Wasserfreunde weiter auf dem Trockenen

Für die Wasserballer von Spandau 04 fällt am Samstag bereits das dritte Pflichtspiel in Folge pandemiebedingt aus. Nach der Champions League-Auswärtspartie am 12. Januar bei OSC Budapest, die nach positiven Tests von neun Spielern und dem Trainer, der Ungarn nicht gespielt werden konnte und mit 10:0 für Spandau gewertet wurde, und dem bereits zuvor vom 15. Januar auf den 25. Februar verlegten Bundesliga-Spitzenspiel in Berlin gegen Waspo Hannover, fällt nun auch der DWL-Rückenrundenstart beim OSC Potsdam am 22. Januar aus.

Potsdam kann wegen einer großen Zahl von Ausfällen im Spielerkader und auch im Trainerstab keine spielfähige Mannschaft melden. Als nächste Spandau-Partie danach stünde der Rückrundenstart in der Champions League auf dem Programm, zu dem die Berliner am 25. Januar (19 Uhr) in Schöneberg erneut auf OSC Budapest treffen.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserfreunde machen Finalteilnahme perfekt

Spiel 1

Titelverteidiger Waspo Hannover hatte bereits am Mittwoch beim ASC Duisburg mit 16:11 gewonnen, Vizemeister und Pokalsieger Spandau 04 zog am Freitagabend beim OSC Potsdam mit 14:6 nach. Damit waren die beiden Favoriten nur noch durch nicht zu erwartende Wasserball-Wunder vom Einzug in das fünfte bilaterale Duell in Serie um die Meisterkrone aufzuhalten.

Spandau reichte am Freitag, 14. Mai 2021 in der Schwimmhalle des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen eine Durchschnittsleistung zum souveränen Sieg, mit 7:3 waren zur Halbzeit die Weichen gestellt, dann verwalteten die Hauptstädter den Vorsprung.

Mehrfach-Torschützen für 04 waren Nikola Dedovic (3), Marin Restovic, Yannick Chiru, Marino Cagalj und Dmitri Kholod (alle 2). Auch der langzeitverletzte Kapitän Marko Stamm kam erstmals wieder zum Einsatz und trug einen Treffer zum Endresultat bei. Für Potsdam erzielte Lukas Küppers drei Treffer.

Spiel 2

Nach den klaren Halbfinal-Hinspielsiegen gegen ASC Duisburg und den OSC Potsdam haben Titelverteidiger Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04 am Samstag den Einzug ins Best-of-Five-Endspiel um die 100. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer wie erwartet perfekt gemacht.

Die Finalserie “Best of Five“ beginnt am 19. Mai und endet spätestens am 29. Mai, wenn das Duell über die volle Distanz von fünf Partien geht. Der Final-Vergleich zwischen den Erzrivalen ist der fünfte in Serie. 2018 und 2020 hatte Hannover das Titel-Abo der Berliner (37-mal Meister seit 1979) durchbrochen.

Nach dem Hinspiel in Potsdam, das Spandau souverän mit 14:6 gewonnen hatte, wechselte Trainer Petar Kovacevic im Rückspiel zwei Spieler seines Kaders. Stammkeeper Laszlo Baksa machte Platz für Backup Max Vernet-Schweimer. Er konnte Baksa mit vielen guten Paraden bestens vertreten. Für Marko Stamm wurde Youngster Bence Haferkampf aufgestellt.

Spandau kam nur mit Mühe ins Spiel. Die Potsdamer Gäste waren motiviert und kampfstark, gingen mit 1:0 in Führung und lagen auch zur Halbzeit noch 4:3 vorn. Erst im dritten Spielabschnitt (4:0) zogen die Gastgeber in Front (7:4) und bauten dann die Führung im Schlussviertel noch auf 11:6 aus.

Die Top-Torschützen für Spandau waren Dmitri Kholod (4) und Lukas Gielen (2). Für den OSC waren Tomi Tadin und Reiko Zech zweimal erfolgreich.

Waspo Hannover ließ dem 16:11-Auswärtssieg in Duisburg im Rückspiel in eigener Halle gegen den ASCD ein deutliches 19:5 (12:1) folgen und zog damit ins mit Spannung erwartete Playoff-Finale der beiden besten deutschen Teams ein.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball – Deutscher Supercup 2021

Im 21. Supercup zum achten Mal das Finale Spandau vs. Hannover

Das Duell der beiden deutschen Top-Teams wird hiermit zum dritten Mal angekündigt, weil es pandemiebedingt bereits zweimal verschoben wurde. Am 5. Mai um 17 Uhr wird das Prestigeduell im Stadionbad von Hannover angepfiffen werden.

Dann wird der erste nationale Titel dieser Saison vergeben werden. Die Spiele um die Deutsche Meisterschaft haben bereits am 20. März mit einem angepassten Spielmodus begonnen. Die Vierer-Gruppe E, Spandau 04, Waspo Hannover, OSC Potsdam und ASC Duisburg, erlebte am ersten Mai-Wochenende in Berlin ihr erstes von zwei Turnieren zur Ermittlung der Halbfinalisten. In der nächsten Woche wird das zweite Turnier mit den Rückspielen in Hannover veranstaltet. Zwischendurch gibt es am Mittwoch in Hannover eine weitere Partie: Meister (Hannover) und Pokalsieger (Spandau) spielen um den Supercup.

Das Duell zwischen den beiden zweifellos besten deutschen Teams war beim Berliner Turnier an diesem Wochenende der Schluss- und Höhepunkt. Zuvor siegten die Berliner mit 15:6 gegen Potsdam und 16:6 gegen den ASC Duisburg. Hannover gewann die gleichen Begegnungen mit 16:11 und 21:11. Im direkten Duell siegte Spandau auf Augenhöhe mit 8:7 (1:1,3:3,1:1,3:2) gegen Waspo. Den Siegtreffer erzielte Nikola Dedovic 3:18 Minuten vor Ende. Ähnlich Spannendes ist für den Mittwoch zu erwarten.

Der Kampf um die 1979 vom damaligen Spandau-Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftete Supercup-Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ wurde in den bisherigen Austragungsjahren (1979-85, 1997-200, 2014-2019) von zwei Teams, die sich auch jetzt wieder gegenüberstehen, gewonnen. Spandau wurde 15-mal Pokalsieger, Waspo fünfmal (zuletzt von 2017 bis 2019 dreimal in Serie). Siebenmal begegneten sich sich die beiden rivalisierenden Vereine in Supercup-Finals: Erstaunliche fünfmal siegten dabei die Niedersachsen (1998,2000,2017-19), nur zweimal gewann Spandau (1999, 2014).

„Der Supercup ist natürlich ein Prestigeduell, das beide Seiten gewinnen wollen, um mit dieser mentalen Stärkung die Bundesliga-Zwischenrunde fortsetzen zu können. Wir haben in Berlin gerade gezeigt, wie es geht“, sagt Trainer Petar Kovacevic.“

Peter Röhle

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

05. Mai 2021 17:00 Uhr Stadionbad Hannover, Robert-Enke-Straße 5, 30169 Hannover

Wasserfreunde unter Druck

Das 1. Spiel der Best-of-Five-Finalserie um die 99. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer zwischen Rekordtitelträger Spandau 04 (37-mal seit 1979) fand am Mittwochabend unter freiem Himmel im Volksbad Limmer von Hannover statt.

Die Niedersachsen gewannen die insgesamt ausgeglichene Auftaktpartie am Ende mit 10:8. Die Berliner schwächelten in der Chancenauswertung. „Wer von insgesamt 8 Überzahlmöglichkeiten nur ein Tor erzielt, muss sich nicht wundern, das Spiel zu verlieren“, analysiert Trainer Kovacevic kurz und trocken.

Trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm sowie Stefan Pjesivac hatten die Berliner die Möglichkeit zum Sieg. Das starke dritte Viertel der Niedersachsen, in dem sie 3 Tore in Reihe warfen, war am Ende entscheidend. „Daraus müssen wir lernen und die Fehler am Wochenende abstellen. Noch ist nicht viel passiert, es steht 0:1, wir können wie 2017 den Rückstand aus eigener Kraft wettmachen und die Serie mit 3:1 für uns entscheiden“, erklärt Präsident Hagen Stamm. Dafür müsse allerdings auch im Angriff effektiver und auf allen Positionen durchsetzungsstärker agiert werden.

Verliert Spandau die Samstag-Heimpartie (16 Uhr), wird das dritte Match am Sonntag (14 Uhr) an gleicher Stätte zum „Alles oder nichts“. Ein doppelter Auswärts-Coup von Waspo würde das Team von Coach Karsten Seehafer vorfristig zum zweiten Mal nach 2018 zum nationalen Champion machen. Spandau hofft auf den Einsatz aller Stammkräfte und auf die über die Jahre hinweg entwickelte Qualität, jeweils zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung abrufen zu können. Auch Seehafer weiß, dass das knappe Heim-10:8 für die Seinen noch nicht viel bedeutet: „Die wahren Schlüsselpartien, auch psychologisch, kommen jetzt“.

Spandau wird im Angriff torgefährlicher agieren müssen. „Wir müssen auf die Niederlage reagieren und genau das werden wir auch tun“, verspricht der Trainer.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 1

Mittwoch, 02. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

10:8 (3:2, 3:4, 3:1, 1:1)

Finale 2 und Finale 3

Samstag, 05. September 2020 Sonntag, 06. September 2020

Spielbeginn: 16:00 Uhr Spielbeginn: 14:00 Uhr

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 und Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Lokalderby im Wasserball

Nach dem verlorenen Champions-League-Duell gegen Waspo 98 Hannover vom Mittwoch ist für die Wasserfreunde Spandau 04 am Samstag wieder Liga-Alltag angesagt. Die Männer um Kapitän Marko Stamm treten am 11. Spieltag der A-Gruppe der DWL beim Kooperationspartner OSC Potsdam im Schwimmbad BLU an.

Die Niederlage in Hannover von 7:11 (3:1,1:4,0:4,3:2) gegen den mental hochmotivierten Erzrivalen ist verkürzt aus den beiden schwächeren Mittelabschnitten erklärbar, die das Kovacevic-Team mit 1:4 und 0:4 verlor. „Zwei gewonnene Viertel reichen nicht. Wir brauchen Konstanz über die gesamte Spieldauer – und das sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff“, erklärte Trainer Petar Kovacevic. Kovacevic ärgert sich, dass es nicht gelang, den starken Anfang, der Hannover einigermaßen überraschte, in das Zentrum der Partie mitzunehmen. Möglicherweise wirkten sich hier 9 Unterzahlspiele während der ersten beiden Viertel aus. Hierdurch wurden die Spieler körperlich stark n Anspruch genommen. Zusätzlich waren zwei Spieler, Negrean und Stamm, bereits in dieser Phase mit je 2 Fouls belastet.

So konnte Waspo aus einem 2:4-Rückstand mit einem 7:0-Lauf einen beruhigenden 9:4-Vorsprung vor dem Schlussabschnitt machen. Trotz des 7:11 bleibt Spandau zwar Gruppen-Sechster und Hannover trotz Sieg aufgrund der weiteren Resultate Achter und Letzter, aber die Vor-Spiel-Prämissen haben sich de facto nicht geändert. Die Berliner sind Gruppen-Sechster mit 7 Pluszählern und können bei realistischer Betrachtung die Final-8-Endrunde Ende Mai, Anfang Juni in Hannover abhaken, für die Waspo trotz der „Roten Laterne“ mithilfe des Gastgeber-Status gesetzt ist.

Also gilt es, sich auf die nationalen Herausforderungen zu fokussieren, die da heißen: Pokal und Meisterschaft. In letzterer haben die Wasserfreunde am Samstag die „Auswärtspartie“ beim OSC Potsdam vor sich, in der es trotz DM-Platz 3 der Gastgeber in der Vorsaison nur einen Favoriten gibt: Spandau 04. Die Wasserfreunde kommen als Tabellen-Zweiter (18:2 Punkte) zum Fünften (9:11), der bislang nur partiell an seine starke Vorsaison anknüpfen konnte. Immerhin ist für die Mannschaft von Ex-Spandau- und Auswahlkeeper Alexander Tchigir nach den jüngsten Siegen erst einmal der Klassenerhalt in der A-Gruppe für die kommende Saison sicher.

Doch bislang waren die Leistungen der Potsdamer, aus deren Reihen mehrere junge Akteure Zweitspielrecht bei Spandau haben (Dennis Strelezkij und Lukas Küppers waren am Mittwoch in Hannover im Einsatz, allerdings ohne sich hervorzutun), zu wechselhaft, um den Anschluss nach ganz oben zu schaffen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga (DWL) 2018/201
OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04
09. Februar 2019
Spielbeginn: 19:00 Uhr
Spielort: Schwimmhalle BLU, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Drei Spiele in fünf Tagen: Wiedergutmachung nach Fehlstart

Nur vier Tage nach dem 4:11-Auswärtsauftritt (2:2,1:4,1:2,0:3) bei Olympiacos Piräus in der Champions League am Mittwoch sind die Wasserfreunde Spandau 04 bereits erneut gefordert. Erneut auswärts geht es im Berliner Lokal-Duell der DWL gegen die SG Neukölln, wobei das „auswärts“ wie gehabt nur eine Formalie ist, denn das Schwimmbad Schöneberg ist die gemeinsame Spielstätte beider Teams in den Pflichtpartien der Bundesliga. Tags darauf haben die Spandauer am Sonntag im vorgezogenen Spiel des 7. Spieltages gegen den ASC Duisburg dann das Heimrecht.

Dies ist damit die dritte Begegnung innerhalb von nur fünf Tagen. Damit wird auch die Kraftfrage zum Thema: Wie wird der Vizemeister diese Aufgabe bewältigen? „Es kann eigentlich nur besser werden“, sagt der Präsident Hagen Stamm mit Bezug auf den 4:11-Fehlstart gegen Piräus. Obwohl erst drei von 14 Partien der CL-Hauptrunde gespielt sind, haben sich die Chancen der 04er auf das Erreichen des Final Eights im Frühjahr 2019 in Hannover bereits stark reduziert. Bekanntlich werden ja nur vier Tickets dafür in der Gruppe vergeben, Waspo hat eines davon als Gastgeber bereits sicher.

Spandau 04 steht nach drei Spielen mit null Punkten da, die Ungarn aus Szolnok sind am 5. Dezember in Berlin der nächste Gegner des Teams von Trainer Petar Kovacevic. Geht man von dem Spiel in Piräus aus, dürfte nicht allzu viel Optimismus angebracht sein. Das Fehlen des verletzten Kapitäns Marko Stamm (Muskelfaserriss im Bauchbereich) machte überdeutlich, wie wichtig der 30-jährige als zentrale Figur bei den Wasserfreunden ist.  Sein Fehlen in Griechenland konnte nicht kompensiert werden.

Im Startviertel zeigte das Berliner Team in Piräus nach 0:2-Rückstand noch gute Reaktionen, der Ausgleich folgte und das Team ging zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Remi Saudadier sogar 3:2 in Führung. Doch dann sank die Leistungsbilanz in den restlichen 23 Minuten Spielzeit. Das spielerische Niveau der Wasserfreunde ist nicht mit dem Viertelfinal-5:6 im vorhergehenden Duell beider Teams während des Final Eights im Mai 2018 zu vergleichen. Auch die jungen Spieler konnten in Piräus nur wenig bewegen.

Am Wochenende bekommt das Team nun gleich zwei Bewährungschancen: Gegen Neukölln, das nach vier Partien (2 Remis, 2 Niederlagen) noch auf den ersten Sieg wartet, und auch gegen Duisburg, das mit einem Spiel mehr die Tabelle verlustpunktfrei anführt (8:0), ist Spandau der hohe Favorit. Zumindest die Westdeutschen, Anfang November beim DSV-Supercup allerdings klarer 7:17-Verlierer gegen die Wasserfreunde, haben sich zuletzt deutlich stabilisiert und rechnen sich gegen eventuell mental angeschlagene Berliner eine Mini-Chance aus. „Wir wollen ohne Wenn und Aber in die Erfolgsspur zurück. Das betrifft sowohl die Ergebnisse als auch die Art und Weise, wie wir uns präsentieren“, sagt Hagen Stamm.

Peter Röhle

kommende Spiele
24. Nov., SG Neukölln – Wasserfreunde Spandau 04, Spielbeginn: 16:00 Uhr, Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin
25. Nov.(vorgezogene Partie vom 7. Spieltag/22.12.2018), Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg, Beginn: 12:30 Uhr, Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau empfängt den Kooperationspartner OSC Potsdam

Am Samstag in Schöneberg trifft der Vizemeister Wasserfreunde Spandau 04 auf seinen Kooperationspartner, den DM-Dritten, den OSC Potsdam. Spandau geht mit 4:0 Zählern in diese Partie, Potsdam mit einem Sieg (Heim-15:8 gegen Duisburg 98) und einer Niederlage (6:19 bei Meister Waspo Hannover). Beide Teams sind in der aktuellen Saison bereits einmal aufeinandergetroffen. Vor einer Woche siegten die Hauptstädter beim DSV-Supercup-Turnier deutlich, mit 18:7, gegen die Potsdamer. Das wird jetzt besser werden, so hofft der Gästetrainer Alexander Tchigir, der ehemalige Top-Torwart der Berliner: „Unsere Duelle sind und bleiben Prestigespiele. Beide Teams sind hochmotiviert, auch wenn Sieger und Verlierer auf dem Papier festzustehen scheinen“.

Zur Wochenmitte waren acht Akteure aus beiden Teams noch im Nationalteam im Einsatz, das in der Europa-Gruppe A der Weltliga in Krefeld „Wasserball-Zwerg“-Malta mit 23:9 (nach 0:4-Rückstand nach 6 Minuten) besiegte. An diesem Schützenfest waren die Spandau-Spieler Lukas Küppers, mit Doppelstartrecht, Marko Stamm (je 5), Ben Reibel (3), Marin Restovic und der 17-jährige Auswahldebütanten Moritz Ostmann (je 2) beteiligt. Maurice Jüngling und die beiden Potsdamer Dennis Strelezkij und Ferdinand Korbel, beide ebenfalls mit Doppelstartrecht, blieben ohne Torerfolg.

In der Samstagsbegegnung sind die Rollen erneut klar verteilt. Alles andere als ein deutlicher Erfolg der Spandauer wäre überraschend. Wichtiger als das Resultat ist für die Verantwortlichen des Rekordmeisters aber die Art und Weise, wie dieses erzielt wird. Bereits am Mittwoch (21.11.) darauf muss die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic in der Champions League bei Vorjahresgewinner Olympiakos Piräus antreten. Die Berliner wollen nach zwei knappen Niederlagen nun gegen den Titelfavoriten das scheinbar Unmögliche wahr werden lassen, um sich die Chance auf das Erreichen der Finalrunde zu erhalten. „Es geht also um mehr als nur um den Sieg.“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga DWL 3. Spieltag
17. November 2018
Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 16:00 Uhr
Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Champions-League: Wasserfreunde Spandau 04 – Szolnok Vizilabda Club

Foto: Wasserfreunde Spandau

Gut 300 Fans konnten den neuesten Erfolg des Berliner Wasserballteams Spandau 04 miterleben. Am dritten Spieltag der Champions-League-Vorrunde der Gruppe B konnte das Team von Petar Kovacevic einen verdienten Sieg gegen den ungarischen Titelfavoriten erzielen. Am Ende des Spiels machte das ungarisch-serbische Starensemble des Champions-League-Siegers von 2017, Szolnoki VSK, einen erschrockenen Eindruck. Die Berliner siegten in dem äußerst spannenden Spiel mit 10:9 (5:4,1:3,2:1,2:1) Toren. Seit Mai 2016 war der ungarische Meister in 15 CL-Spielen in Serie ungeschlagen geblieben. Das Ende dieses Runs war in Schöneberg an Körpersprache und Mimik überdeutlich zu erkennen, es überraschte die Spieler und Trainer der Ungarn heftig.

Offensichtlich wiesen einzelne Top-Spieler Szolnoks eine schwache Tagesform auf, z. B. der Keeper Viktor Nagy.  Er ließ gleich mehrere Bälle durchrutschen. Offenbar war zudem die Einstellung der Spieler des Titelverteidigers von zu viel Überheblichkeit geprägt. Vermutlich gingen sie davon aus, dieses Match sei schon so gut wie gewonnen. „So etwas rächt sich im Sport nicht immer, aber ziemlich oft“, meinte Präsident Hagen Stamm im Resümee. „Das hat unsere Jungs erst so richtig stark gemacht.“ An der Körpersprache der Wasserfreunde war diese Entwicklung abzulesen: Die geballten Fäuste nach gelungenen Gastgeber-Aktionen nahmen zu. Das Publikum meldete sich in der zweiten Halbzeit immer lautstärker – es wurde ein richtig mitreißendes Spiel. Aus dem 1:3 wurde noch im ersten Viertel ein 5:4, im zweiten gar ein 6:4 – und auch Szolnoks kleiner Zwischenspurt zum 7:6 der Gäste zur Halbzeit konnte das von Trainer Petar Kovacevic glänzend eingestellte Spandau-Team nicht mehr bremsen. 8:8 hieß es nach Abschnitt drei, 10:9 nach Mateo Cuks Siegtreffer nur 23 Sekunden vor Schluss. „Ich bin stolz, begeistert und freue mich sehr“, resümierte Kovacevic.

Aktuell sind erst drei von 14 CL- Gruppenspielen absolviert, aber die Spandauer haben nun die Chance, das Final 8 im Frühjahr in Genua zu erreichen. Aktuell sind die Berliner gemeinsam mit Szolnok Gruppen-Dritter (je 6 Punkte) hinter Pro Recco (9 P., als Gastgeber sowieso bereits qualifiziert) und Jadran Herceg Novi (7 P.). Und die nächste CL-Aufgabe in den Niederlanden bei AZC Alphen (9. Dezember 2017) ist für das Spandauer Team durchaus lösbar. Die größte Gefahr für das Team des Deutschen Meisters ist in der möglichen Überheblichkeit nach einem so großen Erfolg zu sehen, wie das Beispiel der ungarischen Spieler aufzeigt.

Vorschau: Deutsche Wasserball-Liga, 7. Spieltag – Samstag, 2. Dezember 2017:

Spandau 04 – OSC Potsdam, Schwimmhalle Schöneberg, 18 Uhr. Lösbar sollte auch die Bundesliga-Heimaufgabe am bevorstehenden Samstag gegen den Dritten der DWL, den OSC Potsdam sein. Das Potsdamer Team hat bislang drei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto. Spandau tritt, den Ehrl-Cup vor Saisonstart einbezogen, bereits zum dritten Mal in dieser Saison gegen die Nachbarn an und hat die beiden ersten Partien hoch gewonnen (24:7 und 15:1). Die von Spandaus langjährigem Keeper Alexander Tchigir trainierten Potsdamer haben noch keine Kontinuität aufbauen können. Sie gewannen überraschend mit 14:13 beim ASC Duisburg, verloren aber ebenso überraschend in der Woche darauf mit 11:16 daheim gegen die SG Neukölln. Im Fokus des 7. Spieltags steht erneut das Duell um die Tabellenspitze zwischen Spandau und Waspo Hannover. Das Hannoveraner Team ist derzeit wie auch das Spandauer minuspunktfrei und hat nur einen Treffer weniger im Torverhältnis aufzuweisen. Waspo muss beim Letzten der Tabelle antreten, bei seinem Lokalrivalen, den White Sharks. Hier könnten sich also Verschiebungen an der Spitze ergeben.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau

Wasserfreunde Spandau 04 verstärkten sich nochmals

Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Der Countdown in der Deutschen Wasserball-Liga für 2017/2018 läuft, “Last minute action“. Vor rund zehn Tagen hat nun die konzentrierte Trainingsvorbereitung des Rekordchampions auf die Saison 2017/18 begonnen. Petar Kovacevic Trainer der Wasserfreunde – ist nach seinem Urlaub in seiner Geburtsstadt Kotor (MNE) wieder vor Ort in der deutschen Wahlheimat und tatendurstig. Petar Kovacevic sagt: „Es soll eine Saison des Aufbruchs werden.“

Mit der jetzt bestätigten letzten Personalie wird das unterstrichen. Der montenegrinische Center der Nationalmannschaft Stefan Pjesivac ist mit seinen 20 Jahren ein hungriger Spieler, der für seinen Erfolg kämpfen will. Er ist einer der größten Talente auf dieser Position europaweit. Er hat Idealmaße: 1,88 Meter groß, 102 Kilo schwer. Auf dieser Spielposition hatte Spandau in den vergangenen Jahren des Öfteren Probleme. In der Vorsaison wurde meist Mateo Cuk in der Angriffsmitte eingesetzt. „Pjesivac ist nicht schlechter als Cuk. Wir werden mit zwei  Optionen weniger ausrechenbar sein und viel variabler agieren können“, ist der Coach überzeugt.

Negrian für Marzouki. Foto: WO4

Stefan Pjesivac gewann mit Montenegros Jugend-Nationalteam 2013 auf Malta den EM-Titel, war mit Jadran Herceg Novi in den vergangenen drei Jahren Meister im „Land der Schwarzen Berge“ und ist aktueller Nationalspieler.

Für die Zeitungen daheim wird der Wechsel nach Deutschland durchaus einige Schlagzeilen wert sein. Die Kompetenz des Neu-Spandauers war übrigens auch schon in der Schöneberger Schwimmhalle zu besichtigen: Beim 9:9 von Herceg Novi am 22. April 2016 in der CL-Hauptrunde gehörte Pjesivac zu den Torschützen der Gäste.

Neben dem Montenegriner waren beim Saisontrainingsauftakt der Rumäne Tiberiu Negrean (29) und die drei deutschen Jung-Nationalspieler Ben Reibel (von Bayer Uerdingen), Dennis Strelezkij und Ferdinand Korbel (OSC Potsdam) als Neu-Spandauer dabei.

Der Bundesligastart erfolgt am 7. Oktober, zwei Wochen später (20./21.10.) wird in Berlin nach neuem Modus der Deutsche Supercup ausgespielt. Eine weitere Woche danach startet die Champions League.

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08 unglaublich 22:1

Damit stehen die Berliner in der “Best of three“-Serie im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft – und das nach nur zwei Spielen im Viertelfinale. Allerdings gab Uerdingens Trainer Tim Focke gab seinen Nachwuchsspielern die Möglichkeit, sich beim Deutschen Meister zu präsentieren, auch weil Stammspieler aus beruflichen Gründen für dieses Spiel absagen mussten. Aber auch Spandau hatte seine Aufstellung auf 4 Positionen verändert. Für Stammtorhüter Lazslo Baksa, Verteidiger Rémi Saudadier, Nikola Dedovic und Marin Restovic erhielten zwei Spieler aus der Spandauer U17 Mannschaft die Möglichkeit, ihr erstes Bundesligaspiel zu bestreiten. Moritz Ostmann und Luka Götz machten ihre Sache gut. Beide Spieler hatten eine Einsatzzeit von über drei Spielvierteln. Luka Götz erzielte sogar sein erstes Tor in einem DWL-Spiel, und zwar mit einem 5m-Strafwurf.

Nikola Dedovic Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Vor einer Woche siegten die Spieler um Trainer Petar Kovacevic in Uerdingen mit 16:7 (4:3, 2:0, 5:1, 5:3). Diesmal endeten die Viertel: 0:6, 0:9, 1:4, 0:3. Die Tore: L. Küppers 7, T. Tadin 4, P. Gottfried 3, T. Preuß, M. Jüngling 2, L. Götz, M. Čuk, S. Hamby, L. Gielen 1. Der Rekordmeister aus Spandau scheint im richtigen Moment so richtig in Form gekommen zu sein.

Der nächste Gegner im Halbfinale ist der OSC Potsdam, der ebenfalls mit nur 2 Spielen die Mannschaft des SSV Esslingen besiegte. Das 1. Spiel dieser “Best of five“-Serie beginnt am kommenden Mittwoch, dem 10.05.2017, um 20:00 Uhr im Schwimmbad am Potsdamer Brauhausberg.

Christian Zschiedrich