Olympiasieger und Trainer verlassen Wasserfreunde Spandau 04

Am vergangenen Wochenende hat sich das Team der Wasserfreunde Spandau 04 von ihrem Trainer Petar Kovacevics und ihrem Spielmacher Nikola Dedovic bei einem Brunch im Restaurant Casa Charlotta in der Clayallee 222 verabschiedet.

Petar Kovacevic leitete das Team von 2014-2022 als Trainer. Er konnte in dieser Zeit 9 deutsche Titel, Deutscher Meisterschaft, Pokal und Supercup, gewinnen. Einmal erreichte er die Qualifikation des Teams für das Final 8 der Champions League (in Genua). Er wird in der nächsten Saison in Frankreich für den ENT Lille am Beckenrand stehen.

Nikola Dedovic hatte während seiner Spandauer Zeit den persönlich größten sportlichen Erfolg. Er gewann 2021 in Tokio bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille mir der serbischen Nationalmannschaft.

Die Wasserfreunde bedanken sich bei beiden Akteuren für ihre geleistete Arbeit. Sie bleiben für immer ein Part der Spandauer Wasserballfamilie.

Nach der überraschenden Mitteilung Petar Kovacevics, seinen Vertrag als Trainer der Wasserfreunde Spandau 04 aus privaten Gründen frühzeitig zu beenden, ist es gelungen, einen neuen Trainer für den Rekordmeister zu verpflichten.

Athanasos Kechagias

Der Verein ist sehr glücklich, mit Athanasios Kechagias einen international erfahrenden Coach für die Herrenmannschaft der Wasserfreunde gewonnen zu haben.

Folgende Station hat der Grieche bisher in seiner Trainerkarriere absolviert:

seit 2019 Cheftrainer, Rumänien Herren Nationalmannschaft 2013 – 2014: Cheftrainer, Griechenland Herren Nationalmannschaft

2004 – 2011: Cheftrainer verschiedener Herrenmannschaften

2017 – 2018: Cheftrainer, Australien Frauen Nationalmannschaft

2016: Cheftrainer, Griechenland Frauen Nationalmannschaft

Kechagias wird bei den diesjährigen Europameisterschaften im September in Split noch das rumänische Team als Trainer betreuen. Er wird dabei in der Gruppenphase mit seiner Mannschaft auf die Auswahl von Deutschland treffen. Anschließend wird er seine Arbeit in Berlin beginnen.

„Es ist eine große Ehre, Mitglied eines so großen Teams mit großer Tradition und großem Erfolg zu werden. Ich möchte Herrn Ηagen Stamm, Herrn Peter Röhle und dem Verein Spandau 04 danken, die mir die Leitung der Mannschaft anvertraut haben. Das Einzige, was ich sagen möchte, ist, dass wir hart arbeiten und versuchen werden, unser Bestes zu geben, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen“, war das erste Statement des neuen Trainers.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde machen Finalteilnahme perfekt

Spiel 1

Titelverteidiger Waspo Hannover hatte bereits am Mittwoch beim ASC Duisburg mit 16:11 gewonnen, Vizemeister und Pokalsieger Spandau 04 zog am Freitagabend beim OSC Potsdam mit 14:6 nach. Damit waren die beiden Favoriten nur noch durch nicht zu erwartende Wasserball-Wunder vom Einzug in das fünfte bilaterale Duell in Serie um die Meisterkrone aufzuhalten.

Spandau reichte am Freitag, 14. Mai 2021 in der Schwimmhalle des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen eine Durchschnittsleistung zum souveränen Sieg, mit 7:3 waren zur Halbzeit die Weichen gestellt, dann verwalteten die Hauptstädter den Vorsprung.

Mehrfach-Torschützen für 04 waren Nikola Dedovic (3), Marin Restovic, Yannick Chiru, Marino Cagalj und Dmitri Kholod (alle 2). Auch der langzeitverletzte Kapitän Marko Stamm kam erstmals wieder zum Einsatz und trug einen Treffer zum Endresultat bei. Für Potsdam erzielte Lukas Küppers drei Treffer.

Spiel 2

Nach den klaren Halbfinal-Hinspielsiegen gegen ASC Duisburg und den OSC Potsdam haben Titelverteidiger Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04 am Samstag den Einzug ins Best-of-Five-Endspiel um die 100. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer wie erwartet perfekt gemacht.

Die Finalserie “Best of Five“ beginnt am 19. Mai und endet spätestens am 29. Mai, wenn das Duell über die volle Distanz von fünf Partien geht. Der Final-Vergleich zwischen den Erzrivalen ist der fünfte in Serie. 2018 und 2020 hatte Hannover das Titel-Abo der Berliner (37-mal Meister seit 1979) durchbrochen.

Nach dem Hinspiel in Potsdam, das Spandau souverän mit 14:6 gewonnen hatte, wechselte Trainer Petar Kovacevic im Rückspiel zwei Spieler seines Kaders. Stammkeeper Laszlo Baksa machte Platz für Backup Max Vernet-Schweimer. Er konnte Baksa mit vielen guten Paraden bestens vertreten. Für Marko Stamm wurde Youngster Bence Haferkampf aufgestellt.

Spandau kam nur mit Mühe ins Spiel. Die Potsdamer Gäste waren motiviert und kampfstark, gingen mit 1:0 in Führung und lagen auch zur Halbzeit noch 4:3 vorn. Erst im dritten Spielabschnitt (4:0) zogen die Gastgeber in Front (7:4) und bauten dann die Führung im Schlussviertel noch auf 11:6 aus.

Die Top-Torschützen für Spandau waren Dmitri Kholod (4) und Lukas Gielen (2). Für den OSC waren Tomi Tadin und Reiko Zech zweimal erfolgreich.

Waspo Hannover ließ dem 16:11-Auswärtssieg in Duisburg im Rückspiel in eigener Halle gegen den ASCD ein deutliches 19:5 (12:1) folgen und zog damit ins mit Spannung erwartete Playoff-Finale der beiden besten deutschen Teams ein.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Hannover gewinnt den vierten Supercup gegen Spandau 04 in Serie

Pokalsieger Spandau 04 hat am Mittwochabend in Hannover bei der 21. Austragung des Wasserball-Supercups das Top-Duell gegen Meister Waspo Hannover mit 6:8 (0:1,3:2,2:3,1:2) verloren und damit den ersten Erfolg in diesem Wettbewerb seit 2016 verpasst. Für Hannover war es der vierte Supercup-Triumph in Serie seit 2017 und der sechste insgesamt. 1979 war die Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ von 04-Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftet worden. Seitdem wurde sie nur von Spandau (15-mal) und Hannover (6-mal) gewonnen.

Die erst im dritten Anlauf nach zwei Verschiebungen auf Grund der Corona-Pandemie (Oktober 2020, März 2021) ohne Zuschauer realisierte Partie im Stadionbad Hannover endete nach spannendem und hochklassigem Verlauf verdient zugunsten der Niedersachsen, deren größere Durchsetzungskraft im Angriff den entscheidenden Ausschlag zu ihren Gunsten gab. Damit gelang ihnen die Revanche für die 7:8-Niederlage am vergangenen Sonntag in der Bundesliga in Berlin.

In der lange von starken Defensiven bestimmten Begegnung lag Hannover in der ersten Hälfte durchgängig in Führung, konnte sich aber nicht absetzen. Im Startviertel fiel nur ein Treffer für den Gastgeber, im zweiten Abschnitt glich Spandau den jeweiligen Ein-Tore-Vorsprung dreimal aus und erreichte den 3:3-Gleichstand. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Center Mateo Cuk die Berliner erstmals in Führung (4:3). Der ausgeglichene Spielverlauf auf Augenhöhe setzte sich aber auch nach der Pause fort.

Zweimal lag Spandau vorn, zweimal stand es unentschieden, in das Schlussviertel ging Hannover mit einem 6:5-Vorteil. Diesen baute Waspo mit Beginn des finalen Abschnitts auf 8:5 aus, der 3:0-Lauf binnen 3:20 Minuten brachte die Entscheidung. Spandau konnte 12 Sekunden vor Schluss nur noch verkürzen.

Bester Torschütze für Waspo war der überragende Kapitän Julian Real mit drei Treffern, bei Spandau war Dmitri Kholod (2) am erfolgreichsten. Außerdem netzten Remi Saudadier, Mateo Cuk, Nikola Dedovic und Marin Restovic je einmal ein. Insgesamt standen sich Hannover und Spandau zum achten Mal im Supercup gegenüber – sechs dieser Duelle gewann Waspo.

Quelle: Peter Röhle

Wasserfreunde – Stark angefangen, noch stärker nachgelassen

Spandau 04 bleibt auch nach dem 12. Spieltag der B-Gruppe der Champions League Letzter des Achterfeldes. Das kann nicht sonderlich überraschen, denn Gegner am Samstag, dem 13. April, war in der Schöneberger Schwimmhalle mit Olympia Piräus der Gewinner und Titelverteidiger des Königswettbewerbs. Nach eher schwachem Start in die laufende CL-Saison haben die Griechen zuletzt zunehmend zu alter Form gefunden. Gleichwohl sind – im Unterschied zu Spandau, das bereits seit einiger Zeit ohne Final-Avancen zu Wasser geht – für sie noch nicht alle Sorgen mit Blick auf die Endrunden-Teilnahme (Final 8) Anfang Juni in Hannover ausgestanden. Einer der Gründe dafür ist die Gruppenpräsenz von Waspo Hannover, das als Gastgeber des Final 8 dafür gesetzt ist und nur noch drei weitere Teams eine Ticketchance haben.

Für Spandau geht es daher, wie gesagt einstweilen „um nichts mehr“. Aber das ist laut Petar Kovacevic „natürlich nur die halbe Wahrheit“. Die beiden kommenden Partien sind angesichts der nach den folgenden nationalen Aufgaben mit Pokal-Endrunde in Düsseldorf (3./4. Mai) und den Halbfinal-Playoffs gegen Potsdam um die Meisterschaft (ab 8.5.) durchaus „Spiele der Wahrheit“.

Im letzten CL-Heimspiel der Saison in anderthalb Wochen (24.4.) gegen Mladost Zagreb kann das Team von Trainer Petar Kovacevic immerhin noch die „Rote Laterne“ an den Gegner loswerden, der nur einen Zähler vor den Berlinern liegt. „Außerdem wäre das natürlich ein Schub für die Moral“, sagt Kovacevic. Nötig sei dafür allerdings eine durchgängig konzentrierte und fokussierte Leistung über die gesamte Spielzeit.

Gegen Piräus waren es nur die ersten anderthalb Viertel, in denen die starke Verteidigung mit einem sehr präsenten Torwart Laszlo Baksa und eine Offensive mit guten individuellen Aktionen (Marko Stamm!) wie Rädchen ineinandergriffen, und den Kontrahenten, der sich speziell auf diese Partie vorbereitet hatte, nicht unbeeindruckt ließen. Da war sogar mehr möglich als das erzielte 2:2. Dann aber fand sich das Star-Ensemble von griechischen Nationalspielern mit kroatischer Verstärkung freilich mehr und mehr, auch, weil es die Spandauer auf Grund der Nichtnutzung der Überzahlmöglichkeiten zuließen. Damit war im Grunde der „Kuchen gegessen“. Nur noch ein Spandauer Treffer von Nikola Dedovic viereinhalb Minuten vor Schluss, der zugleich auch der letzte im Spiel war, veränderte die Anzeige in der Schöneberger Schwimmhalle. Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall noch die gute Stimmung unter den 300 Zuschauern, die beide Seiten emotional engagiert unterstützen.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

Spandau startet gegen ASC Duisburg mit erwartetem Erfolg

10:17 (4:7, 1:3, 3:2, 2:5). Torschützen: N. Dedovic 5, T. Negrean 4, M. Cuk 2, L. Gielen, M. Jüngling, L. Küppers, B. Reibel, M. Restovic, R. Saudadier 1. Zu Beginn der Best-of-Five-Halbfinals der Meisterschaft, wo sich die vier deutschen Topteams gegenüberstehen, erzielte das Berliner Team am Samstag den erwarteten Sieg. Neben den Duisburgern und den Berlinern nehmen zudem auch der OSC Potsdam sowie Waspo Hannover an der Halbfinalserie teil. Am Samstag zeigte sich der Berliner Angriff in bester Wurflaune. Die erzielten 17 Tore stellen eine angemessene Leistung dar. – Die Verteidigung dagegen muss eine Leistungsverbesserung anstreben. Die relativ hohe Anzahl der Duisburger Tore entspricht nicht dem gewünschten Leistungsniveau des Berliner Teams.

Nikola Dedović und auch Tiberiu Negrean zeigten sich in bester Torwurflaune. Mateo Cuk konnte sich nach seiner Verletzung erfolgreich im Team zurückmelden. Aufgrund einer Operation an der Schulter hatte Cuk eine Pause von 2,5 Monaten überstehen müssen.

Dieses Halbfinalspiel war das erste der Best-of-Five-Serie. Am kommenden Wochenende wird diese Serie in Berlin, in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, fortgesetzt. Am Samstag um 16 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr treffen diese beiden Teams daher zu ihrer zweiten und dritten Begegnung des diesjährigen Halbfinales aufeinander. Wenn das Berliner Team beide Spiele erfolgreich abschließen kann, wird diese Halbfinalserie daher am Sonntag beendet sein. Die Berliner haben allerdings zuvor noch eine weitere Aufgabe vor sich. Am Mittwoch steht in der Champions League das Spiel in Szolnok (HUN) an: Mittwoch, 18. April um 16:30 Uhr.

In Szolnok wird das Team der Wasserfreunde mit Sicherheit intensiver gefordert werden als im Spiel gegen die Duisburger. Die Verteidigung wird darum konzentrierter arbeiten müssen. Szolnok ist der Titelverteidiger in der Champions League. Im vergangenen November gelang den Wasserfreunden im Hinspiel mit 10:9 Toren ein Überraschungssieg gegen das ungarische Erfolgsteam. Mannschaftskapitän Marko Stamm macht deutlich: „Die Stimmung innerhalb des Teams ist hervorragend. Es ist Zeit für einen weiteren Überraschungssieg!“

 Peter Röhle