Es war ein Spiel unter Halb-Geister Bedingungen. Die Stehplatzkurve war mit schwarzem Stoff überdeckt und auf dem Oberring waren nur die Dienstplätze besetzt. Lediglich 2.500 Zuschauer durften maskiert in der Halle sitzen und soviel kamen auch. Zu Gast waren die Kölner Haie, im Kader standen einige Ex-Eisbären.
Das 1. Drittel beherrschten die Eisbären, die sich im Vergleich zu den vorangegangenen Heimspielen formverbessert zeigten. In der 4. Minute brachte Frans Nielsen mit einem onetimer die Eisbären in Führung. Anschließend versäumten die Eisbären, den zweiten Treffer nachzulegen. Chancen dafür hatten sie genug.
Das sollte sich im Mittelabschnitt zunächst rächen. In der 22. Minute traf Moritz Müller zum 1:1 Ausgleich und die Gäste aus der Domstadt kamen mächtig auf. Die Eisbären mussten zwei Unterzahl-Situationen überstehen. Erst kurz vor dem Ende des 2. Drittels gelang den Eisbären die erneute Führung. Mark Zengerle war der Torschütze. Der Treffer fiel in einer Überzahlsituation für die Eisbären.
Im Schlussabschnitt übernahmen wieder die Hausherren der MB-Arena die Initiative und drängten auf die endgültige Entscheidung. Sie ließ auf sich warten bis hinein in die crunchtime des Spiels. Die Kölner nahmen den Goalie vom Eis.
Es wurde ein furioses Finale. Erst hielt Mathias Niederberger einen Schuss und der wurde zu einem Assist. In das leere Tor traf Yannick Veilleux. Die Eisbären siegten mit 3:1.
Kölns Trainer, Uwe Krupp, betonte aus Nachfrage, dass er immer noch gern nach Berlin kommt. Er war, trotz der Niederlage, mit seinem Team zufrieden. Die Domstädter mussten einige Ausfälle verkraften und konnten trotzdem mithalten.
Hans-Peter Becker
