Eisbären rupfen die Hähne

Der Dienstagabend ist kein bevorzugter Termin für das Eishockeyspielen. Der enge Terminplan der DEL muss hin und wieder den Fans eine englische Woche zumuten. Lediglich 5.322 Zuschauer sahen die Partie des 24. Spieltages zwischen den Iserlohn Roosters und den Eisbären. Sogar eine handvoll Fans aus dem Sauerland hatten den Weg in die MB-Arena gefunden. Sie durften in der 27. jubeln, als Brent Aubin traf. Allerdings hatten die Eisbären zuvor bereits dreimal getroffen. Giovanni Fiore eröffnete in der 6. Minute den Torreigen, Frank Hördler legte mit einem Kracher von der blauen Linie in der 11. Minute nach.

Das Spiel drohte etwas einseitig zu werden, als Frans Nielsen in der 25. Minute zum Zwischenstand von 3:0 einnetzte. Der eingangs erwähnte Treffer von Aubin beeindruckte die Eisbären nicht im geringsten, in der 28. Minute war es erneut Fiore, der einen Treffer erzielte. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts verletzte sich Iserlohns Goalie Hannibal Weitzmann.

Foto: © Stephan Wenske

Den Schlussabschnitt begannen die Unterzahl. Hubert Labrie versetzte dem Doppeltorschützen Fiore einen Stockschlag, worauf eine kleine Rauferei zwischen den beiden begann. Labrie ging für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung und im Tor stand ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger.

Der Schlussabschnitt verging torlos. Für die Gäste war in Berlin nichts zu holen.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen in Iserlohn

Es war ein unterhaltsames Eishockeyspiel für die 3.080 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee in Iserlohn. Nach dem 1. Drittel stand es 1:1. Die Führung der Gastgeber durch Ex-Eisbär Kris Foucault konnte Kevin Clark ausgleichen. Die folgenden Spieldrittel verliefen torreicher. Für die erneute Führung der Roosters sorgte ein weiterer Ex-Eisbär. Sven Ziegler überwand Tobias Ancicka mit einem Penalty. Leo Pförderls Treffer brachte den erneuten Ausgleich, wieder Führung für die Roosters und Ausgleich, mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

Matt White sorgte zunächst mit einem Doppelpack für einen 2 Torevorsprung, bevor Sven Ziegler für Iserlohn verkürzen konnte. Für die Vorentscheidung zeichnete ein Treffer von Marcel Noebels verantwortlich. Ein empty-netter von Zachary Boychuk stellte den Endstand von 7:4 für die Eisbären her.

Serge Aubin, der Trainer der Eisbären, war zufrieden: „Unsere Führungsspieler haben Verantwortung übernommen, es war aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.“

Am 3. Spieltag, Freitag, 17. September müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten.

DEL 2. Spieltag 12.09.2021 16:30 Uhr Eishalle am Seilersee in Iserlohn

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:7 (1:1/2:2/1:4)

Strafen

Iserlohn 8(6,2,0)

Eisbären 12 (4,6,2)

Niederlage zum Saisonstart, trotzdem, ohne Eisbären gehen wir nicht nach Haus

Ein neues Meisterbanner prangt über der Eisfläche in der Arena am Ostbahnhof und es gab wieder Fans hinter der Bande. Ein lange nicht mehr gehörter Akkustikteppich trieb die Akteure nach vorn. Erstmal Abwarten ist eh im Eishockey verpönt, möglichst schnell ins gegnerische Drittel und die Scheibe in Richtung Tor. Gleich am 1. Spieltag, zur Saisoneröffnung stellte sich der EHC Red Bull München vor. Mehr geht kaum zum Saisonauftakt. Beide Mannschaften nehmen ja auch an Champions League teil und sind im Wettkampfmodus.

Dem Anfangsdrittel war das deutlich anzumerken. Tempo und rassige Duelle, sofort war es zu spüren, das Eishockeyfeeling. Es war ausgeglichen. Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste 8 Schüsse halten und sein Berliner Kollege deren 6. Es waren Riesenmöglichkeiten dabei. Ein Tor gelang nicht. Mathias Niederberger entschärfte einen Alleingang und auf der Gegenseite scheiterte Leo Pföderl, sein Schuss traf die Latte.

Im Mittelabschnitt ging dafür um so schneller. Nach nur 56 Sekunden landete ein Schuss von Zachary Boychuk im Tor. Die Münchner schlugen nur knapp fünf Minuten später zurück. Ein Tor von Verteidiger Zach Redmond stellte den Spielstand auf 1:1. Anschließend gab es auf jeder Seite mehrfach die Chance auf die Führung. Sie gelang schließlich den Gästen, die in der 37. Minute durch Yannic Seidenberg das Spiel gedreht hatten. Die Münchner waren nicht besser, es war lediglich der eine oder andere Fehler weniger.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einer Riesenchance für die Eisbären. In der 45. Minute neigte sich das Schicksal des Spiels den Gästen zu. Ihnen gelang das erste Tor in Überzahl im Spiel, ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Yasin Ehliz sorgte für die Vorentscheidung. Den Deckel darauf machte in der 48. Minute ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega. Der Fehlstart in die neue Saison nahm konkrete Form an.

Die verbleibenden 12 Minuten reichten nicht mehr aus, um an der Niederlage noch etwas zu ändern. Da lief einiges nicht ganz rund bei den Eisbären. In der 58. Minute hätte Manuel Wiederer für den zweiten Eisbären-Treffer sorgen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Es symptomatisch für das Spiel, den Eisbären wollte nichts gelingen. Die Halle war nach den geltenden Regeln mit 6.450 Zuschauern ausverkauft. Sie forderten die Mannschaft zu einer Geste auf dem Eis, nach einer Niederlage nicht üblich. Aber was ist schon üblich in dieser Zeit. Wir wollen die Eisbären sehen, hoffentlich bald erfolgreicher.

Am kommenden Sonntag, 12. September wartet die erste Auswärtshürde der Saison auf die Eisbären. Die Iserlohn Roosters empfangen die Eisbären in ihrer Halle am idyllischen Seilersee.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga (DEL) 1. Spieltag

09.09.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Spiel und Serie gedreht – Eisbären im Halbfinale

Der letzte Sieg ist immer der Schwerste, so lautet eine alte Binsenweisheit in den Playoffs. Die Eisbären hatten in Spiel 2 der Viertelfinalserie den Gegner gedemütigt. Indem alles entscheidenden Spiel 3 führten die Iserlohner nach neun Minuten mit 2:0. Der Ersatzkapitän für Torsten Ankert Marko Friedrich war der doppelte Torschütze. Es sah nicht gut aus für die Eisbären. Sie waren gemessen an dem Auftritt keine 48 Stunden zuvor nicht wiederzuerkennen.

Iserlohns Taro Jentzsch und Eisbär Mark Zengerle Foto © Hans-Peter Becker

Eishockey wäre nicht Eishockey und die Eisbären nicht die Eisbären, wenn sie so einem Spiel nicht ein zweites Gesicht verpassen könnten. Im Mittelabschnitt drehten sie das Spiel. Aus dem 0:2 wurde erst eine 4:2 Führung, die allerdings sechs Sekunden vor Ultimo des Mittelabschnitts auf 4:3 zusammenschmolz.

Der Anschlusstreffer fiel bei der ersten Powerplay-Möglichkeit für die Gäste. Fast zwei Drittel lang blieb die Strafbanktür der Eisbären geschlossen. Angesichts der Erfolgsquote der Iserlohner im Überzahlspiel eine gelungene Maßnahme. Das erste Überzahlspiel und der Puck zappelte im Netz.

So wurde das reguläre Schlussdrittel spannend, Nägelkauen vor den Fernsehgeräten. Der Treffer zum 5:3 fiel in der 52. Minute, es blieb noch genug Zeit und die Sekunden dehnten sich, zumal es eine Chance im doppelten Überzahlspiel für Iserlohn gab. Die Erlösung war die Schlusssirene, die ertönte kurz nach 20:00 Uhr in der MB-Arena. Es geht weiter für die Eisbären.

Der Gegner im Halbfinale werden dann Panther aus Ingolstadt sein.

Brad Tapper (Trainer Iserlohn Roosters) Es war ein gutes erstes Drittel meiner Mannschaft. In der ersten Pause muss etwas mit den Eisbären passiert sein. Serge Aubin wird in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Vielen Dank an die Verantwortlichen der Roosters, die uns eine gute Saison ermöglicht haben.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Respekt an die Iserlohn Roosters, das war eine harte und schwere Serie. Unser Start in die Partie heute war natürlich alles andere als gut. Wir haben Iserlohn zu viel Platz gelassenund wurden direkt mit den beiden Gegentoren bestraft. Ab dem Mitteldrittel wurde unser Spiel besser. Wir haben ihnen nicht mehr so viel Raum gelassen, haben härter gespielt und hatten gute Spielzüge. Durch die Strafe kurz vor Ende des Drittels kam Iserlohn noch einmal zurück. Das 5:3 hat uns dann die nötige Ruhe gegeben. Die Reihe um Matt White war heute natürlich sehr stark, aber wir gewinnen zusammen als Team.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Mannschaft hat Charakter bewiesen. Ab dem zweiten Drittel haben wir physischer gespielt und die Iserlohner Verteidiger früh attackiert. Matt Whites Breakaway-Tor zum 1:2 hat uns zurück ins Spiel gebracht und Mathias Niederberger hat sehr gut gehalten. Wir haben in der Verteidigung alles gegeben und viele Schüsse geblockt. Gegen Ingolstadt werden es, wie schon in der Hauptrunde, sehr enge Spiele. Die Partien werden wieder sehr hart und körperbetont. Wir starten direkt mit der Vorbereitung und sind bereit für Montag.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Den Start haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Im zweiten Spielabschnitt haben wir dann alles gegeben, das war ein sehr starkes Drittel von uns. Alle Spieler haben super gespielt und so hatten wir dann das Momentum im Schlussdrittel auf unserer Seite. Das Zusammenspiel mit Kris Foucault und Mark Zengerle funktioniert gut und das Timing für meinen Hattrickwar natürlich optimal. Während der sechs gegen drei Unterzahl hatte Mathias Niederberger eine sehr wichtige Parade. Gegen Ingolstadt wird es eine enge Serie.“

DEL Playoff Viertelfinale Spiel 3 24.04.2021 17:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin–Iserlohn Roosters5:3 (0:2, 4:1, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Hördler (C), Wissmann (A); Després, McKiernan; Müller, Ramage (A);Mik –Noebels, Boychuk, Reichel; White, Zengerle, Foucault; Fiore, Olver, Tuomie; Labrie, Streu,Dietz –Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) –Reinhart, Baxmann; Raymond, Riefers; Buschmann, O’Connor–Friedrich, Grenier, Bailey; J. Whitney, Raedeke, Lowry; S. Whitney, Weidner, Jentzsch; B. Aubin, Fleischer, Lautenschlager–Trainer: Brad Tapper

Torfolge:

0:1– 02:28 –Friedrich(Raymond, Riefers)–EQ

0:2 – 08:03 –Friedrich (Grenier, O’Connor) –EQ 1:2 –20:49 –White (Zengerle) –EQ

2:2 – 29:18 –White (Ramage, Foucault) –EQ

3:2 – 31:01 –White (Müller, Zengerle) –EQ

4:2 – 32:47 –Foucault (White, Hördler) –EQ

4:3 – 39:54 –Bailey (O’Connor, Grenier) –PP1

5:3 – 51:39 –McKiernan –EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 16 (0, 2, 14) Minuten–Iserlohn Roosters: 8 (2, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter:

Andre Schrader, Gordon Schukies (Maksim Cepik, Nikolaj Ponomarjow)

Eisbären stolpern über die Hähne aus Iserlohn

Es sind Playoffs und (fast) keiner darf hingehen. Auf der Fahrt zur Arena liefen verloren drei Fans, deutlich zu erkennen an den Jerseys, über den Platz, wo zu normalen Zeiten sich längst Warteschlangen für Einlass gebildet hätten.

Auf dem Eis war Playoff-Hockey, beide schenkten sich nichts. Der Modus tat sein Übriges. Verlieren in einer 3er Serie ist noch mehr verboten. Im Anfangsdrittel gingen die Eisbären zweimal in Führung und die Gäste glichen jeweils aus. Es war ausgeglichen. In der 9. Spielminute überstanden die Gäste eine fast anderthalb minütige PP2 Unterzahl.

War das Anfangsdrittel torreich, so geizten die Kontrahenten im Mittelabschnitt mit dem höchsten Lohn des Kampfes. Den Eisbären gelang ein schnelles Tor. In der 22. Minute, sie hatten noch Überzahl, war es Ryan McKiernan der sich in die Liste der erfolgreichen Schützen eintrug. Allerdings unter tätiger Mithilfe des Iserlohner Keepers, der sich den Puck ein bisschen selbst mit reinlegte. Was die Gäste im Anfangsdrittel schafften, brachten auch die Eisbären zustande. Sie überstanden eine fast zweiminütige Unterzahl. Fünf Iserlohner gegen drei Eisbären und ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger hielten den Kasten sauber. Die knappe Führung wurde bis zur Pausensirene verteidigt.

Es war Playoff-Eishockey. Das Eis „brannte“, kein Zentimeter wurde kampflos preisgegeben. Selbst die Kommandos, das gegenseitige Mut machen der Spieler war deutlicher zu hören als sonst. Der Torgeiz hielt bis zur 50. Minute. Da schlug die Paradereihe der Iserlohner zu. Der Topscorer der Iserlohner und der gesamten Liga überwand mit einem beherzten Schuss Mathias Niederberger und stellte das Spiel pari.

In der Schlussphase schossen sich die Eisbären selbst aus dem Spiel. Zwei Eisbären mussten vom Eis, die letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit brachen an. Die Entscheidung fiel exakt eine Minute vor dem regulären Spielende. Brent Aubin der Namensvetter und Landsmann des Eisbären-Trainers besorgte die Entscheidung. Die Iserlohner gewinnen Spiel 1 und stellen die Eisbären mit dem Rücken zur Wand. Am Donnerstag, 22.04. könnte im Falle einer weiteren Niederlage für die Eisbären die Saison bereits zu Ende zu sein.

Iserlohns Trainer Brad Tapper war natürlich sehr zufrieden. Bemängelte allerdings die vielen Strafzeiten. Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte dasselbe sagen. „Die Strafzeiten haben uns das Spiel gekostet.“ Lässt sich das noch korrigieren?

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL Playoff Viertelfinale Spiel 1 (best of three)

20.04.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:4 (2:2, 1:0, 0:2)

Stimmen zum Spiel

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Wir hatten mit dem frühen Toreinen guten Start ins Spiel. Aber in der Folge haben wir viel zu viele Strafzeiten bekommen, die uns schlussendlich die Partie gekostet haben. Zweimal in doppelter Unterzahl zu spielen wird auf diesem Level bestraft. Da müssen wir in den Playoffs disziplinierter auftreten. Wir werden das Spiel analysieren und am Donnerstag bereit sein.

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Niederlage ist natürlich ärgerlich, das haben wir uns anders vorgestellt. Fairerweise muss man anerkennen, dass Iserlohn solide und geschickt gespielt hat. So hätten wir auftreten müssen. Wir wollten einfach zu viel und haben zu sehr mit der Brechstange gespielt. Dieses intensive Spiel mit den Reibereien gehört zu den Playoffs dazu. Am Donnerstag müssen wir einfacher spielen, viel arbeiten und unser System über die gesamte Spielzeit durchziehen. Am Ende des Tages ist es entscheidend, wenige Fehler zu machen.“

Mark Zengerle (Stürmer Eisbären Berlin): „Es war ein enges und intensives Spiel beider Mannschaften. Wir haben heute zu viele Chancen ausgelassen. Am Donnerstag erwarte ich eine ähnlich harte Partie, in der wir alles geben werden. Wir sind immer noch davon überzeugt, dass wir die Serie gewinnen und ins Halbfinale einziehen werden. Nach meiner langen Verletzungspause habe ich mich gut auf dem Eis gefühlt.“

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Müller, Ramage (A); Hördler(C), Wissmann (A); Després, McKiernan–Noebels, Reichel, Foucault; White, Boychuk, Fiore; Olver, Streu, Tuomie; Labrie, Zengerle, Mik; Dietz –Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) –Baxmann, Ankert; Raymond, O’Connor; Reinhart, Riefers –Lowry, Weidner, Bailey; Whitney, Grenier, Friedrich; Lautenschlager, Raedeke, B. Aubin;Buschmann, Fleischer–Trainer: Brad Tapper

Torfolge:

1:0–01:29–White (Wissmann)–EQ

1:1 –04:54 –Bailey (O’Connor,Grenier)–PP1

2:1 –05:17 –McKiernan (Reichel, Noebels) –EQ

2:2 –13:32 –Raedeke (Friedrich, Reinhart) –EQ

3:2 –21:37 –McKiernan (Fiore, Zengerle)–PP1

3:3 –49:05 –Whitney (Bailey, O’Connor) –4-4

3:4 –59:01 –B. Aubin (O’Connor, Grenier) –PP2

Strafen:

Eisbären Berlin: 26 (4, 16, 6) Minuten–Iserlohn Roosters: 16 (8, 4, 4) Minuten

Schiedsrichter:

Benjamin Hoppe, Gordon Schukies (Wayne Gerth, Jonas Merten)

Eisbären starten in die Playoffs

Am Dienstag, 20.04. geht es los. Zum ersten Viertelfinalspiel um die Deutsche Eishockeymeisterschaft empfangen die Eisbären Berlin die Iserlohn Roosters. Die Sauerländer, die zunächst schwer in die Saison kamen, sich steigerten, konnten erst am letzten Spieltag der Hauptrunde die Playoff-Teilnahme eintüten. Das Nachsehen hatte die Düsseldorfer EG, für den Traditionsverein ist die Saison zu Ende.

Vor den Playoffs stellt sich für jeden Teilnehmer die Frage, wie lange die Reise geht? Coronabedingt wird jede Serie lediglich im „best of three“ Modus ausgespielt. Diese Besonderheit gilt es zu beachten. Darauf wies besonders Eisbären-Trainer Serge Aubin hin. Eine Niederlage ist nur schwer zu korrigieren und so könnte es die eine oder andere Überraschung geben. Bei diesem Modus gewinnt nicht unbedingt das bessere Team. Insofern ist auch die Frage nach dem Favoriten schwer zu beantworten. Sicherlich sind die Teams aus Mannheim und München individuell am stärksten besetzt.

Zurück zum Duell der Eisbären. In der Hauptrunde konnten die Eisbären die Roosters dreimal schlagen. Daraus sollte aber keine Favoritenstellung für die Eisbären abgeleitet werden. Iserlohn stellt mit Joe Whitney den Top-Scorer und die beste „first line“ der Liga. Der Zweitplatzierte in dieser Wertung, Casey Bailey trägt ebenfalls das Trikot der Iserlohn Roosters.

Die „Special-Teams“ werden ein Faktor sein. „Wenn wir konzentriert bei der Sache sind, können unnötige Strafzeiten vermieden werden.“ In der Hauptrunde kassierten die Eisbären einige Strafen zu viel. Es waren 390 Strafminuten in 38 Spielen, der Wert der Iserlohner lag hier ähnlich im Mittelfeld der Liga. (406 Minuten in 37 Spielen).

Aufseiten des Viertelfinalkontrahenten wird sich ein Spieler besonders auf die Serie freuen. Jens Baxmann bestritt 860 DEL-Spiele für die Eisbären und erkämpfte alle 7 Meistertitel mit. 2019 wechselte er nach Iserlohn. Mit seinem neuen Team hat er genau wie seine ehemaligen Mannschaftskameraden von den Eisbären Berlin nur einen Plan A, zu gewinnen. Einen Plan B gibt es in den Playoffs nicht.

Die Serie beginnt am Dienstag, 20.04. in der MB-Arena, das Eröffnungsbully ist für 19:30 Uhr geplant. Leider, leider weiterhin ohne Zuschauer in der Halle.

Hans-Peter Becker

Niederlage in Augsburg nach Penaltyschießen

Die Eisbären Berlin verlieren zum Abschluss der Hauptrunde der PENNY DEL Saison 2020/21 auswärts gegen die Augsburger Panther mit 5:6 im Penaltyschießen. Mit einem Punktequotienten von 2,0 schließen die Berliner die Hauptrunde nach 38 Spielen als Tabellenführer der Gruppe Nord ab.

LeBlanc (6.) brachte die Gastgeber in der sechsten Spielminute in Führung, die Stieler (10./PP1) und Kristo (16.) in der Folge auf 3:0 ausbauten. Im Mitteldrittel verkürzten Simon Després (23./PP1) in Überzahl und Parker Tuomie(28.) auf 2:3 für die Berliner. Sezemsky (43.) und abermals Stieler (46./PP1) sorgten im Schlussabschnitt wieder für die alte drei Tore-Führung der Augsburger. Sebastian Streu (52.) und Kris Foucault (54.) brachten die Gäste aber wieder auf ein Tor heran. Matt White (60.) glich 35 Sekunden vor Ende des Spiels aus, sodass es in die Verlängerung ging. Da in dieser kein Treffer fiel, ging es ins Penaltyschießen. Im Shootout erzielte McClure (65.) das entscheidende Tor für die Augsburger Panther. Am Dienstag, dem 20. April 2021 starten die Eisbären Berlin in die Playoffs. Im Viertelfinale spielen die Berliner gegen die Iserlohn Roosters. Die Eisbären genießen Heimrecht, Spiel eins der Runde der letzten Acht beginnt am Dienstag, 20. April um 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns erwünscht haben. Mir hat aber gefallen, wie wir uns wieder ins Spiel gekämpft haben. Mit dem ersten Drittel war ich überhaupt nicht zufrieden. Gefühlt standen wir überhaupt nicht auf dem Eis. Man hat sehr schnell gesehen, dass es, unabhängig vom Gegner, sehr schnell unangenehm werden kann, wenn man nicht bereit ist zu kämpfen. Jetzt wird es ernst und in den Playoffs kann es sehr schnell gehen. Das muss uns bewusst sein und wir müssen durchgehend unser bestes Eishockey spielen. Gegen Iserlohn erwarte ich schwere Spiele. Wir starten umgehend mit der Vorbereitung und werden bereit sein.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Mit dem Punktgewinn können wir noch sehr zufrieden sein. Im Startdrittel waren wir überhaupt nicht anwesend, da haben wir alle Zweikämpfe verloren. Danach haben wir uns wieder gut zurückgekämpft und ins Spiel gefunden. Im Schlussabschnitt hatten wir dann wieder einen Durchhänger und haben direkt zwei Gegentore kassiert. Wir haben uns dann wieder herangekämpft, hart gearbeitet und die Pucks vors Tor gebracht. In den Playoffs ist im Best of Three-Modus alles möglich. Wir müssen auf Alles gefasst sein, da ist immer eine Überraschung möglich. Wir haben aber heute gezeigt, dass wir uns auch bei Rückständen gut zurück in die Partie kämpfen können. Die Vorfreude auf die Playoffs ist riesig. Gegen die Iserlohn Roosters werden es schwere Spiele. Wir müssen hart spielen und Strafzeiten vermeiden. Wir sind eine starke Mannschaft und können jeden schlagen.“

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir hatten einen schlechten Start in die Partie und über den einen Punkt können wir schlussendlich froh sein. Man hat direkt gemerkt, dass Augsburg von Anfang an bereit war und die Saison mit einem Sieg beenden wollte. Wir haben starke Moral bewiesen. Es ist nicht selbstverständlich, zweimal drei Tore aufzuholen. Im Mitteldrittel haben wir das Spiel dominiert. Unser Start in den letzten Spielabschnitt war dann wieder schlecht, das hat Augsburg direkt ausgenutzt. In der Folge waren wir dann wieder spielbestimmend. Im Penaltyschießen spielt das Glück dann auch eine Rolle. Für die Playoffs war es aber ein gutes Zeichen, dass wir uns zurückgekämpft haben. Zuletzt läuft es sehr gut bei mir, das will ich mit in die Playoffs nehmen. Gegen Iserlohn wird es ein harter Kampf, wir sind aber auf jeden Fall bereit.

DEL 42. Spieltag 18.04.2021 14:30 Uhr Curt-Frenzel-Stadion Augsburg

Augsburger Panther–Eisbären Berlin 6:5 n. P. (3:0, 0:2, 2:3, 0:0, 1:0)

Aufstellungen:

Augsburger Panther: Keller (Kickert) –Tölzer, Lamb; Valentine, Bergmann; Haase, Sezemsky; Rogl –Hafenrichter, Stieler, McClure; Kristo, Leblanc, Abbott; Holzmann, Clarke, Payerl; Sternheimer, Eisenmenger, Miller –Trainer: Tray Tuomie

Eisbären Berlin: Ancicka (Ulmer)–Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Mik, Wissmann (A); Geibel–Labrie (C), Streu, Tuomie; White, Boychuk, Fiore; Reichel, Olver, Foucault; Reiner, Kinder, Dietz–Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0–05:32 –LeBlanc (Kristo)–EQ

2:0 –09:21 –Stieler (Payerl, Abbott)–PP1

3:0 –15:10 –Kristo (Abbott, LeBlanc) –EQ

3:1 –22:32 –Després (Fiore, Ancicka) –PP1

3:2 –27:26 –Tuomie (Streu, McKiernan) –EQ

4:2 –42:18 –Sezemsky(Kristo, LeBlanc) –EQ

5:2–45:34 –Stieler (Abbott, Lamb) –PP1

5:3 –51:48 –Streu (White) –EQ

5:4 –53:11 –Foucault(Olver, Després)–EQ

5:5 –59:25 –White (Tuomie, Wissmann) –EQ, 6-5

6:5 –65:00 –McClure –GWS

Strafen:

Augsburger Panther: 8 (0, 6, 0, 2) Minuten –Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Kilian Hinterdobler, Benjamin Hoppe (Joshua Römer, Tobias Schwenk)

Quelle: EHC Eisbären

Eisbären siegen am Sonntagabend

Mit den Roosters aus Iserlohn stellte sich der vorletzte Gegner in heimischer Halle im Kampf um die Punkte der Nordgruppe vor. Es war das 22. Spiel der Doppelrunde. Es steht jetzt noch ein Heimspiel gegen Düsseldorf aus, am Samstag, 13. März und anschließend geht es mit den Spielen gegen die Süd-Gruppe weiter.

Die Roosters sind auf Platz 5 der Tabelle abgerutscht und brauchen dringend Punkte im Kampf um die begehrten Playoff-Plätze. Die Eisbären hatten vor dem Spiel 43 Punkte, als Spitzenreiter mit 8 Punkten Vorsprung auf die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven.

Den Eisbären gelang die frühe Führung. Bereits in der zweiten Spielminute konnte Marcel Noebels, der Top-Scorer einnetzen. Die Gäste wehrten sich und konnten in der fünften Minute ausgleichen. Es blieb bis zum Ende des ersten Drittels beim Spielstand von 1 : 1. Die Iserlohner konnten ein fast einminütiges Überzahlspiel 5 gegen 3 nicht für einen Treffer nutzen.

Iserlohn Goalie Andreas Jenike im Mittelpunkt des Geschehens © Foto: Hans-Peter Becker

Im Mittelabschnitt brachten die Eisbären einen weiteren Treffer auf das Scoreboard, während die Gäste hier leer ausgingen. Es war Zachary Boychuk der eine Vorlage von seinem Torwart bekam und sich so zu einem Solo aufmachen konnte. Gegen seinen Schuss, Schulterhöhe auf der Schlägerseite, war Andreas Jenike im Iserlohner Tor machtlos.

Im Schlussdrittel lief es zugunsten der Eisbären. In der 43. Minute ließ es Ryan McKiernan mit einem Schuss von der blauen Linie so richtig krachen und fünf Minuten später war es erneut ein Verteidiger-Tor, das das Spiel vorentschied. Simon Despres erzielte sein erstes Tor für die Eisbären. Der Weg zu einem Punktgewinn für die Gäste war jetzt sehr lang. Es blieben noch zwölf Minuten für eine Aufholjagd, die allerdings nicht mehr stattfand. Knapp vier Minuten vor dem Spielende musste Leo Pförderl wegen einer Spielverzögerung auf die Strafbank. Iserlohn Trainer nutzte das für eine Auszeit und nahm seinen Torhüter vom Eis. Mehr als der Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 4:2 sprang dabei nicht heraus. Es traf für Iserlohn Jo Whitney, der ansonsten blass blieb. In der 58. Minute machte Boychuk alles klar und traf ins leere Tor. Die Eisbären brachten drei weitere Punkte auf die Habenseite. Sie bauten ihre Tabellenführung weiter aus.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit dem Sieg bin ich natürlich zufrieden. Es war ein gutes, solides Spiel heute. Wir sind gut gestartet und das 1:0 kam für uns auch zur richtigen Zeit. Dann haben wir etwas zu verspielt agiert, uns nach dem Ausgleich aber auch wieder zusammengerissen. Mit der 2:1-Führung haben wir das Spiel relativ gut runtergespielt und als Mannschaft gut funktioniert.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel war ziemlich lange ausgeglichen. Man hat im Mitteldrittel gemerkt, dass das nächste Tor entscheidend sein kann. Ich denke auch, dass das Spiel da gewonnen wurde. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt da und haben das wichtige Führungstorgeschossen. Danach haben wir defensiv sehr gut und kompakt gespielt. Es freut mich natürlich, auch einmal wieder getroffen zu haben. Das Tor heute macht mich noch unberechenbarer für den Gegner.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das Spiel war nicht ganz so deutlich, wie das Ergebnisvermuten lässt. Es war eine enge Partie, wir haben unser Spiel aber über die gesamte Spielzeit durchgezogen. Ich spiele sehr gerne mit Simon Després zusammen. Wir ergänzen uns sehr gut und ich hoffe, es geht so weiter. Ich freue mich auch für ihn, dass er sein erstes Tor für die Eisbären geschossen hat. Mit Blick auf den engen Spielplan gegen die Mannschaften aus dem Süden, sind die letzten Spiele in der Nord-Gruppe sehr wichtig, um unseren Vorsprung in der Tabelle zu vergrößern.“

DEL 24. Spieltag 07.03.2021 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)

Torfolge:

1:0 – 01:45 – Noebels (Pföderl, Wissmann) – EQ
1:1 – 04:45 – Riefers (Whitney) – EQ
2:1 – 26:54 – Boychuk (Niederberger) – EQ
3:1 – 42:35 – McKiernan (Tuomie, Olver) – EQ
4:1 – 47:58 – Després (Pföderl, Reichel) – EQ

4:2 – 56:52 – Whitney (O’Connor, Bailey) – PP1
5:2 – 57:34 – Boychuk (Foucault, White) – EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 6 (4, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Aleksi Rantala, Christopher Schadewaldt (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Eisbären gewinnen Top-Spiel

Eisbären gewinnen in Bremerhaven Berlin das Top-Spiel der Gruppe Nord am 23. Spieltag der PENNY DEL Saison 2020/21 bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 5:1. Durch diesen Sieg verbessern die Eisbären ihren Punkteschnitt auf 2,05 und bleiben weiterhin Tabellenführer der Nord-Gruppe.

Im ersten Spielabschnitt gingen die Berliner durch Treffer von Leo Pföderl (10.) und Matt White (13./PP1) mit 2:0 in Führung. Die Berliner erhöhten im Mitteldrittel innerhalb von 140 Sekunden durch Tore von Sebastian Streu (22.), Haakon Hänelt (23.) und Zach Boychuk (25.) auf 5:0. Nachdem Bremerhaven in der 25. Spielminute den Torhüter wechselte, konnte Hilbrich (40.) kurz vor der Pause für Bremerhaven noch auf 1:5 verkürzen. Im Schlussabschnitt fiel dann kein weiterer Treffer. Für Eisbären-Stürmer Haakon Hänelt war es der Premieren-Treffer in der PENNY DEL. Nino Kinders Vorlage zu diesem Tor war zudem auch der erste Assist des jungen Stürmers in Deutschlands höchster Spielklasse.

Die Eisbären Berlin bestreiten bereits am Sonntag, den 7. März 2021 ihr nächstes Ligaspiel. Die Iserlohn Roosters sind zu Gast in der Mercedes-Benz Arena, Spielbeginn ist um 17:00 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): Das war ein herausragender Sieg. Wir waren von Beginn an da und haben sehr gut gespielt. Man sah, dass die Mannschaft den Kampf angenommen und Spaß am Spiel hatte. Unser jungen Spieler haben super gespielt und man hat gesehen, wie wichtig es ist, Tiefe im Kader zu haben. Es war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, jeder hat hart gespielt. Wie in den letzten Partien haben wir gut gespielt, aber heute sind wir mehr vors Tor gegangen und haben viele Schüsse abgegeben. Ich freue mich über Haakon Hänelts erstes DEL-Tor und Sebastian Streu’s ersten Saisontreffer.

Sebastian Streu (Stürmer Eisbären Berlin): Wir hatten mit Bremerhaven noch eine Rechnung offen und haben heute unsere Qualitäten gezeigt. Das Drehbuch zu meinem Tor hier in der alten Heimat hätte nicht besser sein können. Auch, dass Parker Tuomie den Treffer vorbereitet hat. Es freut mich,dass ich meine Chance nutzen konnte. Das Zusammenspiel mit Parker Tuomie und Mark Olver funktioniert sehr gut. Gratulation auch an Haakon Hänelt zum ersten Tor und Nino Kinder zum ersten ersten Assist in der PENNY DEL.

Haakon Hänelt (Stürmer Eisbären Berlin):Das war eine starke Teamleistung. Auch nach dem Gegentor haben wir nicht nachgelassen. Das erste DEL-Tor erzielt zu haben, ist sehr befreiend. Ich hatte schon viele Chancen und jetzt hat es endlich geklappt.

Endergebnis:

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Eisbären Berlin 1:5 (0:2, 1:3, 0:0)

Aufstellungen:

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (ab 25. Maxwell) Krogsgaard, S. Dietz; Eminger, Moore (C); Fortunus (A), Alber, Verlic, Jeglic, Urbas; Andersen, Friesen, McGinn; Reisnecker, McMillan, Uher; Stowasser, Gläser, Hilbrich Trainer: Thomas Popiesch

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C);McKiernan, Despres; Mik, Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault; Boychuk, White; Tuomie, Streu, Olver; Kinder,Hänelt Trainer: Serge Aubin

Quelle: EHC Eisbären Berlin

Eisbären bleiben zu Hause weiter ungeschlagen

Die Serie hält, auch die Iserlohn Roosters, die sich erstmals in der neuen Saison in Berlin vorstellten, konnten die Eisbären nicht bezwingen. Ein frühes Tor durch Leo Pförderl in der 6. Minute konnten die Gäste nur knapp drei Minuten später ausgleichen und hatten in der 11. Spielminute das Spiel gedreht. Joseph Whitney traf in Überzahl für die Roosters. In der DEL-Statistik, was den Erfolg bei Überzahlspielen anzeigt, rangieren die Iserlohner aktuell auf Platz 4, 27,08 % ihrer Überzahlspiele endeten mit einem Torerfolg. Die Eisbären haben da Nachholbedarf, zum Vergleich: Platz 6 und eine Erfolgsquote von 21,43 %.

Der Puck zappelte im Anfangsdrittel erneut im Eisbären-Tor. Die Roosters gewinnen das Bully vor dem Eisbären-Tor und Casey Bailey zog ab mit einem mächtigen Schlagschuss. Auf dem Eis wurde auf Tor entschieden, der Videobeweis brachte eine Revision. Mathias Niederberger hatte reklamiert. Torraumabseits war es nicht, aber eine unzulässige Behinderung des Goalies soll vorgelegen haben. Da hatten sie ein bisschen Glück, das Tor hätte auch zählen können.

Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären mächtig auf und übernahmen erneut die Führung im Spiel mit einem Doppelschlag in der 31. und 34. Minute. Es blieb spannend bis in die Schlussphase. Erst in der 59. Minute machte Mark Zengerle mit seinem Treffer zum 4:2 ins leere Tor alles klar. Der Sieg war insgesamt verdient. Die Eisbären steigerten sich nach dem 1. Drittel. Erstmals wirkte bei den Eisbären Neuzugang Zachary Boychuk mit. Er kam als Center der dritten Sturmreihe zusammen mit Matthew White und Giovanni Fiore zu Einsatz. Bei seiner Premiere im Eisbärentrikot war er exakt 17:01 Minuten bei 24 Wechseln auf dem Eis. Der inzwischen 31-jährige Kanadier spielte zuletzt in der Schweiz und kann auf die Erfahrung von 127 Spielen in der NHL verweisen.

Für sie Eisbären geht es am Sonntag, 31. Januar auswärts in Wolfsburg weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Die ersten vier bis fünf Minuten waren durchaus in Ordnung, danach sind wir etwas nachlässig und zu leichtfertig geworden. In der Drittelpause haben wir dann ein paar Veränderungen vorgenommen und sind deutlich besser aus der Kabine gekommen. Im zweiten und dritten Drittel haben wir als Team wunderbar funktioniert. Mit dem Ausgang des Spiels bin ich zufrieden, auch wenn die ersten Minuten noch Optimierungspotenzial hatten.“

Lukas Reichel (Stürmer EisbärenBerlin): „Das war ein verdienter Sieg. Wir haben gut und diszipliniert gespielt. Wir haben es Iserlohn schwergemacht, gut Druck erzeugt und hart gespielt. Mathias Niederberger war stark heute und hat die Chancen der Roosters vereitelt.“

Zach Boychuk (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich habe mich gut gefühlt. Das Training gestern hat mir sehr geholfen. Das Zusammenspiel in unserer Reihe hat mit gut gefallen und ich hatte einige Chancen. Der Schlüssel zum Erfolg war unser aggressives Spiel, wir haben Iserlohn kaum Zeit gelassen, haben viele Puckverluste kreiert, viele Schüsse abgegeben und zweite Chancen bekommen. So müssen wir spielen.“

DEL 13. Spieltag 28.01.2021 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 4:2 (1:2, 2:0, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Espeland; Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) – Ankert, Baxmann; Johnston, Raymond; Buschmann; Orendorz; Proske – Aubin, Raedeke, Friedrich; Jentzsch, Grenier, Whitney; Bailey, Sutter, Lowry; Fleischer, Weidner, Lautenschlager – Trainer: Jason O’Leary

Torfolge

1:0 – 05:27– Pföderl (Noebels, Espeland) – EQ
1:1 – 08:23 – Johnston (Raymond, Friedrich) – EQ
1:2 – 10:09 – Whitney (Raymond, Grenier) – PP1
2:2 – 31:13 – Foucault (Zengerle, Müller) – EQ
3:2 – 33:49 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1
4:2 – 58:15 – Zengerle (Tuomie) – EQ/EN
Strafen: Eisbären Berlin: 10 (6, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 16 (6,4,6) Minuten

Schiedsrichter: Gordon Schukies, Bastian Steingross (Maksim Cepik, Wayne Gerth)