BBSC – drei Spiele an sechs Tagen

Nachdem am Dienstag, 16. März der BBSC beim VCO bereits 3:1 gewonnen hatte, folgen am Wochenende mit den Heimspielen gegen Dingden und Borken 2 Spiele gegen Hochkaräter in der Hämmerlinghalle. Das Dienstagspiel gestaltete der BBSC mit klarer Dominanz gegen die VCO-Talente. Mit 25:12,23:25, 25:15 und 25:10 ließ man den jungen Spielerinnen kaum Erfolgserlebnisse. Die klaren Satzgewinne zeigen auch, dass der BBSC das Spiel wirklich ernst genommen hat und fast durchgängig dem Spiel den Stempel aufdrückte. Zu allem Überfluss verletzte sich die mittlerweile dritte BBSC-Mittelblockerin: nach Antonia Lutz (Knie) und Marie Dreblow (Fingerbruch) musste am Dienstag Antonia Heinze verletzt vom Feld. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche an alle – werdet bald wieder fit! Die verwaiste Position im Mittelblock wurde ab dem 3. Satz von Isabel Böttcher eingenommen, die sich auf der etwas ungewohnten Position gut geschlagen hat.

Am Samstag, 20. März trifft der BBSC um 18:00 Uhr – wie nunmehr durchgängig ohne Zuschauer – auf die es Skurios Volleys Borken, die in der Tabelle vor dem BBSC rangieren. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zum Saisonbeginn (der BBSC hat noch gute Erinnerungen an den überraschenden 3:0-Auswärtserfolg am 2. Spieltag) und nachfolgender langer Coronapause hat sich das Team von Trainer Liu (mehr als 200 Spiele für das chinesische Nationalteam und Olympiaachter 1984) aufgemacht, einen dem erfahrenen und hochqualitativen Aufgebot standesgemäßen Tabellenrang einzunehmen. Acht Spielerinnen des letztjährigen Tabellenvierten sind auch diese Saison wieder dabei – unter ihnen die durchschlagkräftige 2009er Juniorinnennationalspielerin Sina Kostorz. Als Zugänge verzeichnete der westmünsterländer Club unter anderem zwei Spielerinnen aus der letztjährigen Erstligamannschaft des USC Münster.

Die Gäste aus Dingden – am Sonntag, 21. März um 15:00 Uhr zu Gast – können auf ein eingespieltes Team setzen, das seit Jahren eine fantastische Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Es ist sehr beeindruckend, wie die Dingdener immer wieder Spielerinnen aus ihren Reihen für die 2. Liga aufbauen können. Auch dieser Saison hatte der Nachwuchs wieder an die Tür der 2. Liga geklopft. Ein 14-jähriges Talent feierte Liga-Premiere im Spiel gegen Hamburg. Die hohe Bindung an das heimatliche Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist auch das Grundgerüst der Mannschaft aus der letzten Saison geblieben. Nur eine Spielerin hat ihre Karriere beendet. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der schon die Niederländische U17-Nationalmannschaft betreut hat. Vor wenigen Wochen unterlag der BBSC beim jetzigen Tabellenfünften in Dingden noch 1:3.

Für den BBSC stellen die Spiele am Wochenende eine anspruchsvolle Standortüberprüfung dar. Ausgehend von den durch Verletzungen begrenzten Möglichkeiten heißt es für die Mannschaft, konzentriert und mit Berliner Kampfgeist aufzutreten. Das Publikum ist vom Besuch der Halle zwar noch ausgeschlossen, kann die Spiele jedoch über die Sporttotal-Liveübertragung am heimischen PC oder Mobilgerät verfolgen und sich so auf dem Laufenden halten.

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BBSC siegt im Berliner Derby

BBSC Berlin – VC Olympia Berlin              3:2 (28, -17, -20, 22,11)

Im kurzfristig angesetzten Lokalderby besiegte der BBSC den VC Olympia Berlin mit 3:2. Beide Teams boten ein spannendes Spiel. Die Gastgeberinnen erreichten mit einer Energieleistung, dass die Punkte gegen das Talentteam in der Hämmerlinghalle blieben.

Von Anfang an taten sich die Köpenickerinnen – erneut ohne Stammlibera Annika Kummer – gegen die gut eingestellten und spielfreudigen Gäste schwer und lagen meist einige Punkte zurück. Erst mit dem 24:24 gelang der Ausgleich. Nachfolgend schenken sich die Teams keinen Zentimeter. Erst den sechsten Satzball konnten die BBSC-Mädels zur Satzführung verwandeln. Die darauffolgenden beiden Sätze holten sich die jungen VCO-Spielerinnen und dominierten dabei teilweise deutlich. Erst nach einer Abwehrumstellung im 3. Satz gelang es den Gastgeberinnen, mit mehr Stabilität in der Abwehr das Spiel offener zu gestalten. Völlig anderes Bild dagegen im 4. Satz: Der BBSC führte von Anfang an und sicherte sich den Ausgleich, obwohl sich Mittelblockerin Marie Dreblow bei einer Aktion am Finger verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Laura Walsh übernahm für sie die Position, obwohl sie die Mittelblockspezifik sehr lange Zeit nicht trainiert hatte. Der Tiebreak musste nun entscheiden. Gleich zum Satzbeginn trumpften die Gastgeberinnen mit einer Aufschlagserie von Annalena Grätz zum 7:1 auf und ließen sich danach nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mit dem verwandelten fünften Matchball fiel von den Gastgeberinnen auch die Anspannung der langen und intensiven Serie ab – immerhin hatte das Team acht Ligaspiele innerhalb von 26 Tagen zu absolvieren.

Nun geht es erst einmal darum, die angeschlagenen und verletzten Spielerinnen zu pflegen und wieder aufzubauen. Die Akkus müssen noch einmal richtig aufgeladen werden: Am 20. März folgt das nächste der noch sechs Heimspiele.

Zur MVP des Abends wählten die Trainer Annalena Grätz sowie Celine Jebens (VCO).

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC mit leeren Händen aus dem Westen zurück

Blau-Weiß Dingden – BBSC Berlin           3:1 (-15,17, 21,21)

Das Samstagabendspiel, am 20.02.2021, an der holländischen Grenze zeigte Phasen, in denen jeweils eines der Teams das Spiel absolut dominierte, aber auch in der nächsten Minuten völlig den Spielfluss verlor. Im 1. Satz zeigten sich die Gäste in allen Belangen effektiv und überlegen, ließen den Gastgeberinnen kaum eine Chance. Ab dem 2. Satz drehte sich das Spiel völlig: über 9:3 und 22:12 überrollte Dingden die Hauptstädter vom Feinsten. So ging es auch im 3. Satz weiter: 8:1 führten die Gastgeber, ehe der BBSC wieder ins Spiel fand, selbst in Führung ging, aber den Satz doch abgeben musste. Im 4. Satz führten die Berlinerinnen bereits 16:14 – dann jedoch zogen die Gastgeber erneut die Zügel an und erarbeiteten sich 5 Matchbälle. Der BBSC zeigte zeitweise ein ausgesprochen konzentriertes Spiel, verfiel aber in den nächsten Szenen in Ungenauigkeiten und nicht ausreichende Abstimmung, so dass letztendlich der Sieg des Tabellendritten verdient war. Dingden präsentierte nach dem verlorenen 1. Satz die altbekannten Fertigkeiten in der Block-Feldabwehr, hatte auch in den Angriffsaktionen Vorteile. Die MVP Medaille auf Berliner Seite wurde Libera Paula Morgenroth verliehen, die der Berliner Abwehr in Abwesenheit von Annika Kummer gute Stabilität gegeben hatte.

RC Sorpesee – BBSC Berlin          3:1 (-23,22, 22,25)

Etwas mehr als 17 Stunden nach Spielende in Dingden und 150 km entfernt stand das BBSC Team im Sauerland erneut auf dem Spielfeld: Aufsteiger Sorpesee und die Berliner Gäste lieferten sich trotz leicht müder Beine einen mehr als zweistündigen harten Kampf mit engen Sätzen. Dabei zeigten sich erneut die Gastgeber als die etwas stabilere Mannschaft mit etwas weniger Fehlern in Abwehr, Spielaufbau und Angriff. Erneut konnte der BBSC Phasen, in denen man dem Spiel den Stempel aufdrückte, nicht so gestalten, dass man sich mit einem Satzgewinn belohnen konnte. Im 3. Satz führten die Gäste bereits mit 12:5, gaben den Satz aber noch ab. Den 4. Satz hatte eigentlich Sorpesee lange dominiert und mit 21:13 Zwischenstand sahen die Gastgeber wie der sichere Sieger aus. Doch mit einer Aufschlagserie von Annalena Grätz holte sich Berlin den Anschluss. In der Crunchtime kämpften beide Teams verbissen um die Punkte, doch Sorpesee hatte das bessere Ende für sich. In einem Spiel, das von beiden Mannschaften umkämpft war, setzte sich ein wenig mehr vorhandene Frische der Gastgeberinnen zum Spielschluss durch.

Mittelblockerin Marie Dreblow erhielt die MVP-Silbermedaille des Sonntagsspiels.

Der BBSC wird am kommenden Mittwoch gegen den VC Olympia mit dem 8. Spiel innerhalb von 26 Tagen den Kraftakt der letzten Wochen abschließen. BBSC Trainer Robert Hinz hat „absoluten Respekt vor der Energieleistung meiner Mädels in den letzten Wochen – neben den kräftezehrenden Ligaspielen und knapp 4.000 Autobahn- oder Landstraßenkilometern war ja für alle Spielerinnen als Amateure auch die tägliche Arbeit oder Ausbildung zu absolvieren. Nach dem Mittwoch geht es darum, erst einmal wieder die Akkus aufzuladen“. Das nächste Heimspiel folgt danach erst am 20. März – vielleicht das erste Mal nach langen Monaten wieder mit Publikum?

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

BBSC Berlin entführt Punkt vom Tabellenführer

TSV Bayer Leverkusen – BBSC Berlin   3:2 (19,15, -20, -17,8)

Volleyball 2.Bundesliga: Vom ersten Teil des Auswärtswochenendes kehrt der BBSC mit einem Punkt im Gepäck aus dem Rheinland zurück. Tabellenführer Bayer Leverkusen musste sich ordentlich strecken, um die Berlinerinnen mit 3:2 auf die Heimfahrt zu schicken.

In den ersten beiden Sätzen dominierten die Gastgeberinnen mit besserem Aufschlag und Annahme. Das änderte sich ab dem dritten Durchgang. Der BBSC vermochte es, mehr Aufschlagdruck zu erzeugen und die Mannschaft erarbeitete sich so viele Breakchancen, die sie zumeist nutzte. Mit einem kontrollierten Spielaufbau gewann das Berliner Team dann auch den vierten Satz. Nun musste der Tiebreak erneut die Entscheidung bringen. „. Im fünften Satz gelang es uns nicht mehr. die Konzentration aufrechtzuerhalten – was auch nicht überrascht, sind wir doch schon 5:30 Uhr in Berlin losgefahren und keine der Spielerinnen war ausgeschlafen“ erklärte Trainer Robert Hinz, der sich trotzdem sehr zufrieden zeigte, dem Tabellenführer einen Punkt abgeluchst zu haben.

Zur MVP wurden Rebecca Schäperklaus (2011-2015 in der 1. Liga in Sinsheim und Wiesbaden unter Vertrag) sowie BBSC-Außenangreiferin Alina Gottlebe-Fröhlich gewählt.

Für den Verein aus dem Berliner Südosten geht es bereits am kommenden Sonntag weiter: Beim Regionalpokal im anhaltinischen Braunsbedra geht es mit dem Zweitligateam gegen die ebenfalls qualifizierten Mannschaften BBSC Drittligamannschaft, VSV Havel Oranienburg sowie SV Braunsbedra um den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde für den DVV-Pokal. Der Sieger des Regionalpokals Nordost tritt zunächst am 26. Oktober 2019 in der nächsten Runde der Qualifikation gegen den Regionalpokalsieger Nord an, ehe auf den Sieger dieses Duells Erstligist Aachen wartet. Der BBSC als Titelverteidiger des Regionalpokals Ost will den Titel erneut gewinnen und damit den Grundstein für den Einzug in den DVV-Pokal legen.

Für den BBSC in Leverkusen im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stefanie Utz, Mercedes Zach, Alina Gottlebe-Fröhlich.

Burkhard Kroll

Volleyballfest beim Derby in der Hämmerlinghalle

BBSC Berlin – Rotation Prenzlauer Berg 2:3 (22, -19, -28, 20,14)

Zum Saisonbeginn traf der BBSC in Köpenick auf die Gäste von Rotation Prenzlauer Berg – ein Derby, das 280 Zuschauer in der Hämmerlinghalle begeisterte.

Fünf spannende Sätze mit dauernd wechselnden Führungen und ein verdammt enger Ausgang des Derbys – Volleyballfan, was willst Du mehr? Beide Teams starteten konzentriert und hatten selten Phasen, die sie absolut dominierten, genauso wie Phasen, in denen sie nicht ins Spiel fanden. Die auflaufenden Spielerinnen beider Teams agierten fast durchgängig auf einem ähnlichen Niveau und bei beiden Mannschaften gab es keinerlei Leistungsabfälle. So konnte das Publikum tolle Ballwechseln bewundern, aber auch ein wenig Nervosität auf beiden Seiten und kleinere Ungenauigkeiten beobachten, denn in diesen Formationen hatten beide Teams noch nie zuvor ein Ligaspiel bestritten. So holte sich der BBSC den ersten Satz, RPB konterte mit dem nächsten Satzgewinn. Der dritte Satz war extrem umkämpft und kein Team konnte sich wesentlich absetzen. So ging dieser Satz in die Verlängerung und RPB holte sich mit drei Punkten in Folge die Satzführung. Nun war der BBSC wieder am Zug: Satzausgleich. Auch der Tiebreak ging in die Verlängerung: Nach einem Rückstand holten die BBSC Mädels furios noch einmal auf und erzwangen den Gleichstand zum 14:14. Danach war wieder RPB am Zug und verbuchte für sich den glücklichen Sieg.

Das Spiel beider Teams war geprägt durch typische Mannschaftsleistung, ein wenig ragten die früheren Erstligaspielerinnen Annalena Grätz (BBSC) und Nele Iwohn (RPB) mit ihrer Übersicht und größeren Durchschlagskraft heraus. Gerade im fünften Satz zeigte auch Aisha Skinner (im Sommer 2018 noch mit Vertrag beim Meister Schweriner SC ausgestattet, dann jedoch mit ein wenig überraschendem Volleyballjahr in den USA) mit viel Ruhe und Abgeklärtheit sowie Durchschlagsvermögen ihr Können.

BBSC Trainer Robert Hinz zeigte sich zunächst „zufrieden mit den gezeigten Leistungen meiner Mannschaft. Es fehlt uns freilich noch die Konstanz und partiell auch die Variabilität, um mit den ganz Großen der Liga mitzuhalten. Daran werden wir auch weiter in den nächsten Trainingswochen arbeiten.“

Die MVP-Medaillen erhielten Josephine Suhr und Aisha Skinner.

Für den BBSC geht es in den folgenden vier Spielen ausschließlich auswärts um Punkte. Am nächsten Wochenende folgt zuerst die Auswärtsfahrt nach Borken und Robert Hinz ist sich ob der „Underdog-Stellung des BBSC beim amtierenden Zweitligameister“ klar. Am 12. Oktober können die Fans ab 19 Uhr wieder Zweitliga-Volleyball in der Hämmerlinghalle genießen, wenn der mehrmalige Zweitligameister Köln zu Gast ist.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Bonnie Jatzko, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stefanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

BBSC Berlin nimmt dem Tabellendritten einen Punkt ab

Resultat der samstäglichen Reise nach Köln zum Vorjahresmeister war eine erneute sehr knappe 2:3-Niederlage (19, -21, 26, -21, -14) des BBSC bei DSHS Snowtrex Köln.

Zum dritten Mal in der Saison traf der BBSC auf den derzeitigen Tabellendritten und entführte nun auch in der Liga einen Punkt vom Rhein. Schon das Pokalspiel im Oktober 2018 verloren die Berlinerinnen mit dem gleichen Ergebnis.

Bereits mit dem ersten Satz machten die Köpenickerinnen selbst ohne die nicht einsatzbereiten Kummer, Eggert und Holstein klar, dass sie gewillt waren, aus der Domstadt Punkte mitzunehmen. Mit einer richtig guten Endphase des Satzes belohnte sich der BBSC für eine konzentrierte Leistung. Der zweite Satz ging an Köln, das kleine Fehler auf Berliner Seite schnell nutzte und souverän den Satz nach Hause brachte. Dafür war der dritte Satz so richtig von beiden Teams umkämpft. Zwei Asse von Antonia Lutz brachten das I-Tüpfelchen zugunsten der Berlinerinnen, nämlich den zweiten Satzgewinn und damit die Sicherheit, mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Im vierten Satz warfen die Gastgeberinnen noch einmal alles in die Waagschale, um den Tiebreak zu erreichen und erzielten den Satzausgleich. Im fünften Satz führte lange Zeit der BBSC: Über 6:2 bis zum 10:5 war die Führung durchaus komfortabel, doch wie so manches Mal in dieser Saison konnte der entscheidende Punch nicht gesetzt werden. Kühl und routiniert agierten die Gastgeberinnen, holten zum 13:13 auf und sicherten sich dann auch mit 16:14 den erneuten Heimsieg.

Sowohl Kölns Trainer Jimmy Czimek als auch BBSC-Coach Robert Pultke lobten die Einstellung und Spielweise beider Teams. Kämpferisch als auch spielerisch überzeugten beide Mannschaften und boten den Zuschauern einen packenden Ligavergleich.

Auch wenn Pultke die erneute 2:3-Niederlage ein wenig schade fand, war er doch mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „ Wir haben eine wirklich gute Teamleistung gesehen, jede Spielerin hat ihre Aufgaben super erfüllt. Der Punktgewinn in Köln sollte uns Sicherheit geben, gegen den nächsten Gegner Oythe an die Leistungen anzuknüpfen“. Kölns Trainer wählte Antonia Klamke zum MVP der Begegnung, auf Gastgeber-Seite erhielt Melanie Preußer die begehrte Medaille.

Der kleine BBSC-Tross konnte sich erst am Sonntag deutlich nach 0 Uhr auf die Heimreise machen: zwei Spielerinnen des BBSC wurden für die Dopingkontrolle ausgewählt –  ein Vorgang, der regelmäßig sehr viel Zeit kostet…

Auf dem zwischenzeitlich neunten Tabellenplatz geht es jetzt am kommenden Samstag um 19:00 Uhr in der Berliner Hämmerlinghalle gegen den VfL Oythe wieder um Ligapunkte.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Tara Jenßen, Karoline Vogt, Antonia Klamke, Anna-Lena Vogt, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll / BBSC Berlin

Pokalüberraschung blieb aus

ls die Mädels des BBSC mitten in der Nacht zum Montag, 22.10. nach dem sonntäglichen Pokalfight beim letztjährigen Ligameister DSHS Snowtrex Köln wieder in Berlin eintrafen, war die Stimmung trotz der Niederlage und damit dem Ausscheiden aus dem Pokal nicht trübselig. Spielerinnen  und Trainer wussten, dass sie durchaus eine Klasseleistung auf das Parkett der Halle 22 der Deutschen Sporthochschule Köln geliefert hatten. Und die Anerkennung durch Kölns Trainer Jimmy Czimek (vormals Cotrainer der Nationalmannschaft und seit Jahren als Dozent alleinig für die A-Volleyballtrainer-Ausbildung in Deutschland zuständig) klang in den Ohren der Berlinerinnen durchaus nach: „Dieses Spiel hatte heute keinen Verlierer verdient. Beide Mannschaften haben eine starke Partie gespielt und den Zuschauern ein Volleyball-Spektakel vom Feinsten geboten“, zollte der Kölner Coach dem Gegner Respekt.

So fühlte sich die 3:2-Niederlage (25:15, 20:25, 25:17, 23:25, 18:16) in der DVV-Pokal-Qualifikation besser an als das Ergebnis es rein zahlenmäßig  aussagte. Beide Teams überzeugten beim „Pokalkrimi der Extraklasse“ (wie Köln auf der Vereinswebsite titelte) mit großem Kampfgeist und technisch-taktischen Finessen. „ Wir haben immer versucht, um jeden Ball zu kämpfen. Jeder hat sein Bestes gegeben“ fasst Berlins Marie Dreblow die Teameinstellung zusammen. Und genau das brachte einige Male das Kölner Publikum zum Raunen, wenn die Berlinerinnen in der Abwehr auch scheinbar verloren gegangene Bälle doch noch zurückholten und ihrerseits zum Angriff bliesen. Beide Teams duellierten sich bis zum Schluss auf Augenhöhe. Ein Kölner Fan schrieb fasziniert über den Pokalfight  im sozialen Netzwerk „Beide Mannschaften können sich als Siegerinnen fühlen“.

Köln als Sieger der Qualifikation wird in der ersten Hauptrunde des Pokals gegen Aachen antreten. Die Aachener Fangemeinde nutzte die kurze Entfernung, um sich das Pokalspiel in Köln anzuschauen und den nächsten Gegner zu studieren. Auch vom Aachener Fanclub kam übrigens „großer Applaus“ in Richtung Berlin ob der gezeigten Leistungen.

Für die Berlinerinnen geht es im Ligaalltag zunächst auswärts mit zwei weiteren Spielen im Westen Deutschlands weiter. Am 24. November 2018 19:00 Uhr folgt das nächste Heimspiel in der Hämmerling-Halle gegen Emlichheim.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Katharina Kummer, Tara Jenßen, Karoline Vogt, Antonia Klamke, Anna-Lena Vogt, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Marie Holstein

Quelle: Burkhard Kroll