Marvin Friedrich verlässt die Eisernen und Tymoteusz Puchacz geht in die Türkei

Mit sofortiger Wirkung wechselt Marvin Friedrich zu Borussia Mönchengladbach. Der 1,93 m große Abwehrrecke kam zur Winterpause der Saison 2018/19 zu den Eisernen. Stieg mit dem Team 2019 in die Bundesliga auf und entwickelte zu einem der besten Innenverteidiger. Insgesamt spielte er 141 Mal für die Wuhlheider. Ausgebildet wurde der Kassel geborene Friederich in der Knappenschmiede beim FC Schalke 04. Hier unterschrieb er auch seinen ersten Profivertrag. Eine weitere Station war der FC Augsburg.

„Der Weggang von Marvin Friedrich ist sportlich und menschlich natürlich ein großer Verlust, dennoch war es Marvins Wunsch, diesen Schritt jetzt gehen zu können. Nach seiner herausragenden sportlichen Entwicklung in den letzten Jahren, verbunden unter anderem mit unserem Aufstieg in die Bundesliga, dem Klassenerhalt und dem Erreichen der Conference League, ist es für ihn und für uns nun Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen. Wir fühlen uns mit unserer Mannschaft dafür gerüstet, wünschen Marvin für seinen weiteren Weg alles Gute und danken ihm für eine großartige gemeinsame Zeit“, kommentierte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim 1. FC Union Berlin, den Wechsel.

Unions Linksverteidiger Tymoteusz Puchacz wechselt per Leihvertrag für ein halbes Jahr zum türkischen Erstligisten Trabzonspor. Das Team von Trainer Abdullah Avci steht aktuell mit sieben Punkten Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz der Süper Lig.

In seiner ersten Saison bei den Eisernen stand Puchacz bisher sieben Mal auf dem Rasen und konnte sowohl in den UECL-Play Offs als auch in der anschließenden Gruppenphase jeweils einen Assist verbuchen. Durch seine Flanke auf Taiwo Awoniyi in der 7. Minute des Play Off-Hinspiels gegen Kuopion PS stellte er die Weichen für ein souveränes 4:0 im finnischen Helsinki.

Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim 1. FC Union Berlin, ist von Puchacz‘ Potenzial überzeugt: „Wir sind mit Tymoteusz‘ Einstellung sehr zufrieden. Mit der Leihe wollen wir ihm die Möglichkeit geben, in dem halben Jahr Spielzeit zu bekommen, die wir ihm hier aktuell nicht garantieren können. Wir erachten Trabzonspor als sehr guten Leihpartner, da sie eine hohe Qualität im Kader haben und eine sehr gute Saison spielen. Mehr Spielpraxis wird ihm bei seiner Entwicklung ganz sicher helfen bevor er ab dem 01. Juli zu uns zurückkehren wird.“

Quelle: 1.FC Union Berlin/Katharina Brendel

Hans-Peter Becker

Weitere Coronafälle im Drittliga-Kader der Himmelblauen

Am kommenden Wochenende, 14. -17. Januar, startet die 3. Liga in das neue Fußballjahr. Der FC Viktoria 89 Berlin empfängt am Sonntag, 16. Januar im Jahnsportpark Eintracht Braunschweig. Allerdings, bange Blicke richten sich aktuell auf die Testergebnisse.

„Mittlerweile wurden sieben Spieler per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet. Alle Spieler haben sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Das geplante Testspiel gegen Tennis Borussia am Mittwoch, dem 12. Januar 2022, wurde abgesagt.

Peer Jaekel, Geschäftsführer der Himmelblauen, erklärt: „Wir stehen sowohl mit dem DFB, als auch mit dem Gesundheitsamt und den Ärzten im engen Austausch. Für uns gilt es nun, bei allem sportlichen Wettbewerb, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir hoffen, dass es in den kommenden Tagen keine weiteren positiven Fälle gibt, werden weiterhin engmaschig testen.“

Stand heute verzeichnet Viktoria Berlin eine hundertprozentige Impfquote. Die infizierten Spieler sind überwiegend symptomfrei und werden von Vereinsseite eng betreut. Das für Dienstag, 11. Jan. geplante Training wurde ebenfalls abgesagt.

Quelle: FC Viktoria Berlin

Wasserfreunde in der Champions League

Nach dem 26:7-Bundesliga-Einstand der Wasserfreunde Spandau 04 ins neue Jahr am 7. Januar im Nachholspiel gegen die SG Neukölln steht nun fünf Tage danach am Mittwoch der internationale Erstauftritt der Berliner im Jahres 2022 an. Am 7. Spieltag, dem letzten der Hinrunde der Champions League-Hauptrunde der Gruppe B muss Spandau (derzeit auf dem 6. Platz) beim Vierten OSC Budapest seine kleine Chance auf ein bisschen Hoffnung für einen Top 4-Rang nähren, der nach 14 Spieltagen den Einzug ins Finale 8 des Königswettbewerbs Anfang Juni in Belgrad bedeuten würde.

Aktuell liegen Pro Recco Genua, CN Marseille, Jug Dubrovnik und Budapest auf den ersten vier Plätzen. Die Ungarn haben nach drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen nach dem CL-Punktemodus (3 = Sieg, 1 = Remis, 0 = Niederlage) bis dato zehn Zähler auf dem Konto, Spandau steht nach einem Sieg (gegen Bukarest) und einem Remis (gegen Hannover) bei vier Zählern. Das klingt nach einem relativ großem Abstand und bedarf auch tatsächlich einer nachhaltigen Aufholaktion, um den Rückstand wettzumachen.

Anderseits sind die sechs Zähler zwischen Budapest und Spandau aber auch „nur“ zwei Siege der 04er bei parallel zwei Niederlagen der Ungarn. Die aktuelle Konstellation ist günstig, denn in den beiden kommenden CL-Partien am 12. und am 25. Januar stehen sich die beiden Teams gegenüber. Erst in Budapest, dann in Berlin-Schöneberg. Ein bisschen träumen darf da erlaubt sein: gelängen den Berlinern das Kunststück eines Auswärtserfolgs in Ungarn und dann danach auch ein Heimsieg, würde man plötzlich an den Finaltickets schnuppern.

„Das wird eminent schwer, aber es ist nicht unmöglich“, sagt Trainer Petar Kovacevic. OSC, in früheren Jahren vom Brückenbau-Konzern A-Hid unterstützt, baut nach dem Rückzug des Top-Sponsors und dem Abgang mehrerer serbischer Olympiasieger fast ausschließlich auf ungarische Akteure, hat aber angesichts des großen Potentials in der ungarischen Liga, nach wie vor eine Vielzahl erfahrener und aufstrebender Asse in seinen Reihen. Mit Daniel Varga verfügt der Verein zudem über eine Trainerpersönlichkeit, die schon als Spieler Legenden-Status errungen hatte.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Spielort: Schwimmhalle Komijádi Uszoda, Margitsziget 1391 Budapest

Spielbeginn: Mittwoch, 12.01.2022, 19:45 Uhr

Eisbären kassieren Niederlage gegen Nürnberg

Die Pandemie belastet die DEL, am 41. Spieltag mussten insgesamt vier Partien abgesagt werden. In Berlin konnte gespielt werden. Die Eisbären empfingen die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten am 26. Spieltag hatten die Eisbären mit 1:3 verloren.

Der Start in das Spiel verlief erneut unglücklich. Es dauerte nur 24 Sekunden, da durfte Tobias Ancicka, der für Mathias Niederberger startete, den Puck aus dem Tor holen. Der Torschütze war Christopher Brown. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 13. Minute. Die Torvorlage von Marcel Noebels wurde von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälscht und Nutznießer war Leonhard Pföderl, der gegen seinen Ex-Verein einnetzen konnte. Mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt hatte seinen ersten Kulminationspunkt in der 28. Minute. Erst gelang Matt White die Führung für die Eisbären, doch Eishockey ist das schnellste Mannschaftsspiel. Ganze 12 Sekunden später, mitten in die Verkündung des Eisbärentreffers, fiel das Gegentor durch den Center der ersten Nürnberger Sturmreihe Ryan Stoa.

Foto:© Stephan Wenske

Der erneute Führungstreffer gelang den Eisbären in der 35. Minute, Torschütze war Sebastian Streu. Für die Anerkennung des Treffers bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Es bestand der Verdacht eines hohen Stocks. Kurz vor der letzten Drittelsirene flogen die Fäuste und je zwei Akteure von Nürnberg und Berlin erlebten den Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank.

Die Gäste blieben dran und konnten in der 46. Minute ein Powerplay zum 3:3 Ausgleich nutzen. In der 51. Minute liefen die Eisbären in einen Konter und kassierten den 3:4 Rückstand durch Ryan Stoa. Die Minuten zerrannen, die 2.000 Zahlenden und die Stadionmusik gaben ihr bestes, der geisterhaften Atmosphäre etwas entgegenzusetzen. Der Goalie ging vom Eis, schlussendlich wurde erneut gegen die Ice-Tigers verloren. Auf dem Videowürfel stand eine 3:4 Niederlage. Die Diskrepanz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist nicht zu erklären.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Mit einer Niederlage waren die Eisbären in das neue Eishockeyjahr gestartet. Bereits zwei Tage später hatten sie die Chance sich, erneut vor coronabedingt reduziertem heimischen Publikum, zu revanchieren. Die Gäste aus Augsburg kämpfen um die Playoff-Teilnahme und sie gewannen das 1. Drittel. In der 8. Minute fand ein Rückhandschuss von Matthew Puempel den Weg in das Tor. Die Bemühungen der Eisbären, den Ausgleich zu erzielen, waren in der 23. Minute von Erfolg gekrönt. Nachwuchsmann Eric Mik demonstrierte seine gute Schusstechnik und setzte den Puck in die Maschen. Marcus Keller im Augsburger Tor hatte keine Chance.

Bis zur nächsten Drittelpause bemühten sich beide um ihren zweiten Treffer. Es gelang nicht. Mit einem Unentschieden wurde der Gang in die Kabine angetreten. Im Schlussdrittel waren die Eisbären im ständigen Vorwärtsgang, während die Augsburger auf Fehler im Spielaufbau lauerten, um entsprechend kontern zu können. Das Spiel drehen konnten die Eisbären in der 46. Minute. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe angezeigt und mit einem Spieler mehr auf dem Eis gelang der Führungstreffer. Giovanni Fiore feuerte in Richtung Tor und hatte Erfolg.

Die Minuten vergingen und die Augsburger sahen keinen Grund, sich geschlagen zu geben. Die Eisbären bekamen fünf Minuten vor dem Ende noch ein Überzahlspiel, was sie nicht nutzen konnten. Schlussendlich war es ein Treffer ins leere Tor, der das Spiel entschied. Yannick Veilleux war der Schütze.

Die Eisbären bleiben mit diesem Sieg weiter Spitzenreiter der DEL.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Zwei Eisbären-Siege zum Weihnachtsfest

Am Vorabend zum Fest, am 23. Dezember gewannen die Eisbären gegen Schwenningen mit 4:3. Sie taten sich schwer gegen das als Tabellenletzter aus dem Schwarzwald angereiste Team. Drei Führungen konnten die gut spielenden und kämpfenden Schwenninger ausgleichen, am Ende stand die knappe Niederlage.

Drei Tage später durften erneut 2.500 Zuschauer in die Arena und sahen einen hart erkämpften, am Ende deutlichen Sieg gegen Bremerhaven. „Es ist eigenartig, in Berlin ist für uns nichts zu holen.“, Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch war nach dem Spiel enttäuscht. Seit die Fischtown Pinguins in der DEL spielen, konnten sie erst ein einziges Mal Punkte aus Berlin mitnehmen. Am 27. Dezember 2019 stand es am Ende 5:4 nach Overtime für das Team von Thomas Popiesch. Er konnte seiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen. Die Eisbären erzielten ihre Tore zum genau richtigen Zeitpunkt und hatten einen großartig aufgelegten Mathias Niederberger im Tor. Kurz vor der ersten Drittelsirene erzielte Matt White das 1:0, Morgan Ellis erhöhte in der 29. Minute auf 2:0. Mit einem erfolgreich verwandelten Penalty brachte Ziga Jeglic die Gäste auf 1:2 heran. Eine reichliche Minute später stellte White mit einer tollen Einzelleistung den alten Abstand wieder her.

3facher Torschütze Matt White © Foto Hans-Peter Becker

Für die endgültige Entscheidung sorgten in der Schlussphase Marcel Noebels und der Spieler des Tages, Matthew White, der seinen dritten Treffer im Spiel erzielte. Beim letzten Treffer war das Tor verwaist. Mit diesem Sieg behaupteten die Eisbären ihre Tabellenführung. Sie verfügen jetzt nach 31 Spielen über 63 Punkte. Bereits am Dienstag, 28. Dezember geht es weiter. In Köln wartet das Team von Trainer Uwe Krupp auf die Eisbären.

Hans-Peter Becker

In eigener Sache

© Foto: Hans-Peter Becker

Alle Jahre wieder, der Kalender ist ausgedünnt, Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Ein Jahr geht zu Ende, in dem vieles anders war und wir hoffen, dass mit dem Wechsel der Jahreszahl sich vieles wieder zum Guten wenden wird.

Die Hoffnung, dass zum diesjährigen Weihnachtsfest die Corona-Pandemie weitgehend hinter uns liegen wird, hat sich leider nicht erfüllt. Bleiben wir trotzdem optimistisch.

Die Pandemie hinterlässt weiter ihre Spuren im Sport. Es drohen in den Profiligen wieder leeren Stadien und Hallen. Der Amateursport muss Hygienekonzepte beachten.

Wir wünschen unseren Lesern und Freunden, ein besinnliches Weihnachtsfest sowie Gesundheit und Glück im neuen Jahr 2022.

Im Namen der Mitarbeiter:

Christian Zschiedrich und Hans-Peter Becker

BR Volleys – Platz eins gesichert

Die BR Volleys gehen in der Saison 21/22 als bestplatziertes Team in die Zwischenrunde: Dieser Etappenerfolg ist dem Deutschen Meister nach dem 14. Sieg in der Volleyball Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Im Berlin-Brandenburg-Derby gaben die Gastgeber zwar ihren ersten Satz der Saison in eigener Arena ab, doch – auch dank eines überragenden Georg Klein – entschieden die Hauptstädter das Duell gegen die Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee mit 3:1 (22:25, 25:18, 25:15, 25:19).

Bereits beim Verkünden der Startformation brannte im Volleyballtempel ein erstes Mal großer Jubel auf: Der reaktivierte Georg Klein durfte vor dem Berliner Publikum sein Starting-Six-Comeback geben und wie es ein guter Kapitän eben macht, bekam der Mittelblocker von Sergey Grankin direkt den erfolgreich verwandelten Pass (2:1). Die BR Volleys nahmen den Schwung aus dem Champions League unter der Woche zunächst mit (11:8), aber schnell hatten sich die Gäste mit der kürzesten Anreise aller Bundesligisten in das Match gearbeitet. Tomasz Wasilkowski zauberte im Diagonalangriff den jungen Max Schulz aus dem Hut und der trumpfte auf (13:13, 16:18). Während die Netzhoppers-Brust von Punkt zu Punkt breiter wurde, hakte es im Berliner Spiel (20:21). Schließlich legte der Mann mit den meisten Assen der Liga, Theo Timmermann, ein entscheidendes nach (22:25).

Im zweiten Spielabschnitt kam Sergey Grankin allmählich auf Touren und auch Samuel Tuia konnte sich mit gutem Service hervortun (14:8). Georg Klein fügte sich währenddessen weiter ein, als wäre er nie weg gewesen. Fünf von fünf Angriffen hatte der 30-Jährige Mitte des zweiten Satzes verwandelt und auch zum Schiedsrichter nahm er nach strittiger Situation bereits Kontakt auf (17:11). Sotola war erneut Berlins Punktemaschine und zügig war der erste Satzverlust in eigener Arena wettgemacht, als Klein krachend blockte (25:18). Nun hatten die Hauptstädter, bei denen weiterhin Anton Brehme und Cody Kessel fehlten, das Match unter Kontrolle und die nächsten Ausrufezeichen setzten wieder Klein und Carle per Block (14:9). Die wackeren Gäste aus Brandenburg mussten im Angriff federn lassen, auch weil der eingewechselte Adam Kowalski in der Abwehr zwischenzeitlich heiß lief (21:13) und wer blockte zum nächsten Satzgewinn? Natürlich Georg Klein (25:15).

Der Mittelblocker hatte in Satz vier sogar noch ein Ass für die 1.866 Zuschauer parat (2:0) und sein Nebenmann Nehemiah Mote wurde in der Folge von Jeffrey Jendryk entlastet. Unbeirrt gingen die BR Volleys ihren Weg und das Derby war in Durchgang vier frühzeitig entschieden (8:5, 16:10). Zum Matchball war Klein diesmal nicht auf dem Court um zu blocken und so machte ein Aufschlagfehler der Gäste den wettbewerbsübergreifend achten Heimsieg der Saison für die Berliner perfekt (25:19). Der Volleyballtempel ahnte, was kommen würde: Wasilkowski wählte Klein zum MVP, der vom Publikum entsprechend gefeiert wurde. 626 Tage nach dem abrupten Saisonabbruch 19/20 und seinem virtuellen Abschiedsspiel bekam der angehende Polizist damit noch einmal unverhofft seinen ganz großen Auftritt vor den eigenen Fans.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Es war ein komisches Spiel, aber das war irgendwie auch erwartbar. Es ist nur menschlich, zwischen zwei so wichtigen Matches den Fokus nicht direkt zu finden. Am Mittwoch haben wir in Lissabon ein ganz wichtiges Spiel gewonnen und am kommenden Mittwoch geht es in Friedrichshafen um extrem viel. Da ist dieser erste Satz verkraftbar. Das Ergebnis ist am Ende zufriedenstellend, auch wenn wir heute auf manchen Positionen in der Annahme Probleme hatten. Für Georg freue ich mich einfach unheimlich. Dieser feine Kerl hat sich das einfach verdient.“

Georg Klein: „Ich glaube, nach dem guten Start haben wir vielleicht gedacht, es wird heute ein Selbstläufer. Aber so einfach ist das gegen die Netzhoppers nicht, die hier gut aufgetreten sind. Wir konnten uns zum Glück retten und der eine Satzverlust schärft die Sinne. Es war ein geiles Gefühl, mein Comeback in der Max-Schmeling-Halle zu geben und dem Team so helfen zu können. Mit meiner Performance kann ich dabei auch ganz zufrieden sein. Die Krönung des Tages war, dass ich das vor den Augen meiner Familie noch einmal so erleben durfte.“

BR Volleys Formation
Samuel Tuia und Timothée Carle (AA), Nehemiah Mote und Georg Klein (MB), Sergey Grankin (Z), Marek Sotola (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Ruben Schott, Matthew West

Topwerte
Sotola 19 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks | Klein 12 Punkte, 4 Blocks, 80 % Angriffsquote | Tuia 12 Punkte, 2 Asse

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin holt 3 Punkte vor der Weihnachtspause

BBSC Berlin – VfL Oythe               3:1  (18,23, -23,19)

Vorgezogene Bescherung in der Köpenicker Hämmerlinghalle: Mit einem 3:1 Erfolg gegen Oythe geht der BBSC auf einem sicheren 7. Tabellenplatz in die kurze Winterpause.

Der BBSC trat am gestrigen Sonntag erneut ohne Annika Kummer an. Auch Katharina Kummer sowie Marie Dreblow standen nicht zur Verfügung. Aus der 2. Mannschaft BBSC rückte die erfahrene Alina Gottlebe-Fröhlich mit in das Aufgebot. Trotz des Fehlens der drei Stammspielerinnen wurden die Gäste aus dem niedersächsischen Vechta im Wesentlichen kontrolliert. Gerade im 1. und 4. Satz setzten die Berlinerinnen die Duftmarken und zeigten ein gutes Volleyballspiel. Der 2. und 3. Satz ging etwas enger aus. Berlins Trainer Schröder bemängelte nach Spielende, dass mit etwas mehr Konzentration durchaus ein Sieg ohne Satzverlust möglich gewesen wäre, doch freue er sich über die drei Punkte vor Weihnachten. „Wir wollten heute unbedingt den Sieg in die kurze Weihnachtspause mitnehmen und das ist uns gelungen. Wenn wir auch nicht unser bestes Spiel abgeliefert haben, haben wir phasenweise richtig guten Volleyball präsentiert.“ Daran änderten auch die häufigen Reklamationen der Gäste beim Schiedsrichter nichts, zumal das fachkundige Publikum durchaus den Eindruck einer fairen Behandlung beider Teams durch die Schiedsrichter hatte.

Zum MVP des Spiels wählten die Trainer die Berlinerin Annalena Grätz sowie Marian Mischo (Oythe).

Die nächsten Ligaspiele folgen bereits am 15. und 16. Januar 2022 in Münster und Dingden, ehe das nächste Heimspiel am 22. Januar 2022 um 18:00 Uhr gegen Sorpesee angepfiffen wird.

Für den BBSC am Sonntag im Einsatz: Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Eisbärensieg gegen Iserlohn

Die Partie der Eisbären gegen die Iserlohn Roosters war der Auftakt zu einem Marathon. Innerhalb der nächsten drei Wochen müssen sie acht Spiele absolvieren. Das bedeutet, alle drei Tage ein Spiel. Die Olympischen Spiele und die Aufstockung der Liga lassen keine andere Möglichkeit. Bleibt zu hoffen, dass die Pandemie die Planungen nicht durcheinander bringt.

Am vierten Adventssonntag spielten die Eisbären ein souveränes Anfangsdrittel, erzielten bereits in der 2. Spielminute das 1:0 und schafften es nicht, ein Tor nachzulegen. Giovanni Fiore stocherte erfolgreich nach. Das sollte sich rächen, den in der 36. Minute gelang den Gästen aus dem Sauerland der Ausgleich. Brent Radeke war der Torschütze.

So musste das Schlussdrittel eine Entscheidung bringen. Die Gäste, motiviert durch den Ausgleichstreffer, erzwangen nach schwachem Beginn ein ausgeglichenes Spiel. Nach den geltenden Corona-Regeln war das Spiel ausverkauft. Die Wenigen, die rein durften, sahen in der 51. Minute eine schöne Kombination, die Blaine Byron zum 2:1 vollendete. Die Vorarbeit leisteten Kevin Clark und Marcel Noebels, der sein 400. Spiel für die Eisbären absolvierte. Was war das für ein schräges Ding, Clarks Schuss wurde von Byrons Helm in Richtung Tor abgelenkt und vom Innenpfosten sprang der Puck hinter die Torlinie. Ein Kopfball, im Eishockey ein äußerst seltenes Ereignis. Immerhin ergab die Speedmessung 32 km/h. In der Pressekonferenz nach dem Spiel musste selbst Iserlohns Trainer Brad Tepper über die Entstehung des Tores lächeln.

Dem Center der Sturmreihe mit Marcel Noebels und Leo Pförderl war es vorbehalten, für die endgültige Entscheidung des Spiels zu sorgen. Zunächst musste er auf die Strafbank und kaum hatte sich die Tür geöffnet, fiel das zwischenzeitliche 3:1. Diesmal war es das übliche Arbeitsgerät, mit dem Byron den Treffer erzielte.

Die Gäste setzten alles auf eine Karte. Ohne Torwart gelang ihnen der Anschlusstreffer zum 2:3. Mehr ging dann nicht mehr. Die Spieluhr war abgelaufen und drei weitere Punkte für die Eisbären unter Dach und Fach.

Die Tabellenführung wurde verteidigt und eine Ehrenrunde in den goldenen Siegertrikots gedreht. Vor dem Weihnachtstag stehen noch zwei Spiele auf dem Programm. Am Dienstag wird in Wolfsburg gespielt und am Donnerstag, am 23. Dezember kommen die Schwenninger Wild Wings in die MB-Arena.

Fotocredit © Stephan Wenske

Hans-Peter Becker