Hertha lehrt Dortmund das Fürchten

Nach dem 0:4 gegen Mainz 05 und der schwankenden Leistungen wegen, gaben viele Berliner keinen Pfifferling mehr auf Hertha BSC gegen Borussia Dortmund. Bielefeld hatte tags zuvor in Leipzig 2:0 gewonnen und damit Hertha in der Tabelle überholt. Sogar eingefleischte Herthaner rechneten: Wenn Hertha bei 18 Punkten nach der Hinrunde bleibt und genauso viele in der Rückrunde holt, dann käme Hertha am Ende auf 36 Punkte. Damit sind aber schon viele Vereine abgestiegen. Um sicher zu gehen, benötigt man zum Klassenerhalt erfahrungsgemäß 40 Punkte. Entsprechend dieser Hochrechnung hätte Hertha schließlich 42 Punkte und bliebe in der Bundesliga. Dem Geld und der eigenen Ansprüche nach keinesfalls das Gelbe vom Ei, aber immerhin…

Kommentar Chefredakteur Christian Zschiedrich Foto: © Sportick

Der 17. Spieltag bescherte den Berliner Clubs, wer hätte das gedacht, sechs Punkte. Der 1. FC Union gewann auswärts in Bochum, keineswegs etwa einfach, 1:0 und sicherte sich mit den letzten drei gleich 27 Punkte, Hertha BSC kommt auf 21 Punkte und damit auf Tabellenplatz 11. Union muss zum Rückrundenauftakt nach Leverkusen und Hertha hat am Sonntag, 09. Januar 2022 gleich wieder ein Heimspiel, empfängt um 15.30 Uhr den 1. FC Köln. Die Kölner müssen sich warm anziehen, wenn Hertha mit der Einstellung über 90 Minuten und Nachspielzeit wie gegen Dortmund spielt. Aber Moment mal, die Kölner können doch auch leidenschaftlich kämpfen. Weshalb jedoch wurde der 3:2-Sieg der alten Dame über Dortmund überhaupt möglich? Trotz des Pausen-Rückstandes und obwohl  Hertha-Trainer Tayfun Korkut nach der Blamage in Mainz einige Ausfälle ausgerechnet gegen die Borussen zu verkraften hatte.    

Jeder der Zuschauer sah von der ersten Minute an, wie sich Hertha gegen die Umstände und einer im Grunde überlegenen Mannschaft stemmte. Mit solch einer Körpersprache war Hertha bisher nicht aufgelaufen. Geradezu bissig und aggressiv wurde um jeden Ball und jeden Zentimeter Boden gekämpft. Zweikämpfe wurden nicht nur angenommen, sondern sogar gesucht – mit großem  Durchsetzungsvermögen und starkem Willen in den Duellen. Natürlich liefen die Herthaner gegen Ende auf dem Zahnfleisch. Doch die Willenskraft  erlahmte nicht. Welch großartiges Laufvermögen. Da war doch tatsächlich einer für den anderen Mitspieler da und in der Regel Sekunden vor den Dortmundern am Ball. Lobenswert wie die Lücken geschlossen und wie zielstrebig Konter gefahren wurden. Der Ball wurde nie aus den Augen gelassen und der Gegner auch nicht. Keiner verkroch sich. Der Ball wurde sogar leidenschaftlich gefordert. Imponierend das Nachsetzen und Abwehrverhalten der Stürmer. Na bitte, Hertha kann’s doch!  Ab jetzt weiß Hertha, was Geschlossenheit im Mannschaftsspiel  bedeutet. Arme Kölner!

Christian Zschiedrich

Volleyball 2. Bundesliga Damen: Tabellensechster Oythe zu Besuch beim BBSC

Als vorweihnachtliche Bescherung für das Berliner Publikum tritt am Sonntag den 19. Dezember 2021 um 15 Uhr der VfL Oythe in der Köpenicker Hämmerlinghalle gegen den BBSC Berlin an.

Der VfL Oythe erwies sich in dieser Saison ein wenig als Chamäleon. Die Mannschaft aus dem niedersächsischen Vechta erzielte Siege gegen vermeintlich stärkere Teams wie Emlichheim, Stralsund und Hamburg, kassierte aber auch einige überraschende Niederlagen, so zum Beispiel zum Saisonauftakt gegen den BBSC in eigener Halle 0:3.

Der letztjährige Trainer der Gäste, Ali Hobst, gab den Staffelstab an den Serben Zoran Nikolic weiter, der in den vergangenen 25 Jahren immer wieder als Trainer Deutscher Bundesligisten agierte. Neben dem Damen-Erstligisten Münster in der Saison 2001/2002 war er auch einige Jahre bei den früheren Männer-Erstligisten VV Leipzig und Eintracht Mendig, beim VC Dresden und in Bad Laer unter Vertrag. Der frühere jugoslawische Nationalspieler führt die in den vergangenen Jahren geänderte Philosophie des Vereins fort, eher auf regionale Spielerinnen zu setzen. Die Zeiten, in denen Oythe wesentlich auf Spielerinnen aus Übersee setzt, scheinen zunächst vorbei zu sein. So spielen bei Oythe wie in den vergangenen Jahren die erstligaerfahrene Paulina Brys (vormals in Suhl und Hamburg unter Vertrag) und viele Athletinnen, die schon einige Jahre für den Verein aktiv sind. Die noch in der vergangenen Saison bei Oythe den Außenangriff besetzende Christine Aulenbrock ist in den meisten Spielen nicht mehr dabei – der Beachstar (Halbfinale mit Partnerin Sandra Ferger bei der Deutschen Meisterschaft 2021!) will in dieser Saison auf die Hallenserie verzichten.

Für die Gastgeberinnen gilt es, an die kämpferische und auch spielerische Leistung des letzten Sonntags anzuknüpfen und zu einem attraktiven und konzentrierten Spiel zu finden. Wir freuen uns über lautstarke Anfeuerung und eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Hämmerlinghalle.

Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G++ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die Genesung oder die Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten und darüber hinaus das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen und in der Halle eine Maske zu tragen.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Volleys siegen in Lissabon

In überzeugender Manier sicherten sich die BR Volleys am Mittwochabend den ersten Auswärtssieg dieser Champions-League-Saison und damit drei weitere, wichtige Punkte. Im Duell des deutschen gegen den portugiesischen Meister gaben die Berliner in drei von vier Sätzen deutlich den Ton an und gewannen bei Benfica Lissabon mit 3:1 (25:19, 25:16, 15:25, 25:19). Punktgleich mit Zenit St. Petersburg führt der Bundesligist die Gruppe D somit weiter an, bevor es am 12. Januar 2022 im Volleyballtempel zum mit Spannung erwarteten, direkten Duell mit den Russen kommt.

Aufgrund der Ausfälle von Cody Kessel (Knöchel) und Anton Brehme (Knie) sowie des Fehlens von Georg Klein (privat), schlugen die Berliner in der „Sports Hall Benfica Lisboa“ zwar mit dezimiertem Kader aber dennoch mit ihrer aktuell stärksten Startformation auf. Nachdem Benjamin Patch seinen ersten Angriff eher Richtung Zuschauertribüne als des Gegners Feld jagte, legten die BR Volleys ihre Anfangsnervosität zügig ab. Timothée Carle (Block und Aufschlag) und Jeffrey Jendryk (Angriff und Block) drückten der Startphase ihren Stempel auf (9:6). Über weite Strecken begleiteten euphorische Fangesänge des Heimpublikums das Spielgeschehen, aber die 18 weitgereisten Berliner Fans hielten lautstark dagegen. Das leidenschaftliche Aufbäumen der Hausherren wehrten die BR Volleys mit Ruhe und Klasse im längsten Ballwechsel des Abends entscheidend zum 18:14-Zwischenstand ab. Tim Carle zeigte auf internationaler Bühne sein gesamtes Repertoire im Angriff (23:18) und schlug auch das Ass beim Satzball (25:19).

Die Berliner spielten zwar nicht fehlerfrei, waren aber klar tonangebend. Der verdiente Lohn war eine erneut deutliche Führung in Durchgang zwei nach einer Aufschlagserie von Nehemia Mote (7:2). Die Präsenz des Deutschen Meisters beim portugiesischen Pendant belegte ein „Einerblock“ von Kapitän Segrey Grankin (10:4) und auch in der Folge kamen die Hausherren kaum an den Berliner Blockhänden vorbei (18:8). Die BR Volleys zeigten dem neunmaligen Titelträger Portugals in dieser Phase die Grenzen auf und so nutzte Ruben Schott per Hinterfeld-Angriff die Chance, auf 2:0 nach Sätzen zu stellen (25:16).

Im dritten Durchgang gelang es den „Adlern“ dann die Berliner Annahme um Libero Santiago Danani stärker unter Druck zu setzen, allen voran durch den Österreicher Wohlfahrtstätter, und plötzlich geriet die Mannschaft von Cedric Enard ins Hintertreffen (8:13). Hatten Grankin & Co die Arena zwischenzeitlich etwas abgekühlt, war die Atmosphäre vom Spielbeginn nun zurück. Die Linie im eigenen Service ging völlig verloren und als die BR Volleys gar mit 12:17 ins Hintertreffen gerieten, gab Enard Patch, Grankin und Carle eine Verschnaufpause. Satz drei ging deutlich an die Gastgeber (15:25). In ursprünglicher Besetzung konnte die Leistungsdelle aber schnell ausgeglichen werden und mit starken Angriffsquoten gewannen die Gäste wieder die Kontrolle (4:1, 9:5). Der Aufschlag war zurück im Berliner Spiel und mit ihm auch die erfolgreiche Block-Abwehr-Arbeit (15:11, 23:17). „Berlin! Berlin!“ schallte es von den Rängen, als der “7. Mann“ wie die Männer auf dem Court die Oberhand zurückgewannen. 2.300 Kilometer fern der Heimat konnten die Berliner schließlich mit ihren Fans den zweiten, wichtigen Sieg in dieser Champions-League-Saison bejubeln (25:19). Nun kommt es für die BR Volleys um den MVP des Abends, Tim Carle, am 12. Januar in der Max-Schmeling-Halle zum Gipfeltreffen mit St. Petersburg, die parallel in Novi Sad noch deutlicher gewannen (25:22, 25:13, 25:20).

Stimmen zum Spiel
Timothée Carle: „Das war kein leichtes Spiel für uns, aber wir haben auch nichts anderes erwartet. Wir sind unheimlich fokussiert in dieses Match gegangenen und hatten einen perfekten Start. Im dritten Satz hat Benfica deutlich besser aufgeschlagen und stark abgewehrt, aber wir konnten antworten und haben im vierten Durchgang die nötige Reaktion gezeigt. Wir möchten in diesem Wettbewerb so weit wie möglich kommen und da waren das heute drei sehr wichtige Punkte für uns.“

Benjamin Patch: „Das war ein gutes Spiel, in dem beide Mannschaften hart gekämpft haben. Wenn du im Volleyball ein wenig die Energie verlierst, ist es schwierig, diese wiederzufinden. An diesem Punkt hat Benfica uns mit starken Aufschlägen erwischt. Wir haben aber erneut bewiesen, wie wir als Team zusammenstehen und zurückkommen können. Ende des dritten Satzes hatte ich leichte körperliche Probleme, bin aber umso glücklicher, dass ich im vierten Satz wieder meinen Beitrag zu diesem Sieg leisten konnte. Die sechs Punkte aus zwei Spielen sind der Start, den wir uns gewünscht und erarbeitet haben.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott und Timothée Carle (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Matthew West, Marek Sotola, Samuel Tuia

Topwerte
Carle 18 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks, 76 % Angriffsquote | Patch 14 Punkte | Schott 11 Punkte, 77 % Angriffsquote | Danani 90 % positive Annahme

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Fotocredit: CEV

Wasserfreunde in der LEN Champions League

Im fünften CL-Spiel muss der erste Sieg her!

Drei Spiele haben die Wasserfreunde Spandau 04 – vorausgesetzt die Pandemie greift in die Abläufe nicht ein – in diesem Jahr noch zu spielen. Das erste und vielleicht auch wichtigste Match steht am Mittwoch in der Schöneberger Schwimmhalle (19 Uhr), am fünften Spieltag der Hauptrunde der Gruppe B in der Champions League, auf der Agenda. Gegner ist der bisher punktlose Achte und Letzte Steaua Bukarest. Für beide Kontrahenten zählt nur ein Sieg (und damit drei Punkte), um die letzte Chance auf einen der vier Top-Ränge und das Erreichen des Final 8 im Juni 2022 in Belgrad angesichts der starken Mitbewerber in der Achter-Gruppe wachzuhalten.

Im Anschluss folgt für die Berliner am 18. Dezember das Bundesliga-Heimmatch gegen die White Sharks Hannover und zwei Tage vor Heiligabend am 22. Dezember schließlich der Jahres-Kehraus wiederum in der Champions League bei den immens verstärkten Franzosen von CN Marseille.

Das Spielergebnis gegen Bukarest wird die Frankreich-Reise atmosphärisch bestimmen. Im Königswettbewerb waren der deutsche und der rumänische Rekordmeister bereits 2017/18 Hauptrunden-Gegner, damals gewann Spandau beide Partien. Damals gewannen die Berliner in Bukarest am 13. Januar 2018 durch einen Treffer des damals für Spandau aktiven rumänischen Nationalspielers Tiberiu Negrean in der Schlusssekunde zum 6:5 und das Rückspiel am 28. Februar 2018 in Berlin mit 11:9 (2 Tore Negrean). Tiberiu Negrean, der als Familienvater hauptsächlich aufgrund der coronabedingten Probleme in die Heimat zurückkehrte, trägt nun die Kappe von Steaua und wird am Mittwoch als Gast an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren.

Spandau ist in diesem Duell leichter Favorit. Der eine Punkt der Berliner resultiert aus dem Heim-11:11 gegen Hannover, Steauas beste Partie war das 8:10-Heimmatch gegen Jug Dubrovnik. Im Unterschied zu früheren Jahren besteht das Bukarester Team nahezu ausschließlich aus rumänischen Top-Akteuren, vornweg der Mittdreißiger Alexandru-Andrei Ghiban, der der wichtigste Torschütze seines Teams ist. Spandau setzt mit seinem jungen Kader der Erfahrung Steauas laut Trainer Petar Kovacevic „Inspiration, Kompaktheit, Kreativität und Durchsetzungskraft“ entgegen. „Im fünften Champions-League-Spiel kann es nur heißen: Der erste Sieg muss her!“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2021 / 2022

Spiel 5 – Gruppe B

Wasserfreunde Spandau 04 – Steaua Bukarest

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spielbeginn: Mittwoch, 15.12.2021, 19:00 Uhr

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin mit 6 Punkte-Wochenende

BBSC Berlin – Fortuna Bonn        3:0 (23,21, 23)

Der BBSC hat sich am Samstagabend drei Punkte zum Doppelspieltags-Auftakt gegen die Fortuna aus Bonn gesichert.

Beide Mannschaften begannen mit einem untypischen Spiel. Von Beginn an bestimmten lange Ballwechsel das Geschehen. Keine Mannschaft vermochte es so recht, mit entsprechendem Nachdruck die Angriffsaktionen durch Punkte zu veredeln. Stattdessen bestimmte die gute Abwehrarbeit beider Seiten den Ablauf. Dabei hatten die Gäste zunächst Vorteile: Gerade im 1. Satz kämpfen sie um jeden Punkt, präsentierten gute Feldabwehr und lagen von Anfang an deutlich gegen die Berlinerinnen vorn. Erst mit dem 20:21 mussten sie akzeptieren, dass die Gastgeberinnen vorbeiziehen und den Satz holen. Berlin tat sich schwer, strahlte gerade in den Angriffsaktionen einige Unsicherheit aus und bekam den Ball nur mühsam auf den Boden.

Ähnliches Bild auch in den Folgesätzen, wenngleich sich Details änderten: Zu Anfang des 2. Satzes nutzte der BBSC eine Schwächephase des Gegners zu Satzbeginn und führte von Anfang an – der Satzgewinn ging nach Berlin. Eine Variation gab es auch im 3. Satz, da dieser von einer zu hohen Fehlerquote auf beiden Seiten geprägt war.

Rainer Schröter war nicht begeistert: „Wir hätten viel souveräner auftreten können, weil wir durchaus die Qualität haben. Obwohl wir nicht unser ganzes Können gezeigt haben, nehmen wir 3 Punkte für die Tabelle mit“

Die MVP Medaille auf Berliner Seite wurde Paula Morgenroth verliehen.

BBSC Berlin – VC Olympia Münster        3:0 (10, 22,7)

Mit einer Galavorstellung und dem zweiten 3:0 des Wochenendes schickten die Damen des BBSC die Talente aus dem Münsterland auf die Heimreise.

Von Anfang an diktierten die Berlinerinnen das Spiel. In jedem Aspekt waren sie besser als die Gäste. Trainer Schröter war schwer von seiner Mannschaft begeistert, da seine Mädels sowohl Spaß hatten, als Team ausgesprochen gut funktionierten wie auch jede einzelne Athletin auf das Spiel fokussiert war.

Von Münster war leider nichts die Stärke zu sehen, die Emlichheim oder Dingden Niederlagen beigebracht hatte. Die Westfälinnen erwischten einen rabenschwarzen Tag und hatten vor allem in Annahme und  Abwehr deutliche Defizite.

Nach dem Sonntag-Spiel sprach Trainer Schröter von einem zeitweise grandiosen Spiel: „Es ist sehr angenehm, dass wir die 6 Punkte dieses Wochenendes mitgenommen haben. Das tat uns sehr gut, nachdem wir ein paar Spiele verloren haben. Wir können es also noch. Das sollte uns auch Selbstvertrauen für die Partie gegen Oythe am kommenden Sonntag geben.“

Das nächste Spiel findet bereits am 19.12.21  in der Hämmerlinghalle statt. Um 15:00 Uhr wird gegen die Gäste aus Vechta angepfiffen.

Die MVP-Medaille des heutigen Sonntags wurde Zuspielerin Katharina Kummer verliehen.

Für den BBSC am Samstag im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel,  Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Hertha gewinnt, Union ermöglicht einen historischen Sieg und Viktoria schwächelt

Am Samstag, 11. Dezember, zur regulären Anstoßzeit empfing Hertha Arminia Bielefeld zum Kellerduell. So trostlos wie die Szenerie im Olympiastadion, nur 5.000 durften rein, war auch die Darbietung der beiden Bundesligisten. Es war nicht vergnügungssteuerpflichtig. Es setzte sich die talentierte Mannschaft durch oder manchmal schießt Geld eben doch Tore. Der Kicker titelte „Ohne Glanz, aber hochverdient“, es wurden drei wichtige Punkte. Die Abstiegszone ist nicht näher gerückt. Bis Weihnachten warten noch zwei harte Nüsse im Rahmen einer englischen Woche, erst auswärts in Mainz und anschließend Borussia Dortmund. Irgendwie durchkommen heißt die Devise.

Einen Tag später musste Drittligist Viktoria im Emsland-Stadion (seit 2014 Hänsch-Arena) beim SV Meppen antreten. Der Abwärtstrend konnte leider nicht gestoppt werden. Es begann zudem unglücklich für die Himmelblauen. In der 15. Spielminute sah Abwehrspieler Lukas Pinckert gelb-rot. Das machte die Aufgabe gegen die bestens aufgelegten Emsländer unlösbar. Der SV Meppen war in der vergangenen Saison sportlich abgestiegen, blieb nur drin, weil der KFC Uerdingen sich zurückzog, jetzt sorgen sie für Fuore und liefern die beste Hinrunde als Drittligist ab. Viktoria unterlag mit 0:3 und es hätte durchaus schlimmer kommen können. Der junge Torwart Julian Krahl verhinderte schlimmeres. Es war der letzte Spieltag der Hinrunde in Liga 3. Insgesamt sieht die Bilanz für den Liganeuling aus Berlin trotzdem nicht so schlecht aus. Es sind 6 Siege, 5 Unentschieden und 8 Niederlagen zu bilanzieren. Tabellenplatz 12 und 23 Punkte nach der Hinrunde, vor der Saison hätten sie das sofort unterschrieben, man sollte nicht vergessen, wo die Mannschaft herkommt. Die Rückrunde beginnt allerdings bereits am 4. Advent. Bevor die kurzen Weihnachtsferien beginnen, reisen die Viktorianer nach Köln zum Namensvetter in den Sportpark Höhenberg auf der rechten Rheinseite. Das Hinspiel, ihre Drittliga-Premiere, konnte Viktoria im Sommer mit 2:1 siegreich gestalten.

Eine Auswärtsniederlage holte sich ebenso der 1. FC Union ab. Für den Gegner Greuther Fürth war es ein historischer Sieg, der erste seit dem Aufstieg und zudem im umgebauten Ronhof-Sportpark. Zuschauer gab es keine, in Bayern wurden wieder Geisterspiele angeordnet. Die Eisernen wirkten kraftlos. Es war eines der wenigen Spiele bisher, wo sie weniger liefen als der Gegner. Was bedeuten schon 63 % Ballbesitz, wenn das Tor nicht getroffen wird und nicht einmal die bessere Zweikampfquote hilft. Sie ließen nur 3 Eckbälle der Fürther zu. Einer davon brachte den historischen Sieg für die Kleeblätter. Im Anschluss an einen Eckball war es der Norweger Havard Nielsen der den Ball in die Maschen drückte. Hatte er sich vorher gegen seinen Gegenspieler Kevin Behrens mit unerlaubten Mitteln Platz verschafft? Der Schiedsrichter ließ es durchgehen. Nach mehrmaliger Ansicht der Zeitlupe, es war eine fiffty-fiffty Entscheidung. Für Urs Fischer war es eine Fehlentscheidung, sein Kapitän in Fürth, Grischa Prömel, selbst kein Kind von Traurigkeit, sah das entspannter: „Das muss man nicht pfeiffen.“ Insgesamt taten sich die Eisernen schwer, gegen sehr tief stehende und aufopferungsvoll verteidigende Fürther das Spiel zu machen. So wurde es die vierte Saisonniederlage für den 1. FC Union.

Hans-Peter Becker

Spandau 04 mit souveränem Favoritensieg in Esslingen

Die Wasserfreunde Spandau 04 haben am Samstagabend am 6. Spieltag der 1. Bundesliga im Auswärtsmatch beim SSV Esslingen ihre „weiße“ Punkteweste souverän bewahrt. Nach dem 18:8 (6:1,2:4,5:2,5:1) bleiben die Berliner mit 8:0 Punkten und 39-Plustore-Differenz Spitzenreiter der Achter-Gruppe A. Esslingen ist Fünfter mit 3:5 Zählern.

Nach souveränem Spandauer Startviertel (6:1) baute der Favorit, der ohne Stamm, Dedovic, Restovic und Cuk antrat, allerdings im zweiten Abschnitt mit diversen Nachlässigkeiten in der Abwehr zunächst deutlich ab und ließ die Gastgeber auf 4:6 herankommen. Das 8:5 zur Halbzeit sprach eher für den Kampfesmut der Schwaben, als für eine überzeugende Generalprobe Spandaus vor dem Champions League-Heimspiel gegen Steaua Bukarest am kommenden Mittwoch.

In der zweiten Spielhälfte zog Spandau in Konzentration und Angriffsdruck an und sorgte in Abschnitt drei mit 5:2 Toren für den vorentscheidenden Sechs-Tore-Vorsprung (13:7). Das Schlussviertel (5:1) war nur noch Ergebnispflege bis zum Endstand von 15:8.

Die Spandauer Torausbeute teilten sich sechs Schützen. Dreimal erfolgreich waren Dimitrios Nikolaides, Aleks Sekulic und Denis Strelezkij, je zweimal trafen Marek Tkac, Dmitri Kholod und Zoran Bozic.

Quelle:Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Eisbären erfolgreich gegen die Kölner Haie

Es war ein Spiel unter Halb-Geister Bedingungen. Die Stehplatzkurve war mit schwarzem Stoff überdeckt und auf dem Oberring waren nur die Dienstplätze besetzt. Lediglich 2.500 Zuschauer durften maskiert in der Halle sitzen und soviel kamen auch. Zu Gast waren die Kölner Haie, im Kader standen einige Ex-Eisbären.

Das 1. Drittel beherrschten die Eisbären, die sich im Vergleich zu den vorangegangenen Heimspielen formverbessert zeigten. In der 4. Minute brachte Frans Nielsen mit einem onetimer die Eisbären in Führung. Anschließend versäumten die Eisbären, den zweiten Treffer nachzulegen. Chancen dafür hatten sie genug.

Das sollte sich im Mittelabschnitt zunächst rächen. In der 22. Minute traf Moritz Müller zum 1:1 Ausgleich und die Gäste aus der Domstadt kamen mächtig auf. Die Eisbären mussten zwei Unterzahl-Situationen überstehen. Erst kurz vor dem Ende des 2. Drittels gelang den Eisbären die erneute Führung. Mark Zengerle war der Torschütze. Der Treffer fiel in einer Überzahlsituation für die Eisbären.

Im Schlussabschnitt übernahmen wieder die Hausherren der MB-Arena die Initiative und drängten auf die endgültige Entscheidung. Sie ließ auf sich warten bis hinein in die crunchtime des Spiels. Die Kölner nahmen den Goalie vom Eis.

Es wurde ein furioses Finale. Erst hielt Mathias Niederberger einen Schuss und der wurde zu einem Assist. In das leere Tor traf Yannick Veilleux. Die Eisbären siegten mit 3:1.

Kölns Trainer, Uwe Krupp, betonte aus Nachfrage, dass er immer noch gern nach Berlin kommt. Er war, trotz der Niederlage, mit seinem Team zufrieden. Die Domstädter mussten einige Ausfälle verkraften und konnten trotzdem mithalten.

Hans-Peter Becker

BSC Berlin vor Doppelspieltag

Mit zwei Heimspielen gegen Fortuna Bonn sowie den VC Olympia Münster wartet ein anstrengender, aber Erfolg verheißender Doppelspieltag auf den BBSC.

Am Samstag, 11. Dezember empfängt der BBSC um 18:00 Uhr die Mannschaft von Fortuna Bonn. Die Rheinländerinnen stehen aktuell nur auf dem vorletzten Tabellenplatz und holten sich ihre beiden Saisonerfolge gegen Sorpesee und den VC Olympia Münster. Nach der vergangenen doch recht erfolgreichen Saison des damaligen Aufsteigers (mit zwei Siegen gegen Lokalrivalen Köln!) kam die Mannschaft von Trainer Sven Anton nicht so ganz erfolgreich durch die 1. Halbserie. Dabei war es Vereinsziel, den Standort in der 2. Bundesliga zu sichern und sportlich das Niveau zu halten. Das Team verfügt zwar über einige erfahrene Kräfte mit Leverkusener Vergangenheit wie Kapitänin Lena Maasewerd, doch gibt es keine Starspielerinnen. Die Mannschaft lebt von der Kampfkraft und Geschlossenheit auf dem Feld.

Der BBSC als aktueller Tabellenzehnter darf auf keinen Fall den Gegner kurz vor Weihnachten in den Rhythmus kommen lassen. Vielmehr geht es darum, das eigene Spiel konzentriert vorzutragen, so die Grundlage für den Punktgewinn zu legen.

Genau wie der BBSC und auch Bonn wird auch der Gegner des Sonntagnachmittags an diesem Wochenende zwei Spiele in der Hauptstadt absolvieren: Nach dem Samstagspiel im Sportforum beim VC Olympia kommt die Münsteraner Mannschaft des VC Olympia um 15:00 Uhr in die Köpenicker Hämmerlinghalle. Das Team findet sich derzeit auf dem 12. Tabellenrang und hat in der Saison bereits mit einem Auswärtserfolg in Emlichheim Geschichte geschrieben. Die Talente aus dem Raum Münster/ NRW sind im Wesentlichen Jahrgang 2004 und 2005, und damit im besten Alter für eine deutlich sichtbare Entwicklung von Spielfähigkeit und Athletik während der Saison. Mit Mia Kirchhoff hat es eine 17-jährige Athletin mittlerweile mit einem Doppelspielrecht in die 1. Mannschaft des USC Münster geschafft und überzeugte in den letzten Erstligaspielen, so gegen Potsdam und Schwerin.

Der BBSC ist nach den Erfahrungen mit den starken Youngstern des Berliner VCO gut beraten, den Gegner sehr ernst zu nehmen und mit eigener Kampfkraft und Spielwitz sowie viel Konzentration die Voraussetzungen für die angestrebten drei Punkte für die Tabelle zu schaffen.

Trotz der Coronamaßnahmen ist die Hämmerlinghalle für Zuschauer geöffnet. Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die Genesung oder die Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten und darüber hinaus das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. Dieser Test kann auch noch kurz vor dem Samstagspiel im Testcenter in der 1. Etage des nahen Forum Köpenicks absolviert werden. Da das zweite Spiel nur 21 Stunden nach dem ersten angepfiffen wird, kann ein solcher Test ggf. auch noch für das Sonntagsspiel verwendet werden.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Nach Pause Auswärts-Match in Esslingen

Nachdem am vergangenen Samstag (4.12.) das Spandauer Heimspiel des 4. Erstliga-Spieltages gegen die SG Neukölln wegen vieler coronabedingter Ausfälle beim Gast verschoben werden musste, sind die Wasserfreunde nun am Spieltag 5 auswärts nach langem Trip gen Süden beim SSV Esslingen gefordert. Im wegen der unterschiedlichen Zahl ausgetragener Partien „schiefen“ Tabellenbild sind die Berliner nach wie vor Erster (6:0) vor SV Ludwigsburg (6:2), Waspo Hannover (6:0), ASC Duisburg (4:4) und dem Samstagsgegner Esslingen (3:3).

Für Spandau ist es der vorletzte nationale Auftritt dieses Corona-Jahres vor dem Heimspiel am 18. Dezember in Schöneberg gegen die White Sharks Hannover.

Das nächste Bundesliga-Spiel danach findet dann zum Abschluss der Hinrunde bereits im kommenden Jahr am 15. Januar in Berlin gegen Waspo Hannover statt. Allerdings stehen für die Hauptstädter auch noch zwei Bewährungsproben in der Champions League-Hauptrunde auf dem Programm: am 15. Dezember empfängt man daheim Steaua Bukarest, am 22. Dezember ist man zwei Tage vor Heiligabend bei CN Marseille gefordert.

Die Partie gegen die jungen Esslinger ist für Spandau ein willkommenes Testing vor dem CL-Spiel gegen Bukarest, in dem ein Erfolg für Spandau Pflicht ist, soll so etwas wie eine Rest-Chance für das Erreichen in der Königsklasse bewahrt werden.

National steht man in der Bundesliga mit 6:0-Bilanz und 51:22 Toren tadellos da, doch das hat noch nicht allzu viel Aussagekraft. Auch gegen Esslingen ist Spandau haushoher Favorit. Die Schwaben haben in ihren Spielen vor alle mit dem überraschenden 12:10 gegen OSC Potsdam überzeugt, aber eine Woche später auch deutlich 11:17 gegen Ludwigsburg verloren.

Für Spandau gilt nur eine Vorgabe: Tabellenspitze bewahren, überzeugend gewinnen und dabei auch spielerisch Akzente setzen.

Quelle: Peter Röhle

Wasserball-Bundesliga Saison 2021/22

5. Spieltag

11. Dezember 2021

SSV Esslingen – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 15:30 Uhr

Spielort: Inselbad/Traglufthalle, 170327 Stuttgart, Inselbad 4