Die Pandemie belastet die DEL, am 41. Spieltag mussten insgesamt vier Partien abgesagt werden. In Berlin konnte gespielt werden. Die Eisbären empfingen die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten am 26. Spieltag hatten die Eisbären mit 1:3 verloren.
Der Start in das Spiel verlief erneut unglücklich. Es dauerte nur 24 Sekunden, da durfte Tobias Ancicka, der für Mathias Niederberger startete, den Puck aus dem Tor holen. Der Torschütze war Christopher Brown. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 13. Minute. Die Torvorlage von Marcel Noebels wurde von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälscht und Nutznießer war Leonhard Pföderl, der gegen seinen Ex-Verein einnetzen konnte. Mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel ging es in die erste Pause.
Der Mittelabschnitt hatte seinen ersten Kulminationspunkt in der 28. Minute. Erst gelang Matt White die Führung für die Eisbären, doch Eishockey ist das schnellste Mannschaftsspiel. Ganze 12 Sekunden später, mitten in die Verkündung des Eisbärentreffers, fiel das Gegentor durch den Center der ersten Nürnberger Sturmreihe Ryan Stoa.

Der erneute Führungstreffer gelang den Eisbären in der 35. Minute, Torschütze war Sebastian Streu. Für die Anerkennung des Treffers bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Es bestand der Verdacht eines hohen Stocks. Kurz vor der letzten Drittelsirene flogen die Fäuste und je zwei Akteure von Nürnberg und Berlin erlebten den Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank.
Die Gäste blieben dran und konnten in der 46. Minute ein Powerplay zum 3:3 Ausgleich nutzen. In der 51. Minute liefen die Eisbären in einen Konter und kassierten den 3:4 Rückstand durch Ryan Stoa. Die Minuten zerrannen, die 2.000 Zahlenden und die Stadionmusik gaben ihr bestes, der geisterhaften Atmosphäre etwas entgegenzusetzen. Der Goalie ging vom Eis, schlussendlich wurde erneut gegen die Ice-Tigers verloren. Auf dem Videowürfel stand eine 3:4 Niederlage. Die Diskrepanz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist nicht zu erklären.
Hans-Peter Becker
