Wasserfreunde verlieren erstes Finalspiel

Titelverteidiger Waspo 98 Hannover hat den ersten Schritt zur erneuten Meisterschaft im Männer-Wasserball gemacht. Am Mittwochabend, 19.05.2021 gewannen die Niedersachsen in eigener Halle den Auftakt des Best of Five-Finales gegen Rekordchampion und Pokalsieger Spandau 04 Berlin mit 12:6.

Die Serie wird fortgesetzt am Samstag 22.05.2021, um 16:00 Uhr und Sonntag,23.05.2021 um 14:00 Uhr in Berlin (Sport und Lehrschwimmhalle Schöneberg). Das aktuelle Duell ist das fünfte Endspiel zwischen den beiden Mannschaften in Serie. In den vier vorangegangenen Vergleichen ist jeweils die Mannschaft Meister geworden, die das erste Match gewonnen hat: 2017 und 2019 Spandau, 2018 und 2020 Hannover. Mit drei Siegen für ein Team ist der Titelkampf entschieden.

Das wie erwartet kampfbetonte wichtige Auftaktmatch mit Schlüsselbedeutung für die Serie begann beiderseits mit starken Defensiven, erst nach 2:18 Minuten fiel der erste Treffer durch Dmitri Kholod zur Berliner 1:0-Führung. Hannover antwortete in den folgenden anderthalb Minuten mit zwei Toren zum 2:1 der Gastgeber, danach dauerte es sechseinhalb Minuten, ehe Waspo per Fünfmeter-Strafwurf mit 3:1 in Führung ging. Mit 6:3 für Waspo ging es in die Halbzeit. Die emotionale Partie mit annähernd ausgeglichener Wasserverweis-Bilanz schien nach Hannovers 7:3 Mitte des dritten Spielabschnitts vorentschieden. Doch dies war wie ein Weckruf für die bis dahin nicht überzeugenden Hauptstädter, die auf 5:7 verkürzten. Im Schlussviertel aber dominierte Waspo mit 4:1 und sorgte für den klaren 12:6-Endstand.

Die Tore für Spandau erzielten Kholod (2), Denis Strelezkij, Marino Cagalj, Maurice Jüngling und Nikola Dedovic (je 1).

Für Waspo trafen Ante Corusic und Aleksandar Radovic je drei Mal. Spandau konnte nur phasenweise starken Angriffsdruck entwickeln. Es fehlte an Konzentration auf das Wesentliche und Aggressivität. Auch das Fehlen des angeschlagenen Kapitäns Marko Stamm konnte nicht kompensiert werden. Zudem hatte Waspo an diesem Tag klare Vorteile in der individuellen Klasse seiner Top-Akteure.

Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Wasserfreunde machen Finalteilnahme perfekt

Spiel 1

Titelverteidiger Waspo Hannover hatte bereits am Mittwoch beim ASC Duisburg mit 16:11 gewonnen, Vizemeister und Pokalsieger Spandau 04 zog am Freitagabend beim OSC Potsdam mit 14:6 nach. Damit waren die beiden Favoriten nur noch durch nicht zu erwartende Wasserball-Wunder vom Einzug in das fünfte bilaterale Duell in Serie um die Meisterkrone aufzuhalten.

Spandau reichte am Freitag, 14. Mai 2021 in der Schwimmhalle des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen eine Durchschnittsleistung zum souveränen Sieg, mit 7:3 waren zur Halbzeit die Weichen gestellt, dann verwalteten die Hauptstädter den Vorsprung.

Mehrfach-Torschützen für 04 waren Nikola Dedovic (3), Marin Restovic, Yannick Chiru, Marino Cagalj und Dmitri Kholod (alle 2). Auch der langzeitverletzte Kapitän Marko Stamm kam erstmals wieder zum Einsatz und trug einen Treffer zum Endresultat bei. Für Potsdam erzielte Lukas Küppers drei Treffer.

Spiel 2

Nach den klaren Halbfinal-Hinspielsiegen gegen ASC Duisburg und den OSC Potsdam haben Titelverteidiger Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04 am Samstag den Einzug ins Best-of-Five-Endspiel um die 100. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer wie erwartet perfekt gemacht.

Die Finalserie “Best of Five“ beginnt am 19. Mai und endet spätestens am 29. Mai, wenn das Duell über die volle Distanz von fünf Partien geht. Der Final-Vergleich zwischen den Erzrivalen ist der fünfte in Serie. 2018 und 2020 hatte Hannover das Titel-Abo der Berliner (37-mal Meister seit 1979) durchbrochen.

Nach dem Hinspiel in Potsdam, das Spandau souverän mit 14:6 gewonnen hatte, wechselte Trainer Petar Kovacevic im Rückspiel zwei Spieler seines Kaders. Stammkeeper Laszlo Baksa machte Platz für Backup Max Vernet-Schweimer. Er konnte Baksa mit vielen guten Paraden bestens vertreten. Für Marko Stamm wurde Youngster Bence Haferkampf aufgestellt.

Spandau kam nur mit Mühe ins Spiel. Die Potsdamer Gäste waren motiviert und kampfstark, gingen mit 1:0 in Führung und lagen auch zur Halbzeit noch 4:3 vorn. Erst im dritten Spielabschnitt (4:0) zogen die Gastgeber in Front (7:4) und bauten dann die Führung im Schlussviertel noch auf 11:6 aus.

Die Top-Torschützen für Spandau waren Dmitri Kholod (4) und Lukas Gielen (2). Für den OSC waren Tomi Tadin und Reiko Zech zweimal erfolgreich.

Waspo Hannover ließ dem 16:11-Auswärtssieg in Duisburg im Rückspiel in eigener Halle gegen den ASCD ein deutliches 19:5 (12:1) folgen und zog damit ins mit Spannung erwartete Playoff-Finale der beiden besten deutschen Teams ein.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

„Hirn an Arme: Tore werfen!“ Spandau will Serie gegen Waspo ausgleichen

Finale 3 – 06.09.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:9 (3:0,2:3,4:2,3:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 6, Ivan Zovic 2, Marko Stamm , Lucas Gielen, Stefan Pjesivac, Maurice Jüngling, je 1

Diejenigen, die meinten, am vergangenen Sonntag könne die Titelvergabe der 99. Deutschen Wasserball-Meisterschaft der Männer gefeiert werden, wurden enttäuscht. Denn dafür hätte es des dritten Sieges von Waspo Hannover in der Best-of-Five-Finalserie bedurft. Die Hannoveraner waren zuvor am Mittwoch im Volksbad Limmer (10:8) und am Samstag in Schöneberg (9:6) erfolgreich gewesen.

Als Hannover 2018 Champion wurde, war die Serie ähnlich verlaufen. Spandau hatte Spiel 1 auswärts verloren und auch Spiel 2 in der Heimat. Mit dem Sieg im dritten Match aber gewann das Finale an Spannung, die Berliner gewannen anschließend in Hannover und glichen zum 2:2 aus. Der Titel war im abschließenden Heimmatch greifbar, das aber verloren die Hauptstadt-Männer und Hannover wurde Deutscher Meister.

Um 2020 Deutscher Meister zu werden, muss Spandau am Mittwoch (18 Uhr) unter freiem Himmel im Volksbad Limmer gewinnen. Das anschließende fünfte Match in Schöneberg am 12. September muss das Berliner Team dann ebenfalls gewinnen.

„Dafür braucht es eine mindestens gleich gute Leistung wie im dritten Match“, meinte 04-Präsident Hagen Stamm, der die Auftritte in den beiden ersten Partien vor allem in Sachen Überzahlspiel als „unterirdisch“ klassifizierte. In Spiel drei präsentierte sich der Rekordmeister (37-mal seit 1979) in allen Mannschaftsteilen stark, zeigte den Waspo-Individualisten ihre Grenzen und war selbst durchsetzungsstark und als Kollektiv tonangebend. Dazu lieferte der Russe Dimitri Kholod mit sechs Treffern seine bislang beste Leistung unter der 04-Kappe und war stärkster Mann im Becken. Spiel Nummer 4 wird noch einmal eines von „ganz besonderer Intensität“, glaubt Trainer Petar Kovacevic. „Das wird eine Partie, die zum großen Teil im Kopf gewonnen wird. Man könnte Otto Waalkes zitieren und als Devise ausgeben: Hirn an Arme: Tore werfen! Wenn wir das hinbekommen, haben wir nicht nur eine Chance, sondern beste Siegesaussichten.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 4

Mittwoch, 09. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Sollte nach 4 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 5

Samstag, 12. September 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wasserfreunde unter Druck

Das 1. Spiel der Best-of-Five-Finalserie um die 99. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer zwischen Rekordtitelträger Spandau 04 (37-mal seit 1979) fand am Mittwochabend unter freiem Himmel im Volksbad Limmer von Hannover statt.

Die Niedersachsen gewannen die insgesamt ausgeglichene Auftaktpartie am Ende mit 10:8. Die Berliner schwächelten in der Chancenauswertung. „Wer von insgesamt 8 Überzahlmöglichkeiten nur ein Tor erzielt, muss sich nicht wundern, das Spiel zu verlieren“, analysiert Trainer Kovacevic kurz und trocken.

Trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm sowie Stefan Pjesivac hatten die Berliner die Möglichkeit zum Sieg. Das starke dritte Viertel der Niedersachsen, in dem sie 3 Tore in Reihe warfen, war am Ende entscheidend. „Daraus müssen wir lernen und die Fehler am Wochenende abstellen. Noch ist nicht viel passiert, es steht 0:1, wir können wie 2017 den Rückstand aus eigener Kraft wettmachen und die Serie mit 3:1 für uns entscheiden“, erklärt Präsident Hagen Stamm. Dafür müsse allerdings auch im Angriff effektiver und auf allen Positionen durchsetzungsstärker agiert werden.

Verliert Spandau die Samstag-Heimpartie (16 Uhr), wird das dritte Match am Sonntag (14 Uhr) an gleicher Stätte zum „Alles oder nichts“. Ein doppelter Auswärts-Coup von Waspo würde das Team von Coach Karsten Seehafer vorfristig zum zweiten Mal nach 2018 zum nationalen Champion machen. Spandau hofft auf den Einsatz aller Stammkräfte und auf die über die Jahre hinweg entwickelte Qualität, jeweils zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung abrufen zu können. Auch Seehafer weiß, dass das knappe Heim-10:8 für die Seinen noch nicht viel bedeutet: „Die wahren Schlüsselpartien, auch psychologisch, kommen jetzt“.

Spandau wird im Angriff torgefährlicher agieren müssen. „Wir müssen auf die Niederlage reagieren und genau das werden wir auch tun“, verspricht der Trainer.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 1

Mittwoch, 02. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

10:8 (3:2, 3:4, 3:1, 1:1)

Finale 2 und Finale 3

Samstag, 05. September 2020 Sonntag, 06. September 2020

Spielbeginn: 16:00 Uhr Spielbeginn: 14:00 Uhr

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 und Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Spandau zeigt Potsdam Grenzen auf

Am Ende war es doch ein Schützenfest für Spandau 04, das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft, das diesmal ob der Terminprobleme aufgrund der Corona-Pandemie nur aus Hin- und Rückspiel statt wie gehabt in einer Best of Three-Serie ausgetragen wurde. Im Auswärts-Hinspiel am Freitag im Potsdamer „blu“ fand der Rekordmeister gegen die engagierten und motivierten Gastgeber nur schwer ins Spiel. Nach dem Auftaktviertel stand es 1:1, zur Halbzeit nur 6:3 und zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Abschnitts gerade mal 8:5. Das 11:6 für die Wasserfreunde aus der Hauptstadt durfte man getrost als Erfolg für die unterlegenen und gastgebenden „Orcas“ werten.

Damit war zwar im Grunde schon vor Spiel 2 am Sonntag in Schöneberg entschieden, dass der zu ermittelnde Finalist aus diesem Duell nur Spandau heißen konnte, aber es blieben einige Fragen offen, wie die aktuelle Form des in der Saison national noch ungeschlagenen Titelverteidigers aussieht.

Spandau dominierte nach Lust und Laune, trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm und Spielmacher Nikola Dedovic. Das spiegelte sich im Endstand von 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4) entsprechenden wieder. Alle 12 eingesetzten „Feldspieler“ beteiligten sich an der Torausbeute, der Topschütze war wie schon am Freitag Dmitrii Kholod (3 und 4 Treffer).

„Das war ein Fingerzeig dafür, dass wir nach und nach immer mehr zu unserer Form finden und besser werden. Gerade rechtzeitig für das Finale“, befand Marko Stamm, der an seinem Geburtstag vom Beckenrand zusehen durfte.

Schon am Mittwoch beginnt das Best of Five-Finale zwischen den nach dem Halbfinale als Nummer 1 firmierenden Wasserfreunden und den Niedersachsen von Waspo 98 Hannover. Waspo hat sich in der Corona-Pause noch einmal personell verstärkt. Die Mannschaft von Trainer Carsten Seehafer wird mit einer veränderten Aufstellung, als wie beim 10:12 am vergangenen Dienstag im „Entscheidungsspiel“ um Platz 1 der Setzliste in Berlin, antreten.

„Das Finale fängt bei Null an, die alten Ergebnisse sind dann Makulatur“, sagt Spandau-Präsident Hagen Stamm, der indes aber sicher ist, dass die Duelle der Serie „jede Menge Brisanz, Spannung, Kampf, Einsatz und Emotionen“ bieten werden. Schon das Auftaktspiel gab es jede Menge Explosivität, laut dem Kapitän des 04-Teams Marko Stamm wird Hannover alles tun, um nicht erneut das Start-Match, wie in der vergangenen abzugeben und angesichts der beiden folgenden Partien in Berlin (5.9. und 6.9.) die Serie im Schnelldurchgang zu verlieren. Auch die Spielstätten der Finalserie spielen eine wichtige Rolle, meint Stamm-Senior. Hannover empfängt die Spandauer im Volksbad Limmer unter freiem Himmel, da am Abend gespielt wird, könnte es ziemlich kühl werden. Die Berliner Begegnungen finden in der Schwimmhalle Schöneberg statt, in der es auf keinen Fall kühl ist.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Rückblende:

Halbfinale 1 – 28.8.2020:

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04 6:11 (1:1,5:2,3:2,2:1)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 3, Marko Stamm 2, Lucas Gielen, Mate Cagalj, Dennis Strelezkij, Marin Restovic, Yannek Chiru, Ivan Zovic je 1

Halbfinale 2 – 30.8.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 4, Lucas Gielen 3, Mikail Arslan, Maurice Jüngling, Ivan Zovic, Mate Cagalj je 2, Remi Saudadier, Denis Strelezkij, Aleks Sekulic, Marin Restovic, Stefan Pjesivac, Yannek Chiru je 1

Spandau 04 landet den ersten Sieg nach der Corona-Pause

Am Dienstagabend trafen sich die beiden rivalisierenden Teams, die Wasserfreunde Spandau 04 und Herausforderer Waspo 98 Hannover, vor Corona bedingt limitierter nur 102 Zuschauern.

Das Ende des als „Entscheidungsspiel“ über Platz 1 der Setzliste für das Halbfinale firmierenden Matches war mit den letzten vier Begegnungen vergleichbar. Denn sowohl im Best-of-Five-Finale um die Meisterschaft 2018/2019 als auch im Spiel in der im März unterbrochenen Bundesliga-Saison gewannen die Spandauer und ließen damit trotz zum Teil enger Spiele eine Ahnung früherer Dominanz aufkommen.

Das war auch diesmal so, denn in der Partie, in der laut 04-Kapitän Marko Stamm, der nach eigenem Bekunden erst nach anderthalb Vierteln „richtig in das Match kam“, war auf beiden Seiten die fast halbjährliche Corona-Pause in der hohen Fehlerquote und den Mängeln im Spielaufbau, der Chancenverwertung und mit zunehmender Spieldauer schwindender Konzentration und Kondition zu spüren. Andererseits aber gab es auch eine Reihe von Szenen, die zeigten, dass hier keine Wasserball-Anfänger, sondern Könner ihres Fachs agierten. Spandau hatte die Spielkontrolle klar in den Händen, machte aus dem knappen 3:2 nach dem Startviertel ein 7:4 zur Halbzeit und danach im dritten Abschnitt gleich mehrfach Vier-Tore-Führungen (8:4, 9:5, 11:7). Hier fiel besonders der vierfache Torschütze Stefan Pjesivac auf.

„Wir hätten das nur ganz ruhig nach Haus spielen müssen“, sagte Marko Stamm. „Stattdessen haben wir sie noch einmal zurückkommen lassen, und anderthalb Minuten vor Schluss stand es plötzlich nur noch 11:10 aus unserer Sicht“, zog der Kapitän Bilanz, der „genügend Lernstoff für die kommenden Begegnungen“ entdeckte. 23 Sekunden vor Ultimo hatte er selbst mit einem Gewaltwurf aus der Distanz allen Waspo-Hoffnungen auf eine kaum noch für möglich gehaltene „Wende“ ein Ende gemacht und die Partie entschieden.

Die nächsten Auftritte der Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic stehen schon unmittelbar bevor. Am Wochenende – Freitag auswärts, Sonntag daheim in Schöneberg – sind die beiden Halbfinalspiele gegen den OSC Potsdam zu absolvieren. Der OSC hat sich am Wochenende beim Viertelfinal-Viererturniers mit dem zweiten Rang hinter den White Sharks Hannover einen der beiden Qualiplätze für die Vorschlussrunde gesichert. Am Dienstag waren die OSC-Vertreter aufmerksame Beobachter des Spandauer Re-Starts in die Saison, um zu entdecken, wo es vielleicht doch Schwachstellen des Favoriten gibt, die ihn ins Wackeln bringen können. Die Vorsaison kann dabei kein Maßstab sein. Auch damals trafen sich die beiden Teams im nach Best-of-Three-Modus gespielten Halbfinale. Spandau landete mit 12:9 (auswärts), 18:5 und 21:5 drei klare Siege.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:10 (3:2,4:2,4:3,1:3)

Torschützen: Spandau – Pjesivac 4, Jüngling 3, Stamm 2, Cagalj, Deudovic und Strelezkij je 1; Waspo – Nagaev 4, Schütze 2, Real, D. Brguljan, M. Brguljan und Tobias Preuß je 1

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2019/20 Playoff-Halbfinale (Hin- und Rückspiel)

Freitag, 28. August 2020

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:30 Uhr

Spielort: Sportbad „blu“, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Sonntag, 30. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 14:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau 04 holt in der Champions League einen Punkt in Split

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat in der Champions League-Hauptrunde der Gruppe A im zweiten Spiel bei Jadran Split (Kroatien) ein 12:12 (5.4,3:2,3:4,1:2) geholt. Zehn Tage nach dem 8:11-Heimauftakt gegen CN Barceloneta gelang den Berlinern damit eine Teilrehabilitation, allerdings war nach dem Spielverlauf auch mehr für die Gäste möglich. Deren Ausgangsposition für die Fortsetzung der Hauptrunde hat sich damit nur unwesentlich verbessert.

Spandau, ohne Kapitän Marko Stamm, Ben Reibel und Abwehrchef Remi Saudadier personell geschwächt angetreten, begann gleichwohl stark, lag nach 70 Sekunden mit 2:0 und danach auf der Basis einer starken Leistung von Keeper Laszlo Baksa sogar mit drei Toren Differenz (4:1 und 5:2, 9:6) vorn. Allerdings gab die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic mehrfach wertvolle Vorsprünge zu leicht wieder her.

Erst im Schlussviertel konnte Gastgeber Split die durchgängige Führung der Deutschen ausgleichen, aber nie in Führung gehen. Auch der letzte Jadran-Angriff 2 Sekunden vor dem Ende des Spiels wurde von Baksa mit einer großartigen Parade entschärft.

Die beiden Youngster im Berliner Team, Yannek Chiru (2002) und Aleks Sekulic (2003) kamen zu ihrem ersten Einsatz in einem CL-Spiel.

Am 3. Spieltag des Königswettbewerbs muss Spandau am 29. Oktober erneut in Kroatien bei Jug Dubrovnik antreten.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2019 / 2020 – Spieltag 02 in Split/18. Oktober 2019

Jadran Split – Wasserfreunde Spandau 04

12:12 (4:5,2:3,4:3,2:1)

Torschützen Spandau: T. Negrean 4, D. Kholod, N. Dedovic, M. Restovic 2, S. Pjesivac, M. Jüngling 1

Pokalfinale verloren – jetzt Kurs Richtung Meisterschaft

Für die Wasserfreunde Spandau 04 gilt: Nach dem Pokal ist vor der Meisterschaft. Beim Final Four am 3./4. Mai im Düsseldorfer Rheinbad konnten die Berliner noch bis 39 Sekunden vor dem Schlusspfiff des Endspiels mit einem Erfolg rechnen. Doch dann erzielte Darko Brguljan den 6:6-Ausgleich für Waspo 98 Hannover. Daraufhin folgte entsprechend der Pokalregularien das 5-Meter-Schießen mit je fünf Akteuren aus beiden Teams. Hannover traf viermal, Spandau nur dreimal. Waspo erzielte mit diesem 10:9-Endstand den dritten Pokaltriumph in Folge.

„Wir waren heute die bessere Mannschaft. Dennoch haben wir verloren. Hannover hat nun seine Portion Glück weg. Nun sind wir an der Reihe“, sagte Präsident Hagen Stamm und bezog sich damit auf die Meisterschafts-Playoffs. Die beginnen bereits am Mittwoch mit der Best-of-Five-Serie des Halbfinals beim OSC Potsdam (BLU, 20 Uhr). Drei Siege sind nötig für den Einzug ins ebenfalls im Best-of-Five-Modus ausgetragenen Endspiel, das eventuell erst in der fünften Partie am 1. Juni entschieden werden wird.
Gegen Potsdam ist Spandau der klare Favorit.

Im zweiten Halbfinale gegen den ASC Duisburg ist es Waspo. Die Pokalendrunde hat den Spandauern trotz der ärgerlichen Finalniederlage gegen den Dauerrivalen Waspo einen Motivationsschub verpasst. „Wir haben nur rechnerisch verloren, moralisch waren wir mehr als gleichwertig“, resümierte Kapitän Marko Stamm, der es als einziger aus dem Männerteam dennoch zum Pokalsieger brachte. Denn die von ihm betreuten Spandauer Frauen besiegten in ihrer Premierensaison Waspo 98 (13:4). Pokalfinale verloren – jetzt Kurs Richtung Meisterschaft

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Pokal-Final Four: Der Titel ist das Ziel

Auf 30 Pokalsiege seit 1979 weisen die Wasserfreunde Spandau 04 bereits in ihrem Briefkopf hin. Ergänzt wird die Erfolgsgeschichte mit 37 erreichten Deutschen Meisterschaftstiteln. 2015 erzielte das Berliner Team seinen letzten Pokaltriumph, als die Wasserfreunde Waspo Hannover mit 14:12 im 5-Meter-Schießen im Finale besiegten. 2016 folgte ein 18:9-Finalerfolg gegen den Endrunden-Gastgeber Bayer Uerdingen. Aber nach Protest des Halbfinalverlierers Duisburg gegen den Einsatz von Moritz Oeler bei Spandau, diversen Verbandsgerichtsurteilen und 04-Einsprüchen wurde vor wenigen Wochen endgültig entschieden, nachdem die Wasserfreunde ihr Veto zurückzogen. Dadurch reduzierte sich die Spandauer Statistik auf 30 Pokalsiege und der 9:18-Verlierer Uerdingen erreichte den ersten Pokaltriumph seiner Vereinsgeschichte.

2017 und 2018 holte sich Waspo 98 Hannover den „Pott“, schaltete dabei 2017 Spandau mit 9:4 im Halbfinale aus (10:9 im Finale gegen Duisburg) und gewann im Jahr darauf im Endspiel 12:8 gegen die Mannschaft von Petar Kovacevic. „Es ist also Zeit, dass wir uns den Pokaltitel zurückholen“, sagt Präsident Hagen Stamm vor der Endrunde. „Dafür müssen wir aber besser spielen als bei unseren letzten Auftritten in der Champions League. Das gilt auch, obwohl unser vermutlich härtester Gegner im Final Four, Waspo, dort ebenfalls nicht gerade glänzte.“ Zunächst einmal muss Spandau allerdings das Halbfinale gegen ASC Duisburg 98 gewinnen.

Waspo dürfte in seinem Lokalderby-Halbfinale gegen die White Sharks Hannover eine Pflichtaufgabe bestreiten, sodass die komplette Fachwelt ein Endspiel zwischen Hannover und Berlin erwartet. Nach letzten Eindrücken fällt es schwer, einem der beiden Teams die Favoritenrolle zuzusprechen.

Nach den bislang fünf Saison-Duellen (Supercup, 2 x DWL-Hauptrunde, 2 x Champions League) steht es aktuell 3:2 für Hannover. Unmittelbar nach dem Pokal Four starten am 8. Mai die Halbfinal-Playoffs (Best of Five) in der Meisterschaft, in denen Spandau auf den OSC Potsdam treffen wird. „Der Pokalsieg wäre für die Meisterschaftsentscheidung eine echte Motivationshilfe. Wir wollen in Düsseldorf ein Zeichen setzen“, kündigt Kovacevic kämpferisch an.

Eine zusätzliche attraktive Note aus Spandau-Sicht hat die Pokalendrunde mit der erstmaligen Teilnahme des 04-Frauen-Teams in seiner ersten Wettkampfsaison. Trainer der Mannschaft ist Männer-Kapitän Marko Stamm, der in Düsseldorf damit sozusagen in Doppelfunktion agiert. Die Frauen sind auf Anhieb ins Pokal-Final-Four durchmarschiert und dürfen nach den letzten Top-Resultaten gegen die Arrivierten des deutschen Frauen-Wasserballs sogar als Favorit gelten.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfrfeunde Spandau 04

Deutscher Wasserball-Pokal

2018/2019

Final Four

03. Mai 2019

Halbfinale 1

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

Spielbeginn: 16:15 Uhr

Spielort: Rheinbad Düsseldorf

Europaplatz 1, 40474 Düsseldorf

Wasserfreunde – Stark angefangen, noch stärker nachgelassen

Spandau 04 bleibt auch nach dem 12. Spieltag der B-Gruppe der Champions League Letzter des Achterfeldes. Das kann nicht sonderlich überraschen, denn Gegner am Samstag, dem 13. April, war in der Schöneberger Schwimmhalle mit Olympia Piräus der Gewinner und Titelverteidiger des Königswettbewerbs. Nach eher schwachem Start in die laufende CL-Saison haben die Griechen zuletzt zunehmend zu alter Form gefunden. Gleichwohl sind – im Unterschied zu Spandau, das bereits seit einiger Zeit ohne Final-Avancen zu Wasser geht – für sie noch nicht alle Sorgen mit Blick auf die Endrunden-Teilnahme (Final 8) Anfang Juni in Hannover ausgestanden. Einer der Gründe dafür ist die Gruppenpräsenz von Waspo Hannover, das als Gastgeber des Final 8 dafür gesetzt ist und nur noch drei weitere Teams eine Ticketchance haben.

Für Spandau geht es daher, wie gesagt einstweilen „um nichts mehr“. Aber das ist laut Petar Kovacevic „natürlich nur die halbe Wahrheit“. Die beiden kommenden Partien sind angesichts der nach den folgenden nationalen Aufgaben mit Pokal-Endrunde in Düsseldorf (3./4. Mai) und den Halbfinal-Playoffs gegen Potsdam um die Meisterschaft (ab 8.5.) durchaus „Spiele der Wahrheit“.

Im letzten CL-Heimspiel der Saison in anderthalb Wochen (24.4.) gegen Mladost Zagreb kann das Team von Trainer Petar Kovacevic immerhin noch die „Rote Laterne“ an den Gegner loswerden, der nur einen Zähler vor den Berlinern liegt. „Außerdem wäre das natürlich ein Schub für die Moral“, sagt Kovacevic. Nötig sei dafür allerdings eine durchgängig konzentrierte und fokussierte Leistung über die gesamte Spielzeit.

Gegen Piräus waren es nur die ersten anderthalb Viertel, in denen die starke Verteidigung mit einem sehr präsenten Torwart Laszlo Baksa und eine Offensive mit guten individuellen Aktionen (Marko Stamm!) wie Rädchen ineinandergriffen, und den Kontrahenten, der sich speziell auf diese Partie vorbereitet hatte, nicht unbeeindruckt ließen. Da war sogar mehr möglich als das erzielte 2:2. Dann aber fand sich das Star-Ensemble von griechischen Nationalspielern mit kroatischer Verstärkung freilich mehr und mehr, auch, weil es die Spandauer auf Grund der Nichtnutzung der Überzahlmöglichkeiten zuließen. Damit war im Grunde der „Kuchen gegessen“. Nur noch ein Spandauer Treffer von Nikola Dedovic viereinhalb Minuten vor Schluss, der zugleich auch der letzte im Spiel war, veränderte die Anzeige in der Schöneberger Schwimmhalle. Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall noch die gute Stimmung unter den 300 Zuschauern, die beide Seiten emotional engagiert unterstützen.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04