Eisbären verlieren zum Saisonauftakt

Am zweiten Spieltag der DEL Saison 2022/23 griffen auch die Eisbären in das Geschehen ein. Sie unterlagen in Nürnberg bei den Ice-Tigers mit 2:4. Trainer Serge Aubin konnte lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein. Da stand es 0:0 und die Eisbären hatten noch alle Möglichkeiten.

Ryan Stoa erzielte in der 33. Minute das erste Tor und somit die Führung für die Nürnberger. In der 37. Minute gelang den Bären der Ausgleich durch Kevin Clarke. Diesen Zwischenstand konnten die Eisbären nicht mit in den Schlussabschnitt nehmen. Patrick Reimer setzte 16 Sekunden vor der Drittelsirene den Puck in die Maschen. Im Schlussabschnitt kam von den Eisbären insgesamt zu wenig. In der 43. Minute erhöhte Blake Parlett auf 3:1 und für die Vorentscheidung sorgte Dane Fox mit seinem Treffer zum Nürnberger 4:1. Die Eisbären trafen noch einmal im Powerplay durch Marcel Noebels. Der Treffer in der 57. Minute fiel zu spät, um die Nürnberger vor über 4.018 Zuschauern gefährden zu können.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein erstes DEL-Spiel zusammen mit Sohn Eric. Fast wäre Hördler Junior, der insgesamt 2,11 Minuten bei seinem DEL-Debüt auf dem Eis stand, kurz vor dem Ende gleich ein Tor geglückt. Niklas Treutle im Nürnberger Tor hatte etwas dagegen.

Am 3. Spieltag, 23.09. kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 2. Spieltag

18.09.2022 16:30 Uhr Nürnberg

Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Hungerecker) – Shaw, Welsh; Weber, Karrer; Bodnarchuk, Parlett; Mebus – Schmölz, Stoa, Reimer; MacLeod, Fleischer, Sheehy; Fox, Leonhardt, Ustorf; Kislinger, Jahnke, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Müller, Ellis (A) – Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Fiore; Mauer, Wiederer (A), Barinka; Nijenhuis, Handschuh, Baßler; E. Hördler – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 32:11 – Stoa (MacLeod, Welsh) – EQ

1:1 – 36:56 – Clark (Müller, Boychuk) – EQ

2:1 – 39:44 – Reimer (Schmölz, Fleischer) – EQ

3:1 – 42:36 – Parlett (Fleischer, Shaw) – EQ

4:1 – 53:40 – Fox (Sheehy, Bodnarchuk) – 6-5

4:2 – 56:41 – Noebels (Nowak, Boychuk) – PP1

Strafen

Nürnberg Ice Tigers: 6 (2, 0, 4) Minuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Kenneth Englisch)

Eisbären kassieren Niederlage gegen Nürnberg

Die Pandemie belastet die DEL, am 41. Spieltag mussten insgesamt vier Partien abgesagt werden. In Berlin konnte gespielt werden. Die Eisbären empfingen die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten am 26. Spieltag hatten die Eisbären mit 1:3 verloren.

Der Start in das Spiel verlief erneut unglücklich. Es dauerte nur 24 Sekunden, da durfte Tobias Ancicka, der für Mathias Niederberger startete, den Puck aus dem Tor holen. Der Torschütze war Christopher Brown. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 13. Minute. Die Torvorlage von Marcel Noebels wurde von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälscht und Nutznießer war Leonhard Pföderl, der gegen seinen Ex-Verein einnetzen konnte. Mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt hatte seinen ersten Kulminationspunkt in der 28. Minute. Erst gelang Matt White die Führung für die Eisbären, doch Eishockey ist das schnellste Mannschaftsspiel. Ganze 12 Sekunden später, mitten in die Verkündung des Eisbärentreffers, fiel das Gegentor durch den Center der ersten Nürnberger Sturmreihe Ryan Stoa.

Foto:© Stephan Wenske

Der erneute Führungstreffer gelang den Eisbären in der 35. Minute, Torschütze war Sebastian Streu. Für die Anerkennung des Treffers bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Es bestand der Verdacht eines hohen Stocks. Kurz vor der letzten Drittelsirene flogen die Fäuste und je zwei Akteure von Nürnberg und Berlin erlebten den Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank.

Die Gäste blieben dran und konnten in der 46. Minute ein Powerplay zum 3:3 Ausgleich nutzen. In der 51. Minute liefen die Eisbären in einen Konter und kassierten den 3:4 Rückstand durch Ryan Stoa. Die Minuten zerrannen, die 2.000 Zahlenden und die Stadionmusik gaben ihr bestes, der geisterhaften Atmosphäre etwas entgegenzusetzen. Der Goalie ging vom Eis, schlussendlich wurde erneut gegen die Ice-Tigers verloren. Auf dem Videowürfel stand eine 3:4 Niederlage. Die Diskrepanz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist nicht zu erklären.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren am 1. Advent

Die Partie zwischen Berlin und Nürnberg war der Abschluss des 26. Spieltages in der DEL. Aufgrund der gestiegenen Inzidenz-Zahlen in der Corona-Pandemie musste in der MB-Arena wieder durchgehend eine Maske getragen werden.

Das Anfangsdrittel bot einige Torszenen, ein Treffer fiel nicht. Die Gäste aus Nürnberg konnten zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Es sah gefällig aus, es fehlte schlicht der letzte Zug zum Tor. Die Eisbären hatten ähnliche Probleme. Der Puck zappelte in der 26. Minute im Eisbären-Tor. Es zählte nicht, bei der Schussabgabe durch Nürnbergs Daniel Schmölz war Mathias Niederberger regelwidrig behindert worden. Schmölz hatte in der 33. Minute mehr Glück, sein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor und jetzt rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher. Wenn es dir nicht gelingt ein Tor zu schießen, macht es halt der Gegner. Das 0:2 aus Sicht der Eisbären fiel in der 38. Minute durch Gregor MacLeod. Postwend schlugen die Eisbären durch Mark Zengerle zurück. Das Mitteldrittel mussten die Eisbären in Unterzahl beenden. Marcel Noebels musste wegen eines Stockchecks in die Kühlbox.

Das Schlußdrittel begann mit 23 Sekunden Überzahl für die Gäste. Die Nürnberger beförderten in der 42. Minute den Puck ins Tor und die Eisbären hatten erneut den Videobeweis auf ihrer Seite. Es war eine aktive Kickbewegung, die den Puck ins Tor beförderte und das ist im Eishockey nicht erlaubt. Die Eisbären verstärkten ihre Bemühungen, eine Niederlage war nicht vorgesehen. Niklas Treutle, der erfahrene Goalie im Nürnberger hielt alles. Den Eisbären schwanden die Kräfte. Auf der Uhr waren noch 2 Minuten und 30 Sekunden effektiver Spielzeit, Nürnberg nahm eine Auszeit und die Eisbären ihren Goalie vom Eis. Ein empty-neter entschied das Spiel in der 58. Minute als Patrick Reimer die Gunst der Stunde nutzte. Die Eisbären verlieren mit 1:3.

Zur Pressekonferenz nach dem Spiel erschien Stefan Ustorf, der Sportdirektor der Nürnberg Ice Tigers. Er ist der Meinung, dass in Berlin die neun besten Stürmer der DEL spielen. Die Eisbären sind jederzeit in der Lage, Torchancen aus dem Nichts zu kreieren. Glücklicherweise ist ihnen das heute gegen uns nicht gelungen. Seine Mannschaft hat hart gearbeitet, was Serge Aubin von seiner Mannschaft auch sehen will.

Die Eisbären gingen leer aus, es wurde nur ein zwei Punkte Wochenende. Das Spiel in der MB-Arena sahen 5.614 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen in Nürnberg

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Auswärtsspiel binnen 30 Stunden gewonnen und ihre Siegesserie auf drei Erfolge am Stück ausgebaut. Nach dem gestrigen Sieg über die Straubing Tigers bezwingen die Berliner am 33. Spieltag der PENNY DEL Saison 2020/21auch die Nürnberg Ice Tigers mit 3:1. Durch diesen Sieg festigen die Eisbären Platz 1 in der Gruppe Nord. Matt White (11./PP2) erzieltein doppelter Überzahl die 1:0-Führung für die Eisbären. Im zweiten Spielabschnitt glich Schmölz (35./PP2) für die Gastgeber aus, ebenfalls in Fünf gegen Drei Überzahl. Im Schlussdrittel brachte Leo Pföderl (43.) die Berliner wieder in Führung und Matt White (50.) sorgte mit seinem zweiten Treffer des Abends fürden 3:1-Endstand.Im nächsten Ligaspiel treten die Eisbären Berlin wieder in der heimischen Mercedes-Benz Arena an. Am Mittwoch, den 31. März 2021 gastieren die Straubing Tigers beim Hauptstadtclub. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein schweres Spiel heute, sowohl physisch als auch mental. Wir haben zuletzt hartes Eishockey gespielt und ich konnte die körperliche und geistige Ermüdung heute spüren. Es war kein schöner Erfolg, aber was zählt ist der Sieg. Gute Mannschaften gewinnen auch solche Partien und da bin ich stolz drauf.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Nürnberg hat gut gespielt. Wir haben heute nicht unser bestes Eishockey gespielt, aber trotzdem einen Weg gefunden, die Begegnung zu gewinnen. Unsere Torhüter haben gestern und heute gut gehalten. Leider konnte ich meine große Chance in Unterzahl nicht nutzen, aber dafür habe ich ja zum Glück später noch getroffen. Am Mittwoch erwartet uns das nächste schwere Spiel.“

Jonas Müller(Verteidiger Eisbären Berlin): „Es war ein hartes Stück Arbeit. In den ersten beiden Dritteln waren wir nicht aggressiv genug. Im Schlussdrittel sind wir aber gut aus der Kabine gekommen und haben dann auch verdient gewonnen. Im dritten Drittel haben wir versucht, die Pucks besser zum Tor zu bringen und haben noch zwei Treffer erzielt. Die Defensivleistung der Mannschaft war gut, dazu kommen unsere beiden super Torhüter, die heute und gestern stark gespielt haben.“

DEL 33. Spieltag 29.03.2021 18:30 Uhr Arena Nürnberger Versicherung

Endergebnis:

Nürnberg Ice Tigers –Eisbären Berlin 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

Aufstellungen:

Nürnberg Ice Tigers: Treutle(Sharipov) –Bodnarchuk, Kulda; Mebus, Weber; Trinkberger, Gilbert; Karrer–Brown, Adam, Schmölz; Reimer, Cornel, Kechter; Kislinger, McLellan, Fox; Bires, Walther, Pollock –Trainer: Frank Fischöder

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Müller, Ramage (A); Hördler (C), Wissmann (A); Després,McKiernan –Mik, Olver, Tuomie; White, Boychuk, Fiore; Noebels, Reichel, Pföderl; Dietz, Kinder, Hänelt–Trainer: Serge Aubin

Torfolge

0:1–10:03 –White (Olver, McKiernan)–PP2

1:1 –34:22 –Schmölz (Adam, Kulda) –PP2

1:2 –42:40 –Pföderl (Noebels, Després) –EQ

1:3 –49:46 –White (Fiore) –EQ

Strafen: Nürnberg IceTigers: 8 (4, 4, 0) Minuten –Eisbären Berlin: 4 ( 0, 4, 0) Minuten Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Aleksi Rantala (Tim Heffner, Andreas Hofer)

Quelle: EHC Eisbären Berlin Medien

Eisbären legen einen Heimsieg auf den Gabentisch

Der bevorstehende Brückentag zwischen dem vierten Adventssontag und dem am 24. Dezember beginnenden Weihnachtsfest nutzten viele Fans der Nürnberg Ice-Tigers für einen Ausflug in die Hauptstadt. Ein Sonderzug wurde organisiert, der geschätzte 300 bis 400 Anhänger aus Franken transportierte und so für einen gut gefüllten Gästeblock in der Arena am Ostbahnhof sorgte. Sogar Pucki, das Maskottchen hatte sich angschlossen und war auf der Eisfläche zusmmen mit Bully dem Glücksbringer der Eisbären Berlin zu sehen.

Glück gebracht hat Pucki seiner Mannschaft nicht. Die Ice-Tiger aus Nürnberg verließen die Halle mit leeren Händen, schlimmer noch, ihnen gelang nicht einmal ein einziges Törchen. Eisbären Goalie Sebastian Dahm wehrte 26 Schüsse ab, im Schlussdrittel kontrollierten die Schiedsrichter vorsichtshalber eine Situation mit dem Videobeweis. Selbst da hatten die Nürnberger Pech, der Puck sprang vom Gestänge wieder zurück und überquerte nicht die Torlinie. Aus Sicht der Gäste war es wie verhext. Manuel Kofler, seit dieser Saison Co. Trainer in Nürnberg, äußerte sich in seinem Statement in der Pressekonferenz nach Spiel. „Wir haben es heute einfach nicht geschafft ein Tor zu schießen, sonst kann man der Mannschaft nichts vorwerfen.“

© Fotos: Hans-Peter Becker

Die Eisbären machten es besser und konnten den Nürnberger Goalie Jonas Langmann zwei Mal überwinden. In der 14. Minute war Marcel Noebels mit einem one timer, die Vorlage kam von Maxim Lapierre, erfolgreich. Als one timer bezeichnet eine Direktabnahme eines Passes, ein Schlagschuss, ohne den Puck vorher zustoppen bzw. anzunehmen. Es war Treffer Nummer 15 der Saison für Marcel Noebels. Die Eisbären hatten ein Power-Play. Das 2:0 und somit den Endstand in dieser Partie erzielten die Eisbären bereits im Mittelabschnitt. Einen Konter schloss Austin Ortega erfolgreich ab. Der Puck lief nur über zwei Anspielstationen, Goalie Sebastian Dahm leitete einen abgefangenen Puck weiter zu Mark Olver, der bediente mustergültig den Torschützen.

Die Eisbären mussten wieder mit einer sehr kurzen Bank das Match bestreiten. Serge Aubin fehlten sieben Spieler, während der Partie fielen auch noch Pierre-Cedric Labrie und Louis-Marc Aubry (krachte unglücklich in die Bande) aus.

Jetzt ist für die Eisbären eine sehr kurze Weihnachtspause angesagt. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag müssen sie beim Überraschungsteam der Saison in Straubing ran und nur reichlich 24 Stunden später geht es bereits wieder in der heimischen Arena gegen Bremerhaven weiter. Die Spielplangestaltung ist nicht gerade günstig für die Eisbären.

Der gute Zweck stand im Vordergrund, Benefizspiel Eisbären Allstars vs HC Gaspromexport. © Fotos Stephan Wenske

Auch nicht gerade günstig bei der Termingestaltung war die Austragung des traditionellen Benefizspiels der Eisbären Allstars gegen eine Auswahl aus Rußland, unter dem Namen HC Gazpromexport. Immerhin wollten 3.519 Zuschauer die Begegnung der Eishockey-Oldies sehen. Auf der Seite der Eisbären Allstars zogen u.a. wieder die Ex-Eisbären Sven Felski, Derek Mayer, Niklas Hede, Daniar Dshunussow und Sebastian Elwig ihre Ausrüstung an. Verstärkt wurden die Allstars auf Berliner Seite von so bekannten Größen wie Jochen Hecht, Mirko Lüdemann und Daniel Kreuzer.

Alexey Yashin 850 NHL Spiele © Foto: Stephan Wenske

Auf der anderen Seite konnten die Fans Alexey Yashin in Aktion sehen. Er spielte von 1993 bis 2007 in der nordamerikanischen Hockeyleague und bestritt, zunächst für Ottawa Senators und zuletzt für die New York Islanders insgesamt 850 Spiele in der NHL.

Das Spiel gewannen die Russen mit 8:2, die Tore für die Eisbären Allstars erzielten Sven Felski und Derek Mayer. Das Ergebnis war nicht wichtig, der gute Zweck, Geld für den Eishockeynachwuchs zu sammeln, stand im Vordergrund. Vielleicht kann zukünftig ein günstigerer Termin gefunden werden.

Hans-Peter Becker

Kantersieg gegen Nürnberg

Der Nürnberger Trainer Kurt Kleinendorst hatte in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Eisbären einen kleinen Anflug von Humor. „Es hat sehr viel Spass gemacht, Teil dieses Spiels gewesen zu sein, eine tolle Arena und eine super Stimmung….“ Nur das Ende hat ihn natürlich nicht gefallen. Seine ersatzgeschwächten Ice-Tigers, es fehlten mit Brett Festerling, Austin Cangelosi, Jim O’Brien, Phil Dupuis und Pascal Grosse bewährte Stammkräfte, verloren das Spiel mit 2:6. Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte diese Probleme nicht, ganz im Gegenteil, Verteidiger Constantin Braun sah als überzähliger Spieler von der Tribüne aus zu. Verletzt sind bei den Eisbären zur Zeit Vincent Hessler und Florian Busch.

Die 10.720 Zuschauer am Sonntagabend in der MB-Arena am Ostbahnhof bekamen in den Schlussminuten ein nicht mehr erwartetes Torspektakel zu sehen. Die Uhr zeigte eine verbleibende Spielzeit von 69 Sekunden an, da Louis-Marc Aubry traf ins leere Tor zum 4:2 für die Eisbären. Es war die Entscheidung in diesem Spiel, aber nicht das Endergebnis. Marc Olver und Landon Ferraro schraubten in der Schlussminute das Ergebnis in Debakelnähe für die Gäste. Dabei hatten sie bis dahin eine starke kämpferische Leistung abgeliefert. Nürnbergs Torwart Niklas Treutle hielt seine Mannschaft im Spiel, 53 Schüsse auf sein Tor konnte er abwehren. Sein Gegenüber im Eisbären-Tor Sebastian Dahm bekam nur 28 Schüsse zu halten, davon ließ er zwei passieren.

Die Eisbären gingen in der 10. Minute durch Louis-Marc Aubry in Führung, die Nürnberger glichen kurz vor der ersten Drittelpause durch Kevin Schulze aus. Im Mittelabschnitt schaltete Landon Ferraro im Gewühl am schnellsten, sein Debüttreffer für die Eisbären wurde nach Überprüfung im Videoraum anerkannt. Die Eisbären drängten zwar auf ein weiteres Tor, doch das gelang im Mittelabschnitt nicht.

Ein 5 zu 3 Überzahlspiel brachte den zwischenzeitlichen Vorsprung von zwei Toren, getroffen für die Eisbären hatte John Ramage. Die nie aufsteckenden Gäste kamen in der 54. Minute noch einmal heran, Kevin Schulze war der doppelte Torschütze. Das Ende ist bekannt.

Am 14. Spieltag, Freitag, 26.10. müssen die Eisbären in Ingolstadt antreten, am darauffolgenden Sonntag ist RB München zu Gast.

Hans-Peter Becker

Mannschaftaufstellung Eisbären Berlin

Tor: Sebastian Dahm / Maxi Franzreb

1.Reihe: Leo Pföderl, James Sheppard, Marcel Noebels, John Ramage, Jonas Müller

2.Reihe: Austin Ortega, Maxim Lapierre, Lukas Reichel, Ryan MacKiernan, Florian Kettemer

3.Reihe: Landon Ferraro, Louis-Marc Aubry, Andre Rankel, Kai Wissmann, Frank Hördler

4.Reihe: Fabian Dietz, Mark Olver, PC Labrie, Sean Backman

Spieldaten:

DEL 13. Spieltag 20.10.2019 MB Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin vs Nürnberg Ice-Tigers 6:2 (1:1/1:0/4:1)

Torfolge:

1:0 Louis-Marc Aubry 09:94 (Andre Rankel) EQ

1:1 Kevin Schulze 19:15 (Patrick Reimer/Brandon Buck) EQ

2:1 Landon Ferraro 22:49 (Louis-Marc Aubry/Andre Rankel) EQ

3:1 John Ramage 41:04 ( Marcel Noebels/Maxim Labrie) PP2

3:2 Kevin Schulz 53:33 (Eugen Alanov/Patrick Reimer) EQ

4:2 Louis-Marc Aubry 58:51 (Landon Ferraro) empty net

5:2 Mark Olver 59:05 (Kai Wissmann/Ryan McKiernan) EQ

6:2 Landon Ferraro 59:50 (Andre Rankel) EQ

Strafminuten:

Berlin 4

Nürnberg 8

Eisbären ziehen die Reißleine – Clement Jodoin muss gehen

Das Saisonspiel Nummer 29 war das letzte für Clement Jodoin als Cheftrainer der Eisbären. Am Dienstagabend, 18.12. verloren die Eisbären mit 2:5 gegen die Nürnberg Ice-Tigers. Es war die vierte Heimpleite in Folge. Ein Tag später war folgendes in einer Pressemitteilung zu lesen: “ Clément Jodoin ist nicht mehr Cheftrainer bei den Eisbären Berlin. Der 66-jährige Kanadier wird von seinen Aufgaben mit sofortiger Wirkung entbunden. Sportdirektor Stéphane Richer übernimmt vorübergehend den Cheftrainer-Posten und wird bei der Mannschaftsführung von den bisherigen Co-Trainern Gerry Fleming und Steffen Ziesche unterstützt.

„Wir danken Clément für seine Arbeit mit den Eisbären in den vergangenen 1 ½ Jahren“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. „Er ist ein Mann mit absoluter Klasse!“

Ahnte er bereits etwas am Dienstagabend bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine meist temperamentvoll vorgetragenen Statements zu den Spielen drohten oft zu Vorlesungen, über das gerade zu Ende gegangene Spiel im besonderen und über den Eishockeysport im allgemeinen zu geraten. Bei der letzten Pressekonferenz war Pressesprecher Daniel Goldstein gerade dabei die Journalisten zu verabschieden, als Clement Jodoin nochmals das Wort ergriff. Er entschuldigte sich für seine Mannschaft, bei den Mitarbeitern der Organisation der Eisbären und bei den Zuschauern. Es waren seine Schlussworte in Berlin.

Während seiner Zeit als Assistenztrainer unter Uwe Krupp soll er ein hohes Ansehen bei den Spielern genossen haben. Es oft so, dass einem Assistenten die pädagogische Rolle im Trainerstab zufällt. Der Schritt in die neue Rolle des Chef-Trainers ist sicherlich nicht leicht. Hier könnte ein Grund für das Scheitern liegen.

Gleich zu Beginn schlug das Verletzungspech zu, was die Aufgabe nicht gerade erleichterte. Zwei junge deutsche Torhüter sollten sich gegenseitig zu Leistungssteigerungen anstacheln. Marvin Cüpper fiel bereits vor dem Saisonstart aus und fehlt bis heute. Geholt wurde Kevin Poulin, der für die Eisbären einige Siege festhielt, aber ein anderes Temperament als sein Vorgänger Petri Vehanen zu haben scheint. Im letzten Spiel gegen Nürnberg zertrümmerte er nach dem dritten Gegentor vor Wut seinen Schläger und fuhr in Richtung Bank, wechselte sich quasi selbst aus.

Es hat nicht funktioniert, den Assistenten zum Chef zu befördern. Die Mannschaft wird bis auf weiteres vom Sportdirektor Stephane Richer geführt werden. Er nimmt damit eine Doppelfunktion war. In der Presseerklärung heiße es dazu:“Bei seinen Aufgaben als Sportdirektor wird er künftig noch stärker von Peter John Lee und dem Leiter für Spielerentwicklung und Scouting, Stefan Ustorf unterstützt.“

Bereits am Donnerstag, 20.12. wird Richer, der im Januar 2017 als Assistenztrainer nach Berlin kam, erstmals als Cheftrainer das Eistraining leiten und einen Tag später im Heimspiel gegen Augsburg hinter Bande stehen. Richer war für die Neuverpflichtungen mit verantwortlich. Kann er mehr aus dem Kader herausholen. Es sind in der Hauptrunde noch 23 Spiele zu bestreiten und die direkte Qualifikation für die Playoffs bleibt in Reichweite.
Hans-Peter Becker

Müde Eisbären – Serie der Heimniederlagen geht weiter

Nach dem sehr guten Auswärtsauftritt der Eisbären in Köln hofften die immerhin 8.226 offiziell bekanntgegebenen Besucher am Dienstagabend, 18.12. in der heimischen Arena auf den nächsten Sieg. Der Gegner, die Ice-Tigers aus Nürnberg kam bisher schwer in die Saison. Bereits im September trennten sie sich von Trainer Kevin Gaudet. Es übernahm erneut Martin Jiranek, der eigentlich den Posten des Sportdirektors in Nürnberg einnimmt. Seine Mannschaft gewann mit 5:2, ein wichtiger Sieg, denn die Nürnberger kämpfen um Platz zehn.

Bereits nach 23 Sekunden musste Kevin Poulin im Tor der Eisbären hinter sich greifen. Gleich der erste Angriff saß, Torschütze Jason Bast. So etwas kann passieren. Schnell gelang der Ausgleich durch Andre Rankel, dessen fulminater Schuss von der blauen Linie zusätzlich vom Nürnberger Will Acton abgefälscht wurde. Da gab es für Andreas Jenike im Tor der Nürnberger nichts zu halten. Ein Nürnberger Doppelschlag traf die Eisbären in der achten Spielminute. Zunächst kann Poulin einen Puck nicht festmachen, so dass Leonard Pföderl nachsetzen kann und Maxi Adam, den Eisbären-Verteidiger zu einbem Eigentor zwingt. Nur 31 Sekunden später tunnelt Mike Mieskowski Poulin, der darauf hin seine Kelle zertrümmert und entnervt das Spiel aufgibt. Backup Maximilian Franzreb übernimmt. In der 15. Minute war es soweit, Florian Busch erzielte nach einem Alleingang sein 150 Tor in seiner DEL-Karriere und da nie für einen anderen Club gespielt hat, war es gleichzeitig sein Jubiläumstor für die Eisbären.

Die Eisbären kamen mit dem Willen aus der Kabine, das Spiel zu drehen. Leider machten sie zu viele Fehler. So viel der vierte Treffer für Nürnberg in der 33. Minute durch Brandon Buck. Danny Richmond hatte seinen Verteidiger-Kollegen Florian Kettemer viel zu hart angespielt. Ihm versprang der Puck in Richtung Slot und das Unheil nahm seinen Lauf.  Es hätte sein Abend werden können, wenn er acht Sekunden vor Ende des zweiten Spielabschnitts seinen Penalty verwandelt hätte. Der Anschlußtreffer zum 3:4 fiel nicht, Busch schoss über das Tor. Martin Jiranek sah darin die Schlüsselszene des Spiels.

Mit Hypothek eines Rückstands von zwei Toren begannen die Eisbären den Schlussabschnitt. Sie versuchten es. Der Puck wollte nicht an Jenike vorbei. Ein Schuss ins leere Tor von Will Acton stellte das Ergebnis auf 2:5 aus Eisbärensicht. Wieder wurde es ein bitterer Abend für die Fans der Eisbären.

Was ist los ?  „Wir waren nicht bereit im ersten Drittel, wir haben uns überschätzt und Nürnberg unterschätzt und dann kam alles zusammen,“ so äußerte sich Jubiläumstorschütze Florian Busch nach dem Spiel. In der Tabelle sind die Eisbären jetzt auf Platz neun abgerutscht. Es ist eine handfeste Krise. Am kommenden Freitag, 21.12. steht erneut ein Heimspiel an. Die Augsburger Panther kommen nach Berlin.

Vor dem Spiel wurde Hans (Hanne) Frenzel zu seinem 90. Geburtstag gratuliert, die Zuschauer in der Halle sangen ihm ein Ständchen.

Hans-Peter Becker

DEL 29. Spieltag 18.12.2018 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers  2:5 (2:3/0:1/0:1)

Niederlage in Nürnberg

Die Eisbären Berlin sind als einziges Team in der DEL ohne Punkt das erste Punktspiel-Wochenende absolviert. Der erste Auftritt in fremden Gefilden, bei den Nürnberg Ice Tigers ging, wenn auch knapp, mit 3:4 verloren. Es war die die wettbewerbsübergreifend sechste Niederlage in einem Pflichtspiel. Das ist als Momentaufnahme keine schöne Situation. Trainer Clement Jordoin bittet um Geduld und wird in den Medien mit den Worten zitiert: „Wir werden die Kurve bekommen, das ist nur eine Frage der Zeit.“ Das Auftaktprogramm hatte es auch in sich, der amtierende Meister und den letzten Halbfinalgegner Nürnberg auswärts.

Wie gegen München begannen die Eisbären couragiert, gerieten aber schnell ins Hintertreffen. Nach 11 Minuten führten die Ice Tigers mit 2:0 durch Treffer von Patrick Reimer und Christopher Brown. Die Moral der Eisbären stimmte und sie nutzten zwei Überzahlspiele und stellen die Partie noch vor der ersten Drittelpause wieder pari. Es folgten zwei Drittel, wo die Eisbären sich viele Chancen erspielten aber nur eine davon nutzen konnten. In der 52. Minute traf Brendan Ranford mit einem Treffer der „Marke Tor des Monats“. Ein ausgezeichnetes handling des Spielgerätes sorgte für den Treffer Nummer drei für die Eisbären. Allerdings waren zuvor, im Mittelabschnitt, die Nürnberger durch Brown zum zweiten und Shawn LaLonde erfolgreich. Die Hoffnung wenigstens einen Punkt ergattern zu können, erfüllten sich nicht.

Für den verletzten Thomas Oppenheimer – Operation am Schlüsselbein – rückte Nachwuchsmann Charlie Jahnke in das Team. Ansonsten blieb die Reihenaufstellung unverändert. Am kommenden Freitag, 21. September empfangen die Eisbären die Pinguins aus Bremerhaven. Die kassierten am 2. Spieltag eine 2:6 Heimklatsche gegen die Kölner Haie. Am ersten Spieltag gewannen sie in der Verlängerung auswärts gegen Krefeld. Da ist bereits jetzt ein gewisser Druck bei den Eisbären zu spüren. Das Spiel gegen Bremerhaven ist erst das dritte in der Saison und es folgen weitere 49 Spiele um Punkte zu sammeln. Ein Start mit zwei Niederlagen ist (noch) kein Beinbruch, die Leistung stimmte.

Hans-Peter Becker

Eisbären erreichen das Finale

Playoff Spiele haben das Potential, epischen Schlachten zu werden. Das Spiel 5 der Halbfinalserie zwischen Nürnberg und Berlin wird sicher viel Gesprächsstoff an den Stammtischen der Fans liefern. Ein tragischer Held des Spiels war Nürnbergs Nummer 10, der Verteidiger Taylor Aronson. Sekunden vor dem Ende verhinderte er ein empty net Tor der Eisbären, knapp 4 Minuten zuvor wurde er behindert, als er die Vorlage von Nick Petersen für das spiel- und serien-entscheidende Tor von Mark Olver unterbinden wollte. Ein Schiedsrichter kreuzte unabsichtlich seinen Weg. Die Eisbären jubelten und Aronson verstand die Welt nicht mehr. In der verbleibenden Zeit schafften es die Nürnberger nicht, trotz Überzahl, auszugleichen. Für die Nürnberg Ice-Tigers ist die Saison beendet. Die Eisbären ziehen seit 2013, dem Jahr der letzten Meisterschaft, wieder in eine Finalserie ein.

Der Gegner ist der amtierende Meister RB München. Die von Don Jackson trainierten Münchner haben als Sieger der Vorrunde Heimrecht. Bereits im vergangenen Jahr trafen die Eisbären im Halbfinale in einer Playoff-Serie auf München. Die Münchner hatten das bessere Ende für sich. Im Halbfinale schalteten sie Adler Mannheim aus und gewannen die Serie mit 4:1. Waren im Viertelfinale die Eisbären der Favorit, im Halbfinale mit einer 50% Chance ausgestattet, so sind sie bei der am kommenden Freitag in München beginnenden best of seven Serie Außenseiter.

Hans-Peter Becker

Nürnberg Ice Tigers – EHC Eisbären Berlin 2:3 / Serienstand 4:2 Eisbären Berlin im Finale
Torfolge
1:0 Ehliz, Yasin (Mebus, Oliver) , PP1, 06:22
1:1 Hördler, Frank (Sheppard, James) , EQ, 08:53
2:1 Pföderl, Leonhard (Mebus, Oliver, Köppchen, Patrick) , 4-4, 34:50
2:2 MacQueen, Jamie, EQ, 38:00
2:3 Olver, Mark (Petersen, Nick) , EQ, 56:28