Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.
Eine äußerst dürftige Punktausbeute der Traditionsclubs, obwohl SV Tasmania, man höre und staune, 3:0 gegen SV Empor gewonnen hat. Die Tasmanen kommen damit erst auf 4 Punkte nach 5 Spielen. Aufsteiger Frohnau hatte es am Poloplatz mit Eintracht Mahlsdorf (3.) zu tun und kam mit dem 2:2 immerhin auf einen Punkt, während die Füchse 1:2 bei Türkiyemspor verloren. 2 Punkte nach 5 Spielen gibt den Verantwortlichen und den Anhängern im Norden Berlins zu denken.
Al- Dersimspor, 14., verlor ebenfalls, sogar 1:3 zu Hause auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz vor 70 Zuschauern gegen TuS Makkabi. Am 16. September heißt es dann für BSV Al-Dersimspor im weiteren Heimspiel möglichst die Reinickendorfer Füchse zu besiegen. Warum erst am 16.September ? Am kommenden Wochenende sind die Pokalspiele der 1.Hauptrunde zu bestreiten. Da heißt es für den BSV an der Dorfkirche gegen Stern Marienfelde zu bestehen. Die Füchse bleiben im Norden, beim RFC Liberta in der Scharnweberstraße, zum Pokalfight.
Zurück zum Meisterschaftsbetrieb, die Spandauer Kickers holten sich zu Hause eine derbe 0:5-Klatsche gegen Stern 1900 ab. Die Schützlinge von Trainer Andreas Thurau preschten damit an die Spitze (13 Punkte) der Berlin-Liga, gefolgt von 3 Vereinen mit jeweils 10 Punkten, Sparta Lichtenberg, TSV Rudow und dem Berliner SC. Man darf über die weitere Entwicklung gespannt sein.
und blieben am Wochenende ohne Niederlage in der Regionalliga Nordost. Das ist an den Tabellenständen auch ablesbar. Drei Vereine stehen auf Platz 4 und 5., BAK mit 13 Punkten auf Rang 4, Viktoria 89 und Hertha II tor- und punktgleich auf dem 5. Rang, die VSG Altglienicke mit dem 2:2 in Meuselwitz auf Platz 10 und der BFC Dynamo, vor 1.107 Zuschauer dank des 1:0-Erfolges über Lok Leipzig, steht jetzt über dem Strich, auf Platz 13.
Nicht nur der BFC Dynamo gewann – enorm wichtig – am 6. Spieltag, sondern ebenso der Berliner AK, mit 3:2 in Auerbach, während der FC Viktoria 89 vor 476 Zauschauern im Stadion Lichterfelde 2:0 gegen Oberlausitz Neugersdorf gewann.
Herthas Zweite siegte durch ein Eigentor, Lenk in der 80.Minute, 1:0 beim Bischofswerdaer FV. Keine Niederlage also für die 5 Hauptstadtclubs.
Spitzenreiter Chemnitzer FC gewann alle 6 Spiele, am kommenden 7. Spieltag, Mittwoch, 12.9., 18.30 Uhr, empfängt die VSG Altglienicke die Chemnitzer. Am selben Tag muss der BFC Dynamo bei ZFC Meuselwitz antreten.
Um 19.00 Uhr empfängt dann Hertha II den Tabellenletzten, nur 1 Punkt, Union Fürstenwalde. Germania Halberstadt ist mit 3 Punkten nicht viel besser. Die Halberstädter reisen zum BAK. Die Aufgabe für den Berliner Vertreter scheint am Mittwoch, 12.9., 17.30 Uhr, Poststadion lösbar zu sein.
Nach 4 Spielen 12 Punkte, Lichtenberg 47 mit perfektem Saisonstart! Am Wochenende wurde wieder souverän auswärts beim Brandenburger SC Süd 3:0 gewonnen. Nach 4 Spielen noch kein einziges Gegentor kassiert, Torverhältnis 8:0. Jetzt geht es im Berliner Pokal, 1.Hauptrunde, Sonntag, 09.,09. 14.00 Uhr, im Volkspark Wilmersdorf gegen den 1.FC Wilmersdorf. Weiter geht es um Punkte am Samstag, 15.9., 13.30 Uhr, gegen Hertha 03. Die Zehlendorfer schonten wegen des Freundschaft-Spiels gegen Hertha BSC den Rasen im Stadion. Gegen den SV Lüdersdorf wurde nicht gespielt. Dennoch, 7 Punkte nach 3 Spielen , ergibt aktuell Tabellenplatz 5 und am 5. Spieltag ein interessantes Berlin-Derby.
Einen herben Rückschlag gab‘s für TeBe. Die Veilchen unterlagen zu Hause im Mommsenstadion dem Greifswalder FC 1:3; sie rangieren jetzt auf Platz 7. Die Niederlage gegen den Aufsteiger war schon eine Überraschung und so nicht eingeplant.
Der FC Strausberg kämpfte in den letzten Jahren gegen den Abstieg. Was ist mit den Strausbergern los? Ebenfalls wie Lichtenberg 47 haben sie bisher alle 4 Spiele (12 Punkte) gewonnen. Am Freitag, 14.9. heißt die Begegnung Tennis Borussia – FC Strausberg. Lichtenberg hat das bessere Torverhältnis.
Einen Erfolg im Berlin-Derby zwischen Hertha 06 und dem SC Staaken verbuchten vor 133 Zuschauern mit 2:1 die Charlottenburger, jetzt ebenfalls 7 Punkte. Bleibt als Berliner Vertreter in der Oberliga Aufsteiger Blau-Weiß 90. Beim Torgelower FC Greif wurde 0:1 verloren. Der 13. Tabellenplatz würde in der Endabrechnung lediglich für die Relegation reichen. Die Saison ist ja noch lang und das Punktekonto, bisher erst 1 Punkt, kann ja noch aufgebessert werden.
Christian Zschiedrich berichtet. Foto: Hans-Peter Becker
Und das überzeugend und verdient mit 2:0 (1:0). Nach 14 Jahren ohne Sieg hat Hertha BSC wieder ein Auswärtsspiel bei Schalke 04 nach 10 Niederlagen in Folge gewonnen. In einer Manier, wie ich lange, lange die Hertha nicht gesehen habe. Pal Dardai und Co-Trainer Widmayer vertrauten den Spielern, die beim 1:0 gegen Nürnberg begonnen hatten. Für den verletzten Plattenhardt kam Neuzugang Grujic zu seinem Startelfdebüt. Der Gewinner des Spiels war in überragender Form Mittelfeldmann Ondrej Duda mit seinen beiden Toren (15. und 90 + 6) vor 60.181 Zuschauern in der Veltins-Arena. Bei ihm scheint der Knoten – nicht nur der Tore wegen – nun endgültig geplatzt zu sein. Schalkes Trainer Domenico Tedesco gab WM-Teilnehmer und Neuzugang Rudy prompt die Chance von Beginn an im zentralen Mittelfeld der Königsblauen. Doch das taktische Vorhaben wurde von den Berlinern durchschaut. Duda kaufte Rudy den Schneid ab, er sah keinen Stich und wurde kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ausgewechselt.
Herthas Aufstellung: Jarstein – Lazaro, Stark, Rekik, Torunarigha – Maier – Kalou, Grujic, Duda, Mittelstädt – Ibisevic. Rekik verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung sehr früh und wurde nach nur sechs Minuten durch Bundesliga-Debütant Dilrosun (Vorlagengeber zum 1:0) ersetzt. Lustenberger kam für Ibisevic (67.) und Jastrzembski (90 + 4) für Kalou.
Die Berliner kamen nie in die Bredouille, machten den Schalker Fehlstart (0 Punkte) perfekt. Für die Königsblauen verschoss Caligiuri (13.) einen Elfmeter. Grujic hatte die Flanke auf Naldo mit den Fingern der ausgestreckten Hand hoch über den Kopf berührt. Das Zeichen bekam Schiedsrichter Sascha Stegemann vom Videomann aus Köln. Schalke kam, meist einfallslos anrennend, zu keinen Großchancen. Der eingewechselte Burgstaller (90.+2) und Uth (90.+3) hatten sehr spät die Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterten aber am glänzend reagierenden Jarstein. Konoplyanka foulte als letzter Mann den erst Sekunden zuvor eingewechselten Hertha-Joker Jastrzembski und musste mit Rot vom Platz. Den anschließenden Freistoß versenkte Duda zum 2:0-Endstand hart und präzise in die Maschen.
Schalke hatte mehr Ballbesitz 58% zu 42%, mehr Ecken 9:0 und sogar mehr Torschüsse 16:5, aber Hertha gewann mit einer effektiven Leistung, die für diese Saison weitere Erfolge erhoffen lässt. Nach der Länderspielpause muss Schalke am Samstagabend, 15.09. (18.30 Uhr), 15. September, in Gladbach antreten. Hertha spielt erneut auswärts am 15.09. (15.30 Uhr) in Wolfsburg.
Ein Bundesliga-Klassiker, eine offene Rechnung und eine Live-Übertragung im Free-TV: Der Heimauftakt der BR Volleys am 18. Okt um 19.00 Uhr in der Max-Schmeling-Hale könnte kaum mehr bieten! Mit den SWD powervolleys Düren empfangen die Hauptstädter gleich ein Topteam der Volleyball Bundesliga, das abermals zu den Jägern des Titelverteidigers zählen wird. Einzeltickets für den Heimauftakt des Meisters in der Spielzeit 18/19 sind ab sofort erhältlich. Ebenso deutlich wie verdient verloren die BR Volleys im vergangenen Jahr mit 0:3 zum Saisonstart in Düren. Die Berliner benötigten damals einige Zeit, um diesen herben Dämpfer aus Kopf und Knochen zu schütteln und wollen am 18. Okt keinesfalls ein Déjà-vu erleben! Große Hoffnung setzt man dabei auf das wechselnde Heimrecht, denn in ihrer jüngsten Meistersaison unterlagen die BR Volleys lediglich bei zwei von insgesamt 15 Bundesliga-Partien in der Max-Schmeling-Halle – beide Male gegen den VfB Friedrichshafen.
Für die Männer in Orange gehen in der Saison 2018/2019 weiterhin zwei Akteure ans Netz, die sich mit den Powervolleys bestens auskennen: Sebastian Kühner und Georg Klein. Beide spielten in der Vergangenheit für den Traditionsverein aus dem Rheinland und Letztgenannter verspricht für den 18. Oktober ein großes Match: „Meines Wissens trainiert Düren schon jetzt mit voller Kapelle. Sie werden sicher bestens eingespielt zu uns kommen“, warnt Mittelblocker Klein und fügt an: „Wir werden, angetrieben von unseren Fans, mit großer Emotionalität dagegenhalten müssen.“ Ein brodelnder Volleyballtempel zum Heimspielstart ist also Bedingung, um im Bundesliga-Klassiker – es wird das 66. Duell beider Mannschaften – siegreich zu sein.
Doch nicht nur sportlich wird es zur ungewohnten Anpfiff-Zeit (Donnerstag 19.00 Uhr) reizvoll. Die Fans des Titelverteidigers dürfen sich neben der Präsentation der Meisterschale auf allerhand Neues freuen, wobei sich Geschäftsführer Kaweh Niroomand für die erste SPORT1 Free-TV-Übertragung einen würdigen Rahmen wünscht: „Wir wollen den Menschen an den Fernsehgeräten gleich zum Start zeigen, was Volleyball in der Max-Schmeling-Halle so einzigartig macht. Auf dem Court wird es gegen diesen Gegner ohnehin spannend, jetzt hoffen wir natürlich auf ganz viele Zuschauer und die richtige Atmosphäre!“
Die Preise der Einzelkarten bleiben in der Saison 18/19 unverändert (Ausnahmen beim Topspielzuschlag). Zusätzlich gibt es zwei neue Kategorien (Premium und PK4/Oberrang), die eine noch gezieltere Auswahl des Sitzplatzes im bevorzugten Preissegment möglich machen.
Während der Kader der BR Volleys mittlerweile komplett ist und der Deutsche Meister mit insgesamt sieben Neuverpflichtungen in die Saison 18/19 startet, vermeldet auch das Sponsoren-Netzwerk einen Zugang. Mit der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Mazars konnte ein weiterer Premiumpartner für die neue Spielzeit gewonnen werden, den das Volleyball-Fieber gepackt hat. „Dass wir immer wieder neue Sponsoren für Volleyball in Berlin begeistern können, bestätigt uns auf dem eingeschlagenen Weg. Mit unserem Angebot aus Spitzensport und Spitzenevent bieten wir Firmen eine hervorragende Werbefläche. Wir sind dankbar, dass dies auch immer wieder von neuen Partnern erkannt wird und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Mazars“, begrüßt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand das neue Netzwerk-Mitglied.
Mazars will durch die Kooperation die eigene Faszination weitertragen: „Wir möchten noch mehr Menschen von der einmaligen Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle überzeugen und für den Volleyball-Sport begeistern“, sagt Marco Ehlert. Mit dieser Leidenschaft innerhalb des Sponsorenpools könnte nun auch bald die magische Marke von 100 BR Volleys Partnern fallen.
Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker
Energie Cottbus stoppt den Abwärtstrend, auch wenn am 5. Spieltag „nur“ ein 1:1 gelang. Bereits am 3. Spieltag reichte es zu Hause zu einem 2:2 gegen Unterhaching und am 4. Spieltag wurde bei den Würzburger Kickers 1:3 verloren. Da gab’s eine gewaltige Schelte von Trainer „Pele“ Claus-Dieter Wollitz. Energie nimmt derzeit mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden mit 8 Punkten Tabellenplatz 6 ein. Damit dürfte ein Aufsteiger im Grunde zufrieden sein. Die nächste Aufgabe bei 1860 München (8.), Freitag,31.08. 19.00 Uhr, ist schwer, aber nicht unlösbar. Die Münchener kommen wohl jetzt erst in Schwung, in Aalen letztlich 4:1 zu gewinnen, das setzt ein Ausrufezeichen.
In der Regionalliga Nordost sind ebenfalls fünf Spieltage absolviert. Bei ine Berliner Vertretern, sieht man einmal von BFC Dynamo (16.) ab, scheint es einigermaßen positiv zu laufen: VSG Altglienicke, 7 Punkte, 11.; FC Viktoria 89 , ausgeglichenes Torverhältnis 9:9, Tabellenachter; Hertha II mit 10:9 Toren Tabellensiebenter; BAK 07, 10 Punkte, Tabellenvierter. Zum Berlin-Derby Hertha II gegen Viktoria 89 4:2 (2:0) fanden sich 518 zahlende Zuschauer ein. Viktorias Trainer Jörg Goslar äußerte sich darüber, dass Hertha mit so vielen Spielern aus dem Profikader begann: „Ich kann es doch nicht ändern“!
Einen wichtigen 2:1-Sieg gegen Halberstadt vor leider nur 190 Zuschauern landete VSG Altglienicke. Der 6.Spieltag: Viktoria 89 bereits am Freitag, 31.08. 19.00 Uhr, Stadion Lichterfelde, gegen Oberlausitz Neugersdorf, die gescholtenen Dynamos empfangen im Jahnstadion, Samstag, 01.09. 14.05 Uhr, den 1.FC Lok Leipzig, Altglienicke muss am Sonntag, 02.09. 13.30 Uhr, beim ZFC Meuselwitz (12.) bestehen; zur gleichen Zeit spielt im VfB-Stadion Auerbach gegen den Berliner AK 07. In den Auswärtsspielen, aber auch zu Hause für den BFC Dynamo gegen Lok Leipzig hängen die Trauben hoch.
Das Bild in der NOFV Oberliga Nord ist für Lichtenberg 47, FC Hertha 03 Berlin und Tennis Borussia nach drei Spieltagen sind alle in der oberen Tabellenhälfte zu finden, ordentlich. Ein guter Start von Lichtenberg 47 mit drei Siegen, 9 Punkten, sind sie an der Tabellenspitze punktgleich mit dem FC Strausberg. Unmittelbar dahinter die Zehlendorfer, punktgleich (7 P.) mit den aufstiegswilligen Tennis Borussen.
Keineswegs zu Tode betrübt, im Streben auf Stabilisierung stehen der SC Staaken (10.), CFC Hertha 06 (11.), mit vier Punkten nach drei Spielen da. Aufsteiger Blau-Weiß 90, (13.) dagegen hat erst einen Punk, erwartungsgemäß mit Anpassungsproblemen. Am 4. Spieltag treffen aufeinander: Freitag, 31.08. 20.00 Uhr, Mommsenstadion, TeBe – Greifswalder FC (5.); Samstag 01.09., 14.00 Uhr, Brandenburg Süd (16.) – Lichtenberg 47; Sonntag, 02.09., 14.00 Uhr, Berlin-Derby Hertha 06 – SC Staaken, an der Sömmeringstraße; Torgelower FC Greif (9.) – Blau-Weiß 90. Abgesetzt wurde die Ansetzung Hertha 03 –SV Altlüdersdorf. Bemerkenswert ist, Lichtenberg 47 ist noch ohne ein Gegentor.
Der Fußball-Fan schaut in der Regel die Tabelle von oben nach unten an. Eine Mannschaft, die alle 4 Spiele gewonnen hat, gibt es nicht. Der Berliner SC und Stern 1900 sind bei 3 Siegen und einem Remis immerhin noch ohne Niederlage. Das ist ein gelungener, guter Start in die Saison. Diesmal gleitet der Blick schnell nach ganz unten und siehe da: Was ist bloß mit den Traditionsvereinen Füchse Berlin (16.), SV Tasmania (17.) und Aufsteiger Frohnauer SC (18.) los? Sie haben noch kein Spiel gewonnen. Die Füchse kommen auf zwei Niederlagen und zwei Unentschieden, Tasmania und Frohnau auf je drei Niederlagen und einem Remis. Um nun nicht wieder eine Saison der verpassten Chancen zu erleben, muss in den nächsten Partien rangeklotzt werden. Die lauten – Samstag, 01.09.: BSV Al Dersimspor (11.) – TuS Makkabi (8.); Sonntag, 02.09.: Spandauer Kickers (12.) – Stern 1900 (2.); Frohnauer SC (18.) – Eintr. Mahlsdorf (3.); Türkiyemspor (14.) – Füchse Berlin (16.); SV Tasmania (17.) – SV Empor (15.); SCC (10.) – Berlin Türkspor (13.); Berolina Stralau ((9.) – Sparta Lichtenberg (4.); SD Croatia (7.) – Berliner SC (1.); TSV Rudow (5.) – BFC Preussen (6.). Bereits am Mittwoch, 29.08. 19.00 Uhr, steht das Nachholspiel in der Cantianstraße an > SV Empor (15.) – SD Croatia. Dem Papier nach hat keine Heimmannschaft etwa ein leichtes Spiel. Jedoch könnte sich allmählich die Spreu vom Weizen trennen.
Bereits in der vergangenen Saison hatte es der Aufsteiger aus der Berlin-Liga eine Klasse höher nicht leicht zu Beginn. Damals blieb man auch beim SC Staaken ruhig und landete am Ende sogar ziemlich weit vorn. Der „Geheimfavorit“ der Oberliga Staffel Nord, Blau-Weiß 90, hatte seinen Kader nach Aussage des Präsidenten Michael Meister bereits für die höchste Berliner Klasse mit Blick in die Zukunft zusammengestellt. Die Hoffnung problemlos an die Aufstiegssaison anknüpfen zu können, erfüllte sich aber noch nicht. Bisher bleiben auch nach dem dritten Spieltag eigene Tore weiter ein Traum. Das 0:0 war am Sonntagnachmittag im Stadtderby gegen Hertha 06 aber besser als nichts. Immerhin der erste Punkt. Mehr hätten es werden können, wenn in Hälfte zwei Marcel Czekalla einen umstrittenen (welcher ist das eigentlich nicht?) Strafstoß im Gehäuse Herthas untergebracht hätte. Gäste-Torwart Steven Braunsdorf war aber im gesamten Spiel in Glanzform und hatte etwas dagegen, den Ball aus seinem Kasten holen zu müssen. In der Fußball-Woche taucht er daher auch in der Mannschaft des 3. Spieltages im Tor auf.
Schiedsrichter Matthias Alm (Fürstenwalde) zeigte in der Partie vermutlich nicht die beste Leistung seiner Laufbahn. Besonders aber der ehemalige Stürmer vom Kreuzberger Klub Al-Dersimspor Merdan Baba hat aber noch nicht verstanden, dass in der höheren Spielklasse vieles einfach weiterläuft. Da hilft kein Jammern, sondern nur weiterspielen und am besten den Ball in die Maschen des gegnerischen Tores jagen. Baba hat aber Potential, ist noch jung und hat im Gegensatz zu den Offensivkräften der Blau-Weißen auch schon getroffen.
Für Blau-Weiß-Coach Marco Gebhardt ist klar, dass alles hart erarbeitet werden muss, um die Leichtigkeit im Spiel wiederzufinden. Seine Erwartungen an das nächste Spiel in Torgelow sind berechtigt, tritt doch dann der Ausnahmespieler der Tempelhofer aus der Saison 2017/18 wieder an. Kevin Gutsche war zuletzt gesperrt und seine Abwesenheit am Sonntag machte sich deutlich im Mittelfeld bemerkbar. Murat Tik von Hertha 06 und sein 1.Vorsitzender Ergün Cakir hatten allen Grund sich nach dem Abpfiff zu umarmen. Ihre Taktik war aufgegangen. Die Gäste waren nach dem verschossenen Strafstoß der Hausherren schließlich nah dran, dem Favoriten alle drei Punkte zu entführen. Ihr Konzept aus einer sicheren Deckung mutig die Chance zu suchen, wäre bei etwas mehr Ballsicherheit im Angriff beinahe erfolgreich gewesen. Zumindest stand hinten ein großartiger Kopfball-Spieler, Nemanja Samardzic, der keinen Luftkampf verlor und neben seinem Torwart zu den Auffälligsten gehörte. Diese Defensivstärke werden beide im nächsten Stadtderby am kommenden Wochenende, diesmal gegen den Vorjahres-Aufsteiger SC Staaken, auch wieder zeigen müssen. Die Spandauer haben etwas gut zu machen, sie verloren ihr drittes Spiel 1:3 beim FC Strausberg.
Nur etwas aufgeregter als bisher sei er gewesen, sagte Schiedsrichter Karim Hornig am Sonntagvormittag. Das Spiel auf dem Hubertus-Sportgelände zwischen Berliner SC II und Stern Marienfelde war immerhin die erste Landesliga-Partie in seiner jungen Karriere. Nun wird er in der zweithöchsten Berliner Klasse regelmäßig zum Einsatz kommen. Der 18-Jährige pfeift zwar bereits seit etwa 5 Jahren, vorher jedoch mit Erfahrung im Jugendbereich, zunächst ein Jahr in der Bezirksliga. Ab der laufenden Saison also von zwei Männern an der Linie unterstützt, die das Erkennen der Abseitsstellung zumindest erleichtern werden.
Ein großer Schritt für einen jungen Mann. Bis vor einigen Jahren noch kaum denkbar, hat sich durch einen Wandel und damit Fortschritt in der Ausbildung der Leistungskader so eine Chance auch schon für andere Nachwuchs-Schiris ergeben. Gern erinnerte SR-Beobachter Bodo Kriegelstein daran: „Jedes Jahr kann nur ein Aufsteiger die Berliner Klasse verlassen und in den Ligen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) pfeifen. Dieser Platz ist natürlich umkämpft und man kann nicht früh genug gefördert werden.“ Sein Schützling Karim Hornig hätte in der am Ende einseitigen Begegnung (0:4 gewann Stern Marienfelde) seine Sache ordentlich erledigt, vor allem die Ruhe bewahrt. Und das unter schwierigen Startbedingungen, denn aufgrund einer technischen Panne vor Beginn hatte der Spielbericht
Foto: Frank Toebs
noch nicht vollständig vorgelegen. Das passiert selbst in der Oberliga und Regionalliga, wo Hornig zwar nicht so rasch auftauchen wird, aber bestimmt schon davon träumt. Genügend Zeit zum erreichen der nächsten Etappe verbleibt ihm ja noch.
Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker
Zum Glück wurde zum Saisonauftakt gegen Nürnberg 1:0 im Berliner Olympiastadion gewonnen. Hertha offenbart sich Besserung gelobend mit zwei Gesichtern. Sportlich wird mit großer Wahrscheinlichkeit das (wischi-waschi)-Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ erreicht. Andere Clubs formulieren das etwas konkreter und mutiger. Weit mehr zu kritisieren ist die menschliche Seite im Umgang mit bestimmten Presseorganen. Der Berliner konnte sich jahrelang mit seinem Hauptstadtclub nicht identifizieren, was nicht etwa am Berliner lag, sondern an dem, wie Hertha sich den Menschen gegenüber gab, oft als großkotzig gebrandmarkt. Die Erkenntnis, dass am Image gearbeitet werden müsse, setzt sich allmählich sogar in der Vereinsführung durch. Fragt sich, wie erreiche ich den Berliner und wie verbessere ich die Arbeit an der Basis und mein Image insgesamt? Ein richtiger Schritt ist das Vorhaben der Profiabteilung mit Veranstaltungen im Kiez. Heißt näher am Volk zu sein. Werder Bremen zum Beispiel kämpft um jeden Zuschauer. Die Heimat von Hertha BSC ist Berlin, also muss und sollte die Arbeit im Detail an erster Stelle in der Hauptstadt Früchte tragen. Jeder, der über den Hauptstadtsport schreibt ist ein Multifunktionsträger und sollte dementsprechend bedient werden. Uns von TV-Sport-in-Berlin wurde sogar bescheinigt, ein Sympathieträger besonderer Wertstellung zu sein. Der hohe Bekanntheitsgrad ging als Werbeträger für gezielte Maßnahmen einher. Dass wir bei Hertha in Ungnade gefallen sind, bedauern in offenen Bekundungen inzwischen viele Berliner. Was soll ich denen antworten, die mich nach dem Warum fragen (soll ich lügen), weshalb ich in Verantwortung unseres bekannten Internetportals nicht mehr persönlich bei Hertha gesehen werde. Sogar Pressevertreter schütteln den Kopf, denn das Warum kann ich nicht erklären und weshalb Hertha auf meine Anträge nicht antwortet, das hat natürlich etwas mit Anstand und Kinderstube zu tun, entzieht sich ansonsten meiner Kenntnis, ist aber Tatsache.
Im Umgang miteinander, „wie kann man nur solche Selbsttore fabrizieren“ ist oft die Feststellung der Insider. Ja, das grenzt an Schikanen und lässt tief blicken. Da steckt aber auch eine ganze Portion Selbstherrlichkeit dahinter. Vielleicht soll es Trost sein, mir dann mitzuteilen: „So wichtig ist Hertha doch gar nicht“. Da sind wir eben genau an dem Punkt des Miteinander wieder angekommen. Aber, es öffentlich beim Namen zu nennen, ist meiner Meinung nach schon angebracht.
Selbstkritisch gestehe ich, gern die Finger auf die Wunde zu legen. Dabei stellt sich die Frage, meint er es gut, will er damit sogar helfen? Wenn angebracht überwiegen meine Lobgesänge, Tadel gibt es nicht nur in der Schule und Kritik wird bei mir immer fachlich begründet sein. Was die Beiträge im Internet anbelangt, die werden ja in der Regel nie gelöscht, sind also jahrelang abrufbar und immer wieder kontrollierbar vor Augen zu führen. Und Ankündigungen sich zu ändern, liebe Hertha, setzt voraus, dass man es auch tut. Es umzusetzen ist oft schwerer als gedacht. An alten Strukturen gebunden sind Veränderungen kaum zu schaffen. Und an unserem, mit diesem Beispiel darf befürchtet werden, Hertha wird es in Berlin nicht als der beliebte, akzeptierte Club der Herzen schaffen. Ein Grund mehr, künftig verstärkt die Finger auf die Wunde zu legen.