt und kurz vor dem Schlusspfiff hätte der BAK den Ausgleich erzielen können.

Groß war die Freude beim BFC Dynamo, so richtig hatte nach all den Widrigkeiten der Saison keiner diese Mannschaft auf dem Zettel. Es bleibt jetzt zu hoffen, dass der Sieg für den BFC Dynamo auf Dauer Bestand haben wird. Wie bereits berichtet, der Oberligist Blau-Weiß 90 war zwar am Donnerstag, 27. Mai mit einem Einspruch gegen den wegen der Coronavirus-Pandemie geänderten Spielmodus – nur die Regionalligisten durften den Sieger ausspielen – vor dem Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes gescheitert. Die Verantwortlichen von Blau-Weiss ziehen jetzt eine Etage höher, vor das Verbandsgericht des BFV, so war es auch am Rande des Spiels zu erfahren.

„Nun liegt es am Verbandsgericht des BFV, dass vor Ende Juni über unsere Berufung entscheiden muss, welche Rechtsposition sich am Ende durchsetzen wird. Das Zustandekommen wie auch den Beschluss des BFV-Beirats selbst, die 27 teilnehmenden Vereine unterhalb der Regionalliga aus dem laufenden Wettbewerb auszuschließen, halten wir nach wie vor für die falscheste Entscheidung, die getroffen werden konnte.“, so nachzulesen auf der HP von Blau-Weiss.

Hans-Peter Becker

AOK Pokal Finale Saison 2020/21

29.05.2021 13:00 Uhr Mommsenstadion

BFC Dynamo – BAK 07 2:1(0:0)

Torfolge

48. min 1:0 Pollasch

88. min 2:0 Steinborn

90.+2 min 2:1 El-Jindaoui (11m)

Überraschungen im Halbfinale

Das Finale 2021 im AOK-Pokal bestreiten zwei Mannschaften, mit denen nicht unbedingt gerechnet werden konnte. Am Samstag, dem 29. Mai 2021, treffen der BFC Dynamo und der Berliner AK 07 im Endspiel des AOK-Landespokals der 1. Herren aufeinander. Die Begegnung wird im Rahmen der sechsten Auflage des Finaltags der Amateure ausgetragen und im rbb live übertragen. Das Spiel findet im Mommsenstadion statt.

Der BFC Dynamo setzte sich mit 3:0 im Stadion Lichterfelde gegen den Drittliga-Aufsteiger Viktoria Berlin durch und BAK 07 bezwang den amtierenden Pokalsieger VSG VSG Altglienicke mit 4:0. Andreas Pollasch (16. Minute), Michael Blum (20.) und Matthias Steinborn (24./Foulelfmeter) erzielten die Tore für Dynamo. Für den Berliner AK 07 trafen Michel Ulrich (34./59.) und Charmaine Häusl (54./81.) jeweils doppelt. Beide Halbfinals wurden am Samstag, 22. Mai ausgetragen.

Victoria steht im Halbfinale des Berliner Pokals

Der zukünftige Drittligist ist mit einem 3:0 Erfolg gegen Tennis Borussia in das Halbfinale des AOK-Pokals eingezogen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es Chancen, den Führungstreffer zu erzielen. Es dauerte bis zur 59. Minute bis Moritz Seiffert die Himmelblauen in Führung brachte. Nur wenig später legte Mattis Daube nach und erhöhte auf 2:0. TeBe steckte nicht auf, zeigte aber sichtlich geschockt. Den Schlusspunkt der Partie setzte Shalva Ogbaidze in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Der Gegner im Halbfinale wird der BFC Dynamo sein. Die Halbfinals werden am 22. Mai ausgetragen, das Finale steigt im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am 29. Mai. Im anderen Halbfinale treffen der BAK und Pokalverteidiger Altglienicke aufeinander. Alles im Moment noch unter Vorbehalt der Entscheidung des Einspruchs des Oberligisten Blau-Weiß 90.

Was den „Finaltag der Amateure“ angeht, so wird neben Thüringen und Bremen, der Landesverband Südwest sein Finale erst später austragen. Hier sollen die Entscheidungen über die Finalteilnahme auf sportlichem Weg ausgetragen werden.

Hans-Peter Becker

Einspruch von Blau-Weiß 90 zum Beendigungsmodus des AOK-Landespokals

Am Freitag, 14.05. gab der BFV untenstehende Pressemitteilung heraus. Wie der Kicker einen Tag später meldete, handelt es sich bei dem Oberligisten um Blau-Weiß 90. Sollte der für den 29. Mai vorgesehen Finaltag der Amateure stattfinden, so steht bereits jetzt fest, dass die Landesverbände Thüringen und Bremen nicht dabei sein werden. Sie brauchen mehr Zeit, um die Finalisten zu ermitteln. Das Berliner Endspiel steht aktuell unter Vorbehalt der Entscheidung des Sportgerichtes.

Ein Oberligist hat Einspruch gegen die Beiratsentscheidung beim Sportgericht eingelegt, den Wettbewerb nur mit den fünf Regionalligisten zu Ende zu spielen. Das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes hat das Präsidium am heutigen Freitag aufgefordert, innerhalb der nächsten sieben Tage eine Stellungnahme einzureichen. In einer Abstimmung des Spielausschusses wurde entschieden, dass angesetzte Viertelfinale am Samstag, dem 15. Mai 2021 (13:30 Uhr) zwischen dem FC Viktoria 1889 Berlin und Tennis Borussia planmäßig stattfinden zulassen (rbb24 überträgt live). Dieses wird darin begründet, dass die Senatsverwaltung für Inneres und Sport den Oberligisten und dem Berliner Fußball-Verband mehrmals schriftlich dargelegt hat, dass die Vereine der Oberliga keine Trainings- und Spielerlaubnis erhalten.

Die vom BFV-Beirat bestätigte Beschlussvorlage sieht vor, dass der seit November 2020 unterbrochene Wettbewerb unter den fünf verbliebenen Regionalligisten BFC Dynamo, Berliner AK 07, VSG Altglienicke, Viktoria Berlin und Tennis Borussia Berlin ausgespielt wird. Alle anderen Vereine sollen für den Verzicht auf die weitere Beteiligung in angemessener Höhe entschädigt werden. Der Spielausschuss des BFV hatte den weiteren Ablauf im AOK-Landespokal mit den 32 im Wettbewerb verbliebenen Klubs zuvor in mehreren Videokonferenzen abgestimmt. In den Gesprächen waren alle beteiligten Vereine zu der mehrheitlichen Übereinkunft gekommen.

Joachim Gaertner, Präsidialmitglied Spielbetrieb im Berliner Fußball-Verband, sagt: „In allen Gesprächen mit den verbleibenden 32 Pokalmannschaften war stets der gemeinsame Nenner, dass Berlin am 29. Mai 2021 am Finaltag der Amateure teilnehmen soll. So sehr ich die persönlichen Interessen des Beschwerdeführers nachvollziehen kann, so fehlt mir gleichzeitig der Blick für das allgemeine Interesse des Berliner Amateurfußballs. Die Senatsverwaltung hat eindeutig festgelegt, dass die Teams unterhalb der Regionalliga keine Trainings- und Spielerlaubnis erhalten. Das kann man kritisieren, die Fakten kann jedoch der Beschwerdeführer nicht ausblenden. Insofern hoffe ich sehr, dass das Sportgericht die Rechtsposition des Spielausschusses bestätigt und der Zeitplan für die vier verbleibenden Pokalspiele nicht infrage gestellt wird.”

Quelle: Berliner Fußballverband

VSG Altglienicke gewinnt das Berliner Pokalfinale

War bei den Frauen das Finale eine einseitige Angelegenheit für Viktoria 98, so war es bei den Herren eine gute Stunde lang etwas spannender. Der Jahn-Sportpark zeigte leere Ränge, lediglich ein paar Gäste des Verbandes durften im oberen Teil der Haupttribüne Platz nehmen. Auch für Sie, wie für die akkreditieren Journalisten, galt ein Zugangsprozedere mit Abgabe einer Gesundheitserklärung und dem Messen der Körpertemperatur. Ein Polizist war auch anwesend, der guten Ordnung halber, Tumulte auf der Pressetribüne waren eher nicht zu erwarten.

In der ersten Halbzeit kämpften beide Mannschaften um die Vorherrschaft im Mittelfeld, dabei hatte der Titelverteidiger, Viktoria 98 mehr Spielanteile und Torchancen. Erst in der 28. Minute gaben die Altglienicker den ersten Torschuss ab. Er stellte für Viktorias Keeper Philip Sprint kein Problem dar. Etwas anders stellte sich die Beschäftigungssituation für seinen Gegenüber Leon Bätge dar. In der 39. Minute musste er Kopf und Kragen riskieren, um gegen Viktorias Kapitän Christoph Menz klären zu können. Wer weiß welchen Verlauf das Spiel genommen hätte.

Der Führungstreffer für die VSG Altglienicke fiel erstens fast aus dem nichts und stellte zweitens den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Es gab einen Freistoß für Altglienicke, der als Flanke getreten herein segelte und von Johannes Manske per Kopf unhaltbar ins Tor gelenkt wurde. Ausgerechnet J. Manske, der in der vergangenen Saison noch das Trikot von Viktoria trug.

Nach der Halbzeitpause drückte der Pokalverteidiger auf den Ausgleich. Es kam wieder ganz anders. In der 63. Minute schlug Phillip Zeiger einen langen Ball aus der eigenen Hälfte quer über geschätzte 50 m in die gegnerische Hälfte. Er erreichte den Adressaten, Linus Meyer, nach gekonnter Ballannahme, ließ erst Verteidiger Jakob Lewald und anschließend Torwart Philip Sprint aussteigen und vollendete zur 2:0 Führung. Ein Tor, das nicht in jedem Spiel gelingt. Kurz öffnete der Himmel über dem Jahn-Sportpark seine Schleusen und spülte die letzten Hoffnungen der Viktoria auf eine erfolgreiche Titelverteidigung davon. Ein Doppelschlag des Finalneulings schraubte das Ergebnis auf den Zwischenstand von 4:0. Es waren zwar noch 20 Minuten zu gehen und Viktoria gab nicht auf und wurde zwei weitere Male ausgekontert. Am Ende stand ein klares und deutliches 6:0 für die VSG Altglienicke. Nicht einmal ein Ehrentreffer sollte Viktoria glücken.

Wer hätte zur Halbzeitpause dieses Ergebnis erwarten können ? Nach Spielende war die Enttäuschung groß bei den Himmelblauen. Trainer Benedetto Muzzicato fand für die Niederlage die richtigen Worte. „Wir haben einfach das Tor nicht getroffen. Altglienicke war effektiver und auf Grund der zweiten Halbzeit war der Sieg verdient.“

Altglienickes Trainer Karsten Heine kennt das Gefühl im Jahn-Sportpark Pokalsieger zu werden. 2004 gelang ihm das mit den Amateuren von Hertha BSC, jetzt wiederholte er den Erfolg mit der VSG Altglienicke. „Der Pokal ist immer was besonderes, die Höhe des Sieges sollte nicht überbewertet werden. In der ersten Halbzeit hatten wir Mühe ins Spiel zu kommen, da erwies sich unser Torwart Leon Bätge als starker Rückhalt.“

Wegen der Terminverschiebung durch Corona haben die Altglienicker kaum Gelegenheit den Pokalsieg, den ersten großen Erfolg in der Vereinsgeschichte, ausgiebig zu feiern. Bereits am Dienstag, 25.08.2020 geht es in der Regionalliga weiter. An der Ruschestraße erwartet Lichtenberg 47 die VSG zum Kampf um die Punkte. Viktoria hat ein Heimspiel und hat Optik Rathenow im Stadion Lichterfelde zu Gast.

Der Gegner in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals steht ja bereits fest. Die VSG Altglienicke empfängt den 1. FC Köln aus der Bundesliga, wahrscheinlich ist dann der Jahn-Sportpark erneut der Austragungsort.

Hans-Peter Becker