Eisbärensieg in Straubing

Was im Heimspiel gegen Mannheim nicht funktionierte, machten die Eisbären drei Tage später im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers viel besser. Zwei Treffer fielen im Powerplay, einer in voller Mannschaftsstärke und der vierte Treffer hatte Seltenheitswert. In Unterzahl, nur drei Eisbären gegen sechs Tiger, ohne Goalie und Blaine Byron gewann das Bully vor dem eigenen Tor und traf ins leere Gehäuse, ein shorthander 2 plus empty net. Byron traf bereits zum 1:0 und erzielte somit seine ersten beiden DEL-Tore für die Eisbären.

Im Tor der Eisbären stand wieder Mathias Niederberger, der es seinem Kollegen Tobias Ancicka nachmachte und seinen ersten Shutout der Saison erzielte. Trainer Serge Aubin sprach von einem hart umkämpften Spiel und das seine Mannschaft unbedingt auf die Siegerstraße zurückwollte. Ein Sonderlob gab es für den Goalie, „er hat sehr gut gehalten“.

Bereits am kommenden Freitag, 24.09. geht es für die Eisbären in der heimischen Arena weiter. Zu sind die furios in die Saison gestarteten Grizzlys aus Wolfsburg. Sie führen aktuell zusammen mit München die Tabelle an. Die Eisbären sind jetzt sechster mit vier Punkten weniger.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag 22.09.2021 19:30 Uhr Eisstadion „Am Pulverturm“ Straubing

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 0:4 (01:0/0:0/0:3)

Niederlage zum Saisonstart, trotzdem, ohne Eisbären gehen wir nicht nach Haus

Ein neues Meisterbanner prangt über der Eisfläche in der Arena am Ostbahnhof und es gab wieder Fans hinter der Bande. Ein lange nicht mehr gehörter Akkustikteppich trieb die Akteure nach vorn. Erstmal Abwarten ist eh im Eishockey verpönt, möglichst schnell ins gegnerische Drittel und die Scheibe in Richtung Tor. Gleich am 1. Spieltag, zur Saisoneröffnung stellte sich der EHC Red Bull München vor. Mehr geht kaum zum Saisonauftakt. Beide Mannschaften nehmen ja auch an Champions League teil und sind im Wettkampfmodus.

Dem Anfangsdrittel war das deutlich anzumerken. Tempo und rassige Duelle, sofort war es zu spüren, das Eishockeyfeeling. Es war ausgeglichen. Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste 8 Schüsse halten und sein Berliner Kollege deren 6. Es waren Riesenmöglichkeiten dabei. Ein Tor gelang nicht. Mathias Niederberger entschärfte einen Alleingang und auf der Gegenseite scheiterte Leo Pföderl, sein Schuss traf die Latte.

Im Mittelabschnitt ging dafür um so schneller. Nach nur 56 Sekunden landete ein Schuss von Zachary Boychuk im Tor. Die Münchner schlugen nur knapp fünf Minuten später zurück. Ein Tor von Verteidiger Zach Redmond stellte den Spielstand auf 1:1. Anschließend gab es auf jeder Seite mehrfach die Chance auf die Führung. Sie gelang schließlich den Gästen, die in der 37. Minute durch Yannic Seidenberg das Spiel gedreht hatten. Die Münchner waren nicht besser, es war lediglich der eine oder andere Fehler weniger.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einer Riesenchance für die Eisbären. In der 45. Minute neigte sich das Schicksal des Spiels den Gästen zu. Ihnen gelang das erste Tor in Überzahl im Spiel, ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Yasin Ehliz sorgte für die Vorentscheidung. Den Deckel darauf machte in der 48. Minute ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega. Der Fehlstart in die neue Saison nahm konkrete Form an.

Die verbleibenden 12 Minuten reichten nicht mehr aus, um an der Niederlage noch etwas zu ändern. Da lief einiges nicht ganz rund bei den Eisbären. In der 58. Minute hätte Manuel Wiederer für den zweiten Eisbären-Treffer sorgen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Es symptomatisch für das Spiel, den Eisbären wollte nichts gelingen. Die Halle war nach den geltenden Regeln mit 6.450 Zuschauern ausverkauft. Sie forderten die Mannschaft zu einer Geste auf dem Eis, nach einer Niederlage nicht üblich. Aber was ist schon üblich in dieser Zeit. Wir wollen die Eisbären sehen, hoffentlich bald erfolgreicher.

Am kommenden Sonntag, 12. September wartet die erste Auswärtshürde der Saison auf die Eisbären. Die Iserlohn Roosters empfangen die Eisbären in ihrer Halle am idyllischen Seilersee.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga (DEL) 1. Spieltag

09.09.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL

Endlich wieder Eishockey

In der Eishockey Champions League empfingen zum ersten Spieltag die Eisbären Berlin mit Tappara Tampere eine Mannschaft aus Finnland. Es gab auch wieder Fans in der MB-Arena am Ostbahnhof. Mit einem lustigen kleinen Filmchen wurde auf die Hygieneregeln aufmerksam gemacht. Seit 538 Tagen durfte kein Zuschauer mehr in die Halle. Umso mehr genoss es Stadionsprecher Uwe Schumann, dass er bei der Vorstellung der Mannschaft nur den Vornamen nennen musste. Zwischenzeitlich waren die Eisbären ja auch Meister geworden. Die Bannerzeremonie steht dafür noch aus.

Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für die Eisbären. Es dauerte so etwa 12 Minuten bis die Gäste aus Finnland in die Partie fanden. In der Schlussphase des Anfangsdrittels mussten zunächst Neuzugang Blaine Byron und etwas später Kevin Clark auf die Strafbank. Da konnte sich Mathias Niederberger im Tor Eisbären auszeichnen.

In der 24. Minute hatte Niederberger keine Chance gegen ein Geschoss von Tyler Morley, dem Center der ersten Sturmreihe vom Tampere. Es hatte sich angedeutet, die Finnen steigerten sich. Es klappte mit dem Erzielen von Toren. Fast im Minutentakt schlug es ein bei den Eisbären. Zwischen der 28. und 31. Spielminute schraubten die Finnen das Ergebnis auf 0:5 aus Sicht der Eisbären. Ein Drittel zum Gruseln für die Eisbären-Fans, die Humor bewiesen und skandierten: „Ihr werdet nie Deutscher Meister!“ Das stimmte, während bei den Eisbären nicht mehr viel zusammenlief. Nach dem 0:5 hatte Eisbären-Trainer Serge Aubin ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für ihn Tobias Ancicka vor den Kasten. Der hielt bis zur letzten Drittelpause seinen Kasten sauber.

Im Schlussdrittel steckten die Eisbären nicht gänzlich auf und erzielten in der 42. Minute endlich ihren ersten Treffer im Spiel. Allerdings stellten die Finnen den alten Abstand in der 48. Minute wieder her, es war ein Powerplay und nun wurde auch Ancicka überwunden. Immerhin konnten die Eisbären das 1. und das 3. Drittel unentschieden gestalten. Leider lag ein Katastrophen-Drittel dazwischen.

Es war nicht der Abend der Eisbären, die sich den Start in die neue Saison sicher anders vorgestellt hatten und die in der Halle zugelassenen und anwesenden 2.000 Zuschauer ebenso.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war ein enttäuschendes Spiel heute, das Ergebnis sagt es
schon aus. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Unser Einsatz hat mir nicht gefallen. Wenn man keine
Zweikampfe gewinnt, wird es schwer, die Partie zu gewinnen. Es war aber nur ein Spiel, das wir hinter
uns lassen. Wir werden die Partie analysieren und daraus lernen. Es war toll, wieder vor Fans zu spielen.
Es tut mir leid für sie, dass sie so ein Spiel sehen mussten.“
Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „lm ersten Drittel haben sich beide Mannschaften noch
herangetastet. lm mittleren Spielabschnitt hat Tampere noch einmal zugelegt und uns unter Druck
gesetzt. Dagegen haben wir keinen Weg gefunden. Das Spiel wurde dann auch etwas ruppiger, da
hätten wir abgeklärter sein müssen. Das Schlussdrittel sah wieder besser aus, da haben wir unser
System gespielt. Das müssen wir aber über 60 Minuten durchziehen. Am Sonntag müssen wir dem
Gegner unser Spiel aufdrücken. Mit unseren Fans in der Arena war es grandios.“

CHL Champions Hockey League 1. Spieltag Gruppe E

27.08.2021 20:15 Uhr MB-Arena Berlin

ECH Eisbären Berlin – Tappara Tampere 1:6 (0:0/0:5/1:1)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (ab 31. Minute: Ancicka) – Müller, Ellis (A): Hordler (C), Wissmann (A):
Geibel, Després – Noebels, Boychuk, Pföderl; White, Byron, Clark; Mik, Zengerle, Fiore; Roßmy. Streu,
Wiederer – Trainer: Serge Aubin
Tappara Tampere: Heljanko (Piiroinen) – \/ittasmäki, Tuulola; Austin, Seppälä; Jürgens. Kinnunen:
Salminen, Vanhatalo – Levtchi, Morley. Kuusela; Tanus. Virta. Merelä; Salonen, Platzer, Peltola;
Moilanen. Rauhala, Puhakka – Trainer: Jussi Tapola
Tore
0:1- 23:52 – Morley (\/ittasmäki, Levtchi) – EQ
0:2 – 27:19 – Puhakka (Seppälä) – EQ
0:3 – 28:41 – Peltola (Vittasmäki, Platzer) – 4-4
0:4 – 29:35 – Morley (Austin, Kuusela) – PP1
0:5 – 30:22 – Levtchi (Morley. Vittasmäki) – EQ
1:5 – 41:26 – White (Fiore, Boychuk) – EQ
1:6 ~ 47:05 – Merelä (Linnunen) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 16 (4. 8, 4) Minuten – Tappara Tampere : 6 (0. 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
Andre Schrader, Marc lwert (Maksim Cepik, Wayne Gerth)
Zuschauer 2.000

Eisbären gleichen die Halbfinalserie aus

In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel hatten die Eisbären das bessere Ende für sich. Die Eisbären berannten das Ingolstädter Tor, entweder fehlte das Glück oder Goalie Michael Garteig war zur Stelle. Das war jedenfalls bis zur 50. Minute so. Da fiel der Ausgleich zum 2:2. Seit der 27. Minute führten die Panther, verteidigten mit viel Geschick und setzten immer mal wieder Nadelstiche. Eisbären Goalie Mathias Niederberger hatte deutlich weniger zu tun. Die Statistik verzeichnete 18 saves für ihn, im Durchschnitt waren das 6 pro Spieldrittel. Sein Kollege aus Ingolstadt konnte 27 Schüsse halten.

Das spielentscheidende Tor erzielte Verteidiger Ryan McKiernan, 63 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit. Unglaublich, der Eisbären-Verteidiger hat bisher in allen Playoff-Spielen getroffen.

Eisbären-Stürmer Marcel Noebels (gab die Vorlage zum 2:2) sprach von einem Charaktersieg, die Mannschaft hat sich als geschlossenen Einheit präsentiert. Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben. Am Freitag in Berlin wird es wieder ein enges Spiel werden. Für den Sieg heute können wir uns am Freitag nichts kaufen. Da können wir beweisen, dass wir ein heimstarkes Team sind.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 2 28.04.2021 20:30 Uhr Saturn-Arena Ingolstadt

ERC Ingolstadt –Eisbären Berlin2:3 (1:1, 1:0, 0:2)

Aufstellungen:

ERC Ingolstadt: Garteig (Daws) –Bodie, Ellis; Wagner, Marshall; Quaas, Schütz; Pruden–Kuffner, Aubry, Simpson; Höfflin, Wohlgemuth, Storm; Defazio, Feser, Elsner; Detsch, Soramies, Stachowiak–Trainer: Doug Shedden

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Hördler (C), Wissmann (A); Després, McKiernan; Müller, Ramage (A); Mik –Boychuk, Olver, Tuomie; Noebels, Reichel, Pföderl; White,Zengerle, Foucault; Labrie, Streu,Fiore–Trainer: Serge Aubin

Tore:

1:0 –00:57–Wohlgemuth (Wagner, Marshall) –EQ

1:1 –09:06 –Pföderl (Reichel, Hördler) –EQ

2:1 –26:48 -Höfflin (Wohlgemuth, Storm) –EQ

2:2 –49:18 –White (Noebels, Després)–PP1

2:3 –58:57 –McKiernan (Boychuk, Müller) –EQ

Strafen:

ERC Ingolstadt: 12(4, 4, 4) Minuten –Eisbären Berlin: 6( 6, 0, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Andre Schrader, Marian Rohatsch(Andreas Hofer, Marius Wölzmüller)

Eisbären stolpern über die Hähne aus Iserlohn

Es sind Playoffs und (fast) keiner darf hingehen. Auf der Fahrt zur Arena liefen verloren drei Fans, deutlich zu erkennen an den Jerseys, über den Platz, wo zu normalen Zeiten sich längst Warteschlangen für Einlass gebildet hätten.

Auf dem Eis war Playoff-Hockey, beide schenkten sich nichts. Der Modus tat sein Übriges. Verlieren in einer 3er Serie ist noch mehr verboten. Im Anfangsdrittel gingen die Eisbären zweimal in Führung und die Gäste glichen jeweils aus. Es war ausgeglichen. In der 9. Spielminute überstanden die Gäste eine fast anderthalb minütige PP2 Unterzahl.

War das Anfangsdrittel torreich, so geizten die Kontrahenten im Mittelabschnitt mit dem höchsten Lohn des Kampfes. Den Eisbären gelang ein schnelles Tor. In der 22. Minute, sie hatten noch Überzahl, war es Ryan McKiernan der sich in die Liste der erfolgreichen Schützen eintrug. Allerdings unter tätiger Mithilfe des Iserlohner Keepers, der sich den Puck ein bisschen selbst mit reinlegte. Was die Gäste im Anfangsdrittel schafften, brachten auch die Eisbären zustande. Sie überstanden eine fast zweiminütige Unterzahl. Fünf Iserlohner gegen drei Eisbären und ein glänzend aufgelegter Mathias Niederberger hielten den Kasten sauber. Die knappe Führung wurde bis zur Pausensirene verteidigt.

Es war Playoff-Eishockey. Das Eis „brannte“, kein Zentimeter wurde kampflos preisgegeben. Selbst die Kommandos, das gegenseitige Mut machen der Spieler war deutlicher zu hören als sonst. Der Torgeiz hielt bis zur 50. Minute. Da schlug die Paradereihe der Iserlohner zu. Der Topscorer der Iserlohner und der gesamten Liga überwand mit einem beherzten Schuss Mathias Niederberger und stellte das Spiel pari.

In der Schlussphase schossen sich die Eisbären selbst aus dem Spiel. Zwei Eisbären mussten vom Eis, die letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit brachen an. Die Entscheidung fiel exakt eine Minute vor dem regulären Spielende. Brent Aubin der Namensvetter und Landsmann des Eisbären-Trainers besorgte die Entscheidung. Die Iserlohner gewinnen Spiel 1 und stellen die Eisbären mit dem Rücken zur Wand. Am Donnerstag, 22.04. könnte im Falle einer weiteren Niederlage für die Eisbären die Saison bereits zu Ende zu sein.

Iserlohns Trainer Brad Tapper war natürlich sehr zufrieden. Bemängelte allerdings die vielen Strafzeiten. Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte dasselbe sagen. „Die Strafzeiten haben uns das Spiel gekostet.“ Lässt sich das noch korrigieren?

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL Playoff Viertelfinale Spiel 1 (best of three)

20.04.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:4 (2:2, 1:0, 0:2)

Stimmen zum Spiel

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Wir hatten mit dem frühen Toreinen guten Start ins Spiel. Aber in der Folge haben wir viel zu viele Strafzeiten bekommen, die uns schlussendlich die Partie gekostet haben. Zweimal in doppelter Unterzahl zu spielen wird auf diesem Level bestraft. Da müssen wir in den Playoffs disziplinierter auftreten. Wir werden das Spiel analysieren und am Donnerstag bereit sein.

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Niederlage ist natürlich ärgerlich, das haben wir uns anders vorgestellt. Fairerweise muss man anerkennen, dass Iserlohn solide und geschickt gespielt hat. So hätten wir auftreten müssen. Wir wollten einfach zu viel und haben zu sehr mit der Brechstange gespielt. Dieses intensive Spiel mit den Reibereien gehört zu den Playoffs dazu. Am Donnerstag müssen wir einfacher spielen, viel arbeiten und unser System über die gesamte Spielzeit durchziehen. Am Ende des Tages ist es entscheidend, wenige Fehler zu machen.“

Mark Zengerle (Stürmer Eisbären Berlin): „Es war ein enges und intensives Spiel beider Mannschaften. Wir haben heute zu viele Chancen ausgelassen. Am Donnerstag erwarte ich eine ähnlich harte Partie, in der wir alles geben werden. Wir sind immer noch davon überzeugt, dass wir die Serie gewinnen und ins Halbfinale einziehen werden. Nach meiner langen Verletzungspause habe ich mich gut auf dem Eis gefühlt.“

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Müller, Ramage (A); Hördler(C), Wissmann (A); Després, McKiernan–Noebels, Reichel, Foucault; White, Boychuk, Fiore; Olver, Streu, Tuomie; Labrie, Zengerle, Mik; Dietz –Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) –Baxmann, Ankert; Raymond, O’Connor; Reinhart, Riefers –Lowry, Weidner, Bailey; Whitney, Grenier, Friedrich; Lautenschlager, Raedeke, B. Aubin;Buschmann, Fleischer–Trainer: Brad Tapper

Torfolge:

1:0–01:29–White (Wissmann)–EQ

1:1 –04:54 –Bailey (O’Connor,Grenier)–PP1

2:1 –05:17 –McKiernan (Reichel, Noebels) –EQ

2:2 –13:32 –Raedeke (Friedrich, Reinhart) –EQ

3:2 –21:37 –McKiernan (Fiore, Zengerle)–PP1

3:3 –49:05 –Whitney (Bailey, O’Connor) –4-4

3:4 –59:01 –B. Aubin (O’Connor, Grenier) –PP2

Strafen:

Eisbären Berlin: 26 (4, 16, 6) Minuten–Iserlohn Roosters: 16 (8, 4, 4) Minuten

Schiedsrichter:

Benjamin Hoppe, Gordon Schukies (Wayne Gerth, Jonas Merten)

Eisbären sichern sich die Teilnahme an den Playoffs

Mit einem 1:0 Sieg am Mittwoch, 31. März gegen Straubing Tigers festigten die Eisbären ihren Tabellenplatz eins sicherten sich die Teilnahme an den Playoffs. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Giovanni Fiore (52./SH1) in Unterzahl. Für Mathias Niederberger war es das fünfte Spiel ohne Gegentreffer in der laufenden Spielzeit.

Am Ostersonntag, den 4. April treten die Berliner wieder auswärts an und sind beim EHC Red Bull München zu Gast. Spielbeginn ist um 14:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):„Natürlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Man hat deutlich gesehen, dass beide Mannschaften zuletzt vier Spiele in sechs Tagen absolviert haben und die Spieler müde waren. Es war eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Das Unterzahlspiel beider Teams war sehr gut und dann ist es manchmal diese eine Chance, die man bekommt und nutzen muss. Jetzt müssen wir uns erholen und die freien Tage bis zum nächsten Spiel am Sonntag nutzen.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg. Mathias Niederberger hat heute wieder einmal großartig gehalten. Es war ein hartes Spiel, wir haben aber einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. Das ist das Wichtigste. Ich freue mich natürlich, das entscheidende Tor erzielt zu haben. Matt White hat daran aber auch einen großen Anteil. Zweifellos ist es schwer, wenn so viele Spieler fehlen. Wir haben aber einen tiefen Kader und die anderen Jungs können auch sehr gutes Eishockey spielen.“

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das war ein hart umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften haben versucht, so wenige Fehler wie möglich zu machen. Man hat gemerkt, dass beide Teams zuletzt sehr viele Spiele zu absolvieren hatten. Wir haben aber die gesamte Partie solide gespielt und in Unterzahl sehr gut verteidigt. Mathias Niederberger hat wieder klasse gehalten und unser Sieg war verdient. Unsere jungen Spieler haben großartig gespielt und waren ein wichtiger Faktor heute.“

Endergebnis: Eisbären Berlin–Straubing Tigers 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen Spitzenspiel

Nach zwei gespielten Dritteln stand es 0:0 und die Eisbären schienen mehr und mehr den Spielfaden zu verlieren. Im Eishockey kann es passieren, dass das Momentum wechselt. In der 47. Minute war der Puck im Tor der Gäste. Marcel Noebels reagierte am schnellsten in einer unübersichtlichen Situation vor dem Kasten. Das überraschende Tor verlieh den Eisbären Flügel, den Rest besorgte Goalie Mathias Niederberger, der hinten dicht hielt. Er feierte seinen dritten Shutout in dieser Saison. Dafür musste er gegen Bremerhaven 42 Schüsse abwehren, sein Gegenüber Thomas Pöpperle bekam nur 23 Schüsse auf sein Tor, davon ließ er einen passieren und einmal konnte er nur von der Bank aus zusehen.

Leo Pföderl machte 54 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar und traf ins leere Tor. Glücklicher konnte es für die Eisbären nicht laufen. Eine deutliche Steigerung im Schlussabschnitt brachte Sieg. Verteidiger Ryan McKiernan sprach von einem harten Stück Arbeit. Ob es auch eine Rolle gespielt haben könnte, dass es das dritte Spiel in fünf Tagen war? Ich weiß es nicht, war die Antwort. Auf dem Eis haben wir jedenfalls alles reingeworfen, was ging. Letztlich zählt das Ergebnis und gewonnen ist gewonnen, kann man da nur ergänzen.

Für die Eisbären geht es am Montag, 25. Januar auswärts in Düsseldorf weiter. Insgesamt stehen im Monat Januar noch 3 Spiele auf dem Programm.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Bremerhaven war heute sehr stark, wir standen defensiv aber sehr kompakt und haben hinten dichtgemacht. Wir hatten die nötige Geduld, etwas Glück in Führung zu gehen und das Spiel dann zu gewinnen. Das zeigt dann auch unsere Heimstärke.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel haben wir uns natürlich anders vorgestellt, die ersten beiden Drittel haben wir nicht gut gespielt. Aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben und unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen. So dürfen wir nicht noch einmal spielen, normalerweise verlierst du so eine Partie. Wir haben dann zum Glück zum richtigen Zeitpunkt das Tor geschossen und sind in der Folge auch wieder etwas besser ins Spiel gekommen.“

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein hartes Spiel, Bremerhaven war heute Abend sehr gut aufgelegt. Wir haben die ersten fünf bis acht Minuten gut gespielt, dann hat Bremerhaven das Kommando übernommen und wurde immer stärker, wir konnten aber gut dagegenhalten. Im zweiten Drittel haben wir nicht gut gespielt, da konnten wir die drückende Überlegenheit der Bremerhavener nicht durchbrechen. Im Schlussabschnitt wurde es etwas besser, aber am Ende des Tages war der Sieg etwas glücklich, aber auch solche Spiele gibt es. Mathias Niederberger hat uns das ein oder andere Mal mit großartigen Paraden gerettet.“

DEL 11. Spieltag 21.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland, Wissmann (A); Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie Trainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell) Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber; Stowasser Verlic, Jeglic, Urbas (A); McGinn, Quirk, Wahl; Mauermann, McMillan, Uher; Reisnecker, Gläser, Sykora Trainer: Thomas Popiesch

Torfolge:

1:0 – 46:08 Noebels EQ

2:0 – 59:16 Pföderl (Noebels, Hördler) empty net

Strafen:

Eisbären Berlin: 18 (2, 16, 0) Minuten

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 4 (2, 0, 2) Minuten

Chancenlose Gäste in der leeren Arena

Es war eine klare Angelegenheit für die Eisbären. Sie begannen engagiert und hatten die Krefelder während des gesamten Spiels gut im Griff.

Aufseiten der Gäste aus Krefeld waren einige Akteure mit Eisbären-Vergangenheit. Angefangen beim Trainer Boris Blank, trugen auch die Akteure Alex Trivellato, Marvin Cüpper und Constantin Braun das Eisbären-Trikot. Ex-Eisbär Laurin Braun konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen. Sein Bruder hatte in der 33. Minute eine unglückliche Szene als er in Überzahl den Puck vertändelte und den Eisbären einen shorthander zur 2:0 Führung ermöglichte. Der Treffer zum 1:0 fiel nach acht Minuten durch Kristopher Focault und auch da sah sein direkter Gegenspieler Constantin Braun nicht gut aus. An seine Rückkehr nach Berlin hat er erstmal keine guten Erinnerungen.

Constantin Braun im Krefelder Trikot Foto: © Becker

Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnten die Hausherren der leeren Arena am Berliner Ostbahnhof drei weitere Treffer nachlegen. Den harmlosen Krefeldern gelang kein Treffer. So konnte Eisbären-Goalie Mathias Niederberger den ersten shutout der Saison feiern. Er hielt 26 Schüsse, darunter ein Monstersafe und avancierte zum Spieler des Tages. Aufseiten der Pinguine stürmte sein jüngerer Bruder Leon Niederberger. Er hatte mehrere Möglichkeiten auf dem Schläger und bemängelte nach dem Spiel die schlechte Chancenverwertung.

Eine Eishockeyweisheit lautet: Wenn du auf der Strafbank sitzt, ist schwer ein Spiel zu gewinnen. In diesem Spiel verwiesen die Eisbären den Spruch in das Reich der Fabel. Trotz doppelt so vieler Strafminuten wie der Gegner, war der Sieg nie in Gefahr.

Die Krefelder wirkten nicht wie ein eingespieltes Team. In dieser Form dürfte es schwer werden, die Teilnahme an den Playoffs zu erreichen. Vor allem an ihrem Überzahlspiel müssen sie arbeiten. Während die Krefelder im alten Jahr noch bei der Düsseldorfer EG antreten müssen, geht es für die Eisbären erst im neuen Jahr, am 5. Januar 2021 in Iserlohn bei den Roosters weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen und hatten ein starkes Puck-Management. Wir haben heute aber deutlich zu viele Strafen bekommen, dafür war unser Unterzahlspiel sehr gut. Unsere Defensive stand heute sicher und im letzten Drittel konnten wir viel durchwechseln. Mathias hatte einige Big Saves genau zur richtigen Zeit.“

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Wir haben heute diszipliniert gespielt und waren geduldig vor dem Tor.Ich freue mich, dass ich meinen Teil zum Gewinn heute beitragen konnte, der Shutout-Sieg ist aber ein Verdienst der gesamten Mannschaft.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Zusammenspiel innerhalb unserer Reihe mit Kris Foucault und Mark Zengerle funktionierte sehr gut. Wir sind direkt gut ins Spiel gekommen und hatten guten Puckbesitz. In der Angriffszone konnten wir unseren Speed gut ausspielen und viele Chancen kreieren.“

Constantin Braun (Verteidiger Krefeld Pinguine): „Das war nicht so schön heute. Ich habe mir meine Rückkehr natürlich anders vorgestellt. Aber so ist Eishockey, wir haben unsere Chancen nicht genutzt, ihr habt eure eiskalt ausgenutzt. Ein komisches Gefühl, ich war ja hier noch nie in der Kabine des Gegners, bin noch angefressen über die Leistung die wir hier abgeliefert haben…“

DEL Gruppe Nord 3. Spieltag 28.12.2020 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin vs Krefeld Pinguine 5:0 (1:0/2:0/2:0)

Torfolge:

1:0 07:44–Foucault (Ramage)–EQ

2:0 32:11 –White (Noebels) –SH1

3:0 38:27 –Olver (Tuomie, Espeland) –EQ

4:0 41:43 –Pföderl (Reichel, Noebels) –PP1

5:0 56:09 –White (Foucault) -EQ

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Gawanke –White, Zengerle, Foucault;Reichel, Noebels, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie–Trainer: Serge Aubin

Krefeld Pinguine: Cüpper; Belov–Valitov, Braun(A); Sacher, Bindulis; Bappert, Trivellato –Buncis, Olson(A), Saponari; Schymainski(C), Postel, Tianulin; Niederberger, Petrakov, Karsums; Lessio, Blank, Klöpper; Kuhnekath -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären punkten wieder

Es kriselt ein bisschen bei den Eisbären und das zur Unzeit, den der letzte Monat im Kalender ist reich an Spielen. Um genau sein, es sind deren elf die bestritten sein wollen, es wird die Tabelle gemacht. Wer dabei ins Hintertreffen gerät hat es doppelt schwer, sich eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. Die ersten drei Dezemberspiele gingen verloren, es wurden immerhin zwei Punkte. Nach dem schwachen Auswärtsauftritt beim Tabellenletzten in Schwenningen wollten sich die Eisbären gegen die Düsseldorfer EG ein Stück weit aus der Krise spielen.

Harold Kreis und die Düsseldorfer EG kassierten in Berlin eine Niederlage Foto: © Hans-Peter Becker

Nach zwei gespielten Dritteln sah es nicht gut aus für die Eisbären. Die DEG gingen nach exakt einer Minute und 11 Sekunden in Führung und dabei blieb es bis zur 44. Spielminute. Ein Fehler im Aufbauspiel der Gäste nutzten die Eisbären zum 1:1 Ausgleichstreffer, erzielt von James Sheppard. Es war der Lohn für ihr unermüdliches Anrennen. Spielerisch ging nicht viel, so musste ein Gastgeschenk ein bisschen nachhelfen. Die Führung gelang im dritten Powerplay und erneut war es Sheppard, der Center der zweiten Sturmreihe, der Mathias Niederberger im Düsseldorfer Tor überwinden konnte. Innerhalb von fünf Minuten hatten die Eisbären das Spiel gedreht. Die DEG verstärkte nochmals die Angriffsbemühungen, doch den letztlich spielentscheidenden markierten die Eisbären. In der 56. Minute setzte Maxim Lapierre den Puck in die Maschen und Harold Kreis, der Düsseldorfer Trainer stemmte die Hände an die Hüften und musste kräftig durch-pusten. Lange geführt, wenn auch knapp und am Ende wieder alles verloren. Das beide Teams unter Druck standen war dem Spiel anzumerken.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 26.Spieltag 12.12.2019 MB-Arena Berlin 19:30 Uhr

Eisbären Berlin vs. Düsseldorfer EG 3:1 (0:1, 0:0, 3:0)

Tore:

0:1 Adam 01:11 (Johannesen)

1:1 Sheppard 43:15 (Pföderl, Noebels)

2:1 Sheppard 48:16 (Rankel, Pföderl) PP1

3:1 Lapierre 55:46 (Aubry)

Strafminuten:

Berlin – 4

Düsseldorf – 6

Torschüsse:

Berlin – 35

Düsseldorf – 24

Zuschauer: 10.126