Grischa Prömel bleibt eisern

Während sich die Mannschaft auf den Wiederbeginn der Bundesliga vorbereitet, läuft die Zukunftsplanung der Lizenzspielerabteilung des 1. FC Union Berlin auf Hochtouren. Geschäftsführer Oliver Ruhnert einigte sich mit Grischa Prömel auf eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrages, somit zählt der 25-Jährige auch künftig zum Aufgebot von Chef-Trainer Urs Fischer.

Grischa Prömel, der im Sommer 2017 vom Karlsruher SC nach Köpenick wechselte, bestritt bisher 67 Pflichtspiele für den 1. FC Union Berlin, dabei gelangen dem gebürtigen Stuttgarter acht Treffer, sowie sieben Vorlagen. Nach dem Gewinn der deutschen A-Jungend Meisterschafft (2013/14) mit der TSG Hoffenheim und dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio folgte im Sommer 2019 mit dem Aufstieg in die Bundesliga ein weiteres Highlight in der Karriere des Mittelfeldspielers.

„Natürlich habe ich mir vor meiner Vertragsverlängerung viele Gedanken gemacht, wie mein weiterer Weg aussehen soll. Ich habe mich aber bei Union vom ersten Tag an sehr wohlgefühlt und mit dem Aufstieg in die Bundesliga im vergangenen Sommer habe ich mir einen persönlichen Traum erfüllt. Durch diese Erlebnisse ist mir Entscheidung beim Verein zu bleiben nicht schwergefallen. Ich sehe hier die optimalen Bedingungen um mich auch in Zukunft bestmöglich zu entwickeln“, so Grischa Prömel nach seiner Unterschrift.

Grischa Prömel © Foto: Hans-Peter Becker

„Grischa Prömel ist hier bei Union zum Führungsspieler gereift, der einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg in die Bundesliga geleistet hat. Sowohl auf als auch neben dem Platz ist Grischa ein wichtiger Leistungsträger unseres Kaders, auch wenn ihn die Verletzung in dieser Saison viele Spiele gekostet hat. Wir sind von Grischas Qualität überzeugt und sind der Meinung, dass er auch in Zukunft eine wichtige Rolle in unserem Team einnehmen wird. Deshalb freuen wir uns mit ihm auch in Zukunft als wichtigem Baustein unseres Kaders planen zu können“, kommentierte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, das neue Arbeitspapier des 25-Jährigen.

Grischa Prömel erhält beim 1. FC Union Berlin einen neuen Vertrag, gültig für die Bundesliga und die 2. Bundesliga.

Quelle: 1. FC Union Berlin

Sebastian Andersson bleibt Eisern

Vor dem Spiel in Bremen gegen den SV Werder, haben die Verantwortlichen des 1. FC Union eine wichtige Personalie unter Dach und Fach gebracht.

Der 1. FC Union Berlin und Stürmer Sebastian Andersson haben sich auf eine Verlängerung der bisherigen Zusammenarbeit verständigt. Der 28-jährige Angreifer geht auch künftig für Union auf Torejagd und verlängert seinen bis Sommer 2020 datierten Vertrag vorzeitig.

Sebastian Andersson verlängert seinen Vertrag © Foto: Hans-Peter Becker

Andersson wechselte im Sommer 2018 vom 1. FC Kaiserslautern nach Berlin-Köpenick, für die Roten Teufel hatte der heute 28-Jährige in 30 Spielen 12 Mal getroffen. Bei den Eisernen zählte der Mittelstürmer von Anfang an zum Stammpersonal und steuerte zwölf Treffer zum erstmaligen Aufstieg des 1. FC Union Berlin in die Bundesliga bei. In der Premierensaison im deutschen Fußballoberhaus gelang dem 190 cm großen Schweden am zweiten Spieltag das erste Tor der Union-Bundesligageschichte, dem Treffer in Augsburg ließ Sebastian Andersson bis dato sieben weitere Treffer folgen. Auch im DFB-Pokal trug sich Andersson für Union bereits doppelt in die Torschützenliste ein, in insgesamt 60 Pflichtspielen für Union lieferte der Angreifer neben 22 eigenen Treffern auch neun Torvorlagen. Durch die guten Leistungen im Verein erspielte sich der Stoßstürmer die Aufmerksamkeit von Schwedens Nationaltrainer Janne Andersson und gehörte zuletzt regelmäßig zum Kader der Nationalmannschaft seines Heimatlandes.

„Ich habe mich bei Union und in Berlin mit meiner Familie sehr schnell eingelebt und freue mich deshalb, meinen Vertrag hier zu verlängern. In den eineinhalb Jahren, in denen ich bisher hier spiele, gab es viele unglaublich schöne Momente. Ich möchte meinen Anteil dazu beitragen, dass wir davon in nächster Zeit noch mehr erleben. Als Mannschaft werden wir alles dafür geben, auch nächstes Jahr in der Bundesliga zu spielen“, kommentierte Sebastian Andersson seine Unterschrift.

„Wir freuen uns, dass wir Sebastian auch weiterhin an uns binden konnten. Sowohl im letzten Jahr, als auch in dieser Saison hat er sein Können unter Beweis gestellt und immer wieder gezeigt, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist. Mit seinen guten Leistungen hat er natürlich viel Interesse geweckt, umso schöner ist es, dass wir nun Einigung erzielt und einen weitergehenden Vertrag unterschrieben haben“, zeigte sich Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, zufrieden.

Der neue Vertrag gilt für die Bundesliga und die 2. Bundesliga.
Quelle: 1. FC Union Berlin


Saisonstart bei den Eisernen

Bei hochsommerlichen, sehr heißen Temperaturen hat der 1. FC Union den Start in seine Premierensaison in der Bundesliga vollzogen. Am Samstag, 29.06. war der Urlaub für die Profis und den Trainerstab endgültig vorbei. Trainer Urs Fischer stand bereits ein für diesen frühen Saisonzeitpunkt bereits erstaunlich kompletter Kader zur Verfügung. Seit dem Aufstieg ging es Schlag auf Schlag mit den personellen Veränderungen. Dabei hat das offizielle Transferfenster erst seit dem 1. Juli geöffnet und schließt in diesem Jahr erst am 2. September. Normalerweise ist die Wechselperiode im Sommer stets am 31. August beendet. Da dieser Tag auf einen Samstag fällt läuft die Frist bis zum darauffolgenden Montag weiter.

Fotos: © Hans-Peter Becker

Bei der ersten Trainingseinheit fehlte Suleiman Abdullahi, er konnte wegen Problemen mit seinem Reisepass nicht rechtzeitig aus Nigeria zurückkehren. Nach einem Aufwärmprogramm, trotz fast 40 Grad in der Sonne, bat Trainer Urs Fischer zu einem Trainingsspiel. Dabei konnte sich Neuzugang Julius Kade von Hertha BSC mit zwei erzielten Toren gleich auszeichnen. Neben Kade, präsentierten sich auch die anderen Neuzugänge, unter anderem Florian Flecker Keven Schlotterbeck, Robert Andrich und Sheraldo Becker. Besonders Augenmerk richteten die anwesenden Journalisten und Trainigskiebitze auf den bisher teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte Anthony Ujah. Auf seine Torgefahr setzen die Fans und Verantwortlichen in der Wuhlheide. Seine Erstligaerfahrung von 109 Spielen könnte wichtig werden.

Bisher präsentierten die Eisernen bereits acht Neuzugänge. Im abschließenden Pressegespräch lobte Trainer Urs Fischer ausdrücklich die Arbeit von Kaderplaner und dem Chef der Lizenzspielerabteilung Oliver Ruhnert. „Während wir Urlaub gemacht haben, hat er intensiv gearbeitet.“ Dass das Auftaktprogramm mit ersten Spiel zu Hause gegen RB Leipzig, dann auswärts in Augsburg und mit dem zweiten Heimspiel gleich gegen Dortmund hätte ein bisschen einfacher sein können, ließ er nicht gelten. „Gibt es in dieser Liga überhaupt einfache Gegner ?“ Ähnlich äußerte sich auch Kapitän Christopher Trimmel, „du musst sowieso gegen jeden spielen!“

Von Anthony Ujah war zu erfahren, dass er eine Wohnung ganz in der Nähe des Stadions gefunden hat. Das ist nicht ganz unwichtig, sein Vertrag läuft schließlich bis 2022. Er beantwortete die Fragen der Journalisten in einem sehr passablen Deutsch, das unterscheidet ihn von seinem Landsmann mit den Passproblemen.

Pressegespräch mit Anthony Ujah Foto: H.-P. Becker

Nach der ersten Trainigseinheit ging es gleich nach Bad Saarow, hier sollen vorallem die konditionellen Grundlagen für eine möglichst erfolgreiche Saison gelegt werden. Bereits am kommenden Samstag, 6. Juli steht dann in der Alten Försterei der erste Test gegen Bröndby Kopenhagen an. Für den Gast aus der dänischen Hauptstadt ist es die Generalprobe, nur eine Woche später startet die dänische Superliga bereits in ihre neue Saison.

Hans-Peter Becker


Geglückter Saisonstart und wieder kein Losglück

Erster Startelfeinsatz für Florian Hübner Foto: Hans-Peter Becker

Der Start in die neue Saison ist bei den Eisernen geglückt. Nach drei Spieltagen sind sie zusammen mit dem 1. FC Köln Tabellenführer, wie immer ist das eine hübsche Momentaufnahme und abgerechnet wird am Schluss. Gegen den FC St. Pauli war das Ergebnis besser als das Spiel. Der Doppelschlag vor der Halbzeitpause (44. und 45. Minute) war die Vorentscheidung in einer bis dahin offenen Partie. Die Handschrift von Urs Fischer wird immer deutlicher. Er will mehr Dominanz und Kontrolle. Der Kader scheint gerüstet für den Kampf um die oberen Tabellenplätze. Zusammen mit der neuen Nummer 1 im Tor Rafal Gikiewicz standen fünf Neuzugänge in der Startformation. Gegen St. Pauli kam Florian Hübner zu seinem ersten Einsatz und machte seine Sache, laut seinem Trainer, sehr gut. Erstaunlich, es sah aus als würden Marvin Friedrich und Florian Hübner bereits länger zusammenspielen.  St. Pauli hatte elf Torschüsse, davon waren drei hochkarätig. Das war eine Abwehrleistung der Eisernen, die sich sehen lassen konnte. Von den anderen Neuzugängen spielte Ken Reichel auf der Position des linken Außenverteidigers souverän. Einen deutlichen Qualitätsgewinn bringt auch Manuel Schmiedebach auf der Sechser-Position in das Spiel. Es ist fast verwunderlich, dass Hannover 96 keine Verwendung mehr für ihn hatte. Neben defensiven Stärken, er schont sich in keinem Zweikampf, ist er sehr wertvoll für den Spielaufbau.

Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nicht korrekt wieder. Der FC St. Pauli wurde unter Wert geschlagen, der 4:1 Sieg für den 1. FC Union fällt etwas zu hoch aus. Über weite Strecken der ersten Halbzeit wurde deutlich, woran weiter gearbeitet werden muss. Den Fans im ausverkauften Stadion „An der Alten Försterei“ skandierten „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ und was will man mehr, als vier Tore von der eigenen Mannschaft.

Unterdessen wurde die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal aus gelöst. Im Lager der Eisernen hatten sie so auf ein Heimspiel gehofft. Schlimmer hätte es nicht kommen können. Zu Hause gegen Schalke 04, das war der heimliche Wunsch der Fans, Steven Skrzybski hätte sich auch gefreut. Stattdessen wurde es der Konkurrent, oh nein, wie im vergangenen Jahr, müssen sie nach Dortmund und sind wieder nur der krasse Aussenseiter. „Borussia Dortmund ist natürlich ein attraktiver, aber zugleich auch schwieriger Gegner. Wir haben uns vor zwei Jahren dort sehr gut präsentiert, das ist auch jetzt unser Ziel. Es wird ein interessantes Spiel mit einer besonderen Atmosphäre, die unsere Spieler genießen sollen und werden. Unsere Aufmerksamkeit darf allerdings nicht nur auf dem Pokalspiel liegen. Wir müssen auch weiterhin die Spiele in der Liga konzentriert angehen“, so äußerte sich in einer ersten Reaktion Oliver Ruhnert, der Geschäftsführer Profisport des 1. FC Union.
Hans-Peter Becker

Der 1. FC Union startet in seine 13. Zweitliga-Saison

Es ist immer so eine Sache mit den Prognosen, wie eine Saison verlaufen könnte. Beim 1. FC Union, dem einzigen Berliner Vertreter in der 2. Bundesliga, lagen die Experten, was den Verlauf der vergangenen Spielzeit betrifft, wohl alle ziemlich daneben. Es steht wieder eine Saison bevor, was spricht dafür, was spricht dagegen, wie sehen die Verantwortlichen des Vereins selber die Chancen ? Besser abschneiden als in der letzten Saison, mehr war bisher aus dem Lager der Eisernen nicht zu vernehmen. Als Minimalziel wäre das Platz 7 nach 34 Punktspielen, nun ja, mit dem zur Verfügung stehenden Kader ist das eine realistische Vorgabe. Auch soll es ruhiger zugehen, als zuletzt, als sich die Vereinsführung veranlasst sah, den Trainer zu wechseln. Gebracht hat es nichts, eher im Gegenteil, Ziel verfehlt und kurzzeitig bestand Abstiegsgefahr. Es ging gut, aber das Beispiel von Eintracht Braunschweig sollte eine Warnung sein.

neuer Chef-Trainer – Urs Fischer  Foto: Hans-Peter Becker

Das Personalkarussell drehte sich. Auf der Ebene der sportlichen Leitung musste Kaderplaner Helmut Schulte gehen und der Geschäftsführer Sport Lutz Munack ist zukünftig nur noch für den Nachwuchs- und Amateurbereich zuständig. Für den Bereich Profifußball wurde mit Oliver Ruhnert ein weiterer Geschäftsführer installiert. Der während der Saison vollzogene Trainerwechsel brachte nichts. Union-Urgestein Andre Hofschneider konnte lediglich den Absturz in Drittklassigkeit verhindern. Die Vereinsführung hatte andere Hoffnungen in ihn gesetzt. Er wurde ersetzt durch den Schweizer Urs Fischer. Der etwas später mit Markus Hoffmann noch einen Co-Trainer seines Vertrauens holen durfte. Beide kennen sich aus ihrer 2jährigen Zusammenarbeit beim FC Basel. Dort hinterließen sie mit zwei Schweizer Meisterschaften, einen Pokalsieg und den Einzug in die Gruppenphase der Champions League eine beachtliche Erfolgsgeschichte. Gebleiben aus der Keller-Hofschneider Ära ist Sebastian Bönig als weiterer Co-Trainer.

Zwar ist das Tranferfenster noch bis zum 31. August geöffnet, im Goßen und Ganzen sind die Kaderplanungen bei den Eisernen abgeschlossen. Den Verein verlassen haben aktuell sieben Spieler, dafür wurden bisher 9 Neue geholt. Als Ersatz für den nach Duisburg abgewanderten Torwart Daniel Mesenhöler wurde Rafal Gikiewicz vom FC Freiburg geholt. Nach den Eindrücken aus der Vorbereitung dürfte er die neue Nummer eins im Tor sein. Jakob Busk wird sich weiter gedulden müssen.

Für die Abgänge in der Verteidigung wurden Christopher Lenz (bisher Holstein Kiel), Ken Reichel (Eintracht Braunschweig), Florian Hübner (Hannover 96) und ganz aktuell, Nachwuchsmann Julian Ryerson (bisher Viking Stavanger) aus der norwegischen 2. Liga geholt.

neuer Kapitän – Christopher Trimmel  Foto: Hans-Peter Becker

Für das defensive Mittelfeld wurde Manuel Schmiedebach von Hannover 96 ausgeliehen und aus Sandhausen zurückgekehrt ist Eroll Zejnullahu. Der Königstransfer neben der Leihgabe Schmiedebach ist Stürmer Sebastian Andersson. Der Schwede war in der vergangenen Saison für den 1. FC Kaiserslautern aktiv und dort einer der wenigen Lichtblicke. Er konnte zwar den Abstieg des Pfälzer Traditionsvereins nicht verhindern, erzielte aber bei seinen 29 Einsätzen 12 Tore und gab 4 Vorlagen. Trotz seiner Körpergröße von 1,90 m wirkt er sehr beweglich und hat in der Vorbereitung bereits getroffen. Da Sebastian Polter noch einige Zeit braucht um fit zu werden, passt die Verpflichtung bestens. Ein anderer Stürmertyp ist der aus Regensburg verpflichtete Joshua Mees. Er fühlt sich am wohlsten auf der Position des linken Außenstürmers. Für den SV Jahn erzielte er in der Saison immerhin 6 Tore.

Die Kapitänsfrage wurde unterdessen auch beantwortet. Christopher Trimmel wird zukünftig dieses Amt bekleiden. Der bisherige Amtsinhaber Felix Kroos steht neben Marvin Friedrich als Vizekapitän bereit. Aus dem Kader sind momentan Sebastian Polter und Fabian Schönheim nicht einsatzfähig. Sie absolvieren Reha-Maßnahmen. Angeschlagen waren Marc Torrejon, Neuzugang Florian Hübner und Ex-Kapitän Felix Kroos. Nach letzten Informationen soll Kroos seine Probleme an der Leiste überwunden haben.

Vor dem am kommenden Sonntag, 05. August anstehenden Saisonstart stehen 29 Spieler im Kader. Das Potential ist ausreichend für einen Tabellenplatz besser als der erreichte Rang 8 nach der letzten Spielzeit. Es ist verständlich, dass das Wort Aufstieg als Saisonziel nicht verkündet wird. Die direkten Aufstiegsplätze dürften an die beiden Absteiger aus der 1. Bundesliga vergeben sein. Dahinter ist allerdings vieles möglich, um den Relegationsplatz 3 wird es ein spannendes Rennen geben. Sollte es am Ende für den 3. Platz reichen, wäre es das beste Ergebnis für die Eisernen in der 2. Bundesliga.

Hans-Peter Becker

Philipp Hosiner wechselt zu SK Sturm Graz

So ganz überraschend kam der nun vollzogene Wechsel des ehemaligen österreichischen Nationalspielers nicht. Für Philipp Hosiner ist die Uhr beim 1. FC Union abgelaufen. Der Mittelstürmer wechselt mit sofortiger Wirkung nach Graz in die dortige erste Liga.

Hosiner spielte seit dem 01.07.2016 für die Eisernen, bei denen er auf insgesamt 47 Pflichtspieleinsätze zurückblicken kann (44 Zweitliga-, 3 DFB-Pokalspiele). In dieser Zeit gelangen ihm 8 Treffer und drei Vorlagen im Trikot der Rot-Weißen. Zuvor spielte Hosiner unter anderem für den 1. FC Köln, Stade Rennes, FK Austria Wien und Admira Wacker Mödling.

„Ich bedanke mich beim gesamten Verein, allen Verantwortlichen und vor allem bei der Mannschaft für zwei super Jahre. Union ist ein geiler Klub, den ich auch in Zukunft verfolgen werde und dem ich nur das Beste wünsche“, äußerte sich Hosiner zu seinem Wechsel.

„Philipp hat zu jeder Zeit immer alles für den Verein gegeben und sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Ihm war es wichtig, noch einmal in seiner Karriere die Möglichkeit zu haben, international spielen zu können – diesem Wunsch haben wir entsprochen. Wir danken Philipp ganz herzlich für sein Engagement und wünschen ihm und seinem neuen Team viel Erfolg für die Zukunft“, kommentierte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim 1. FC Union Berlin, den Wechsel.

Der bis zum 30.06.2019 datierte Vertrag des ehemaligen österreichischen Nationalspielers wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Über die Höhe der Ablösesumme haben beide Klubs Stillschweigen vereinbart.

Quelle: 1. FC Union Berlin/Hans-Peter Becker

Manuel Schmiedebach wechselt an die Alte Försterei

Der Kader des 1. FC Union Berlin nimmt weiter Formen an. Manuel Schmiedebach verstärkt ab der kommenden Saison das Mittelfeld der Eisernen und wechselt von Hannover 96 nach Berlin.

Der in Berlin geborene Manuel Schmiedebach schnürte seine Fußballschuhe in der Jugend für den SC Schwarz-Weiß Spandau 1953, den Spandauer SV, SC Staaken 1919 und den Nordberliner SC, anschließend zog es den Mittelfeldspieler in die Nachwuchsabteilung von Hertha BSC Berlin. Bei den Charlottenburgern schaffte er den Sprung in die U23 und wechselte 2008 zur Reserve von Hannover 96. Bei den Niedersachsen gelang dem 171 cm großen Defensivspezialisten nur ein Jahr später der Sprung zu den Profis, in den Folgejahren entwickelte er sich zu einer festen Größe bei den 96ern. Mit Schmiedebach feierte Hannover 2011 die erfolgreichste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte und spielte in den nächsten Jahren sogar in der Europa League. Trotz des Abstiegs aus der Bundesliga in der Saison 2015/16 blieb Schmiedebach seinem Verein treu und führte das Team als Kapitän nur ein Jahr nach dem Abstieg zurück ins Oberhaus. Schmiedebach absolvierte bislang 176 Bundesliga-Partien und kam in 24 Euro League-Spielen zum Einsatz.

„Manuel Schmiedebach verfügt über einen großen Erfahrungsschatz auf erstklassigem Niveau. Er ist ein besonderer Charakter, der in den letzten Jahren bewiesen hat, welch wichtige Rolle er in einer Mannschaft einnehmen kann. Wir freuen uns auf einen tollen Fußballer, der uns ab sofort verstärken wird“, kommentierte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball des 1. FC Union Berlin, den Wechsel.

„Ich freue ich mich, wieder in meine Heimatstadt zurückzukehren, wo alles für mich angefangen hat. Mit meiner Erfahrung werde ich die Mannschaft nach Kräften unterstützen, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. Ich komme zu Union, um hier etwas Besonderes erreichen und sehe, dass das möglich ist.  Als wir mit Hannover in der 2. Liga gespielt haben, habe ich erlebt wie viel Potenzial im 1. FC Union Berlin steckt und welche Energie der gesamte Verein entfalten kann. Darauf habe ich große Lust“, so Manuel Schmiedebach nach seiner Unterschrift.

Manuel Schmiedebach wechselt zunächst auf Leihbasis zum 1. FC Union Berlin und erhält einen Vertrag bis zum 30.06.2019. Er spielt mit der Rückennummer 24.
Quelle: 1. FC Union Berlin

Zwei Neue bei den Eisernen

Die Profis des 1. FC Union genießen gerade ihren Urlaub, offizieller Trainingsauftakt wird der 27. Juni sein, zuvor stehen Medizinchecks an. Jetzt tut sich auch was auf der Transferseite. Es wurde der Zugang von zwei neuen Spielern vermeldet. Bleiben wir in der Reihenfolge der Verkündigungen.

Mit Sebastian Andersson verpflichtet der 1. FC Union Berlin den ersten Neuzugang für die Zweitliga-Saison 2018/19. Der schwedische Angreifer kommt vom 1. FC Kaiserslautern zu den Eisernen.

Für Andersson war der FCK die erste Station außerhalb Schwedens. Der Skandinavier wechselte im August 2018 in die Pfalz, für die Roten Teufel erzielte er in 29 Bundesligaspielen 12 Treffer und steuerte vier Vorlagen bei. Die Profi-Karriere des 26-Jährigen begann 2010 bei Ängelholm FF in der 2. Liga, wo ihm in 53 Spielen 19 Tore und sechs Assists gelangen. Zwei Jahre später schloss sich Andersson dem schwedischen Erstligisten Kalmar FF an. Von dort ging es über Djurgardens IF weiter ins Team des IFK Norrköping, in dem der Mittelstürmer in der Champions League Qualifikation 2016 auf drei Tore in zwei Partien kam. Anfang 2017 reifte Andersson zum Nationalspieler und erzielte in zwei Einsätzen zwei Tore für die Nationalmannschaft. Im selben Jahr gelangen dem 1,90-Meter großen Rechtsfuß je drei Treffer und drei Vorlagen in vier Spielen während der Qualifikation zur Europa League.

„In Sebastian Andersson sehen wir einen physisch starken und torgefährlichen Stürmer, der bereits internationale Erfahrungen auf hohem Niveau gesammelt hat. Er war in der vergangenen Saison einer der Spieler beim FCK, die auch in der sportlich prekären Lage ihre Leistung abrufen konnten. Wir sind davon überzeugt, dass er seine stetige Entwicklung der letzten Jahre bei uns erfolgreich fortsetzen wird und zum Erreichen unserer Ziele beträgt“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball des 1. FC Union Berlin.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung bei Union und auch auf die Stadt Berlin. Die 2. Bundesliga kenne ich inzwischen ganz gut und ich weiß, was von mir erwartet wird. Spiele werden durch Tore entschieden und davon will ich möglichst viele beisteuern. Wir werden uns konzentriert auf die kommende Saison vorbereiten, um von Beginn an erfolgreich zu sein“, äußerte sich der Schwede nach seiner Vertragsunterschrift.

Sebastian Andersson erhält beim 1. FC Union Berlin einen Vertrag bis zum 30.06.2020 gültig für die 2. Bundesliga und die Bundesliga. Er spielt mit der Rückennummer 10.

Florian Hübner wechselt von Hannover 96 zum 1. FC Union Berlin und verstärkt die Defensive der Eisernen.

Hübner begann beim SV Wehen Wiesbaden mit dem Fußballspielen und schaffte dort 2010 den Sprung zu den Profis. Nur ein Jahr später schloss sich der 1,93 m große Innenverteidiger der U23 von Borussia Dortmund an. Für die Westfalen absolvierte Hübner insgesamt 48 Partien, anschließend wechselte er in die 2. Bundesliga zum SV Sandhausen. Nach drei Jahren am Hardtwald zog es den heute 27-Jährigen zu Hannover 96, wo Hübner am Ende der Saison 2016/17 den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte. In der abgelaufenen Spielzeit stand der Innenverteidiger in neun Partien in Deutschlands höchster Spielklasse auf dem Rasen.

„Florian Hübner war unser Wunschkandidat für die Innenverteidigung. Mit seiner körperlichen Präsenz und Kopfballstärke und seiner Erfahrung wird er unsere Defensive zur neuen Saison verstärken. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, ihn für uns zu gewinnen“, äußerte sich Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball des 1. FC Union Berlin.

„Union ist eine Top-Adresse in der 2. Bundesliga und ich bin sicher, dass ich hier meine Qualitäten ausspielen kann. Es geht darum, schnell zusammenzufinden und sportlich erfolgreich zu sein. Das ist immer der beste Weg, um Menschen zu überzeugen und zu begeistern“, so Florian Hübner nach seiner Unterschrift.

Florian Hübner erhält beim 1. FC Union Berlin einen Vertrag bis zum 30.06.2020 gültig für die 2. Bundesliga und die Bundesliga. Er spielt mit der Rückennummer 19.
Quelle: 1. FC Union Berlin

Steven Skrzybski wird Schalker

Was sein jetzt ehemaliger Verein nicht geschafft hat, vollzieht jetzt Steven Skrzybski. Er steigt auf, mit dem Wechsel zu Schalke 04. Der 25jährige unterschrieb in Gelsenkirchen einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2020/21. Überrascht ist keiner im Lager der Eisernen, zumal das Geld, im Vertrag war eine  Ablösesumme im Falle eines vorzeitigen Wechsels festgeschrieben, gebraucht wird. Mit Skrzybski verlässt ein Urgestein und somit eine Integrationsfigur die Köpenicker. Im Januar 2001 kam er als 8jähriger in das Nachwuchsleistungszentrum. Dort durchlief er alle Nachwuchsmannschaften und gab am 13. November 2010 im Alter von 17 Jahren gegen den FSV Frankfurt sein Debüt als Profi. Insgesamt bestritt Steven Skrzybski 143 Pflichtspiele für die Profimannschaft des 1. FC Union Berlin, in denen ihm 30 Treffer gelangen.

Zu seinem Wechsel wird Skrzybski mit folgenden Worten zitiert:“Jeder kann sich vorstellen, dass ich mir die Entscheidung nicht leichtgemacht habe. Union zu verlassen, ist für mich ein besonderer Schritt und natürlich spielt mein neuer Verein dabei eine ganz entscheidende Rolle. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Schalke 04 mich schon immer fasziniert hat. Jetzt dorthin zu wechseln, ist die Erfüllung eines großen Traumes. Union bin ich unendlich dankbar für meine Ausbildung und die jahrelange Unterstützung. Ich wünsche dem Verein und allen, die dazugehören alles Gute und viel Erfolg.“

In einem Interview hatte Vereinspräsident Dirk Zingler geäußert, dass er alles in seiner Macht stehende tun wird um den Spieler zu halten. Auf Grund seiner Biographie ist er für die Eisernen ein besonderer Spieler. Es ist aber auch verständlich, dass er im besten Alter nach neuen Herausforderungen sucht. In Gelsenkirchen spielt er in der ersten Liga und es winken Einsätze in der Champions-League. „Für uns kommt dieser Wechsel nicht überraschend, im Gegenteil, Steven hat ihn sich mit einer überragenden Saison verdient. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei dieser enormen sportlichen Herausforderung“, kommentiert Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball des 1. FC Union Berlin den Wechsel.

Die sportliche Leitung hat jetzt Schwerstarbeit zu verrichten, ein neuer Trainer wird auch weiter gesucht.
Hans-Peter Becker