
Nur etwas aufgeregter als bisher sei er gewesen, sagte Schiedsrichter Karim Hornig am Sonntagvormittag. Das Spiel auf dem Hubertus-Sportgelände zwischen Berliner SC II und Stern Marienfelde war immerhin die erste Landesliga-Partie in seiner jungen Karriere. Nun wird er in der zweithöchsten Berliner Klasse regelmäßig zum Einsatz kommen. Der 18-Jährige pfeift zwar bereits seit etwa 5 Jahren, vorher jedoch mit Erfahrung im Jugendbereich, zunächst ein Jahr in der Bezirksliga. Ab der laufenden Saison also von zwei Männern an der Linie unterstützt, die das Erkennen der Abseitsstellung zumindest erleichtern werden.
Ein großer Schritt für einen jungen Mann. Bis vor einigen Jahren noch kaum denkbar, hat sich durch einen Wandel und damit Fortschritt in der Ausbildung der Leistungskader so eine Chance auch schon für andere Nachwuchs-Schiris ergeben. Gern erinnerte SR-Beobachter Bodo Kriegelstein daran: „Jedes Jahr kann nur ein Aufsteiger die Berliner Klasse verlassen und in den Ligen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) pfeifen. Dieser Platz ist natürlich umkämpft und man kann nicht früh genug gefördert werden.“ Sein Schützling Karim Hornig hätte in der am Ende einseitigen Begegnung (0:4 gewann Stern Marienfelde) seine Sache ordentlich erledigt, vor allem die Ruhe bewahrt. Und das unter schwierigen Startbedingungen, denn aufgrund einer technischen Panne vor Beginn hatte der Spielbericht

noch nicht vollständig vorgelegen. Das passiert selbst in der Oberliga und Regionalliga, wo Hornig zwar nicht so rasch auftauchen wird, aber bestimmt schon davon träumt. Genügend Zeit zum erreichen der nächsten Etappe verbleibt ihm ja noch.
Frank Toebs
