Viktoria 89 baut die Führung weiter aus

10 Spiele, 10 Siege, wann gab es das schon einmal bei den Süd-Berlinern? 8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke. Deren mit Spannung erwartete Partie gegen den BFC Dynamo fiel im von beiden als Heimspielstätte genutzten Jahnsportpark leider Corona zum Opfer. Dagegen sahen 303 Zuschauer in Halberstadt einen verdienten Sieg von Viktoria 89 beim momentanen Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Viktoria führte durch Fardjad-Azad (38.) und Becker (49.) 2:0. Aber warum müssen die Berliner fast regelmäßig einen späten Gegentreffer hinnehmen und dann um den Sieg bangen?  Diesmal war es in der 89. Minute Junge-Abiol, der auf 1:2 verkürzte. Am Freitag, 23.10. ab 19.00 Uhr, kommt der Tabellenzehnte Babelsberg 03 ins Stadion Lichterfelde. Vorsicht, die Babelsberger besiegten zuletzt den ZFC Meuselwitz mit 3:1.

Außerdem stehen am 10. Spieltag aus Berliner Sicht zwei Niederlagen, ein Remis und ein weiterer Sieg zu Buche. Aufsteiger Tennis Borussia verlor chancenlos mit 0:4 bei Lok Leipzig und Lichtenberg (13.) ließ mit der 0:2 Niederlage die drei Punkte bei Union in Fürstenwalde. Gegen die Punkteteilung, ein 0:0 von Herthas Zweiten im Amateurstadion gegen Energie Cottbus ist nichts einzuwenden, auch wenn Andreas Neuendorf mangelnde Entschlossenheit bei seinem Team als Manko anführte. Im Poststadion schoss der BAK 07 – immerhin vor 367 Zuschauern – drei Tore, ließ nach 32 Minuten zunächst den 1:1 Ausgleich der Gäste aus Rathenow zu. Am Ende gewannen die Platzherren im Poststadion mit 3:1. Der BAK hat nach 10 Spielen jetzt 14 Punkte und Platz 9, am Samstag, 24.10. geht es nach Cottbus und die haben ebenfalls 14 Punkte.

Die Zuschauerzahlen sind sehr unterschiedlich, je nachdem was die Gesundheitsämter an Auslastung genehmigen und was die Stadiongröße hergibt. In Auerbach durften 999 Zuschauer das 0:2 gegen Chemie Leipzig sehen. Bei Lok Leipzig waren es gegen die Berliner Borussen 1.755, in Babelsberg sahen 1.365 Zahlende den 3:1-Sieg und in Jena feierten 1.256 Zuschauer den 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC.

Am Freitag, 23.10. stehen zwei Berlin-Derbys an. Aufsteiger Tennis Borussia empfängt, so Corona es will, den BFC Dynamo im Mommsenstadion und die VSG Altglienicke – Hertha BSC II im Jahnsportpark. Am Sonntag, 25.10. kommt Lok Leipzig zu den 47ern nach Lichtenberg.  

Christian Zschiedrich

Spannung und sechs Tore in Lichtenberg

Bis auf die drei aktuell noch ausstehenden Begegnungen, Fürstenwalde – Jena, Auerbach – Chemnitz, Babelsberg – Luckenwalde, absolvierte die Regionalliga Nordost am Dienstag, 25.08.2020 ihren 2. Spieltag mit diesen Ergebnissen:

Tennis Borussia – Chemnitz 1:3

ZFC Meuselwitz – Cottbus 2:0

BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:2

1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 2:1

Halberstadt  – Bischofswerda 2:3

Viktoria 89 – Optik Rathenow 2:0

Lichtenberg 47 – Altglienicke 2:4

Beachtlich VSG Altglienicke, nicht nur beim 3:2 Auftakt im Mommsenstadion, es folgte der 6:0 Pokalerfolg im Finale gegen Viktoria 89, jetzt nahm das Team von Karsten Heine auch die Hürde bei Lichtenberg 47 mit 4:2. Wobei den 47ern ebenso ein Lob gezollt werden muss. Halbzeit 0:0, in Führung ging die Heimmannschaft in der 54. Minute durch Philip Einsiedel. Bereits eine Minute später gelang Patrick Breitkreuz (55.) das 1:1. Christian Skoda drehte das Match mit dem 2:1 für die Gäste (62.). Tolcay Cigerci schaffte das 3:1 (80.). Wer 10 Minuten vor Ultimo glaubte, die Partie sei entschieden, das Team von Trainer Lehmann gab nicht auf. Der Schütze zum 1:0 markierte seinen zweiten Treffer in der 84. Minute in Unterzahl. Christian Gawe hatte in der 67. Minute die Rote Karte gesehen. Es wurde in der Endphase noch einmal spannend. Allerdings nur kurz, für zwei Minuten, der in Minute 68 eingewechselte Uzan stellte in der 86.Minute das Endergebnis von 2:4 aus Sicht der Lichtenberger her. Unnötig war die Gelb-Rote Karte für Oliver Hofmann in der 90. Minute. Die beiden des Feldes verwiesenen Lichtenberger werden im nächsten Auswärtsspiel im Mommsenstadion gegen Aufsteiger TeBe fehlen.

Viktoria 89 hat das 0:6 im Pokalfinale gut weggesteckt, gewann 2:0 gegen Optik Rathenow und hat sich nach dem Auftakt-Erfolg in Chemnitz mit zwei gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, 6 Punkte, in der Tabelle vorn platziert. Die Tabelle hat nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft. Sechs Vereine haben bisher sechs Punkte: Chemie Leipzig, Meuselwitz, VSG Altglienicke, Hertha BSC II, Bischofswerdaer FV und eben Viktoria 89. Am 3. Spieltag muss Viktoria bei den bisher punktlosen Cottbussern antreten. Energie will aufsteigen. Der Start ging in die Hose. Kann Viktoria das nutzen ?

Zwei Berliner Mannschaften stehen ebenfalls null Punkte da, Aufsteiger Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo. Die Saison ist noch lang, noch 36 Spieltage, da kann sich viel ändern. Aber, zum Erreichen des Ziels ist der gute Start wichtig. Zumindest bestimmt der Auftakt den eventuellen Trend.

Nachtrag: Meuselwitz – E. Cottbus 2:0

Union Fürstenwalde – Carl Zeiss Jena 3:1

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 2:1  

Babelsberg 03 – FSV Luckenwalde 1:3

Tabelle:

  1. Chemie Leipzig  2 Spiele, 6 Punkte
  2. ZFC Meuselwitz 2 Spiele, 6 Punkte
  3. VSG Altglienicke 2 Spiele, 6 Punkte
  4. Hertha BSC II, 2 Spiele, 6 Punkte
  5. Bischofswerda 2 Spiele, 6 Punkte
  6. FC Viktoria 89 2 Spiele, 6 Punkte
  7. Luckenwalde, 2 Spiele, 6 Punkte
  8. Fürstenwalde, 2 Spiele, 3 Punkte
  9. Berliner AK 07, 2 Spiele, 3 Punkte
  10. Lichtenberg 47, 2 Spiele, 3 Punkte
  11. 1.FC Lok Leipzig 2 Spiele, 3 Punkte
  12. VfB Auerbach,  2 Spiele, 3 Punkte
  13. Babelsberg 03, 2 Spiele, 1 Punkt
  14. Carl Zeiss Jena, 2 Spiele, 1 Punkt
  15. Chemnitzer FC, 2 Spiele, 0 Punkte
  16. G. Halberstadt, 2 Spiele, 0 Punkte
  17. Tennis Borussia, 2 Spiele, 0 Punkte
  18. BFC Dynamo,  2 Spiele,  0 Punkte
  19. Energie Cottbus, 2 Spiele, 0 Punkte
  20. Optik Rathenow 2 Spiele, 0 Punkte

Christian Zschiedrich

So schnell kann man ganz unten landen

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Das geschieht mit mitunter namhaften Vereinen die in  den  Jahren zuvor auf Erfolgskurs fuhren, so zum Beispiel Eintracht Braunschweig,  SV Meppen, Kaiserslautern, Alemania Aachen, die Aufzählung ließe sich weiter fortführen. Leider gehört auch Energie Cottbus dazu. Wenigstens gelang wieder der Aufstieg in die 3. Liga. Der Start war gar nicht so schlecht. Jetzt warten sie seit sieben Spieltagen auf einen Sieg. Zuletzt verloren sie am 10. Spieltag 0:2 in Karlsruhe. Die Partie des 11. Spieltages gegen Halle wurde auf den 10.10. verlegt. Nun heißt es am Samstag, 06.10., zu Hause gegen Zwickau, zu versuchen, die Punkte in Cottbus zu behalten. Das Abrutschen auf einen Abstiegsrang hat mit zum  Führungschaos nach den Rücktrittsankündigungen von Präsident Michael Wahlich und Geschäftsführer Normen Kothe beigetragen. Den Verein belasten nach den Abstiegen weiter finanzielle Probleme. Laut Claus-Dieter Wollitz darf das allerdings kein Alibi für sportliche Niederlagen sein.  Es wurde versucht, die Probleme von der Mannschaft fernzuhalten.

Eintracht Braunschweig ist als Absteiger noch nicht in der 3. Liga angekommen. Es gelang erst ein Sieg, mit mageren sieben Punkten stehen sie am Tabellenende. Nach dem Abstieg musste der verdienstvolle Coach Torsten Lieberknecht gehen. Jetzt hat wieder einen neuen Job. In Liga Zwei trennte sich der MSV Duisburg  von Trainer Ilja Gruew. Der neue heisst Torsten Lieberknecht, der hat nach eigener Aussage, richtig Bock auf den Verein. Man darf gespannt sein, ob unter Lieberknecht die Ergebnisse besser werden. Potential ist bei den Zebras vorhanden.

In der Regionalliga Nordost sieht es für Aufsteiger Optik Rathenow nicht gut aus. Mit nur 4 Punkten sind sie Tabellenletzter. Im Kreis der gefährdeten Mannschaften ist auch der 1. FC Lok Leipzig, sie wollten eigentlich oben mitspielen. Es wurde auf Profibedingungen umgestellt, aus dem Verein eine entsprechende GmbH ausgegliedert und als Ziel, der Aufstieg in die 3. Liga ausgegeben. Aktuell haben sie in Leipzig andere Probleme. Trainer Heiko Scholz wurde freigestellt und durch Björn Joppe ersetzt. Joppe wurde von Scholz als Leiter des Nachwuchszenrums in den Verein geholt. Joppe verfügt nur über eine Trainer B-Lizenz, für ihn wurde eine Ausnahmeregelung beim Verband beantragt. Zuletzt unterlag Lok am 10. Spieltag beim unangefochtenen Spitzenreiter Chemnitzer FC mit 1:3.

Parallel dazu verschaffte sich die VSG Altglienicke mit einem 2:0 Auswärtssieg in Bischofswerda, aktuell mit 12 Punkten auf Platz 13, etwas Luft und hat am Tag der Deutschen Einheit zu Hause gegen Budissa Bautzen die Möglichkeit, sich weiter von der Abstiegszone zu entfernen.

Die Regionaliga spielt eine englische Woch. Schauen wir auf das Programm der anderen Berliner Vereine: Viktoria 89 hatte bereits am Dienstag, 2.10.  seine Begegnung gegen Babelsberg 03 ausgetragen und gewann 1:0. Jetzt haben sie 17 Punkte auf der Habenseite. Besser platziert ist der BAK 07 mit 22 und Hertha BSC II mit 20 Punkten. Hertha II hat am Mittwoch, 3.10. 13.00 Uhr, sein Heimspiel gegen Auerbach und muss am Sonntag, 7.10. in Halberstadt antreten. Für den  BAK geht es am Feiertag zum 1.FC Lok Leipzig, ehe am Sonntag, 7.10. ab 13.30 Uhr, Schlusslicht Optik Rathenow ins Poststadion kommt. Der zuletzt mit 2:1 gegen Oberlausitz Neugersdorf siegreiche BFC Dynamo spielt auswärts in Meuselwitz (15.) und am Samstag, 6.10. im hochinteressanten Berlin-Derby, 13.30 Uhr, Jahnsportpark gegen Viktoria 89.

Christian Zschiedrich

Berliner Regionalliga-Clubs strengten sich an

und blieben am Wochenende ohne Niederlage in der Regionalliga Nordost. Das ist an den Tabellenständen auch ablesbar. Drei Vereine stehen auf Platz 4 und 5., BAK mit 13 Punkten auf Rang 4, Viktoria 89 und Hertha II tor- und punktgleich auf dem 5. Rang, die VSG Altglienicke mit dem 2:2 in Meuselwitz auf Platz 10 und der BFC Dynamo, vor 1.107 Zuschauer dank des 1:0-Erfolges über Lok Leipzig, steht jetzt über dem Strich, auf Platz 13.

Nicht nur der BFC Dynamo gewann  – enorm wichtig –  am 6. Spieltag, sondern ebenso der Berliner AK, mit  3:2 in Auerbach, während der FC Viktoria 89 vor 476 Zauschauern im Stadion Lichterfelde 2:0 gegen Oberlausitz Neugersdorf gewann.

Herthas Zweite siegte durch ein Eigentor, Lenk in der 80.Minute, 1:0 beim Bischofswerdaer FV. Keine Niederlage also für die 5 Hauptstadtclubs.

Spitzenreiter Chemnitzer FC gewann alle 6 Spiele, am kommenden 7. Spieltag, Mittwoch, 12.9., 18.30 Uhr, empfängt die VSG Altglienicke  die Chemnitzer. Am selben Tag  muss der BFC Dynamo bei ZFC Meuselwitz antreten.

Um 19.00 Uhr empfängt dann Hertha II den Tabellenletzten, nur 1 Punkt, Union Fürstenwalde. Germania Halberstadt ist mit 3 Punkten nicht viel besser. Die Halberstädter reisen zum BAK. Die Aufgabe für den Berliner Vertreter scheint am Mittwoch, 12.9., 17.30 Uhr, Poststadion lösbar zu sein.

Christian Zschiedrich