Der 1. FC Union rüstet auf – weitere Geschäftsführer berufen

Das Präsidium des 1. FC Union Berlin nimmt die Entwicklung des Vereins und seiner Tochtergesellschaften in den vergangenen Jahren zum Anlass, die Geschäftsführung inhaltlich und personell zu erweitern.

Den Geschäftsbereich Marketing und Vertrieb, der zuletzt von Thomas Stäpke, Geschäftsführer Finanzen, kommissarisch geleitet wurde, verantwortet künftig Jan Boysen. Der 40-jährige Diplom-Ökonom leitete bisher das Team Sponsoring und Vermarktung des 1. FC Union Berlin und übernimmt die neue Aufgabe nach Übergabe der bisherigen Tätigkeit an einen neuen Teamleiter.

Neu geschaffen wird der Geschäftsbereich Digitalisierung. Für diesen zeichnet ab 01.10.2021 die 45-jährige Anja Kasper verantwortlich. Die Diplom-Betriebswirtin bringt langjährige Erfahrung bei der Leitung digitaler Projekte der Daimler AG mit und wird sich künftig den digitalen Herausforderungen für Union annehmen.  

Thomas Stäpke wird sich als Geschäftsführer Finanzen ab sofort mit besonderem Augenmerk der Finanzierung und dem Baukostencontrolling für die anstehenden Bauprojekte Neubau des NLZ und Ausbau des Stadions An der Alten Försterei widmen. 

„Den Anforderungen an einen schnell wachsenden Bundesliga-Club wollen wir uns auf allen Ebenen stellen, um den gesamten Verein und seine Tochtergesellschaften kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Professionalisierung und Spezialisierung der Geschäftsbereiche ist dafür unabdingbar, deshalb freuen wir uns, mit Anja Kasper und Jan Boysen künftig zwei neue ausgewiesene Fachleute in unseren Reihen zu wissen“, so Union-Präsident Dirk Zingler. „Mein Dank gilt zudem Thomas Stäpke, der die kommissarisch übernommene Aufgabe erfolgreich gemeistert hat und den Bereich Marketing und Vertrieb nun an Jan Boysen übergibt.“

Komplettiert wird die Geschäftsführung von den Präsidiumsmitgliedern Oskar Kosche (Lizenzierung) und Lutz Munack (Nachwuchs- und Amateurfußball), sowie Oliver Ruhnert (Profifußball) und Christian Arbeit (Kommunikation).

Quelle: 1. FC Union Berlin/Petra Mattuscheck

Julius Kade wechselt fest zu Dynamo Dresden

Der 1. FC Union Berlin und die SG Dynamo Dresden haben sich auf einen Transfer von Julius Kade verständigt. Der 22-Jährige schließt sich damit ab sofort erneut der Sportgemeinschaft an. 

Der heute Mittelfeldspieler, der im Sommer 2019 von der U23 von Hertha BSC nach Berlin-Köpenick wechselte, gehörte in seinem ersten Profijahr insgesamt dreimal zum Spieltagskader der Eisernen. Im vergangenen Sommer schloss sich Julius Kade dem Drittligisten SG Dynamo Dresden an, entwickelte sich bei den Sachsen zum Stammspieler und durfte am Ende den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse feiern. Der 1. FC Union Berlin zog daraufhin die im Transfervertrag vereinbarte Rückkaufoption, nun wechselt der Mittelfeldspieler endgültig in die sächsische Landeshauptstadt. 

„Ich habe mich in der letzten Saison in Dresden extrem wohlgefühlt und wollte nun die Chance nutzen, mich dort auch in der 2. Bundesliga zu beweisen. Deshalb bedanke ich mich bei allen Verantwortlichen, dass mir dieser Wunsch erfüllt und eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wurde“, kommentierte Julius Kade seinen Wechsel. 

„Julius ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, zurück zur SG Dynamo Dresden zu wechseln. Nach guten Gesprächen mit dem Verein und ihm haben wir dem zugestimmt und wünschen Julius alles Gute und viel Erfolg in Dresden“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball. 

Quelle: 1. FC Union Berlin

Transfer coup – Union verpflichtet Taiwo Awoniyi

Es verwundert schon etwas, das der 1. FC Union in diesen Zeiten einen solchen Transfer tätigen konnte. In der vergangenen Saison spielte Taiwo Awoniyi auf Leihbasis für die Eisernen. „Wir verpflichten keine Spieler, die 7,5 Millionen Euro Ablöse kosten.“: so wird Unions Manager Oliver Ruhnert im Fachblatt Kicker zitiert. Vielleicht hat er durch geschicktes verhandeln den Preis für den wuchtigen Mittelstürmer etwas drücken können. Ein hübsches Sümmchen dürfte trotzdem an den FC Liverpool zu zahlen sein.

Awoniyi wechselte 2015 von der Imperial Academy in Nigeria zu den Reds an die Merseyside und sammelte auf Leihbasis beim FSV Frankfurt, NEC Nijmengen (Niederlande), KAA Gent und Royal Mouscron (beides in Belgien) Erfahrung. In der Bundesliga lief der Stürmer in der Saison 2019/20 in zwölf Pflichtspielen für Mainz 05 auf. Im letzten Sommer folgte dann der Wechsel zu Union, wo ihm der Durchbruch gelang. Im sechsten Saisonspiel erzielte er Ende November 2020 gegen den 1. FC Köln seinen ersten Treffer im Union-Trikot, dem bis Anfang des Jahres 2021 vier weitere folgten. Eine Verletzung unterbrach zwischenzeitlich den Lauf des Stürmers, der schließlich in den beiden letzten Partien der Spielzeit wieder zum Einsatz kam und mit dem Team den Einzug in die Europa Conference League feiern konnte.

„Ich freue mich, nach den vielen Leihstationen in den vergangenen Jahren nun endlich anzukommen und ein Zuhause zu haben. Union habe ich so viel zu verdanken, und dass ich jetzt fest verpflichtet worden bin, macht mich glücklich und stolz. Es ist fantastisch, dass ich den großartigen Weg mit dem Verein auch weiterhin gehen kann. Ich werde alles dafür geben, schnell da anzuknüpfen, wo ich vor meiner Verletzung war“, so Taiwo Awoniyi.

„Wir haben Taiwo in der letzten Saison kennen und schätzen gelernt. Seine Robustheit, seine Einsatzfreude und sein unbedingter Wille, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln, haben für uns den Ausschlag gegeben, mit aller Kraft auf diesen Transfer hinzuarbeiten. Dass uns das tatsächlich gelungen ist, ist dem Bemühen aller Beteiligten zu verdanken, eine passende Lösung zu finden“, freut sich Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, über die Verpflichtung.

Taiwo Awoniyi ist ins Trainingslager der Mannschaft nach Oberlängenfeld in Tirol nachgereist. Er wird wie bereits in der vergangenen Saison mit der Rückennummer 14 auflaufen.

Quelle: 1. FC Union Berlin/Hans-Peter Becker

Rückkaufoption für Julius Kade gezogen

Julius Kade beim Training des 1. FC Union 2019
Foto: © Hans-Peter Becker

Seine ersten Schritte im Fußball machte er einst bei den Sportfreunden Kladow. 2008 wechselte er in das Nachwuchsleistungszentrum von Hertha BSC. Dort unterschrieb er auch seinen ersten Profivertrag. Sein Bundesligadebüt gab er am 5. April 2017 bei der 0:1 Auswärtsniederlage der Hertha in Mönchengladbach. Trainer Pal Dardai wechselte ihn in der Schlussphase, in der 81. Minute für Salomon Kalou ein. Er war nach Lennart Hartmann der bisher zweitjüngste Bundesligaspieler bei Hertha BSC. So richtig gings es für ihn bei der Alten Dame nicht weiter, sodass er 2019 zum Bundesligaaufsteiger und Lokalrivalen 1. FC Union wechselte. Mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet kam er zu keinem Pflichtspieleinsatz bei den Eisernen. Mit Beginn der Saison 2020/21 wechselte er zum Drittliga-Absteiger Dynamo Dresden. Dort avancierte er zum Stammspieler und war wesentlich mit seinen Leistungen am sofortigen Wiederaufstieg der Dresdener beteiligt.

Die Eisernen zogen jetzt die vereinbarte Rückkaufoption für den zentralen und offensiven Mittelfeldspielers. „Julius hat sich in Dresden hervorragend entwickelt und kam in 30 von 38 möglichen Partien in der 3. Liga zum Einsatz. Er hat sich bei einem ambitionierten Verein mit dem klaren Ziel, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen, durchgesetzt und mit seinen Leistungen dazu beigetragen, dieses Ziel zu erreichen. Er hat nun die Chance, sich für unseren Bundesliga-Kader der kommenden Saison zu empfehlen“, kommentiert Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, die Rückkehr von Julius Kade. Auf Einsätze bei den Eisernen in der Bundesliga zu kommen wird schwierig. Der Rückkauf ist ein deutliches Zeichen, dass die Eisernen mehr Tiefe im Kader benötigen. Die Saison beginnt schließlich mit einer dreifachen Belastung.

Hans-Peter Becker

Genki Haraguchi wird Unioner

Der 1. FC Union Berlin arbeitet weiter am Kader der Bundesligasaison 2021/22 und verstärkt sich mit dem 57-maligen japanischen Nationalspieler Genki Haraguchi. Der 30-Jährige, der zuletzt beim Zweitligisten Hannover 96 unter Vertrag stand, wechselt ablösefrei von der Leine nach Berlin-Köpenick.

Genki Haraguchi begann mit dem Fußballspielen bei Konan Minami Shonendan, bevor er sich der Nachwuchsabteilung der Uruwa Red Diamonds anschloss. Im Sommer 2008 schaffte der Offensivspieler den Sprung zu den Profis, 2014 wagte der Japaner den Schritt nach Deutschland, wo er einen Vertrag bei Hertha BSC unterschrieb. Zwei Jahre später streifte Haraguchi per Leihoption für eine Saison das Trikot von Fortuna Düsseldorf über. Statt im Anschluss zurück nach Berlin zu kehren, wechselte der 177 cm große Haraguchi zu Hannover 96. Für deutsche Vereine absolvierte der Japaner bislang 217 Pflichtspiele, in denen ihm 22 Treffer sowie 30 Assists gelangen. Dabei kam er sowohl in der Bundesliga, der 2. Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Europa League zum Einsatz. Nach dem Ablauf seines Vertrags in Hannover entschied sich Genki Haraguchi für den Wechsel zum 1. FC Union Berlin.

„Ich hatte eine tolle Zeit in Hannover. Jetzt freue ich mich aber, auch in der nächsten Saison wieder die Möglichkeit zu haben, in der Bundesliga spielen zu können. Union hat in den letzten Jahren bewiesen was möglich ist, wenn man hart und als Team arbeitet. Ich freue mich auf die Stadt und das Stadion An der Alten Försterei und bin überzeugt, dass ich der Mannschaft in der kommenden Saison helfen kann, erneut die Klasse zu halten“, freute sich Genki Haraguchi nach seiner Unterschrift.

„Genki Haraguchi ist ein Spieler, der den deutschen Fußball bereits seit vielen Jahren kennt und uns dabei mit seinen Leistungen überzeugt hat. Er ist ein technisch versierter, häufig torgefährlicher Fußballer, der uns Kreativität und Ballsicherheit bringen kann. Deshalb freuen wir uns, dass er sich für uns entschieden hat“, kommentierte Oliver Ruhnert, Union-Geschäftsführer Profifußball, die Verpflichtung.

Quelle: 1. FC Union Berlin/Hannes Hahn

Abschied der Leihspieler

Der 1. FC Union Berlin verabschiedet Nico Schlotterbeck, Loris Karius, Petar Musa, Taiwo Awoniyi und Joel Pohjanpalo nach dem letzten Saisonspiel im Stadion An der Alten Försterei.

Für Nico Schlotterbeck, der im Sommer zu den Unionern stieß, geht es zurück zum SC Freiburg. Der 21-Jährige absolvierte 16 Bundesligapartien und ein DFB-Pokalspiel, in dem er den ersten Treffer der Saison erzielte, für die Eisernen. Schlotterbeck kehrt nun planmäßig zurück nach Freiburg, wo der 1,91 große Innenverteidiger noch einen Vertrag bis 2022 besitzt.

Ebenfalls im Sommer konnten die Köpenicker den Ersatztorwart vom FC Liverpool ausleihen. Loris Karius kehrt nach fünf Pflichtspielen für den 1. FC Union Berlin zurück an die Anfield Road.

Auch für Teamkollegen Taiwo Awoniyi geht es nach seinem Leihvertrag beim 1. FC Union Berlin zurück nach Liverpool. Der 1,83 große Nigerianer überzeugte in 21 Spielen für die Eisernen und erzielte fünf Treffer im Union-Trikot.

Der dritte Leih-Spieler, der im Sommer nach Berlin-Köpenick kam, war Joel Pohjanpalo. Besonders in Erscheinung spielte sich der 26-Jährige beim Spiel gegen Werder Bremen, als er innerhalb von 17 Minuten drei Tore für die Eisernen verwandelte. Der finnische Nationalspieler kehrt nach 20 Pflichtspielen und sechs Toren zurück zum Ligakonkurrenten nach Leverkusen.

Für nur wenige Monate wechselte der Kroate Petar Musa im Winter auf Leih-Basis zum 1. FC Union Berlin. Ausgeliehen von Slavia Prag kehrt der U21-Nationalspieler nach 14 Bundesligaspielen, einem Tor und drei Torvorlagen zurück an seine alte Wirkungsstätte.

„Wir haben uns in den Wechselperioden dazu entschieden auch Spieler zu leihen. Wir wussten, dass wir uns im Sommer wieder von ihnen verabschieden müssen. Dennoch ist es uns wichtig „Dankeschön“ zusagen, denn alle Spieler, die unsere Mannschaft in diesem Sommer verlassen, haben ihren Anteil an unserer erfolgreichen Saison gehabt. Wir wünschen ihnen für ihre Zukunft privat und beruflich alles Gute und freuen uns, wenn sie ihr Weg hin und wieder auch an die Alte Försterei führt“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball.

Quelle: 1. FC Union Berlin/Hannes Hahn

Wer schießt gern ein Extra-Tor?

Der 1. FC Union hat sein Fußballmärchen um ein weiteres Kapitel ergänzen können. Was am 27. Mai 2019 begann, Klassenerhalt nach dem ersten Jahr in der Bundesliga und nun Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb nach dem zweiten Jahr. Eigentlich zu schön um wahr zu sein. Der Jubel kannte am 22. Mai 2021 nach dem Schlusspfiff der letzten Saisonpartie gegen RB Leipzig keine Grenzen. Wie heißt es so schön in der Hymne des Vereins, geschmettert von Nina Hagen? „Wer schießt gern ein Extra-Tor – Eisern Union !“ Dieses Extra-Tor erzielte – ausgerechnet – Max Kruse, Unions einziger Unterschiedsspieler und Paradiesvogel. Der Spieler, der eigentlich auf den neugeschaffenen Wettbewerb keinen Bock hat. Nun darf er dort aller Voraussicht nach antreten.

Das Abschneiden ihrer Eisernen in der von Corona geplagten Saison war zusätzlich Balsam auf die Seelen der Fußballromantiker. Zu dieser Fraktion gehört ein Großteil der Anhänger des Vereins aus dem Berliner Osten. Es waren wieder ein paar Zuschauer im Stadion zugelassen. Der harte Rest versammelte sich davor und feierte den glücklichsten Sieg in dieser Saison.

Der Gegner aus Leipzig wurde in den ersten fünfzehn Minuten an-geschwiegen. Leipzig machte das Spiel, ging in Führung und spielte die Eisernen mehr und mehr an die Wand. „Gib niemals auf und glaub an Dich – ja dann wird der Sieg auch Dir gehör’n.“ Die Beschwörungsformel wirkte. Dem glücklichen Ausgleich folgte der noch glücklichere Siegtreffer. Die Leipziger hatten ihre Chancen versemmelt und es gewinnt nicht immer der Bessere. Wie üblich, liefen die Unioner wieder fast zwei Kilometer mehr als der Gegner und hatten diesmal Glück, dass ihre Fehler im Spielaufbau nicht bestraft wurden. Schlussendlich, um hier ein Lieblingswort von Urs Fischer ins Spiel zu bringen, stand ein Andreas Luthe im Tor, „der schien heute acht Arme zu haben.“

Der siebente Platz in der Schlusstabelle ist auch der Lohn für den läuferischen Aufwand, den die Eisernen betreiben mussten. Sie sind der Kilometer-Meister der Bundesliga. In die Statistik geht der Wert von 4.089,08 km ein, so viel musste keine andere Mannschaft laufen. Das war die Strecke, die den wertvollen Tabellenplatz einbrachte. Spielerisch haben sie sich weiter entwickelt, ein kleines Indiz ist hier die Fair-Play Wertung. In der Aufstiegssaison waren es 84 Punkte und am Ende dieser Spielzeit konnte der Wert auf 63 gedrückt werden.

Der Klassenerhalt war recht früh in Sack und Tüten. So konnte Oliver Ruhnert bereits die ersten Neuverpflichtungen für das nunmehr dritte Bundesligajahr verkünden. Dieser Erfolg weckt natürlich Begehrlichkeiten. So wird sicherlich der eine oder andere Profi dem Ruf des Geldes folgen. Christopher Lenz steht bereits länger als Abgang fest, er wechselt zu Eintracht Frankfurt. Ebenso verlassen werden Akaki Gogia, Christian Gentner und Florian Hübner die Wuhlheide. Die Leihverträge mit Torwart Loris Karius und Innenverteidiger Nico Schlotterbeck sind beendet. Gerüchte ranken sich um weitere Abgänge, hier fallen die Namen Robert Andrich, Taiwo Awoniyi und Marvin Friedrich. Eine Personalie ist geklärt. Max Kruse wird weiter für Eisernen spielen.

Hans-Peter Becker

Erste Neuzugänge bei den Eisernen

Verstärkung für die Defensive: Tymoteusz Puchacz wechselt nach Köpenick​

Der 1. FC Union Berlin verstärkt sich auf der Linksverteidigerposition mit Tymoteusz Puchacz. Der 22-Jährige wechselt vom polnischen Erstligisten KKS Lech Poznań nach Berlin-Köpenick und wird soll dort auf der linken defensiven Außenbahn zum Einsatz kommen.

Im Sommer 2013 schloss sich Puchacz der Nachwuchsabteilung von Lech Poznań an, fünfeinhalb Jahre später wechselte der 180 cm große Außenverteidiger auf Leihbasis für acht Monate zu Zagłębie Sosnowiec. Statt nach Poznań zurückzukehren schloss sich Tymoteusz Puchacz per Leihgeschäft GKS Katowice an, ein Jahr später kehrte er zu Lech Poznań zurück und entwickelte sich zur Stammkraft in seiner Mannschaft. Neben 74 Pflichtspielen in Polens höchster Spielklasse und dem polnischen Pokal, kam der Linksfuß auch international zum Einsatz. Sowohl in den polnischen U-Nationalmannschaften, als auch in der Europa League (sechs Spiele, drei Vorlagen) sammelte Tymoteusz Puchacz wertvolle Erfahrungen. Nach der Bekanntgabe des polnischen EM-Kaders am gestrigen Montag (17.05.) ist nun auch klar: Tymoteusz Puchacz wird sein Heimatland im Sommer bei der Fußball-Europameisterschaft vertreten.

„Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt, dort zu spielen ist eine Freude und Ehre. Ich bin sehr glücklich, dass ich in der neuen Saison dort zeigen kann, was ich kann. Ich freue mich auf meine neuen Mannschaftskameraden und darauf, mit Urs Fischer und seinem Team zusammenarbeiten zu können. Und natürlich kann ich es kaum erwarten, die besondere Atmosphäre in der berühmten Alten Försterei live zu erleben, wenn hoffentlich bald wieder möglichst viele Zuschauer ins Stadion kommen dürfen“, kommentierte Tymoteusz Puchacz seine Unterschrift.

„Tymoteusz war in den letzten beiden Jahren Stammspieler bei Lech Posen und hat seine Qualitäten auch international bereits unter Beweis gestellt. Mit ihm bekommen wir einen  entwicklungsfähigen Spieler, der unsere Mannschaft in unserem dritten Jahr in der Bundesliga noch besser machen kann. Tymoteusz Puchacz war unsere absolute Wunschlösung für eine Verpflichtung auf dieser Position, deshalb sind wir froh, dass er sich für Union entschieden hat“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball.

Neuzugang aus Mainz: Levin Öztunali wird Unioner​

Der 1. FC Union Berlin verstärkt sich ab der neuen Saison mit Levin Öztunali. Der 25-jährige Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei vom Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 nach Berlin-Köpenick und trägt in Zukunft das Union-Trikot.

Mit dem Fußballspielen begann Levin Öztunali beim TuRa Harksheide, 2004 schloss er sich der Nachwuchsabteilung von Eintracht Norderstedt an. Nur zwei Jahre später entschied sich der gebürtige Hamburger für den Schritt zum Hamburger Sportverein, wo er ebenfalls im Nachwuchs aktiv war. 2013 führte ihn sein Weg zu Bayer Leverkusen, wo der Mittelfeldakteur im Spiel gegen den SC Freiburg sein Bundesligadebüt feierte. Per Leihvereinbarung streifte sich Levin Öztunali in der Saison 2015/16 das Trikot des SV Werder Bremen über, anschließend unterschrieb er einen Arbeitsvertrag beim FSV Mainz 05. Nach Ablauf seines Vertrags bei den Rheinhessen schließt sich der Mittelfeldspieler nun dem 1. FC Union Berlin an. Insgesamt bestritt Levin Öztunali bisher 169 Bundesligaspiele dabei gelangen ihm 12 Treffer und 25 Vorlagen. Außerdem durchlief er sämtliche U-Nationalmannschaften Deutschlands und feierte sowohl mit der U19-, also auch mit der U21-Nationalmannschaft den Europameisterschaftstitel.

„Nach fünf schönen Jahren beim FSV Mainz 05 freue ich mich jetzt auf die neue Herausforderung beim 1. FC Union Berlin. Union hat in den letzten Jahren gezeigt, was man mit harter Arbeit und einem tollen Teamspirit erreichen und wie man Menschen begeistern kann. Ich hoffe, dass schon bald wieder Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei sein können und wir gemeinsam mit den Fans auch in der kommenden Saison den Klassenerhalt sichern können“, so Öztunali nach seiner Unterschrift.

„Levin Öztunali ist im perfekten Fußballeralter und verfügt trotzdem schon über viel Bundesligaerfahrung. Er hat ein tolles Umschaltspiel und wird uns noch variabler in unserer Spielweise machen können. Deshalb freuen wir uns, dass er sofort für einen Wechsel zu Union zu begeistern war und wir ihn ablösefrei verpflichten konnten“, kommentierte Oliver Ruhnert den Vertrag des Neuzugangs.

Quelle: 1. FC Union Berlin

Brandenburger Talent wird Eisern: Union verpflichtet Paul Jaeckel​

Das haben die Eisernen ihrem Rivalen aus Charlottenburg voraus, in aller Ruhe können sie für die kommende Saison im Fußball-Oberhaus planen. Nach Rani Khedira verkünden die Wuhlheider den zweiten Neuzugang.

Der 1. FC Union Berlin verstärkt sich in der Defensive und sichert sich zur neuen Saison die Dienste von Innenverteidiger Paul Jaeckel.

Der 22-jährige Eisenhüttenstädter wechselte 2014 vom Nachwuchsleistungszentrum des FC Energie Cottbus zu den Jungwölfen in die Autostadt. Nachdem er vier Jahre die Schuhe für den VfL Wolfsburg schnürte, schloss sich der 1,89 m große Rechtsfuß dem Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth an. Dort etablierte sich Jaeckel zum Ende der Saison 2019/20 als Stammspieler. Vor seinem Wechsel durfte Jaeckel unter Trainer Bruno Labbadia bereits Bundesligaluft schnuppern. Im Frühjahr 2018 siegte er mit den Wölfen mit 2:0 gegen den Sport-Club aus Freiburg. Zudem gab der gebürtige Brandenburger beim Spiel gegen die Slowenische U21 Nationalmannschaft sein Debüt unter DFB-Trainer Stefan Kuntz bei der deutschen U21.

„Ich freue mich auf Union und die Bundesliga. Für mich bedeutet der Wechsel die Chance, in einer der besten Ligen Europas zu spielen. Union ist ein besonderer Verein und ist noch sehr jung in der Bundesliga, dennoch haben sie ihre Qualität schon unter Beweis gestellt. Das ist auch mein Ziel, ich werde alles dafür tun, ein wichtiger Teil der Mannschaft zu werden“, freute sich der 22-Jährige über seinen neuen Arbeitgeber.

„Paul hat eine sehr gute Ausbildung genossen und ist ein reflektierter junger Spieler, der sich bereits in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga beweisen konnte. Wir freuen uns, diesen talentierten Spieler für uns gewinnen zu können und trauen ihm den nächsten Schritt seiner Karriere, nun in der Bundesliga bei uns zu“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, nach der Unterschrift.

Quelle: 1. FC Union Berlin e.V./Katharina Brendel

Von Augsburg nach Köpenick: Rani Khedira wird Unioner

Egal, was noch passiert der 1. FC Union kann in aller Ruhe für die dritte Saison im Oberhaus planen.

Der 1. FC Union Berlin verpflichtet Rani Khedira. Der 27-jährige Mittelfeldspieler, zuletzt Stammspieler beim FC Augsburg, wechselt zur kommenden Saison nach Köpenick.

Der gebürtige Stuttgarter begann seine Fußballkarriere beim TV Oeffingen, ehe er seine komplette Jugend beim VfB Stuttgart absolvierte. Währenddessen bewies sich der Deutsch-Tunesier von der U15 bis U19 im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. 2013 gab der damals 19-Jährige sein Bundesligadebüt für den VfB und wechselte im Anschluss an die Saison nach Leipzig zu RasenBallsport. Dort spielte Khedira in der ersten Mannschaft und lief in 56 Spielen für die Profis auf. 2017 ging es weiter zum FC Augsburg. Insgesamt absolvierte der heute 27-Jährige 136 Bundesligaspiele, in denen er fünf Tore erzielte.

„Union hat in den letzten Jahren eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Es freut mich, ab der kommenden Saison Teil dieser Mannschaft zu sein und mitzuhelfen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Die Gespräche mit den Verantwortlichen von Union waren sehr überzeugend, deshalb habe ich mich für Union entschieden“, kommentierte Rani Khedira seine Unterschrift.

„Rani Khedira ist ein sehr erfahrener Bundesligaprofi im besten Fußballalter. Wir sind von seinen fußballerischen Fähigkeiten ebenso überzeugt wie von seiner Persönlichkeit. Einen Spieler dieser Qualität ablösefrei verpflichten zu können, ist für uns von großem Wert“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, zur Verpflichtung von Khedira.

Sein Bruder spielt für den Rivalen Hertha BSC und die müssen noch was erledigen, damit in der kommenden Saison zu einem Treffen der Brüder auf dem Rasen kommen kann.

Quelle: 1. FC Union Berlin